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Appell der Familien von 26 zum Tode verurteilten politischen Aktivisten an Ban Ki-moon

Juli 18, 2013

Bittgesuch der Familien der 26 zum Tode verurteilten politischen Häftlinge!

An Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen

Eure Exzellenz, sehr geehrter Herr Ban Ki-moon,

hiermit erhalten Sie einen schmerzreichen Brief jener 26 Familien, deren Kinder seit langer Zeit Exil, Gefängnis oder die aufgezwungene Ferne zu Haus und Heimat erleiden mussten, denen die ihnen zustehenden Rechte vorenthalten worden sind und denen lange Zeiten der Isolationshaft auferlegt worden sind. Entweder ist ihnen erst gar kein Rechtsanwalt zu ihrer Verteidigung gestellt worden oder ihre Rechtsanwälte haben keine Redeerlaubnis bekommen oder gegen die Inhaftierten ist die willkürliche und erfahrungsgemäß meist ausweglose Anklage der “Moharebeh” (Krieg gegen Allah oder Seinen Statthalter bzw. Staat) erhoben worden, für Letztgenannte es nach der Scharia vier Arten der Bestrafung gibt: Hinrichtung, Abtrennen von Hand und Fuß gegenüberliegender Körperseite, Exil oder Gefängnis. Vielen dieser Gefangenen ist gleichzeitig Haftstrafe, Hinrichtung und Exil auferlegt worden. Einige von ihnen sind durch Kugeln verletzt worden oder haben Teile ihres Körpers verloren.

Die Namen der 26 Inhaftierten lauten:

Hamed Ahmadi, Jamshid Dehqani, Jahangir Dehqani, Kamal Mollaii, Seddiq Mohammadi, Hadi Hoseini, Loqman Moradi, Zanyar Moradi, Shahram Ahmadi (dessen Bruder, Bahram Ahmadi, am 27.12.2012 hingerichtet wurde, obwohl er zum Zeitpunkt seiner Verhaftung jünger als 18 Jahre alt war), Mohammad Yavar Rahimi (dessen Bruder, Asqar Rahimi, am 27.12.2012 hingerichtet wurde), Mukhtar Rahimi, Bahman Rahimi, Poorya Mohammadi, Mohammad Qaribi, Farzad Shah Nazari, Poorya Qaderifard, Jamal Seyed Moosavi und Loqman Amini.

Die Genannten verbüßen ihre Gefängnisstrafe im als Radschai Schahr bekannten Gohardascht sowie im Qezel Hesar. Beide Gefängnisse befinden sich in der Stadt Karadsch. Obwohl ihre alt gewordenen Mütter nicht zu Besuchen kommen können, verlagern die Behörden die Inhaftierten nicht in ihre Heimatstädte. Erst vor wenigen Tagen besuchte die 67-jährige Mutter eines dieser Häftlinge ihre Söhne Shahram und Bahram Ahmadi und musste erleben, dass ihr nicht mitgeteilt worden war, dass die Behörden ihren Sohn Bahram bereits am 27. Dezember 2012 umgebracht und beerdigt hatten. Als ihr die Justizvollzugsbeamten im Besucherzimmer mitteilten, dass nur Shahram da sei und dass sie Bahram ein halbes Jahr eher hingerichtet hätten, brach sie zusammen und muss seit nun zwölf Tagen in intensivmedizinischer Versorgung verbringen, während die Ärzte sagen, dass sie aufgrund des erhaltenen Schocks ihr Gedächtnis verloren haben könnte. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus all dem Schmerz und Leid der 26 Familien. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass wir mehrere Briefe an Präsident Ahmadinedschad sowie an Staatsführer Chamene’i geschrieben haben, die aber ohne Ergebnis geblieben sind.

Wir bitten Sie darum, Briefe an die Iranischen Behörden zu schreiben, insbesondere an den künftigen Präsidenten Rohani, der versprochen hat, die politischen Gefangenen freizulassen, und alle Verantwortlichen auf diese Weise dazu aufzufordern, die Todesstrafe gegen diese 26 Menschen fallen zu lassen und sie so bald wie möglich freizulassen, damit sie zu ihren Familien zurückkehren können.

Mit freundlichen Grüßen

Die Familien der 26 Gefangenen, denen die Todesstrafe droht

15. Juli 2013

Ebenfalls veröffentlich beim Internationalen Komitee gegen Hinrichtung (ICAE) am 15.07.2013

icaes.international@gmail.com

http://noexecutions.blogspot.de/

Plea of the Families of 26 Activists Who Have Been Sentenced to Death!

To Ban Ki-moon, Secretary General of the United Nations

Secretary General of the United Nations,

Receive the painful letter of these families whose children have been in exile, jail, and away from family and home, have been deprived of their legal rights, and have been in solitary confinement for long periods of time. They either have not had a defense attorney, or their attorneys have not had the permission to speak, or they have faced baseless charges of “moharebeh” (war against God or state), for which there are 4 kinds of punishments: execution, cutting hand and leg in opposite directions, exile, and prison. These prisoners are given jail terms, execution sentences, and exile at the same time. Some of these prisoners have been wounded by bullets and have lost some parts of their body.

The names of these 26 people are as follows:

Hamed Ahmadi, Jamshid Dehqani, Jahangir Dehqani, Kamal Mollaii, Seddiq Mohammadi, Hadi Hoseini, Loqman Moradi, Zanyar Moradi, Shahram Ahmadi (whose brother, Bahram Ahmadi, has been executed 27.12.2012, while he was under 18 at the time of arrest), Mohammad Yavar Rahimi (whose brother, Asqar Rahimi, was executed 27.12.2012), Mukhtar Rahimi, Bahman Rahimi, Poorya Mohammadi, Mohammad Qaribi, Farzad Shah Nazari, Poorya Qaderifard, Jamal Seyed Moosavi, and Loqman Amini.

These people are serving their jail terms in Rajai Shahr and Qezel Hesar prisons, and because their elderly mothers are not able to go for visits, the authorities will not even transfer them to their own cities. A few days ago, when a 67-year-old mother of one of these prisoners went to visit Shahram and Bahram Ahmadi, she had no news that her son Bahram was executed on 27 December 2012, and had been buried by the authorities. When officers of the visiting room said only Shahram was there and that they had executed Bahram 6 months ago, she got a stroke and for the last 12 days has been under intensive care, and doctors have said that she might lose her memory because of the shock she has received. This is a small fraction of pain and suffering of the families of these prisoners. We need to mention that we have written a few letters to Mr. Ahmadinejad and the leader of Iran, but gotten no results.

We ask you to write letters to the Iranian authorities, especially to the new president who has promised to free political prisoners, and ask them to cancel the death sentence of these prisoners and free them as soon as possible, so that they can come back to their families.

Sincerely

Families of 26 Prisoners Facing Execution

15 July 2013

Also published by the International Committee against Execution, ICAE 15.07.2013

icaes.international@gmail.com

http://noexecutions.blogspot.de/

Aufruf an alle Humanisten

Juli 14, 2013

An alle mitfühlenden und solidarisch denkenden Menschen weltweit!

Von Mina Ahadi am 11. Juli 2013. Erstveröffentlicht in englischer Sprache auf der Seite Rowzane sowie bei Maryam Namazie. Dem Originaltext vorausgehende, unautorisierte Übersetzung ins Deutsche und Hinzufügung der Quellen von Edward von Roy.

Dieses Foto zeigt ein hübsches junges Paar, Ali Mahin Torabi und seine Ehefrau, die von der Türkei aus einen sicheren Ort auf der Welt suchen, zu dem sie ziehen können.[1]

Ali war im Iran zum Tode verurteilt worden. Im Jahr 2001, er war damals erst 16 Jahre alt, fragte er einen Mitschüler, warum er denn so spät dran wäre. Die Stimmung unter den Schülern war an diesem Tag wohl bereits angespannt, es kam zu Wortgefecht und Rauferei, andere Schüler mischten sich handgreiflich ein. Der Mitschüler wurde durch einen Messerstich schwer verletzt, für den Ali verantwortlich gemacht und angeklagt wurde. Aus dem Gefängnis rief er mich an und sagte mit kindlicher Stimme: Liebe Mina, sagen Sie den Leuten in Deutschland, dass sie verhindern müssen, dass Ali hinerichtet wird. Alle Menschen, die zum Tode verurteilt sind, haben die starke Hoffnung und Erwartung, dass ihnen jeder hilft, der jetzt davon weiß. Und wirklich, als dieser Fall erst im Iran in den Medien publik gemacht worden war und als danach sogar ein weltweiter, heftiger Protest gegen die geplante Hinrichtung begann, reichte diese gemeinsame Anstrengung aus, um Alis Leben zu retten.

Dieses Bild zeigt Zaniar (oder Zanyar) Moradi, der in einem der schlimmsten iranischen Gefängnisse überleben muss, im Gohardascht genannt Radschai Schahr in der Stadt Karadsch.[2]

Er und sein Cousin Loghman (oder Loqman) Moradi sind für die – angebliche! – Ermordung des Sohns des Freitagspredigers von Marivan angeklagt worden, des Klerikers Shirzadi. Zaniar war zum Zeitpunkt der Verhaftung erst 17 Jahre alt. Der ungeklärte Mord geschah im Juli 2009. Marivan liegt ganz im Westen des Iran, unmittelbar an der Grenze zum Irak und in einem von kurdischer Bevölkerung geprägten Gebiet. Im Dezember 2010 verurteilte Zweigstelle 15 des Teheraner Revolutionsgerichts die beiden Cousins aufgrund der iranischen Straftatbestände „Feindschaft gegen Gott“ (enmity against god, moharebeh ba khoda) und „Verderbenstiften auf Erden“ (corruption on earth, efsad-e fel-arz) zum Tod durch Erhängen. Unter der Folter gestand er.

Zaniar Moradi erlitt durch die Folter schwere Rückenverletzungen, aufgrund derer er nicht mehr gehen kann. Die Behörden verweigerten ihm den Arztbesuch. Die Gefängniswärter sagten ihm, dass er doch sowieso bald hingerichtet werden würde und dass es deshalb nicht mehr von Nutzen sei, ihn noch zu einem Arzt zu lassen. In einem Interview mit italienischen Reportern, das live vom Gefängnis aus übertragen wurde, sagte er: Lasst nicht zu, dass sie mich umbringen, ohne dass meine Wünsche erfüllt sind – ich will leben. Jeder in Italien, der das anhörte und anschaute, war tief berührt und weinte. Ein italienischer Reporter schrieb: Die Geschichte Italiens ist in zwei Teile gespalten, einen Teil bevor Zaniars Stimme gehört wurde und einen Teil danach.

Zaniar ist einer von vielen Hundert politischen Gefangenen, die im Gohardascht-Gefängnis eingesperrt und zum Tode verurteilt sind. Mittlerweile sind es ungefähr 1400 Gefangene, die im berüchtigten Radschai Schahr auf die Todesstrafe warten, vielfach aufgrund der – echten oder angeblichen – Vergehen Drogenbesitz oder Mord. Nach unseren neuesten Informationen vom sechsten Juli haben die Behörden und Verantwortlichen alle 1400 Häftlinge darauf hingewiesen, dass sie in den nächsten sechs Monaten hingerichtet werden sollen.

Dieses Bild zeigt den zwanzigjährigen Ibrahim Arnavaz, der am letzten Samstag hingerichtet wurde, am siebten Juli 2013.[3]

Er war Sportler und hatte nach seiner Verhaftung mehrfach seine Unschuld beteuert. Unglücklicherweise erfuhren wir erst nach der Hinrichtung von diesem Fall. Ibrahim Arnavaz war einer der 98 Menschen, die im Iran innerhalb der letzten zwanzig Tage hingerichtet worden sind. Heute möchte ich jedem verdeutlichen, dass er, indem er diese Informationen verbreitet und unsere Protestkampagne unterstützt, wirklich mehreren Menschen das Leben retten kann.

Das Internationale Komitee gegen Todesstrafe verurteilt die Welle der Hinrichtungen, die seit der Präsidentschaftswahl Rohanis den Iran überschwemmt. Wir appellieren an Sie, alles in Ihren Möglichkeiten Stehende zu tun, um das Morden zu beenden.

Es vergeht kein einziger Tag, ohne dass mich die Verurteilten aus dem Gefängnis anrufen und um Hilfe bitten, damit sie nicht umgebracht werden. Jeder Mensch auf der Welt kann von seinem Ort aus etwas tun, um ihnen zu helfen. Wir rufen alle Menschen dazu auf, mit uns gegen die Todesstrafe und gegen die verantwortlichen iranischen Behörden zu protestieren.

Mina Ahadi

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

Internationales Komitee gegen Steinigung

0049 (0) 1775692413

minnaahadi@gmail.com

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http://notonemoreexecution.org/

http://ex-muslime.de/

Q u e l l e n

[1] This is a picture of a nice young couple. This is Ali Mahin Torabi and his wife, in Turkey who are looking for a safe place to move to. (hier bei: Rowzane)

http://rowzane.com/html/%D9%85%D9%86%D8%AA%D8%AE%D8%A8-%D8%B3%D8%B1%D8%AF%D8%A8%DB%8C%D8%B1/%D9%85%D9%87%D9%85%D8%AA%D8%B1%DB%8C%D9%86-%D8%B1%D9%88%DB%8C%D8%AF/762-mina-ahadi-to-all-caring-people-around-the-world.html

Ali Mahin Torabi (ein Bild von: Guardian, hier bei: GulfNews)

http://gulfnews.com/polopoly_fs/1.1005068!/image/2869401713.jpg_gen/derivatives/box_475/2869401713.jpg

I was in custody for 28 days and during that time, I endured all kinds of torture and beatings. They beat me so hard that finally I confessed to something I had not done.

aus: Iranian talks about seven years on death row

in: Guardian News & Media Ltd, 07.04.2012 (ein Artikel von Saeed Kamali Dehghan, Erstveröffentlichung s. u.)

http://gulfnews.com/news/region/iran/iranian-talks-about-seven-years-on-death-row-1.1005009

Iranian who spent seven years on death row tells of ordeal. Von Saeed Kamali Dehghan, Guardian 27.03.2012

http://www.guardian.co.uk/world/2012/mar/27/iranian-death-row-tells-ordeal

[2] als kurdischer politischer Gefangener im Todestrakt des Gefängnisses Radschai-e Schahr: Zanyar Moradi (hier bei: International Campaign for Human Rights in Iran)

http://www.iranhumanrights.org/wp-content/uploads/zanyar_moradi1.jpg

rechts: Zanyar Moradi, links im Bild sehen wir seinen Cousin Loghman Moradi (hier beim Blog: Persian2English)

http://persian2english.com/wp-content/uploads/2012/03/zL.jpg

rechts: Zanyar Moradi, links im Bild sehen wir seinen Cousin Loghman Moradi (hier beim Blog: Persian2English)

22.10.2011 – The death sentences against Loghman Moradi and Zaniar Moradi, two members of Iran’s Kurdish minority have been upheld by the Supreme Court. They could now be executed at any time.

Zaniar (or Zanyar) Moradi and Loghman (or Loqman) Moradi were sentenced to public hanging on 22 December 2010 by Branch 15 of the Tehran Revolutionary Court. They have been convicted of “enmity against God” (moharebeh) [Anm.: der Täter ist ein mohareb, a warrior against God] and [spreading] “corruption on earth” [Anm.: efsad-e fel-arz; der Täter ist ein Mofsed-e fel-Arz] for allegedly murdering the son of a senior cleric in Marivan, Kordestan province, north-eastern Iran, on 4 July 2009. They have also been convicted of participating in armed activities with Komala, a Kurdish opposition group. The trial reportedly lasted 20 minutes but the two men appealed the sentences.

A 12 October 2011report stated that the Supreme Court had upheld the verdicts. According to information, Loghman and Zaniar Moradi have been verbally notified of the Supreme Court’s decision. Amnesty International is investigating reports suggesting that Zaniar Moradi was 17 at the time of his arrest.

Zaniar Moradi and Loghman Moradi were arrested respectively on 1 August 2009 and 17 October 2009 in Marivan. They were held by the Ministry of Intelligence for the first nine months of their detention, when no charges of murder were brought against them. They were moved several times between detention facilities and, at or around the beginning of December 2010, were finally transferred to Section 4 of Raja’i Shahr Prison in Karaj, northwest of Tehran.

Loghman and Zaniar Moradi then wrote a letter in which they stated that during their interrogation session by the Ministry of Intelligence they were forced to “confess” to the allegations of murder after being tortured for a period of 25 days and threatened with rape. Both men were denied access to adequate medical treatment.

Gefunden bei: Mesopotamische Gesellschaft, Mezopotamian Development Society

http://www.mesop.de/2011/10/23/so-where-is-the-protest-of-the-german-left-party-who-smiles-with-the-mullahs-amnesty-international-iranian-kurds-at-risk-of-imminent-execution/

HRANA News Agency – Zaniyar Moradi, the political prisoner who is sentenced to death was transferred to hospital due to medical treatments related to his diseases but without completing the process he has been moved back to quarantine of Rajaie Shahr prison in Karaj.

According to a report by Human Rights Activists News Agency (HRANA), Zaniyar Moradi the political prisoner in ward 12 of Rajaie Shahr prison was transferred to Sina hospital to get treatments for hernia and issues related to knee and his back.

He has transferred back to prison on Saturday at 11:30 right after the hernia surgery, however, the doctors emphasized he needs to be under medical supervision because of the surgery and continuation of medical treatment related to his knee and back.

One of the prisoners in Rajaie Shahr prison said to HRANA correspondent that “Zaniyar has been beaten when he returned to prison by a warder whose name is Daftari and because he has been beaten severely one of his stitches torn. Then Zaniyar has been transferred to quarantine ward of Rajaie Shahr prison which is one of the dirtiest wards of this prison and there is no news about Zaniyar till now.”

“The warder who was beating Zaniyar and formed dossier for Zaniyar to send him to confinement cell, tried one more time to beat Zaniyar in Summer 2010 but the other prisoners mediated and did not let him to do it”, he continued.

The political prisoners of ward 12 believe that the warder revenged Zaniyar.

Zaniyar Moradi is accused of killing Memari and Hajeer Ibrahimi, the sons of Marivan Friday’s prayer Imam by collaboration of his cousin Loghman Moradi.

They have refused all charges several times before.

Quelle: Human Rights Activists News Agency (HRANA)

https://hra-news.org/en/zaniyar-moradi-was-transferred-to-confinement-in-quarantine-ward

auf Italienisch, ebenfalls bei HRANA

E’ stato operato d’ernia, ma subito dopo, nella giornata di sabato scorso, è stato riportato in carcere, benché i medici avessero sottolineato che il decorso post-operatorio dovesse svolgersi sotto controllo medico e che le terapie al ginocchio e alla schiena dovessero continuare. … Zanyar Moradi è condannato a morte per l’accusa di avere ucciso, in collaborazione con suo cugino Loghman Moradi (anch’egli condannato a morte), Memari e Hajeer Ibrahimi, i figli dell’Imam della preghiera del venerdì di Marivan (città della provincia del Kurdistan iraniano). Sia Zanyar che Loghman Moradi hanno più volte respinto tutte le accuse.

http://www.iranhr.it/sospese-le-cure-ospedaliere-a-prigioniero-politico-condannato-a-morte-e-ritornato-in-carcere/

Mamousta Mostafa Shirzadi, der Freitagsimam und Vater des in Marivan Ermordeten Saadi. Julias Blog übersetzt dazu:

Die Angehörigen von Loghman und Zanyar erklärten gegenüber Rooz, dass die Geständnisse konstruiert und unter Gewaltanwendung erzwungen worden seien.

Zanyar und Logman Moradi bestätigten dies in einem im Gefängnis verfassten Schreiben. Ihre Geständnisse seien unter Folter erzwungen worden, die Verhörbeamten hätten ihnen mit “sexueller Vergewaltigung” gedroht, erklärten sie. …

Zanyars Vater Eghbal Moradi sagte dazu gegenüber Rooz: “Unsere einzige Hoffnung ist, dass der Freitagsprediger dem Druck der staatlichen Sicherheitsorgane nicht nachgibt. Mamousta Shirzadi weiß besser als jeder andere, wie sein Sohn umgebracht wurde. Wir glauben, dass er hier in ein politisches Spiel geraten ist. Er weiß, dass Zanyar und Loghman unschuldig sind, und ich hoffe, dass er sich daran erinnert.”

http://englishtogerman.wordpress.com/2012/02/08/todesurteile-gegen-zanyar-und-loqman-moradi-der-freitagsprediger-konnte-sie-retten/

Der Vater von Zanyar Moradi, Eghbal Moradi berichtet dem Iran Human Rights Documentation Center (IHRDC)

I am Eghbal Moradi. At the moment I reside in Iraqi Kurdistan. I have been working with Kurdish political parties for 33 years. I am also the father of Zanyar Moradi, who is currently a political prisoner sentenced to death in Iran. In the past I was one of the officials of the Komala movement. … I heard the news of Zanyar’s arrest 10 to 15 days after I was attacked by a terrorist group affiliated with the Islamic Republic within the borders of Iraq. I was wounded severely by the attack. The government of the Islamic Republic itself tried to assassinate me with the help of terrorist groups it had in Iraqi Kurdistan. Since they were not successful in their attack, I knew that they would somehow hurt my family in order to retaliate out of fear that I would take some action against the terrorists they had sent to kill me. Unfortunately, Zanyar was with my parents in Iran at the time, and 10 to 15 days after I was wounded Zanyar was arrested by the Intelligence Ministry Office in Sanandaj. … I was arrested in Sanandaj, where I was a student at the time. After I had been in prison for 5 or 6 years without being charged, Khomeini announced a public amnesty and fortunately I was one of those amnestied, otherwise I would have been executed. There were about 13 or 14 of us and we were all from Marivan. … I was in captivity for 5 or 6 years in Orumiyeh, Sanandaj, Marivan, and Tabriz. Eghbal Moradi, December 21, 2011

http://www.iranhrdc.org/english/publications/witness-testimony/1000000115-witness-statement-of-eghbal-moradi.html#.UeN4SKxc06A

Der Oberste Gerichtshof hat die gegen Loghman Moradi und Zaniar Moradi verhängten Todesurteile bestätigt. Den beiden iranischen Kurden droht nun jederzeit die Hinrichtung.

Loghman Moradi und Zaniar Moradi waren am 22. Dezember 2010 in einem Berichten zufolge 20-minütigen Prozess von der 15. Kammer des Revolutionsgerichts in Teheran zum Tod durch Erhängen verurteilt worden. Das Gericht hatte die beiden Kurden der „Feindschaft zu Gott“ (moharebeh) und der „Verdorbenheit auf Erden“ schuldig gesprochen, weil sie am 4. Juli 2009 in Marivan, einer Stadt in der im Nordosten des Landes gelegenen Provinz Kurdistan, den Sohn eines hohen Geistlichen ermordet haben sollen. Darüber hinaus hatte das Gericht die beiden Männer für schuldig befunden, in bewaffnete Aktivitäten der kurdischen Oppositionsgruppe Komala verwickelt gewesen zu sein. Loghman Moradi und Zaniar Moradi legten Rechtsmittel ein, die jedoch laut einer Meldung vom 12. Oktober 2011 vom Obersten Gerichtshof abgewiesen wurden. Es hieß, die beiden Männer seien mündlich über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs informiert worden. Amnesty International geht derzeit Berichten nach, denen zufolge Zaniar Moradi zum Zeitpunkt seiner Festnahme erst 17 Jahre alt gewesen sein soll.

Zaniar Moradi und Loghman Moradi waren am 1. August beziehungsweise 17. Oktober 2009 in Marivan festgenommen und anschließend neun Monate lang vom Geheimdienstministerium in Haft gehalten worden. Während dieser neun Monate ist keine Anklage wegen Mordes gegen sie erhoben worden. Beide Männer wurden mehrfach in verschiedene Hafteinrichtungen verlegt, bevor man sie schließlich etwa Anfang Dezember 2010 in Trakt 4 des in Karaj nordwestlich von Teheran gelegenen Gefängnisses Raja’i Shahr einwies. Von dort schrieben sie einen Brief, in dem sie ausführten, während ihrer Vernehmung durch Angehörige des Geheimdienstministeriums zu dem „Geständnis“ gezwungen worden zu sein, den Sohn des Geistlichen ermordet zu haben. Zuvor, so Zaniar Moradi und Loghman Moradi, in ihrem Schreiben, seien sie 25 Tage lang gefoltert und mit Vergewaltigung bedroht worden. Keiner der beiden Männer wurde angemessen medizinisch versorgt.

amnesty international, 19. Oktober 2011

http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-307-2011/iranischen-kurden-droht-hinrichtung

Die Mutter von Zanyar Moradi bittet das Regime, ihren Sohn nicht hinzurichten. Kurdisch mit persischen Untertiteln. Mother of Zanyar Moradi asks that the regime in Iran not execute her son. Kurdish w Farsi subs

http://www.youtube.com/watch?v=5wLct7j1cSI&feature=player_embedded

Auch MISSION FREE IRAN setzt sich für die Freilassung von Zanyar & Loghman Moradi ein

http://missionfreeiran.org/2013/01/09/tweetstorm-to-stop-the-execution-of-zanyar-loghman-moradi/

http://missionfreeiran.org//?s=Moradi

[3] der Athlet Ibrahim Arnavaz, hingerichtet am 7. Juli 2013 in der nordiranischen Stadt Rascht (Resht), Provinz Gilān (hier als Foto gefunden auf: facebook)

https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-prn1/p480x480/933901_10151442287492132_980872307_n.jpg

Athlet Ibrahim Arnavaz (hier als Foto bei: Maryam Namazie)

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/files/2013/07/ebrahim-11.jpg

(hier bei: Freedom Messenger – Ghasedane Azadi)

https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash4/p480x480/999815_10151468459102271_76816158_n.jpg

To all caring people around the world!

This is a picture of a nice young couple. This is Ali Mahin Torabi and his wife, in Turkey who are looking for a safe place to move to.[1]

Ali had been sentenced to death. In 2001 when he was 15 years old he asked a fellow student at his school why he was late. As they started to fight, Ali’s fellow student got stabbed by a knife and Ali was convicted for it. He called me from prison and said with a childish voice: Dear Mina, tell the people of Germany that they have to prevent Ali from getting executed. People who are sentenced to death penalty have an expectation that everyone who knows about the case shall help them. Since this was broadcasted in Iran and across the world a massive protest began and thanks to that Ali is still alive.

This is a picture of Zaniar Moradi who is in one of Iran’s worst prisons, The Rajaie Shahr in Karaj.[2]

He and Loghman Moradi were arrested in charge of murder of a religious leader’s son (Marivan). He confessed during the torture. He got a serious back injury from the torture and now he can’t walk. The authorities denied him hospitalization. The prison guardians told him that he will be executed anyway so it was no use for him to go to the doctors. In an interview with Italian reporters which was broadcasted live from prison he said: Don’t let me get killed without my wishes getting fulfilled, I want to live. Everyone who saw this in Italy where very touched and cried. A reporter in Italy wrote: The history in Italy got divided into two parts, one before they heard Zaniar’s voice and one after.

Zaniar is one of many political prisoners who are sentenced to death in The Rajaie Shahr. Meanwhile there are approximately 1400 prisoners in the same prison who are convicted to death, possession of drugs and murder. According to recent news from the sixth of July, that we received, the authorities have warned all 1400 prisoners that they will be executed within six months.

This is a picture of Ibrahim Arnavaz who was 20 years old and got executed last Saturday the seventh of July 2013.[3]

He was an athlete and at several times he said that he was innocent. Unfortunately we got aware of this case after the execution. He was one of the 98 persons who have been executed the last 20 days in Iran. Hereby I want everyone to realize that when you spread information, help and protest you can save several lives.

The International Committee Against Execution condemns the massive wave of executions after Rohani’s presidential election and we are urging you to do whatever you can to prevent the killing.

There is not one single day that the convicts don’t call me from prison and ask for help so they don’t get killed. What can we do to help them? We are asking all human beings to protest against death penalty and the authorities.

Mina Ahadi

2013-07-11

Mina Ahadi

The International Committee Against Execution, ICAE

The International Committee Against Stoning, ICAS

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Neue Hinrichtungswelle im Iran

November 16, 2012

Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

Internationales Komitee gegen Steinigung

24. November 2012: Internationaler Tag des Protests gegen den Tsunami von Hinrichtungen im Iran

In einem weiteren Tsunami von Hinrichtungen hat das Islamische Regime des Iran in den letzten zwei Wochen 57 Menschen umgebracht.

Am 11. November erhielten wir die Nachricht, dass 35 Menschen im Wakilabad-Gefängnis Maschhad hingerichtet worden waren, darunter ein 21-Jähriger und vier Afghanen, unter ihnen ein Menschenrechtsaktivist. Am 13. November wurden im Gohardascht-Gefängnis acht Menschen hingerichtet. Am 14. November wurden drei Menschen in Arak öffentlich hingerichtet sowie ein Häftling im Gefängnis von Redscha’i Schahr. Zurzeit warten 3.000 Menschen, viele davon sind noch jung, im Todestrakt iranischer Gefängnisse. Oft dienen Drogenhandel oder vergleichbare Straftaten als Vorwand für diese Morde.

Andere sind in Haft während der Folter getötet worden, darunter Jamil Sowaidi in Ahvaz und der Blogger Sattar Beheshti. In dieser Woche wurde Beheshti im Beisein bewaffneter Sicherheitskräfte begraben. Seine Familie ist wirksam davon abgehalten worden, am Begräbnis teilzunehmen und ist unter Druck gesetzt worden, keinen Kontakt zu den internationalen Medien aufzunehmen. Politische Gefangene, die mit Beheshti inhaftiert waren, haben gemeinschaftlich einen Brief verfasst, mit dem sie seine schrecklichen Folterspuren beglaubigen. Unlängst berichtete der Vater des Todeskandidaten Zanyar Moradi, dass sein Sohn wieder gefoltert wird, zeitgleich berichtet Arbeiteraktivist Shahrokh Zamani in zwei aus dem Gefängnis heraus geschmuggelten Briefen über die entsetzlichen Foltern, die er und andere Häftlinge erlitten haben. Die Misshandlung von weiblichen Gefangenen, darunter Nasrin Sotudeh, ist ebenfalls vor Kurzem in den Medien hervorgehoben worden. Einige Regierungsfunktionäre sprechen davon, die Hinrichtungen zu intensivieren.

Die Hinrichtungen und Ermordungen in Haft haben zum Ziel, die Öffentlichkeit einzuschüchtern und den gesellschaftlichen Protest, der insbesondere aus der Wirtschaftskrise, der weitverbreiteten Armut und der Gegnerschaft zur Regierung entsteht, zu unterdrücken.

Das Internationale Komitee gegen die Todesstrafe hat den 24. November 2012 (ein Samstag) als Tag des internationalen Protests gegen Hinrichtungen und für die Freilassung der politischen Gefangenen im Iran bestimmt. Beteiligen Sie sich an diesem Tag des Protests, um Aufmerksamkeit für diese staatlich organisierten Morde zu erzeugen und die Hinrichtungen zu stoppen. Schreiben Sie einen Protestbrief, beteiligen Sie sich an Aktionen und Demonstrationen an Ihrem Wohnort, führen Sie Solidaritätsaktionen durch … alles Mögliche, dass dazu hilft, unserer gemeinsamen Stimme gegen Hinrichtungen und Folter Gehör zu verschaffen.

Mina Ahadi

Internationales Komitee gegen die Todesstrafe

Internationales Komitee gegen Steinigung

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24 November

International Day of Protest against tsunami of executions in Iran

In another tsunami of executions, the Islamic regime of Iran has executed 57 people in the last two weeks.

On 11 November, we received news that 35 people had been executed in Vakilabad Prison in Mashad, including a 21 year old and 4 Afghans (one of whom was a human rights campaigner). On 13 November, 8 were executed in Gohardasht prison. On 14 November, 3 were publicly executed in Arak and 1 was executed in Rejaee Shahr Prison. Currently, 3,000 people, many young, are on death row in Iran. The pretext for these killings is often drug trafficking or similar offences.

Others have been killed under torture whilst in custody, including Jamil Sowaidi in Ahvaz and blogger Sattar Beheshti. Beheshti was buried in the presence of armed security forces this week. His family was effectively prevented from holding his funeral and were put under pressure not to contact international media. Political prisoners who were with Beheshti have written a joint letter attesting to his heinous torture marks. Death row prisoner Zanyar Moradi’s father recently reported that his son is again being tortured in prison whilst labour activist Shahrokh Zamani recently reported on the horrific tortures he and others have faced in prison via two letters smuggled out from prison. The maltreatment of women prisoners, including lawyer Nasrin Sotoudeh, has also recently been highlighted in the media. There is talk of stepping up executions from some officials.

The executions and deaths in custody are meant to intimidate the public and stifle social protests, particularly given the economic crisis and widespread poverty and opposition to the regime.

The International Committee against Executions has designated Saturday 24 November as an international day of protest against executions and for the release of political prisoners in Iran. Join this day of protest to bring attention to and stop the state-sponsored killings. Write a protest letter, joining actions and rallies in your city of residence, carry out acts of solidarity… anything that will help raise our voices in unison against the executions and torture.

Mina Ahadi

International Committee against Execution

International Committee against Stoning

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

http://notonemoreexecution.org

http://stopstonningnow.com/wpress/