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Secular Islam. Nicht in Good Old Germany?

April 4, 2008


Bubenstreich oder Einschüchterung?

Eine islamisch inspirierte Rückmeldung

Moslem4ever

erhebt den Zeigefinger


Moslem4ever schrieb am 9. März 2008 zum auch hier veröffentlichten Baustein Nummer 058 auf dem Blog Eifelginster. Hören wir dem allahgläubigen jungen Menschen zu

Ich sage so was selten, aber du bist sehr krank, vielleicht nicht mehr zu retten, so ähnlich wie Hitler.

Nimm mir das bitte nicht übel, normalerweise schreibe ich so was nicht.

Aber es gibt immer Hoffnung und Licht bei Allah.

Lass dir helfen, weil du weißt zu wenig über die Wirklichkeit.

Friede sei mit Dir

Soweit der selbst ernannte Wissenschaftsfreund Muslim4ever. Uns ist nicht ganz klar, wen er hier in der Hauptsache für das Paradies erretten und zeitgleich irdisch beschimpfen wollte, vielleicht den Jacques Auvergne vom Blog Sägefisch. Cees van der Duin, niederländischstämmiger Erzieher aus Venlo und Bochum übernahm es, dem hilfsbereiten muslimischen Migrantenkind zu antworten:

Moslem4ever: Guten Tag und Hallo,

ich halte Roland und Ümmühan für seelisch kerngesund und für demokratisch gereift.

Du jedoch, liebe oder lieber Muslim4ever solltest dich entscheiden zwischen dem Tugendterror der inhumanen Scharia und der offenen Gesellschaft von der du profitierst, die dir Lesen und Schreiben beibringt, die dir die Technologie bereit stellt und dir eine Kultur der Meinungsfreiheit und der Menschenrechte stiftet, die du zwischen Marokko und Indonesien nicht vorfindest. Die du in islamisisierten Teilen der Erde nicht vorfindest. Warum, o großes Rätsel?

Weil dort im Namen des patriarchalen Allah-Gottes jedes freie Denken derartig verhindert wird, dass die Intellektuellen, Apostaten, Frauenrechtler und überhaupt Menschenrechtler versuchen, im freien Teil der Welt Asyl zu bekommen. Oder in den Untergrund gegangen sind, in die innere Emigration. Oder schon ermordet worden sind.

Die Mehrheit dort hat keine große Lebensqualität. Korruption, Frauenunterdrückung, Unkreativität und intellektueller Stumpfsinn prägen den Alltag.

Damit aber kann mein oder dein Gott nicht einverstanden sein. So einfach ist Gott nicht zufrieden zu stellen. Der Islam also ist in einer schweren Krise. Die Welt sieht die Blamage.

Ertappt legen Extremisten vor Schreck ein paar Bomben. Ist ja auch einfacher, den Terrorismus gutzuheißen als an sich zu arbeiten oder seinen Lebensstil in Frage zu stellen. Oder den Lebensstil von Papa und Mama, die ihrerseits arrangiert verheiratet worden waren.

Und radikalislamisch Inspirierte versuchen nun sogar, hier in Europa Parallelgesellschaften aufzubauen, in die sie ihre Kinder und Nachbarn ‘einsperren’ wollen, um ihre “islamische” Lebensform der totalen Überwachung, um arrangierte Ehen, islamischen Judenhass und Verachtung und Bedrohung von Ungläubigen zu ‘kultivieren’.

Auf eine solche Kultur verzichte ich. Und meine Freunde aller Ex-Religionen und Religionen tun dieses sicher ebenso, darunter einige Muslime.

Territorien, Stadtviertel oder Straßenzüge, in denen Scharia und Fiqh vorrangig sind gegenüber den staatlichen Gesetzen, kann Europa nicht dulden. Europa muss unduldsam, intolerant sein dem derzeitigen, nämlich demokratiegefährdenden Islam gegenüber. Muslime gucken beleidigt bei solch frevelhafter Forderung … und versuchen, die Demokratie anderweitig auszutricksen.

Fromm-fiebrige Taqiyya gegen diese ‘undankbaren’ Säkularen: Mit einem erpresserischen Gezische von ‘Din’ und ‘Iman’ bringt man Clan und Umma auf Marschkurs und in den kollektiven Gleichschritt. ‘Der Islam ist die Lösung’, wofür auch immer. Ganz toll selbst für Konvertiten, zum Islam natürlich, die andere Richtung ist höchst ungesund. Islam fundamentalistisch: Endlich ein Weltbild, bei dem keine Fragen mehr offen bleiben.

Die Gläubigen rotten sich zusammen zur Treibjagd gegen die, die sich der ‘Wahrheit’ verstellen, wie du es sagst, die das ‘Licht’ nicht erkannt haben. In der Tat bevorzuge ich Glühbirnen oder Kerzen und am liebsten die Sonne, so weit zum Thema ‘Licht’.

Dass Macht mit ‘Wahrheit’ verschmolzen wird und schamloser Sadismus oder gar Staatsterror immer noch mit ‘Wahrheit’, geht auf die spätantiken persischen Despotien zurück und deren Reinheits- und Lichtkult. Radikale Muslime sind Manichäer, Jihadisten Assassinen.

Andererseits kannte Europa mehrere eigene Angriffe von theokratischen Strömungen gegen Königreiche, Stadtkulturen oder Demokratien, von Savonarola bis Calvin. Auch die Totalitarismen von Hitler und Stalin lassen uns Europäern den Wert und die Würde des Einzelnen in den Vordergrund stellen, wobei dieser durchaus Atheist sein kann oder gar Frau. Unsere Behörden und Gerichte geben dem Individuum Entfaltungsmöglichkeit und Recht. Ägypten und auch die Türkei sind davon noch weit entfernt, von Jemen, Pakistan oder Afghanistan nicht zu reden.

Du solltest deinen Kurs ein wenig ändern, weg von der Theokratie und hin zur Demokratie und sagen: Die Demokratie ist sittlich wertvoller als das Kalifat, die Menschenrechte bringen mehr Zufriedenheit und Gesundheit als ein Leben nach Sunna und Schari’a.

Qur’an lesen wir alle immer wieder mal, kein Problem, und wenn du dem Gott deines Lebens den Namen Allah geben möchtest statt Vishnu oder Ahura Mazda dann sei dir das unbenommen.

Auf diesem Blog versuchen wir nicht, Muslime dazu zu bewegen, Apostasie zu üben. Vielmehr liegt uns die Demokratisierung des Islams am Herzen, für die wir ja auf (säkulare!) Muslime geradezu angewiesen sind. Für heute sage ich dir etwas im Scherz: Der noch etwas unreife Gott Allah ist ein schwererziehbarer Junge und ich bin sein Bewährungshelfer. Oder ernsthafter: Ich bin der Erzieher der allahgläubigen männlichen Machos und Vorstadtjihadisten.

Wir Menschen schaffen Gott immer sehr nach unserem Bilde. Und müssen nur erkennen, DASS wir es immer tun.

Dazu fordert Gott uns auf. Euch Muslime fordert euer Gott dazu auf, zu erkennen, dass das Weltbild und Menschenbild des Qur’an das höchst irdische, nämlich arabische des siebten Jahrhunderts wiederspiegelt.

Darüberhinaus solltest du verstehen, dass Mensch Mohammed vaterlos aufgewachsen ist und sein Gottesbild seine Projektion ist eines vermissten Vaters. Manch Anderes im Islam erklärt sich durch die Religionen der Arabischen Halbinsel:

– Polytheismus (der arabischen Stämme: Die Gottheiten al-Uzza, al_lat, Manat, Hubal)

– Judentum, Christentum und

– Zoroastrismus/Manichäismus

Aus diesem vorgefundenen Material schnitzte sich Mohammed seine Allah-Statue, pardon: Der Gott sei ja unsichtbar. Toller Trick.

Allah verleugnet sozusagen seine Eltern, seinen Vater Hubal und seine Mutter al-Uzza. Der undankbare und geschichtsvergessene Göttersohn Allah leugnet seine Verwandtschaft, seine Ahninnen Aschera, Kybele und Isis, seine Ahnen Baal, Ammon und Jahwe.

Das ist kein Zeichen von Größe. Der Gernegroß. Oder sollten wir den Mohammed für die womöglich allzu kühne Dekonstruktion des altarabischen Pantheons und Konstruktion des einsamen welterschaffenden Islam-Gottes verantwortlich machen? Nicht ganz, er konnte auf dem jüdisch-christlichen monotheistischen Gott aufbauen. Und die Berücksichtigung des Iblis, des Satans, erinnert ‘ganz zufällig’ an Ahriman, das dunkle und zerstörerische Gegengewicht zu Ormuzd (Ahura Mazda).

“Wie auf Erden, so im Himmel” kehrte der fundamentalismuskritische Christ Jacques Auvergne einst einen weltbekannten christlichen Gebetsvers um, das soll heißen: Die ‘himmlischen’ Prinzipien rechtfertigen die irdische Machtpolitik, Kriegsführung und Kindererziehung. Dieser Grundsatz und seine Folgeprobleme gelten für das frühmittelalterliche deutsche ‘Königsheil’ ebenso wie für das spätere ‘Kaiser von Gottes Gnaden’ und den Anspruch des chinesischen oder japanischen Kaiserhauses, himmlische Prinzipien, kosmische Ordnungen zu repräsentieren wie zu stabilisieren.

Sicherlich liegt in einem als ewig angenommenen göttlichen Prinzip eine Chance, für den Stamm oder das Volk Leitlinien von Ethik, Sitte und Recht zu entwickeln.

Im Islam jedoch ist diese ur-menschliche Suche nach Sitte und Recht als ein katastrophaler Irrweg der Menschheitsgeschichte misslungen.

Nur das territorial dominante, militärisch-sexuelle Kartell namens Islam bietet, verglichen mit jeder anderen Religion, eine solche religiöse Nähe und Rechtfertigung zu Vergewaltigung, Judenhass, Apostatenmord, Zwangsehen und Angriffskrieg. Jedes kleine grüne Männchen, jeder Marsmensch würde das bei einem (fiktiven, es gibt keine kleinen grünen Männchen) Kurzbesuch auf der Erde rasch erkennen und sagen, Muslime jedoch gucken dackeläugig-empört oder schreien mit wutverzerrter Fratze “Tod den Ungläubigen”.

Mir wäre es peinlich, einer solchen Religion anzugehören, die derzeit leider immer noch weltweit gute 90 % ihrer Angehörigen im Zustand zombihafter Kriecherei nach innen, antrainierter sadistischer Arroganz nach außen und papageienhaften Nachplapperns im innerpsychischen Weltbilden belässt.

Gute Religion macht die Menschen mündig und verträglich, guter Islam macht die Menschen mündig und verträglich. Im Volks-Islam und in den Tariqas (im Sufismus; Tariqa طريقه, Ordensbruderschaft), da schließe ich mich Professor Bassam Tibi an, mögen Chancen bestehen, zu der dringlich überfälligen Humanisierung und Demokratisierung des Islams beizutragen.

Insofern ist gegen einen verehrten Himmelsgott, auch gegen denjenigen der Monotheisten, aus Sicht eines Psychologen oder Pädagogen nichts einzuwenden.

Doch lauert im monotheistischen Gott Gefahr, seelischer und sozialer Sprengstoff. Zum einen kann jeder ‘fromme’ Tyrann oder Dikator die Untertanen zum Verstummen bringen. Zum anderen werden vormoderne Erziehungsprinzipien nicht aufgehoben. Zum dritten sitzt jedem Machthaber eine frömmelnde radikale Opposition im Nacken, die mit dem Qur’an in der Hand den baldigen Tod des Herrschers fordert (Takfir). Das islamische Terrornetzwerk al-Qaida verübte ja bereits Attentate selbst gegen die (etwas unfreiwillig) wahhabitisch ausgerichteten Saudis, radikale islamische Gemeinschaften planen den Sturz Afghanistans, Pakistans, der Türkei und so weiter.

Und immer schön lächeln, Muslim: Denn es gibt ja keinen Zwang im Glauben. Du kannst also noch nicht einmal zugeben, Opfer deiner Großeltern, deines Präsidenten, deines Geistlichen zu sein. Einziger Ausweg für Frauen: Hijab, besser Khimar, noch besser Niqab zu tragen und einen frommen Kerl zu heiraten, dem man viele Söhne fabriziert.

Einzige Chance für Männer: Sich einer NOCH radikaleren Gruppierung anzuschließen als die Großeltern und der Staatspräsident es getan haben, dann ‘das Buch’ in die Hand nehmen und sakrale Racheschreie ausstoßen (etwa: “Gerechtigkeit den Muslimen”), vorzugsweise vor einer westlichen Fernsehkamera.

Dazu macht sich ein dekoratives Märtyrerstirnband auch optisch ganz nett, selbst im HAMAS-Kindergarten. Für Männer und auch schon kleine Jungen besteht nämlich die edle Möglichkeit, sich Dynamit zu besorgen und sich in die Luft zu sprengen: Unser Clan gewinnt an Ansehen und ein wenig lebensmüde war man ja schon immer. Der Held vergeht, bumm, im Feuerball und flattert engelhaft (hell genug ist es für den Bruchteil einer Sekunde ja auch) zu Gott ins verheißene lichte Paradies. Whaow, was für ein brisantes Finale, und der Konsum der dabei entstandenen Videos stabilisiert das Weltbild in der englischen radikalen Moschee wie in der deutschen Teestube gleich nebenan.

Der Jihad-Islam ist sehr aufregend, sozusagen erlebnispädagigisch wertvoll.

Ach, ich hätte das alles falsch verstanden, sei der ‘Wahrheit’ fern und dem ‘Licht’?

Noch zu Chancen und Risiken des unsichtbaren patriarchalen Gottes: Kein Bild, kein Denken. Kein Anfassen, kein Verstehen. Die Lernfeindlichkeit und Wissenschaftsfeindlichkeit im gesamten islamisch geprägten Teil der Erde ist auch eine Folge von Scharia und Sunna.

Ich bin sicher, dass die Götterdiener an Hubal, al-Lat, al-Uzza und Manat, Mohammeds Großeltern also, NICHT in der koranisch angedrohten Hölle schmoren.

Andererseits hält bei Blogs wie Eifelginster, Sägefisch oder Schariagegner niemand Muslime pauschal für schlechte Menschen.

Freilich auch nicht pauschal für gute. Von Kollektiven und Klassen halten wir nämlich grundsätzlich nicht so viel, von der Individualität eines Menschen sehr wohl.

Wenn alle 1,3 Milliarden Muslime den Islam ablegen würden wäre Gott Allah ja arbeitslos. Und gar nicht glücklich.

Du hast übrigens etwas vergessen bei all deinem ’religiösen Geschimpfe’.

Du hast etwas vergessen, was Europa für ganz wichtig hält. Du wirst nicht drauf kommen, hm?

Deine persönliche Meinung. Du hast vergessen,
eine Aussage zu treffen. Dazu rufe ich dich auf:

Sprich zu uns über Frauenrecht und Scharia, über Erbgesetz und Scharia, über Judenhass und Dhimma. Erzähle uns deine Meinung zu Apostatenmord und Qur’an, zu Terror und Islam.

Sprich zum Armeniervölkermord 1915/1916 und zur Situation der Kopten in Ägypten und der Baha`i in Iran und Ägypten.

Die nötigen Informationen dazu bekommst du in den meisten Moscheen oder Islamischen Zentren allerdings noch nicht. Ich hoffe, dass das in hundert Jahren anders ist. Moscheen oder Koranschulen müssen aus meiner Sicht keine Zentren der Volksverdummung sein, jedenfalls nicht in alle Ewigkeit.

Mit freundlichen Grüßen aus

der säkularen Demokratie

Cees van der Duin

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Fitna. Der Film

April 1, 2008

062

فتنة

Fitna!

Gemeinschaftszersetzender Streit,

spaltende Zwietracht.

Fitna

der Film

Der Film ist da. Fitna. Glückliches Aufatmen allüberall, der lang angekündigte Film war dann doch weniger skandalös als befürchtet. Ein paar niederländische Fahnen sind wohl in Südostasien schon verbrannt worden, damals allerdings war der Film noch nicht einmal veröffentlicht.

Bemerkenswert, wer sich eilig vom Kunstwerk des niederländischen Abgeordneten distanzieren zu müssen glaubte. Niederländische Politiker und Kirchenleute darunter, die den Islamkritikern, nicht zuletzt den muslimischen, wieder einmal gekonnt in den Rücken fallen. Naja, die moralisch ‘auf den Hund gekommenen’ alten Achtundsechziger.

Was geschieht in dem viertelstündigen Film?

Minutenweise hat Wilders, und zwar ’schweigend-kommentarlos’ genau das gemacht, was die hassvideoproduzierenden Milieus seit Jahren und nahezu täglich tun. Vergleichbare Filmsequenzen tragen marokkanische Studenten täglich und seit Jahren durch mir bestens bekannte westeuropäische Studentenwohnheime, allerdings mit ausführlicher dargestellten Enthauptungsszenen. Ein forsches islamistisches Video, könnte man sagen? ‘Nur’ hat der Produzent ganz einfach … die falsche Religionszugehörigkeit. Wilders als Kafir gehört nicht zu Mohammeds bzw. Allahs Bewunderern! Und damit sieht die Sache nun ganz anders aus.

Die genuin islamische Doppelmoral nämlich lautet: Wenn fromme Salafisten oder engagierte Milli-Görüş-Freunde die augenzwinkernd herumgereichten kurzen Filme von “Bali” oder “Nine-Eleven” verkonsumieren, dann stärkt dieses das ‘Wir-Gefühl mit Migrationshintergund’, dann ist diese ‘Nestwärme und Solidarität’ von Europas Kuffâr (كفّار Ungläubigen, Mehrzahl vonكافر Kâfir) und insbesondere von den sehr frevlerischen Anhängern des Demokratie-Kultes nickend zu dulden. Wobei die Demokraten ja ungeheuerlicherweise bereits unter den Muslimen missioniert haben, und das auch noch erfolgreich, wie Necla Keleks wichtige und passgenaue Analyse der bundesdeutschen Islamkonferenz von 2008 beweist. Auch Irshad Manji und vor allem Wafa Sultan geben mir etwas Hoffnung, dass es muslimische Demokraten geben kann. Wobei auch die Option, Ex-Muslim zu sein, für das Individuum jederzeit ohne Lebensgefahr gangbar sein muss, was die von Schäuble geführte bundesdeutche Islamkonferenz mit ihrem riskanten Streben nach flächendeckender Einführung von ‘Islamischem Religionsunterricht’ nicht zu verstehen scheint. Zurück zum Film Fitna.

Wenn ein Ungläubiger den Terror-Anschlag neu verfilmt, dann … bedroht er die ‘Eintracht’, was wiederum heißt: Dann schafft er Fitna, Aufspaltung, Uneinigkeit (der Muslime). Dann verursacht er Streit (unter Muslimen). Fitna ist nämlich so etwas wie ein höllischer islamischer Albtraum, der natürlich nur der brutalen Einordnung des Individuums ins totalitäre islamische Kollektiv dient und deshalb bereits in der und mit der traditionellen islamischen Kindererziehung kräftig geschürt wird, was übrigens die islamische familiäre Gewalt ausreichend erklärt. Ein Muslim hätte den Film ohne weiteres drehen können! Doch ein Nichtmuslim, der Dasselbe tut, ist ein Rassist, ein Volksverhetzer, mindestens ein Rechtspopulist, so die ersten Schmähungen gegen Wilders, die unsere entgrenzt toleranten Islamfreunde und Schariaversteher aus Kirche und Politik den Muslimen anscheinend gerne ein bisschen abnehmen möchten.

Spaltung ist der Ummah etwas Ablehnenswertes. Die Dschihad-Folge der Einschüchterung und des Entsetzens also mag die geringer wertigen Ungläubigen ’spalten’. Dafür ist korankonformer Horror nun einmal da. Das belegt Wilders Film endlich einmal ausführlich! Jetzt wirft ihm mancher Zeitgenosse Rechtspopulismus vor? Was ist denn bitte daran ‘links’, über die Ideologien von Terroristen zu schweigen? Und dass der Islam ein Terrorismusproblem hat, daran besteht ja wohl kein Zweifel. Sogar die aufrichtigeren Muslime geben uns gegenüber zu, dass der Islam ein Problem mit seinen Radikalen hat und – als Weltreligion – für Nichtmuslime durchaus so etwas wie eine Umweltbelastung ist.

Wilders hält den radikalen Muslimen ‘den Spiegel vor’: Hier sehr ihr euch, so seid ihr gelegentlich, das habt ihr gezielt und religiös begründet angestellt. Das ist eine Zumutung für … die Täter. Das macht keinen Spaß … den Tätern. Da wird der Täter traurig. Er könnte gar die Lust an der Demokratie verlieren, seien wir also vorsichtig.

Schließlich sollen die Muslime nach der in Koran und Hadithen vorgegebenen militärischen Logik ’solidarisch’ (Wagenburg, ein fundamentalistisches Gefängnis) zusammenrücken, die Ungläubigen aber sich (Fitna als Waffe, durchaus!) entsolidarisieren: Sich von Wilders distanzieren.

Zerteilung, Aufspaltung. Fitna. Für die Ungläubigen stets möglichst viel davon, für die Muslime immer möglichst wenig. Leute, das spart Energie. Und das garantiert Erfolg. Nur Nichtmuslim solltest du halt besser nicht sein, ist doch logisch. Islam ist eine sehr logische Religion.

Etwas anders gelagert ist die von Wilders filmisch zitierte, schreckliche, vormoderne, verachtenswerte und gleichwohl oder endlich einmal zu dokumentierende Mädchen-Genitalverstümmelung. Ein sehr ägyptisches Problem übrigens, eigentlich kann man angesichts der dort alltäglich praktizierten Klitoridektomie nicht nach Kairo in den Urlaub fahren. Die indonesische Assalaam-Foundation um Bandung im westlichen Java bietet jährlich Massen-Mädchenbeschneidung in medikalisierter und ’sozialarbeiterisch organisierter’ Form an. Der islamische Körper der Frau ist der ‘Awrah- (Aura)-Konzeption unterworfen, der islamische Frauenkörper ist halt nicht viel mehr als ein (sippenseits eingekauftes) Geschlechtsorgan. Ayaan Hirsi Ali nannte den (zwangs-)islamisierten weiblichen Körper treffend ‘zoontjesfabriek’, Söhnchenfabrik.

Ein eigenes Thema ist auch die Verwendung des ‘Mohammed B.’ betitelten fotografischen Portraits von Rap-Musiker Salah Edin, das man ob der äußerst großen Ähnlichkeit für eine Verwechslung seitens Wilders halten könnte. Zunächst zur äußerst großen Ähnlichkeit, die alles andere als ein Zufall ist. Der sich nach dem kurdischen General Saladin nennende niederländische Rapper posierte für sein Album “Der Niederlande größter Albtraum” (Originaltitel: Nederlands grootste nachtmerrie) ganz bewusst in der Weise des Polizeifotos des islamisch motivierten Mörders an Theo van Gogh: Bis auf die Drehung und Neigung des Kopfes, bis auf die Weise des Blickens imitierte Salah Edin das polizeiliche Bild des Attentäters, um junge Käufer anzusprechen, um eine letztlich menschenverachtende und demokratiefeindliche Gesinnung der Rebellion und Destruktion anzufeuern! Wilders hat uns damit auf ein wichtiges gesellschaftliches Problem aufmerksam gemacht, das in Deutschland durch den islamistischen Minnesänger der Bundesregierung Muhabbet hinlänglich bekannt ist: Im Bereich der gewaltverherrlichenden Rap-Musik mit ihrem Böse-Buben- und Ghetto-Image, mit ihrer Ästhetik des Kriminellen, gehört das Bekenntnis, ein Sympathisant des islamistischen Terrors zu sein, längst zum guten Ton. Allein für dieses Hinweisen auf gesellschaftlichen Sprengstoff gebührt dem niederländischen Parlamentarier Wilders unser Dank.

Attentate mit den Jubelrufen ‘Gott ist groß!’ zu untermalen ist nun wirklich keine Erfindung eines niederländischen Abgeordneten. Beim Filmen der Sprengung der Buddha-Statuen von Bamyan etwa oder bei manch einem dschihadistenseits gefilmten Mord oder Terroranschlag ertönten die ‘frommen’ islamischen Jubelrufe nämlich bereits seitens der Filmcrew. Emotional, authentisch, leidenschaftlich. Islam begeistert.

Sollte es Muslimen peinlich sein, dass Nichtmuslime sich mit den Worten der Hassprediger beschäftigen? Verständlich wäre das. Mir wäre das jetzt auch peinlich. Die Schuld aber bei sich zu suchen, beim eigenen Kollektiv, nach dem Grundsatz Einsicht als Weg der Besserung, das mag stets ein steiniger Weg sein, doch ist er anscheinend für kein Kollektiv zu schwer zu gehen wie für den Islam. Jeder Marsmensch würde das bei einem Kurzbesuch auf unserem Planeten so sehen und so sagen. Wir (feigen) Demokraten empfehlen uns, politisch korrekt, den Maulkorb.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir MÜSSEN nicht in einer Demokratie leben. Und wenn die Europäer das mehrheitlich so wollen, dann WERDEN sie auch nicht in einer Demokratie leben.

Die islamreligiös verpflichtende feierliche Ausrufung der absoluten Scharia funktioniert in Europa nicht: Noch nicht. Unsere Islamverbände aber denken 2008 nicht im Traum daran, sich von der Umsetzung der ganzen Scharia zu distanzieren. Die alltägliche Erosion der Grundrechte gelingt indes über die, man nennt es: Legalistische Arbeit des Ironisierens der Demokratie, über die ‘kleinen Nadelstiche’ wie Lehrerinnenkopftuch, schulischer Gebetsraum, Raumteiler im Pausenzimmer, jugendamtsseits vertuschte Mädchenschwangerschaften, Badezeiten im Schwimmbad für muslimisch-fromme Frauen oder über Grabfelder multikulturell-toleranter Apartheid.

Ein ähnliches bewegendes Foto wie das weltbekannte und von der UNICEF gewürdigte Bild der elfjährigen afghanischen Ghulam hätte ich 2007 in Nordrhein-Westfalen machen können. Zehn Jahre, viertes Schuljahr, Monat für Monat dickerer Bauch: Nur Ghulam hieß das schwangere türkische Mädchen nicht. Unser Dank an die wirklich hilfreiche Polizei der Region, die es bedauerte, nicht wirksam eingreifen zu können, da das Jugendamt den Fall verwaltete. Möglicherweise wurde in diesem Zusammenhang familienseits ein ärztliches Attest gefälscht, damit das städtische Jugendamt die Akte zuklappen konnte. Auch die Grundschule vertuschte den Fall nach besten Kräften. Jeder provinzielle Akteur konnte hier jeden erpressen: Die Grundschule das Jugendamt, das Jugendamt die Grundschule. Nur die Familie sagte keine einzige Silbe. Den sippenseits islamisch angetrauten Kinderschänder trafen wir 2007 noch runde 200 Mal, ein dreißigjähriger Cousin. Das Kind des Kindes ist bei den Großeltern in der Türkei oder es ist auch hier und wird als kleine Schwester ausgegeben. Cousinenehen-Milieu 2007: wie Sunna und Scharia unsere Administration erodieren. Fitna! Den Ungläubigen möglichst viel, der muslimischen Sippe möglichst wenig. Zurück zu Wilders Film.

Die durchaus vorhandenen weniger radikalen Muslime oder bereits dezidiert säkularen Muslime werden einfach mit vereinnahmt, eingesperrt in die ebenso statische wie fiebrige Ummah. Irgendwo, andernorts gab es Renaissance, Aufklärung, Psychoanalyse, Totalitarismuskritik. Aber doch bitte nicht im Islam.

Der anti-individualistische Islam verändert sich nicht. Islamisches Umweltverändern zwingt jede ’Dynamik’ den Ungläubigen, den Anderen auf. Uns.

Die Ummah selbst ist unbeweglich. Seit 1.400 Jahren.

Wilders Film kommt zur rechten Zeit.

Jacques Auvergne