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Islamisierung durch Laiendominikaner

Februar 25, 2011

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tablīġī

selbstlos dienend

missionarisch aktiv

Tief ins innerste Deutschland, auf Missionsreise für Papst und Mufti

Nachhaltige katholische Leugnung von Gegenaufklärung, Frauenfeindlichkeit und Kulturrassismus der Scharia benötigt neuartige Missionare. Um die freiheitliche (säkulare) Gesellschaft zu überwinden, gilt es, im tiefsten Deutschland für das koranbasierte Zusammenleben segregierter Religionsvölker zu werben. Jacques Auvergne fällt dem Laiendominikaner Thomas Lemmen ins Wort.

Ein dāʿī ist ein Prediger des Gesetzes Allahs, was er betreibt, etwa als Pierre Vogel, ist die daʿwa, eingedeutscht Dawa, die Islamverkündung, und damit, denn Islam ist Praxis und islamischer Glaube Gehorsam, die Islamisierung. Seit Gründung von CIG und KCID sind erste Laiendominikaner als unechte dāʿī tätig, als christliche Einweiser in eine schariakonforme „Gesamtgesellschaft“ (1).

Die katholische Basis einiger Kleinstädte ist über die seit Monaten zunehmende Anzahl der Burkas und Bärte einigermaßen beunruhigt. In den Briefkästen findet sie Werbematerial von Muhamed Seyfudin Ciftci bzw. Pierre Vogel (Einladung zum Paradies e. V. / ISLAMSCHULE). Zum kreuzbraven Hinterherdenken muss ein Vordenker her, und flugs wurde nach dem kircheneigenen Islamverteidiger Dr. Thomas Lemmen gerufen, der sich sofort bereit erklärt, ein knapp zweistündiges Plädoyer für Islam und Scharia abzuhalten, selbstredend bei Betonung des Wertes von Grundgesetz und Menschenwürde.

Bereits am nächsten Abend betritt der Orientierung zum Islam anbietende katholische Dawa-Gehilfe den Gemeindesaal und beginnt:

Religionsfreiheit gründet in der personalen Würde des Menschen.

Der parteiliche Christ unterschlägt natürlich, dass auch der Atheismus ein von Artikel 4 GG geschütztes Bekenntnis darstellen kann.

Dass Allahgott, wie Mohammed klarstellte, den Islamapostaten töten möchte, darf zum Auftakt einer christlich-islamischen Dialogveranstaltung nicht zur Sprache kommen, das würde die gute Stimmung beschädigen, das gegenseitige Vertrauen und den wechselseitigen Respekt.

Jeder Mensch muss frei sein von Zwang und menschlicher Gewalt.

Von stellvertretend (durch den Muslim als Kalifen) begangener göttlicher Gewalt ist nicht die Rede, nicht nur die Insassen des Teheraner Evin-Gefängnisses sind der Gewalt Allahgottes ausgesetzt.

Nach dem wegweisenden Papier Dignitatis humanae kann es keinen Zwang in Glaubensfragen geben.

Klebrig-zäh wie guter Fliegenleim versuchte die unter Papst Paul VI. (Giovanni Montini) am 07.12.1965 verabschiedete Erklärung, die aus dem katholischen Befehlsbereich in eine globale Spaßkultur zu entweichen drohenden Seelen wieder einzufangen, nicht ohne den etwa in der Sowjetunion marginalisierten Islam genau zu kennen. Vor allem im brutal antireligiös herrschenden Ostblock nämlich, so wird man gedacht haben, würde sich eine hörbare Toleranz gegenüber dem Islam günstig auf die Kirche, letztlich natürlich die Katholische Kirche, auswirken.

Vorläufig und angeblich in jede Richtung offen galt es also, von individueller Selbstbestimmung zu reden, zugleich schmiedete sich die machtpolitisch denkende Katholische Kirche mit einer ehernen Fessel an den Islam, eine sehr irdische Beziehungsfalle, aus der es inzwischen und bei kirchenintern durchgesetzter proschariatischer Doktrin kein Entrinnen mehr gibt. Der heutige katholische Endanwender hat die gewalttätige koranische Gottheit der Willkür und Frauenentwürdigung als den Einen Gott zu beschreiben, zu ehren, ja wahrscheinlich sogar anzubeten. Holocaust und kirchlicher Antisemitismus können nutzbar gemacht werden, um jede Kritik an der „jüngsten abrahamitischen Religion“ als Aufruf zum Religionskrieg und praktizierten Rassismus fehlzudeuten.

Dass sich das vatikanische „es kann keinen Zwang in Glaubensfragen geben“ nahezu wortgleich liest wie sein heimliches Original, wie das „Es gibt keinen Zwang in der Religion“ (Koran 2:256), muss uns Heutigen angesichts der weit gediehenen Verschmelzung von neokatholisch-repressiver Toleranzpraxis und unwandelbar brutalem Schariagesetz wie ein Zeichen des Unheils erscheinen.

Im Übrigen mag man es als antisemitisch und antijüdisch bezeichnen, wenn das himmlische Gespenst von Dschihad, Kindbraut, Schleierpflicht und Dhimmitude als mit dem Gott Abrahams identisch erklärt wird, was Nostra Aetate bereits fünf Wochen eher, am 28.10.1965 gegendemokratisch wie gotteslästerlich festgeschrieben hatte.

Der Inhalt des Nostra Aetate wurde von Islambeschwichtiger Georges Chehata Anawati (1905-1994) mit entworfen, einem ägyptischstämmigen Christen, der als Sechzehnjähriger von der Orthodoxen zur Katholischen Kirche konvertierte. Der Pharmazeut, Aristoteles- und Aquinforscher trat 1934 dem Orden der Dominikaner bei und studierte ab 1943 in Algier Arabisch und Islamwissenschaften. Mit den Gelehrten der allahkratischen Azhar kooperierte er ebenso wie mit der Arabischen Liga (Arab League, Ǧāmiʿat ad-Duwal al-ʿArabīya). Anawati wusste also genau um den die Nichtmuslime versklavenden Charakter jeder koranbasierten Theologie und begründete die katholische Tradition des Verschweigens von heilssichernder Frauendeklassierung und verpflichtendem Apostatenmord. Der rheinische Dialogaktivist und Kopftuchverteidiger Werner Höbsch aus Brühl bei Köln, der „60 Prozent der Scharia sind grundrechtsverträglich!“ schmettert und Tariq Ramadans Schrift »Radikale Reform: Die Botschaft des Islam für die moderne Welt« lauthals gegen jede Kritik an diesem den Schleier fordernden Salafisten öffentlich verteidigt, beruft sich gerne auf Georges Anawati.

Höbsch vernebelt, dass Pierre Vogel und Scheich Ciftci an der IU (Islamischen Universität zu Medina) studiert haben und wiegelt ab: „Diese Saudis, das sind doch Wahhabiten!“ Darauf hingewiesen, dass Hanbal, gestorben 855, der letzte echte Salaf war und dass es keinen Wahhabiten gibt, der kein Hanbalit ist und umgekehrt, meint er, Saudi-Arabiens Verfassung sei gar nicht an der Scharia ausgerichtet, sondern betone das lokale Stammesgesetz. Wer daraufhin den frommen Schariabezug aus der genannten Verfassung zitiert, erntet Höbschs überfordertes oder einfach nur dreistes Schweigen – der als Islamkenner und Dialog-Großmeister herumgereichte Mann will seinen Einfluss behalten, Fakten stören da nur.

Einer Dialogveranstaltung bei Werner Höbsch beizuwohnen lohnt sich dennoch, seiner oft etwa einstündigen, theologisch brilliant gedachten und stilistisch vorbildlich vorgetragenen Theorie kann man meistens völlig zustimmen, erst im Diskussionsteil wird, sobald schariakritische Fragen auftauchen, der dialogische „Harmonismus“ erkennbar und beginnt Werner Höbsch dutzendfach zu flunkern und zu bagatellisieren und dutzendfach bei eben diesem Nebelwurf in aller Öffentlichkeit enttarnt zu werden. Neben Lemmen ist Werner Höbsch die zweite islamverteidigende Wunderwaffe des Bistums Köln.

Das im einschüchternden Dialog mit dem Islam so oft bemühte lā ikrāha fī d-dīn, kein Zwang in der Religion, pflegt den offensichtlich unangenehmen Folgevers zu unterschlagen, wo uns Allahgott seinen Kulturrassismus durchaus eindeutig erklärt: „Gott ist Freund derer, die gläubig sind. Er bringt sie aus der Finsternis hinaus ins Licht. Die Ungläubigen aber haben die Götzen zu Freunden“ und braten, wie wir wissen, auf ewig in der Hölle.

Innerislamisch und da vor allem innerfamiliär ist Gottesbefehl 2:256 ein Freibrief auf Gewaltanwendung. Bezogen nicht zuletzt auf die Maßgabe der Ḥisba kannst du deine Ehefrau oder Tochter bzw. kann der Hodscha seinen Koranschüler gar nicht genug zum islamisch erwünschten Wohlverhalten prügeln, das islampädagogische Objekt steht ja schließlich ganz „allein vor Gott“ und bekennt die Schönheiten von Koran und Sunna wie zufällig mit der selben Inbrunst wie das ebenfalls verprügelte oder sich vor dem Teufel fürchtende Nachbarkind.

Schariadurchsetzung (Ḥisba) ist Pflicht jedes Muslim und basiert auf dem Grundsatz al-amr bi ʾl-maʿrūf wa ʾn-nahy ʿani ʾl-munkar, das Gute gebieten und das Schlechte verbieten (vgl. Koran 3:110, gerichtet an die „beste aller Gemeinschaften“).

Die Ḥisba ist nicht zu diskutieren, sie ist deine dich vor der Hölle rettende gewaltbereite Gleichschaltung des Verhaltens aller Schariaverpflichteten (Muslime) in deinem räumlichen Umfeld, für eine Frau das Treppenhaus, für den Jungen der Schulhof, dem Mann der halbe Straßenzug.

Um noch einmal auf die oft zu vernehmende sinngemäße Aussage, dass jeder Muslim völlig frei (gleichsam autistisch) lebe, zurückzukommen, lohnt sich zu betrachten, wie der nordrhein-westfälische Schariapolitiker Muhammet Balaban (LAGA NRW; Integrationsbeirat der Stadt Essen (2)) den sexualmagischen und vor dem Höllenfeuer rettenden Hidschab verteidigt:

„Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden.“

Thomas Lemmen:

Religionsfreiheit bedeutet, dass niemand gezwungen werden darf, gegen sein Gewissen zu handeln.

So ein Unsinn, was ist denn mit dem Gottesfürchtigen, der seine Tochter steinigen will?

Dass Thomas Lemmen an einem ernst gemeinten Einsatz für die Gewissensfreiheit aller Menschen auch gar kein Interesse hat, wird darin deutlich, dass er sich für die Belange der Ex-Muslime nicht einsetzt. Auch gegen Tariq Ramadans Schleierpflicht, Griechenlands islamische Verheiratung schwanger in Düsseldorf auftauchender kleiner Mädchen oder die schafiitische FGM schweigen die von ihm verantworteten Dialogkonzerne CIG und KCID beredt.

Ganz grundsätzlich lässt sich sagen: Religionsfreiheit gibt es für den Einzelnen und für die Gruppe, Religionsfreiheit betrifft das Private und das Öffentliche.

Das stimmt, aber darum geht es beim Thema Islam nicht, sondern um das Beibehalten des für alle geltenden, einheitlichen und gleich behandelnden Rechts, um Gesetze und Verordnungen, die das Zusammenleben regeln, nicht den Aufenthalt in Paradiesgarten oder Höllenfeuer.

Der orthodoxe Islam (der separatistische und revolutionäre Islam) will die Rechtsspaltung, und Kirchenvertreter wie Rowan Williams oder Thomas Lemmen wissen das. Muslimintern muss man auf die Privilegierung der Männer und, na so was, auf die Diskriminierung der Frauen bestehen, außerhalb davon sind Christen, Juden, Hindus, Buddhisten und Atheisten emotional mit Ekel zu befrachten und juristisch bzw. ökonomisch herabzusetzen bis zum Status eines Sklaven (Dhimmis) oder zu tötenden Stellvertreter Satans (Atheisten), das alles ist kein Islamismus, das ist Islam – jener Islam, den der elitär erwünschte, schariakonforme Bundesbürger als „im Kern friedliche Religion“ zu bezeichnen hat, wie Hans-Gert Pöttering (3) und Horst Köhler (4) tatsachenwidrig betonen.

Pluralismus und Globalisierung rahmen oder akzentuieren das Geschehen auch um die rechtliche Integration des Islam in Deutschland.

Die Seelen rettende Gewalt des Wali mudschbir (Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang) gegen seine Tochter und die religiös legitimierte Gewalt des Ehemannes gegen seine Frau sind öffentlich zu loben und rechtlich zu verstaatlichen, auch wenn Thomas Lemmen das katholische Publikum gerne dahingehend anschwindelt, dass es im Islam keinen Zwang zum Hidschab gebe und keine Unterdrückung der Frau.

Wer mit Organisationen wie dem erklärtermaßen an Abdoldjavad Falaturi und dem ZMD orientierten Christlich-Islamischen Verein Hochrhein e.V. (CIVH, Rheinfelden, ein Islamisierungsprojekt der Alperenler-Moschee (DİTİB, über Bedri Karakılınç dem Avrupa Diyanet bzw. Diyanet İşleri Başkanlığı Aylık Dergiler verbunden (5)) zusammenarbeitet oder sich als Nürnberger Pfarrer und Dekanatsislambeauftragter Hans-Martin Gloël („Köprü – Brücke“) mit Millî-Görüş-Funktionären an den Dialogtisch setzt, darf von uns AEMR-orientierten, säkularen Weltbürgern doch wohl als Proislamist bezeichnet werden. Rheinfeldens CIVH und Nürnbergs Köprü sind Mitglied in Lemmens KCID, Lemmen selbst hat nichts dagegen, das der über den ECFR dem Umfeld der global aktiven Muslimbrüder zuzurechnende bosnische Großmufti eine gesamteuropäische muslimische oberste Behörde (a single Muslim authority in Europe) und die Rechtsspaltung im Familien- und Personenstandsrecht (opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law) realisiert wissen möchte.

Ehrlicherweise bekennt sich der CIVH zum diskriminierenden Islamischen Recht: „Als Bürger dieser Gesellschaft, in Anbetracht der Grundsätze der Menschenrechte und Demokratie wie auch der Dynamik des islamischen Rechts und der kollektiven Vernunft besteht für uns keine Unvereinbarkeit zwischen Grundgesetz und Scharia (6).“

Das Kalifat pflegt bekanntlich einen ganz besonderen Parlamentarismus und dazu weiß man am deutschen Hochrhein: „Im Qur´an spricht Gott selbst von der Notwendigkeit von »schura«, also der politischen Partizipation der Gesellschaftsmitglieder, welche in unserer heutigen Gesellschaft am besten durch einen demokratischen Willensbildungsprozess zu gewährleisten ist. Es war eine der zentralen Leistungen des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm) in der Stadt Medina einer Gesellschaft in Chaos und Rechtlosigkeit eine Rechtsordnung gegeben zu haben, womit die Schaffung von Rechtsstaatlichkeit ein ursprüngliches Anliegen des Islam ist.“ Der frauendeklassierende und judenmordende, göttlich erleuchtete Stadtstaat (622 – 855 n. Chr.), im Islam das absolute Referenzmodell für sittliches Zusammenleben, gilt den Neochristen und Quasi-Salafisten von CIG und KCID offensichtlich als akzeptables Vorbild.

Allahgott will den Gotteslästerer oder sonstigen Islamapostaten ermordet wissen, das allein sichert den Muslimen im Diesseits und Jenseits das Heil, was der glitschig lächelnde CIVH allerdings so darstellt: „Gott verpflichtet uns zur Erhaltung des Lebens und verbietet uns das Töten.“

CIVH-Chef ist Werner Ross. Für die Gewalt gegen Ägyptens Kopten macht der Pfarrer aus Rheinfelden Staatspräsident Hosni Mubaraks feindseliges Verhalten den ägyptischen Muslimbrüdern gegenüber verantwortlich: „In Ägypten sind es für mich auch innenpolitische Gründe, weil Präsident Mubarak auch die Muslim-Bruderschaft unterdrückt, gibt es Spannungen, die sich jetzt an den Christen entladen (7).“ Lemmen fährt fort:

Individuelle und kollektive Religionsfreiheit: Über die individuelle Religionsfreiheit hinaus gibt es ein Recht der Gemeinschaft auf Religionsfreiheit. Wegweisend ist uns Katholiken die Schrift des Bistums Essen aus dem Jahre 2001.

Solange jeder Islamverband die Scharia lehrt und fordert, wird das Individuum, zumal das weibliche, angesichts von Sunnagehorsam (Islam) und Schariagesetz (auch Islam) auf der sprichwörtlichen Strecke bleiben.

Der Arbeitskreis Integration des Bistums Essen veröffentlichte im September 2001 einen Ratgeber („Religion ist keine Privatsache“ (8)) zu Moschee-Neubau und Muezzinruf, dem niemand, der in Kirchenkreisen Karriere machen will, widersprechen kann. Der Arbeitskreis empfiehlt zur postsäkular-bewusstseinsverändernden Lektüre das Basiswissen Mohammed von Autorin Melanie Miehl (9), Miehl ist Lemmens Ehefrau.

Aufgabe der Religion ist es, das gesellschaftliche Gemeinwohl zu fördern und eine eigene Vervollkommnung als ein Leben in größerer Fülle zu erreichen.

Der Dreikonsonantenwurzel ṣ-l-ḥ, „Heil, heilssichernd“ zugehörig, heißt Gemeinwohl in der Scharia istiṣlāḥ. Auch Lemmens „Leben in größerer Fülle“ widerspricht dem nach klassisch islamischer Auffassung und nach Allahs Ratschluss jedem Menschen vorherbestimmten Konvolut an erworbenem Wissen und irdischem Erfolg nicht.

Dass irdische Glückseligkeit mit Islam zusammengehe, predigen nicht nur Katholiken. Die Eliten des Reformierten Weltbundes (World Alliance of Reformed Churches (WARC)) beispielsweise trafen sich, irgendwie betroffen, im an Armut und Islamismus leidenden Afrika (Ghana, Accra 2004) unter dem Motto „Auf dass alle ein Leben in Fülle haben“ und billigen offensichtlich das Leben jeder Muslima, ihr Leben unter der brutalen Scharia, als völlig „erfüllt“ und voll von „Fülle“. Die globalen Calvinisten vom WARC überschlagen sich schier vor Freude über den Dawa-Text A Common Word Between Us And You (10).

Das vom Reformierten Weltbund gelobte jordanische Königliche Institut für Islamisches Denken will die globale Transzendierung („Salafisierung“, Hanbalisierung) der vier sunnitischen Rechtschulen und bekennt bzw. erkennt diese innerislamische Fusionsarbeit (globales Kalifat) als konsequente Anwendung der Scharia (11).

Die Artikel 4 und 140 regeln die Trennung von Staat und Religion. Diese ist nicht ganz vollzogen, sondern unvollkommen oder, wie man sagt, hinkend.

Allah hinkt allerdings nicht und der Strafparagraph 166 (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen) lässt sich ja vielleicht schon bald als Hebel zum islam-revolutionären Putsch verwenden. Die in Absatz (2) beschriebene gotteslästerliche Relevanz („die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören“) kann sich als Instrument erweisen, jeden Kritiker von Koran und Scharia anzuklagen und in ein Gefängnis zu sperren. Jemand wie Werner Höbsch, der in einem katholischen Gemeindesaal anlässlich einer von ihm selbst geführten Dialogveranstaltung aufschreit „Ich lasse nicht zu, dass der Islam und damit alle Muslime diskriminiert werden!“ wird vielleicht gar nichts dagegen haben, jedenfalls verweigert der Zuckergussrhetoriker aus 50321 Brühl den Dialog mit Ex-Muslimen bereits seit vielen Jahren ganz gezielt und sorgt dafür, dass auf den dialogüblichen Büchertischen die Werke von Mina Ahadi, Necla Kelek oder Seyran Ateş durch Abwesenheit glänzen, während die Bücher des Salafisten Tariq Ramadan, von Fundamentalistin Rabeya Müller und von Gegenaufklärerin Lamya Kaddor, selektiv tolerant, Zugang haben.

Anders als für Werner Höbsch sind für gründlich denkende Menschen rationale Islamkritik und praktische Muslimfeindlichkeit auch zwei recht verschiedene Dinge und werden BGB und Straßenverkehrsordnung, auch im wunderlichen Rheinland bzw. Brühl, nicht von „Muslimen“ bzw. „westlich kulturalisierten Christen“ eingehalten, sondern von Staatsbürgern, ausländischen Mitbürgern staatenlosen Mitbürgern. Grundgesetz und AEMR schützen schließlich (in erweiternswerten Grenzen) auch die Illegalen (sans papiers), ob sie schon mal zur Ḥaǧǧ in Makka al-Mukarrama (Mekka die Ehrwürdige) waren oder ob sie Marx und Feuerbach auf Persisch lesen.

Besonders gerne tritt Werner Höbsch mit dem jugendbewegten Umfeld der dem Salafismus zuzurechnenden Muslimbruderschaft auf, so mit Rajaa Chehab von der islamistischen Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD (12)).

Am 02.04.1924 erkannte und benannte ein gewisser Peter Panter (Kurt Tucholsky, 1890-1935) den Vorläufer von 166 StGB als „mittelalterlichen Diktaturparagraphen“ (13).

Religionsfreiheit umfasst nicht nur das Recht, zu glauben oder nicht zu glauben. Der Einzelne hat das Recht, sein ganzes Leben an der Religion auszurichten.

Nur ein halbierter Islam kann auf Schleier und Imam-Ehe verzichten, Thomas Lemmen ruft also nach Hidschab und Zweitfrau.

Doch ohne Steinigung ist der Islam unvollständig.

Wir sehen, dass in den USA oder in Europa ein Muslim den Islam nicht umsetzen darf, den Islam nicht leben kann, und dass der prominente Kölner Vertreter der nichtklerikalen Dominikaner (Fraternités laïques dominicaines, Fraternità Laica di San Domenico) soeben entweder dialogüblich-unverbindlichen Unsinn geredet hat oder das Grundgesetz abschaffen will.

Das Grundgesetz gewährt Religionsfreiheit als spezifischen Ausdruck von Artikel 1.

Genau, das GG gewährt Religionslosigkeit und Religionskritik als spezifischen Ausdruck von Artikel 1.

Islam ist Religion im Sinne des Grundgesetzes.

Ja, eine Religion, die nicht in Gänze praktiziert werden darf, da sich ihre Praxis gegen die Verfassung richtet. Und weil nach Maßgabe des tauḥīd weder Allah halbiert werden darf noch Allahs umma oder das göttliche Gesetz, lässt sich, sofern man die Ansprüche eines Maududi, Qutb oder Chomeini ernst nimmt, sagen, dass der Islam in einer freiheitlichen Gesellschaft überhaupt nicht gelebt werden kann.

Kitman-Großmeister Lemmen, der Bosniens höchstem Himmelswächter gerne die Hand schüttelt, kennt den Islam und will das Publikum dahingehend manipulieren, sich den Streitern für möglichst viel Schariapraxis anzuschließen:

Opening the way for the Muslim law (Mustafa Cerić, Zagreb 24.02.2006).

Religionswechsel ist Teil der Religionsfreiheit.

Der „differenziert“ denkende Allahgott schränkt die zulässigen Konversionsrichtungen allerdings doch etwas ein.

Weil sich Religionsfreiheit von der AEMR ableitet und nicht vom GG, gilt sie auch für Ausländer.

Das erste stimmt. Dass die ewige Scharia auch gegen die AEMR verstößt und nicht lediglich gegen das GG, verschweigt Lemmen auch an dieser Stelle gekonnt.

In einem anspruchsvollen interreligiösen Dialog gilt das nicht zwangsläufig reziprok, können wir nicht gleichsam automatisch erwarten, dass uns Kirchenbau in Afghanistan oder im Sudan gestattet wird, bevor wir unseren Einwanderern aus diesen Staaten bei uns Religionsfreiheit gewähren.

Ok. One law for all. Aber nicht morgen und schon gar nicht auf Dauer wird die koranbasierte Dhimma und Frauenherabwürdigung unwidersprochen weitergehen können: Die AEMR muss, nimmt sie sich ernst, global durchgesetzt werden. Thomas Lemmen will die Globalisierung der AEMR allerdings offensichtlich nicht, die „uns so Fremdartigen, die Fremden“ sollen aus katholisch-religionspolitischer Sicht „anders“ bleiben dürfen, schariatisch sprich kulturrassistisch und misogyn leben. Den aus der „islamischen Welt“ (Höbsch) „in den Westen“ (Höbsch) zugewanderten Menschen ist ein Leben ohne Gewissensbisse, das heißt ein Leben mit der (familienrechtlichen, nur wenig später wohl auch erbrechtlichen) Scharia zu gestatten – auf Anfrage eben in unseren Städten und Straßenzügen.

Sie verlassen den Amerikanischen Sektor (14), demnächst heißt es ja vielleicht: Sie verlassen den menschenrechtlichen Sektor, willkommen in Berlins Schariaviertel.

Religionsfreiheit gilt nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für Gemeinschaften.

Zu einer Zwangsverheiratung, schafiitischen FGM oder islamischen Steinigung gehören mindestens zwei Menschen.

Dass Sunnaüberwachung und Schariastaat Täter und Opfer schaffen, hat der Laiendominikaner übergangen, Hauptsache scheint ihm zu sein, dass der Islam irgendwie gemeinschaftlich ist, „sozial“.

Lemmens Kitman (lying by omission, Lügen durch Verschweigen) liegt also darin, nicht zu sagen, dass der Islam ungleich behandelt (diskriminiert).

Prinzip Lemmen: Mission plus Omission (15).

Es ist allerdings noch viel schlimmer: Omission ist kein Kitman, da sie ein informiertes ganzes Publikum voraussetzt, um als Witz oder Stilmittel gesteigerter Spannung (Krimi) überhaupt wirksam zu sein, während das islamische Lügen durch Auslassen die unterschiedlichen Grade an Informiertheit des Auditoriums allahkratisch gezielt (die Islamisierung befördernd) ausbeutet. Omission informiert (bildet) und macht potentiell alle frei, Kitman diskriminiert absolut und zielt auf zunehmende Versklavung eines Bevölkerungsteils, damit jemand hienieden die Arbeit macht und der Hölle dort der Brennstoff nicht ausgeht.

Es gäbe natürlich die Möglichkeit, dass der überdurchschnittlich gebildete (moralisch potentiell stärker schuldige) Thomas Lemmen das Märchen vom friedlichen und frauenfreundlichen Islam wirklich glaubt. Nun, betrachten wir die Religionspolitik in seinem weiteren Umfeld und Bereich des Einflusses: Leute wie Lemmen reden seit Jahren mit Tariq Ramadan und Mustafa Cerić, sie sind zur Scharia also genau informiert.

Nein, die Kirche von heute, etwa um Erzbischof Rowan Williams (The Archbishop of Canterbury says the adoption of certain aspects of Sharia law in the UK „seems unavoidable“), weiß genau, was Islam ist und setzt auf eine postsäkulare, sprich jenseitszentrierte, brutalisierte und sozial segregierte Welt von morgen: Ohne durchsetzbare AEMR, auf eine Europäische Union, die Türkei dabei als EU-Vollmitglied, der religiös begründeten Rechtsverschiedenheit, auf eine Beendigung des staatlichen Gewaltmonopols (Staatssouveränität, GG 20 (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus). Wer das jetzt nicht glauben möchte und frommer Kirchenchrist ist, der versuche doch, in seinem nächsten Gemeindebrief einen kritischen Brief zum islamischen Minderheiten-Familienrecht Griechenlands unterzubringen, Allahs Düsseldorfer schwangere Kindbräute inbegriffen, oder in kirchlichen (oder städtischen) Räumlichkeiten zu einem AEMR-verhafteten Vortrag über die Londoner Scharia-Gerichtshöfe einladen zu lassen.

Weil sie wenig Religion hat, braucht die Frau aus Allahgottes Blickwinkel einen Vormund, den walī, welcher, sofern sie Jungfrau ist, ihr unversehrtes Hymen und bedecktes Haupthaar wird so zum Politikum allerersten Ranges, als walī muǧbir (türk. mücbir veli, von aǧbara, zwingen) in die erste Ehe zwingen kann.

Ein seltener Name der Gottheit des Mehrstufenrechts ist al-Ǧabbār (16), das Partizip Aktiv von aǧbara: „Der, dem nicht widerstanden werden kann“ (L`Irrésistible … trop fort pour être défait). Der Ehemann ist seiner Frau und der Vater seiner Tochter ein unbesiegbarer Statthalter des Männerrechts, sie hat ihrem Vormund (walī, türk veli) Folge zu leisten, wenn sie folgsam (islamreligiös) ist, geht das inschallah ohne Gewalt.

Totalitäre Seelenrettung darf und muss sich als heilsame Gewalt verstehen, umfasst also auch die Bedeutungsebene des aus der Medizin bekannten Begriffes vom (schmerzlich schmerzbefreienden) Einrenken, die aǧbara im Arabischen ebenso hat wie das ǧ-b-r der Mathematik in unserem Fremdwort Algebra.

Prinzip Gewaltgott, „in Einklang bringen“. Den Menschen islamisch (politisiert) gleichschalten. Die muslimische Frau ist im doppelflächigen Molekülgitter des Kristalls der umma nur ein halber Mensch, sie ist mit halbem Erbe und halber gerichtlicher Aussagekraft ausreichend privilegiert. Eine islamische Gleichberechtigung der Muslima ist daher eine Ungerechtigkeit, katholisch-dogmatisch gesprochen eine peccata clamantia (eine der Himmelschreienden Sünden, sins that cry to heaven (17).

Sehr geehrter Herr Lemmen, ob Ihr Gott wirklich mit Allahgott identisch ist, oder ist er es nicht und ist nicht viel eher das heutige katholische Schweigen zur schariatischen Herabsetzung des Dhimmis, des Ex-Muslims und der Frau (Catechismus Catholicae Ecclesiae, Città del Vaticano 1997: KKK 1867 die Klage der Fremden, der Witwen und Waisen (18), KKK 2268 Der Mörder und seine freiwilligen Helfer (19)) eine veritable peccata clamantia? Herr Lemmen: Wenn Sie schon so wenig für Ihr christliches Seelenheil tun möchten, so sollten Sie sich, als ein Weltbürger (zivilisierter Mensch), zumindest schämen. Bei einem der wenigen Seelsorger, der Kulturrassismus und Frauenfeindlichkeit des Islam nicht schönredet, können Sie Ihre jahrelange, das Leiden anderer Menschen billigende Verteidigung der barbarischen Scharia aufrichtig beichten.

Bald nach dem Anwerbestopp von 1973 begannen sich die deutschen Arbeitsmigranten in Moscheevereinen zu organisieren, die regelmäßig die Rechtsform eines eingetragenen Vereins annahmen. Zweck eines solchen Moscheevereins ist zunächst die Schaffung einer Gebetsstätte.

Etwa in München, wo am 24.08.1973 nach dreizehn Jahren Planungs- und Bauzeit das so genannte Islamische Zentrum, IZ (München) eröffnet wurde und sehr bald Ghaleb Himmat die Leitung übernahm. Der Schwiegersohn des Dschihadtheoretikers und Gründers der Muslimbruderschaft (MB) Ḥasan Aḥmad ʿAbd ar-Raḥmān al-Bannā, Muslimbruder Said Ramadan, organisierte vom Genfer Centre Islamique (de Genève) den Aufbau des Münchener IZ mit, seine Söhne Hani und Tariq Ramadan sind führende heutige Islam(aktiv)isten.

Said Ramadans kühne Vision war, dass eine Kette von MB-treuen Islamischen Zentren (IZ) der Islamisierung Europas dienen solle.

Als Führer des deutschen Zweiges der Muslimbrüder, sprich der IGD, war Ghaleb Himmat Amtsvorgänger von Ibrahim el-Zayat, mit Youssef Nada (20) leitete Himmat die im Dorf Campione (Campione d’Italia, eine Exklave Italiens im Schweizer Kanton Tessin) gelegene al-Taqwa-Bank (21), Herr Zayat war dort als Aktionär geführt. Nada kann als langjähriger Finanzierungsstratege der Muslimbrüder gelten. Wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September, am 07.11.2001 wurden die Villen der Banker Himmat und Nada wegen des Verdachts auf Terrorfinanzierung durchsucht, ein aufgefundener brisanter Text ist als »The Project« bekannt geworden (22).

Es ist eine Pflicht für muslimische Männer, das Freitagsgebet gemeinschaftlich zu verrichten.

Der schuldhafte Verweigerer des ṣalāt al-ǧumʿa ist ein Apostat, das ist ja das Schlimme. Der Gebetsverweigerer brennt nach islamischer Auffassung in der Hölle, und Lemmen scheint nichts dagegen zu haben, diesen Angriff auf Vernunft, Lebenslust und Meinungsvielfalt, diese, auf Kinder und Jugendliche bezogen, Schwarze Pädagogik (Katharina Rutschky) flächendeckend im durch Politik und Kirche leider ersehnten Islamischen Religionsunterricht lehren zu lassen.

Arbeitsunterbrechung in jeder Fabrik, damit der Teufel keine Chance hat, und das punktgenaue Gebet „von Allah angenommen wird“, gültig ist, Waschräume für Männer in jeder Hochschule, damit das Gebet nicht ungültig ist, Gebetsräume für Frauen, damit das Gebet der leicht ablenkbaren Männer nicht verdirbt und ungültig wird, Umkleideräume zum Anlegen der Gebetskleidung, da ohne Sakralgewand das Gebet vielleicht nicht gültig ist, was für ein Gelaufe, Waschräume für Frauen, damit auch ihr Gebet nicht ungültig ist.

Eine Tyrannis des islamisch korrekten Betens kann anheben, jeder hat jeden „Bruder“ zu überwachen, jeden Schludrigen zu ermahnen und beim Sittenwächter anzuschwärzen oder ihn als Religionswächter einzuschüchtern. Die orthopraktische islamische Faschisierung des öffentlichen Raums beginnt beim Beten, beim gebetsvorbereitenden Waschen, was für ein Gerenne, beim gebetsbegleitenden Geschlechtertrennen, beim außeralltäglichen Frauenverschleiern von Alltags-Hidschab auf Gebetshidschab (prayer hijab (23)) und beim Mobben der Gebetsverweigerer. Horch, der Muezzin ruft! Es ist Zeit!

Auch im sündigen Europa bezeugen deine Allah wohlgefälligen und den Teufel ärgernden Textilien die überlegene Moral. Was für eine Lebenskunst ist es doch, als ehrbarer Mann, gottesfürchtig und stilsicher zugleich, dem verruchten Westen mit der Kleidung des ehrbaren Ostens zu trotzen und die muslimischen Geschwister zur einzig sittlichen Seinsweise, zur medinensischen (islamrevolutionären) Staatlichkeit zu rufen, these tunic shirts are perfect for those living in the West who want to maintain their Islamic identity (24).

Betreibe die Sichtbarwerdung des Islam im öffentlichen Raum, lebe sendungsbewusst und weise die nichtislamische Kleidung zurück. Tief ausgeschnittenes Décolleté und körperbetonte Jeans werde dem Objekt islamischer Gewalt (Dschihad) bzw. sexualisierter islamischer Gewalt (Vergewaltigungsdschihad) namens Dhimmi zu einer Art von Ghettozeichen (sg. zanara, zinnar, pl. zunnār, zanānīr) bzw. Judenfleck. Ein Sklavenschrei nach Freiheit wie Tear off the zunnār (25) kann allenfalls die textil bekundete de-facto- (oder echte) Konversion zum Islam bedeuten. Auch innermuslimisch kommt zuerst die Sonderkleidung (des Nachlässigen und der Frau) und dann die Apartheid (zu Lasten der männlichen Säkularen und aller Frauen), ohne Tuch und Nähmaschine keine Islamische Revolution.

1919 wurde in der Weimarer Republik die für die heutige BRD spürbare Trennung von Staat und Kirche vollzogen, aber nicht ganz, denn Religionsunterricht und Anstaltsseelsorge bedeuteten die Übertragung hoheitlicher Aufgaben: Wichtig ist das Gemeinwohl, sind die Werte, die die Gesellschaft stärken.

Dialogfachleute und andere Schamanen zitieren hier gerne Ernst-Wolfgang Böckenförde, der 1964, publiziert 1976, sein „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“ äußerte und natürlich mitsamt seinen unautorisierten proschariatischen Nutzbarmachern völlig richtig liegt, denn auch Sonnenlicht, Sauerstoff, Spracherwerb, Zivilcourage, Mutterliebe, Partnerfindung und kindliches Urvertrauen kann der steuerfinanzierte Verwaltungsapparat nebst Polizei und Bundeswehr nicht vertraglich garantieren. Wenn die deutsche Mehrheit die Scharia will, wird Deutschland Kalifat, aber zur religiös begründeten Rechtsspaltung oder zur Überwindung der AEMR hat der Staatsrechtler und Rechtsphilosoph ja auch gar nicht aufgerufen.

Ein religiös begründetes Menschenopfer ist verboten, da das Grundgesetz vom Recht auf Leben berührt ist, da es beschädigt wird.

Das war Lemmens einziger zweckmäßiger Satz des Abends, der Laiendominikaner beliebte allerdings an dieser Stelle zu grinsen, als habe er einen raffinierten Witz gemacht. Sein letztes Wort:

Die Kirchen können zu einer Versachlichung der Debatte beitragen.

Das mag in hundert Jahren ja der Fall sein. Einstweilen sollte man am kirchlichen guten Willen, die universellen Menschenrechte weltweit und für jeden durchzusetzen, eben auch für die muslimische Frau, und an der Aufrichtigkeit der kirchlichen islambezogenen Darstellung doch wohl besser zweifeln.

Wir beenden hier den Lemmenschen islambezogenen Nebelwurf. Was bleibt einem säkularen Religiösen oder freiheitlichen Atheisten?

Der Leser des Blogs Sägefisch mag zu einer kirchlichen Dialogveranstaltung gehen und im Sinne der AEMR schariakritisch hörbar werden. Er wird spüren, zu welchem hohen Ausmaß an Gewalt sich Klerus und Gemeindeälteste berufen fühlen, um das Bild vom friedlichen Islam durchzusetzen.

***

Tablīġī (Tablighi) gehört zu bāliġ, „reif“, und heißt im Zeichen der globalen Islamisierung eigentlich, möglichst vielen Menschen die „Reife“, die Fülle des Lebens (des islamischen Lebens) zu bringen und die eigene Seele zu veredeln und zu schärfen. So ist beispielsweise die 1926 gegründete Tablighi Jamaat, auch Jamaat-i Tabligh und abgekürzt TJ, eine mittlerweile auch in Deutschland tätige, aus Indien und Pakistan stammende Missionsbewegung, der ein Kölner Laiendominikaner natürlich gar nicht angehören kann.

Auch Götter können fusionieren, mit bisweilen fürchterlichen Folgen für die Erdbewohner. Mit katholischer Hilfe entsteht aus Christus und Allahgott das himmlische Ungeheuer des Zeitalters der Postsäkularität (Nachdemokratie), angerufen als der „Eine Gott“, der „abrahamische“ oder der „lebendige Gott“. In diesem, das Nebeneinander (Kalifat) voneinander abgeschotteter Glaubensnationen befördernden Sinne ist Thomas Lemmen längst ein tüchtiger Missionar für die ex-christliche neuartige bzw. unverändert islamische Gottheit. Allah kann seitens der Muslime praktischerweise beibehalten werden, die in ihrem Selbstverständnis formlos und bleich gewordenen Katholiken erklären sich den Schariagott, sehr gewaltsam, als Jahwe oder auch als Jesus, je nachdem wie bzw. solange überhaupt noch Bedarf an einer christlichen Sprachoberfläche besteht. Unter den glitzernden Wellen des unchristlichen Gewässers namens Dialog mit dem Islam lauert der Gott von Zweitfrau, Kindbraut, Steinigung und Apostatenmord.

Sozusagen vom Kölner Dom aus reist Theologe Lemmen durch halb Deutschland zu Vorträgen und befreit den katholischen Endanwender von eventuellen letzten Gewissenbissen. In einer, letztlich keinen Widerspruch duldenden, Atmosphäre zwischen Schläfrigkeit und Extase wird ein Zerrbild des Jesus von Nazareth zum Original erklärt. Wer Lemmen widerspricht, ist als antimuslimischer Rassist zu brandmarken und im Namen des friedlichen Zusammenlebens der Religionen so lange im Alltag zu diskriminieren, bis er sich dem Wohlverhalten erneuerter Inquisition fügt.

Islamisierung ist ein nahezu vierzehn Jahrhunderte alter Vorgang. Der stets auch auf Gewalt und Willkür gründende Islam ist noch immer für eine Überraschung gut gewesen. Warum also soll ein grenzenlos mächtiger Weltenlenker sich im Rheinland keiner katholischen Peitsche bedienen?

Der Taqīya durchaus verwandt, ist der Kitman ein Lügen durch Auslassung, Kitman means to leave out part of the truth (26)). Wie der Kölner Experte für angewandten Kitman zeigt, lässt sich mit der Verteidigung der ungleich behandelnden (diskriminierenden) Scharia bestens Karriere machen.

Die ins hedonistische Ungefähr zu versickern drohenden Kirchenmitglieder lassen sich in ein erneuertes Mittelalter einsperren. Mit der Legalisierung der Scharia, sprich mit der Legalisierung der heilssichernden islamischen Gewaltpraxis gegen die Frau, lassen sich die Abirrungen von Renaissance und Humanismus, Aufklärung und Wissenschaft neokatholisch überwinden. Das Zeitalter der verflixten Säkularität wird zum Intermezzo. Der künftige Europäer werde Angehöriger einer Glaubensnation, aus der es kein Entrinnen gibt, schon gar nicht für die muslimische Frau.

In der Manier der Inquisition und im Namen des Dialogs der Religionen ist ein Christentum, das sich der Ethik des Nazareners verpflichtet weiß, ab sofort kirchlich zu bekämpfen, weil der christliche Gedanke mit dem Anspruch der zum 10.12.1948 geschaffenen AEMR voll verträglich ist. Dass in deutschen kirchlichen Gemeindebriefen seit Jahren kein vor der Scharia warnender Text erscheinen darf, hätte uns das erneuerte Autodafé längst erkennen lassen müssen.

Denken war gestern, so ermuntert Tablighi Lemmen uns sinngemäß, jetzt kommt die islam-missionarische Trance. Der Dialog mit dem Islam wird das Ex-Individuum im Wurzelgrund der Gegenmoderne verankern, Orientalen und Westler, anders gesagt: Muslime und Christen seien einander kulturell und sittlich wenn nicht auf ewig so doch bis zum Tage der Auferstehung wesensfremd.

Die Überwindung der säkularen Gesellschaft und mit ihr das Zerbrechen des staatlichen Gewaltmonopols, die „gesamtgesellschaftliche“ Apartheid repressiver Religionsführungen kann beginnen.

Jacques Auvergne

(1) Wem an der Rechtseinheitlichkeit gelegen ist, sollte die im Zusammenhang mit dem Islam benutzten Worte gesamtgesellschaftlich bzw. Gesamtgesellschaft als Chiffre für die schariakonform vollzogene Rechtsspaltung begreifen.

ISLAMRAT FÜR DIE BRD: „KRM fordert die Bekämpfung von extremistischen Einstellungen als eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu begreifen“

http://www.islamrat.de/index.php?option=com_content&view=article&id=47:krm-fordert-die-bekaempfung-von-extremistischen-einstellungen-als-eine-gesamtgesellschaftliche-herausforderung-zu-begreifen&catid=34:pressemitteilungen&Itemid=58

Islamrat Vorstand

Ali Kizilkaya [Kızılkaya], Ratsvorsitzender

Burhan Kesici, Generalsekretär

Fuat Mansuroglu [Mansuroğlu], stellvertretender Vorsitzender

Sükrü Bulut [Şükrü Bulut], Religionsangelegenheiten (Scheich ul-Islam) [Šaiḫu l-Islām / Şeyh-ül islam der Bewegung der Jam’at-un Nur oder Nurculuk-Bruderschaft]

Metin Aydin [Metin Aydın], Schatzmeister

http://www.islamrat.de/index.php?option=com_content&view=article&id=44&Itemid=53

(2) Koranfreund Muhammet Balaban will keinesfalls hören, dass muslimische Eltern ihre Kinder zum Kopftuchtragen zwingen. „Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden.“ Düsseldorfer Kopftuchstreit, Anne-Frank-Realschule.

http://www.express.de/regional/duesseldorf/hier-sind-kopftuecher-unerwuenscht/-/2858/765606/-/index.html

Kopftuchfreund Muhammet Balaban begründet auch seinen Kampf gegen die Homosexualität islamisch:

Der seit dem 28. April 1995 amtierende Vorsitzende der »Allianz der Essener Türken«, Muhammet Balaban, äußerte vor kurzem zur Homosexualität u. a.: »Diese Gesellschaft muss Homosexualität bereits im Vorfeld bekämpfen. Es ist wichtig, dass junge Männer von Homosexuellen ferngehalten werden, damit sie sich normal entwickeln können. Schließlich tragen wir eine Verantwortung, auch gegenüber Gott.« Weiter führte er aus: »Die Homosexuellen bilden sich ein, dass es ihnen gut geht, und sie meinen sogar, dass sie ein besseres Leben führen. Doch das stimmt nicht.« aus: Deutscher Bundestag: Drucksache 13/2063 vom 24.07.1995 – Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Gruppe der PDS: Rechtsextremistische und islamisch-fundamentalistische türkische Gruppen in der Bundesrepublik Deutschland

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/13/020/1302063.asc

Essen, Integrationsratswahlen, Allianz gegen die Diskriminierung von Ausländern, Alfaruq Moschee (Islamisches Zentrum Essen) Bersonstraße 11 (Essen-Nordviertel). Jörg Maibaum berichtet am 18.06.2010 in DER WESTEN:

„Für den ermittelnden Staatsschutz-Beamten der Essener Polizei ist es „ein Angriff auf die Grundfesten der Demokratie“: Der Verdacht des Betrugs bei der Brief-Wahl zum Integrationsrat der Stadt (die NRZ berichtete) hat sich erhärtet. … Nach NRZ-Informationen wird gegen die drei Vorstandsmitglieder des arabisch-islamischen Moscheevereins Alssalam e.V. wegen des Verdachts des Betrugs und der Urkundenfälschung ermittelt. Die Männer aus Essen und Mülheim stehen unter dem Verdacht, bei der Stadt im großen Stil Briefwahlunterlagen angeblich im Namen wahlberechtigter Ausländer an die Adresse ihrer Alfaraq-Moschee an der Bersonstraße geordert zu haben. Um an die Dokumente zu kommen, sollen sie die Unterschriften auf eidesstattlichen Erklärungen gefälscht und anschließend ihre Stimme im Namen von Wählern abgegeben haben, die vermutlich von all dem nichts wussten. So zumindest lautet der Vorwurf.“

http://www.derwesten.de/staedte/essen/Wahlfaelschern-auf-der-Spur-id3339474.html

(3) Nachvollziehbarkeit war gestern jetzt kommt iKfR (im Kern friedliche Religion). DOMRADIO über Hans-Gert Pöttering: „Der Präsident des Europaparlaments, Pöttering, hat sich gegen eine Vorverurteilung des Islam gewandt. Der Islam sei eine im Kern friedliche Religion.“

http://www.domradio.de/news/artikel_41461.html

(4) Schariakritiker sind Gemeinschaftsfeinde, mahnt das proislamische Mantra von der iKfR (im Kern friedlichen Religion). Horst Köhler: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.“

http://www.bundespraesident.de/-,2.663792/Friedensstiftende-Begegnungen-.htm

(5) Diyanet Türkei und Europadiyanet, der türkische Staatsislam und der Raum Karlsruhe. Die Alperenler-Moschee (DİTİB) ist über Bedri Karakılınç dem von der Türkischen Regierung und von Ankara aus betriebenen Nachrichtennetzwerk Avrupa Diyanet bzw. Diyanet İşleri Başkanlığı Aylık Dergiler („Monatszeitschrift“) verbunden. (Rheinfelden) Bedri KARAKILINÇ

http://karlsruhedinateseligi.com/dernek_baskanlari.asp

Neo-Osmanisch Europa verwalten: Avrupa Diyanet. Sankt Petersburg. Tschuwaschien, die turkstämmigen Tschuwaschen sind ein mehrheitlich christliches Volk an der oberen Wolga.

http://www.diyanet.gov.tr/turkish/DIYANET/avrupa/2011/ocak/index.HTM

Osmanischer Seelenfang in den südwestlichen bzw. südlichen Niederlanden. Seeland und Nordbrabant.

http://www.diyanet.gov.tr/turkish/DIYANET/avrupa/2011/ocak/index.HTM

(6) Der CIVH („keine Unvereinbarkeit zwischen Grundgesetz und Scharia“) ist Mitglied im KCID (Thomas Lemmen). Der Verein aus Rheinfelden fordert die Scharia (heilssichernder Kulturrassismus), die Schura (kalifatisches Regieren) und das prekäre islamische „Recht auf Leben“ (den angelegentlichen Harbi- und Apostatenmord). Mitgliederbrief 2/2005 vom 29.08.2005, gezeichnet Werner Ross und Ingeborg Omer.

http://www.civh.de/downloads/mitgliederbriefe_2005/mitgliederbriefe-02-05.PDF

(7) Am 05.01.2011 fordert Schariafreund und Pfarrer Werner Ross in der BADISCHEN ZEITUNG und im SÜDKURIER („Muslime müssen zu Wort kommen“) vom ägyptischen Staat mehr Mitsprache für die Muslim Brotherhood. Die MB sei Opfer, die MB verdiene unser Mitleid, perfider geht es kaum: Weil Muḥammad Ḥusnī Mubārak die Muslimbrüder unterdrückt, müssen ägyptische Christen Gewalt erleiden:

„Es ist in der Tat traurig zu sehen, wie es den Christen in Ländern des Vorderen Orients zum Teil geht, da geht es den Muslimen hier bei uns schon viel besser. Am ehesten können Christen noch im Libanon, Syrien und in Jordanien frei leben und auch Kirchen bauen. Die Gründe, warum in islamischen Ländern die Zahl der Christen immer mehr abnimmt, sind allerdings vielfältig. Viele Christen verlassen ihre Heimatländer aus wirtschaftlicher Not, weil sie woanders bessere Perspektiven haben. In Ägypten sind es für mich auch innenpolitische Gründe, weil Präsident Mubarak auch die Muslim-Bruderschaft unterdrückt, gibt es Spannungen, die sich jetzt an den Christen entladen.“

http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/rheinfelden/-bdquo-Muslime-muessen-zu-Wort-kommen-ldquo-;art372615,4659339

„Im Irak konnten die Christen vor dem Bush-Krieg ihren Glauben unbehelligt praktizieren, jetzt kriegen sie die Konsequenzen aus dem Krieg zu spüren, vor dem Christen aus der ganzen Welt gewarnt hatten. In Ägypten sind es für mich auch innenpolitische Gründe, weil Präsident Mubarak auch die Muslim-Bruderschaft unterdrückt, gibt es Spannungen, die sich jetzt an den Christen entladen.“

http://www.badische-zeitung.de/rheinfelden/muslime-muessen-zu-wort-kommen–39600561.html

(8) Bistum Essen, Arbeitskreis Integration: »Religion ist keine Privatsache. Orientierungshilfe des Bistums Essen zu Moscheebauten und Muezzin-Ruf«, Essen 2001

http://www.fremden-begegnen.de/ak-integration.htm

Ganz ökumenisch und angeblich ausländerfreundlich, gemeint ist schariafreundlich, empfiehlt auch die Evangelische Sinn- und Seelenverwaltung das Essener »Religion ist keine Privatsache«

http://www.ekd.de/interkulturellewoche/images/WAMHeft2003.pdf

(9) Der Katholik aus dem Ruhrpott darf über den Islam lesen … Auserlesenes: Basiswissen Mohammed (Melanie Miehl), Basiswissen Islam (Thomas Lemmen), Miteinander leben, Christen und Muslime im Gespräch (Miehl und Lemmen) sowie zwei Bücher der Islamverherrlicherin Annemarie Schimmel

http://www.fremden-begegnen.de/literatur.htm

(10) Das jordanische Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought ist Herausgeber der Replik auf die Regensburger Rede von Papst Benedikt. Der Reformierte Weltbund vergeht am 15.10.2007 schier vor Dankbarkeit und lobt das an der irdischen Durchsetzung der Scharia interessierte Papier A common word between us and you.

http://www.acommonword.com/index.php?page=responses&item=33

(11) Globale Islamische Revolution heißt Transzendierung (Salafisierung) der vier sunnitischen Rechtschulen im Sinne einer konsequenten Anwendung der Scharia. The Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought:

Article (4) F: To enhance dialogue and cooperation among the Islamic madhahib (schools of thought), and to bring them nearer together to achieve maximum rapprochement among their adherents in accordance with Shari’ah rules and its basic principles.

http://www.aalalbayt.org/en/law.html

(12) Projekt DIALOGBEREIT. Schariafreundliche (extremismusfreundliche) Erklärung: Gemeinsamer Einsatz für Kinder und Jugendliche), unterzeichnet von: Rajaa Chehab (Kerpen-Horrem, die Schleierträgerin ist Medizinisch-Technische-Assistentin und arbeitet in der Molekularen Herz- und Kreislaufforschung an der Uniklinik Aachen) von der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD) und Georg Bienemann von der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V.

http://www.muslimische-jugend.de/sites/default/files/Gemeinsamer%20Einsatz%20f%C3%BCr%20Kinder%20und%20Jugendliche.pdf

Die Katholischen Gemeinden zu antisäkularen Diskussionen und interreligiösen Verhandlungen mit den Parteigängern von Scharia und Kalifat ermuntern. Muslimische Jugend in Deutschland (MJD) und die Katholische Kirche in NRW. Unter Katholiken bitte kein schlechtes Wort über MB-Seelsorger Yūsuf al-Qaraḍāwī und Euro-Islamisierer Tariq Ramadan. NRW und das gegendemokratische und daher boykottierenswerte Projekt DIALOGBEREIT.

http://www.dialogbereit.de/

Mohammad Gharaibeh (Islamwissenschaftler aus Bonn), Georg Bienemann (Katholischer Diplom-Theologe, Münster), Uschi Hacket (Düsseldorf), Anna Fischer (Diplom-Theologin, Bonn und Paderborn, Mitglied in CIG und Forschungskolloquiums Christentum-Islam (FKCI)), Nadja Homsi ist Nadya Homsi (Vlotho und Herford), Uschi Hacket (Diplom-Soziapädagogin, Düsseldorf).

http://www.thema-jugend.de/pdf/BausteinDialogbereit.pdf

Rajaa Chehab mit sittsamer Verhüllung von Haupthaar und Schulterpartie. Schariafreund und Iranverteidiger Werner Höbsch („rheinische Frohnatur“) darf nicht fehlen.

http://www.dialogbereit.de/html/vernetzung7.html

Als Katholik Chomeini und besser verstehen. Paderborn: Zentrum für Komparative Theologien und Kulturwissenschaften (ZeKK). Anbahnung von Dialogstrukturen zum Aufbau der islamischen Theologie und Religionspädagogik. Kontakte zu Projektpartnern an den Theologischen Hochschulen in Teheran, Qom und Mashhad. Anna-Maria Fischer und Hamideh Mohagheghi.

http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/74971/

Hamideh Mohagheghi, Lehrbeauftragte für Islam

http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/institut-fuer-evangelische-theologie/personal/mohagheghi-hamideh/

„Die beiden Institute für Evangelische und Katholische Theologie der Universität Paderborn bieten ab diesem Semester mit der neuen Lehrbeauftragten Hamideh Mohagheghi wieder regelmäßig ein qualifiziertes Lehrangebot zu islamischer Theologie an“

http://www.uni-paderborn.de/ru/mitteilung/2092/

mjd 2010. Bei der Podiumsdiskussion „Gerechtigkeit braucht Helden“ standen die Meinungen von Jugendlichen mit unterschiedlichen Hintergründen im Fokus. Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren die UN-Jugenddelegierte Clara Leiva Burger, Tuba Isik-Yigit (Ṭūbā „Frohe Kunde“ Işık-Yiğit) vom Aktionsbündnis muslimischer Frauen, Ali Aslan Gümüsay vom Netzwerk junger engagierter Muslime und Yasmina Gandouz von der MJD dabei.

http://www.mjd-net.de/pressemitteilung-helden-gesucht

Tuba Isik-Yigit (Işık-Yiğit). Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, Institut für Katholische Theologie

http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/institut-fuer-katholische-theologie/personal/isik-yigit/

Tuba Isik-Yigit, Paderborns akademisch-katholische Islamerklärerin, organisiert mit der islampolitischen Multifunktionsträgerin Maryam Weiß (Maryam Brigitte Weiß) das in 50389 Wesseling ansässige Aktionsbündnis muslimischer Frauen (amf).

http://www.muslimische-frauen.de/impressum/

(13) Kurt Tucholsky und die deutsche Paragraphenwerdung des Gotteslästerns. Als Peter Panter: »Wie Gott in Frankreich«, erschienen in: DIE WELTBÜHNE, 02.04.1929

http://www.textlog.de/tucholsky-liebe-frankreich.html

(14) Berlin als Vier-Sektoren-Stadt.

http://www.hablaba.com/blog/uploaded_images/Berlin-Wall—You-are-Leaving-the-American-Sector-792259.JPG

Checkpoint Charly. Sie betreten den Amerikanischen Sektor.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d7/Checkpoint_Charlie_Sign.JPG

Geschichtsbewusstes Irritieren oder nur ein kaltes Herumgealber zunehmender Barbarei und schwindender Erinnerung? Allemal besser als Burka: Stadtgeschichte als T-Shirt-Aufdruck.

http://www.priups.com/riklblog/mar09/090330-berlin-t-shirt.jpg

(15) Omission ist kein Kitman, da sie ein informiertes ganzes Publikum voraussetzt, während das islamische Lügen durch Auslassen die unterschiedlichen Grade an Informiertheit gezielt (die Islamisierung befördernd) ausbeutet. Omission informiert (bildet) und macht alle frei, Kitman diskriminiert und zielt auf zunehmende Versklavung eines Bevölkerungsteils.

http://de.wikipedia.org/wiki/Omission

(16) al-Dschabbâr

http://lh6.ggpht.com/_9mJFrTpLl0E/SpPBAiec-1I/AAAAAAAABQ8/R7QFtBP28oY/9.jpg

Allahgott ist … Der, dem du nicht widerstehen kannst

http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash2/hs060.ash2/36370_135667096449659_118337881515914_380079_7470874_n.jpg

Shaykh ibn ‘Uthaymeen: „Allah, may He be glorified and exalted, is al-Jabbaar, the One Who compels the tyrants and overwhelms them by His power and might. Every tyrant, no matter how powerful he is, is subject to the power of Allah, and his power is in His hand.“

http://www.facebook.com/note.php?note_id=130729026949512

Die neunundneunzig Namen Allahs

Al-Jabbâr: Celui qui domine et contraint, le Contraignant, le Reducteur

http://gadir.free.fr/fr/99/html/fre/dieu/noms.html

Al-Jabbar – The Compeller: He who repairs all broken things, and completes that which is incomplete. Das ist heilsame Gewalt, also eher die Bedeutungsebene des aus der Medizin bekannten Begriffes vom (schmerzlich schmerzbefreienden) Einrenken, die aǧbara ebenso hat wie das ǧ-b-r der Mathematik in unserem Wort Algebra. Prinzip Gewaltgott: „in Einklang bringen“ (islamisch politisiert: gleichschalten).

http://home.mweb.co.za/ka/kayef/asmaaulgusnaa.htm

(17) Peccata clamantia, “sins that cry to heaven”. In einem nachchristlichen Zeitalter kann der der (islamische) Apostatenmord katholisch akzeptabel werden.

http://www.vatican.va/archive/ccc_css/archive/catechism/p3s1c1a8.htm#1867

(18) Catechismus Catholicae Ecclesiae. Die Klage der Fremden, der Witwen und Waisen.

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P6J.HTM

(19) Katechismus der Katholischen Kirche. Der Mörder und seine freiwilligen Helfer.

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P86.HTM

(20) Youssef Nada, Youssef Moustafa Nada

http://en.wikipedia.org/wiki/Youssef_Nada

(21) al-Taqva Bank

http://en.wikipedia.org/wiki/Al_Taqwa_Bank

Mitgründer: François Genoud, Altnazi, Proislamist und Terrorfinanzier. Genoud verkaufte Waffen an Palästinenser und stand der Volksfront zur Befreiung Palästinas (um George Habash, vgl. die israelische Operation Entebbe) nahe.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Genoud

(22) DAS PROJEKT („Bericht S/5/100, 01.12.1982“) der Muslimbruderschaft. Das unter Verschluss gehaltene Programm der Muslimbruderschaft fand sich am 07.11.2001 bei einer antiterroristischen Razzia in der Villa des Herrn Nada und ist, viel zu wenigen, als »The Project« oder »Das Projekt« bekannt. Übersetzung ins Deutsche nach der französischen Übersetzung von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/13/169/

(23) Alltägliches Verschleiern der Frau reicht nicht für Gebet und Koranlektüre. Damit die v. a. männlichen Angehörigen in den Himmel kommen und die Frau selbst vielleicht auch, braucht die Muslima den Gebetshidschab. Prayer hijab.

http://farm3.static.flickr.com/2018/1513568046_f04c5eb877.jpg

http://i.ytimg.com/vi/l4DiIfW1sbA/0.jpg

The best hijab style when performing salat.

http://4.bp.blogspot.com/_qddpmToNnm0/TSj1L5iWSGI/AAAAAAAAACY/B3_laREA2PE/s1600/hijabstyleduringsalat.jpg

Schleierkontrolle! So geht das aber nicht! (Iran. Foto: creative commons)

http://cdn.wn.com/pd/96/02/99083640b6453976bbe2dec584e9_grande.jpg

Iran. Moralpolizei setzt Schleiergesetze strenger um. Ein Foto von Majid Saeedi

http://3.bp.blogspot.com/_eaNQoRr4jww/TMg9Q0v2pZI/AAAAAAAABFY/eojDytynrJM/s1600/Morality+police+enforce+hijab+laws.jpg

Gebet wirkt ins Leben zurück, Frau, dein weiß verschleiertes Beten diszipliniert dich auch im Alltag – beispielsweise schwarz verschleiert.

http://www.fashionclothingtoday.com/wp-content/uploads/2010/08/Hijab-Niqab-Baurqa.jpg

http://survivorsareus.files.wordpress.com/2009/05/full-hijab.jpg?w=480&h=640

http://www.essenceofblack.com/n33.htm

(24) Dem verruchten Westen mit der Kleidung des ehrbaren Ostens widerstehen, these tunic shirts are perfect for those living in the West who want to maintain their Islamic identity.

http://www.essenceofblack.com/islamic_mens_shirts.htm

(25) Prinzip Zinargürtel. Tear off the zunnar! The Zunnar, sometimes translated Zonnar or Zonar, are distinctive cloth forced upon the Dhimmi, Christians and Jews, to signify their inferior and submissive status to Muslims as required by Sharia Law.

http://zunnar.blogspot.com/

Sklave in Sicht: Der Dhimmigürtel. Zunnār, zanānīr (pl.), zanara, zinar (sg.), a belt worn around the waist by non-Muslims.

http://vb.arabsgate.com/archive/index.php/t-421944-p-3.html

Wahrnehmungspsychologisch gilt: Ohne Grund keine Figur. „Das ‚Coming-out‘ der Muslime im öffentlichen Raum, das ungewohnte Sichtbarwerden von Religion im säkularen Staat erregt Aufsehen“, nun ja, und wie zufällig bedeutet die Sichtbarwerdung des Islam: Sklave in Sicht.

Nilüfer Göle (Hg.), Ludwig Amman (Hg.): »Islam in Sicht: Der Auftritt von Muslimen im öffentlichen Raum«, Transcript, Bielefeld 2004.

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-326/i.html

Steuerfinanziert distribuiert die bpb die Texte postsäkularer Staatsräson. Thomas Lemmen, Claus Leggewie, Mathias Rohe, Werner Schiffauer, Janbernd Oebbeke, Ludwig Amman (Cola und Koran. Das Wagnis einer islamischen Renaissance), Nilüfer Göle.

http://www.bpb.de/themen/G1RPNN,4,0,Was_ist_Islam.html

(26) Es lohnt sich, Thomas Lemmen zuzuhören, den man den katholischen Großmeister des Kitman nennen darf, des kalkulierten Auslassens.

Zum Kitman weiß das CSPI:

“Kitman means to leave out part of the truth. When you take an oath in court, you not only swear to tell the truth but the whole truth. When a Muslim tells a partial truth, that is kitman. Here is a famous kitman: Muslims say that the real jihad is the inner struggle, the greater jihad. But in the Hadith, only 3% of the doctrine even mentions this inner struggle. So the Muslim who tells you that the real jihad is inner struggle is leaving out the other 97%. He is practicing kitman. One more kitman example: After 9/11 an imam was asked about the 72 virgins to be given to a jihadist in Paradise. He said that the 72 virgins were part of a medieval tale and not really Islamic doctrine. What he did not reveal was that the Koran says the jihadists will get virgins in paradise, but does not say how many.”

http://www.cspipublishing.com/pdfs/WebSitePDF/SelfStudy_Political_Islam_ReadMe.pdf

CSPI, Center for the Study of Political Islam

http://www.cspipublishing.com/

Die CIG und der interreligiöse Trialog

November 7, 2009

التوحيدية

at-tauḥīdiyya

Monotheismus

Köln und der Dialog

Von Jacques Auvergne

Am 27. Oktober 2007 und in Bergisch-Gladbach konnte die Christlich-Islamische Gesellschaft e. V. (CIG) ihr 25jähriges Bestehen feiern. Die 1982 gegründete CIG ist damit die älteste und größte christlich-islamische Dialogorganisation in Deutschland. Vereinssitz ist Köln, Vorsitzender der CIG ist der gelernte Pädagoge, Islamkonvertit und Anwendungsprogrammierer Wilhelm Sabri Hoffmann aus Rheine (Deutsche Muslim-Liga Bonn und Tariqah As-Safinah, beide um Bashir Ahmad Dultz). Geschäftsführer der CIG ist der katholische Theologe (Diplom und Lizentiat) Dr. Thomas Lemmen. Diplomchrist Lemmen ist Ehemann der Islamwissenschaftlerin Melanie Miehl

Herr Lemmen und Frau Miehl sind miteinander verheiratet und Mitglieder des dominikanischen Laienordens. Das Paar ist führend im Dialog mit dem Islam, ein Dialog, so befürchten wir Menschenrechtler und Bürgerrechtler, der in Kürze eine europaweite Rechtsspaltung in schariarechtlich eingemauerte Milieus nach sich ziehen kann. Was vom evangelischen oder katholischen Endverbraucher zum Thema Islam gesprochen werden darf und geglaubt werden muss, wird inzwischen an Orten wie der CIG entschieden. Die Schafherde der rheinischen Pfarrer und Pastoren trottet, begeistert (abrahamisch) blökend, den Herren Dultz und Lemmen hinterher. Mehrere evangelische oder katholische Akademien hat man über Netzwerke wie den Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs (KCID) mittlerweile bestens im Griff. In unseren Städten werden schariaverharmlosende Festlichkeiten veranstaltet wie das seit 2001 und damit unmittelbar nach „nine eleven“ jährlich veranstaltete Abrahamsfest in Marl. Wozu so ein Terroranschlag doch nutzbringend ist.

Die für das erpresserische Gottesbild des repressiven orthodoxen Islam werbende Organisation CIG wurde also 25 Jahre alt. Zur Selbstbeweihräucherung pardon Vierteljahrhundertfeier durfte der an der radikalen, frauenfeindlichen und kulturrassistischen šarīʿa (Scharia) orientierte Mustafa Cerić aus Sarajevo nicht fehlen. Wenn alles gut geht wird Großmufti Cerić in Kürze gewissermaßen als der muslimische Papst Europas tätig werden können, Ali Bardakoğlu macht Vergleichbares in Kleinasien.

Der Boss pardon das geistliche Oberhaupt des von der CIG herangebetenen Bosniers ist der weltweit viel geachtete Hassprediger Yūsuf al-Qaraḍāwī. Das von šaiḫ (Scheich) al-Qaraḍāwī und Muftī Cerić geheimbündlerisch betriebene Kartell heißt European Council for Fatwa and Research (ECFR, Conseil Européen de la fatwa et de la recherche). Das Konzil ECFR, wir können es Europäischer Fatwa-Rat nennen, wurde aus dem Umfeld der FIOE (frz. UOIE) sprich Muslimbruderschaft gegründet (vgl. Sägefisch 140.) und verlangt nach einer einzigen muslimischen Autorität für Europa mit der möglichst vollumfänglich eingeführten Geltung des Islamischen Rechts für alle Muslime.

Der katholische Flügel der rheinischen CIG also zertifiziert sich selbst als islamkompatibel und dialogtauglich, indem sie den bosnischen Theokraten und Stellvertreter des Herrn Yūsuf al-Qaraḍāwī einlädt, des heutigen Ideengebers der Muslimbruderschaft. Das Treueverhältnis von Mustafa Cerić zu dem die weibliche Genitalverstümmelung, den Mord an Homosexuellen, die islamische Zwangsverheiratung und die Durchführung von Selbstmordattentaten gegen israelische Zivilisten fordernden, unter Sunniten hoch angesehenen Yūsuf al-Qaraḍāwī ist für Nordrhein-Westfalens Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration Armin Laschet und für Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma kein Anlass gewesen, der Veranstaltung fern zu bleiben.

Laschet ist CDU-Politiker, Jahrgang 1961 und war als Jugendlicher in der kirchlichen Pfarr- und Jugendarbeit tätig. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen folgte eine journalistische Ausbildung und eine Tätigkeit als Chefredakteur der Aachener Kirchenzeitung.

Schramma, ebenfalls CDU, erblickte 1947 in Köln das Licht der Welt, studierte Latein, Philosophie und Pädagogik in Köln und arbeitete als Gymnasiallehrer in Köln-Rodenkirchen, Wesel und Hürth, hat also am Horizont lebenslang den doppelspitzigen Mittelpunkt des Weltalls erblicken können, den Kölner Dom.

Rheinische Dreifaltigkeit: Vater Mustafa Cerić, Sohn Thomas Lemmen, Heiliger Geist Fritz Schramma. Der Großmufti, der beamtete Islamverharmloser und der Oberbürgermeister. Für die freiheitliche Demokratie der auch für Frauen und Ex-Muslime geltenden vollen Bürger- und Menschenrechte einschließlich der Meinungs- und Pressefreiheit ist diese Trinität nicht gerade begünstigend. Zwar ist der ǧiḥād (Krieg) noch nicht ausgebrochen, jedoch bereits der Dialog.

Noch zu Schramma. Drei Tage bevor sich der schreckliche Anschlag von Solingen auf das von der türkeistämmigen Einwandererfamilie Genç bewohnte Haus zum fünfzehnten mal jährte, einem von vier rassistisch motivierten Jugendlichen aus der Nachbarschaft durchgeführten Anschlag dem fünf Mädchen und Frauen zum Opfer fielen, wurde im Mai 2008 der von dem Mediziner und Herzspezialisten Yaşar Bilgin (CDU) und dessen Türkisch-Deutscher Gesundheitsstiftung ausgelobter »Genç-Preis für friedliches Miteinander« an Kölns Lateinlehrer und Stadtoberhaupt verliehen. Wie als Gegenleistung hatte sich der Pädagoge jahrelang dafür eingesetzt, dass der noch etwas gehemmt schariatreue Islamverband DİTİB als das von Kleinasien aus theokratisch organisierte Auslandstürkentum in Köln-Ehrenfeld die umstrittene Großmoschee errichten darf. Heute, am 07.11.2009 wird die Grundsteinlegung erfolgen.

Zur Großmoschee sagte Ralph Giordano dem deutschen Innenminister angemessene und wichtige Worte (1). Geglückte Integration wenigstens von Seiten des noblen Spenders (Preisgeld 10.000 €)? Nicht ganz. Der übersteigert nationalbewusster Türke und deutscher Kardiologe Yaşar Bilgin ließ eine Todesanzeige für den Nationalisten Muhsin Yazıcıoğlu schalten, wie im Mai 2009 bekannt wurde. Yazıcıoğlu gehört seit seiner Jugend der türkischen rassistischen Bewegung Graue Wölfe an und war zeitweise Berater des Rechtsradikalen und Obristen Alparslan Türkeş.

Die Grauen Wölfe, türkisch Bozkurtlar sind die Mitglieder der türkisch-nationalistischen und (damit) rassistisch-kurdenfeindlichen Milliyetçi Hareket Partisi (MHP, deutsch: Partei der Nationalistischen Bewegung). In den Siebziger Jahren ermordeten die Grauen Wölfe Intellektuelle und linke Politiker. Der Kampfname des Herrn Türkeş stammt von Alp Arslan, einem mittelalterlichen seldschukischen Feldherrn, dessen Andenken, nicht zuletzt durch das Betreiben des radikalislamisch „und“ diktatorisch herrschenden, 2006 verstorbenen Saparmyrat Ataýewiç Nyýazow erneut als turkmenischer und offensichtlich auch türkischer Nationalheld verewigt wurde. Nyýazow ließ sich als Türkmenbaşy (Führer der Turkmenen) kultisch verehren und war Präsident des mittelasiatischen Staates. Oben links auf der Netzseite von Muhsin Yazıcıoğlu heult, ganz dezent versteht sich, die Silhouette eines kleinen Wolfes den Mond an (2). Der Wolf, wohl genauer: die Wölfin ist ein altes Totem oder Sagentier der türkischen Stämme und Stammeskonföderationen der asiatischen Steppe. Ein uraltes Symbol, das nichts dafür kann, dass es seit hundert Jahren im Gestrüpp der (immer wieder islamistisch „erleuchteten“) nationalistischen Ideologien Panturkismus, Turanismus, Jungtürken und MHP / Graue Wölfe benutzt worden ist.

Der »Genç-Preis für friedliches Miteinander« und der braune Sumpf um die Ülkücüler („Idealisten“) genannten Grauen Wölfe – für Lateinlehrer Schramma vielleicht ein Anlass, den Preis nebst Preisgeld an den türkisch-patriotischen Medizinprofessor zurückzugeben? Oder gar über die Grundrechtswidrigkeit der frauenentrechtenden und zum Apostatenmord aufrufenden šarīʿa nachzudenken und die provokante Architekturwerdung der Geschlechtertrennung und der Überlegenheitsideologie des orthodoxen Islam in Köln-Ehrenfeld zu kritisieren?

Natürlich nicht, stattdessen kassierte der im Oktober 2009 aus dem Amt geschiedene Schramma am 01.11.2009 in der Moschee in Werl gleich noch einen Preis. Dieses mal war es der nach dem diesbezüglich ungefragten, 1933 aus ungeklärter Ursache an einem Berliner Seeufer zu Tode gekommene Muḥammad an-Nāfiʿ Ǧalabī benannte „Friedenspreis“. Beim Wort Frieden hat man pflichtschuldig zu lächeln. Diesen Mohammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis vergibt ein Archiv wahlweise eine Stiftung namens „Islam-Archiv Soest / Amina-Abdullah-Stiftung“. Amina Abdullah, vorislamisch (al-ǧāhiliyya) Ursula Bednorz war die 2008 verstorbene Ehefrau des bis zur Glitschigkeit geschmeidigen Soester Archivgründers Muhammad Salim Abdullah, hinter dem sich kein Geringerer als Herbert Krawinkel verbirgt, der Münchhausen Allahs (3), (4).

Herr Abdullahkrawinkel bekränzte mit seinem undotierten Preis bereits multikulturelle Schariafreunde wie Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel (1989), den ob seiner beschämenswert unmoralischen Calvin-Verteidigung (5) zu kritisierenden Generalsuperintendenten Dr. Rolf Wischnath (2001), Annemarie Schimmel (2002), INSSAN-Beiratsmitglied Barbara John (2006) oder den Jesuiten, CIBEDO-Berater und Tariq-Ramadan-Versteher Prof. Dr. Christian Troll (2008). Zur Preisverleihung an und Bedeutung des Jesuiten Christian Troll und zu Mohammed Salim Abdullah (Herbert Krawinkel) schreibt Gudrun Eussner Lesenswertes (6).

Der Mohammad-Nafi-Tschelebi-Preis ist nach einem jungen Einwanderer aus Syrien benannt worden, einem Studenten der Ingenieurswissenschaften im Berlin der Jahre der untergehenden Weimarer Republik. Der auch als Abd al-Nafi Schalabi wiedergegebene ʿAbdu n-Nāfiʿ Ǧalabī übernahm führende Funktionen in den damals noch recht kleinen muslimischen Kreisen Deutschlands, gründete Institutionen und editierte Schriften.

Zurück zu unseren rheinischen Islamoptimisten, zurück zur CIG um das Ehepaar Miehl & Lemmen nebst Bürgermeister und Integrationsminister. Der Dialogbetrieb verwendet den vor annähernd vier Jahrtausenden verstorbenen Abraham (arabisch nutzbar gemacht ‏Ibrāhīm) für seine Zwecke. Es sei daher gestattet, diesen vier Verteidigern des politischen Islam auch im ausgehenden Jahr 2009 diese Worte in den Mund zu legen: »Für jedes gottesfürchtige Kind Abrahams werden im künftigen Kalifat von Europa ein paar Krümel vom Tisch der Machthaber herunter fallen, lasst uns als Kleriker und Politiker die göttliche Staatsform bauen und bereits heute den Säkularen befehlen, den ḥiǧāb zu tolerieren. Kein Festgottesdienst und keine Podiumsdiskussion mehr ohne eingeladene Kopftuchfrau, irgendwann ist dann auch das Lehrerinnenkopftuchverbot gekippt, ad maiorem Dei gloriam, in šāʾa llāh.«

Ein Kopftuch ist für Islamkenner kein Stück Stoff, sondern ein Aufruf zur islamischen, parallelen Staatsgründung an Ort und Stelle (bedarfsweise eben mitten in Deutschland), in der mindestens ein anderes, frauendiskriminierendes Familien- und Personenstandsrecht gilt. Das Kopftuch beschimpft jeden Nichtmuslim als Dhimmi oder Harbi.

Ist es das, was Thomas Lemmen und Melanie Miehl planen, wollen sie seit mindestens vier Jahren das mittlerweile in acht von sechzehn Bundesländern mühselig erkämpfte Lehrerinnenkopftuchverbot zu Fall bringen? Wir dürfen es vermuten und wären über eine erneute Stellungsnahme der CIG zum Lehrerinnenkopftuch dankbar. Die vom Vorstand der CIG am 03.11.2005 abgegebene Erklärung ist ja vielleicht nicht mehr aktuell, in der es heißt:

„Nicht das Kopftuch, sondern sein Verbot gefährdet die Integration der Muslime. Ein Kopftuchverbot ist für ein Miteinander der Religionen in unserer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft ein falsches Signal.“

In der Sache liegt die CIG freilich falsch, denn jenes Kopftuch, das aussagt: »Ich habe einen Besitzer, der mich sexualpolitisch kontrolliert, ich komme in den Himmel und die Unverschleierte nicht, ich sporne die Männer der zur Herrschaft (al-islām) vorgesehenen Menschenklasse an, ḥisba zu betreiben, das heißt das Rechte zu gebieten und das Unrechte zu verbieten«, dieses Kopftuch segregiert, diskriminiert! Das Kopftuch (al-ḥiǧāb) fordert die repressive Lebensführung nach den Kriterien der šarīʿa und den Aufbau eines anderen Staates, einer islamischen Gesellschaftsform (niḍām islāmī). Für die CIG ist das ja vielleicht kein Problem.

Katholik Lemmen hat von der Scharia sprich vom Islam keine Ahnung, will den Islam reformieren oder belügt uns Bundesbürger ganz bewusst: „Aller Dank gebührt jedoch dem Einen Gott, von dem Muslime und Christen gemeinsam bekennen, dass er stets größer ist und allein unser unvollkommenes Streben zum guten Ende führen kann: Deus semper maior – allahu akbar.“ Das war kein Witz, das war Lemmen. Mit einem Gott, der neunjährige Ehefrauen akzeptiert, jeder Ehefrau bis zu drei Artgenossinnen auf die Schlafstelle beigesellt (da ist širk, Beigesellung, einmal kein Problem), mit einem Gott, der dieselbe(n) zu verstoßen bereit ist und als Ehebrecherin zu steinigen, mit diesem barbarischen (scharia-islamischen) Gott möchte ich als evangelischer Christ (EKD, EKIR) und vorsichtiger Sympathisant katholischer Lebensweise nichts zu tun haben. Für wen spricht der dominikanische Laienbruder und Theologe Lemmen eigentlich, etwa für den genannten Deus? Katholische und evangelische Kirchengemeinden, deutsche Integrationsvereine, Kulturzentren und erst recht unsere kommunalen Institutionen sollten ihre Räumlichkeiten dem CIG e. V. beziehungsweise für einen solchen, demokratiegefährdenden Dialog nicht zur Verfügung stellen.

Mit einem Gott, der es jedem Vater gebietet, als walī muǧbir (Wali Mudschbir, Nötigender Heiratsvormund; Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang) seine jungfräuliche Tochter auch gegen deren Willen zu verheiraten, möchte ich als Sozialarbeiter und als ein Kollege und Nachbar von Einwanderern aus so genannten islamischen Ländern nichts zu tun haben (7). Den etwa in Indonesien vertretenen Schafiiten ist eine Form der weiblichen Genitalverstümmelung islamrechtlich verpflichtend vorgeschrieben, welche die Herrschaften Allāh, Miehl und Lemmen ja vielleicht rationalisieren und bagatellisieren mögen (8). Wie sehr müssen sich Deutschlands mutige Ex-Muslime durch „ihren“ islamverherrlichenden Minister Laschet missachtet fühlen.

„Das Gemeinsame soll herausgestellt, das Trennende nach Möglichkeit so erklärt werden, dass die gegenseitige Verständigung fortschreitet“ bekennt die CIG 1983 in ihrer Grundsatzerklärung. Daraus kann Zweierlei folgen. Entweder betreiben wir als Ex-Muslime oder sonstige Nichtmuslime jetzt auch walī muǧbir und schafiitische FGM. Oder wir „erklären“ den Düsseldorfer und Kölner Kindern und Jugendlichen walī muǧbir und schafiitische FGM so, dass wir alle uns irgendwie besser verstanden fühlen. Interreligiöses Wohlfühlen ist angesagt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat ausgedient, dafür verstehen wir uns jetzt.

„Religiöse Kontakte führen nach unseren Erfahrungen nicht zur Religionsvermischung, dem sogenannten Synkretismus, sondern eher zur Vertiefung des eigenen Glaubens“ sagt die CIG über sich selbst, was heißen mag: Den Christen ihr Grundgesetz, den Muslimen ihre Scharia. „Mitglieder der CIG sind allerdings davon überzeugt, dass Christen und Muslime den gleichen Gott anbeten.“ Dass jeder Mensch zur Religion berufen ist glauben wir ja auch, doch halten wir die Scharia für kulturellen Rassismus und das Kopftuch für ein antimodernes Kriegszeichen. Solange dieser Verein den zwangsverheiratenden, töchtertauschenden, Hände abhackenden und Ehebrecher steinigenden Allahgott der Scharia mit dem Gott des Jesus von Nazareth verwechselt, möchten wir jedem säkularen Muslim den Austritt aus der CIG ans Herz legen und jedem säkularen Christen sowieso. Mir scheint allerdings, dass heute und nach diesen Kriterien niemand aus der CIG austreten muss.

Zum erwähnten, die universellen Menschenrechte großzügig übergehenden Abrahamsfest schnappt man sich ein paar echte Juden, drapiert Kopftuchfrauen drumherum, pflanzt einen Friedensbaum (Libanonzeder versteht sich) oder lässt einen möglichst wichtigen Politiker sein Gesicht in die Kamera recken. Dazu sinniert der Pressereporter: „Die Abrahams-Religionen … Toledo kann überall sein … Mit Abraham über Grenzen gucken … im mittelalterlichen Toledo leben jüdische, christliche und muslimische Bürger friedlich zusammen (9).“ Kritik am mittelalterlichen, kulturrassistischen Apartheidsstaat von Andalusien ist nicht länger vorgesehen, hier und heute geht es schließlich um Höheres.

Die Zweckentfremdung des mythischen jüdischen Stammvaters zur Bagatellisierung der grundrechtswidrigen und frauenfeindlichen Scharia hat auch in Bielefeld Konjunktur. Dort lässt man die Freundin der islamrechtlich steinigenden Diktatur von Teheran Hamideh Mohagheghi (Lehrbeauftragte der Universität Paderborn zu »Religion des Islam« für evangelische und katholische Lehramtsstudenten) ebenso reden wie den mit dem Scharia-Islam kuschelnden Tübinger Karl-Josef Kuschel: »Kinder Abrahams. Konsequenzen für Juden, Christen und Muslime« (10).

Der Großmeister der als Trialog etikettierten Doktrin der Islambeschwichtigung Karl-Josef Kuschel ist Autor von »Streit um Abraham: Was Juden, Christen und Muslime trennt – und was sie eint« (2001), »Juden – Christen – Muslime: Herkunft und Zukunft« (2007) sowie »Weihnachten und der Koran« (2008). Kuschel verteidigt im Namen einer schrecklichen „antiislamischen Stimmung“ bedrohten „kostbaren Dialog- und Begegnungskultur“ das Lehrerinnenkopftuch der Fereshta Ludin und kämpft mit Zähnen und Klauen gegen die deutschen Verbote des Lehrerinnenkopftuches (11). Das Kopftuch, so flunkert der Tübinger Katholik über den sexistischen Hidschab, sei ein „privates religiöses Symbol“, Deutschlands Kinder hätten gefälligst die „Andersheit anderer Kulturen“ zu erlernen.

Nach den „Konsequenzen“, die sich aus Imam-Ehe, walī muǧbir, ḥiǧāb, ḥisba und niḍām islāmī für den säkularen Rechtsstaat ergeben, fragt Professor Doktor Kuschel gar nicht erst. Man kassiert Gelder von der Europäischen Union und von der Deutschen Bundesregierung (Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), lässt auf der Internetseite bielefelder-abrahamsfest ein Exemplar der Spezies Islamweibchen auftreten das heißt eine in den persisch pardā arabisch ḥiǧāb genannten Stoffkäfig gesperrte lächelnde Frau. Demnächst ja vielleicht mit niqāb, Gesichtsschleier. Auch das Bild der Ganzkörperverschleierten fordert unseren „Respekt“ für die hoch politische Botschaft: Lasst das Lehrerinnenkopftuch zu!

Die Kölner Pfarrerin Dorothee Schaper von der evangelischen Melanchton-Akademie oder ihre katholische Kollegin aus der selben Stadt Melanie Miehl nehmen auf einer rheinischen Dialogbühne bevorzugt dann Platz, wenn eine muslimische Kopftuchfrau (die im Eifelstädtchen Mayen geborene Ex-Katholikin Rabeya Müller tut`s zur Not auch) neben ihr zu sitzen kommt. Eine „trialogisch“ hinzugezogene Aktivisten einer Synagogengemeinde mit jüdisch-frommer Wollmütze (shaytl; darüber womöglich stirntikhl) rundet den theozentrischen Anblick „abrahamisch“ ab und schüchtert etwaige Unbotmäßige erfolgreich ein. Von dem Schmerz und der Schuld von Auschwitz profitiert der politische Allāh, man sollte auch jüdischerseits von einer Instrumentalisierung des Judentums sprechen.

Jüdische radikale Frauenverschleierung gibt es inzwischen auch, seitdem Frau Bruria Keren die „Frumka“, eine burqa-ähnliche Ganzkörperverhüllung (Jewish Burka) für ihre weiblichen Sektenangehörigen propagiert. Religionspolitik als die Machtergreifung des Kriegerbundes jedenfalls Männerbundes, eine Jahrtausende alte Dynamik, die den Himmel männlich und patriarchalisch verwaltet, heute eben mit Schützenhilfe der burkatragenden Jüdin Bruria Keren und der Kölner Laiendominikaner der Christlich-Islamischen Gesellschaft.

Deutschlands Dialog oder Trialog mit dem Islam verwendet zauberhafte Musik und entrückenden Tanz, der Einsatz der Seite des gelegentlich als islamische Mystik getarnten Sufi-Gesetzesislam ist da unverzichtbar, man erinnere sich an Rumi-Bewunderer Ban Ki Moon (Sägefisch 110.). Den mystischen Islam des Rheinlandes aber beherrscht noch vor Hassan Dyck ein Anderer.

Dyck ist Gründer der Osmanischen Herberge im Eifeldorf Kall-Sötenich und gehört zur Naqšbandiyya-Tradition, deren Subtradition sich als Goldene Kette (Golden Chain) auf den brutalen Feldherrn, Auftragsmörder und Staatsgründer Muḥammad zurückführt (12). Dyck ist damit in angeblich spiritueller Gehorsamstreue dem Schariafreund Nazım Kıbrısi („Nāḍim von Zypern“) d. i. šaiḫ Mehmet Nâzım Adil al-Haqqani verpflichtet.

Nein, wesentlich einflussreicher als ein Herr Dyck ist im regierungs- und kirchenseits bezuschussten rheinischen Dialogbetrieb der in Königsberg geborene Muslim und Schech (Scheich) Aḥmad Dultz. Der gebürtige Ostpreuße, der beliebt, sich mit Schech Bashir anreden zu lassen, vertritt in Deutschland die alte nordafrikanische aṭ-ṭarīqa aš-šāḏilīya, die Schadhiliyya-Tradition mit einem wie selbstverständlichem Machtbewusstsein. Am 16. Juli 2006 weilte Scheich Dultz als Vertreter der Deutschen Muslim Liga Bonn auf Einladung der Familie von Hohenzollern-Sigmaringen auf Schloss Namedy bei Andernach.

Frau Prinzessin Heide von Hohenzollern schätzt interreligiöse Friedensgebete im Rahmen ihrer Aktion Kunst im Park, wogegen gar nichts einzuwenden wäre, wenn sie sich ebenso engagiert gegen islamischen Fundamentalismus, Kopftuchzwang und Scharia positionieren würde. Europas an seiner Funktionseinbuße möglicherweise leidender Hochadel muss sehen, wo er bleibt, und sind die Saudiprinzen nicht auch Hochadel? Kritiker am repressiven Herrschaftskult gibt es bei den Trägern gräflicher und fürstlicher Namen wohl ebenso selten wie unter Europas christlichen Klerikern. Macht … macht gierig nach mehr.

Als Epizentrum der Islamisierung zu nennen ist in Bezug auf die so gerne den tanzenden Derwischen zusehenden rheinischen Pastoren und Pfarrer das beim mittelrheinischen Neuwied gelegene Bendorfer Forum für ökumenische Begegnung und interreligiösen Dialog. Die Rüsselsheimer Pfarrerin Dr. Annette Mehlhorn leitet das in seinen Vorgängerinstitutionen viele Jahrzehnte alte, aus der Katholischen Frauenarbeit stammende heutige Bendorfer Forum. In Großbritannien gibt es mit Ammerdown Park (nahe bei Bath oder Radstock, Somerset) eine wesensverwandte Bildungsstätte, „Schech Baschir“, weniger romantisch: Staatsbürger Dultz und seine Sufis gastieren von Zeit zu Zeit in Ammerdown Park.

Ein Rabbiner ist auch in England rasch gefunden und Kopftuchdressur und Schariastaat werden ebenso trireligiös abgesegnet wie im auf den Hügeln über dem Neuwieder Becken, im einst nach der katholischen Sozialaktivistin Hedwig Dransfeld benannten Haus mit der Adresse Im Wenigerbachtal 8-25, 56170 Bendorf: „Zu den wichtigsten Partnern gehören bis heute das Leo-Baeck-College in London, das Centre for the Study of Islam and Christian-Muslim Relations an der Universität Birmingham und die Deutsche Muslim-Liga Bonn.“ Jüdisches College, christliche Islamfreunde und die Bonner Muslim-Liga. Sich gleich aus drei Richtungen heranschleichend wird man den Geist Abrahams doch wohl ergreifen können.

Deutschland 2009. Wie in den deutschen Jahren nach der Gründung des Zweiten Reiches (1871) beginnt eine fundamentalistisch verkitschte, eine neoromantisch vergoldete Logik der Angstleugnung und enthemmten Nutzbarmachung, eine Kultur der Schaufensterveranstaltungen und Hinterzimmerabsprachen Europas klerikale und politische Kaste zu durchwuchern. Die Moleküle schwenken ein wenig um und ordnen sich neu. Entrückte schwafeln von „durch Deutschland muss ein Ruck gehen“, die Durchtriebeneren vom „Change-Prozess.“ Vom wenig ernst gemeinten Revoluzzertamtam (attac, JuSo, linke Kirchentagsbewegung, Gregor Gysi) politisch ganz links bis hin zur rechtskonservativen Gegenmoderne (Eva Herman, Lebensschützer, Kreationisten einschließlich Harun Yahya, VIKZ, Milli Görüş) wird jede Nutzergruppe bedient. Doch ein Kristallgitter bleibt erhalten, wenn Linksextreme wie Sabine Schiffer oder Beate Sträter für Sayyid Quṭb werben, wenn der Nürnberger Chor der Gewerkschaft ein Lied für die Burka singt oder wenn die Kölner Klerikerinnen Dorothee Schaper und Melanie Miehl die Scharia und das Kopftuch professionell verherrlichen. Europa ist dynamisch, elastisch, gibt nach, verändert sich. Ein Koordinatensystem verändert sich nicht: der Islam, die nach dem qurʾān (3:110) Beste aller Gemeinschaften.

Nun zu Melanie Miehl, zitiert nach »Frauen und Islam« bei Migration online 2005 neuveröffentlicht und erstmals gehalten auf dem Seminar Islam in der Arbeitswelt im Dezember 2001.

In islamischen Rechtsbüchern befassen sich einige Kapitel mit den besonderen Zuständen der Frau, die mit der weiblichen Biologie zusammenhängen. Das sind Menstruation, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit. Für diese Situationen gelten Einschränkungen bei den rituellen Verpflichtungen. So ist zum Beispiel im Ramadan den schwangeren, stillenden Frauen und auch menstruierenden Frauen das Fasten untersagt. Allerdings besteht die Pflicht, solche versäumten Fastentage im Laufe des Jahres nachzuholen oder ersatzweise Arme zu unterstützen. Im zehnten Jahrhundert waren die Einschränkungen ein Argument für die ohnehin frauenfeindlichen Gelehrten zu sagen, Frauen seien religiös nicht ganz vollwertig. Ganz anders sieht das natürlich die islamische Frauenbewegung, die es inzwischen gibt. Hier heißt es, diese Einschränkungen seien eine Gnade Gottes, da die Frauen angepasst an ihre biologischen Rhythmen leben können und in bestimmten biologischen Zusammenhängen Verpflichtungen entfallen.

Bemerkenswert, dass auch die interkulturelle Melanie Miehl nicht behauptet, die „islamische Frauenbewegung“ würde sich gegen die Scharia aussprechen. Bedauerlich hingegen, dass Miehl eben dieses weder vermisst noch uns verrät, wen sie denn für die „islamische Frauenbewegung“ hält. Vielleicht die 1947 im iranischen Hamadan geborene, orthodoxe und gottesstaatlich ausgerichtete Marionette des Mullah-Regimes Schirin Ebadi (Šīrīn ʿIbādī) oder die 1940 im marokkanischen Fès geborene, heute kläglich in die Enge getriebene Fatima Mernissi (Fāṭima Marnīsī)? Oder aber die reaktionäre Nādiyya Yāsīn (frz. Nadia Yassine) von der schariatreuen Bewegung „Al-ʿadl wa l-iḥsān – Gerechtigkeit und Wohlergehen“?

Nādiyya Yāsīn ist Tochter von ʿAbd as-Salām Yāsīn (frz. Abdessalam Yassine), dem im Jahre 1928 in Marrakesch geborenen panislamistischen Intellektuellen (13). Islamist Yāsīn frz. Yassine gründete mehrere Zeitschriften, die eine vollumfänglich implementierte Scharia fordern (Allahkratie), eine davon wurde vom marokkanischen König verboten, mehrfach wurde die noch nicht ausgelieferte gesamte Ausgabe beschlagnahmt. Heute redet seine Tochter Nādiyya frz. Nadia von „Demokratie“ (so ähnlich tat das auch al-Maudūdī und sprach vom „demokratischen Kalifat“) wenn sie die Monarchie kritisiert … sprich als unislamisch kritisiert. Die Europäer feiern Frauen wie Yāsīn oder Mernissi als Demokratinnen, vor allem die kulturrelativistischen „Feministinnen“ tun das.

Schirin Ebadi funktioniert als das Werbemaskottchen der Mullahs. Man mag es niemandem gönnen, in der islamisch-religiösen Diktatur zu leben, doch ihre im Staatsterrorismus vielleicht überlebenswichtige Werbung für die reine Scharia kann und darf uns außerhalb des Iran lebende Weltbürger nicht überzeugen. Die irgendwie frauenfreundliche Richterin begann ihre Karriere bereits vor 1979 also unter dem bestialisch folternden Schah. Die auf die radikale Islamisierung des Landes folgenden dreißig Jahre ist Ebadi zwischen Fernsehshows, Theaterbühnen und iranischen Gefängniszellen herumgewirbelt, in letzteren saß sie auch mal ein, hat sie da ein wenig von Frauenrechten und dort ein wenig von Menschenrechten geredet und findet Islam und Scharia einfach hervorragend. Bewirkt hat sie oder jedenfalls hat das Schreckensregime von Teheran in dieser langen Zeit nicht die Umsetzung der universellen Menschenrechte, sondern etwas anderes, nämlich dem Rest der Welt eine Islam-Diktatur mit menschlichem Antlitz zu verkaufen.

Kann doch alles nicht so schlimm sein in der Ǧomhūrī-ye Eslāmī-ye Īrān, wenn eine adrette Frau Ebadi vor laufenden Kameras von Freiheitsrechten redet. Deutschlands linken Gutmenschen um die antiimperialistische Sabine Schiffer (vgl. Sägefisch Nr. 134.) oder die evangelische Beate Sträter (vgl. Sägefisch Nr. 087.) ist die Existenz von Schirin Ebadi zur Aufrechterhaltung des Feinbildes USA-Israel dienlich, die weniger revolutionär und eher monetär orientierten Germanen betrachten Ebadi weniger als Friedensengel denn als Lottofee, sie legen Wert auf den Īrān als Handelspartner. Den Friedensnobelpreis gönnen der Gutesten dann beide deutschen Fraktionen. Islam verbindet.

Deutschland, Hafenamt. Lieferung, Kran. Zielort Iran. Nicht militärisch nutzbar. Eigentlich. Auch nicht als Baugerüst für Schahab-4-Raketen. Und falls doch, ich bitte Sie, dann doch nicht von einer krankaufenden Firma, die gar nicht mit dem Militär zusammenarbeitet. Das gewaltige Edelstahlobjekt brachte Deutschland 600.000 € in die Kasse. Schiff gerade ausgelaufen, tuuut. Was Sie nicht sagen, die Firma Mizan Machine steht auf der Schwarzen Liste als Kooperationspartner der Armee? Möchten Sie etwa dem Boot hinterherschwimmen (14)? Wird schon werden, Sie sollten es mit Jürgen Micksch halten und Ihr „Islambild verändern“.

Der vom Gottesliebling (Muḥammad) gestiftete Kerker der Angst, welchen Sunna-Zwangshandeln und Scharia-Doktrin seit tausend Jahren gegen jeden Fremdeinfluss versiegelt haben, muss gesprengt werden, will sich der Islam mit der kulturellen Moderne beziehungsweise der freiheitlichen Demokratie versöhnen. Den Kulturrassismus der Scharia lediglich, wie es die CIG und Melanie Miehl handhaben, „schön zu erklären“, zu rationalisieren, ist weder aus pädagogischer noch aus staatsbürgerlicher Sicht hinnehmbar. Religiöse Säkulare sollten jede Spielart der gehorsamspflichtigen Sexualisierung des Religiösen als von Patriarchen und patriarchalen Weibchen betriebene sakral-repressive Obszönisierung zurückzuweisen. Ich weiß, jetzt kommt das „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ – was nur bedeutet: Solange du dich noch gezwungen fühlst, bist du nicht gläubig genug! Im Islam heißt Gläubigkeit Pflichterfüllung. Eine autonome Lebensführung stört die Orthopraxie. Folgerichtig wollen die der Muslimbruderschaft, der FIOE oder der Millî-Görüş-Bewegung nicht fern stehenden deutschen Islamverbände verhindern, dass die Spezies Muslim-Frau so leben kann wie eine wirklich in der völligen (sexuellen, beruflichen, religiösen, politischen) Selbstbestimmung angekommene Staatsbürgerin. Das Zeichen für diesen Krieg ist das Kopftuch.

Das Kopftuch sagt: Ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre mir und Allāh ein Gräuel. Die realen nichtkopftuchtragenden oder kopftuchtragenden Lesben werden eben „arrangiert verheiratet“ sprich zwangsverheiratet (kismet, arab. qadar), denn auch ein Leben als Single ist von Allahgott nicht vorgesehen.

Der Islam muss sein Wohlverhaltensdiktat aufgeben, das die vorislamische, womöglich oftmals brutale Stammeskultur fortgesetzt und teilweise verschärft hat. Die Jungen und Mädchen auferlegte Dressur, den weiblichen Körper und den menstruierenden weiblichen Körper mit geheiligtem Ekel (Lieben für Allah, Hassen für Allah) zu befrachten, wird die Seite der nachhaltigen (damit auch: die freiheitlich demokratische) Erziehung und Sozialarbeit als eine persönlichkeitsverzerrende, demokratieverhindernde Sexualmagie zurückweisen müssen.

Das gewaltsame Unters-Kopftuch-Drängen (Belästigungsdschihad) durch Sätze wie „Jedes Haar, was man sieht, verwandelt sich in der Hölle in eine Schlange“ ist keine schulfähige Religionspädagogik. In diesem Sinne darf uns der etwas auffällige Kopftuchverzicht der Damen Lamya Kaddor und vor allem Emel Abidin Algan nicht die Sicht auf die Doktrin des ḥiǧāb vernebeln. Wir kennen Töchter, die auf Druck ihrer Familie verheiratet werden, auch mit dem Cousin, wir kennen Frauen, die das Haus kaum noch verlassen dürfen, wir erleben als Jugendarbeiter muslimische Aggression gegen Nichtfastende und andere Gehorsamsverweigerer.

Es wird allerhöchste Zeit, dass wir Pädagogen und Sozialpädagogen die täglich erlebten Folgen der durch DİTİB, Millî Görüş oder ZMD geforderten Jungen- und Mädchenerziehung dem Bereich der »Ekklesiogenen Neurosen« zurechnen (15). Wir dürfen die erziehungsbedingte beziehungsweise durch die Koranschulen verstärkte, nicht selten erhebliche, krankheitswertige Abweichung des Denkens, Fühlens und Handelns als »Islamogene Neurose« definieren.

Für Islamkonvertiten wie auch für die von Kindheit an muslimisch Sozialisierten erschwert dabei der kalkuliert antisoziale Zug des Islam den Ausstieg aus dem Tugendgefängnis. Die geheiligte Meidung gilt eben nicht nur den Nichtmuslimen, sondern auch deren Verhaltensweisen: „Wer sich so verhält wie ein Ungläubiger, ist einer von ihnen.“

Hier hätte der christlich-islamische Dialog eine Aufgabe, Wohlfühlveranstaltungen mit dem Freundeskreis von Aiman Mazyek, Ayyub Axel Köhler, Rabeya Müller, Bekir Alboğa und Mustafa Cerić werden dabei allerdings zu beenden sein. Sarkastisch gesagt werde der weibliche Leib mit klerikaler Mitwirkung bitte weiterhin islamisch tabuisiert und dämonisiert, längst nicht ausschließlich von der Kairoer al-Azhar ausgehend, sondern von Duisburg-Marxloh und Köln-Ehrenfeld. Es lebe das politische Hymen und das dieser Membran entsprechende textile, kopfbedeckende Jungfern- oder Ex-Jungfern-Häutchen, Feridun Zaimoğlu nennt es Schamtuch. Das Tuch auf eben jenem weiblichen Haar, das im orthodoxen Islam immer ein wenig nackter sein muss als das männliche Haar.

Das Hymen ist die in einer rituellen Vergewaltigung (islamische Hochzeitsnacht) mit dem angeblich männlichsten aller Körperteile zu zerstörende Membran, deren unzeitgemäßes Einreißen das Kalifat zum Einsturz bringen würde, weshalb die türkischstämmigen Mädchen von Brüdern und Tanten auf Schritt und Tritt zu kontrollieren sind. Die unverschleierten Mädchen sind in dieser Logik Schlampen ehrloser (islamverweigernder) Familien, die man zum Üben benutzen kann sprich zum Sex, fallweise auch erzwungen.

Bei der Religionsausübung fällt auf, dass Männer und Frauen getrennt – meistens räumlich getrennt – beten. Quellen der muslimischen Frühzeit belegen, dass das zu Lebzeiten des Propheten nicht der Fall war. Im Hof des Propheten wurde gemeinsam gebetet, die Männer vorne und die Frauen dahinter.

Wir sollen uns also verstärkt dem prophetischen Vorbild zuwenden, den Gefährten des Muḥammad? Zur Lösung der gescheiterten Integration für alle Kölner Kamelle und eine Prise ʿaṣr as-saʿāda, Zeitalter der Glückseligkeit? Die Kamelle bitte nicht nur koscher, sondern ḥalāl.

Seit Jahrzehnten haben die neidischen Reaktionäre Allahs auf den technologischen und kulturellen sprich zivilisatorischen Fortschritt des nichtmuslimischen Teils der Menschheit mit dieser „Rolle rückwärts“ reagiert, mit der Politikwerdung der Bewunderung der ʿaṣr as-saʿāda (vgl. türkisch saadet). Das ist durchaus orthodox, da nur die Nachahmung (taqlīd) der orthopraktischen Vorgaben der Autoritäten deiner Rechtsschule (maḏhab) dich, vielleicht, aus der ewigen Verdammnis retten kann und ein anderes Vorbild für Gottgefälligkeit und Sittlichkeit als das vom Propheten gelebte durch nach Großmufti Mustafa Cerić aus Sarajevo „unveränderliche und unverhandelbare“ Scharia verboten ist, wie er in »The challenge of a single Muslim authority in Europe« klarstellt.

Dort ordnet Cerić an: „Die Scharia ist das ewige Prinzip, auf dessen Basis wirklich jede Generation von Muslimen das Recht und die Pflicht hat, ihre Urteile über Gut und Böse aufzubauen sowie, zeitangepasst und erfahrungsabhängig, richtig und falsch zu benennen. … Das persönliche Glaubensbekenntnis (aš-šahāda. Schahada) und die gemeinschaftsbezogene Sitten- und Pflichtenlehre (aš-šarīʿa, Scharia) müssen in der Anwendung der Führerschaft (al-imāma. Imamat) ihren Ausdruck finden. Dieses Führertum, dieses Imamat ist der menschengemäße Weg der Selbstzucht und dienstlichen Treue den Werten und Gütern der Zivilgesellschaft gegenüber (16).“

Europas halbbewusst säkularisierte Christen wie Kuschel, Lemmen und Miehl glauben ja vielleicht, mit ihrem Trialog ein Vertiefen spiritueller Kultur zu erzielen, der wesentlich handfestere Großmufti redet von der geheiligten islamischen Statthalterschaft, vom Sonderrecht. Als hochrangiger orthodoxer muslim betreibt Mustafa Cerić die Rechtsspaltung Europas.

Wie erwähnt kooperiert die als gemeinnützig anerkannte Christlich-Islamische Gesellschaft ganz bewusst mit Mustafa Cerić vom in Dublin ansässigen radikalislamischen ECFR. Ob das denn wirklich so anerkennenswert gemeinnützig ist, mögen die folgenden Worte des Bosniers erhellen, die der bei Jörg Lau zu findenden »Declaration Of European Muslims« entstammen. Für alle muslimūn Europas, so heißt es da (interkulturell, trireligiös), soll künftig das islamische Personenstandsrecht gelten: „Es gilt, den Weg für das Muslimische Recht im Bereich des Personenstandsrechts freizumachen, beispielsweise ein implementiertes Muslimisches Familienrecht zu gewährleisten (17).“

Wir wollen das natürlich nicht, wir wollen ein einheitliches, säkulares Recht für alle, für alle Männer und Frauen jeder Nichtreligion, Ex-Religion oder Religion, und deshalb haben wir dem orthodoxen sprich politischen Islam des bosnischen Großmuftis Einhalt zu gebieten. Sein frauenentrechtendes Kalifat möge Cerić nicht in Deutschland aufbauen dürfen und hoffentlich auch nicht in Bosnien.

Diffus orakelt Melanie Miehl über menschenrechtliche namentlich frauenrechtliche Misstände des Islam, die angeblich allesamt unislamischer Herkunft seien. Die Kölner Katholikin verwendet den angeblich frauenfreundlichen Koran und die fehlerfreie Urgemeinde gegen allerlei ebenso angeblich erst in späteren Jahrhunderten in den Islam eingedrungenes Unrecht.

Mit diesem Lobgesang auf den reinen, makellosen Ur-Islam schafft man sich unter radikalen Muslimen vermutlich keine Feinde. Den nichtmuslimischen oder muslimischen Islamkritikern macht Melanie Miehl ziemlich schuldhaft das Leben beziehungsweise Überleben schwer. Die wie zufällig mit dem Parteiprogramm der an Necmettin Erbakan orientierten türkischen Saadet Partisi (Partei der Glückseligkeit, Parteizeitung: Millî Gazete) bestens kompatible Koranverehrung geht weiter:

Insgesamt gibt es also aus dem Koran heraus eine religiöse Gleichwertigkeit der Geschlechter. Daraus leitet sich aber keine Gleichberechtigung der Geschlechter ab. An das männliche und weibliche Geschlecht sind unterschiedliche Anforderungen und Erwartungen hinsichtlich der Lebensführung geknüpft.

Sehr geehrte Frau Miehl, zum 01.07.1958 ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland das Letztentscheidungsrecht des Ehemannes in allen Eheangelegenheiten ersatzlos gestrichen worden.

Gerät Koranfreundin Melanie Miehl bei der Schwärmerei für das Medina-Modell Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland als aus dem Blick? Da heißt es

»(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.«

Das ewig reichlich willkürlich bleibende, keine Rechtssicherheit bietende Islamische Recht ist schlicht verfassungswidrig. Ach, und was hat das Dritte Reich doch nicht alles für „Erwartungen hinsichtlich der Lebensführung geknüpft“ (Miehl)? Knüpfen klingt ja so niedlich, verspielt und kreativ.

Der Islam hat die Frau überhaupt erst zum Rechtssubjekt gemacht.

Falsch, es war die arabische Unternehmerin Ḫadīğa bint Ḫuwaylid („Chadidscha“), die dem fünfzehn Jahre jüngeren Karawanenführer den Heiratsantrag machte. Der Erwählte schaffte diese Möglichkeit nach dem Tode seiner Frau allerdings ab, auf Anordnung Allahgottes, wie er es nannte. Sehr geehrte Frau Miehl, Sie sollten Ihre Islamstudien intensivieren.

Als eigenständiges Rechtssubjekt ist die Frau nicht länger ein Objekt, das gehandelt, als Braut verkauft wird. … Der Koran schafft auch den Brautkauf ab, der im vorislamischen Arabien üblich war.

So ein Unsinn, die Frau kann ohne Heiratsvormund nicht heiraten. Islamwissenschaftlerin Miehl verschweigt uns ferner den walī muǧbir. Oder sie kennt den wali Mudschbir nicht, es gibt schließlich sehr unkundige Ausbilder von Islamwissenschaftlern und folglich oft noch unbrauchbarere Islamwissenschaftler. Vielleicht möchte Europa aber betrogen werden und hat Interesse am Einkauf möglichst dummer Islamwissenschaftler, die sich als Referent vulgo Mietmaul risikolos auf kirchlichen oder kommunalen Bühnen platzieren lassen. Es verwundert wenig, wenn der vom Erdöleinkäufer finanzierte islamwissenschaftliche Minnesänger die Schönheiten des Korans preist und die Wahhabiten gleich mit.

Allerdings ist die Rechtsfähigkeit der Frauen im Vergleich zu der des Mannes in bestimmen Bereichen eingeschränkt. So gibt es die Regelung, die es einer Frau untersagt, einen islamischen Staat zu führen.

Genau. Durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht abgedeckt, auch nicht durch Artikel 4 Religionsfreiheit.

Daneben wird zum Beispiel die Zeugenaussage einer Frau vor Gericht anders gewertet als die eines Mannes. Das lässt sich aber nicht als eine Abwertung der Frau verstehen, sondern muss in einem komplexen System islamischen Rechts gesehen werden und lässt sich daraus erklären.

Halbe Aussage vor Gericht, das bedeutet, lax gesprochen, halbe Portion. Das iranische Blutgeld (diyya, pers. diyye) beziffert den geringeren Wert des Weibes, die Ayatollahs kennen den Islam. Frau Miehl bewertet diese Bewertung allerdings falsch, der Islam wertet die Frau emotional und eben auch rechtlich ab und wir dürfen beides nicht zulassen.

Was Ehe und Scheidung angeht, ist es wichtig zu wissen, dass das islamische Eheverständnis ein anderes ist als etwa das katholische.

Talaq, talaq, talaq (18). Und die Verstoßene kann, sofern der Bio-Clan sie zurücknimmt bzw. leben lässt, einen Mann geringeren Ansehens heiraten. Andernfalls kann sie als Nutte leben, im Kalifat ist schließlich jeder nützlich, und sei es als schlechtes Beispiel.

Das muslimische Eheverständnis kommt eher an das protestantische heran. Luther hat ja die Ehe als weltlich Ding bezeichnet. Es geht um den Abschluss eines Vertrages.

Die islamische Ehe ist nicht nur Recht (aš-šarīʿa, Scharia), sondern die einzige sozial wie religiös akzeptierte Weise ehrbarer Sexualität. Die schariakonforme Familie, die islamische Ehe (an-nikkāḥ) und der vollzogene Koitus nebst nachfolgender Geburt eines Kindes nämlich vor allem eines Sohnes bilden den Nukleus des niḍām islāmī (türk. Nizam İslâmi), der einzig schützenswerten Lebensweise. Nur sie führt, vielleicht, in die ewige Gottesnähe.

Es stimmt, die Ehe ist ein von den männlichen Vertretern ausgehandelter Vertrag – dessen Verweigerung dich in die Höllenflammen führt. Die islamische Ehe als nicht der Religion zugehörig zu bezeichnen ist taqiyya, bewusste Lüge, und dient der daʿwa, der Islambewerbung. Im islām gibt es überhaupt keinen weltlichen Bereich! Seit der Zeit des im Jahre 1111 verstorbenen Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī, so dürfen wir sagen, ist jeder Bereich des menschlichen Zusammenlebens Teil der šarīʿa, auch der kleinste Handels- oder Kaufvertrag. Alles hat schariarechtliche Bedeutung, welche, erfährst du per fatwā, durch Koranlektüre oder vermittels bezogener Prügel.

Die Lebensweise der Nichtmuslime ist geheiligt herabzuwürdigen, ökonomisch nutzbar zu machen, ihre Umgangsformen und ihr Sexualverhalten sind aus Sicht der islamischen Orthodoxie sittlich geringeren Wertes.

[Der islamische Ehevertrag] Zum Beispiel die Frage, ob die Frau später noch eine Berufstätigkeit anstrebt, ob sie bereit ist, mit ihrem Mann in dessen Heimatland zu gehen. … Man darf nur nichts vereinbaren, was gegen den Islam an sich verstößt.

Deswegen haben wir das Standesamt erfunden, das die Gleichberechtigung der Frau garantiert. Deshalb werben wir für die standesamtliche Eheschließung und gegen die Ehe beim Guru, Imam oder Voodoo-Zauberer. Frau Miehl hat uns unterschlagen, dass die trennungswillige Muslima ihre Kinder verlieren wird, die gehören nach Islamischem Recht der Familie des Ehemannes. Außerdem darf die Muslima keinen Nichtmuslim heiraten, auch das ist in Deutschland schlicht verfassungswidrig.

Dieser Vertrag wird zwischen Braut und Bräutigam geschlossen oder zwischen dem Bräutigam und dem Vertreter oder Vormund der Braut. Es ist aber so, dass keine Frau gegen ihren Willen verheiratet werden darf, eine solche Ehe ist ungültig.

Das glauben islamverliebte Katholikinnen in Köln, das wissen Frauen in Malaysia besser und das schreibt das dortige Familienministerium folgendermaßen (19)

»1. Ist das Einverständnis der Braut in ihre Verheiratung erforderlich?

Ja, für jede Heirat ist das Einverständnis der Braut erforderlich. Bei einer noch nie verheirateten Frau (Jungfrau) kommt das Einverständnis von ihrem wali mudschbir [Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang].

2. Kann das jungfräuliche Mädchen durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden?

Ein jungfräuliches Mädchen kann durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden, soweit die eheliche Verbindung sekufu [standesgemäß] ist und sie für die Braut keine dharar [Beschädigung] ihrer syarie [schariarechtlichen Verpflichtungen] darstellt.

6. Wer ist wali mudschbir?

Wali mudschbir ist der biologische Vater des Mädchens oder der Großvater väterlicherseits.«

Soweit der malaysische Staat. Und soweit auch zum Text »Frauen und Islam (20).« Miehl ist Vorstandsmitglied der CIG und war von 2003 bis 2008 Vorsitzende des Koordinierungsrates der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland (KCID).

Jacques Auvergne

(1) Großmoschee Köln, Giordano an Schäuble. »Mir macht Angst, dass Sie so viel Verständnis haben«, FAZ vom 02.03.2008

http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E1F862BCA7EB24552AD27D6444ADF83B8~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(2) Da heult der Wolf, bei Muhsin Yazicioğlu

http://www.muhsinyazicioglu.org/

(3) Das Chamäleon der Islamisierung: Herbert Krawinkel, Nichtfreimauerer (?) und Ganzgroßimam (?) Mohammed Salim Abdullah; Preisverleiher an die nach Einfluss gierenden Dhimmis

http://www.burks.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=2273&view=previous&

(4) Muhammed Salim Abdullah = Herbert Abdullah Krawinkel. Wikipedia Diskussion

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Muhammad_Salim_Abdullah

(5) „Antiimperialist und Antirassist“ Rolf Wischnath verteidigt den geheiligten Mord des Genfer Reformatoren an Michel Servet im Jahre 1553. Zum islamkompatiblen Calvin-Kult des Jahres 2009. Jacques Auvergne

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/05/23/121/

(6) Gudrun Eussner. Zu: Christian Troll

http://www.eussner.net/artikel_2007-04-03_20-01-29.html

(7) Islamischer Wali Mudschbir plus islamisches Heiratsalter = islamische Ehe = Islam. Bericht zu Afghanistan von Theresa Schäfer: »Kinderbräute erwartet oft die Ehehölle«, Stuttgarter Zeitung vom 16.07.2009, man beachte den ausgezeichneten Kommentar von marti

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2129147_0_6120_-zwangsehen-in-afghanistan-kinderbraeute-erwartet-oft-ehehoelle.html

(8) Islamic FGM. Indonesiens islamrechtlich vorgeschriebene Mädchenbeschneidung

http://www.asianoffbeat.com/default.asp?display=1435

(9) Kinder fehlinformieren mit einem angeblich toleranten Andalusien: „Toledo kann überall sein … im mittelalterlichen Toledo leben jüdische, christliche und muslimische Bürger friedlich zusammen.“

http://www.mlks.marl.de/kubucha/abraham/06/pressedok.html

(10) Kuscheln mit dem Scharia-Islam: Karl-Josef Kuschel. Der Tübinger Schariafreund und Professor auf Deutschlandtournee, im Programm das Evangelium des Trialogs: »Kinder Abrahams. Konsequenzen für Juden, Christen und Muslime in Europa«

http://www.c-eichert.de/a/index.php?go=vo001.php

http://www.gcjz-minden.de/0339bc99960ea5804/0339bc9b300f1ca01/index.html

http://www.salvatorianerinnen.de/terminsache/details/?no_cache=1&tx_activitycal_pi1[eventid]=3

(11) Der Kopftuchprofessor. Kuschel billigt Fereshta Ludin. Kuschel pro Lehrerinnenkopftuch. Das Kopftuch sei ein „privates religiöses Symbol“, Deutschlands Kinder hätten die „Andersheit anderer Kulturen“ zu erlernen

http://www.phil.uni-sb.de/projekte/imprimatur/1998/imp980502.html

(12) Goldene Kette, Golden Chain

http://naqshbandi.org/chain/names.htm

(13) Abdessalaam Yassine

http://www.yassine.net/en/mishkate/pages/YOChapterDetailPage.aspx?BookID=15&isBook=OK&ChapterID=1&Lang=4

(14) Einen kleinen Kran für den lieben Iran

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,353161,00.html

(15) Eberhard Schaetzing: Ekklesiogene Neurose

http://de.wikipedia.org/wiki/Ekklesiogene_Neurose

(16) »The challenge of a single Muslim authority in Europe«, Mustafa Cerić: „The sharı¯’ah is the perpetual principle on the basis of which each and every generation of Muslims has the right and the duty to make judgments about good and evil, right and wrong, in the context of its time and space in accordance with its own experience. … The personal confession of faith (the shaha¯dah) and the collective moral commitment (the sharı¯’ah) must find expression in the practical function of leadership (the ima¯mah) as the human way of discipline and loyalty to the common good of civil society.“

http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

(17) Mustafa Cerić (DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS) will die Rechtsspaltung Europas, für alle Muslime soll islamisches Personenstandsrecht gelten: „opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.“ Dank an Jörg Lau

http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

(18) talaq

http://www.islamic-sharia.org/divorce-talaq/talaq-bain.html

(19) Malaysia. Wali Mujbir (guardian)

1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

6. Who is a Wali Mujbir?

Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.

http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=eng

(20) Melanie Miehl: »Frauen und Islam«, Seminar Islam in der Arbeitswelt, 10.-14.12.2001

http://www.migration-online.de/beitrag._cGlkPTIzJmlkPTM0MzE_.html