ختان الإناث
ḫitān al-ināṯ,
islamische Frauenbeschneidung.
Islamic FGM
Genitalverstümmelung an Frauen
ist auch im größten muslimischen
Staat der Erde eine Alltäglichkeit
Von Jacques Auvergne, 20. Januar 2007
Muslimische Massenverstümmelungen an kleinen Mädchen in aller Öffentlichkeit, Blut und Schreie auf den Schulhöfen der Stadt Bandung, die mit drei Millionen Einwohnern der viertgrößten Stadt Indonesiens ist. Das klingt so verstörend, dass man es zunächst nicht glauben möchte.
FGM in Indonesien! Das ist selbst uns neu, die wir uns seit knapp zwei Jahrzehnten mit dem Thema Genitalverstümmelung an Frauen ausgiebig befasst haben. Indonesien praktiziert Großgruppen‑Beschneidungsaktionen in öffentlichen Einrichtungen wie Gebetssälen oder Grundschulen.
Ist das erst seit heute bekannt? „Akte Islam“ schreibt am heutigen Tage von der indonesischen Variante jener brutalen und archaischen Praxis, die wir normalerweise in der Sahelzone zwischen Senegal und Somalia vermuten würden mit Schwerpunkten wie Mali und Sudan.
Waris Dirie und Ayaan Hirsi Ali berichteten aus den ostafrikanischen Kulturen der Frauenbeschneidung. Vereine wie Forward, Intact, Tabu, Wadi und die Organisation terre des femmes, Personen wie Rüdiger Nehberg oder Thomas von der Osten-Sacken (Nord-Irak) leisteten wichtige und weltweit anerkannte Arbeit an der Abschaffung der FGM, journalistisch immer wieder beispielsweise von Alice Schwarzer (EMMA) unterstützt.
Die Verbreitung der FGM nach Nordosten hin schien im Jemen und Oman zu enden. Dann aber wurde dank der Arbeit des Vereins Wadi die Frauengenitalverstümmelung der nordirakischen Kurden der Weltöffentlichkeit bekannt – diese Tatsache war bis dahin selbst unter Völkerkundlern und Irak‑Experten unbekannt. Aber Indonesien?
Auch in Südostasien scheint es zum Thema Beschneidung weiblicher Genitalien „untold stories“, unerzählte Geschichten zu geben.
Was ist bis heute bekannt?
„Akte Islam“ ist es wohl, der das Verdienst gebührt, das traurige Thema der indonesischen islamischen FGM endlich im deutschen Sprachraum bekannt zu machen.
Chronisch geleugnet:
Der Islam und die FGM
Im November 2006 entschied die für den sunnitischen Islam höchste Autorität genießende „Universität“, die Kairoer Al‑Azhar, dass weibliche Genitalverstümmelung nicht mit dem Islam zu vereinbaren sei. Was wohl auch nicht ganz ernst gemeint ist, denn die Millionenstadt Kairo praktiziert täglich die FGM in Form der ägyptischen Klitoridektomie. Wollte die Al‑Azhar die kulturelle Moderne beschwichtigen oder will sie die Genitalverstümmelung wirklich abschaffen? Dass muss sie unter Beweis stellen, man darf gespannt sein. In den vorausgegangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten hielten Gelehrte der Azhar FGM sehr wohl für erlaubt oder gar für ehrbar. Seit 2007 ist FGM in Ägypten bei Strafe verboten (Wikipedia), doch wird, wie islamisch üblich, alles die familiären Angelegenheiten Betreffende nicht der staatlichen Deutung überlassen. Weshalb abzuwarten ist, ob das Verbot messbare Auswirkungen haben wird: Ob die Zahl der Klitorisamputationen an den kleinen Mädchen im muslimischen Kairo sinken wird.
Zum Prozentsatz der betroffenen indonesischen Mädchen und Frauen lässt sich die ungeheuerlich hohe Zahl „96“ nennen: Akte Islam zitiert Sara Corbett, die am heutigen Tage in der New York Times („A Cutting Tradition“) die Weltöffentlichkeit auf dieses ausgesprochen islamische Thema hinweist: 96 Prozent der Familien mindestens im Großraum Bandung und wahrscheinlich im gesamten West‑Java gaben an, ihre Töchter spätestens im Alter von 14 Jahren der grausamen Prozedur auszuliefern. In West Java (Jawa Barat), das erst im 15. und 16. Jahrhundert islamisiert wurde, rechnen sich 94 % der Bewohner dem Islam zu (unter Jawa Barat bei Wikipedia).
Der Zusammenhang von Islam und FGM wird von Muslimen wie Islamfreunden nahezu täglich ganz aufgeregt geleugnet. Richtig ist, dass FGM vorislamisch ist und damit teilweise von Polytheisten und ebenso auch von Christen praktiziert wurde. Seit Jahrhunderten jedoch ist FGM ein Problem der islamisierten Gebiete der Erde, weshalb wir die Autoritäten dieser Religion aus ihrer Verantwortung für dieses Brauchtum nicht entlassen möchten. Viele lokale islamische Autoritäten befürworten die Frauenbeschneidung. Wir werden sehen, dass das in Indonesien nicht anders ist als im Gebiet zwischen Senegal und Somalia.
Die Assalaam‑Foundation
Die islampädagogische und islamsozialarbeiterische Assalaam-Foundation ist es, die seit einiger Zeit die Organisation und Durchführung der Massenverstümmelungen an Indonesiens Mädchen organisiert und verantwortet. Grundschulen verwandeln sich vorübergehend in Operationssäle, Schultische in Operationstische. Es fließt, ganz professionell, kaum Blut.
Die in West-Java im Großraum Bandung tätige Assalaam-Foundation wurde im Jahre von Ustman Al‑Aydarus gegründet, der bereits seit 1942 ein Kinderheim für Waisen und Kinder mittelloser Familien betrieben hatte. Es folgten die Einrichtung von Gebetsräumen und die Gründungen von als erfolgreich und elitär geltenden Schulen: Grundschule (Elementary School) 1958, Junior High School 1973, Senior High School 1989.
Heute ist es Syarief Muhammad Al‑Aydarus, der Sohn des Schulgründers, der die „Friedens‑Stiftung“ Assalaam-Foundation leitet, die mittlerweile die Organisation von Pilgerfahrten nach Mekka anbietet, Gebetstreffen für Frauen durchführt, eine Beratungsstelle für Erbschaftsangelegenheiten sowie eine kinderpsychologische Beratungsstelle betreibt. Ein Krankenhaus mit Krankenwagen und Rettungsdienst sowie die ständige Durchführung von Sprachkursen des Arabischen runden die Arbeit der islamischen Stiftung ab, die vielseitige, selbstbewusste und gläubige Persönlichkeiten erziehen will und in Bandung hohe Anerkennung zu genießen scheint. Und dann gibt es natürlich die Beschneidungsriten in Großgruppen für alle Kinder beiderlei Geschlechts, eingeleitet und abgeschlossen mit einem „feierlichen“ islamischen Gebet. Der Konformitätsdruck lässt nicht zu, dass sich jemand diesem Ritus verweigert. Die Anwesenheit eines Arztes sowie eines Geistlichen wird zusätzlich dazu beitragen, an der „Notwendigkeit“ der Genitalmutilation keinen Zweifel aufkommen zu lassen.
Massenbeschneidungen an Mädchen sind mittlerweile Markenzeichen der Assalaam‑Foundation und werden im besonders im Geburtsmonat des Propheten durchgeführt. Zeitgleich zur blutigen Mädcheninitiation im April des Jahres 2007 wurden in einer Nachbarschule hundert Jungen beschnitten. Islamische Pädagogik, islamische Sozialarbeit?
Vermutlich sollte die Menschheit auf universelle Pädagogik und universalistische Sozialarbeit Wert legen, so lange jedenfalls, bis islamische Staaten wie der weltweit bevölkerungsreichste in der Lage sind, dem sexualmagischen Tun solcher „islamisch‑caritativer“ und „islamisch‑erzieherischer“ Organisationen wie der Assalaam‑Foundation eine Ende zu bereiten. Dank frommer Sponsoren und ehrenamtlichen Einsatzes ist die Mädchenbeschneidung kostenfrei.
In der islamischen Bevölkerung von Bandung und West‑Java hält sich der Glaube, dass Mädchenbeschneidung genau so ehrenhaft und gottgefällig sei wie die (ebenfalls vormoderne) Jungenbeschneidung. Salam heißt Frieden und der Name des religiös inspirierten Vereins lässt sich mit Friedens-Gesellschaft oder Stiftung für den Frieden übersetzen.
Lukman Hakim
Der Beauftragte für Soziale Dienste der Assalaam‑Stiftung heißt Lukman Hakim und ist ganz begeistert von FGM. Die Operation diene dem sexuellen, sozialen und seelischen Wohl der Mädchen. Dafür nennt der fromme Muslim drei Gründe.
Zum ersten werde die FGM die Libido des Mädchens stabilisieren.
Zum zweiten werde das Mädchen oder die Frau in den Augen ihres Ehemannes als viel schöner erscheinen.
Zum dritten werde die Psyche des Mädchens ins Gleichgewicht gebracht.
Der Photographin Stephanie Sinclair wurde es im April 2007, dem Lunarmonat der Geburt des Propheten dann auch gerne gestattet, die Großgruppenbeschneidungen an Mädchen zu dokumentieren.
Sinclair wurde Zeugin, wie eines Sonntag morgens mehr als zweihundert Mädchen an ihren Genitalien beschnitten wurden, viele davon anscheinend erst vier Jahre alt.
Zaghaft beginnt im größten muslimischen Land der Erde eine vorsichtige Diskussion darüber, ob Mädchenbeschneidung zweckmäßig sei. Kenner des Landes meinen, dass sich ohne einen Bann seitens der höchsten islamischen Autoritäten Indonesiens an der alltäglichen Praxis nichts ändern werde. Ein Anfang Oktober 2006 (intact-network.net) bekannt gewordener und wohl bis heute noch nicht offiziell verabschiedeter Gesetzesentwurf soll medizinischem Personal die künftige Mitarbeit an den Massenbeschneidungen untersagen, doch wird die FGM ohnehin überwiegend von Menschen durchgeführt, die das „traditionelle Beschneidungshandwerk“ gelernt haben oder geburtshelferisch ausgebildet sind.
Indonesiens Mädchenbeschneidungen werden 2007, ähnlich wie in Afrika und dort so seit Jahrhunderten üblich, technisch ausschließlich von Frauen und weiblichen Helfern durchgeführt. Auch das ist von Bedeutung: Dass Frauen an Frauen dieses grausame Initiationsritual ausüben. Wenn die gesamte kulturell‑religiöse Einbettung dieses Rituals auch klar patriarchalischen Zwecken dient.
Die Schwere der Verstümmelung variiert regional sehr. Während in einigen Teilen Indonesiens eine eher rituelle Ritzung der Klitorishaut oder auch zusätzlich der Klitoris mit einem Messer oder Skalpell üblich ist, während in manchen Dörfern und Städten ein mit einem Nadelstich erzeugter „sinnzeichenhafter Tropfen Blut“ fließen muss, um das Geschlechtsorgan sexualmagisch und im Sinne einer Initiation „zu reinigen“, so wird in anderen Landesteilen Hautgewebe oder auch zusätzlich gleichzeitig Klitorisgewebe amputiert, dass „die Größe einer Bohne“ oder „die Größe eines Nadelkopfes“ hat. Jedenfalls wird aus der als „problematisch aufgeladenen“ Klitorisregion „etwas herausgeschnitten“. Dazu benutzen die Operierenden zumeist eine Schere und Desinfektionsmittel.
Die Mädchen müssen beschnitten sein, so will es die Mehrheit sowohl der muslimischen Indonesier als auch der islamischen lokalen Gemeinschaften (intact-network, 4.10.2006). Den Umfragen nach betrachteten 2007 noch 82 % der Familien ein „Schneiden“ als sittlich angemessen (New York Times, 20.01.2008). Auch die Forderung nach operativer Entfernung von intaktem genitalem Körpergewebe in der Volumengröße „eines Samenkorns einer Guave“ oder eines „Viertels eines Reiskorns“ hält sich im Islam von Generation zu Generation.
Ob auch etwas mehr weg geschnitten werden darf? Das ist wohl zu vermuten. Der bildhafte und nicht nur bei Verwendung einer Schere zugleich bezeichnend widersinnige Ausspruch von der Größe „eines Viertels eines Reiskorns“ scheint mir aus dem fatwaproduzierenden Milieu augenzwinkernder Männerbündler zu stammen und erinnert ein wenig an die Sache mit der Frage nach dem korangemäßen Prügeln der widerspenstigen Ehefrau: „Ja, aber nur ein wenig und nicht ins Gesicht und mit einem Hölzchen groß wie ein Zahnstocher.“ Eben augenzwinkernd: Es mag so oder auch anders sein. So viele Zahnstocher werden dann im entscheidenden Augenblick nicht auffindbar sein. Das ist dann Kismet.
Von Klitoridektomie, wie sie in Ägypten, dem Urlaubsziel der ebenso sonnenhungrigen wie gleichgültigen Mitteleuropäer üblich ist, ist der New York Times aus dem Indonesien des Jahres 2007 nichts bekannt. Nichts oder noch nichts?
Frau Sri Hermiyanti vom Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Jakarta spielt die Unschuldige. Dr. Hermiyanti hält die „rituelle Reinigung“ der Mädchengenitalien für harmlos und bedauert im selben Atemzug, dass in Indonesien doch leider zumeist auch eingeschnitten oder sogar genitales Gewebe weg geschnitten wird. Sie weiß genau, dass immer ein wenig Blut fließen muss, verteidigt derartige archaische Sexualmagie und verschweigt das Umfunktionieren der Schulbänke in Operationstische ebenso wie die die Schmerzensschreie der Mädchen.
Beobachter der Gruppe „Population Council“, die Indonesiens Regionen vor 2003 bereist haben, berichteten sehr wohl von einer gelegentlichen Durchführung der Klitoridektomie.
Laut „Forward Germany“, „terre des femmes“ oder „Norddeutsche Mission“ soll FGM ebenso wie in Indonesien auch in Malaysia vorkommen.
Jacques Auvergne
Quellen zur
Beschneidung weiblicher
Genitalien
Die Opfer: Acht Photographien von Stephanie Sinclair
http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html
Die Täter: Die islamische Assalaam-Foundation
http://www.assalaambdg.or.id”/
Wikipedia
deutsch
http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien
englisch;
Wort FGC etwas bevorzugt gegenüber FGM
http://en.wikipedia.org/wiki/Female_genital_cutting
französisch;
Landkarte: klar „Indonesien nicht betroffen“
http://fr.wikipedia.org/wiki/Mutilations_g%C3%A9nitales_f%C3%A9minines
FGM und Islam, Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Vorkommen_im_Islam
FGM in Indonesien:
Akte Islam am 20.01.2007
http://www.akte-islam.de/3.html
New York Times am 20.01.2007
Australian Islamist Monitor:
http://www.islammonitor.org/index.php?option=com_content&task=view&id=540&Itemid=0
cirp.org Australia:
http://www.cirp.org/news/smh01-13-04/
FGM in Kurdistan:
Wadinet
http://www.wadinet.de/projekte/frauen/fgm/studie.htm
http://www.wadinet.de/wadiev/presse/spiegel/16-06-06_diepresse.htm
FGM in Somalia
Intact
http://www.intact-network.net/
Verein Tabu
Target (Rüdiger Nehberg)
http://www.target-human-rights.de/HP-00_aktuelles/index.php
FGM auch in Indonesien und Malaysia
Forward Germany
http://www.forward-germany.org/index.php?page=weibliche_beschneidung
Norddeutsche Mission, human aktiv in Ghana und Togo
http://www.norddeutschemission.de/Dokumente/Genitalbeschneidung.htm
terre des femmes
http://www.frauenrechte.de/tdf/pdf/fgm/EU-StudieFGM.pdf
Schlagwörter: Assalaam Foundation, FGM Islam, Genitalverstuemmelung, Islamische FGM, khafd, Klitorisbeschneidung, Lukman Hakim, Mädchenbeschneidung, Schafiiten, schafiitisch, Tradition der Beschneidung, unbeschnitten
Januar 23, 2008 um 11:12 vormittags
Vielen Dank für Ihren informativen Artikel.
Ich möchte hinzufügen, dass Ihr Artikel über FGM und Islam, wie Auvergne sagt: “(…) richtig ist, dass FGM vorislamisch ist und damit teilweise von Polytheisten und ebenso auch von Christen praktiziert wurde. Seit Jahrhunderten jedoch ist FGM ein Problem der islamisierten Gebiete der Erde, weshalb wir die Autoritäten dieser Religion aus ihrer Verantwortung für dieses Brauchtum nicht entlassen möchten. Viele lokale islamische Autoritäten befürworten die Frauenbeschneidung. Wir werden sehen, dass das in Indonesien nicht anders ist als im Gebiet zwischen Senegal und Somalia.”
… jedoch insofern irreführend sein KÖNNTE, als dass er nahelegt, dass heutzutage ausschließlich Muslime FGM praktizieren. Dies ist nicht der Fall. In Tansania etwa praktizieren sowohl Muslime, Christen als auch Angehörige anderer afrikanischer Religionen FGM, bei keiner der Gruppen spielt die religiöse Rechtfertigung aber eine große Rolle. Die Mehrzahl der Muslime, Christen und Angehörige anderer afrikanischer Religionen Tansanias praktiziert überhaupt nicht.
FGM und der Islam stehen in einem komplizierten Verhältnis, weil es eine sogenannte hadith, eine Geschichte über den islamischen Propheten, gibt, in der er an einer Beschneidung vorbeikommt und in etwa urteilt “schneid nicht zu viel ab”. Diese hadith wird von den meisten muslimischen Gelehrten als nicht authentisch angesehen, was vor allem mit dem ÜBerlieferungsweg der Geschichte zu tun hat. Selbst wenn man sie als authentisch ansehen würde, gäbe es verschiedene Deutungen bzgl. der Anweisung. Es besteht keine Einigung, ob das Schneiden nach der Aussage des Propheten eine Pflicht, eine Ehre oder gar nicht erwünscht ist. Zudem hat die Theologie des Islams theoretisch die erfreuliche Eigenschaft, dass die Gläubigen selbst in der Pflicht stehen, die verschiedenen Rechtsgutachten der Religionsgelehrten zu beurteilen und auszuwählen, an welche sie sich halten. Denn es gibt theoretisch kein hierarchisches top-down Verfahren wie etwa im Katholizismus.
Im Alltag von muslimischen Praktizierenden etwa in Tansania werden solche theologischen Konstruktionen wohl nur selten eine Rolle spielen. Hier geht es eher um die lokale Autorität des Rechtsgelehrten vor Ort. Dies kann man aber nur bedingt “dem Islam” und “den Muslimen” vorwerfen, wie man Katholiken die anti-Kondom Politik des Vatikans vorwerfen kann. Der einzelne muslimische Gläubige steht in einem viel loseren Zusammenhang zu Taten, die im Namen seiner Religion ausgeführt werden als dies Katholiken tun.
Mir ist klar, das den Autoren dieses Blogs diese Informationen bekannt sind. Ich wollte dies nur ergänzen, weil ich der Meinung war, das dieser Punkt ein wenig zu kurz gekommen ist. Und aus Pflichten muss man wegen dem von mir Gesagten natürlich niemanden entlassen.
mit freundlichen Grüßen
Mathis
September 26, 2008 um 10:40 vormittags
Danke für diesen ausgezeichneten Artikel. Auch mir war bevor ich auf euren Artikel stieß von FGM in Indonesien nichts bekannt.
Vielleicht interessiert euch dieser Link:
http://www.wadinet.de/wadiev/presse/spiegel/05-02-07_stopfgm.htm
Gruß
Anja Mevissen
September 29, 2008 um 2:02 nachmittags
Gerade fand ich diese Artikel beim Surfen, die beweisen, dass FGM auch in Europa und sogar in Deutschland illegal durchgeführt wird.
http://africa.reuters.com/wire/news/usnL0682244.html
http://www.emma.de/die_schnitte_die_die_lust_toeten_6_00.html
Oktober 31, 2008 um 11:16 vormittags
Zur weiblichen Beschneidung steht fest: FGM ist vor allem ein islamisches Übel.
Wir müssen die Masse des Problems im Auge behalten, die Millionen und Abermillionen islamischer Frauen und Mädchen.
Daß es Ausnahmen gibt, z.B. Äthiopien, oder ob FGM religiös bedingt ist, oder 5.000 Jahre alt ist – all dies sind Randthemen, die zur Lösung des Massen-Problems muslimischer Frauen und Mädchen nichts beitragen.
Entscheidend ist: der Islam hat FGM in 1.500 Jahren nicht abgeschafft. Die einfache Kontrollfrage für jeden ist: Wer trug und trägt FGM um die Welt? Waren es Muslime oder waren es Christen? Die Christen waren es nicht, die haben ja sogar die männliche Beschneidung abgeschafft.
Mfg CommSens
Juli 23, 2009 um 2:31 vormittags
Liebe Ümmühan Karagözlü,
die Schafiiten (Indonesien, Malaysia, kurdischer Irak) halten
die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) für islamische Pflicht,
Hanbaliten nennen sie selten verpflichtend und oft ehrenhaft und
Malikiten erachten die Mädchenbeschneidung für empfehlenswert.
Wichtig und erschreckend, die Fotos aus Indonesien (Java) von
Journalistin Sinclair über die Assalaam-Foundation. Wie viel intaktes
genitales Gewebe den Mädchen für die Gottheit Allah und für den
Weg ins Paradies denn wohl entfernt wird? Nur die so genannte
Klitoris-Vorhaut (Typ I, nämlich I a) oder doch ein Teil der Klitoris
(auch Typ I, eine Variante von der I b) oder die gesamte Klitoris
(wiederum ‘erst’ Typ I, leider auch I b der WHO-Klassifikation)?
http://german.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=3977
Abgesehen vom handwerklichen (Un-)Geschick der Verstümmlerin
und der vielleicht ja vorhandenen Idee: “Je mehr entfernt, desto
sauberer und ehrbarer ist das Mädchen!” der Mutter scheint mir
der WHO-Typ-I in Gefahr zu laufen, bagatellisiert zu werden.
Typ I der FGM nämlich KANN sehr wohl das komplette
Herausschneiden der Klitoris meinen (Alltag in Kairo).
://en.wikipedia.org/wiki/Female_genital_cutting#Type_I
://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Formen_des_Eingriffs
Deutsches Wiki leider seit Monaten sehr irreführend,
da in verschwommener Nähe zum Wort Klitoridektomie
(Durchklick, eigenes Wiki). Klitoridektomie ist die
(eben nicht teilweise (‘clitoral hood’), sondern) vollständige
Amputation der Klitoris, die englische Fassung vermengt
immerhin “die teilweise oder vollständige chirurgische
Entfernung der Klitoris”, beide Wikis sind hier noch
ausbaufähig, aber zum Überblicken brauchbar.
Die Wikis Klitoridektomie / clitoridectomy sind ok.
Einzig die Null-Toleranz-Politik ist für Menschenrechtsaktivisten oder Sozialarbeiter akzeptabel, die Wortwahl der Journalistin Kirsten Prestin (IPS, Quelle bei stop-mutilation.org s.u.) vom 25.02.2005 ist es nicht: “Ein kleiner Schnitt mit äußerst umstrittener Wirkung: Sunna, die mildeste Form der Genitalbeschneidung. In Somalia wird sie bereits vielerorts praktiziert.” “Bereits” klingt irgendwie nach Sonnenaufgang. Prestin spricht von einem “Minimaleingriff”. Frau Prestin, die BRD hat Körperverletzung strafrechtlich zu verfolgen, egal ob minimal, maximal oder normal.
Prestin ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) in Bonn: “Bei der milden Sunna wird die Klitorisspitze nur berührt beziehungsweise eingeritzt. Im Vergleich zur pharaonischen Beschneidung oder Infibulation ist dieser Eingriff harmlos und wenig schmerzvoll.” Ja und? Müssen wir deshalb in Somalia oder gleich weltweit das prekäre An- oder Einritzen der Klitoris mit Rasierklinge, Messer, Skalpell oder Glasscherbe kultivieren, um als “harmlos” sprich islamfreundlich zu gelten und zugleich das tolle Gefühl zu haben, etwas gegen die in Afrika vorkommende Amputation der inneren Schamlippen (WHO TYP II) oder die vor allem auch somalische pharaonische Beschneidung (Typ III) getan zu haben?
Sonst geht`s noch, Frau Pressereferentin Prestin? Sie dulden Skalpelle am (Jungen- und) Mädchengenital? Nein und nochmals nein, entweder wir kippen jede Ausformung der sexualmagischen Genitalchirurgie auf den Müllhaufen der Weltgeschichte, oder die noch mehr zerstörenden der geheiligten genitalen Verstümmelungen werden sich immer wieder einschleichen.
Die Frauenministerin der autonomen Provinz Puntland, Asha Gelle Dirie fordert die sofortige Abschaffung jeder Form weiblicher Genitalverstümmelung (FGM). Gut gemacht, Frau Ministerin, nur so und nicht anders geht es:
http://www.stop-mutilation.org/medien/0008.asp
Cees van der Duin
August 18, 2009 um 1:38 vormittags
MGM / FGM Indonesien zwischen Volksmagie und Islam
http://222.124.24.96/~zudha/file/BUKU%20-%20Genital%20Cutting.pdf
MEMRI Wahdan Zarrar FGM
Realität ist ein Fehler – - – das Altejungfernproblem
August 27, 2009 um 10:36 vormittags
Sara Corbett zitiert in ‘A Cutting Tradition’ (The New York Times, 20.01.2008) den indonesischen FGM-Befürworter Lukman Hakim,
FGM würde die Libido des Mädchens stabilisieren, die Frau in den Augen des Mannes schöner erscheinen lassen und ihre Psyche balancierend ausgleichen. Corbett:
According to Lukman Hakim, the foundation’s chairman of social services, there are three “benefits” to circumcising girls.
“One, it will stabilize her libido,” he said through an interpreter. “Two, it will make a woman look more beautiful in the eyes of her husband. And three, it will balance her psychology.”
http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=2&oref=slogin&ref=magazine&pagewanted=print
ÖGF (Österreichische Gesellschaft für Familienplanung), Dokumentation der Veranstaltung Weibliche Genitalverstümmelung (FGM), 8.5.2001
Excision (clitoridectomy): Benin, Burkina Faso, Cameroon, Central African Republic, Chad, Côte d’Ivoire, Djibouti, Ethiopia, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenya, Liberia, Mali, Mauritania, Niger (small part of the country), Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Tanzania, Togo, Uganda, Yemen.
Circumcision (sunna): The above mentioned countries plus Australia, Bahrain, parts of India, Indonesia, Malaysia, United Arab Emirates.
http://www.oegf.at/dokumente/fgm.pdf
April 8, 2010 um 11:10 nachmittags
FGM für die Rettung der Seele billigt die
As-Sunnah Foundation of America (ASFA)
Female circumcision (khifad, khafd) is the removal of a tiny piece of skin in the uppermost part of her genitals which resembles the crest of a rooster … Khifad for the woman is like khitan for the man and consists in removing a piece of skin the size of a rooster’s crest in the uppermost region of the genitals on top of the urine passage … And Allah knows best.
http://www.sunnah.org/msaec/articles/circumci.htm
Scheich Kabbani ist ein islamischer Gelehrter des traditionellen Mainstream-Islam, ein lebenslanger Verbreiter der Lehren von Frieden, Toleranz, Respekt und Liebe, welche die Botschaft des Islam darstellen.
A prominent scholar of mainstream, traditional Islam, Shaykh Muhammad Hisham Kabbani has spent his life spreading the teachings of peace, tolerance, respect and love that are the message of Islam throughout the world.
http://www.sunnah.org/about/shaykh_muhammad_hisham_kabbani.htm
Juli 30, 2010 um 10:42 nachmittags
warum schreibt ihr den islam die frauenbeschneidung zu,es ist mehr ein traditionelles problem als religiös,denn wenn es religiös wäre,so hätte man weltweit und auch in deutschland von den sogenannten radikalen muslime anwendung gefunden.und ich komme aus somalia und kenne diese sache sehr wohl(nicht beschnitten bin ich).männer müssen beschnitten werden und nicht frauen.also kommt mal klar und widmet euch der realität und der wahrheit als probaganda zu verbreiten.man sollte schon aus der geschichte gelernt haben.
Juli 30, 2010 um 11:56 nachmittags
Hallo Yasmin Mohamud,
ob Jungen oder Männer beschnitten werden sollen oder nicht, hat medizinische Gründe und kann ein Arzt (mit) entscheiden.
Wer richtig liest, ist klar im Vorteil. Der Artikel sagt ganz deutlich, “dass FGM vorislamisch ist und damit teilweise von Polytheisten und ebenso auch von Christen praktiziert wurde. Seit Jahrhunderten jedoch ist FGM ein Problem der islamisierten Gebiete der Erde”.
Viel Informatives steht hier bereits weiter oben im Kommentarbereich:
MGM / FGM Indonesien zwischen Volksmagie und Islam
http://222.124.24.96/~zudha/file/BUKU%20-%20Genital%20Cutting.pdf
MEMRI Wahdan Zarrar FGM:
Dr. Muhammad Wahdan, Dozent an der Kairoer Al-Azhar-„Universität“ und die Dozentin für Islamisches Religiöses Recht, will die Frauenbeschneidung, Frau Dr. Malika Zarrar ist gegen die FGM:
Realität ist ein Fehler – - – das Altejungfernproblem
Islamgelehrter pro FGM: “Ist die FGM ein Teil der Scharia oder nicht? … Aber islamrechtlich ist sie kein Verbrechen!”
Sara Corbett zitiert in ‘A Cutting Tradition’ (The New York Times, 20.01.2008) den indonesischen FGM-Befürworter Lukman Hakim, FGM würde die Libido des Mädchens stabilisieren, die Frau in den Augen des Mannes schöner erscheinen lassen und ihre Psyche balancierend ausgleichen. Corbett:
According to Lukman Hakim, the foundation’s chairman of social services, there are three “benefits” to circumcising girls.
“One, it will stabilize her libido,” he said through an interpreter. “Two, it will make a woman look more beautiful in the eyes of her husband. And three, it will balance her psychology.”
http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=2&oref=slogin&ref=magazine&pagewanted=print
In Indonesien, schafiitische Rechtsschule der Sunniten, gilt FGM als religiös verpflichtend. Die mädchenbeschneidende Assalaam-Foundation ist unter den Muslimen auf Java sehr angesehen.
http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html
http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html
Viele islamische Autoritäten fordern die Frauenbeschneidung (FGM), von der al-Azhar in Kairo bis hin zum Scheich Yûsuf al-Qaradâwî (“Eltern, die es als im Interesse ihrer Tochter bewerten”).
Wir wissen, dass die Frauenbeschneidung ständig verboten wird, bald von staatlichen, bald von islamischen Stellen, diese Verbote werden aber, gerade in Ägypten, ebenso rasch wieder aufgehoben, so dass kein vernünftiger Mensch das Märchen von der “islamisch verbotenen FGM” glaubt.
September 7, 2011 um 5:57 nachmittags
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Dtsch Arztebl 2006; 103(13): A-842 / B-716 / C-692
Heribert Kentenich, Isabell Utz-Billing:
Weibliche Genitalverstümmelung: Lebenslanges Leiden
(…) Aus menschenrechtlicher Sicht ist FGM ein Versuch, Frauen eine untergeordnete Stellung zuzuweisen, indem man sie mit einem Stigma versieht, das sie stets daran erinnert, dass sie „nur Frauen“ sind. Die Genitalverstümmelung verwehrt der Frau das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Die meisten Frauen mit FGM leben in 28 afrikanischen Staaten (39). Am häufigsten wird die weibliche Genitalverstümmelung in Somalia, dem nördlichen Sudan, Erithrea, Sierra Leone und Djibouti praktiziert (45). Der Sudan ist das einzige Land, in dem bisher Untersuchungen zur Häufigkeit von weiblicher Genitalverstümmelung durchgeführt wurden. Danach sind bis zu 90 Prozent der sudanesischen Mädchen und Frauen beschnitten (14). FGM kommt jedoch auch in den südlichen Teilen der arabischen Halbinsel, am Persischen Golf und in muslimischen Gemeinden in Indien, Malaysia und Indonesien vor (39). Zunehmend ist auch die Verbreitung unter Immigrantinnen in Europa, Kanada, Australien, Neuseeland und den USA (2, 43). Einer britischen Untersuchung zufolge waren 80 Prozent der Einwanderinnen aus Somalia, dem Jemen, aus Eritrea und Äthiopien „beschnitten“ oder wollten ihre Töchter „beschneiden“ lassen (5). …
Ägyptische Frauen berichteten, dass ihre eigene Beschneidung in 13 Prozent der Fälle von Ärzten durchgeführt wurde. Bei ihren Töchtern erfolgt sie bereits in 46 Prozent der Fälle durch ärztliches Personal.
Die „Medikalisierung“ der weiblichen Genitalverstümmelung ist umstritten. Auf der einen Seite kann sie die Komplikationen und eventuell auch das Ausmaß des Eingriffs reduzieren. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden beispielsweise im Sudan und in Somalia traditionelle Hebammen für die weibliche Genitalverstümmelung geschult (15, 41). Aus Kenia wurde über die Verteilung von prophylaktischen Antibiotika, sterilen Einmalrasierern und Tetanus-Impfungen bei betroffenen Mädchen berichtet. Diese prophylaktischen Maßnahmen senkten die Rate an frühen Komplikationen um etwa 70 Prozent (32). In Krankenhäusern im Sudan wurde die weibliche Genitalverstümmelung angeboten, jedoch nur der Typ I der FGM durchgeführt (30). In städtischen Regionen in Mali und Nigeria ist es inzwischen üblich, dass Krankenschwestern die „Beschneidung“ durchführen.
Auf der anderen Seite besteht durch die „Medikalisierung“ die Gefahr der Verharmlosung und der verzögerten Ausrottung der weiblichen Genitalverstümmelung. Die WHO verurteilte 1982 die Beteiligung von medizinischem Personal an der Genitalverstümmelung der Frau als unethisch. In den 1990er-Jahren schlossen sich verschiedene internationale Organisationen dieser Stellungnahme an (International Federation of Gynecology and Obstetrics 1994, American College of Obstetricians and Gynecologists committee opinion 1995). 1996 hat auch der Deutsche Ärztetag die Beteiligung von Ärztinnen und Ärzten an der weiblichen Genitalverstümmelung verurteilt. Derartige Praktiken seien berufsrechtlich zu ahnden, heißt es in einer Entschließung. Entsprechend wurde 1999 einem Berliner Arzt, der FGM durchführte, die Approbation entzogen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=50783
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Dezember 25, 2011 um 1:48 nachmittags
Dies fand ich beim Surfen
http://www.desertflowerfoundation.org/de/2011/06/26/indonesische-regierung-%E2%80%9Erechtfertigt%E2%80%9C-fgm-kritisieren-menschenrechtsaktivisten/
Juli 24, 2012 um 5:14 nachmittags
FGM Typ I und auch Typ II kann – muss nicht – die zusätzliche Klitoridektomie oder teilweise Klitoridektomie bedeuten; pharaonisch ist FGM Typ III.
Zur FGM Type IV (diverse Ritzungen, Einstiche, Verbrennungen usw.) ist die Gishiri (Gishri) zu rechnen, die in Nigeria und Niger bei den Volksgruppen der Haussa und Fulani praktiziert wird. Sie ist kein Initiationsritual, sondern ein (falsch verstandenes, schwer schädigendes) traditionelles Heilmittel.
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Female genital mutilation in Nigeria
M.U. Mandara
Department of Obstetrics and Gynaecology, Ahmadu Bello University Teaching Hospital, Zaria, Kaduna State, Nigeria
Received 13February 2003; received in revised form 30 May 2003; accepted 4 June 2003
Gishiri cut or ‘Yankan Gishiri’: This is a traditional surgical cut performed on any aspect of the vaginal wall using a razor blade, or a penknife. The commonest site is the anterior vaginal wall and less commonly the posterior and lateral walls. This is practiced commonly in parts of Northern Nigeria. Unlike female circumcision, Gishiri cut is performed commonly as ‘cure’ for a variety of ailments. These include obstructed labor, amenorrhea, infertility, pruritus vulvae and dyspareunia, among others.
http://uspace.shef.ac.uk/servlet/JiveServlet/previewBody/13604-102-1-27954/fgm.pdf
In the Hausa/Fulani region of Northern Nigeria and Southern Niger, “Gishiri” is the term for salt, for “tasty” and slang for the genitalia of both sexes. “Yankan” is the word for cutting, and “Yankan Gishiri” (cutting with salt) has been used for generations as a local remedy for all sorts of ailments and conditions
http://www.urogynics.org/2010/12/08/yankan-gishiri-cutting-a-home-remedy-cause-fistula-in-niger-and-nigeria/
Type IV
Type IV female genital mutilation encompasses a variety of procedures, most of which are self-explanatory. Two procedures are described here.
The term “angurya cuts” describes the scraping of the tissue around the vaginal opening. “Gishiri cuts” are posterior (or backward) cuts from the vagina into the perineum as an attempt to increase the vaginal outlet to relieve obstructed labour. They often result in vesicovaginal fistulae and damage to the anal sphincter.
There is no mention of removing only the clitoral hood as described by Dr. Nowa Omoigui.
While the clitoris is the analogue of the glans penis, it should not be assumed that it is innervated in the same way. The evidence is that the glans clitoris is far more sensitive than the glans penis, and that the nearest analogue to the clitoris in sensitivity is the male foreskin.
http://www.circumstitions.com/FGM-defined.html
Oktober 14, 2012 um 1:05 nachmittags
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Islamische weibliche Genitalverstümmelung (Islamic FGM) auf göttlichen Befehl und elterlichen Wunsch ist, wie dem Ethikrat, der Deutschen Bundesregierung und jedem Bundestagsabgeordneten inzwischen bekannt ist, der in Indonesien und Malaysia vorherrschenden schafiitischen Rechtsschule eine religiöse Pflicht und kommt auch bei den siebener-schiitischen Dawoodi Bohra im australischen Sydney vor sowie (letzte Quelle) bei bei den Dawoodi Bohra in Indien.
Zwei Mädchen, sechs und sieben, sollen genital verstümmelt worden sein, Scheich Shabbir Vaziri, eine Krankenschwester im Ruhestand und eine weitere Frau wurden verhaftet:
Police say a retired nurse and the leader of a religious sect are among four people arrested over the genital mutilation of two young girls in New South Wales.
An anonymous tip-off to the Department of Community Services sparked an investigation into the alleged mutilation of two girls, aged six and seven.
Police have arrested and charged a 68-year-old retired nurse, who they believe performed the procedures, a 56-year-old sheikh accused of hindering the investigation, and a 42-year-old man and 35-year-old woman.
aus: Four charged over genital mutilation of girls
ABC News 13.09.2012
http://www.abc.net.au/news/2012-09-13/four-arrested-over-genital-mutilation-of-girls/4260112
A Sydney sheikh has appeared in court in relation to the alleged genital mutilation of two children.
Sheikh Shabbir Vaziri, 56, who police sources say is part of a lesser-known branch of Islam, has been charged with two counts of accessory after the fact of female genital mutilation and hindering investigation of a serious indictable offence.
Police will allege the two girls had the procedure, which is also known as female circumcision, performed on them in NSW when they were aged six and seven within the past 18 months.
Police allege one mutilation was performed in Sydney; the other in another metropolitan area.
Mr Vaziri, who was arrested today, appeared in Burwood Local Court this afternoon and was granted bail.
Aus: Paul Bibby: Sydney sheikh in court over ‘female genital mutilation’
SMH – The Sydney Morning Herald 13.09.2012
http://www.smh.com.au/nsw/sydney-sheikh-in-court-over-female-genital-mutilation-20120913-25ubq.html
Police claim Sheik Shabbir Mohammed Bhai Vaziri told members of the Dawoodi Bohra community at Auburn to lie to police when they questioned them over the mutilations.
http://www.newenglishreview.org/blog_print_link.cfm/blog_id/43892
Time to protect girls from cruel side of culture
The Daily Telegraph September 14, 2012
http://www.dailytelegraph.com.au/news/opinion/time-to-protect-girls-from-cruel-side-of-culture/story-e6frezz0-1226473719363
Islamischer Kindeswohlbegriff: auch in Indien schneiden Siebenerschiiten der Dawoodi Bohra ihren Töchtern religionsfreiheitlich die Klitoris heraus:
The mutilation occurred not in Africa, where the practice is most prevalent, but in India where a small Muslim sub-sect known as the Dawoodi Bohra continues to believe that the removal of the clitoris is the will of God.
“We claim to be modern and different from other Muslim sects. We are different but not modern,” Bano, a 21-year-old law graduate who is angry about what was done to her, told AFP in New Delhi.
She vividly remembers the moment in the party when the aunt pounced with a razor blade and a pack of cotton wool. …
For generations, few women in the tightly-knit community have spoken out in opposition, fearing that to air their grievances would be seen as an act of revolt frowned upon by their elders.
But an online campaign is now encouraging them to join hands to bury the custom.
The anti-Khatna movement gained momentum after Tasneem, a Bohra woman who goes by one name, posted an online petition at the social action platform Change.org in November last year.
She requested their religious leader, the 101-year-old Syedna Mohammed Burhanuddin, ban female genital mutilation, the consequences of which afflict 140 million women worldwide according to the World Health Organisation.
Syedna Mohammed Burhanuddin is the 52nd Dai-al Mutalaq (absolute missionary) of the community and has sole authority to decide on all spiritual and temporal matters.
Every member of the sect takes an oath of allegiance to the leader, who lives in western city of Mumbai.
When contacted by AFP, Burhanuddin’s spokesman, Qureshi Raghib, ruled out any change and said he had no interest in talking about the issue.
“I have heard about the online campaign but Bohra women should understand that our religion advocates the procedure and they should follow it without any argument,” he said.
But over 1,600 Bohra Muslim women have since signed the online petition. …
“The main motive behind Khatna is that women should never enjoy sexual intercourse. We are supposed to be like dolls for men,” 34-year-old Tabassum Murtaza, who lives in the western city of Surat, told AFP by telephone. …
aus: Female circumcision anger aired in India
AFP 23.04.2012
http://dawn.com/2012/04/23/female-circumcision-anger-aired-in-india-fm/
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Oktober 15, 2012 um 7:53 nachmittags
Break The Silence – Schiiten der Dawood Bohra. Eine von FGM Betroffene Frau berichtet aus Indien:
I hail from the Dawoodi Bohra community … I am 60 years old now, but will remember that fateful day for the rest of my life. I must have been around 7 years old … we were both led to a small room, which had a bed and asked to lie down. We kept asking “Why?” Suddenly, a lady dressed in black came into the room … Our dresses were pulled up and our panties pulled off, and we were asked to keep our legs apart. There were our mothers and our aunts holding our legs apart and then I felt something cold being applied to my clitoris, and then to my horror, the lady in black, actually held a scissor-like instrument and cut me there – I screamed and screamed but no one seemed to care. … Both of us kept screaming and crying in pain. Everyone left the room and asked us to lie down with our legs apart, and told us that all would be well soon. They locked us in for almost the whole day. The burning and painful sensation between my groins is something I will never ever forget.
http://breakthesilencespeakthetruth.wordpress.com/
Januar 4, 2013 um 10:10 vormittags
[...] nur das Haupt bedecken, sondern fast das gesamte Gesicht verhüllen, und der barbarische Akt der weiblichen Genitalverstümmelung nimmt [...]
Februar 19, 2013 um 5:38 nachmittags
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Thousands of Christians were forcibly circumcised in the Moluccas from December 1999 to January 2001.[52] The Sydney Morning Herald reported in detail on this, stating that “almost all” of 3,928 villagers forced to convert to Islam were circumcised. Razors and knives were reused, causing infections.[53] One of those circumcised, Kostantinus Idi, reported: “I could not escape,” he said. “One of them held up my foreskin between pieces of wood while another cut me with a razor …the third man held my head back, ready to pour water down my throat if I screamed. But I couldn’t help but scream and he poured the water. I kept screaming aloud and vomited. I couldn’t stand the pain.” He further reported that one of the clerics urinated on his wound, saying it would stop infection. The Sydney Morning Herald reported that the forced conversions and forced circumcisions had been condemned by Muslim leaders who said they were contrary to Islamic teachings. The local governor had also investigated the incidents.[53]
***[52] Lipton, Religious Freedom in Asia, p. 124.
***[53] Murdoch, Lindsay (2001-01-27). “Terror attacks in the name of religion”. The Sydney Morning Herald. Retrieved 2010-10-05.
http://www.cirp.org/news/morningherald01-27-01/
SYDNEY MORNING HERALD, Sydney, NSW, Australia,
Saturday January 27, 2001.
Terror attacks in the name of religion
By Lindsay Murdoch
Circumcision has been forced on hundreds of Christians, including children and pregnant women, in a campaign by extremists to spread Islam through the war-ravaged Maluku islands.
Victims have told the Herald of multiple cuttings with the same knives and razors that caused many to suffer infections.
In the biggest city in the islands, Ambon, church and other groups have gathered evidence that 3,928 villagers on at least six islands have been forced to convert to Islam under the threat of death, torture or destruction of their homes.
They believe that local Muslim clerics, possibly under duress from extremists, circumcised almost all the converts.
Moderate Muslim leaders have condemned the forced conversions and circumcisions, saying they are contrary to Islamic teachings.
The Muslim Governor of Maluku, Saleh Latuconsina, this week led an investigation team to the island of Kesui, 420 kilometres south-east of Ambon City, after receiving an official report in late December confirming villagers there converted to Islam against their will and were circumcised.
Several hundred former Christians on the island are expected to be taken by Indonesian navy ship to refugee camps on Tual, a nearby island. A group of 172 Christians from Kesui, who have already been evacuated to Ambon City, tell horrific stories about forced circumcisions by local Muslims who they say were pressured by Muslim zealots from two other islands, Geser and Gorong.
Kostantinus Idi, 22, told the Herald that he chanted prayers to convert to Islam as Muslims brandishing machetes threatened to kill him and his family. “I was scared. They could do anything to me if I did not do what they wanted,” he said.
Idi said that after being given a Muslim cap, prayer mat and sarong and being told to give himself an Islamic name, he tried to avoid circumcision by running to a relative’s house. Three Muslim men came to the house, where nine other Christian men were also hiding.
“I could not escape,” he said. “One of them held up my foreskin between pieces of wood while another cut me with a razor … the third man held my head back, ready to pour water down my throat if I screamed. “But I couldn’t help but scream and he poured the water. I kept screaming aloud and vomited. I couldn’t stand the pain.”
Idi said one of the clerics urinated on his wound, saying it would stop infection.
“All of the men at the house were cut using the same razor,” he said. “That night they circumcised about 60 men. I was bleeding all over and had nothing to cover my wound. I was told to take a bath but it kept bleeding until the next day. I could not imagine any greater pain. One of my friends got infected and was taken to hospital when we arrived in Ambon.”
Christina Sagat, 32, said her mother, who is in her 70s, teenagers and children and her eight months pregnant niece were among people from her village on Kesui who were circumcised.
Sagat said that Muslim Ambonese women were not usually circumcised. “I don’t understand these people … they insisted on us being circumcised,” she said. (…)
Und sofort kommt ein christlicher Gutmensch, der protestantische Kleriker Sammy Titaley, und deutet an, dass die FGM, die weibliche Beschneidung, im Islam ja so was von verboten sei – wenn wir sein “Even Muslim women are not circumcised like this … it is forbidden in Islam” nicht so lesen möchten, dass DIESE Form bzw. Duchführungspraxis der Frauenbeschneidung islamisch unzulässig sei, eine ANDERE aber religiös statthaft … wie auch immer, die islamverliebte Kirche lässt jede Chance verstreichen, über die schafiitische FGM aufzuklären.
http://www.cirp.org/news/morningherald01-27-01/
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Februar 23, 2013 um 12:10 vormittags
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JAKARTA taz | Weibliche Genitalbeschneidung als verfassungsmäßiges Recht? Darauf pochen in Indonesien Vertreter des Rats der Muslimgelehrten (MUI). Dieses „Recht“ sieht das konservative Gremium durch die im vergangenen Monat beschlossene Resolution der UN-Vollversammlung gegen weibliche Beschneidung in Gefahr.
„Wir wehren uns entschieden gegen ein Verbot. Wenn jemand eine Beschneidung durchführen lassen will, darf er nicht zurückgewiesen werden“, äußerte der Vorsitzende des MUI, Maruf Amin, am Montag vor Medienvertretern. Amin forderte alle Krankenhäuser und Gesundheitszentren des Landes auf, bei Bedarf weibliche Beschneidungen vorzunehmen.
(…) Beschneidungsrituale sind in Indonesien auch für Mädchen verbreitet und reichen vom rein symbolischen Akt (dem Durchtrennen eines Stücks Gelbwurz) bis zur tatsächlichen Beschneidung der Klitoris.
Mit der Kampagne für weibliche Beschneidung liefert der MUI ein neues Beispiel, wie mit einer konservativ-islamischen Agenda Druck auf die indonesische Regierung ausgeübt wird. Damit war der Rat bereits 2010 erfolgreich, als ein Erlass des Gesundheitsministeriums gegen weibliche Beschneidung auf Druck des MUI umformuliert wurde in eine Handlungsanleitung, wie medizinisches Personal diese vorzunehmen habe. „Beschneidung ist ein Teil der islamischen Lehre und wird für Männer und Frauen empfohlen, so der MUI-Vizegeneralsekretär Amirsyah Tambunan, am Montag auf einer Pressekonferenz.
Huzaemah, Mitglied der Fatwa-Kommission des MUI, sagte der Jakarta Post, weibliche Beschneidung sei eine religiöse Pflicht, um die sexuellen Gelüste von Frauen zu kontrollieren. … Nach islamischer Lehre sei es bei weiblichen Beschneidungen ausreichend, die Klitorisvorhaut zu entfernen, so der MUI-Chef Maruf Amin.
Protest gegen diese Auslegung regt sich bei Fatayat, der Frauenorganisation von Nahdlatul Ulama (NU), der größten muslimischen Massenorganisation des Landes. „Weder im Koran noch in den Hadithen wird weibliche Beschneidung als verpflichtend erwähnt“, so Muzaenah Zain, Leiterin des Arbeitskreises für Gesundheit bei Fatayat. Weibliche Beschneidung sei kein religiöses Gebot, sondern ein Produkt kultureller Normen.
Auch die Frauenrechtshilfe der Indonesischen Frauenvereinigung für Gerechtigkeit (LBH Apik) protestiert … „Aus gesundheitlicher Perspektive stellt die Beschneidung von Mädchen und Frauen eine große Gefährdung für ihre Fortpflanzungsfähigkeit dar“ … Außerdem bestehe die Gefahr, dass Frauen durch diesen Eingriff ihrer Möglichkeit, lustvollen Sexualverkehr zu erleben, beraubt werden. …
aus: Anett Keller: Religionshüter wollen Verstümmelung
in: taz 25.01.2013
http://www.taz.de/Genitalbeschneidung-in-Indonesien/!109704/
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März 6, 2013 um 12:29 vormittags
[...] nur das Haupt bedecken, sondern fast das gesamte Gesicht verhüllen, und der barbarische Akt der weiblichen Genitalverstümmelung nimmt [...]
März 22, 2013 um 2:07 nachmittags
Auch in Westafrika werden die Mädchen weiterhin beschnitten (genital verstümmelt), allen früher veröffentlichten feierlichen Anti-FGM-Verpflichtungen zum Trotz. Auch mit Säuglingsbeschneidungen oder Medikalisierung (Durchführung der FGM im Krankenhaus) versucht die volkstümlich verankerte einflussreiche Lobby, die schädliche Tradition zu bewahren. Über die enormen Rückschläge im Kampf gegen FGM im Senegal berichtet IRIN (humanitarian news and analysis, a service of the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs)
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SENEGAL: FGM continues 10 years after villagers claim to abandon it
MALICOUNDA BAMBARA, 10 August 2007 (IRIN) – Some 70km southeast of Senegal’s capital Dakar, a crowd of journalists and dignitaries gathered in the village of Malicounda Bambara on 5 August to commemorate the day 10 years ago, which made headlines around the world, when the community openly declared that it had abandoned a local tradition known as female genital mutilation or female genital cutting (FGM/C).
Yet a decade later, here, and in many of the 2,657 villages in Senegal, Guinea and Burkina Faso that have since made similar declarations, there are worrying signs that FGM/C still exists.
Just a few minutes walk from the marching bands, dancing and countless congratulatory speeches, a village elder stood outside her canteen, chastising the fanfare as a farce. “They haven’t really abandoned the practice,” she said of the women of Malicounda Bambara. “The same women who are publicly declaring it has been abandoned are continuing to cut,” she said.
The woman said a young girl was circumcised in the village as recently as one week earlier. IRIN also spoke to 14-year-old Mariama Ba who said she had been circumcised in Malicounda just four years ago. …
She said girls are undergoing FGM/C at an increasingly younger age, often immediately after birth “so they cannot complain”, she said.
She also worried about the medicalisation of the practice. “For many years, we have been educating people about the health consequences of FGM/C. Their response has been ‘Okay, then we’re going to do it in hospitals,’” she said. …
Ourèye Sall, the woman who was formerly a cutter, said that if other women are given the opportunity to discuss and understand the dangers of FGM/C then “little by little” they too will come around. “We can’t push them into it. We can’t force them,” she said.
Yet that is not enough as far as the UNFPA’s Touré is concerned. “We’ve been dealing with the issue for decades. The rates are still very high in many countries. The decrease of the practice is too slow. We need to revisit our approaches.” …
http://www.irinnews.org/Report/73680/SENEGAL-FGM-continues-10-years-after-villagers-claim-to-abandon-it
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April 29, 2013 um 2:00 vormittags
… Am Freitag veranstalteten Siegfried Kauder (CDU), Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag, und Irmingard Schewe-Gerigk, Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes eine gemeinsame Pressekonferenz. Konkret ging es darum, Genitalverstümmelung als eigenen Straftatbestand in das Strafgesetzbuch einzuführen – eine Forderung, die Terres des Femmes erstmals im Jahr 1997 im Deutschen Bundestag vortrug.
Nun kündigte Kauder an: „Wir werden noch in dieser Legislaturperiode einen Gesetzesentwurf ins Parlament einbringen. Der Staat muss endlich eingreifen.“ Bislang fällt Genitalverletzung in Deutschland unter gefährliche Körperverletzung, welche mit einem halben bis zu zehn Jahren Gefängnisstrafe geanhdet werden kann. Ein eigener Straftatbestand im Gesetzbuch würde mehr Rechtsklarheit schaffen und eine Mindeststrafe von drei Jahren beeinhalten. …
aus: Jasmin Kalarickal: Straftat Genitalverstümmelung
in: taz 26.04.2013
http://www.taz.de/Beschneidung-von-Maedchen/!115238/
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Prof. Dr. Bernhard Hardtung, Rostock
Stellungnahme
zur Vorbereitung der öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss
zu den Gesetzentwürfen BT-Drucksachen 17/1217, 17/12374 und 17/4759:
Strafrechtsänderungen hinsichtlich der Frauenbeschneidung
http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/archiv/46____Str__ndG/04_Stellungnahmen/Stellungnahme_Hardtung.pdf