Prinzip Balduinstein. Das Kartell des Schweigens und Wegduckens

حركة الشبيبة الألمانية

Ḥarakat aš-Šabība al-Almāniyya

German Youth Movement

Deutsche Jugendbewegung

Bündisch ist …

Von Cees van der Duin, 19.03.2015

Mutige Ausnahmen gibt es, doch die sowohl um den eigenen guten Ruf besorgten als auch das Einheimsen von jugendbewegtem Erbe und bündischem Charisma genießenden führenden Pfadfinder formieren sich mehrheitlich zu einer Abwehr-Front, um die Enthüllung von geradezu organisierten Sexualstraftaten an Jungen zu verhindern.

Die vor allem von deutschen Pfadfindern besuchte, 40 Jahre lang überbündische Ehre sichernde und herstellende Jugendburg Balduinstein an der Lahn findet in Christian Füller (Die Revolution missbraucht ihre Kinder. Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen, bei Hanser, München 2015) in diesem Jahr den bewundernswert unbestechlichen Aufdecker.

Seit den Tagen des zumal in Pfadfinderkreisen hoch verehrten Gründers von Werkschulheim Felbertal und Freiem Bildungswerk Balduinstein axi d. i. Alexej Stachowitsch (1918-2013) ist das System Balduinstein auf geradezu kultische Weise jungenverherrlichend und pädophil orientiert angelegt. Dementsprechend wurde die Jugendburg Jahrzehnt für Jahrzehnt Tatort sexueller Gewalt an männlichen Minderjährigen.

Balduinsteiner Prozesse

Seit zwei Jahren endlich rollt die Prozesslawine von Diez an der Lahn bis nach Saarbrücken, der Wikipedia-Eintrag jedoch schweigt dazu immer noch, vielleicht weil der Tourismus im schönen Lahntal aus Sicht von Ortsbürgermeisterin Maria-Theresia Schmidt genannt Marie-Theres Schmidt („Rosea bietet Ihnen ein komfortabel eingerichtetes Apartment“) nicht leiden soll, jedenfalls weil der beantragte Textabschnitt Missbrauchsfälle zur Stunde noch nicht freigeschaltet worden ist.

Tatsachen sind manchmal unschön und unbequem, geistlose Lagerfeuerromantik ist da viel gemütlicher.

Immer stand Burg Balduinstein auf der Linkliste von Pfadfinder-Treffpunkt (PT), immer wurde gerade auch über PT das bündisch geprägte Pfadfindertum eingeladen bzw. auf Burgveranstaltungen aufmerksam gemacht. In der schönen Landschaft an der Lahn traf man sich dann zu rauschenden Festivitäten: Fahrtenabschlusstreffen, Falado-Überlebensfesten, Sylvester, es gab den Gedenktag für Walter Scherf genannt tejo, die Veranstaltung Bündische Gruppen kontra extremistische Gruppen, den Vortrag von Herbert Westenburger genannt berry, Geländespiele, Filmemachen mit caligula.

Gruppengeneration um Gruppengeneration versammelte sich in Balduinstein zum Aufbruch zu Auslandsfahrten, zum Feiern und Singen. Das berüchtigte brausende Jungenleben existierte oder wurde mit Kennerblick beschworen, den weiblichen und männlichen Jugendgruppenleitern bot man aufregendes Sehen und Gesehenwerden, hunderte bündische Besucher jährlich, all das war doch bisher kein pfadfinderisches Problem.

So soll es bleiben, wünschen die Lernresistenten. Und der Deutsche-an-Sich pflegt gemütlich Meisterschaft in Lernresistenz.

Vorgestern (17.03.2015) wurde es dem auf Wikipedia zu jugendbewegten Themen seit zehn Jahren schreibenden jergen (Pseudonym) zu ungemütlich, der sogleich beschloss, auf PT das hervorragende neue Buch von Christian Füller Die Revolution missbraucht ihre Kinder kraftvoll in den Bereich des Unseriösen zu rücken.

Ohne es gelesen zu haben, macht Vielkommentierer jergen das für missbrauchsfreie Kinder- und Jugendarbeit unabdingbar wichtige Buch, das morgen (20.03.2015) auf Burg Ludwigstein an der Werra vorgestellt werden wird, gleich mal ein bisschen verächtlich:

Ich kenne bislang nur Auszüge, habe daraus aber den Eindruck gewonnen, dass es Füller nicht um eine historisch aufarbeitende Darstellung geht, sondern um eine politische Positionierung. Das Buch ist mMn keine Dokumentation, sondern ein Manifest … Eventuell können diejenigen, die am Freitag auf der Lu sein werden, danach mehr zu Füllers Absichten sagen? … Meine Frage war ernst gemeint: Was will Füller?

Das Etikett Manifest soll Schmähung sein. Ein Manifest gegen Kindesmissbrauch könnte die Deutsche Jugendbewegung bzw. Bündische Jugend dringend gebrauchen. Und wie unpolitisch ist jergen? Das Private ist politisch lautet ein bedenkenswertes Motto, Gewalt ist nie privat! bleibt ein wichtiger Slogan im Kampf gegen häusliche Gewalt.

Höflich meldete sich der Angesprochene:

wenn jemand meine Ansichten und Absichten kennen lernen will, dann sollte er einfach das Buch lesen … Nur kurz dazu: ich sehe Jugendbewegung, Wandervogel und was sich daraus ableitet als wichtige soziale Bewegung und als einflussreiche geistige Strömung. Ich reduziere sie auch nicht auf Missbrauch. Aber ich erlaube mir etwas anzumerken, was Leute wie Sie seit 100 Jahren leugnen, vertuschen oder/und beschönigen. … Helfen auch Sie mit, aufzuklären – und geben Sie Ihre Kampagne gegen die Wahrheit auf.

Das saß. Den Schöpfer von mehr als 1200 Kommentaren auf Pfadfinder-Treffpunkt jergen zu kritisieren, grenzt freilich an Gotteslästerung.

Damit die Inhaber der Ehre dem das heimelige PT-Nest beschmutzenden Journalisten vielleicht, vielleicht verzeihen, wird das Begehen eines Buß- und Unterwerfungsrituals gefordert.

Aufrichtig-herzensgut und absichtslos-einfältig tuend („Wahrscheinlich bin ich naiv“) schleicht sich maigl (19.03.2015 – 09:41) heran und spannt den Bügel der statusvernichtenden Falle:

Das ist im besten Fall nur schlampig, wirkt aber auf mich eher böswillig und äußerst unsouverän … Wäre es nicht erforderlich, dass Herr Füller seine Vorwürfe gegenüber jergen entweder belegt (wenn er das denn kann) oder aber eingesteht, dass es sich hier um eine eklatante Fehlreaktion und einen falschen Vorwurf seinerseits handelt?

Der gewohnt gründlich arbeitende und, dem Opferschutz bzw. überhaupt Kinderschutz angemessen, vorbildlich mutig herangehende Christian Füller soll also öffentlich zerknirscht einknicken und Besserung geloben.

Hathi (19.03.2015, 09:57) bellt wölfisch mit und baut dem Missetäter nett eine Brücke, der Schlimme erhalte eine letzte Chance:

Aber es ist ja nicht zu spät es zu relativieren (entschuldigen?)

Maigl (19.03.2015, 10:27, 10:29) setzt sogleich hinterher und heult drohend auf:

inklusive einer Entschuldigung für die persönlichen Angriffe

Es charakterisiert die Jugendbünde, dass alle drei der auf PT über den endlich die Fakten enthüllenden Journalisten tagelang hoch erzürnten Bündischen, jergen, hathi und maigl, nicht etwa aus der Balduinsteiner Burgmannschaft oder wenigstens aus einem Wandervogelbund, sondern aus der evangelischen Pfadfinderarbeit von VCP bzw. CPD stammen. Als Meutenführer in seiner alten Siedlung im VCP Heilbronn für die Wölflingsarbeit verantwortlich, wurde maigl Ostern 2012 als Kreuzpfadfinder aufgenommen.

Das 40-jährige Versagen der deutschen Pfadis wird allmählich der breiten Öffentlichkeit erkennbar. Man hat Jugendbewegungmythos, Meißnerfeste und Burg Balduinstein doch so gut verwenden können, um in Jugendverband, Stadtjugendring oder Kirchenvorstand Karriere zu machen. Oh weh, der gute Ruf.

Die Beschwichtigungsfront kocht.

Endlich.

Cees van der Duin

Q u e l l e n

Pfadfinder Treffpunkt

http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12296&entries=15

Heute abgerufen bei peoplecheck:

„40 Jahre Falado von Rhodos. Falado-Geburtstagsfest am 1./2. Nov. 08 auf Burg Balduinstein an der Lahn (1968 – 2008). [Link zu Bündische Blaue Blume] … jugendburg balduinstein – impressum diese seiten werden vertreten durch den vorstand: 1. vorsitzender: siegfried bruder 2. vorsitzender: hans-jürgen willeke geschäftsführer: wolfgang hirmer“

http://peoplecheck.de/s/hans+j%C3%BCrgen+willeke

Burg Balduinstein (ungesichtete Änderungen)

2013 wurde öffentlich bekannt, dass auf dem Gelände männliche Minderjährige sexuell missbraucht worden waren.[1] Zunächst wurde ein 37jähriger zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, weil er mehrere Jungen auf der Burg missbraucht hatte.[2] Die Revision bestätigte das Urteil.[3] Ein Jahr später wurde ein 54jähriger Mittäter des 37jährigen verurteilt. In beiden Prozessen wurde ein Missbrauchssystem enthüllt. „Da wurde auf einen Pool von Jungen zugegriffen, mit denen Sachen gemacht wurden, die ganz schreckliche Folgen haben. Ich hoffe, dass das System völlig aufgeklärt wird und die Täter bestraft werden“, sagte die Anwältin des Nebenklägers.[4] In der taz hieß es, „mit Markus M. sitzt eine mehr als 100-jährige Tradition sexueller Ausbeutung auf der Anklagebank.“[5]

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Burg_Balduinstein&stable=0&redirect=no

Burg Balduinstein (jedem sogleich sichtbar), zur Prozesslawine (die Balduinsteiner Prozesse) und zu den Missbrauchsfällen zur Stunde noch keine Silbe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Balduinstein

nnp 26.03.2014 – Listenführerin Marie-Theres Schmidt steht in den Startlöchern mit dem Ziel, den ausscheidenden Ortsbürgermeister Paul Wendt zu beerben.

Balduinstein. „Wir wollen allen engagierten Leuten im Ort die Chance geben, für den Gemeinderat zu kandidieren. Auf zwei Listen sind maximal 24 Kandidaten möglich, auf einer Einheitsliste wären es nur 18 Kandidaten für zwölf Gemeinderatssitze gewesen. Mehr Auswahl bietet auch dem Wähler differenziertere Wahlmöglichkeiten“, erklärte Marie-Theres Schmidt bei der Begrüßung der Wahlberechtigtenversammlung im Rathaus.

Platzierungen der Wählerliste: 1. Maria-Theresia Schmidt, 2. Dr. Dietmar Both, 3. Wolfgang Hirmer, 4. Ulrike Müller, 5. Thorsten Weingart, 6. Monika Holleyn, 7. Stefan Hergenhahn, 8. Jasmin Geisler, 9. Frank Bindewald, 10. Michael Friedrich, 11. Gunther Schorr, 12. Bernd Schorn, 13. Ralf Schäfer, 14. Siegfried Bruder.

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Marie-Theres-Schmidt-in-den-Startloechern;art680,790720

Festrede Hans-Peter von Kirchbach | Meißner 2013

Soso, auch Deutschlands Elite war mal Pfadi: „Vor einigen Monaten hatten die Altpfadfinder eine Veranstaltung mit Horst Köhler und Norbert Blüm. Es war schon beeindruckend, wie beide von ihrem Pfadfinderleben erzählt haben und wie es sie geprägt hat.“ Ach, allgemeine Menschenrechte (AEMR) ggf. durchgesetzt auch gegen das Religionsrecht (Scharia) bleibt Fehlanzeige?!

HP schmettert erhebend: „Bund ist allerdings das Gegenteil von Masse, auf Masse kommt es nicht an, sondern auf einzelne Menschen. Unsere Gruppen sind überschaubar. Jede, Jeder ist wichtig, unverzichtbar für das Geschehen. So leben wir zusammen, selbstbestimmt und immer wieder in einer eigenen Welt, unserer Lebenswelt, mit eigenen Regeln und Ritualen. In den Bünden lernen wir, ohne groß darüber zu reden, die Werte der Selbstbestimmung, der gemeinsamen Verantwortung, der Wahrhaftigkeit … Also, lebt die Ideale der Meißnererklärung, sucht das Abenteuer, pflegt Eure Freundschaft und Verbundenheit“ – genug, aufhören! Der ehemalige ranghöchste deutsche evangelische Pfadfinder und einstige ranghöchste deutsche Soldat schweigt zu den beiden jahrzehntealten wie aktuellen Problemen der Jungen Bünde, Konservative Revolution bzw. Neue Rechte hier, sexueller Missbrauch an Jungen da, manche Führer konnten gleich beides, dozierten rechtsaußen und handelten pädophil.

http://meissner-2013.de/dokumentation/das-lager/reden/festrede-hans-peter-von-kirchbach

Wer schreibt, bleibt, bzw. pfadi-realpolitisch leider eher: Wer nicht alles schreibt, bleibt … VCP-Freund jergen als grimmiger Torwächter der pfadfinderisch-bündischen schönen heilen Wikipediawelt. Wiki Hans-Peter von Kirchbach.

10:04, 30. Mär. 2008‎ Jergen

08:38, 17. Jul. 2009‎ Jergen

11:34, 12. Aug. 2009‎ Jergen

13:31, 13. Sep. 2011‎ Jergen

13:02, 29. Nov. 2013‎ Jergen

13:04, 29. Nov. 2013‎ Jergen

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hans-Peter_von_Kirchbach&action=history

Der Volksentscheid über die Einführung des Wahlpflichtbereichs Ethik/Religion (kurz auch: Pro Reli), Berlin 2009. Pro Reli war und ist ein Politikum allerersten Ranges. Eigentlich ein Skandal: Im Rahmen der Berliner Debatte um die Stellung des Ethikunterrichts bzw. Religionsunterrichts stellte sich Alt-Pfadfinderführer (VCP) von Kirchbach („Ich möchte Wahlfreiheit in Wertefragen!“) auf die Seite von Pro Reli.

Leser des größten demokratischen Online-Lexikons wünschen die pädagogisch relevante Faktennennung statt Nebelwurf und Kulissenbau und stellen Antrag auf Eintrag. An mir kommt keiner vorbei, findet der HP-loyale Türhüter und Zensor jergen offensichtlich und blockt hart ab. Du kommst hier nicht rein:

„Und das ist wohl völlig irrelevant für den Artikel.“ –jergen ? 10:37, 6. Jul. 2011

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Hans-Peter_von_Kirchbach

jergen. Wikipedia-Autor seit 8. November 2004.

http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Jergen

Internationales Pfadfindertum – archivarisch hat jergen die digitale Scout-Welt im Griff

http://en.wikipedia.org/wiki/User:Jergen

Alles jergen oder was? „Wormser Pfadfindergeschichte – Stamm Nibelungen Worms (VCP). 1991 – Im September 1991 wird Jörg Bürgis Stammesführer.“

http://www.jugend.rlp.de/stammesgeschichte.html

VCP RhP/S, SPLITTER (2002), Beauftragte der Landesführung: Archiv: Georg Zebisch, Lambsheim und Jörg Bürgis, Worms.

http://vcp-rps.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/03/VCP_RPS_SPLITTER_87_WEB.pdf

VCP Rheinland-Pfalz/Saar: [Stamm] Ulrich von Hutten in Balduinstein an der Lahn (Ausgabe 02/11, 2011)

http://vcp-rps.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/03/VCP_RPS_SPLITTER_2082.pdf

Das Meißner-Seminar des Gaues Alt-Burgund … auf den Spuren der Meißnergeschichte:

Vom 11.-13. Mai 2012 fand auf der Burg Waldeck das Meißner-Seminar statt, organisiert vom Gau Alt-Burgund des VCP, auf dem einige Referenten Vorträge über die Meißnerlager seit 1913 hielten und alle über verschiedene Themen diskutieren konnten. … Danach hielt Jörg Bürgis einen Vortrag über völkisch-nationalistische Bünde, zum einem über ihren historischen Hintergrund, aber auch über Gruppen, denen heute noch rechte Tendenzen vorgeworfen werden.

http://meissner-2013.de/dokumentation/zentren/das-musische-zentrum/das-mei%C3%9Fner-seminar-des-gaues-alt-burgund

Kreuzpfadfinderarbeit, Aktualisierungsstand: 30.12.2011. Kreuzpfadfinder- und Älterenrunden. Landesrunde RPS (VCP) Jörg Bürgis

http://www.kreuzpfadfinder.de/Home-ALT/KP/Runden2.html

Ein anderer, ebenfalls evangelischer und pfadfinderisch arbeitender Jugendbund nutzte das Freie Bildungswerk, die Heliand-Pfadfinderschaft (HP) aus Hessen. Verfasst ist die HP als Arbeitsbereich im ejw (Evangelisches Jugendwerk Hessen). HKP sind die Heliand-Kreuzpfadfinder.

Bilder aus dem Jahr 2012. Burg Balduinstein – Heliand-Kreuzpfadfinder

http://heliand-kreuzpfadfinder.de/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=26&func=detail&id=1149

http://heliand-kreuzpfadfinder.de/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=26&func=viewcategory&catid=44

Waldweihnacht des Stammes VII der Heliand-Pfadfinderschaft vom 16. bis 18. Dezember 2011 auf Burg Balduinstein

http://stamm7.de/wp-content/uploads/2011/11/2o11-VII-Waldweihnacht-Einladung-16-18.pdf

Stamm VII 21.-23. Dezember 2012 Waldweihnacht auf Burg Balduinstein

http://stamm7.de/artikel/waldweihnacht-2o12-21-23-dezember-2o12/

Evangelisches Jugendwerk Hessen: „19.-20. November 2011 – Das Bußtagtreffen der Heliand-Pfadfinderschaft findet in diesem Jahr auf der Jugendburg Balduinstein statt. Es werden etwa 100 Heliand-Pfadfinder und Heliand-Kreuzpfadfinder erwartet.“ (aus: Bußtagstreffen der Heliand-Pfadfinderschaft: „Und dient einander!“, ejw 28.10.2011)

http://www.ejw.de/aktuelles/neuigkeiten/details/artikel/busstagstreffen-der-heliand-pfadfinderschaft-und-dient-einander/

Heliand Kreuzpfadfinder. Bilder aus dem Jahr 2013 » 100 Jahre Meißner Treffen („Es gibt 33 Bilder in dieser Kategorie.“)

http://heliand-kreuzpfadfinder.de/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=0&func=viewcategory&catid=52

Hans-Peter von Kirchbach: „Ich möchte Wahlfreiheit in Wertefragen!“

https://www.youtube.com/watch?v=9Bdve5VLxcA

Wiki Burg Balduinstein

„Und schweig‘ fein still, … Und mache, was ich will“ (Reinhard Mey, Mein achtel Lorbeerblatt). Wikipedia-Platzhirsch jergen (fleißige Mitarbeit an Wikis wie: Kreuzpfadfinder, Hans-Jürgen Poppek, Hans-Peter von Kirchbach, Robert Baden-Powell, Pfadfinder, Bündische Jugend, Jugendbewegung, Wandervogel, Nerother Wandervogel, Burg Balduinstein) hat den Burg-Balduinstein-Artikel schön fein still betreut – seit beinahe 8 Jahren (in Worten: seit acht Jahren). Vor knapp 3 (drei) Jahren noch rasch etwas gemurmelt, seitdem schweigt jergen leider auf Wikipedia zum Pfadfinderthema Nummer Eins, zur: „Burg Balduinstein, gegen die eine regelrechte Prozesswelle rollt: die Balduinsteiner Prozesse.“

22:12, 28. Apr. 2007‎ Jergen

22:13, 28. Apr. 2007‎ Jergen

22:17, 28. Apr. 2007‎ Jergen

16:02, 8. Feb. 2009‎ Jergen

15:57, 2. Apr. 2012‎ Jergen

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Burg_Balduinstein&action=history

Der Unantastbare: axi Superstar

Der jugendbewegt-bündische Oberschamane und deutsch-österreichische Pfadfinderheilige Alexej Stachowitsch (axi) ist Gründer von Internat Felbertal und Jugendburg Balduinstein:

„Stachowitsch gilt in vielen Kreisen als eine der wichtigsten Gestalten der Nachkriegs-Jugendbewegung in Deutschland und Österreich.“ Genau, jeder beißt sich auf die Zunge und grinst verlegen bis unterwürfig. Weltpfadfindertreffen 1951. Über axi nichts Schlechtes.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alexej_Stachowitsch

7th World Jamboree

1951 fand das erste und bisher einzige World Jamboree auf österreichischem Boden statt. In Bad Ischl (Oberösterreich) versammelten sich 12.884 Teilnehmer aus 61 Ländern. … Jamboreelied: „Brüder auf“ Text und Melodie von axi (Alexej Stachowitsch, LFM von Salzburg), Jamboreeruf: „JAMBOREE“ Zusammengestellt von axi (Alexej Stachowitsch, LFM von Salzburg).

http://www.scout-o-wiki.de/index.php/7th_World_Jamboree

Brüder, auf und hört die Melodie

Öst’reich ruft die Welt zum 7. Jamboree

mag’s auch wetterleuchten rings umher

freut euch mit uns, nehmt es nicht so schwer

Es klingen Lieder, sie tönen weit in alle Welt,

sie rufen jeden dem’s gefällt zum Jamboree!

Und heute wieder liegt alles Glück in unserm Zelt

und über uns die Wache hält, der Chief BiPi

axi

https://www.ppoe.at/pik8/index.php?r=idee/view&id=749

Philipp Lehar, Pfadfindergruppe Wattens: „Überall bekannte er sich als Mitglied der PPÖ, pflegt enge Kontakte zu den Georgs-Gilden Salzburg und Wien und war bei der Reunion 50 Jahre Jamboree Bad Ischl und beim Bundeslager b.open 2001 dabei. 2003 wurde er mit der Goldenen Lilie geehrt.“

http://www.pfadfinder-wattens.at/hp/index.php/oesterreich/107-berichte/berichte-oesterreich/165-axi-stachowitsch-verfasser-des-jamboreelieds-brueder-auf-ist-verstorben

„Wir nehmen mit Bestürzung zu Kenntnis, dass in den Jahren 2002 bis 2006 mehrere Kinder und Jugendliche auf unserer Burg sexuell missbraucht worden sind.“ (Homepage Jugendburg) Wie bitte? Nur in den Jahren zweitausendzwei bis zeitausendsechs? Und das vorhergegangene Jahrzehnt, die Neunziger? Und die Achtziger? Die Siebziger? Stille. Ganz großes Schweigen.

Zitat Rhein-Zeitung: Was hat sich über Jahre hinter den Mauern von Burg Balduinstein abgespielt? Gab es im Dunstkreis der Autonomen Wandervögel möglicherweise organisierten Missbrauch? Abgründe tun sich auf. …

Die Vertreterin des Hauptopfers, der als Nebenkläger auftrat, warf in ihrem Plädoyer noch einmal ein Schlaglicht auf die Situation auf Burg Balduinstein: „Da wurde auf einen Pool von Jungen zugegriffen … Ich hoffe, dass das System völlig aufgeklärt wird und die Täter bestraft werden.“

(aus: Hans Georg Egenolf: „Lieblingspimpf“: Jungen auf Burg Balduinstein missbraucht, Rhein-Zeitung 06.06.2014)

http://mobil.rhein-zeitung.de/region/newsticker-region_artikel,-Lieblingspimpf-Jungen-auf-Burg-Balduinstein-missbraucht-_arid,1162232.html

Bündisch ist …

„Wenn ich vom Bündischen spreche, geht es mir immer um die Erfüllung des Lebens, um seine Fülle, also um die Frage wozu?, um den Sinn unseres Tuns.“ Alexej Stachowitsch.

http://www.strubb.de/buendisch_ist.htm

System Balduinstein

kurier.at: “Ihr Bruder war Schüler an der Odenwaldschule, von der schwere Missbrauchsfälle bekannt geworden sind.” (…)

Kardinal Christoph Schönborn:

(…) “Er war genau zu der Zeit dort, als das geschah. Auch mit meinem älteren Bruder habe ich viel geredet. Er war im Werkschulheim Felbertal, die Entlassung des damaligen Direktors hatte dieselben Gründe.”

http://kurier.at/politik/schoenborn-muessen-vom-hohen-ross-steigen/731.290

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44 Antworten to “Prinzip Balduinstein. Das Kartell des Schweigens und Wegduckens”

  1. Cees van der Duin Says:

    Ausgezeichneter Vorschlag (Fröschel am 23.03.2015 – 08:32), Danke. Hoffentlich verschwindet der vierzigjährige bündische Vielfach-Tatort sexualisierter Gewalt an männlichen Minderjährigen bald aus allen Verlinkungen auf Pfadfinder-Treffpunkt (PT).

    „Ich möchte hiermit öffentlich anregen, die Jugendburg Balduinstein von der Bündeliste im PT zumindest so lange zu entfernen, bis die Verhältnisse dort so sind, dass man mit Jugendgruppen dort wieder problemlos hinfahren kann. Solange einer der Hauptpersonen der Vorkommnisse der letzten Jahre / Jahrzehnte dort residiert, kann man meines Erachtens diesen Ort nicht vorbehaltlos als Treffpunkt empfehlen. Worte auf deren Homepage reichen nicht, die Angelegenheit zu bereinigen, solange es Personen, die in den Missbrauchsskandal verstrickt sind, erlaubt wird, weiterhin dort zu wohnen.“

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12302&entries=0#post190450

  2. yucatán Says:

    Dicker als die Balduinsteiner Burgmauer war die Mauer des Schweigens und sie ist es immer noch; durchaus etwas Prinzip Omertà. Vielleicht wissen die ehemaligen Zivildienstleistenden Wichtiges.

    Die Halbdurchlässigkeit der Balduinsteiner Abschottung: 1 horizontal, zu den Pfadfinderbünden bzw. anderen Bünden / zum RjB

    Ich finde, dass das zeitweise berufliche axi-Thema elektronische Kryptologie / Verschlüsselungstechnik (!) höchst sinnträchtig zum falschen Schein der heimlich-unheimlichen Päderasten unter Burgmannschaft und Vertrauten passt. Etwas verschlüsseln – die bünd. Eingeweihten verstehen den Code (Pädo-Code), die nichtbündischen Unbefugten erhalten keine Information bzw. keine brauchbare Information, der bünd. Rest erfährt immer nur etwa die Hälfte, abgestuft, sorgsam dosiert v. a. auch als Testfrage. Wer sich in der jeweils nächsten Stufe bewährt, erfährt wieder ein bisschen mehr, verstrickt sich aber auch mehr im Täterkartell.

    Die Halbdurchlässigkeit der Balduinsteiner Abschottung: 2 vertikal, gegenüber den Engagierten der Burg / Zivis / Gästen

    „Das Schweigeprinzip der Omertà geht aber über diese Abschottung nach außen hinaus und ist auch eine Abschottung nach innen, d. h., auch innerhalb der Organisation verfügen rangniedrige Mitglieder nie über vollständige Informationen. Da die Kommunikationswege streng hierarchisch sind, d. h. die Befehlskette grundsätzlich nicht umgangen wird, unterstützt die Omertà diese Abschottung nach oben.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Omert%C3%A0

    Jugendliche auf Burg Balduinstein missbraucht? [immer noch mit dem unerträglichen Fragezeichen]

    „Update, 16. März 2015: Nach fast zwei Jahren erhält dieser Artikel immer noch relativ viele Zugriffe [na ist das denn nicht nett]. Dazu kommen mehrere Leserkommentare mit zum Teil umfänglichen Abhandlungen und Linksammlungen [deren Inhalt die anderen Leser interessiert]. Ich habe mich dazu entschlossen, keine weiteren Leserkommentare dazu mehr freizuschalten. Das Thema ist längst von jeder Tagesaktualität entfernt [pfui, so wenig denkt der Journalist an die jeden Tag leidenden Opfer], zumal der Ort nur sehr am Rande meines Berichtsgebiets liegt [die denkbar faulste Ausrede]. Darüber hinaus gleitet die Diskussion immer mehr in mehr oder minder hermetische Spezialthemen der Bündischen Bewegung [genau, Päderastie im Lahntal zum Beispiel, so hermetisch, dass es den Staatsanwalt interessiert] ab. Ich bitte daher die interessierte Leserschaft, solche Diskussionen auf passenden Plattformen [ihr verschwindet jetzt hier] zu führen, die sich mit der Bündischen Jugend auseinandersetzen. Ein Lokalblog wie dieses [Balduinstein ist lokal: vt: Nachrichten aus Westerwald, Taunus und dazwischen] ist jedenfalls der falsche Ort [raus mit euch Balduinsteinkritikern aus dem Lokal, das lokale Balduinstein ist mir nicht lokal genug und liegt so am Rande des Berichtsgebiets, dass es hinausfällt, jedenfalls bei dem unangenehmen Thema vierzig Jahre institutionalisierter Kindesmissbrauch] dafür.“ (vtaktuell, um Volker Thies)

    http://www.vtaktuell.net/?p=5911

  3. "Wir werden mit eisernem Besen kehren". Erlebt von silis Says:

    [Oberhalb der Lahn, Burghof vor dem Kutscherhaus, ungefähr 1992 oder 1993. Tagsüber, hell, angenehmes Wetter. Aus verschiedener Richtung und allein oder zu zweit schlendern insgesamt fünf oder sechs Männer unterschiedlichen, überwiegend jüngeren Alters heran, jeder wirkt entspannt, aufmerksam und mit sich und der Welt völlig zufrieden. Einer der Jüngeren, einen Älteren gespielt um Rat fragend.]

    „Komm, zeig uns mal wieder wie es geht. Also, wenn wir … irgendwann auffallen, ich meine … wenn Wir SO RICHTIG auffallen. – Was machen wir dann? Was sagen wir denen?“ –

    „Kein Problem, ich mach‘ das. Mein Auftritt.

    ‚Ja, Sie haben völlig recht, der schlimme Soundso, das ist einfach schrecklich.‘

    – also, sich vom Bauernopfer distanzieren. Doch wie immer im Leben könnte es weitere Schuldige geben, daher denen sogleich zusichern, wortgewaltig:

    [Gestik im Folgenden. Erster Satz: prophetengleich die Arme erhoben, kühner, treuer Blick tief in die Augen des virtuellen Angesprochenen; dann: bekräftigend ein gedehntes Bejahen, die Arme bleiben oben; zuletzt, als Wiederholung: nur einen Arm abgesenkt, den anderen mit erhobenem Zeigefinger streng mahnend gen Himmel gerichtet].

    ‚Wir werden mit einem EISERNEN BESEN kehren. – Jaa! – Wir Werden MIT EiiSERNEM BEESEN keehren!!‘

    – das reicht. Dann is‘ Ruhe.“

    [Selbstzufriedenes Lächeln oder nicht allzu lautes, gewohnt selbstbewusstes Lachen. Zwei, drei entspannte Worte. Gehen wieder auseinander.]

  4. Frau Mechel Schrouse aus Kevelaer Says:

    Fred Karst

    Er war ja auch Pfadfinderleiter.

    Ich sah die Nacktbilder von seinen Pfadfinderjungen an den Wänden seiner Wohnung
    ::

    … „ohne ein Vorstrafenregister von Fred Karst zu kennen.“

    Karst trat 1983 in die Alternative Liste ein und kam einem Parteiausschlussverfahren 1995 durch Austritt zuvor. Er war in der JVA Tegel wegen sexuellen Missbrauchs inhaftiert.

    „Ja. Karst gründete die Gruppe Jung und Alt, die laut eigenen Angaben Zelten, Butterfahrten und Beratungen organisierte. Mir war damals irgendwie klar, dass dieser Mann pädosexuell ist. Aber wir haben im Schwulenbereich erst viel zu spät wahrgenommen, was es mit Karsts Gruppe auf sich hatte.“

    Karst gründete erst 1992 die Untergruppe Jung und Alt, eine laut Bericht schlecht getarnte Pädo-Gesprächsgruppe. Was passierte dort, hatten Sie dorthin Kontakte?

    „Ich wurde von Karst zu ihm nach Hause eingeladen, um über das Thema Sexualität von Kindern zu debattieren. Er war in der Schwulengruppe der einzig Erkennbare von der Gruppe Jung und Alt. Er vertrat die Position der einvernehmlichen Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern offensiv. Bis zu dem Zeitpunkt der Einladung war das für mich eine abstrakte Debatte. Aber dort sah ich, dass die Wände mit Bildern von nackten Jungen beklebt waren. Er war ja auch Pfadfinderleiter. Bei diesem einen Treffen war auch eine betrunkene Mutter anwesend, die sich darüber beklagte, dass ihr Sohn, der Kontakt mit Karst hatte, freiwillig in ein Heim gegangen sei. Ein Bild dieses Jungen hing an der Wand. Und in diesem Augenblick war mir völlig klar, was dort ablief.

    Warum haben Sie nicht reagiert?

    „Noch in den achtziger Jahren gab es zwischen Schwulen und den Pädos eine Solidarität. So waren Teile der Schwulenbewegung damals drauf. … Karst wurde kurz danach verhaftet.“

    aus: Sabine Beikler („Ich bin wie paralysiert geflüchtet“), in: Der Tagesspiegel 22.05.2015

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/paedophilie-affaere-bei-den-gruenen-ich-bin-wie-paralysiert-gefluechtet/11811082.html

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    … Birk räumt nun ein, bei einem Besuch in der Wohnung des damaligen Grünen-Mitglieds Fred Karst vom Missbrauch mindestens eines Jungen erfahren zu haben. „Wenige Monate später wurde Karst wegen Missbrauchs an einem achtjährigen Jungen verurteilt.“ Warum er bislang geschwiegen habe, „das habe ich mich in den letzten Monaten immer und immer wieder gefragt“, heißt es weiter. Vermutlich sei es aus Scham geschehen, die damals von einem Teil der Grünen geforderte Straffreiheit von sexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern mit vertreten zu haben, so Birk. …

    Bei den Grünen wird nun erwartet, dass in den kommenden Wochen weitere Einzelheiten über persönliche Verstrickungen in die Pädophilenszene ans Licht gelangen. „Leute wie ich, die gewusst, aber nichts gesagt haben, gibt es viele“, sagte Birk im Gespräch mit der Berliner Morgenpost. „Wir werden hoffentlich noch mehr dieser Geschichten hören.“ …

    Mit der Aufklärungsarbeit des Berliner Landesverbandes rücken pädosexuelle Gewalt und Täterschaft ganz nah an die Grünen heran, möglicherweise sogar in Parteistrukturen hinein. Denn die 1992 bis 1995 bestehende AG Alt & Jung war ein kaum getarnter Treffpunkt pädosexueller Männer, die den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen nicht nur propagierten, sondern auch vollzogen. Denn mit dem Aufarbeitungsbericht der Berliner Grünen stellt nun auch die Partei selbst klar, dass sich die pädophilen Gruppen nicht nur darauf beschränkt haben, in Parteitagsbeschlüssen die Forderung nach Straffreiheit für sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern zu verankern.

    Mit einem der im Bericht genannten Protagonisten pädosexueller Gewalt, dem inzwischen verstorbenen Fred Karst, hatte das Treffen mit Birk stattgefunden. „Ich sah die Nacktbilder von seinen Pfadfinderjungen an den Wänden seiner Wohnung, sah die Hausbar und hörte die Geschichte eines der Jungen, der sich, um diesem Mann zu entfliehen, freiwillig in ein Heim begeben hatte, wie dessen betrunkene Mutter an Karsts Hausbar bekannte“, heißt es in dem persönlichen Nachtrag Birks.

    aus: Jens Anker (Grünen-Abgeordneter – „Ich sah die Nacktbilder der Jungen“), in: Berliner Morgenpost 22.05.2015

    http://www.morgenpost.de/berlin/article141322730/Gruenen-Abgeordneter-Ich-sah-die-Nacktbilder-der-Jungen.html

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    Deutscher Pfadfinderbund gegr. 1911
    DPB 1911

    Bundesehrengerichtsvorsitzender Fred Karst, Berlin verstorben.

    http://dpb1911.pfadfinder.me/about/showrubrik.php?id=2

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  5. traoré Says:

    … Einer der beiden Päderasten unter den Grünen war Dieter F. Ullmann, der während seiner Zeit in der Partei mehrmals wegen sexuellen Missbrauchs in Haft war. Im Mittelpunkt der pädophilen Umtriebe im Landesverband stand aber Fred Karst. Der trat der Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz (AL), die später in die Grünen aufging, 1983 bei. Damals war er noch Häftling der Justizvollzugsanstalt Tegel – wie Ullmann wegen sexuellen Missbrauchs. Karst machte sich immer wieder für die Abschaffung der Paragrafen 174 und 176 StGB stark, die Sex mit Kindern verbieten. In der Arbeitsgemeinschaft Knast setzte er sich für die Interessen inhaftierter Sexualstraftäter ein.

    Karst inszenierte wie alle pädophilen Aktivisten in der Partei die Täter sexueller Gewalt als Opfer, als unterdrückte Minderheit. Dieser Darstellung lag die verschrobene Vorstellung zugrunde, dass es einvernehmlichen Sex zwischen Erwachsenen und Kindern geben könnte. Eine Vorstellung, der auch viele Grüne erlagen, die eigentlich nichts mit Pädophilie zu tun haben wollten. Im Bericht heißt es dazu: „Ideologisch herrschte ein Minderheitendogma: Man verstand sich als Sprachrohr und Lobby gesellschaftlich diskriminierter Gruppen.“ Landeschefin Jarasch sagt deshalb heute. „Wir schämen uns für das institutionelle Versagen unserer Partei.“ Das Klima der sexuellen Revolution sei keine Entschuldigung.

    Die Grünen schauten auch weg, als Karst 1992 eine allzu offensichtliche Arbeitsgemeinschaft gründete: die AG Jung und Alt, eine Untergruppe im Schwulenbereich der AL. Mit dieser Gruppe organisierte der verurteilte Päderast Campingausflüge unter dem Motto Sicheres Zelten ist möglich. Auch mit „Butterfahrten“ an die Ostsee warb er. 1993 beantragte Karst Projektmittel, um eine Wohnung im Stadtteil Prenzlauer Berg zu mieten. Er wollte dort „Hausaufgabenhilfe“ anbieten.

    Die zuständige Bezirksgruppe lehnte Karsts Antrag zwar ab. Erst 1995 allerdings, nachdem Karst ein weiteres Mal verurteilt wurde, weil er einen acht Jahre alten Jungen missbraucht hatte, strebte der Landesverband ein Parteiausschlussverfahren an. Was in den Jahren zuvor in der Gruppe Jung und Alt geschehen ist, wie viele Mitglieder sie hatte, ob es durch diese Institution der Grünen zu systematischen Missbrauch von Kindern kam, all das ist heute nicht zweifelsfrei bekannt – auch weil sich die Berliner Grünen damals nicht wirklich darum kümmerten. …

    von: Issio Ehrich (Gab es ein grünes Missbrauchs-Netzwerk?), auf: n-tv (20.05.2015)

    http://www.n-tv.de/politik/Gab-es-ein-gruenes-Missbrauchs-Netzwerk-article15132876.html

  6. traoré Says:

    … Thomas Birk. Erst nach der Pressekonferenz erleichterte der queerpolitische Sprecher der Abgeordnetenhausfraktion sein Gewissen per Facebook: Er bekannte, den grünen Pädoaktivisten Fred Karst einmal in seiner Wohnung besucht zu haben. Dabei hatte er einen deutlichen Verdacht auf Kindesmissbrauch: Bilder von nackten Pfadfinderknaben an der Wand, eine betrunkene Mutter, die von ihrem Sohn erzählte, der auf der Flucht vor dem grünen „Kinderfreund“ freiwillig ins Heim gegangen sei. Auch das Foto des Jungen hing an der Wand.

    Birk verließ nach eigener Darstellung geschockt die Wohnung. Mit dem, was er gesehen hatte, ging er aber nicht zur Polizei – kein Staat! Er sprach auch nicht mit Parteifreunden darüber – keine Kritik an Minderheiten! Er schwieg – jahrelang. Der Parteifreund wurde 1995 wegen Vergewaltigung eines Achtjährigen verurteilt.
    Birk beißt nun das schlechte Gewissen. Er gehört heute zu den entschiedensten Aufklärern bei den Grünen. Und er fordert nun auch andere, die „gewusst, aber nichts gesagt haben“, dazu auf, ihre Geschichten zu erzählen. Das große Erzählen, das konkrete Benennen von Personen, Orten, Taten muss jetzt auch losgehen. Nur so können sich die Berliner Grünen von der Schuld befreien, die sie auf sich geladen haben. …

    von: Nina Apin (Dieses verdammte Erbe), in: taz 22.05.2015

    http://www.taz.de/!160410/



    bereits Ende März 2015 weist der exzellente Journalist Christian Füller (Autor der pfadfinderischen Pflichtlektüre: Die Revolution missbraucht ihre Kinder) auf den GRÜNEN Pädo-Serientäter Fred Karst hin:

    Zu eurer Kenntnis: die Berliner Grünen haben gerade angekündigt, in einem Mitte April zu veröffentlichenden Bericht schonungslos ihre Vergangenheit aufklären wollen. http://www.taz.de/Aufarbeitung-Paedophilie/!157214/ Dabei wird von „bis zu Tausend Opfern“ die Rede sein. Zwei der wichtigsten Täter in diesem Zusammenhang sind Bündische:

    Fred Karst, grünes Mitglied, der in und außerhalb der Partei Gruppen mit Kindern installierte, die zum Missbrauch und zur „Nachschub“-Gestaltung wichtig gewesen seien; Karst war Nerother WV.

    herrce am 28.03.2015 (08:13, 08.16 Uhr)

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12296&entries=90



    Na sowas, nicht nur der sogenannte About (technische Daten über uns – DPB 1911), nein gleich die komplette Homepage des Deutschen Pfadfinderbundes gegr. 1911 ist ausgeknipst! Nun, beugen wenigstens wir der Erinnerungslosigkeit vor:

    Deutscher Pfadfinderbund gegründet 1911
    technische Daten über uns – DPB 1911

    Bundesehrengerichtsvorsitzender Fred Karst, Berlin verstorben

    http://dpb1911.pfadfinder.me/about/showrubrik.php?id=2


    So entstand der DPB 1911 e. V. am 11. November 1951 in Bad Kreuznach unter der Führung des Bundesfeldmeisters Werner Plaschke [aus Ispringen bei Pforzheim], genannt alarich. Seinen Namen sicherte sich der Verein durch die Zahlung der Vorkriegsschulden des gleichnamigen Vorgängerbundes. Erst später wurde er in DPB e. V. gegr. 1911 umbenannt. Bei der Gründung zählte der Bund etwa 4000 Mitglieder. Heute besteht der Bund aus dem Stamm Nibelungen in Düsseldorf-Benrath: drei Sippen, einer vor kurzem neuentstandenem Meute und einer Roverrunde. Bundesvorsitzender ist Helmut W. (dino). Die Gruppenstunden finden in einem alleingenutzten Raum im kirchlichen Jugendheim Paulistraße oder im Pfadigarten, einer idyllischen Schrebergartenparzelle im Wald, statt. Außerdem pflegt der Bund auf seinen Internetseiten eine eigene Online-Zeitung, genannt “Der Pfadfinder” und ein umfangreiches Gruppenstundenarchiv. Die Bundestracht umfasst neben dem dunkelgrünem Hemd mit der Bundeslilie ein schwarz-grünes Halstuch bzw. ein dunkelgrünes T-Shirt mit Bundesemblem. …

    von: almi (Vorgestellt: DPB e. V. gegr. 1911), in: scouting 02-06

    http://scouting.de/vorgestellt-dpb-e-v-gegr-1911/


    BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
    DAS BUNDESARCHIV

    DY 24/ 22558
    Pfadfinderjugend

    Beurteilung des Bundesfeldmeisters des Deutschen Pfadfinderbundes 1911 Werner Plaschke

    1952 – 1953, o. Dat.

    http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/dy24/index.htm?kid=ad2f62fe-18e4-4a2d-a263-6fb6d0249840



    Protest gegen die Remilitarisierung und den Deutschlandvertrag (1951-1952)

    Für den Friedensvertrag – Gegen den Generalvertrag – Das Trennende beiseite

    „Deutsche Sammlung“

    Dortmund, den 29. Juni 1952
    Die Konferenz Deutsche Sammlung
    Arbeitskreis für deutsche Verständigung – für einen gerechten Friedensvertrag:

    Werner Plaschke, Ispringen, Krs. Pforzheim, Konstrukteur, Mitgl. d. Präsidiums des Westdeutschen Treffens, Bundesfeldmeister des Deutschen Pfadfinder-Bundes

    http://www.europeana.eu/portal/record/2022022/11088_DD3046DA_3A15_4579_9BF3_2E6F2841FA7C.html

    Bund der Deutschen, Partei für Einheit, Frieden und Freiheit (BdD)

    Nach der Unterzeichnung des Generalvertrags wurde am 26. Juni 1952 in Dortmund die Deutsche Sammlung gegründet. Mitglieder des Präsidiums waren der ehemalige Reichskanzler Joseph Wirth, Katharina von Kardorff-Oheimb und Wilhelm Elfes. Die Deutsche Sammlung rief zum Widerstand gegen den die Westbindung festschreibenden Generalvertrag auf und forderte, alle Möglichkeiten der Wiedervereinigung auszuschöpfen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_Deutschen,_Partei_f%C3%BCr_Einheit,_Frieden_und_Freiheit

  7. traoré Says:

    Fred Karst, der aus der Pfadfinderbewegung kam und teilweise rechtsradikale Positionen vertrat
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    … Stattdessen schlüpften unbemerkt ganz andere unter den Deckmantel der Partei. Rund 20 Sexualstraftäter, so heißt es im Grünen-Bericht, wurden AL-Mitglieder. Darunter der vorbestrafte Dieter Ullmann. Er sorgte dafür, dass im Wahlprogramm 1981 die Straffreiheit für Sex mit Kindern gefordert wurde. Als er Kandidat für das Abgeordnetenhaus wurde, saß er in Haft, was keinen störte – im Gegenteil: Ullmann galt in der Partei als Opfer der repressiven Gesellschaft. …

    Die Auswüchse dieser falsch verstandenen Liberalität haben Frauke Homann, die für das Bezirksamt arbeitete und lange für die Kiezschule in der Skalitzer Straße, bis in die Nächte verfolgt. Entsetzt sei sie gewesen, als sie feststellen musste, dass nahezu alle Jungen in einer Grundschulklasse von einer Gruppe Pädophiler missbraucht wurde. …

    In den Schulen oder sozialen Einrichtungen für Kinder aus schwierigen Familien, so erfuhr Frauke Homann immer wieder, schlüpften die Täter in die Rolle der Helfer, galten sogar als Vertraute der Lehrer, die es gut fanden, wenn ihre Schüler Nachhilfe bekamen. Und auch viele Eltern oder alleinerziehende Mütter waren froh, wenn ein hilfsbereiter Mann auf die Jungen aufpasste, mit ihnen Schularbeiten erledigte oder Ausflüge unternahm. Dass die Kinder im Nachbarschaftskeller für Schlüsselkinder in der Falckensteinstraße nicht nur spielen konnten, sondern auch missbraucht wurden, flog erst viel später auf. Als Unbekannte eines Nachts Kinderpuff an die Tür sprühten, machte der Laden dicht. Den Pädophilen war’s egal, es gab genügend andere Treffpunkte. So konnte es sogar geschehen, dass einer wie Fred Karst, der aus der Pfadfinderbewegung kam und teilweise rechtsradikale Positionen vertrat, im Kreuzberger Biotop ungehindert seine Triebe ausleben konnte. Der inzwischen verstorbene [Anm.: das wäre zu belegen] Karst war Mitglied der Alternativen Liste, saß zeitweise im zentralen Landesausschuss. Seine Wohnung war Treffpunkt der von ihm gegründeten Arbeitsgemeinschaft Jung & Alt, in der Kinder ein- und ausgingen. In der Zeitung der Partei durfte er noch 1994 behaupten, dass Kinder durch „einvernehmlichen Sex keinen psychischen Schaden“ erlitten. Er flog erst 1995 aus der Partei, nachdem er erneut verurteilt worden war. …

    Wie rabiat die Pädophilen vorgingen, erlebte Frauke Homann immer wieder. Einmal wurde sie zum selbstverwalteten Heilehaus in der Waldemarstraße „befohlen“, wo sie eine Gruppe von Pädosexuellen – zusammen mit einem Anwalt – bedrohte. „Wenn ihr nicht aufhört, Stunk zu machen, dann prügeln wir euch aus dem Bezirk“, bekam sie zu hören. Reaktion in Kiez? Keine. Der Ton sei eben ruppig in SO 36, hieß es. …

    von: Gerd Nowakowski (Pädophilie in Kreuzberg: Es wollte keiner hören), in: Der Tagesspiegel 26.05.2015

    http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/missbrauch-bei-den-berliner-gruenen-paedophilie-in-kreuzberg-es-wollte-keiner-hoeren/11823438.html

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    Ebenso wandte sich Dieter F. Ullmann im Namen des TBS und unterstützt von den AL-Schwulen gegen die Aussage des grünen Bundestagsabgeordneten Herbert Rusche, die grüne Gesetzesinitiative zur Streichung der §§ 175 und 182 StGB sei „kein Freibrief für geile alte Männer“. Rusche hatte sich darüber hinaus für das Fortbestehen der §§ 174 und 176 StGB ausgesprochen. Ullmann war es auch, der sich am 12. Juli 1985 für das TBS gegen den Versuch des Grünen-Landesvorstands Niedersachsen stellte, Pädosexuelle aus den Schwulengruppen der Grünen heraus zu drängen.
    13

    Im Kreuzberger Stachel entflammte nun im Sommer und Herbst 1986 eine Diskussion um Pädosexualität, wobei die Kontroverse vor allem zwischen den organisierten AL-Frauen in Kreuzberg und Mitgliedern des Schwulenbereichs verlief. Kurt Hartmann und Manfred Herzer hielten im Kreuzberger Stachel (9/10 1986) die Bestrafung „gewaltfreier Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern für einen politischen Fehler und für ein Unrecht“. In der gleichen Stachel-Ausgabe erhielten sie in einem Leserbrief unter Bezugnahme auf den Artikel im Juli Unterstützung: „Auch die AL scheint inzwischen von der Wende befallen. Seit sie sich als Kinderficker-Partei diffamiert sieht, diffamiert sie jetzt wohl fleißig mit, möglicherweise um sich rein zu waschen? Die Pädos sind ja schon ausgegrenzt worden!“ [Leserzuschrift von W. T. [jugendbewegt-bündisch, s. u., genannt köchl], in: Kreuzberger Stachel, September/Oktober 1986, S. 7] Die Gegenposition vertrat Angela Schäfers vom AL-Bereich Frauen:

    „Männer sollten ihren Wunsch nach sexuellen Kontakten mit Kindern endlich als ihr Problem begreifen – als ihre Unfähigkeit, mit gleichberechtigten Partnern oder Partnerinnen zu leben – und nicht als bloße – natürliche – Variante von Sexualität. Und politisch aktive Schwule sollten diese Unfähigkeit nicht länger zum politischen Programm erheben, sondern ihren emanzipatorischen Ansatz als auch für diesen Bereich geltend verstehen.“ [Angela Schäfers: Egoistische Wünsche Erwachsener, in: Kreuzberger Stachel, September/Oktober 1986, S. 7]
    14

    Am 4. Februar 1995 erschien in der Berliner Zeitung ein Artikel über den Prozess und das Urteil gegen Fred Karst wegen Missbrauchs an einem zur Tatzeit achtjährigen Jungen. Es wurde berichtet, dass Karst aktives grünes Mitglied sei, eine Jugendgruppe leite und schon 1980 wegen sexuellen Missbrauchs zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden sei. Fred Karst gehörte dem Schwulenbereich der Berliner Grünen an und war seit Dezember 1992 sein Vertreter auf der Landesdelegiertenkonferenz.
    18

    Vermutlicher Schlusspunkt der zeitgenössischen Auseinandersetzung zum Thema Pädosexualität bei den Berliner Grünen war der Parteiaustritt Fred Karsts im Mai 1995, der somit einem möglichen Parteiausschluss zuvorkam.
    19

    Dieter F. Ullmann (Mitglied von Mai 1981 bis März 1989) und Fred Karst (Mitglied von März 1983 bis Mai 1995), die über viele Jahre in sogenannten offenen Wohnungen (darunter dem Falckensteinkeller) Jungen im Alter von 7 bis 12 Jahren sexuell missbraucht haben. Sie gehörten, beide sind inzwischen verstorben [belegbar?], zu den wichtigsten pädosexuellen Netzwerkern in- und außerhalb Berlins. Auch Peter Schn., der später wegen der Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie vor Gericht stand, war von 1992 bis 1996 Mitglied der Partei und ihres Schwulenbereichs. Kurt Hartmann, ein weiterer Hauptakteur des Schwulenbereichs, bezeichnet sich selbst zwar als nicht pädosexuell, hatte aber die sogenannte einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern zum Lebensthema gemacht.
    29

    Zum anderen warb Fred Karst eine Gruppe von mehreren Männern an, die sich ab Herbst 1992 in der Untergruppe Jung und Alt als schlecht getarnte „Pädogruppe“ trafen. Sie sollte den Anschein einer Freizeit- und Wohltätigkeitsgruppe vermitteln, bestand aber wohl tatsächlich aus Männern, die sexuell auf Jungen auch unter 14 Jahren fixiert waren. Einzelne Mitglieder des Schwulenbereichs verteidigten noch 1994 aggressiv die bisherige Linie der vermeintlich einvernehmlichen Sexualität mit Kindern. Dies gipfelte in der Androhung von körperlicher Gewalt durch Mitglieder der Gruppe „Jung und Alt“ gegenüber der Kreuzberger AL-Frauengruppe und anderen Bereichsmitgliedern, die eine andere Meinung vertraten.
    29

    Nach der erneuten Verurteilung des Bereichsmitglieds Fred Karst wegen sexuellen Missbrauchs im Februar 1995 distanzierte sich der Schwulenbereich von jedwedem Missbrauch von Kindern und bekannte sich zum Schutzalter 14 Jahre. Damit wurde stillschweigend auch die These der möglichen einvernehmlichen Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen begraben. Die Mitglieder der Gruppe Jung und Alt verloren mit Fred Karst ihre Führungsfigur und wurden, soweit die Kommission es nachvollziehen kann, zwischen 1995 und 1997 wegen nicht gezahlter Beiträge als „Karteileichen“ aus der Liste der Parteimitglieder gestrichen.
    30

    Wortführer zum Thema Pädosexualität: Kurt Hartmann, Dieter F. Ullmann und Fred Karst
    ab 31 ff.

    Kurt Hartmann lebt heute in Brandenburg, war zwischenzeitlich in der PDS und hat 2013 auf der Liste der Piratenpartei für den Bundestag kandidiert. Er ist bis heute davon überzeugt, dass es eine einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern (auch innerhalb der Familie) geben kann und fordert daher weiterhin die Abschaffung der §§ 174 und 176 StGB. Generell beharrt er darauf, dass sexuelle Handlungen als solche und Pornografie nicht in ein Strafrecht gehörten.
    31

    Dieter F. Ullmann
    … geht hervor, dass Ullmann allein zwischen 1986 und 1989 wegen vier verschiedener Missbrauchsfälle an Jungen zwischen sieben und zwölf Jahren mehrfach verurteilt wurde. Er verstarb 2004 [ggf. noch belegen].
    32-33

    Fred Karst
    ab 33 ff

    Fred Karst war wie Dieter F. Ullmann ein bundesweit vernetztes Mitglied der Pädosexuellenbewegung. Als solcher agitierte er auch aus dem Strafvollzug heraus, wo er u.a. bis 1985 fünf Jahre wegen sexuellen Missbrauchs von Jungen verbrachte. Er wurde wegen des gleichen Deliktes mehrmals angeklagt und verurteilt. Von 1986 bis 1989 war er erneut inhaftiert, diesmal aufgrund sexuellen Missbrauchs, den er im sogenannten Falckensteinkeller verübte. In diesem Zusammenhang wurden die Kreuzberger AL-Frauen auf ihn aufmerksam. Seine politischen Aktivitäten erstreckten sich auf die AG Pädophilie der Allgemeinen Homosexuellen Arbeitsgemeinschaft. Er war bei der Jugendbewegung Nerother Wandervogel und leitete dort Kindergruppen. Im März 1983 trat er der AL bei – während er in der JVA Tegel wegen sexuellen Missbrauchs inhaftiert war. …

    Er war laut Impressum der Website des Deutschen Pfadfinderbundes gegr. 1911 (nicht zu verwechseln mit dem Deutschen Pfadfinderbund) dessen Bundesehrengerichtsvorsitzender gewesen und mittlerweile verstorben [Hilfsverb fehlt – (weil) beim DPB 1911 abgeschrieben? Tod sollte belegbar sein].
    33

    Es ist davon auszugehen, dass weitere Aktive des Schwulenbereichs zwischen 1979 und 1995 nicht nur aus politischer Überzeugung, sondern auch im eigenen Interesse für die Abschaffung der §§ 174 und 176 StGB eintraten. So waren weitere Mitglieder der DSAP wie Horst Kirchmeier, Olaf Stüben und Wolfgang Zander oder von externen „Pädogruppen“ im AL-Schwulenbereich bzw. in seiner Untergruppe „Jung und Alt“ aktiv. Einige dieser Personen sind inzwischen verstorben, andere sind aus der Partei ausgetreten, wurden wegen fehlender Beitragszahlungen ausgeschlossen oder waren nie deren Mitglied. Ein Teil von ihnen war offenbar auch vor, während und nach der Zeit bei der AL/den Grünen in pädosexuellen Netzwerken außerhalb der Partei organisiert.
    34

    1986 … im Ringen um die Haltung zur Pädosexualität. Sie bezog sich auf einen Artikel des AL-Mitglieds [C. T.] alias „Egon“ über den Verdacht des sexuellen Missbrauchs bei Pfadfindern und in Jugendprojekten. In diesem Zusammenhang hatte Kurt Hartmann mit weiteren Mitgliedern des Schwulenbereichs die Kreuzberger-Stachel-Redaktion
    41

    Auslöser einer wichtigen Kontroverse zwischen Kreuzberger AL-Frauen und AL-Schwulenbereich war in diesem Zusammenhang ein Artikel in der AL-eigenen Zeitschrift Kreuzberger Stachel vom Sommer 1986. Unter der Überschrift „Wer steckt hinter ‚Kreuzberg inform‘ Oder: Die dubiose ‚Jugendarbeit‘ des W. Herzog“ thematisierte AL-Mitglied Christian Thiel unter dem Pseudonym „Egon“ Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs in Berliner Jugend- und Pfadfindergruppen (Autonome Brandenburgische Jungenschaft, Nerother Wandervogel).

    Dieser Artikel löste eine heftige Reaktion des Schwulenbereichs aus. Die Bereichsmitglieder Manfred Herzer und Kurt Hartmann reagierten in der September-Ausgabe des Kreuzberger Stachel. Unter der Überschrift „Sexuelle Verdächtigung“ stellten sie sich hinter Wolfgang Herzog und trugen ihre bereits bekannten Thesen vor.
    53-54

    Gegen Herzer und Hartmann positionierte sich Angela Schäfers vom AL-Frauenbereich in der gleichen Stachel-Ausgabe mit ihrem Artikel „Egoistische Wünsche Erwachsener“.
    p 54

    Im Kreuzberger Stachel folgten anschließend kontinuierlich weiterhin Artikel, die sich mit dem Thema sexueller Missbrauch von Kindern auseinander setzten. Dagmar Riedel-Breidenstein schrieb im März 1995 unter der Überschrift „Erster Parteiausschluss bei den Grünen? Grüner Kindesmissbraucher erneut verurteilt“ über die Verurteilung von AL-Mitglied Fred Karst am 4. Februar 1995. Fred Karst hatte in Kreuzberg den sogenannten Falckensteinkeller betrieben, in dem „Lückekinder“ aus Kreuzberg betreut wurden. Als „Lückekinder“ werden in der Jugendhilfe Kinder bezeichnet, die zwischen 9 und 13 Jahre alt sind und in diesem Übergangsalter vom Kind zum Jugendlichen bei Angeboten der Jugendhilfe oft durch das Raster fallen.
    59

    Die Bedrohung der Kreuzberger Frauen durch die Mitglieder des Nerother Wandervogel, die im Schwulenbereich aufliefen, hatte eine klare, endgültige und eindeutige Distanzierung des neuen Vorstandes zur Folge. Dem geplanten Parteiausschluss konnte Fred Karst (mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt) nur durch seinen kurzfristigen Austritt im Mai 1995 zuvor kommen.
    66

    Quelle: Bericht und Handlungsempfehlungen (Kommission zur Aufarbeitung der Haltung des Landesverbandes Berlin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu Pädophilie und sexualisierter Gewalt gegen Kinder von der Gründungsphase bis in die 1990er Jahre)

    http://gruene-berlin.de/sites/gruene-berlin.de/files/benutzer/henriette.kluge/bericht_komm_aufarbeitung_gruene_berlin_.pdf

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    e. s. h. (eisbär), w. t. (köchl),

    h__p://www.deutscheslied.com/de/search.cgi?cmd=composers&name=Hausberg

    W. T. [köchl] bei [Textbeitrag] Projekttreffen „Fürsten in Lumpen und Loden“ in der Eifel [kommentierend]

    h__p://blog.jugendbewegung-der-film.de/

  8. traoré Says:

    Der Fall Didi: Ein Pädosexueller in der taz

    Didi, wie ihn seine Schüler nannten, mochte die Jungen. Und die Jungen ihn. “Didi war immer von Knaben umgeben”, sagt die ehemalige Schülerin. Damals habe sie sich nichts dabei gedacht, wenn sie den Lehrer so mit den Schülern sah. Das änderte sich, als sie den Kunstlehrer Ende 2010 im Abschlussbericht zum sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule wiederfand – als mutmaßlichen Täter. Sie fragt sich heute: Was hat sie alles nicht gesehen?

    Wie ihr geht es vielen, die Dietrich W. gekannt und geschätzt hatten, bevor er 2009 an Lungenkrebs starb: Schülern und Freunden, Angehörigen und Kollegen – auch in der Redaktion der taz, zu deren Gründern W. gehörte, und für die er jahrelang als Stuttgart-Korrespondent arbeitete.

    Der 35-seitige Abschlussbericht zum sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule widmet seinem Fall sechs Zeilen. Dietrich W., der von 1969 bis 1972 an der Odenwaldschule unterrichtete, werden neun der bislang 132 dokumentierten sexuellen Übergriffe vorgeworfen. Insgesamt drei Männer, zur Tatzeit zwölf bis vierzehn Jahre alt, haben ihn beschuldigt und zudem sechs weitere Betroffene genannt. So zählen es die beiden unabhängigen Aufklärerinnen Brigitte Tilmann und Claudia Burgsmüller, die die Schule bestellt hat.

    Im Gegensatz zu vier Haupttätern wird Dietrich W. im Abschlussbericht nicht mit Namen genannt, sondern nur als “Kunstlehrer” bezeichnet. …

    Als Dietrich W. 1969 an die Odenwaldschule kommt, ist er kein Lehrer. Er hat eine Tuchmacherlehre absolviert. Befreundete Pädagogen, die er wohl auf Burg Waldeck kennengelernt hatte, vermitteln ihn an die Schule. Die Burg Waldeck ist ein jugendbewegtes Zentrum, dessen Chansonfestival, das “deutsche Woodstock”, politisierte Achtundsechziger anzieht.

    Für die Pädophilen gab es außerdem ideologische Sympathien. Die Linken wollten sexuelle Befreiung. Pädophile durften als von staatlichen “Repressionsorganen” Verfolgte auf Solidarität hoffen. “Es war die zweite Welle der sexuellen Revolution”, erinnert sich die damalige “Säzzerin” Doris Benjack: “Alle wollten sich von allem befreien.” Niemand wollte prüde sein wie die Spießer. …

    In den Anfangsjahren besetzte die Nürnberger Indianerkommune, in der Erwachsene mit Kindern zusammenlebten, mehrmals die taz-Redaktion. Ein gängiges Mittel extremistischer Grüppchen im Kampf um Öffentlichkeit. Entnervt druckte die taz daraufhin auch Texte der Indianer, zuletzt 1986.

    Von der Päderastengruppe der Homosexuellen Aktion Hamburg kam der offen praktizierende Pädosexuelle Olaf Stüben zur taz. Kollegen erinnern sich, dass er zuweilen sogar einen jungen Gefährten in die Redaktion mitbrachte. Anfang der Achtziger rechtfertigt Stüben auf einer Seite zum Thema Pädophilie “freiwillig eingegangene” sexuelle Beziehungen von Erwachsenen mit Kindern.

    Autoren: Astrid Geisler, Nina Apin, Christian Füller. Archiv-Recherche: Brigitte Marquardt. In der taz vom 19.02.2011

    http://blogs.taz.de/hausblog/2011/02/19/der-fall-didi-ein-paedosexueller-in-der-taz/




    Wiesbaden, reformpädagogische Helene-Lange-Schule. Missbrauchstäter der 2008 verstorbene Kunstlehrers Hajo Weber:

    Ein Meister im Beliebtsein

    … damals wussten alle, dass sich Weber an mehreren Jungen vergangen hatte. Doch die Schüler schwärmen bis heute von dem coolen Pädagogen, die Kollegen von dem passionierten Fotografen. Man fühlt mit ihm, nicht gegen ihn. Und seit er hingeschieden ist, noch mehr – als sei er den Märtyrertod gestorben, ein Gepeinigter, Gemarterter, verzehrt vom Übelwollen anderer, wegen „eines einzigen Ausrutschers“. Wieder und wieder hört man: „Das war doch nur dieses eine Mal.“ …

    Zwanzig Jahre lang hat Weber an der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden gelehrt und fotografiert. Leiterin Enja Riegel hatte dort die Reformpädagogik ausgerufen und ein Buch darüber geschrieben, unter Webers Mitwirkung und der ihres Vertrauten Gerold Becker, des Leiters der Odenwaldschule, des vielgerühmten Pädagogen, des Serienvergewaltigers….

    Hajo Weber war Lehrer, er war Meister im Beliebtsein. Mädchen durften selten in den verwunschenen Hinterhof, in seine Abenteuerspielplatzwohnung für Piraten. Die Jungs lagen auf Fellen herum, lasen in Comics und Zeitschriften. …

    Die Sorge galt dem Lehrer. Er wurde therapeutisch behandelt, man sprach von Suizidgefährdung. Alle bemühten sich um den armen Mann: die Direktorin, der Klassenlehrer, die Eltern. Kurz darauf stand Gerda am Gartenzaun von Titilayos Familie. Sie rief nach dem Mädchen und hielt ihm vor Augen, wie Weber jetzt zu leiden habe. Titilayo fühlte sich schuldig. Zu Titilayos Mutter sagte Gerda: „Der Hajo hat meinem Steffen nicht weh getan.“ Gerda kann sich daran nicht mehr erinnern. Sie sagt: „Es könnte so gewesen sein.“

    Dann rief Weber an. Ob Gerda ihm helfen könne, seine Sachen aus der Schule zu schaffen? Weber hatte kein Auto, Gerda holte ihn mit ihrem ab. Er stand mit seinen Kartons auf der Treppe, hatte Tränen in den Augen. Er sagte ihr, er habe nichts Schlimmes getan. Den Jungen habe es doch auch gefallen. Von den alten Griechen erzählte er, die sich Schüler hielten, die ihre „sexuellen Freunde“ waren. Und er berichtete von seiner Kindheit, von seinem gewalttätigen Vater. Wie gerne würde er Steffen wiedersehen. …

    Weber ging bis 1997 an der Helene-Lange-Schule ein und aus. Dann ging er nach Kolumbien, unterrichtete an der deutschen Schule in Bogotá. Päderasten sind reiselustig. Als Weber nach Wiesbaden zurückkam, zog er ins Vorderhaus.

    Er wurde Lehrer an der Kerschensteiner-Berufsschule. Dass sie ihn dort auch den „Kinderficker“ nannten, erwähnte nach seinem Tod niemand. Gerda bewahrt in ihrer Küche Webers Blick auf ihren Jungen, als Foto an der Wand. Auch bei Webers Nachbarin und enger Freundin hängen Webers Bilder, Ansichten aus Nepal. Sie arbeitet beim Kindersorgentelefon „Nummer gegen Kummer“.

    Und Riegel [Enja Riegel, die damalige Direktorin], inzwischen pensioniert, rollte den Missbrauchsfall im Frühjahr selbst wieder auf. Sie sagte, sie habe „vieles getan, um die Kinder zu schützen“. Und sie habe „nie den Eindruck gehabt, dass die Schüler in irgendeiner Weise Schaden davongetragen haben“. Kurz darauf nahm sie den Satz wieder zurück. An vier der missbrauchten Jungen schrieb sie: „Ich meine, dass ein persönliches Gespräch zwischen uns als in unterschiedlicher Weise Betroffenen zur Aufklärung und evtl. Aussöhnung beitragen kann.“ Betroffenen.

    von: Lydia Harder, in: FAZ 12.12.2012

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/missbrauch-ein-meister-im-beliebtsein-11084685.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    DIETER KASSEL: … Im Nachlass des Kunstlehrers und Fotografen Hajo Weber im Wiesbadener Stadtarchiv haben Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kinderpornografische Fotos entdeckt. Selbstgemachte, in großen Mengen. Und in diesem Zusammenhang wurde auch öffentlich bekannt, dass eben dieser Hajo Weber Ende der 80er-Jahre an der Schule, an der er damals beschäftigt war, mehrere Jungen sexuell missbraucht hat.

    Diese Schule, das war nicht irgendeine, sondern das war die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, heute unter anderem Versuchsschule des Landes Hessen und seit langem eine der wenigen staatlichen Schulen, die zu den Vorzeigeobjekten der Reformpädagogik gehören. …

    CHRISTIAN FÜLLER: [zugeschaltet per Telefon aus Bad Boll, wo gerade die Tagung der Evangelischen Akademie zum Thema Reformpädagogik und Demokratie zu Ende ging] … Aber besonders die Landerziehungsheime, die in Deutschland sozusagen der Container, das Gedächtnis der Reformpädagogik sind, die immer die Vorreiterrolle hatten, und ganz an der Spitze die Odenwaldschule …

    … Solche Elemente muss die Reformpädagogik, glaube ich, jetzt wirklich gründlich anschauen, weil in der Öffentlichkeit ist es nicht zu vermitteln, dass man zum Beispiel, wie es hier auf der Tagung geschieht, einen anerkannten Päderasten wie Gustav Wyneken, den Gründer der Freien Schulgemeinde in Wickersdorf, was jetzt ganz lange her ist, aber der wird da hier als Superdemokrat gefeiert, und es war einfach einer, der war super pädophil. Das verstehen die Eltern natürlich überhaupt nicht, dass man sozusagen Pädophile weiter pädagogisch argumentieren lässt. Und da muss einfach eingegriffen werden, und da ist viel Selbstkritik gefordert. …

    („Reformpädagogen haben echt ein Problem“, Deutschlandradio Kultur, ein Beitrag vom 14.12.2010)

    http://www.deutschlandradiokultur.de/reformpaedagogen-haben-echt-ein-problem.954.de.html?dram:article_id=145861

  9. Carcinòl Says:

    Sur le bateau, le groupe fonctionne comme une microsociété qui vit en vase clos, avec ses règles propres et son gourou, le capitaine.

    Die Falado von Rhodos war 40 Jahre lang so etwas wie die (meistens) schwimmfähige Ausgabe der vielfach zum Tatort sexuellen Missbrauchs gewordenen Jugendburg über dem Dorf Balduinstein. Der französische Jungenverehrer „Léon“ (Léonid Kameneff) hingegen kam seit 1969 mit dem Konzept École en bateau als faktischer Vaterersatz (un substitut de père), Reiseleiter und Päderast an menschliche Beute. Dazu betrieb er den 1943 in der Werft Quéré-Gonidec-Kersaudy in Tréboul (commune Douarnenez, département Finistère, région Bretagne) mit einem 20 m langen Rumpf aus Holz gebauten Thunfischfänger, die Karrek Ven, gesamte Segelfläche 286 Quadratmeter, ab 1980 als Jugendsegelschiff.

    Neuromantischer Infantilismus der Reformpädagogik oder andere antiintellektualistische Verantwortungsverweigerung, sexuelle Revolution nach 1968 bzw. postmoderne Lust am Zerstören von Struktur und Nachvollziehbarkeit, die von außen schwer durchschaubare Kleingruppen-Abenteuerpädagogik Marke Pfadfinder oder Wandervogel, der für die Abschaffung der Schutzaltersgrenzen kämpfende Bündisch-Jugendbewegte Fred Karst und die Berliner GRÜNEN der Achtziger, in solchen Milieus schufen sich Päderasten den für sie bestens geeigneten Jagdgrund. Britisch (Morris Fraser aka Roderick Fraser; die Segelfreizeiten des Azimuth Trust), deutsch (bündische Falado) wie französisch auch mit dem Werkzeug Segelboot.

    Léonid Kameneff gründete école en bateau, die „Schule auf dem Schiff“. Was nach außen erlebnispädagogisch wertvoll wirkte, funktionierte intern wie eine Sekte. Auf abenteuerlichen Reisen um die Welt vergewaltigte und missbrauchte der Kinderpsychotherapeut Minderjährige, insbesondere Jungen. Tatort und Täterstrategie erinnern damit an die Schwimmversion von Pädo-Tatort Burg Balduinstein, das Balduinsteiner Segelboot Falado von Rhodos.
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    Un voilier naviguant sur les mers, l’aventure et l’utopie, l’école autrement, des „élèves“ dorés et nus sur le pont, tout cela est venu s’échouer entre les quatre murs clos de la cour d’assises de Paris. Pour le fondateur de l’Ecole en bateau, Léonide Kameneff, 76 ans, condamné à douze ans de réclusion criminelle, il n’y a plus de rêve mais, selon la motivation de l’arrêt rendu vendredi 22 mars, la brutale réalité de „viols et d’agressions sexuelles commis sur de très jeunes garçons pendant plus de vingt ans“, plus de liberté mais „un conditionnement quasi sectaire à l’égard d’enfants particulièrement vulnérables“, plus d’idéal pédagogique mais „une emprise psychologique pour assouvir des pulsions sexuelles“. Et il n’y a pas même la circonstance d’une „époque prétendument permissive“ – celle des années qui ont suivi mai 68 – mais „une sexualité déviante et profondément traumatisante pour les victimes“.

    Deux autres accusés, Bernard Poggi, 60 ans – qui avait lui-même été abusé, enfant, par Léonide Kameneff – et Jean-François Tisseyre, 58 ans, aujourd’hui atteint d’une grave infirmité, ont été reconnus coupables et condamnés respectivement à 6 ans ferme et 5 ans avec sursis. Le quatrième accusé, mineur au moment des faits, a été acquitté. […]

    Un avocat de la défense, Me Yann Choucq guidant Léonide Kameneff vers une reconnaissance de culpabilité à laquelle il s’était si longtemps refusé et n’hésitant pas à aller au-delà de ce que son client reconnaissait. „J’ai une certitude, c’est que quelque part dans cette histoire, il y avait de l’amour, aussi énorme que ce mot puisse paraître dans cette salle d’audience, a dit Me Choucq dans sa plaidoirie. Mais cela ne justifie rien. Car si je conçois que vous avez aimé ces enfants, Léonide Kameneff, je dois vous dire que vous les avez trop aimés, et mal aimés. Parce que vous avez confondu deux choses: la sensualité de l’enfant et la sexualité de l’adulte. Le rêve est aujourd’hui brisé et vous en portez la responsabilité“

    […] Ces garçons ou cette fille âgés de 10 à 15 ans réveillés la nuit dans leur couchette par les caresses d’un adulte. Ces gestes subis et rendus „dans le noir et le silence“. […] La crainte de décevoir „Léo“, leur héros, en se refusant à lui et celle d’être débarqués du bateau, s’ils ne se montraient pas assez dociles ou compréhensifs. Ces retours trop rares dans leur famille […] „L’enfant est là, au bout de l’escalator. Il est l’enfant prodigue. Ses parents, qu’il n’a pas vus depuis dix mois, l’attendent en bas. Ils sont fiers. Et la mère dit: „Alors, c’était bien?“ Mais que voulez-vous qu’il dise l’enfant? Qu’on lui a mis un sexe d’homme dans sa bouche de gamin de 10 ans? Comment pourrait-il décevoir le bonheur et l’espoir de ses parents? Alors il parle des coquillages, du soleil, de la mer et du vent“.

    aus: Pascale Robert-Diard (Le procès exemplaire de l’Ecole en bateau), in: Chroniques judiciaires / LE MONDE 23.03.2013

    http://prdchroniques.blog.lemonde.fr/2013/03/23/le-proces-exemplaire-de-lecole-en-bateau/

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    Onze anciens élèves de l’Ecole en bateau, qui dénoncent des abus sexuels commis dans les années 1980 à bord du voilier le „Karrek Ven“

    http://www.europe1.fr/faits-divers/karrek-ven-les-victimes-veulent-reparation-860473

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    De 1969 à 2001, cette association, l’école en bateau, fondée par Léonid Kameneff, ancien instituteur et psychologue, a accueilli plus de 400 enfants à bord de plusieurs bateaux, de longs mois durant, pour vivre une aventure extraordinaire loin de leur famille.

    Mais cette utopie post soixante-huitarde s’est révélée être l’une des plus grandes affaires de pédophilie connue à ce jour en France.

    Au mois de septembre 1983, à l’âge de 13 ans, Laurent Esnault embarquait à Gallipoli en Italie sur le Karrek Ven. C’est là que débutait son voyage à l’Ecole en bateau. C’est là qu’il a vécu le paradis et l’enfer.

    Témoin dans le cadre du procès, il a obtenu la confiance des autres victimes qui l’ont autorisé à les filmer pendant les trois semaines d’audience.

    Avec Réjane Varrod, une amie réalisatrice, il tente de comprendre à travers ce film pourquoi le silence et la culpabilité ont empêché les enfants de dénoncer leurs agresseurs pendant si longtemps.

    Il dresse également le constat des ravages que causent les actes pédophiles dans les vies des victimes.

    http://france3-regions.francetvinfo.fr/midi-pyrenees/emissions/doc-24-midi-pyrenees-et-languedoc-roussillon/actu/ecole-en-bateau-l-enfance-sabordee-un-documentaire-diffuse-vendredi-soir-24-octobre-vers-minuit.html

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    Dr Morris Fraser aka Roderick Fraser was a member of the Paedophile information Exchange (PIE), and was involved in child abuse networks across the UK and overseas. He was a founder of the Azimuth Trust charity which sent young boys on sailing holidays as a front for a paedophile ring. He was also one of eight men charged in New York as part of an organised abuse network.

    Fraser worked as a child psychiatrist in Belfast […]

    He founded the Azimuth Trust in 1988, linked to Ecole en Bateau, a French paedophile group founded in 1969 by Leonid Kameneff

    Fraser lived in Islington in 1990, at a time when paedophile networks had infiltrated Islington children’s homes. Another PIE member, Peter Righton, is connected to Islington via the Islington-Suffolk Project, which sent children in care on holidays to Lord Henniker’s estate in Eye, Suffolk. […]

    https://bitsofbooksblog.wordpress.com/2014/09/13/dr-morris-fraser-2/

    https://bitsofbooksblog.wordpress.com/2014/09/

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    Der heute 76-jährige Kameneff hatte die „Ecole en bateau“ im Jahr 1969 gegründet. Es galt als mutiges Alternativpädagogik-Projekt. Kinder und Jugendliche sollten auf seinem Schiff anders und besser lernen, die Schulzeit als Abenteuer erleben. Bis zum Jahr 2002 sollen 400 Schüler im Alter von zehn bis 15 Jahren an den Reisen teilgenommen haben. Begeisterte, manchmal auch überforderte Eltern schickten ihre Kinder ein Jahr, oft länger auf das Schiff. […]

    Ein Pariser Gericht erklärte Kameneff nun für schuldig, sich in den 80er- und 90er-Jahren an mindestens fünf Kindern vergangen und sie auch vergewaltigt zu haben. Ein Mitarbeiter Kameneffs wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt, ein weiterer zu fünf Jahren Gefängnis mit Bewährung. Die Richter sprachen von einer sektenartigen Behandlung besonders verletzlicher Kinder. Kameneff verteidigte seine „ideale Welt ohne Schranken zwischen Erwachsenen und Minderjährigen“ und wollte lange Zeit keine Schuld eingestehen. Am Tag der Urteilsverkündung entschuldigte er sich bei „allen, denen ich wehgetan habe“. Pädophil zu sein stritt Kameneff ab. Er habe „die Kinder ihre Sexualität ausdrücken lassen wollen“ und „auf ihr Verlangen antworten wollen“. Und er verwies auf die früheren libertären Zeiten nach 1968.

    aus: Michael Neubauer (Missbrauch auf dem Schul-Schiff), in: Badische Zeitung 25.03.2013

    http://www.badische-zeitung.de/panorama/missbrauch-auf-dem-schul-schiff–70313869.html

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    Abenteuer Kolumbus
    F 1990 (Phares d’ouest – Dans le sillage de Christophe Colomb / Western Lights)

    Mit dem Segelschiff „Karrek Ven“, einem umgebauten Thunfischkutter, schippern elf Schüler und ihr Lehrer Léon von Spanien aus nach Amerika – auf den Spuren von Christoph Kolumbus in die Neue Welt …

    http://www.fernsehserien.de/abenteuer-kolumbus

  10. Frank Dreesbach Says:

    Ganz großes Kino. Ich war in den 80ern gerne und oft auf der Burg und bin es heute auch hin und wieder. Habe ich nach eurer Ansicht einen wunden Popo? Mit den gleichen rhetorischen Mitteln, die den pauschalisierten Gegnern, oder gar Feinden, vorgeworfen wird, zieht sich hier durch den subtil verachtenden Text. Ich bin beeindruckt.

  11. Eifelginster Says:

    Sehr geehrter Herr Dreesbach,

    andeutungsweise sprechen Sie über ihre nun mindestens 25 bis 30 Jahre vergangenen ersten Erfahrungen auf dem Gelände des von Alexej Stachowitsch (axi) gegründeten Freien Bildungswerks, der sogenannten Burg Balduinstein, und sind somit heute volljährig (über achtzehn Jahre alt).

    Haben Sie Kinder oder tragen bzw. trugen Sie Verantwortung als ein Jugendgruppenleiter? Nicht nebenbei gefragt: stammen Sie – wie wir – aus den Jugendgruppen, etwa aus dem weltweiten Scouting, der kirchlichen Jugendarbeit oder der Deutschen Jugendbewegung?

    Sie verteidigen die auch uns bekannte Jugendburg im schönen Lahntal sorglos pauschal – warum tun Sie das nicht unter dem pädagogisch, pfadfinderisch und bündisch höchst gebotenen, unzweideutigen sinngemäßen Bekenntnis: „Es gibt keine einvernehmlichen sexuellen Handlungen zwischen Volljährigen und Minderjährigen“? Missbrauch an Jungen ist seit 1974 ein Balduinsteiner Thema gewesen und Sie wissen das.

    Damit wir uns richtig verstehen, eine Jugendgruppenkultur voll von Naturkunde, Heimatkunde, Reisekunst, Liedgesang und Erlebnispädagogik ist eine wertvolle Sache, überall auf der Welt und für Mädchen wie Jungen, und genau das haben gewisse bündische Halb- und Vollnazis sowie bündische Päderasten mit eiskaltem Engagement vielerorts kaputt gemacht, wenngleich den hauptsächlichen und lebenslangen Schaden das sexuell missbrauchte Kind trägt. Und Sie plappern über „einen wunden Popo“.

    Um auf einer dem ernsten Thema angemessenen Grundlage diskutieren zu können bzw. damit auch Sie verstehen, wo die Licht- und Schattenseiten des Wandervogels bzw. der Deutschen Jugendbewegung liegen, empfehle ich Ihnen zwei ausgezeichnete Bücher, erstens von Maik Baumgärtner und Jesko Wrede: „Wer trägt die schwarze Fahne dort …“ sowie zweitens – jetzt insbesondere zum Prinzip Balduinstein – von Christian Füller: Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

    Bitte lesen Sie zunächst diese beiden Schriften.

    Mit freundlichen Grüßen

    Cees van der Duin

    http://www.amazon.de/Revolution-missbraucht-ihre-Kinder-Protestbewegungen/dp/3446247262

  12. Altpfadfinder Says:

    Thema Odenwaldschule genannt OSO.

    Isolierte Zitate.

    Bevor ich zur Odenwaldschule ging, war ich am Ammersee in einer Hauptschule, in der noch mit dem Rohrstock auf die Nagelbetten geschlagen wurde.

    Ich kam aus einem humanistischen Gymnasium in München, wo uns der Griechischlehrer noch an den Ohren aus der Bank zog und erklärte, er habe Stalingrad überlebt, er werde auch uns überleben.

    Die Zeit damals war ja eine sehr spezielle. Es herrschte eine „Anything goes“-Atmosphäre.

    Ich erinnere mich auf jeden Fall, dass wir im Chor gesungen haben: „Der Be-he-cker, der Be-he-cker, der findet Jungens le-he-cker, fiderallala, fiderallala

    Es ging hier alles sehr frei und locker zu. Hier durfte man sich verlieben, Hand in Hand übers Gelände schlendern, im Speisesaal vor den Lehrern den Freund knutschen.

    Es gab enorme Kameradschaft mit meinen Mitschülern, aber eben auch diese permanente Grenzverletzung. Ich war zwar kein Opfer sexuellen Missbrauchs, aber des permanenten Anbaggerns.

    Ja, stimmt, wir konnten tolle Sachen machen. Aber da war eben auch diese permanente Grenzverletzung. Wenn man zum Beispiel morgens nicht aus dem Bett kam, kam erst das Bauch-Bazi, dann das Oberschenkel-Bazi, dann das Eier-Bazi.

    Was hier offenbar passierte, hat ja fast schon Abu-Ghraib-Charakter.

    Ich war 13 Jahre alt und an Pfingsten mit Musiklehrer Wolfgang Held und ein paar Schülern an den Gardasee gefahren. Es ging los mit In-den-Arm-Nehmen, Nett-zueinander-Sein. Ich durfte ihn Wolfgang nennen und duzen, im Auto vorn sitzen. Und dann kam er mit einem kleinen Schlüpfer bekleidet zu mir ins Zelt und meinte, mit mir rumschmusen zu müssen.

    Mein Vater, einst Rittmeister und bei der Wehrmacht, mittlerweile aber zum Heidelberger Apo-Opa mutiert, sagte: „Sei doch nicht so spießig.“ Und meine Mutter hat mir nicht geglaubt.

    Hier wurde Analverkehr mit Elfjährigen betrieben, um das mal so ganz deutlich zu sagen!

    Mich erinnern die Verhältnisse, je mehr auf den Tisch kommt, zunehmend an die Colonia Dignidad.

    Alles wurde weggedrückt, aus einer linken, „guten“ Gesinnung heraus, um den Ruf der Reformpädagogik nicht anzukratzen.

    In keiner einzigen der jammerigen Rücktrittsbegründungen steht: Ja, wir haben Fehler gemacht, wir haben etwas versäumt, und wir übernehmen dafür die Verantwortung

    (Quelle: „Eier-Bazi“ im Odenwald – DIE WELT, 23.04.2010)

    http://www.welt.de/debatte/article7289927/Eier-Bazi-im-Odenwald.html

    :::::::

    […] „Wenn Becker etwas sagte und man im Nachhinein dachte ‚das stimmt doch so nicht‘, dann suchte man den Fehler bei sich -und nicht bei Becker. Man überlegte, was man Missverständliches oder Unklares gesagt haben könnte, so dass er zu dieser Ansicht kam“, berichten die Ehemaligen.

    Kann ein Mann, der sich an Dutzenden Kindern vergangen haben soll, noch als glänzender Pädagoge gehandelt werden? Warum haben Lehrer, wie es einer von ihnen nun sagt, zwar von Beckers „homophilen Neigungen“ gewusst, aber das Wissen auf sich beruhen lassen?

    „Der Be-he-cker, der Be-he-cker, der findet Jungens le-he-cker! Fiderallala, fiderallala, fideralla-la-la-la“, haben sie im Chor gesungen, erinnert sich Altschüler Bockelmann auf dem Podium und stimmt die Melodie an. Doch unternommen haben sie nichts. Was auch? Becker war Teil des perfiden Systems – und er war zugleich sein Kopf. Es gab keine Anlaufstelle und kein Entkommen. […]

    „Ich bin in der Bettmachphase in das Zimmer von Lehrer H. gegangen. Da lagen Sechstklässler im Bett und wurden gestreichelt“, erinnert sich Tiedemann sichtlich aufgewühlt. Es sind diese Szenen, die Gänsehaut verursachen. „Die Täter haben geglaubt, dass sie das Richtige tun“, setzt er nach. Und weil sie für sich beanspruchten, im Sinn des pädagogischen Eros und somit im Recht zu handeln, fällt es allen anderen heute ungleich schwerer zu beurteilen, was richtig ist und war – und was nicht. Kinder missbrauchen, das war unentschuldbar falsch – keine Frage. Aber trösten und dafür körperliche Nähe suchen?

    „In meinem Fall war es in Ordnung, weil die Lehrerin mich und mein Wohl im Blick hatte und nichts anderes. Anders als Becker“, sagt Wölcken. Er hat Sorge, dass der Prozess der Aufarbeitung zu einer Entkernung der Odenwaldschule führt, zu einer Entfremdung von der eigentlichen Idee der Reformpädagogik, die das Wohl, die Freiheit und den Mut des Kindes in den Mittelpunkt stellt. „Ich habe Angst, dass man mir meine Oso kaputtmacht.“

    (Quelle: Debatte an der Odenwaldschule: Zwischen Traum und Trauma. Aus Ober-Hambach berichtete Barbara Hans, in: DER SPIEGEL, 17.04.2010)

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/debatte-an-der-odenwaldschule-zwischen-traum-und-trauma-a-689524.html

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    CD’s von H. D. L. (yoga) Dieser seit Jahren erblindete Künstler und Karate-Lehrer aus der autonomen jungenschaft Hellas [ajH]

    http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/I&B-Zusaetze/Zusatz_Heft73/Kunterbunte%20Nachrichten.pdf

  13. Ex-Balduinsteinbesucher Says:

    „Alle wussten davon“

    Man lese unter dem wichtigen Text von Christian Füller (Wandern und vögeln, taz vom 11.06.2013) auch die Kommentare. Für Nichtbündische: hexe ist Karin P., die 2014 nach zwölf Jahren das Amt der Bundesführerin der Deutschen Freischar (Bund der Wandervögel und Pfadfinder, DF) abgab.

    Ausgerechnet hexe, die 2013 in ihrem Kommentar bei der taz dem Artikelthema bündische Päderastie auswich und den verlässlich arbeitenden Christian Füller unglaubwürdig zu machen versuchte („bin ich entsetzt“, „fahrlässiges Verbreiten von Unwissen“) wird zwei Jahre später durch die Freischar als Ansprechpartner aufgeführt zu: Abwehr von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt (s. u.).

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    CHRISTIAN FÜLLER
    19.06.2013, 01:15
    […] In der Odenwaldschule gab es eine Handvoll Pädokrominelle – und sie waren allesamt aus der Jugendbewegung. Ein Nest. (Was nicht bedeutet, dass der Umkehrschluss gilt: Wandervogel ist nicht zwingend Pädo.) Die Risiken in dieser Bewegung und ihren Gruppen sind dennoch extrem groß. Wer den Prozess in Saarbrücken beobachtet hat, konnte vom Richter einen atemberaubenden Satz hören: Rund um die Wandervögel auf der Burg Balduinstein habe sich ein System des Missbrauchs entwickelt, „regelrecht organisiert fand eine Beschaffung minderjähriger Sexualpartner statt, um sie zu missbrauchen.“ Mitschuld [war ein typisch] bündisches Gemisch aus Scham und Ehre und vermeintlcher Schuld, aus dem die Jungs oft nicht mehr ausbrechen konnten. Jeder Bagatellisierungskommentar hier ist eine Verhöhnung der Opfer, die – wiewohl sie teils 15 waren – oft nicht den Hauch einer Chance hatten, der Maschinerie zu entkommen.

    SVEN
    19.06.2013, 10:34
    Als Kenner der Szene fällt mir auf: Fast seit seiner Gründung gibt es im Umfeld des Freien Bildungswerkes Balduinstein immer wieder Missbrauchsfälle an Jungen. In der Regel sind dann auch in verschiedenen Fällen im Zuge der polizeilichen Ermittlungen in einem gewaltigen Maß vollzogene Missbräuche auf dieser Burg vor Gericht offenbart worden. Ich frage mich, wieso die Burg Balduinstein trotzdem weiter den steuerlichen Status als „gemeinnützig“ behält. Besser wäre es doch, diesen Päderastensumpf – auch finanziell – trockenzulegen!

    hexe (DF) [Karin P., inzwischen DF-Missbrauchsbeauftragte, s. u.]
    26.06.2013, 23:13
    Selber seit 10 Jahren Bundesführerin der Deutschen Freischar, Bund der Wandervögel und Pfadfinder bin ich entsetzt über den Artikel. Es gibt bei der TAZ auch Autoren, die gründlich nachforschen, mit Menschen sprechen, sich informieren. Warum durfte denn keiner von denen schreiben? Aus Ihren Zeilen, Herr Fühler, lese ich Häme, Angst vor einer Gruppe Menschen die Sie nicht verstehen (und es ist bekanntlich immer einfacher etwas zu verteufeln als es kennen zu lernen) und, nicht zuletzt, fahrlässiges Verbreiten von Unwissen. […]

    KIRRIE
    20.09.2013, 04:48
    Mit 11 kam ich in eine Pfadfindergruppe, war Jungenschaftsführer, hatte Kontakte zu den unterschiedlichsten Bünden, hatte durch mein überbündisches Engagement Einblick in viele, viele Gruppen und kenne Waldeck, Ludwigstein, Balduinstein, Nerother, Graue, Autonome u. a. Jungenschaften, alles das, was Rang und Namen in der Szene der 70er/80er Jahre hatte. Die Pädophilen waren ja logischerweise meist die Jungenschaftsfüher und Bundesführer. Alle wussten davon und in den einschlägigen Zeitschriften wurde Kindermissbrauch als Homoerotik verharmlost. Auf Titelseiten wurden halbnackte Jungs gezeigt. Wenn ich heute meinen Sohn in eine Gruppe schicken würde, würde ich mir diese vorher ganz, ganz genau anschauen. Denn das, was der Autor in dem Artikel schreibt, ist echt nur ein winziges Detail. Die Geschichte des Missbrauchs, die regelrechte Zuführung von Kindern, in die Hände pädophiler Gruppenführer muss meiner Ansicht nach erst noch geschrieben werden. Dann müssten manche angesehenen, verdienstvollen u. vergötterten Führer von ihrem Thron gestoßen werden.

    SZENEKENNER [Genannte hexe ist Karin P., 2002 bis 2014 DF-Bundesführerin]
    17.10.2013, 20:32
    Vom Autoren Christian Füller gut recherchiert, sehr informierend geschrieben und im Hinblick auf die unbedingt schützenswerten Kinder und Jugendlichen wirklich verantwortungsvoll intendiert. Nur so kann es mit einer „selbst bestimmten“ (Meißnerformel 1913) jugendbewegt-bündischen Gruppenkultur und Jugendarbeit überhaupt weitergehen. Den hektische Nebelwurf von der Freischar-Bundesführerin hier im Kommentarbereich hingegen empfinde ich, seit Jahrzehnten ein Kenner der bündischen Szene, als ausgesprochen unangebracht. Aber vielleicht möchte sich hexe („bin ich entsetzt“) einmal von den Missbrauchsvorgängen und den pädophilenfreundlichen Milieus auf Burg Balduinstein explizit und unmissverständlich distanzieren, die immerhin hier der Erzählgegenstand sind. Stets bemerkenswert, diese „nibelungentreue“ bündische Reflexionsabwehr, dieses treuherzig daherkommende, überlaute sinngemäße Verkünden: „Aber wir gehören unzweifelhaft zu den Guten, wir haben immer nur das Beste gewollt.“ Das genau ist der Vogel Strauß, der den sprichwörtlichen Kopf in den Sand steckt: ein gemütlich-romantischer Pfadfinder oder Wandervogel. Über die Missbrauchtstaten selbst und ebenso über die offensichtlich allzu verbreitete Haltung des bündischen Umfeldes – Beschwichtigen und Wegducken -, darüber bin ich „entsetzt“. Danke, Herr Füller!

    http://www.taz.de/!5065581/

    .

    [abgerufen heute, 26.08.2015]

    Deutsche Freischar [DF] Bund der Wandervögel und Pfadfinder

    Grundsätze zur Abwehr von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt

    […] Wie in allen größeren sozialen Verbänden, die auch Kinder und Jugendliche mit einschließen, z. B. in Schulen, Kircheneinrichtungen, Jugendheimen, Sportvereinen – aber selbst innerhalb von Familien – kommt es auch in pfadfinderisch-bündischen Gruppierungen in Einzelfällen zu Übergriffen. […]

    Unsere AnsprechpartnerInnen:

    hexe [Karin P., bis 2014 Freischar-Bundesführerin]
    Helena
    effiks

    https://www.freischar.de/standpunkte/grundsaetze-zur-abwehr-von-machtmissbrauch-und-sexualisierter-gewalt

    [100. Jahrestag des Freideutschen Jugendtages, Oktober 2013]

    Verein zur Vorbereitung und Durchführung des Meißnertreffens 2013

    Der Verein zur Vorbereitung und Durchführung des Meißnertreffens 2013 hat seinen Sitz auf der Jugendburg Ludwigstein in 37215 Witzenhausen.

    Karin P. [hexe] 2. Vorsitzende

    http://meissner-2013.de/impressum

    P., Karin (hexe) 432

    (100 Jahre Hoher Meißner (1913–2013): Quellen zur Geschichte der Jugendbewegung herausgegeben von Barbara Stambolis, Jürgen Reulecke)

    >>>ps://books.google.de/books?id=Gz6hCAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    .

    http://www.amazon.de/Revolution-missbraucht-ihre-Kinder-Protestbewegungen/dp/3446247262

  14. Friedrichsdorf Says:

    Der im Bett in flagranti Erwischte kann das bekanntlich alles erklären, jedenfalls irgendwie: „Es ist nicht so, wie es aussieht“.

    Am 19.03.2015 blickt auch der gut informierte sabi durch:

    Mir ist ein kleines Liedchen zugetragen worden. Ich finde es irgendwie passend.

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    In den guten alten Zeiten

    Man dachte mal, Neulati, das liegt am Arsch der Welt,
    Der Arsch doch war viel näher, als man sich’s vorgestellt.
    Das Gift der Blauen Blume, das spritzte durch die Nacht,
    Und hat so manchen Kleinen schon um den Schlaf gebracht.

    Ein Wirbelwind hieß Lothar, der fegte durch den Wald
    Und knickte junge Bäume mit seiner Rohgewalt.
    Am Feuer in dem Tale, da lachten alle laut,
    Nur manchmal und ganz heimlich, da hat es sie gegraut.

    Und kam im Sommer wieder die pralle Kirschenzeit,
    Der Club der Flötenbrüder war allemal bereit,
    Zu pflücken zarte Früchtchen noch vor dem Abendrot,
    Durchs Lager ging ein Flüstern bei Käse, Wein und Brot.

    In den guten alten Zeiten, in den guten alten Zeiten …

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    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12296&entries=15

  15. Awer mir schwätze halt suh häi Says:

    die bis heute bestehende Verbindung der Odenwaldschule zur Burg Waldeck

    [ ABW / Waldeck und Päderast Jürgen Kahle ]

    Seite 88 : … Auf die OSO kam Jürgen, der ewig Juvenile, von der Burg Waldeck, wo er bis 1968 die glorreich Geschichte gewordenen Festivals des aufmüpfigen Liedguts …

    Freiwild: Die Odenwaldschule – Ein Lehrstück von Opfern und Tätern

    von Tilman Jens

    http://www.amazon.de/Burg-Waldeck-Sexueller-Missbrauch-Probleme-Krankheiten/s?ie=UTF8&page=1&rh=n%3A536456%2Ck%3ABurg%20Waldeck

    „Ich war zwölf Jahre alt, als ich auf einem Familienausflug auf der Waldeck Teilnehmer eines durch das Familienoberhaupt initiierten „Sexpokers” wurde, das eine Klassenkameradin von mir verlor […] Wenige Monate später, ebenfalls auf der Waldeck, schmiegte sich dieses Familienoberhaupt in seinem Schlafsack an meinen, steckte den Arm in meinen Schlafsack und fing an, an meinen Genitalien zu spielen.

    (aus: Philipp Stempel: Missbraucht, gemobbt und mundtot gemacht, RP 10.03.2010)

    http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/missbraucht-gemobbt-und-mundtot-gemacht-aid-1.2009683

    [ Thema Jürgen Kahle, Alt-Schüler erheben Vorwürfe gegen diesen weiteren Lehrer der Odenwaldschule. Er hat sich auf Ausflügen an ihnen vergangen. ]

    […] J. K. wanderte nachts mit ihnen, er spielte Gitarre am Lagerfeuer, teilte mit ihnen seine Gitanes. Die letzte Zigarette zerbrach er; eine Hälfte nahm er, die andere bekam ein Schüler. Und J. K. fuhr mit den Kindern und Jugendlichen in den Hunsrück: zur Burg Waldeck. […] Burg Waldeck kannte er seit langem, hatte dort Anfang der sechziger Jahre die Wiesbadener Hütte mitgebaut, in die er nun seine Schüler brachte: eine kleines Holzhaus auf einem Schieferfelsen, am Rand des steil abfallenden Baybachtals. Ohne J. K. hätte es die bis heute bestehende Verbindung der Odenwaldschule zur Burg Waldeck nie gegeben. […]

    (aus: 10, von Philip Eppelsheim und Volker Zastrow: Die „wunderschönen Jungfrauen“ und die Burg, FAZ 11.04.2010)

    http://www.faz.net/aktuell/politik/odenwaldschule-die-wunderschoenen-jungfrauen-und-die-burg-1968241.html

    Jürgen Kahle, der möchte, dass die Tradition der Liedermacher fortgesetzt wird oder […] schlägt folgendes vor: Ein Waldeck-Festival der Nachwuchs-Sänger und -Musikanten {…]

    Eckard Holler [zeko] […] Festival-Macher und […] Sein Vorschlag: Die ABW sollte sich auf die jugendbewegten Ursprünge der Waldeck besinnen, nämlich auf die Idee der „Gemeinschaftsutopie“. Konkret heißt das, […]

    gmp [Gisela Möller-Pantleon]

    [Seite 11]

    […] Briefwechsel zwischen Jürgen Kahle, zar und molo

    (KÖPFCHEN 4/95 Dezember 1995)

    http://www.gsbxmedia.de/modules/artikel/cache/uploaded/877505.pdf

    Dietrich Willier [didi] (1945–2009), Odenwaldschul-Lehrer 1969 bis 1972.

    Ebenfalls von der Waldeck stammte der spätere taz-Mitbegründer didi, Dietrich Willier, der an der Odenwaldschule als Kunstlehrer arbeitete und Kinder missbrauchte.

    Als Dietrich W. 1969 an die Odenwaldschule kommt, ist er kein Lehrer. Er hat eine Tuchmacherlehre absolviert. Befreundete Pädagogen, die er wohl auf Burg Waldeck kennengelernt hatte, vermitteln ihn an die Schule. Die Burg Waldeck ist ein jugendbewegtes Zentrum, dessen Chansonfestival, das “deutsche Woodstock”, politisierte Achtundsechziger anzieht.

    Dietrich W. leitet zunächst eine Internatsfamilie mit vier Kindern. Dass ihr Lehrer [Kunstlehrer] nicht einmal Abitur hat, ist den Schülern egal.

    [aus: taz (Der Fall Didi: Ein Pädosexueller in der taz), in: taz 19.02.2011]

    http://blogs.taz.de/hausblog/2011/02/19/der-fall-didi-ein-paedosexueller-in-der-taz/

    Dietrich Willier: „Kinder gehörten zu seinem Leben“
    Von Philip Eppelsheim, FAZ 23.01.2011

    Nachdem Willier die Odenwaldschule verlassen hatte, errichtete er in La Bégude in der Provence eine „Urschrei-Therapie-Einrichtung“. Manche Altschüler besuchten ihn dort. […]

    Als Willier Ende 2009 starb, veröffentlichte die „taz“ einen Nachruf. Dass er an der Odenwaldschule unterrichtet hatte, erwähnten die Autoren des Artikels nicht. Sie schrieben: „Menschen wie Didi waren es, die die taz zum Erfolg machten und ihr die unverwechselbare Farbe und vor allem die innere Unabhängigkeit verschafften. …“ Kinder, so ist im Nachruf zu lesen, „Kinder vor allem gehörten zu seinem Leben“.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/dietrich-willier-kinder-gehoerten-zu-seinem-leben-1577461.html

    Nach Verlassen der Odenwaldschule gründete er in Frankreich eine Einrichtung zur „Urschrei-Therapie“ (ebd.), die der amerikanische Psychoanalytiker Arthur Janov entwickelt hatte. […] Willier war kein Therapeut und hatte auch nicht Psychologie studiert. Dennoch zog er in die Provence nach La Bégude und hat hier offenbar Kurse angeboten, die etwas mit Janovs Therapie zu tun haben sollten.

    (aus: Jürgen Oelkers: Gerold Becker, die Landerziehungsheime und die Opfer)

    http://www.ife.uzh.ch/research/emeriti/oelkersjuergen/vortraegeprofoelkers/vortraege2012/Walker.pdf

  16. Dieter Strathe Says:

    Hi, ich bin seit 1967 Wandervogel und habe Knie-Tätscheleien an Knaben an verschiedensten Orten beobachten können, allerdings sehr selten. Allerdings auf der Burg Balduinstein nie. Von einem System oder einem Pool kann meines Erachtens nicht gesprochen werden.

  17. Baybach Says:

    .
    .

    „Es schlumpft.“

    .
    .

  18. Edward von Roy Says:

    1978 gründete sich in Rom die World Association for Sexual Health (WAS). WAS besteht bis heute, ihr Hauptziel sei „sexuelle Gesundheit“ (the WAS main goal is to promote sexual health for all through sexological science).

    https://en.wikipedia.org/wiki/World_Association_for_Sexual_Health

    Betrachten wir ihr Grundlagenpapier Erklärung der sexuellen Menschenrechte. Declaration of Sexual Rights. Alles Fred Karst oder was? Und bzw. oder soll so die neun Jahre alte islamische Ehefrau irgendwie genitalautonom gleich mit legalisiert werden?

    Erklärung der sexuellen Menschenrechte
    Declaration of Sexual Rights

    Verabschiedet von der Generalversammlung der World Association for Sexual Health (WAS) am 26. 08.1999 in Hongkong (Volksrepublik China) /
    Adopted by the General Assembly of the World Association for Sexual Health (WAS) August 26, 1999, in Hong Kong (People’s Republic of China)

    Übersetzung: Rolf Gindorf:

    „1. Das Recht auf sexuelle Freiheit.

    Sexuelle Freiheit als sexuelle Selbstbestimmung umfasst die Freiheit eines jeden Individuums, alle seine sexuellen Möglichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Dies schließt jedoch zu jeder Zeit und in jedweden Lebenssituationen alle Formen sexuellen Zwangs, sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch aus.“

    Die Kinderfeinde von der Päderastenlobby (Kind ist Mensch unter 18 Jahren) definieren sich erklärlicherweise weder als ausbeuterisch noch als missbrauchend. Hier fehlt zu Genitalautonomie („sexuelle Selbstbestimmung“) das Bekenntnis: Einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Kindern (unter 18) und Volljährigen gibt es nicht.

    Soll der Minderjährige (weiblich oder männlich) in sein rituelles genitales Verstümmeltwerden einwilligen dürfen? Ab 16, ab 14, ab 12 Jahren? Nein, wer 17 ist und jünger, kann die lebenslangen nachteiligen Folgen etwa einer schafiitischen Chitan (anglis. khitan, darunter auch sunat perempuan) oder Brit Mila auf Sexualität und Partnerschaft noch gar nicht abschätzen und einschätzen.

    „2. Das Recht auf sexuelle Autonomie, sexuelle Integrität und körperliche Unversehrtheit.

    Dieses Recht beinhaltet die Fähigkeit zu selbständigen Entscheidungen über das eigene Sexualleben im Rahmen der eigenen persönlichen und sozialen Ethik. Es umfasst auch das Recht auf Verfügung über und Lust am eigenen Körper, frei von jeder Art von Folter, <strongVerstümmelung [vgl. u. mutilation] und Gewalt.“

    Man war zu feige, die Überwindung der rituellen Beschneidungen (HGM d. i. FGM oder MGM) zu fordern – oder hat einfach nicht daran gedacht.

    1. The right to sexual freedom.

    Sexual freedom encompasses the possibility for individuals to express their full sexual potential. However, this excludes all forms of sexual coercion, exploitation, and abuse at any time and situations in life.

    2. The right to sexual autonomy, sexual integrity, and safety of the sexual body.

    This right involves the ability to make autonomous decisions about one’s sexual life within the context of one’s own personal and social ethics. It also encompasses control and enjoyment of our own bodies free from torture, mutilation [Verstümmelung, siehe oben], and violence of any sort.

    Da ist das Wort: mutilation, Verstümmelung. Scharia und Halacha verstümmeln nicht, sondern machen heil, sagen die lesekundigen Freunde der Wortwörtlichkeit unter den Religiösen. In schriftlosen Traditionen etwa diverser Ethnien Afrikas wird die Beschneidung der Mädchen oder Jungen vergleichbar als Einweihen, Reinigen, Heiratsfähigmachen u. dgl. gesehen, nicht als Zerstören.

    Wer da so alles mitwirkt:

    PRÄSIDIUM • GOVERNING BOARD:
    Prof. Dr. Ernest Borneman † • Rolf Gindorf (Ehrenpräsidenten • Honorary Presidents)
    Prof. (US) Dr. Jakob Pastötter (Präsident • President) • Prof. Dr. Karla Etschenberg (Vizepräsidentin • Vice President)
    Wolfgang Gindorf (Sekretär • Secretary)
    KURATORIUM • INTERNATIONAL ADVISORY BOARD:
    Prof. John De Cecco, PhD (San Francisco) • Prof. John Gagnon, PhD (New York) • Prof. William Granzig, PhD (Winter Park)
    Prof. Dr. Igor S. Kon (Moskau) † • Prof. Dalin Liu (Schanghai) • Prof. John Money, PhD (Baltimore) †
    Prof. Man Lun Ng, MD (Hongkong) • Prof. Martin S. Weinberg, PhD (Bloomington)
    INTERNATIONALE MITGLIEDSCHAFTEN • INTERNATIONAL AFFILIATIONS:
    European Federation of Sexology (EFS) • World Association for Sexual Health (WAS)
    DGSS-INSTITUT FÜR LEBENS- UND SEXUALBERATUNG • DGSS SEXUAL COUNSELING INSTITUTE:
    Leitung • Head: Rolf Gindorf (Düsseldorf)

    http://www.sexologie.org/sexualrechte.htm


    Was zu befürchten war! Die in Düsseldorf ansässige Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS, German Society for Social Scientific Sexuality Research) bagatellisiert, schlimmer, sie bewirbt die männliche Beschneidung d. i. männliche Genitalverstümmelung:

    „Was tun bei Vorhautverengung (Phimose)?

    Beim Geschlechtsverkehr und bei der Selbstbefriedigung muss die Vorhaut ganz über die Eichel am steifen Glied zurückgeschoben werden können (das passiert „automatisch“ beim Eindringen in Scheide oder After). Beim Onanieren müsste man das ohne Probleme hinkriegen – sonst eine Zeitlang üben!

    Leider kommt es aber relativ häufig vor, dass dies wegen einer angeborenen oder erworbenen Vorhaut-Verengung (Phimose) gar nicht, nur teilweise bzw. nicht ohne Schmerzen geht. Dann muss vom Facharzt (Urologen, Andrologen, Dermatologen oder Chirurg) eine Beschneidung (ganz oder nur teilweise, je nach konkreter Situation) durchgeführt werden – meist ambulant. Das sollte auch deswegen geschehen, weil eine Phimose die Entstehung eines Peniskarzinoms (Krebs) fördert.

    Also: zu einem Urologen, Andrologen, Hautarzt oder Chirurgen gehen und sich beraten lassen! Eine etwa nötige Beschneidung (Zirkumzision) wird mit Sicherheit überlebt (auch wenn es danach ca. 1 – 2 Wochen wehtut, etwa beim Wasserlassen, und man in derZeit auch nicht onanieren oder Geschlechtsverkehr haben sollte). Nach einer Eingewöhnungszeit macht der Sex danach wieder Spaß!

    Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

    Übrigens werden weltweit etwa 1 Milliarde Menschen gleich nach der Geburt aus religiös-hygienischen Gründen „automatisch“ beschnitten, z. B. alle Moslems, Juden und fast alle Nord-Amerikaner.“

    Kinderfeinde. Boykottieren.

    http://www.sexologie.org/dgssinst/i_fragen.htm#Phimose


    „Im Jahre 1971 wurde in Düsseldorf von Rolf Gindorf die Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) gegründet, zunächst (bis 1982) als Gesellschaft zur Förderung Sozialwissenschaftlicher Sexualforschung (GFSS). Die DGSS ist somit die älteste nicht-medizinische sexualwissenschaftliche Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum.

    In der DGSS haben sich seit Beginn zahlreiche renommierte Wissenschaftler engagiert. An ihrer Spitze als Präsidenten bzw. Vorsitzende standen bisher

    Rolf Gindorf (1971-1979, dann -2004 Vize-, seither Ehrenpräsident),

    Helmut Kentler (1979-1982),

    Ernest Borneman † (1982-1986, seither Ehrenpräsident),

    Erwin J. Haeberle (1986-2002)

    Gunter Runkel (2002-2006) und

    Jakob Pastötter (seit 2006).“

    http://www.sexologie.org/dgss/d_dgss.htm

    Dacht ich`s mir doch. Pädophilenbewegung.

    „Vertreter einer Forderung nach Legalisierung oder Teillegalisierung berufen sich dabei unter anderem auf sexualwissenschaftliche Theorien, die vor allem in der 70er und 80er Jahren entwickelt wurden. Helmut Kentler und Ernest Bornemann vertraten die Meinung, pädosexuelle, physisch wie psychisch gewaltfreie Sexualhandlungen müssten nicht unbedingt negative Folgen für das Kind haben.[23][24][25] Solche würden nicht durch das zumeist als harmlos oder sogar lustvoll erlebte Geschehen selbst ausgelöst, sondern durch die nachträgliche Dramatisierung durch das soziale Umfeld.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilenbewegung



    Sozialpädagogen, Jugendarbeiter und Eltern sollten auf taz im Ganzen lesen:

    DER VERSUCH
    VON NINA APIN UND ASTRID GEISLER

    Ulrich war 13 Jahre alt, abgehauen aus dem Kinderheim, Stricher am Bahnhof Zoo. Er hatte kein Zuhause, lesen und schreiben konnte er nicht. Aber sein „Vorteil war, dass er gut aussah und dass ihm Sex Spaß machte; so konnte er pädophil eingestellten Männern, die sich um ihn kümmerten, etwas zurückgeben.“

    Das schreibt der renommierte Sexualwissenschaftler Helmut Kentler über den Jungen, den er Ulrich nennt, in einem Bericht über ein pädagogisches Modellprojekt, das er 1969 in Westberlin ins Leben rief. Ulrich bekam auf Kentlers Betreiben hin ein neues Zuhause: bei einem vorbestraften Pädosexuellen, mit Genehmigung der von der SPD geführten Senatsverwaltung für Jugend.

    Drei vorbestrafte Hausmeister wurden auf diese Weise zu offiziellen Pflegevätern gemacht und für ihre Betreuung der Minderjährigen mit staatlichem Pflegegeld entlohnt. Kentler übernahm die Supervision und machte zweimal die Woche Hausbesuche.

    Man kann sich das, von heute aus betrachtet, kaum vorstellen: Sex zwischen Betreuern und ihren Schutzbefohlenen – gefördert von einer Behörde.

    Der Berliner Fall übertrifft, was die Recherchen über pädophile Verstrickungen von Grünen und FDP bisher ans Licht brachten. Die Verantwortlichen waren linke Sozialdemokraten und nicht etwa Mitglieder der Indianerkommune – diesem hippiehaften Nürnberger Wohnprojekt, das freien Sex von Kindern mit Erwachsenen forderte. Sie setzten eine Forderung der Pädophilenlobby in die Praxis um, die damals in linksliberalen Kreisen nicht unpopulär war: die Idee, nicht nur homosexuelle, sondern auch pädosexuelle Beziehungen zu legalisieren. […]

    Kentler machte seinen Pilotversuch in den achtziger Jahren mehrfach publik: in der linken Zeitschrift konkret, dann vor FDP-Bundestagsabgeordneten, 1988 in einem von der Jugendbehörde bei ihm in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Gutachten. Ein Jahr später brachte Rowohlt Kentlers pädophilenfreundliche Thesen unter dem Titel „Leihväter“ sogar als Buch heraus.

    In all diesen Publikationen beschreibt Kentler sein Projekt als Erfolgsgeschichte: „Sekundärschwachsinnige“ Analphabeten hätten sich durch die zärtliche Fürsorge der Pädosexuellen zu selbstständigen Persönlichkeiten entwickelt, die ein „ordentliches, unauffälliges Leben“ führten. Ja, nicht mal schwul seien sie geworden.

    Dass die pädophilen Betreuer mit ihren Zöglingen Sex haben wollten, gehörte für Kentler ausdrücklich zum Konzept. „Mir war klar, dass die drei Männer vor allem darum so viel für ,ihren‘ Jungen taten, weil sie mit ihm ein sexuelles Verhältnis hatten“, schrieb der Wissenschaftler in dem offiziellen Senatsgutachten. „Sie übten aber keinerlei Zwang auf die Jungen aus, und ich achtete bei meiner Supervision besonders darauf, dass sich die Jungen nicht unter Druck gesetzt fühlten.“

    Wo, fragt man sich, blieb der große Aufschrei?

    1988 – knapp zwanzig Jahre nach Beginn des Modellprojekts – erhielt Kentler von der Berliner FDP-Jugendsenatorin Cornelia Schmalz-Jacobsen den Auftrag, die Eignung Homosexueller als Pflegeeltern zu beurteilen. In seinem Gutachten, das der taz vorliegt, lieferte der Wissenschaftler unverlangt auch eine Empfehlung für Sex mit Schutzbefohlenen ab. […]

    Helmut Kentler, Jahrgang 1928, war keine gesellschaftliche Randfigur, im Gegenteil. Der homosexuelle Diplompsychologe, politisch im linken SPD-Lager zu Hause, zählte zu den Stars der Sexualwissenschaft, war als progressiver Erziehungswissenschaftler gefragt – und galt, anders als die ausgeflippten Typen aus der Indianerkommune, nicht als Spinner. Vielleicht verschaffte genau das die Akzeptanz für seine pädophilen Ideen auch unter Bildungsbürgern.

    Ein Charismatiker aus dem Reformlabor

    Seine Sexratgeber begeisterten schon früh auch Bürgerliche und Intellektuelle, die den Verklemmungen der Nachkriegszeit entfliehen wollten. Als Gastautor empfahl er 1969 den Lesern der Zeit, sich doch bei der Sexualerziehung daheim lockerer zu machen. Warum, fragte er, solle ein Kind „seinen Vater immer nur ohne Sexualität wie ein griechisches Standbild kennenlernen, beispielsweise erst dann, wenn seine morgendliche Erektion abgeklungen ist?“

    Zur Zeit des Modellversuchs arbeitete Kentler als Abteilungsleiter beim Pädagogischen Zentrum in Berlin, einem bundesweit beachteten Reformlabor. Ein Charismatiker, der beeindruckend reden konnte, und ein Kümmerer. Der Pädagoge nahm selbst gestrandete Jungs bei sich auf, drei von ihnen adoptierte er. Auch die evangelische Kirche schätzte ihn als progressiven Mitstreiter.

    Kentler lehrte am Studienzentrum für Evangelische Jugendarbeit im bayerischen Josefstal, arbeitete dort mit Behinderten und deren Familien, referierte an Evangelischen Akademien, stritt gemeinsam mit der „Ökumenischen Gemeinschaft Homosexuelle und Kirche“ für die Akzeptanz schwuler Pfarrer.

    Kentler war ein Pädagogik-Idol. […]

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2013%2F09%2F14%2Fa0045


    Lesetipp:

    Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

    VON CHRISTIAN FÜLLER

    .

    http://www.amazon.de/Revolution-missbraucht-ihre-Kinder-Protestbewegungen/dp/3446247262

  19. Cees van der Duin Says:

    „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich.“

    Forderte 1988 allen Ernstes: Volker Beck
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    Berlin – In der Affäre um die pädophilen Verstrickungen der Grünen hat der Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck die Öffentlichkeit jahrelang hinters Licht geführt. SPIEGEL-Recherchen im Archiv der Heinrich-Böll-Stiftung belegen, dass ein Manuskript aus dem Schwulenreferat der grünen Bundestagsfraktion, dessen Referent Beck war, nahezu identisch ist mit einem Gastbeitrag Becks für das Buch „Der pädosexuelle Komplex“.

    In dem 1988 erschienenen Buch schreibt Beck: „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich.“

    Der Bundestagsabgeordnete aus Köln war wegen des Beitrags immer wieder scharf angegriffen worden. Mehrfach verteidigte er sich mit dem Argument, der Text sei vom Herausgeber nachträglich im Sinn verfälscht worden. Auf SPIEGEL-Anfrage und nach Ansicht des Manuskripts verwies er darauf, dass der Herausgeber seine zentrale Aussage durch Kürzen der Überschrift gestrichen habe.

    Vergleicht man allerdings die beiden Texte, ist Becks zentrale Aussage noch enthalten, im Sinn verfälscht wurde der Gastbeitrag durch die Änderung des Herausgebers keineswegs.

    Beck räumt ein, dass seinem Beitrag der falsche Gedanke zugrunde liege, dass es theoretisch gewaltfreien und einvernehmlichen Sex zwischen Erwachsenen und Kindern geben könne. Dafür entschuldige er sich. […]

    Aus: Ann-Katrin Müller (Grüne: Volker Beck täuschte Öffentlichkeit über Pädophilie-Text), in: DER SPIEGEL, 20.09.2013.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/paedophilie-debatte-um-gruene-volker-beck-taeuschte-oeffentlichkeit-a-923357.html

  20. Cees van der Duin Says:

    [Falado von Rhodos: Pfadfinder-Brigantine entging nur knapp einer Tragödie. Die seefahrende wenn auch gelegentlich nicht seefahrttaugliche Variante der Jugendburg im Lahntal, die schwimmfähige Version des Balduinstein. Das Schiff ging vor Island unter. Jahrelanges, jahrzehntelanges Fehlverhalten unter den Teppich kehren, bei Aufdeckung bagatellisieren, schamlos Nebel werfen, dreist angreifen. Dank sei dem NDR für die längst überfällige Aufdeckung.]

    Mangelnde Sicherheit bei Vereinsschiffen
    Panorama 3 – 15.03.2016 21:15 Uhr

    2013 sinkt vor der isländischen Küste das Pfadfinderschiff „Falado“. Später zeigt sich, dass das Schiff völlig marode war. Dennoch ging der Trägerverein auf große Fahrt.

    NDR
    14.04.2016

    Stellungnahme des NDR zum Offenen Brief des Vereins Falado

    Dem Offenen Brief des Vereins „Brigantine Falado Rhodos“ stellen wir Fakten entgegen: Im August 2013 sinkt ein Segelschiff, rund 25 Seemeilen vor der Küste Islands. An Bord sieben Jugendliche und fünf Erwachsene. Da das Schiff nahe genug an der Küste ist, sind isländische Seenotretter rechtzeitig vor Ort. Es kommt bei dem Unglück niemand ums Leben. […]

    Der Untersuchungsbericht verdeutlicht auch: Wären bei dem Untergang Menschen ums Leben gekommen, hätten sich der Schiffsführer und der Verein dafür juristisch verantworten müssen. Doch statt diese Verantwortung einzuräumen, unterstellt man Panorama 3 falsche Tatsachenbehauptungen. […]

    Die Besatzung sei nicht wie von uns behauptet „buchstäblich in letzter Sekunde“ gerettet worden, sondern drei beziehungsweise eine Stunde vor dem Untergang. Nach Angaben der Besatzungsmitglieder und Seenotretter wurde zwar rechtzeitig ein Notruf abgesetzt. Die Rettung bei Windstärke 8 bis 9 und hohem Wellengang gestaltete sich demnach aber als so schwierig, dass eine höchst brenzlige Situation entstand. Die Seenotretter sprechen sogar von einem der gefährlichsten Einsätze, den sie je hatten. […]

    Der Vorstand bezweifelt die fachliche Einschätzung der Stapelfeldt Werft. Die von Mitgliedern des Vereins unternommenen Reparaturen seien zudem unter Anleitung und Kontrolle ausgebildeter Schiffsbauer durchgeführt worden. Uns liegen Berichte und Filmaufnahmen vor, die Kinder und Jugendliche bei Schiffsarbeiten zeigen. In welchem Ausmaß dies unter fachlicher Anleitung geschah ist nicht belegt. Der unzweifelhaft durch die mangelnde Seetüchtigkeit der Falado herbeigeführte Untergang belegt jedoch die Einschätzung der Stapelfeldt-Werft und zeigt auch, dass das Schiff ganz offensichtlich NICHT nach den erforderlichen Standards instand gesetzt worden war. […]

    Der Vereinsvorstand räumt in seinem Schreiben ein, die „nicht immer neutrale Begutachtung der Falado“ in der Vergangenheit sei ein Fehler gewesen. Es stellen sich Fragen, die der Verein nicht beantwortet: Warum werden die erforderlichen Konsequenzen nicht gezogen? Warum lässt der Verein nach dem Untergang der Falado keine Sicherheitsuntersuchungen nach den Standards, die in Deutschland für gewerblich vercharterte Schiffe dieser Größe gelten, zu? Ein offizielles Siegel, dass das neue Schiff des Vereins allen geltenden Sicherheitsanforderungen genügt, hat der Verein bislang nicht vorgelegt. Der Verein bietet Hochseefahrten für Jugendlichen an. Mitfahrende Personen müssen darauf vertrauen können, dass sich das Schiff in einem sicheren Zustand befindet – umso mehr, wenn sich Kinder oder Jugendliche an Bord befinden. Der Vereinsvorstand muss sich die Frage gefallen lassen, ob er dieser Verantwortung immer gerecht geworden ist.

    Panorama 3 hat Kenntnis von noch weiteren Sachverhalten: So verfügte der Schiffsführer der Falado, Axel H., zum Unfallzeitpunkt lediglich über den Sportküstenschifferschein zum Führen von Yachten bis 12 Seemeilen Abstand von der Küste. Die Falado sank jedoch rund 25 Seemeilen vor der Küste, so dass diese Qualifikation für die gewählte Route nicht ausreichend war. Bei einer Kontrolle der Falado im Jahr 2009 beschlagnahmte die Wasserschutzpolizei Flensburg an Bord ein gefälschtes Dokument, mit dem sich die Besatzung in ausländischen Häfen offenbar „offiziell“ als Jugendschulschiff auswies. Eine Fantasiebescheinigung, versehen mit Stempel des Berliner Polizeipräsidenten, offenbar genutzt, um strengeren Kontrollen in den Häfen zu entgehen. Angefertigt von einem Vereinsmitglied, das im Berliner Polizeipräsidium beschäftigt war. […]

    Die Redaktion von Panorama 3 findet das Ansinnen des Vereins, „dass ehrenamtlich getragene Vereine wie wir überleben können, so dass nicht nur einer zahlungskräftig privilegierten Gesellschaftsgruppe solche besonderen Erlebnisse möglich sind“ nachvollziehbar und ehrenwert. Nur darf es nicht so weit gehen, dass – aus welchen Motiven auch immer – Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden. Von dieser Einsicht aber ist in dem Offenen Brief des Vorstands nicht viel zu erkennen.

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Stellungnahme-des-NDR-zum-Offenen-Brief-des-Vereins-Falado,falado100.html

    .
    .

    […] Der Untergang dauerte lange. Nina Rudolf erinnert sich noch genau an die Nacht vom 8. auf 9. August 2013, die Nacht, in der die „Falado von Rhodos“ vor Island versank. Nina lag in ihrer Koje und kämpfte mit der Übelkeit. Gegen 23 Uhr alarmierte Skipper Axel H., genannt Balo, die Crew: Wasser schwappte über den Boden. Alle mussten mit anpacken – auch die seekranke Nina: „Das ging dann“, sagt die damals 13-Jährige, die die Übelkeit vergaß: „Der Kopf hatte was zu tun.“

    Fünf Stunden lang schöpften die Blausteiner Pfadfinder vom Stamm „Gralsritter“ Wasser. Eine Motorpumpe war ausgefallen, die Crew pumpte von Hand. Aber das Segelschiff, ein 45 Jahre alter Zweimaster, war nicht zu retten. Gruselig war das nicht, sagt Nina: „Wir haben gar nicht drüber nachgedacht.“ Skipper Balo hatte längst die Seerettung alarmiert, ein Fischerboot war bald in der Nähe. Am Ende brachte die isländische Küstenwache Nina, sechs weitere Jugendliche und fünf erwachsene Betreuer an Land. […]

    Auch Lea versucht sich an dieser Station. Sie ist acht Jahre alt und dieses Jahr die jüngste Seglerin. Es ist ihre erste große Reise mit den Pfadfindern. Als die Pfadfinder nach einer guten Stunde Übungszeit in ihrem Treff im Kreis zusammensitzen, fragt Lea sicherheitshalber nach: „Wie ist die Falado untergegangen?“ Und Balo erklärt: Die Falado hatte ein Leck unter der Wasserlinie, das die Pfadfinder nicht finden konnten. Wahrscheinlich hatte die Dichtung zwischen Holzplanken nachgegeben. Die Jugendgruppen, die die „Falado“ nutzten, hatten den Zweimaster in Eigenarbeit gewartet und abgedichtet. Im Untersuchungsbericht zum Untergang wird das bemängelt. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung diagnostiziert, dass das Schiff in „einem nicht seetüchtigen Zustand“ gewesen sei und „es ausschließlich glücklichen Zufällen zu verdanken ist, dass es beim Untergang der Falado von Rhodos nicht zu einer Tragödie mit Todesopfern gekommen ist“. […]

    (SAMIRA EISELE | 28.10.2015. SÜDWEST PRESSE, Ulm / Neu-Ulm. Lokales Alb-Donau. Blausteiner Pfadfinder starten zu neuer Segelreise)

    http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Blausteiner-Pfadfinder-starten-zu-neuer-Segelreise;art1158552,3505282

  21. Cees van der Duin Says:

    Reutlinger General-Anzeiger vom heutigen 16.03.2017 – 11:14 Uhr

    Jungen bleiben oft allein mit Missbrauchserfahrungen

    TÜBINGEN. Sexueller Missbrauch von Jungen – was derzeit am Tübinger Landgericht verhandelt wird, ist ein eher seltener Fall. Doch die Dunkelziffer dürfte hoch sein. Das hat auch mit dem Rollenbild der Jungs zu tun.

    http://gea.de/region+reutlingen/tuebingen/jungen+bleiben+oft+allein+mit+missbrauchserfahrungen.5243932.htm

    Film: Friedrich Karl Rothe über sein Leben als Lehrer

    VON CLAUDIA HAILFINGER | Reutlinger General-Anzeiger | 02.07.2016

    Friedrich Karl Rothe, der 1957 für ein Jahr Lehrer an der Talheimer Grundschule war, kam extra aus dem Allgäu angereist, um bei der Vorführung seines Schwarz-Weiß-Werks »Mein Talheim« im 8-Millimeter-Format dabei zu sein. Rothe hatte sich damals von den Pfadfindern eine Kamera ausgeliehen. Ohne Stativ filmte er ein Jahr lang Szenen seiner vorübergehenden Heimat. […]

    Schlaksige Buben mit hochgezogener Badehose sind zu sehen, spielende Kinder in ungemähten Wiesen und fröhliche Waldarbeiter beim Vesper. Traktoren verschwinden unter riesigen Heubergen, Alfred Schumacher wird erneut zum Bürgermeister gewählt und auf dem Farrenberg wird zum Freiflug geladen.

    Rothe hat die Zeit in guter Erinnerung behalten. Sie war ihm in seiner weiteren Laufbahn, die ihn als Pädagoge in zahlreiche Entwicklungsländer gebracht hat, sogar nützlich. »Dort konnte ich auf manche Erfahrung aus Talheim zurückgreifen«, erklärt er schmunzelnd. […]

    http://www.gea.de/region+reutlingen/tuebingen/film+friedrich+karl+rothe+ueber+sein+leben+als+lehrer.4881148.htm

    Stammeserziehung und Schulerziehung: Eine Feldstudie zum Kulturwandel in d. Republik Sudan

    Friedrich Karl Rothe. Westermann, 1969

    https://books.google.de/books/about/Stammeserziehung_und_Schulerziehung.html?id=6kweMQAACAAJ&redir_esc=y

    Kultur und Erziehung: Umrisse einer Ethnopädagogik

    Friedrich Karl Rothe
    Weltforum Verlag, 1984 – 160 Seiten
    0 Rezensionen

    _ttps://books.google.de/books/about/Kultur_und_Erziehung.html?id=YD8EAQAAIAAJ&redir_esc=y

    Friedrich Karl Rothe
    Heranwachsen in bündischem Geist

    Wer in bündischem Geist – also im Geist der Jugendbewegung – heranwächst, erlebt eine andere Jugend als seine Altersgenossen. Er spürt die Sympathie unter Freunden, er wächst in ursprünglichen Erfahrungen, er weiß um Segen und Gefahr von Führen und Folgen und stellt sich den Forderungen der Gemeinschaft.

    Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Weil diese Lebensformen aber zu einem erfüllten Dasein führen, soll hier wieder an sie erinnert werden.

    Der Verfasser, langjähriger Pfadfinderführer, Familienvater, Lehrer und Professor für Erziehungswissenschaft nimmt kritisch zu den aktuellen Strömungen der Pädagogik Stellung und zeigt Wege in die Zukunft auf.

    Friedrich Karl Rothe: „Heranwachsen in bündischem Geist“
    97 Seiten
    ISBN […]

    _ttp://content.schweitzer-online.de/static/catalog_manager/live/media_files/representation/zd_std_orig__zd_schw_orig/019/571/919/9783887782771_other_pdf_1.pdf

    Buchvorstellung: Heranwachsen im bündischen Geist
    scouting | gepostet von almi am 11.03.2017

    _ttp://scouting.de/buchvorstellung-heranwachsen-im-buendischen-geist/

    Historische Ausstellung und Filmabend
    zum Festwochenende – 1.250 Jahre Talheim

    Film „Mein Talheim“ aus dem Jahr 1957
    Dr. Friedrich Karl Rothe

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/Nr._25_vom_24.06.2016.pdf

    […] Ansonsten zur Ausgangsfrage: Klar werden einige der Täter an „Eros & Co.“ glauben – die Legitimationsstrategie beginnt ja immer erst einmal bei einem selbst. Ich hoffe aber mal, daß es auch genug gegeben hat (und gibt), die eine „Renaissance des pädagogischen Eros“ nicht als solches sahen. Aber ein wenig unangenehm ist es schon, nun das 2002 erschienene Buch „Heranwachsen im Bündischen Geist“ aus dem Spurbuchverlag vom Pädagogen Friedrich Karl Rothe aufzuschlagen und gleich am Anfang in der Zweitüberschrift von einer „Renaissance des pädagogischen Eros“ lesen zu [müssen] … Und da grade wohl wenige hier den Eros im bündischen verteidigen möchten, zitiere ich doch kurz einmal: „Im klassischen Griechenland bildete die Sympathie, die ein heranwachsender Jüngling und ein erwachsener Mann füreinander empfanden, die Grundlage der Erziehung. Diese Sympathie wurde nicht verborgen, sondern fand öffentliche Anerkennung, weil man allgemein der Überzeugung war, daß man nur etwas anzunehmen bereit sei von dem, der einem sympathisch ist. In dieser Sympathie schwang etwas Sinnliches mit, das gespeist wurde von der Freude an der Schönheit des Jüngeren und der Weisheit des Älteren. ‚Eros‘ nannte man diese Form der Verbundenheit…“ (S.11) es folgt ein Ritt durch die Geschichte von der Antike über Ritter und Knappen und Nietzsche als Garant („Er sagt: ‚Die erotische Beziehung der Männer zu den Jünglingen war in einem unseren Verständnis unzugänglichen Grade die notwendige, einzige Voraussetzung aller männlichen Erziehung…“ S.12) und endet dann – bei der Jugendbewegung: „Die deutsche Jugendbewegung hat den Gedanken vom pädagogischen Eros erneut aufgegriffen und in vielerlei Weise verwirklicht.“ (12) Ach ja, und auch die eine zeitlang sonderbare Begeisterung für das Glasperlenspiel von Hesse wird hier von Rothe zugerechnet „In der Gestalt des betagten Musikmeisters tritt dem jungen Josef Knecht ein Lehrer gegenüber, der schicksalhaft in sein Leben eingreift.“ (12) Auch Rothe weiß: „Die Gegenwart ist dem Thema von Sympatie und pädagogischen Eros nicht wohl gesonnen. Beeinflußt durch den neuen nordamerikanischen Puritanismus wird Sympathie mit Bevorzugung und pädagogischer Eros mit sexuellem Mißbrauch in Verbindung gebracht [es folgt als Fußnote Katharina Rutschky] Solchermaßen werden diese Themen von vornherein in Misskredit gebracht und jeder, der diese Phänomene anspricht, hat mit erheblichem Mißtrauen oder gar Widerstand zu rechnen.“ (13-14) usw… „Renaissance des Eros“ im Bündischen nicht 1912 (Blüher), nicht 1921 (Wyneken), sondern 2002 und aktuell erhältlich.

    (rosé auf Pfadfinder-Treffpunkt am 28.03.2015 um 22:24 Uhr)

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12296&entries=90

  22. Dwarslöper Says:

    Die Whydah ist ein im Jahr 2000 in England erbauter Gaffelschoner mit Stahlrumpf, Holzdeck und zwei Holzmasten.

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    „Eines von zig Pseudo-Traditionsschiffen zum Mitsegeln. Relevanz nicht ersichtlich. Löschen.“

    (jergen 17.02.2017)

    „Wir hatten ja in diesem Artikel schon mehrfach von Pfadfinderseite den Versuch, Fehlverhalten der (Pfadfinder-)Schiffsführung abzumildern.“

    (Hahnenkleer am 27.10.2016)

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    […] Wikipediaeintrag wurde 23. Februar gelöscht. In der Diskussion hieß es: Fehlende enzyklopädische Relevanz, kein Traditionsschiff, keine besonderen Fahrten, nicht in der gängigen Literatur erwähnt, „eines von zig Pseudo-Traditionsschiffen zum Mitsegeln. Relevanz nicht ersichtlich.“ […]

    „Le Whydah of Bristol a été conçu et construit en 2000 au chantier naval Steel Boats de Bristol au Royaume-Uni. C’est une réplique de schooner américain du XIXe siècle. Il est utilisé comme voilier-charter, depuis 2003, sous pavillon allemand. Il a participé aux Tonnerres de Brest 2012.“ Also da müssen doch bloß die Aktivisten des Vereines ihr Französisch aufpolieren und da noch mehr Butter bei die Fische hinzufügen und schon geht da was! Aber pppst! Kein Wort an Jrgn!

    Whydah of Bristol: Fehlende enzyklopädische Relevanz | von almi scouting am 17.03.2017

    http://scouting.de/whydah-of-bristol-fehlende-enzyklopaedische-relevanz/

    Le Whydah of Bristol est une goélette aurique, à coque acier. C’est une réplique de bateau-pilote de New York des années 1850.

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Whydah_of_Bristol

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    Whydah of Bristol (Schiff) (gelöscht)

    Ich tu mich noch ein bißchen schwer, die enzyklopädische Relevanz nachzuvollziehen. Kein Traditionsschiff, keine besonderen Fahrten, (noch) nicht in der gängigen Literatur erwähnt (Schäuffelen etc.). Sieht jemand etwas, was Relevanz begründet? –CeGe Diskussion 15:02, 16. Feb. 2017 (CET)

    Eines von zig Pseudo-Traditionsschiffen zum Mitsegeln. Relevanz nicht ersichtlich. Löschen.jergen ? 18:37, 17. Feb. 2017 (CET)

    „Nach dem Riss der America“ ist bestenfalls geschmeichelt, macht den Kohl aber nicht fett. Löschen. –Logo 19:01, 17. Feb. 2017 (CET)

    Den Schäuffelen würde ich hier jetzt mal aussen vor lassen, dessen aktuelle Ausgabe ist meines Wissens irgendwie 12 Jahre alt und wurde auch da nur behutsam nachgeführt. –PaterMcFly Diskussion Beiträge 10:16, 20. Feb. 2017 (CET)

    Tatsächlich hat der Artikel überhaupt keine enzyklopädisch verwertbare Quelle. –Logo 10:20, 20. Feb. 2017 (CET)

    Einziges Relevanzkriterium wäre Einzelschiff, das muß dann aber bequellt nachgewiesen sein. –CeGe Diskussion 14:02, 21. Feb. 2017 (CET)

    Gelöscht. Relevanz nicht vorhanden oder nicht dargestellt. Gruß –Mikered (Diskussion) 11:26, 23. Feb. 2017 (CET)

    Leider habe ich gerade erst erfahren, dass die Seite überhaupt angelegt wurde. Für die bündische Szene hat dieser Artikel vermutlich (ich kenne ihn nicht) durchaus Relevanz. Wenn dies aber die Kriterien sind, Artikel für unrelevant zu erklären, sind auch fast alle anderen Artikel über bündische Schiffe, Burgen, Bünde etc. enzyklopädisch unrelevant und müssten gelöscht werden. Wie zum Beispiel der Artikel über den Kochshof und den Zugvogel – deutscher Fahrtenbund, die Deutsche Freischar oder die Falado von Rhodos. Aber vermutlich habe ich als Gelegenheitswikipedialeser aus Ihrer Sicht sowieso keine Ahnung… —– (Diskussion) [ Prefekt | Benutzer Diskussion:Prefekt ] 11:55, 23. Feb. 2017 (CET)

    http://www.zirozebar.com/pedia-de/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/16._Februar_2017

    http://wiki.eanswers.com/de/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten%7C16._Februar_2017

    [ prefekt ist Pfadfinder, Segler, technisch versiert und begeisterter Wikipedia Leser ]

    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Prefekt&diff=146971545&oldid=146971531

    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Prefekt&action=history

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    So ist es. Ein Benutzer Prefekt, der es in 6 Jahren auf immerhin 150 Edits gebracht hat, setzt sich alle Regeln missachtend, gegen drei Wikipedianer mit seiner Version durch. Interessant übrigens, dass er Pfadfinder ist. Wir hatten ja in diesem Artikel schon mehrfach von Pfadfinderseite den Versuch, Fehlverhalten der (Pfadfinder-)Schiffsführung abzumildern. Hahnenkleer (Diskussion) 08:21, 27. Okt. 2016 […]

    […] 6. Ergänzung der Motordaten – es handelt sich hier um die Angaben des alten Motors. Der neue wurde 2011 eingebaut. Und Ergänzung Anzahl Segel (nicht signierter Beitrag von Prefekt (Diskussion | Beiträge) 09:57, 20. Okt. 2014 (CEST))

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Falado_von_Rhodos#Sportboot_oder_keins.3F_SBF_See_ausreichend_oder_SKS_nicht.3F

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    Falado, o Falado, wer seilt mit nach Falado?
    Jeder sucht es, keiner fand Falado das Wunderland.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast seilt nach Falado.

    Bei der Berge Edelstein schmeckt die See wie süßer Wein.
    Schöne Frauen stehn im Wald, wer die küsst wird niemals alt.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, das ist Falado.

    Hein Dreimast, der weiß Bescheid, Falado, das ist nicht weit.
    Einmal luv, einmal lee, mitten in der Mittensee.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, das ist Falado.

    Hein Dreimast seilt immerzu, Reise, reise ohne Ruh.
    Halst und wendet weit und breit, seilt bis in die Ewigkeit.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, wo bleibt Falado?

    Ewigkeit, o Seligkeit, zieht nun an das schönste Kleid,
    singt nun aus und Gloria, Falado, jetzt sind wir da.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast ist in Falado.

    Hans Leip

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    Falado, o Falado, Landluft langweilt sowieso.
    Mehr Erfahrung suchen wir, Sorgenträger bleiben hier.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast fährt nach Falado.

    Island, ja, das wär mal was: Sturm und Eisberg machen Spaß!
    Augen leuchten, Flaggen wehn – dies` Schiff wird nie untergehn!
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast spürt schon Falado.

    Tags dicht an den Eisberg ran, nachts die hohen Wogen dann.
    In den Kojen schlafen sie, Bötchen wackelt so wie nie.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast will nach Falado.

    Es macht knirsch, das Boot ist leck, gluck, gluck, gluck – der Kahn ist weg!
    Mit viel Glück kommt jedermann trotzdem noch in Deutschland an.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast. Schluss mit Falado.

    ( silis 2013 )

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    ( NDR | Norddeutscher Rundfunk )

    Vor der Küste Islands kämpft sich der Zweimaster „Falado von Rhodos“ durch die Wellen. Plötzlich dringt Wasser ins Schiff – und es wird immer mehr. Buchstäblich in letzter Sekunde holen Isländische Seenotretter die Besatzung – fünf Erwachsene und sieben Kinder – von Bord. Dann sinkt die Falado.

    [ Mangelnde Sicherheit bei Vereinsschiffen. Panorama 3 – 15.03.2016 ]

    ___s://www.facebook.com/panorama.de/videos/766757316795274/

    Quelle: NDR
    Mangelnde Sicherheit bei Vereinsschiffen

    15.03.2016 | 8 Min. | Quelle: NDR

    2013 sinkt vor der isländischen Küste das Pfadfinderschiff „Falado“. Später zeigt sich, dass das Schiff völlig marode war. Dennoch ging der Trägerverein auf große Fahrt.

    http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama-3/Mangelnde-Sicherheit-bei-Vereinsschiffen/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=14049184&documentId=34125538

    14.04.2016 13:45 Uhr
    Stellungnahme des NDR zum Offenen Brief des Vereins Falado

    Dem Offenen Brief des Vereins „Brigantine Falado Rhodos“ stellen wir Fakten entgegen

    […] Bei den nachfolgenden Arbeiten waren wieder Vereinsmitglieder im erheblichen Maße beteiligt, wie eindeutig aus einem der Redaktion vorliegenden Schreiben des Vorstands hervorgeht. Aus diesem Schreiben geht ebenfalls hervor, dass es dem Vorstand vor allem darum ging, nicht auf den geplanten Karibik-Törn verzichten zu müssen.

    […] Die Seenotretter sprechen sogar von einem der gefährlichsten Einsätze, den sie je hatten.

    […] Der unzweifelhaft durch die mangelnde Seetüchtigkeit der Falado herbeigeführte Untergang belegt jedoch die Einschätzung der Stapelfeldt-Werft und zeigt auch, dass das Schiff ganz offensichtlich NICHT nach den erforderlichen Standards instand gesetzt worden war.

    ( NDR | Norddeutscher Rundfunk )

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Stellungnahme-des-NDR-zum-Offenen-Brief-des-Vereins-Falado,falado100.html

  23. abrakadabra, hokuspokus, simsalabim & horridoh Says:

    „Der Orientierungspunkt ist die Hinwendung zur Transzendenz. Es ist der Vordergründigkeit unseres heutigen Daseins außer Blick geraten, daß es neben dem materiellen einen transzendenten Bereich gibt; der eben der messenden Naturwissenschaft unzugänglich bleibt, der sich letztlich auch dem Wort entzieht. Aber das ist eben die Dimension, aus der die eigentlichen Kräfte des Lebens kommen. Die ist freilich nicht herbeizwingbar, nicht „machbar“. (Über die Graue Edition)“

    – Walter Sauer

  24. roter mond überm silbersee Says:

    # Tsss
    # Kevelaer 1649 Hendrick Busmann

    Wichtige Denkanstöße, danke.

    Wie man es machen kann – und sollte:

    _____

    Hausregeln

    Wir sehen innerhalb der bündischen Jugend Tendenzen und Vorkommnisse, die wir entschlossen und nachdrücklich verneinen und als große Gefahr für das bündische und gesamtgesellschaftliche Leben wahrnehmen.

    Explizit stellen wir, der ÜT2017 e.V., uns als Ausrichter des Treffens entschieden gegen nationalistische, rassistische, völkische und ethnopluralistische Ideologien, sowie gegen den Missbrauch und die Misshandlung von Schutzbefohlenen.

    Daher binden wir die Teilnahme an unserem Treffen an das eindeutige und öffentliche (Veröffentlichung des Namens auf unserer Homepage und ggf. anderen Dokumenten des ÜT2017) Bekenntnis zu folgenden Punkten:

    Wir, die Teilnehmenden des ÜT2017, sprechen uns entschieden gegen Nationalismus, Rassismus, Ethnopluralismus und völkische Ideologien aus. Dazu gehören für uns nicht nur die Verpflichtung zur aktiven Verwirklichung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der allgemeinen Menschenrechte, sondern auch eine klare Abgrenzung von den Werten, Handlungen und Zielsetzungen des NS-Regimes. Unser Idealbild der Gesellschaft ist durch eine Freundschaft der Völker sowie eine Vielfalt der Kulturen und Traditionen in Deutschland und der Welt geprägt.

    Nicht nur im Umfeld des Lagers bekennen wir uns zu den oben genannten Werten. In unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen leitet uns ein freiheitlich-kritisches Denken, Indoktrination jeglicher Art lehnen wir ab. Wir wertschätzen und respektieren jeden Mitmenschen gleich welchen Geschlechts, welcher politischen Haltung, sexuellen Ausrichtung, Lebensführung, Hautfarbe und Herkunft sowie Religion. Diese Ideale sind Grundstein unseres Lebens und Wirkens als jugendbewegte Menschen.

    Wir bekennen uns zu folgendem Verhaltenskodex, den wir gemeinsam mit dem Arbeitskreis TabuBruch erarbeitet haben:

    • Wir respektieren jeden Menschen in seiner Privatsphäre. Wir achten das Recht eines jeden Menschen, selbst zu bestimmen, wie nahe ihm jemand wann, wie und wo kommt. Niemand darf andere Menschen gegen ihren Willen fotografieren, filmen, berühren, massieren, streicheln, küssen oder drängen, solches mit einem anderen Menschen zu tun.

    • Wir behandeln jeden Menschen fair. Wir machen in unserer Rolle als Verantwortliche unsere Entscheidungen gegenüber anderen transparent und erklärbar. Wir wehren uns gegen jede Form von Entwürdigung, Abwertung oder Ausgrenzung.

    • Wir beziehen Stellung gegen sexistisches, diskriminierendes oder gewalttätiges Verhalten (verbal und körperlich) und gehen aktiv dagegen vor. Jede und Jeder hat das Recht, sich Unterstützung bei Anderen zu holen. Wenn sich jemand unwohl fühlt oder es ihr/ihm schlecht geht, ist Hilfe holen kein Petzen und kein Verrat!

    Zum Schutz der Betroffenen laden wir als Veranstalter deshalb diejenigen Menschen aus, die sich sexualisierter Gewalt schuldig gemacht haben sowie diejenigen, die bei einer bündischen Gruppierung oder Veranstaltung eine Beurlaubung oder ein Hausverbot wegen grenzverletzenden Verhaltens erhalten haben.

    Auf dem Lager wird das Hausrecht durch den Verein ÜT2017 e.V. und die Lagervögte durchgesetzt.

    Die Mitglieder des ÜT2017 e.V.
    Allenspacher Hof, 14.03.2015 (Ergänzungen am 14.03.2017)

    https://uet2017.de/hausregeln

    https://uet2017.de/content/der-verein

    (üt2017 – vorbildlich)

  25. The koodoo horn Says:

    Balduinstein Castle, the UMK & Ostrich Syndrome

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    Recently as a Scout at UMK Untermerzbacher Kreis:

    “Balduinstein? I can’t see any problem!”

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  26. Im Roten Löwen Says:

    Trauerfeier mit Symbolkraft: In Lauingers Tod kehrt jüdisches Leben zurück nach Balduinstein

    Vom Redaktionsleiter Hans Georg Egenolf | Rhein-Zeitung | 28.12.2017

    (Unter Freunden manchmal genannt alpha – Frankfurt vor 1933 – bzw. hund – Deutschland nach 1945 – Wolfgang Lauinger ist tot:

    Wolfgang Lauingers letzter Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Angehörige und Freunde haben den Kosmopoliten, der zeit seines Lebens für die Freiheit der Religion und die Selbstbestimmung des Einzelnen eingetreten ist, auf seinem letzten Weg vom Burgsaal der Ruine Balduinstein zum jüdischen Friedhof im Ortsteil Hausen begleitet.)

    (…) Nach 1933 hatten die Nazis auch in Balduinstein (…) die Juden vertrieben, jüdisches Leben, das sich auch im Umgang mit dem Tod in eigener Weise manifestiert, gnadenlos ausgelöscht; bis zu diesem Tag, an dem Wolfgang Lauingers Wunsch sich erfüllte, unter der großen Eiche auf dem alten Friedhof am Waldrand hoch über der Lahn seine letzte Ruhestätte zu finden. (…) Am schlichten Holzsarg, in den der Tote nach jüdischem Ritus gebettet worden war, gedachte Rabbiner Andrew Steinmann des 99-Jährigen, sprach und sang die Totengebete. (…)

    [ Budgeheim-Rabbiner Andrew Steinman – Henry und Emma Budge-Stiftung gegr. 1920 – in Frankfurt am Main ]

    https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/diez_artikel,-trauerfeier-mit-symbolkraft-in-lauingers-tod-kehrt-juedisches-leben-zurueck-nach-balduinstein-_arid,1749798.html

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    Balduinstein, Ortsteil Hausen – Jüdischer Friedhof

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    Wolfgang Lauinger ist tot – queer.de

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=30326

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    Wolfgang Lauinger

    Ehrenbürgerbrief

    „Der Gemeinderat der Ortsgemeinde Balduinstein hat am 13.06.2005 einstimmig Herrn Wolfgang Lauinger zum Ehrenbürger der Ortsgemeinde Balduinstein ernannt. Diese Würdigung ist Ausdruck der Dankbarkeit und Anerkennung, die sich Herr Lauinger durch sein Engagement zur Nutzung des Burgsaales und der Restaurierung der Burg Balduinstein erworben hat.

    Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

    Staatssekretär Roger Lewentz überreichte am 28.11.2008 Wolfgang Lauinger aus Balduinstein das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland sei die einzige und damit höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Allgemeinwohl vergebe, so der Staatssekretär. „Eine solche Ehrung wird nur Personen zuteil, die sich weit über das übliche Maß hinaus für ihre Mitmenschen und für unsere Gesellschaft engagiert haben. Die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz wird an verdiente Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich über Jahre hinweg freiwillig und unentgeltlich in den Dienst der Gemeinschaft gestellt und auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben erbracht haben“, betonte Lewentz in seiner Laudatio. (…)

    https://www.gemeinde-balduinstein.de/gemeinde/ehrenb%C3%BCrger/

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    ( Zeitzeuge Wolfgang Lauinger schilderte Burgwaldschülern die „Swingjugend“ )

    Verhört und gefoltert

    HNA | 12.11.10

    https://www.hna.de/lokales/frankenberg/verhoert-gefoltert-1004139.html

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    Linkes Foto: „Der ca 17-Jährige Wolfgang Lauinger (2. von links) mit seinen Freunden: Neben ihm rechts im Liegestuhl Werner Buss, hinten rechts sitzend Carlo Gramlich, vor ihm (rechts außen) Rolf Mack. Die junge Frau links neben Wolfgang, die stehende Frau hinter ihm und das Paar vor ihm sind unbekannt.“ (Aus: „Swing zu Unzeiten“) Rechtes Bild: Wolfgang Lauinger mit seinem Vater Artur. Dieser verließ Deutschland 1939 und ließ den Sohn, um „den Ehrendienst in der Wehrmacht“ zu leisten, im nationalsozialistischen Deutschland. Als Halbjude wurde Wolfgang nach wenigen Monaten, im Mai 1940, aus der Wehrmacht entlassen.

    „Swing zu Unzeiten“, Fritz Bauer Institur (Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust in Frankfurt am Main) und hr

    http://www.synagoge-voehl.de/synvoealt/Veranstaltungen/Archiv/lauinger/10_11_07%20lauinger%20flyer.pdf

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    ( Dreieichschule Langen, Hessen )

    “Swing zu Unzeiten”- Musiker der Dreieichschule begleiten Zeitzeugen

    WebCo, 01.09.2013

    http://www.dreieichschule.de/geschichte/2013_14/swing/index_sw.asp

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    Wolfgang Lauinger

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Lauinger

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    Bei Heimatsucher (2010 als Studienprojekt entstanden) am 28.12.2017

    Wir trauern um Wolfgang Lauinger

    http://heimatsucher.de/wir-trauern-um-wolfgang-lauinger/

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    Buch, „Lauingers. Eine Familiengeschichte aus Deutschland“

    http://www.jg-ffm.de/mandanten/1/images/jg-zeitung/jgz_oS/jgz_48_2_oS.pdf

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    Rabbiner der Budge-Stiftung, Rabbiner Andrew Steinman

    http://www.hagalil.com/2013/10/juedische-elternheime/

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    Lauingers Eine Familiengeschichte aus Deutschland

    Von Bettina Leder, Jüdische Memoiren Bd. 26 | Hentrich & Hentrich Verlag Berlin

    Artur Lauinger, geboren 1879 als Sohn einer Hopfenhändlerfamilie in Augsburg, wird 1937 als vermutlich letzter jüdischer Journalist in Deutschland entlassen. Dreißig Jahre lang hat er für die Frankfurter Zeitung gearbeitet. Als er zwei Jahre später nach London emigriert, lässt er seinen damals 20-jährigen Sohn Wolfgang in Deutschland zurück, damit dieser „dem Vaterland“ – sprich: der Wehrmacht – diene. Als Wolfgang Lauinger nach wenigen Wochen als „Halbjude“ aus der Wehrmacht entlassen wird, schließt er sich in Frankfurt einer Gruppe von Swingjugendlichen an, die sehr schnell die Aufmerksamkeit der Gestapo auf sich zieht. Doch auch nach der Befreiung ist die Verfolgung für ihn nicht zu Ende. 1950 wird er wegen des Verdachts, gegen den § 175 verstoßen zu haben, erneut verhaftet.

    https://www.hentrichhentrich.de/buch-lauingers.html

  27. Im Roten Löwen Says:

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    Jüdisch, schwul und Jazzliebhaber: Unter den Nazis war Wolfgang Lauinger Verfolgter

    Pforzheimer Zeitung | 15.03.2016

    (…) Das Kulturhaus Osterfeld hatte Lauinger nach Pforzheim eingeladen – und mit ihm die Autorin Bettina Leder, die zwischen Musik und Gesprächsrunden aus ihrem Buch „Lauingers – Eine Familiengeschichte aus Deutschland“ über Vater und Sohn las. In sachlichem Ton rezitiert sie zum Beispiel Wolfgang Lauingers erste Verhaftung für einen Tag und eine Nacht. Friedlich, fast gemütlich sei das gewesen. „Man hat mir nichts getan, es hat mir auch nichts geschadet“, liest Leder über den damals Unter-20-Jährigen. Das änderte sich bald: Der geschiedene Vater wurde 1937 bei der „Frankfurter Zeitung“ entlassen, kam nach Buchenwald, konnte 1939 aber auswandern. Den Sohn ließ er zurück. „Er war deutsch von Anfang bis Ende. Die religiöse Angehörigkeit war für ihn nur Nebensache“, erzählt Lauinger. Sein Vater habe geglaubt, Hitlers Regime sei nur eine vorübergehende Erscheinung. (…)

    https://www.pz-news.de/kultur_artikel,-Juedisch-schwul-und-Jazzliebhaber-Unter-den-Nazis-war-Wolfgang-Lauinger-Verfolgter-_arid,1085313.html

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    Von Heimatsucher veröffentlicht am 28.12.2017

    Wir trauern um Wolfgang Lauinger

    Wolfgang Lauinger, Jahrgang 1918, war ein durch und durch lebensbejahender, positiv denkender und smarter Mann, der Zeit seines Lebens den Kampf gegen die Ungerechtigkeit der Frankfurter Homosexuellenprozesse aus den Jahren 1950/51 kämpfte. Er war mit fast 100 Jahren geistig so rege, wie man es sich nur vorstellen kann. Er ist als zweites Kind einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters in der Schweiz geboren, dann aber in frühester Kindheit nach Frankfurt am Main gezogen. (…)

    Bildung und vor allem die Weitergabe des Wissens aus dieser Zeit sah er als wichtiges Mittel an, Demokratie zu fördern und zu bewahren. Auch auf dem Christopher Street Day in Frankfurt am Main nahm er zuletzt im Jahr 2015 an den offiziellen CSD Kundgebungen teil und sprach vor Tausenden von Menschen. (…)

    Sein letzter Wunsch wurde ihm am 28. Dezember 2017 erfüllt, indem er auf dem Jüdischen Friedhof seiner Gemeinde in Balduinstein unter einer riesigen Eiche beerdigt wurde. Drei von uns HEIMATSUCHERN wurde die Ehre zuteil, uns im Kreise seiner Familie und engsten Freunde von Wolfgang Lauinger zu verabschieden. Wir werden seine Geschichte weitererzählen.

    http://heimatsucher.de/wir-trauern-um-wolfgang-lauinger/

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    Hundsgrund – schrieb, Spaß verstehend, „hund“, Wolfgang

    _ttps://www.facebook.com/VolkerBeckMdB/photos/a.10151828138012698.1073741861.46819172697/10156096161637698/?type=3&permPage=1

    _ttps://www.facebook.com/VolkerBeckMdB/photos/a.10151828138012698.1073741861.46819172697/10156096161637698/?type=3&theater

    _ttps://www.facebook.com/VolkerBeckMdB/photos/pcb.10156096162092698/10156096161767698/?type=3

    “ Hundehütte “ – sagten scherzhaft Freunde

    _ttps://www.facebook.com/VolkerBeckMdB/photos/pcb.10156096162092698/10156096161767698/?type=3&theater

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  28. silis Says:

    פ׳נ׳
    פה נקבר
    po niqbar
    here is buried
    hier ist begraben

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    Nachruf auf „hund“ Wolfgang Lauinger

    Bereits in der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember entschlief „hund“, Wolfgang Lauinger, im Alter von 99 Jahren in Frankfurt. [Wolfgang, Jahrgang 1918, war der Sohn des Wirtschaftsjournalisten Artur Lauinger (1879—1961)] (…) Während der Verbotszeit gehörte Hund [Wolfgang] zur illegalen Nerother Gruppe der Pachanten unter Paul Leser sowie zur Swingjugend. Hund war ein Jugendfreund des bekannten berry, Herbert Westenburger. (…)

    Hund war Mitbegründer des Freien Bildungswerkes Balduinstein und lebte bis ins Alter von 94 Jahren im Ort Balduinstein selbst. Erst dann siedelte er in ein Pflegeheim in Frankfurt um. (…)

    scouting 14.02.2018

    http://scouting.de/nachruf-auf-hund-wolfgang-lauinger/

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    [ Herbert Westenburger genannt berry ]

    Mein Vater war Architekt. Meine Mutter ist in Amerika geboren, sie hatte die amerikanische Staatsbürgerschaft bis zu ihrer Heirat 1917. Mein Großvater war nach USA ausgewandert, wo er meine jüdische Großmutter kennengelernt hatte. (…) Am 8. Mai 1943 kam ich in britische Gefangenschaft. Es hatte mich noch kurz vorher erwischt. Mit Bombensplittern in Armen und Rücken. Wir wurden den amerikanischen Truppen übergeben und nach USA verschifft. Im dortigen Kriegsgefangenenlager traf ich Hans Hene, den älteren Bruder von Jochen Hene aus Pößneck, der dort nach der Flucht von tusk die „Deutsche Jungenschaft“ führte. Gemeinsam schrieben wir einen Brief an tusk nach London.

    In USA erfuhr ich vom Tod meiner Mutter. Sie galt bei den Nazis als „Halbjüdin“. Obwohl sie evangelisch getauft war, entging sie nicht der Deportation. Am 23. August 1943 wurde sie in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, und dort ist sie angeblich an „Herzmuskelschwäche“ gestorben. Die jüdischen Briefzensoren im Gefangenenlager, Schild und Rosenzweig, beantragten meine Verlegung in das Antifa-Lager Fort Devens. Hans Hene wurde mitverlegt. In Fort Devens begrüßte mich der Frankfurter Nerother Willy W., der über eine Strafkompagnie in die rettende Kriegsgefangenschaft gelangt war. (…)

    „Verlaßt die Tempel fremder Götter …“ (Interview mit Herbert (berry) Westenburger) | ursprünglich aus: Aus: „Wir hatten andere Träume – Kinder und Jugendliche unter der NS-Diktatur“ (von Jutta von Freyenberg, Barbara Bromberger, Hans Mausbach) (VAS 1995) Seiten 137 bis 139

    http://www.herbert-westenburger.de/interview.htm

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    Paul Leser (* 23. Februar 1899 in Frankfurt am Main; † 22. Dezember 1984 in Hartford, Connecticut, Vereinigte Staaten) war ein deutsch-amerikanischer Ethnologe.

    Paul Leser entstammte einer wohlhabenden jüdischen Frankfurter Familie. Sein Vater war Oberlandesgerichtsrat. Leser besuchte von 1908 bis 1917 das Goethe-Gymnasium in Frankfurt (Main), studierte seit 1919 Völkerkunde an der Universität Bonn.

    Paul Leser war in der Jugendbewegung im Nerother Wandervogel engagiert und gründete im November 1933, nach der von den Nationalsozialisten erzwungenen Auflösung des Bundes, gemeinsam mit Wolf Kaiser den illegalen Orden der Pachanten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Leser

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    Nerother Wandervogel, Ordenslied der illegalen „Pachanten“, 1933

    Text: Paul Leser, Frankfurt/Main – Melodie „Gleichwie die Möwe …“

    Wir pfeifen auf den ganzen Schwindel,
    Beruf und Schule, Stellung, Geld;
    und tobt auch das Parteigesindel,
    hussa! Der Bund ist unsre Welt.
    Der Bund, dem wir die Treue halten
    in böser wie in guter Zeit,
    wir weichen keinen Kampfgewalten:
    Wir stehen fest, wir sind bereit!

    http://www.herbert-westenburger.de/gedanken_lieder_und_gedichte.htm

    Nachruf auf Herbert „berry“ Westenburger ( 05.01.1920 – 08.08.2015)

    Von almi (Redaktion; DPB), auf scouting am 14.09.2015

    http://scouting.de/nachruf-auf-herbert-berry-westenburger-05-01-1920-08-08-2015/

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    ת׳נ׳צ׳ב׳ה׳
    תהא נפשו צרורה בצרור החיים
    tehai nafsho tserura b’tsror haḥayim
    may his soul be bound up in the bond of eternal life
    seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

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    Ein lobendes Andenken sei Wolfgang Lauinger.

    Danke, hund, für deine Lebensleistung des Aufklärens über NS-Deutschland – über Historie und Gegenwart Deutschlands -, für deine vielen unvergesslichen Vorträge (vor den nicht selten mehr als 50 Jahre Jüngeren) zum Thema Frankfurter Swing-Jugend.

    Danke auch für Bootsfahrten, Gespräche und Gastfreundschaft selbst in Hundsgrund („Hundehütte“), wo ich – vor 25 Jahren – viel lernte, und jetzt bei Bettina Leder lese, sowohl über deine Zeit in den Jahren von Nazismus und Krieg und über deinen Vater sowie zusätzlich über die judenfeindlichen süddeutschen Pogrome des späten Mittelalters: Rintfleisch-Verfolgung 1298, Armleder-Verfolgungen 1336–1338.

    Damals gingst du mit mir zu dem alten jüdischen Gräberfeld von Balduinstein; unter dem großen Eichenbaum ist, ein Vierteljahrhundert später, für immer auch deine Ruhestätte.

    Wie gut, dass im jüdischen Jahr 5778, im Dezember 2017 d. g. Z. diese vielen Anwesenden dir das letzte Geleit gegeben haben; besonders zu erwähnen ist der hochwürdige Herr Rabbiner und sind die sechs Sargträger – danke.

    Ich danke der Ortsgemeinde Balduinstein, überhaupt allen Menschen in Balduinstein und allen, die den Wunsch ihres Ehrenbürgers nach einer Bestattung unter dem großen Eichenbaum am Waldrand, nämlich auf dem alten jüdischen Friedhof im Ortsteil Hausen, möglich gemacht haben.

    Danke nicht zuletzt an Bettina Leder für die gelungene, wichtige Chronik (Lauingers: Eine Familiengeschichte aus Deutschland).

    silis

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  29. Cees van der Duin Says:

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    Herr Bozek war mal bündisch und ist sich ganz sicher: „Passieren kann grundsätzlich alles.“ – nun, allerdings

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    „Verletzungsrisiken. Manche Spiele oder Lokalitäten [ Falado, Balduinstein? ] bergen ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Dieses lässt sich minimieren, wenn die Teilnehmer eindringlich darauf aufmerksam gemacht werden [ Kaum zu fassen! ]. Passieren kann grundsätzlich alles. Bereits leichtere Verletzungen an Füßen oder Beinen (Umknicken) sind besonders tragisch, denn sie führen für den Teilnehmer zu einem vorzeitigen Ende des Spiels oder im schlimmeren Fall zu einer vorzeitigen Heimfahrt [ … in die ewigen Jagdgründe. Hoka Hey! ].“

    ( „Peter Bozek ist seit über 10 Jahren in der Jugendbetreuung, speziell der Sportjugend Rheinland-Pfalz, tätig. Dort ist er Freizeitleiter für Jugendfreizeiten, Referent für Geländespiele sowie erlebnispädagogische Elemente. In der bündischen Jugend zuhause, pflegt er zahlreiche Kontakte zu Pfadfindern, Wandervögeln und Jungenschaften, wo noch große, eindrucksvolle Geländespiele üblich sind.“ )

    Geländespiele: in Theorie und Praxis
    | von: Peter Bozek (2009) | Thalia

    „Dieses Buch entstand unter Mitwirkung von: Sportjugend Rheinland-Pfalz, Weinbacher Wandervogel, Christliche Pfadfinderschaft Saar, Pfadfinderbund Kreuzfahrer, Jungenbund Phoenix [ Gründer war axi ] insbesondere Richard Siebert (Referent der SJ Rheinland-Pfalz) durch die vielen Anregungen und eingebrachte Ideen, Otto Lohmüller [ pinselt als otolo ] (Pfadfinder Gengenbach), Alexej Stachowitsch [ axi ] (Jungenbund Phoenix) sowie meiner Lebensgefährtin Jenny Kehrbusch.“

    https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/gelaendespiele/peter_bozek/ISBN3-8391-4029-3/ID18820561.html

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    Falado, o Falado, Landluft langweilt sowieso.
    Mehr Erfahrung suchen wir, Sorgenträger bleiben hier.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast fährt nach Falado.

    Island, ja, das wär mal was: Sturm und Eisberg machen Spaß!
    Augen leuchten, Flaggen wehn – dies` Schiff wird nie untergehn!
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast spürt schon Falado.

    Tags dicht an den Eisberg ran, nachts die hohen Wogen dann.
    In den Kojen schlafen sie, Bötchen wackelt so wie nie.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast will nach Falado.

    Es macht knirsch, das Boot ist leck, gluck, gluck, gluck – der Kahn ist weg!
    Mit viel Glück kommt jedermann trotzdem noch in Deutschland an.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast. Schluss mit Falado.

    silis (2013)

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    Takelage der Schonerbrigg Falado von Rhodos vor Split

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  30. Adriaan Broekhuizen Says:

    [ – Zeitzeuge u. a.: Wolfgang Lauinger – 0:21 bis 0:25 ]

    Die Gestapo 3/3 – Henker an der Heimatfront 1/4
    Film von Wolfgang Schoen und Holger Hillesheim.

    „Lindenstraße 27 (…), Sitz der Gestapozentrale in Frankfurt. Hier herrscht Heinrich Baab. Laut späterer Zeugenaussagen soll er sich damit gebrüstet haben, 387 Frauen „vernichtet und ausgelöscht“ zu haben.“

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    Swing-Jugend in der Hamburger NS-Zeit 1

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    Schlurf – Im Swing gegen den Gleichschritt – Documentary on Swing Kids in Austria (engl. subs)

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  31. Adriaan Broekhuizen Says:

    Chor Des Segelschulschiffes „Gorch Fock“*, Oberleutnant Zur See Ulrich Hühne* ‎– Gorch Fock (Segelschulschiff Auf Großer Fahrt)

    https://www.discogs.com/de/Chor-Des-Segelschulschiffes-Gorch-Fock-Oberleutnant-Zur-See-Ulrich-H%C3%BChne-Gorch-Fock-Segelschulschif/release/9883486

    Ulrich Hühne ( bündisch uli Hühne )

    https://www.discogs.com/artist/5885198-Ulrich-H%C3%BChne

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    Ulrich Hühne wurde 1936 in Pommern geboren. 1945 wurde die Familie von den Russen und Polen aus ihrer Heimat vertrieben. Die Mutter zog mit ihren drei Kindern in den Westen und ließ sich in der Nähe von Hannover nieder. Nach dem Abitur studierte Ulrich Hühne an der Kieler Universität Geografie

    Brixner 244 – Mai 2010
    Published on May 20, 2010
    Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

  32. Бальдуинштайн Says:

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    (Frankfurt. „Das Ende des Schweigens“. So heißt die Dokumentation von Filmemacher van-Tien Hoang, die Ende des Jahres bei uns in die Kinos kommt. Hoang erzählt darin ein düsteres Kapitel in der Frankfurter Geschichte. Denn die Dokumentation beschäftigt sich mit den Homosexuellenprozessen, die in den Jahren 1950 und 1951 bundesweit für Schlagzeilen sorgten.)

    van-Tien Hoang: „Das war ein bisschen wie eine Hexenjagd. Die Leute haben sich gegenseitig verleumdet. Menschen sind zur Polizei gegangen und haben ihre Nachbarn angeschwärzt. Das hat richtig überhandgenommen. Die Beschuldigten wurden bewusst an ihrer Arbeitsstelle festgenommen, um sie gesellschaftlich zu diskreditieren. Irgendwann hat sogar die Oberstaatsanwaltschaft gesagt, dass sie mit den ganzen Anzeigen überfordert sei. Es gab einfach zu viele. (…) Mich haben die persönlichen Geschichten sehr berührt. So habe ich zum Beispiel das große Glück gehabt, 2015 Wolfgang Lauinger kennenlernen zu dürfen. Er saß acht Monate in U-Haft, damals noch im Klapperfeld. Der hatte den Zweiten Weltkrieg miterlebt, die Nazi-Herrschaft. Und trotzdem steht da ein 97-jähriger Mann vor einem, der sagt: „Wenn ich wiedergeboren werde, möchte ich wieder als schwuler Mann geboren werden.“ Das hat mich sehr beeindruckt. Ich war sehr traurig, als er dann zwei Jahre später gestorben ist.“

    Von Rebecca Röhrich | fnp | 21.02.2018

    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Interview-So-brutal-ging-man-in-Frankfurt-in-den-50er-Jahren-gegen-Schwule-vor;art675,2914943

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  33. Grüner Bund Says:

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    3. Die Orthoceras-Schiefer.

    Kayser 1 kommt bekanntlich nach seiner Untersuchung der Orthoceras-Schiefer zwischen Balduinstein und Laurenburg an der Lahn zu dem Ergebniss, dass stratigraphische, palaeontologische und petrographische Thatsachen darauf hinzuweisen scheinen, dass der nassauische Orthoceras-Schiefer zum Mitteldevon gehört und eine Parallelbildung der Calceola-Schichten darstellt.

    Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie and Paläontologie – 1890

    https://archive.org/stream/neuesjahrbuchfrm18902leon/neuesjahrbuchfrm18902leon_djvu.txt

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    Kleine Gesteinskunde – Gemeinde Balduinstein

    Die Gesteine in Balduinstein stammen größtenteils aus dem Devon und sind damit ca. 400 Millionen Jahre alt. Zu dieser Zeit befand sich dort, wo heute Balduinstein liegt, ein tropisches Meer, der Rhonhercynische Ozean. In ihm gab es zahlreiche Vulkaninseln, die von ausgedehnten Korallenriffen gesäumt wurden.

    https://www.gemeinde-balduinstein.de/tourismus/geologie/

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    Übersicht der geologischen Verhältnisse des Herzogthums Nassau

    Fridolin Sandberger – 1847

    Die Grenze gegen die untere Gruppe zeigt, wo sie beachtet wurde, dieselben Erscheinungen, bei Balduinstein ist das äußerste Hangende der unteren Gruppe ein Thonschiefer mit Orthoceras triangulare Vern. d. Arch [d’Arch. et Vern.], darauf folgt, wie bei Sechshelden, Diorit und alsdann Schiefer und Schaalsteine der mittleren Gruppe.

    https://books.google.de/books?id=oXoAAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

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    In Balduinstein sogar das für Wissenbach so charakteristische Orthoceras triangulare DE VERNEUIL. | Die Versteinerungen-führenden Schichten im Herzogthum Nassau

    Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde: 1847

    https://books.google.de/books?id=RxM-AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

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  34. Grüner Bund Says:

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    Alexej Stachowitsch
    — axi —

    Alexej „axi“ Stachowitsch (Stockholm October 10, 1918 – April 1, 2013 Limburg an der Lahn) was an Austrian-Russian author, pedagogue, songwriter, technician, one of the most important figures of post-war Scouting and Wandervogel in Germany and Austria, and founder and first principal of the Werkschulheim Felbertal. Stachowitsch was a program director and journalist at the 7th World Scout Jamboree in Bad Ischl, director of the de:Nerother Wandervogel, co-founder of the independent Balduinstein educational institution and founder of the Jungenbundes Phoenix. Meanwhile, it has become known that the castle Balduinstein has been the site of many acts of sexual violence against male minors since its founding and for three decades.

    In 1988, Stachowitsch was active in the organization of the Meissner camp. In 2001 he took part in the „50 Jahre Jamboree Bad Ischl“ 50 year Jamboree reunion. After 2003 he was the recipient of the Goldenen Lilie (Golden Lily) of the Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs. This second highest sign of honour was was canceled unanimously posthumously in July 2017 in a decision of the Federal Council of the PPÖ. Among other things, this decision was in response to a report about sexual assault by Stachowitsch.

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    Seit 2003 war er Träger der Goldenen Lilie der PPÖ, der nach dem Silbernen Steinbock zweithöchsten Auszeichnung der PPÖ. Diese Ehrung wurde ihm posthum im Juli 2017 einstimmig in einem Beschluss des Bundesrats der PPÖ aberkannt. Diese Entscheidung war unter anderem eine Reaktion auf einen Artikel im Stichwort in dem der Bundesführer des Jungenbund Phoenix über Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe von axi im Laufe seines Lebens berichtete.

    [ Felix Prautzsch: Axi-Licht und Schatten. In: Stichwort. Nr. 202, 2016, S.32–39. ]

    https://de.wikipedia.org/wiki/Alexej_Stachowitsch

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    … beendete Axi 1989 die Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Balduinstein. 1991 arbeitete Stachowitsch kurzzeitig in der Russlandhilfe des Roten Kreuzes als Delegationsleiter. Im gleichen Jahr wurde er zum Ehren-Oberst der sibirischen Kosaken ernannt. 2001 wirkte er bei der Reunion „50 Jahre Jamboree Bad Ischl“ mit. Seit 2003 war er Träger der Goldenen Lilie der PPÖ, der nach dem Silbernen Steinbock zweithöchsten Auszeichnung der PPÖ. Diese Ehrung wurde ihm posthum im Juli 2017 einstimmig in einem Beschluss des Bundesrats der PPÖ aberkannt. Diese Entscheidung war unter anderem eine Reaktion auf einen Artikel im Stichwort in dem der Bundesführer des Jungenbund Phoenix über Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe von axi im Laufe seines Lebens berichtete.

    https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Alexej_Stachowitsch

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  35. Grüner Bund Says:

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    Evangelische Brüdergemeinde Korntal

    Missbrauchsvorwürfe

    In den zwei Kinderheimen in Trägerschaft der Diakonie der Brüdergemeinde Korntal soll es laut Aussagen von rund 200 ehemaligen Heimkindern in den 1950er bis weit in die 1980er Jahre Misshandlungen in Form von Prügel, psychischer Gewalt sowie sexuellem Missbrauch gegeben haben.

    Nachdem ein ehemaliges Heimkind die Vorwürfe öffentlich machte, wurden, nach einem zuvor gescheiterten Versuch, im März 2017 die ehemalige Frankfurter Jugendrichterin Brigitte Baums-Stammberger und der Marburger Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger mit der Aufklärung der Vorwürfe beauftragt.

    2018 wurde bestätigt, dass es im Kinderheim Hoffmannhaus bis in die späten 80er Jahre zu Missbrauchfällen an Kindern und Jugendlichen kam. Die Gemeinde zahlt Betroffenen, die sich bis Juni 2020 melden, bis zu 20.000 € Entschädigung.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Br%C3%BCdergemeinde_Korntal

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    Netzwerk BetroffenenForum | Kinder schützen und Menschen bei der Bewältigung von erlittenem Leid helfen: ehemalige Heimkinder der Einrichtungen der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal.

    https://netzwerkbetroffenenforum.de/

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    Missbrauchsskandal bei der Brüdergemeinde Korntal

    Abschlussbericht mit schockierenden Details veröffentlicht

    Netzwerk BetroffenenForum 07.06.2018

    (…) 408 Seiten umfasst das von den Aufklärern, der ehemaligen Richterin Brigitte Baums-Stammberger und dem Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger, angefertigte Werk. Die Kernaussage: „Die Erziehungskultur und deren Praktiken waren bis in die 1970er Jahre systematisch mit körperlicher und psychischer Gewalt verbunden.“ Die Kinder seien dem autoritären, mit Zucht, Zwang und Drill verbundenen Erziehungsstil rechtlos ausgeliefert gewesen.

    Sexueller Missbrauch sei „systematisch möglich“ gewesen

    81 Täter konnten identifiziert werden: Erzieherinnen, Heimleiter, Ärzte, Hausmeister, aber auch Bäcker oder Stallknechte. Auch zahlreiche Fälle von sexueller Gewalt wurden dokumentiert, die von verbaler Belästigung bis hin zu Vergewaltigungen reichen. Die Erkenntnisse fußen auf Akten und Interviews, die Baums-Stammberger mit insgesamt 105 ehemaligen Heimkindern geführt hat. (…)

    Der sexuelle Missbrauch der Heimzöglinge sei in den drei Heimen „systematisch möglich“ gewesen und begünstigt worden, weil Schutz- und Präventionskonzepte fehlten.

    https://netzwerkbetroffenenforum.de/aufklaerung-sexueller-missbrauch-bruedergemeinde-korntal/

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    „Wir mussten das Erbrochene essen“

    Von Dominique Leibbrand | Bietigheimer Zeitung (zu: SÜDWEST PRESSE) 23.08.2014

    (…) Detlev Zander ist zwei Jahre alt, als er 1963 ins Hoffmannhaus in Korntal kommt. An die Ankunft kann er sich noch erinnern. „Ich stand da mit meinem kleinen Koffer draußen im Flur.“ Es ist eine der guten Erinnerungen. Zander wird einer der Wohngruppen zugeteilt, bei den harmlos klingenden Rotkehlchen soll sein Martyrium nach eigener Aussage beginnen. Die für Zanders Gruppe zuständige Erzieherin regiert mit harter Hand. Ein Beispiel: Er sei relativ lang Bettnässer gewesen. Um ihn zu kurieren, habe sie ihn erst unter die kalte Dusche gezerrt und seinen Penis dann mit der Zahnbürste geschrubbt. Ein anderes Beispiel: Wem das Essen nicht schmeckte, der wurde gezwungen, so viel zu schlucken, bis er sich übergeben musste. Zander: „Das Erbrochene mussten wir dann essen.“

    Die Situation verschlimmert sich, als der Hausmeister des Heims die Bühne betritt. Acht Jahre lang sei er von diesem sexuell missbraucht worden, teilweise mehrmals täglich. „Je älter ich wurde, desto brutaler ging der Hausmeister vor“, erzählt Zander. Die Übergriffe finden im Fahrradkeller, in der Waschküche und im Ölkeller statt. Noch heute wird der Gepeinigte von seiner Vergangenheit überrollt, wenn er Öl riecht. (…)

    Auch der Jurist Sailer spricht von einer erdrückenden Beweislast gegen die Brüdergemeinde. Er habe bei Gericht mehr als 20 Zeugen benannt. Dazu gehört auch der Sachsenheimer Ulrich Scheuffele, der in den Jahren 1971/72 seinen Zivildienst in Korntal absolviert hat. (…) Die ganze Atmosphäre sei kalt und aggressionsgeladen gewesen. Einmal sei der Heimleiter beispielsweise zu ihm gekommen und habe ihm bedeutet, er könne die Kinder zur Züchtigung verprügeln. Scheuffele: „Ich habe das ignoriert.“ Gemeinsam mit anderen Zivis schreibt der Sachsenheimer damals an das Bundesverwaltungsamt, um sich über die Zustände im Heim zu beschweren. Der Brief kommt zurück, mit dem Hinweis, der Dienstherr müsse es gegenzeichnen. (…)

    https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/lk-ludwigsburg/_wir-mussten-das-erbrochene-essen_-20704967.html

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    Kinderhölle Korntal

    Von Susanne Stiefel | KONTEXT:Wochenzeitung 18.06.2014

    (…) Dass er nun an diesem sonnigen Sonntag dennoch, zum ersten Mal nach 40 Jahren, das Hoffmannhaus in Korntal besucht, liegt an Detlev Zander. Uli Scheuffele kennt ihn aus seiner Zivildienstzeit als „schüchternen, zurückhaltenden Jungen“, den er wegen seiner Brille scherzhaft „den Professor“ nannte. „Es ist erschreckend, was ihm und vielen anderen Kindern damals dort angetan wurde“, sagt Scheuffele und zeigt auf den Fahrradkeller. (…)

    Wenn er einnässte, wurde er geschlagen und am Penis gezogen. Wenn das Essen nicht schmeckte, kam extra viel auf den Teller, und die Kinder wurden gezwungen, alles aufzuessen. Wenn (…) Detlev erbrach, musste er das Erbrochene essen. Und zur Strafe wurde er stundenlang in einen dunklen Raum in den Wäschekorb eingesperrt. (…)

    Damals in den 70er-Jahren hat Uli Scheuffele an das Bundesamt für Zivildienst in Bonn geschrieben und sich über die Behandlung von Kindern und Zivis beschwert. Der Brief kam zurück mit der Bemerkung, dass man nur mit Unterschrift der Korntaler Heimleitung tätig werde. Kürzlich hat Scheuffele einen Brief an den evangelischen Landesbischof Frank Otfried July geschrieben, von seinen Erfahrungen als Zivi berichtet und den Bischof aufgefordert, den Korntaler Brüdern auf die Finger zu sehen. Er hat bisher keine Antwort erhalten. (…)

    Beim Kirchentag in Stuttgart werden die Missbrauchsvorwürfe gegen die Korntaler Evangelische Brüdergemeinde ein Thema sein. Und zwar Samstag, 6. Juni, 11 Uhr in der Schwabenlandhalle Fellbach. (…)

    https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/168/kinderhoelle-korntal-2266.html

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    Kirche und Korntal: nichts zu sagen

    Von Susanne Stiefel | KONTEXT:Wochenzeitung 02.07.2014

    (…) Detlev Zander hat den Stein ins Rollen gebracht. Vor einem Jahr meldete er sich in Korntal, wo er als Heimkind 14 Jahre lang Demütigungen und Schläge erlitten hat. (…)

    https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/170/kirche-und-korntal-nichts-zu-sagen-2294.html

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    _ttps://de-de.facebook.com/betroffenenforum/videos/pressekonferenz-der-evangelischen-br%C3%BCdergemeinde-korntal/1204062992970397/

    https://de-de.facebook.com/betroffenenforum/videos/pressekonferenz-der-evangelischen-br%C3%BCdergemeinde-korntal/1204062992970397/

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    _ttps://www.youtube.com/watch?v=i6UBqcIE9ig

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    _ttps://www.youtube.com/watch?v=KRQwGCRJFhg

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    Netzwerk BF e.V. @ZanderDetlev

    [ Dort ] twittert Detlev Zander, Betroffener und Sprecher von „Missbrauch in der Brüdergemeinde Korntal“

    _ttps://twitter.com/ZanderDetlev

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    #BrüdergemeindeKorntal Schlagen auf die Geschlechtsteile wenn ein Kind eingenässt hatte auch wurde das Geschlechtsteil mit einer Zahnbürste und Salz abgeschrubbt! #Aufklärung

    _ttps://twitter.com/ZanderDetlev/status/1079078813877841922

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    “ Im Kartoffelkeller stand ein geflochtener viereckiger Korb, der als Karzer diente. In diesem Behältnis konnte man nur mit angezogenen Gliedmaßen kauern. Diese Folter der Kinder wurde über viele Stunden angewendet. “

    “ Der Deckel wurde so verschlossen, dass er von innen nicht zu öffnen war. Da die Kinder meistens die Nacht in diesem Korb verbringen mussten, hatten sie nur den Schlafanzug an und waren barfuß, im Keller war es eiskalt. “

    “ Am Ende der Strafmaßnahme wurde der Korb grundsätzlich und plötzlich umgestoßen, das Kind wurde an den Ohren herausgezogen und nochmals verprügelt. “

    [ Veröffentlicht von Netzwerk BF e.V. @ZanderDetlev in drei Tweets am 28.12.2018 ]

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  36. Edward von Roy Says:

    Dritter Verhandlungstag (und kein Urteil)

    Gepostet von almi (Redaktion; DPB) auf scouting am 21.02.2019

    (…) Deshalb wurde die Fortsetzung des Verfahrens auf den 07. März ab 10 Uhr festgelegt.

    In der Pause gab es einen lautstarken Tumult auf dem Flur, als ein früheres und durchaus betagtes Vorstandsmitglied des Freien Bildungswerkes Balduinstein verbal in voller Lautstärke ein früheres Mitglied des Arbeitskreises „Schatten der Jugendbewegung“ anging, was der Richter ausdrücklich rügte und erklärte, ein solches Verhalten nicht zu dulden. (…)

    https://scouting.de/dritter-verhandlungstag-und-kein-urteil/

    Vorankündigung: Dritter Verhandlungstag und vielleicht Urteilsverkündung

    scouting am 20.02.2019

    (…) Der Vorwurf gegen den 74jährigen Angeklagten lautet auf sexuellen Missbrauch eines 12/13-jährigen Jungen. Der Angeklagte war vor seiner Mitgliedschaft im Autonomen Wandervogel (dieser entstand offiziell erst 2005/2006) lange Zeit Vorstandsmitglied im Freien Bildungswerk Balduinstein. (…)

    https://scouting.de/vorankuendigung-dritter-verhandlungstag/

    Bericht und Kommentar zum zweiten Verhandlungstag

    am 14.02.2019

    https://scouting.de/bericht-und-kommentar-zum-zweiten-verhandlungstag/

    Vorankündigung: Zweiter Verhandlungstag

    Morgen, am 14.02.2019, wird voraussichtlich die Verhandlung gegen den ehemaligen Präsidenten des Autonomen Wandervogel am Amtsgericht Diez fortgesetzt. (…)

    https://scouting.de/vorankuendigung-zweiter-verhandlungstag/

    Kommentar zum ersten Verhandlungstag

    Gepostet von almi (Redaktion; DPB) am 31.01.2019

    (…) Die wiederholten Versuche des Anwaltes des Nebenklägers, auch auf Rahmen- und Gründungsbedingungen im Trägerverein des Bildungswerkes, die Vorgeschichte des Angeklagten oder seine Position als Präsident des Autonomen Wandervogel einzugehen […] Der Verteidiger des Angeklagten unterstellte dem Anwalt des Nebenklägers zumindest indirekt, sich auf einem Kreuzzug zu befinden. (…)

    https://scouting.de/erster-verhandlungstag/

  37. Lahntalwanderer Says:

    “ Fotos aus Griechenland, wo eine der Burg nahestehende Person ein Haus besitzt, das bündischen Gruppen offen steht. Dort habe man 2005 den 61. Geburtstag einer ebenfalls in diesem Kreis sehr aktiven Person gefeiert. “

    https://pisaversteher.com/2012/10/13/odenwaldschule-25-jahre/

    2019 – 2005 = 14
    61 + 14 = 75 … ≈ 74

  38. Lahntalwanderer Says:

    durch den beitritt in den sternkreis und somit als gründungsmitglied des freien bildungswerkes balduinstein

    bleibe aber natürlich im Bund und auch im Sternkreis, der mir noch den ehrenden Status eines „Erzhüters des Bundes“ zuerkannt hat – und das auf Lebenszeit

    Aus meiner Sicht wird da ein ganzes System Balduinstein sichtbar

    .
    .

    *****sternkreis
    SYSTEM BALDUINSTEIN*****

    Brecht Stempel
    Hans-Albrecht Stempel (* 06.03.1907, † 23.09.2002 auf Burg Balduinstein)

    durch den beitritt in den sternkreis und somit als gründungsmitglied des freien bildungswerkes balduinstein hat brecht sich ganz und gar dem aufbau des bildungswerkes gewidmet.

    aus: köpfchen 4/2002 (februar 2003)

    http://www.gsbxmedia.de/modules/artikel/cache/uploaded/670576.pdf

    *****

    FEUERREDE

    (Gehalten zum Bundestag des Jungenbundes Phoenix Pfingsten 2011 von seinem Bundesführer Alexej Stachowitsch (axi) zu seinem Rücktritt vom Amt nach 35 Jahren seit Gründung des Bundes)

    … Baut weiter, meine Freunde, mit Zuversicht, Freude und Kraft, damit das immer klarer und sichtbarer werde, was vor langer Zeit auch mich ergriffen hatte, immer meine Sehnsucht blieb und mir die Kraft gab, mit Euch auf dem richtigen Weg zu bleiben.

    Als Bundesführer scheide ich jetzt von Euch, bleibe aber natürlich im Bund und auch im Sternkreis, der mir noch den ehrenden Status eines „Erzhüters des Bundes“ zuerkannt hat – und das auf Lebenszeit Danke!

    Möge also unser Bund weiterhin uns allen eine Quelle der Freude, der Zuversicht und auch der Kraft sein und bleiben. Meinem Nachfolger im Amt aber mögen immer Glauben, Hoffnung und Liebe über alle Schwierigkeiten hinweg tragen‘

    Ex flammis orior

    axi
    (Alexej Stachowitsch)

    (aus: Myrrhenstreu, – Die Postille des Phoenix, 13, 2011, S. 2-3.)

    *****

    Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

    von Christian Füller

    … ist die Burg Balduinstein kein Zufallsprodukt. »Aus meiner Sicht wird da ein ganzes System Balduinstein sichtbar, vor allem wenn man berücksichtigt, wie lange das schon so geht. Wir haben inzwischen Anzeigen von Taten aus den 1960er und 1970er Jahren vorliegen. Das ist alles verjährt, aber es zeigt, [dass sich] dort eine regelrechte Missbrauchs-Tradition entwickelt hat. Damals sind offenbar sehr viel gewalttätigere Übergriffe geschehen. (…).«

    https://books.google.de/books?id=SsinBgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

  39. Καλημέρα ήλιε Says:

    – Zitat –

    Diez / Balduinstein Missbrauch: Wie Gericht um die Wahrheit ringt

    Von Lore Spies | Rhein-Zeitung am 24.02.2019

    Auch nach dem dritten Verhandlungstag im Prozess um den sexuellen Missbrauch eines Kindes auf der Burg Balduinstein ist der Ausgang des Verfahrens weiter offen. Das Schöffengericht Diez unter Vorsitz von Richter Martin Böhm bestimmte einen Fortsetzungstermin, zu dem ein von der Nebenklage durchgesetzter neuer Zeuge geladen werden soll. Des Kindesmissbrauchs angeklagt ist ein 74-Jähriger (…) aufgrund der Anzeige eines heute 30-jährigen Mannes. An ihm soll sich der Angeklagte vergangen haben, als der Junge noch keine 14 Jahre alt war. (…) auf der Burg Balduinstein (…)

    Die sogenannte Jugendburg Balduinstein, die sich auf ihrer Homepage als „überbündische“ Begegnungsstätte darstellt und als solche zum Beispiel von Pfadfindergruppen aus ganz Deutschland aufgesucht wird, gerät damit nicht das erste Mal (…)

    https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/diez_artikel,-missbrauch-wie-gericht-um-die-wahrheit-ringt-_arid,1940020.html

    ::

  40. Edward von Roy Says:

    Zu lesen auf scouting – gepostet von almi (Redaktion; DPB) am heutigen 07.03.2019

    .

    Urteil: Schuldig

    Mit dem heutigen vierten Verhandlungstag endete das Verfahren gegen ein früheres Vorstandsmitglied des Freien Bildungswerkes Balduinstein und früheren kurzzeitigen Präsidenten des Balduinsteiner Wandervogels (Vorläufer des Autonomen Wandervogels) mit einem Schuldspruch. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der 74-jährige Angeklagte zweimal des sexuellen Missbrauchs eines Kindes schuldig gemacht hatte. Es verurteilte ihn zu zwei Jahren ohne Bewährung.

    In seiner Begründung legte das Gericht dar, dass es sich zweifelsohne um eine Tatserie gehandelt habe, die sich auch nach dem juristisch noch relevanten Zeitraum fortsetzte.

    Auch weil der Angeklagte während des Verfahrens keine Reue oder Bedauern anzeigte, sah es von der Aussetzung der Strafe auf Bewährung trotz u.a. günstiger Sozialprognose, hohem Alter des Täters und fehlenden Vorstrafen ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mehrere Prozessbeteiligte gehen davon aus, dass gegen das Urteil wohl binnen einer Woche Widerspruch eingelegt werden wird.

    https://scouting.de/urteil-schuldig/

    ( Zitatende )

    .

    Danke für den Bericht. Ein auch für sicherlich viele Beobachter nachvollziehbares Urteil.

    Tatserie, zusätzlich während des Verfahrens weder Reue noch Bedauern: hier allerdings ist eine durch ein Gericht attestierte „günstige Sozialprognose“ dem juristischen Laien vielleicht wenig plausibel.

    silis

  41. Cees van der Duin Says:

    Thema

    Sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige – Kindesmissbrauch
    Missbrauch von Jungen
    Stefan George
    Wolfgang Frommel
    Amsterdam, NL: ehemaliger Missbrauchs-Tatort Castrum Peregrini

    .
    .

    Die sexuellen Vorlieben im Umfeld von Wolfgang Frommel und dem Castrum Peregrini wurden 2012 in einer Masterarbeit von Anaïs Van Ertvelde diskutiert. 2013 erschien dann Joke Haverkorns Buch Entfernte Erinnerungen an W., die nicht nur Frommels sexuelle Vorlieben thematisierte, sondern deutlich von sexuellem Missbrauch berichtete. Diese Vorwürfe wurden 2017 erneuert, als sich Frank Ligtvoet, ein ehemaliger enger Angehöriger des Kreises um Frommel, als Opfer derartiger Vorfälle outete. Seine leidvollen Erfahrungsberichte wurden bestärkt durch die Recherchen der beiden Journalisten Botje und Donkers, die im Februar 2018 weitere Opferberichte präsentieren konnten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Castrum_Peregrini

    .

    ( Vorwürfe der Päderastie gegen Wolfgang Frommel )

    2013 war in einem kleinen Würzburger Verlag Joke Haverkorns Buch Entfernte Erinnerungen an W. erschienen. Sehr präzise beschreibt sie darin aus eigener Erfahrung, wie das System Frommel funktionierte, wie unter dem Deckmantel des Pädagogischen Eros sexueller Missbrauch zum Alltag gehörte, bei dem sich überwiegend ältere Männer junge Männer oder Knaben zu „Gefährten“ machten und sich dabei im Einklang wähnten mit den Riten im George-Kreis. Nicht ohne Grund benutzte Haverkorn für diese Gefährten den Begriff „Freunde“ und setzte ihn konsequent in Anführungszeichen, denn in Frommels Welt schwang immer eine von der Alltagsbedeutung abweichende sexuelle Komponente mit, wenn von Freunden die Rede war. Der Rückgriff auf Stefan George erwies sich dafür als eine perfekte Tarnung: „In Georges Poesie gibt es intensive Küsse und intime Umarmungen zwischen Männern und Jungen, aber es gibt keinen Sex an der Oberfläche des Textes. Worte wie Homosexualität oder Pädophilie sind weder bei George noch bei Frommel zu finden. Platonische Liebe war nichts anderes als platonische Liebe. Das Zauberwort, das in Deutschland im Kontext dieser persönlichen Meister-Schüler- oder Älterer-Jüngerer-Beziehung verwendet wurde, war ‚pädagogischer Eros‛. Das klang edel und gelehrt.“

    Vielleicht blieb all das in Deutschland weitgehend unbeachtet, weil es sich vorwiegend in den Niederlanden abgespielt hatte, vielleicht aber auch deswegen, weil Frommel enge Verbindungen zu den national-konservativen Eliten der Bundesrepublik unterhalten hatte, die die Veröffentlichung von unliebsamen Wahrheiten über ihn als Nestbeschmutzung empfanden, wie es Haverkorn nach der Veröffentlichung ihres Buches erfahren musste. Frommel war in Deutschland und dessen damaliger Hauptstadt Bonn gut vernetzt, nicht nur in Intellektuellen-Kreisen, sondern auch in der Politik.

    ( Bezug zum System des Misbrauchs der Odenwaldschule )

    Held, der ehemalige Musiklehrer, gilt neben Gerold Becker als einer der Haupttäter an der Odenwaldschule. Er war eine Art Wiedergänger von William Hilsley, dem Musiklehrer der Schule in Eerde und Beverweerden, dessen langer Schatten nicht nur auf diesen Schulen lastet, sondern auch auf den Erfahrungen von Ligtvoet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Frommel#Vorw%C3%BCrfe_der_P%C3%A4derastie

    .
    .

    Ein Mann und ein Junge, 1933. Zur Edition des Briefwechsels zwischen Wolfgang Frommel und Friedrich W. Buri

    Von Frank Ligtvoet
    Merkur (Kulturzeitschrift seit 1947) am 27.08.2018

    (…) in dem von Stephan Bischoff herausgegebenen Band (…)

    die Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs von Jungen durch einige der Befürworter dieses Konzepts, insbesondere Gustav Wyneken und Gerold Becker (…)

    Die Veröffentlichung des Briefbands könnte zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen. Ziemlich genau als Bischoff an der Fahnenkorrektur gesessen haben dürfte, recherchierte ich für einen Text, der dann in der niederländischen Zeitschrift Vrij Nederland erschien und in dem es um den vielfachen sexuellen Missbrauch in Frommels Amsterdamer Freundeskreis Castrum Peregrini ging (…)

    https://www.merkur-zeitschrift.de/author/frank-ligtvoet/

    .
    .

    Von Christian Füller‏ @ciffi am 03.02.2019 – 09:20

    (…) eine Argumentation aus den 1980ern: wer #Pädosexualität und #Missbrauch aufklärt, ist homophob. Die vielen Indizien auf #George‘s Übergriffigkeit und sein systematisches Grooming (…)

    .

    Von Angelika Oetken @InfoOetken am 03.02.2019 – 10:28

    Frank Ligtvoet und seine MitstreiterInnen leisten einen sehr wertvollen Beitrag für die Aufklärung und Aufarbeitung, über den Tatort #CastrumPeregrini hinweg. Sie führen die Debatte anschaulich, reflektiert und auf hohem Niveau.

    _ttps://twitter.com/InfoOetken/status/1092127684363276288

    .

    Von Christian Füller‏ @ciffi am 06.03.2019 – 13:30

    Es gibt viele Zeugnisse, die #Missbrauch in der #Jugendbewegung belegen. Es gibt Verurteilungen und Akten und Zeugenaussagen. Für damals, beginnend mit #Blüher und für heute, zB #Balduinstein.

    _ttps://twitter.com/ciffi/status/1103407446666694656

    .

  42. Lahntalwanderer Says:

    .

    Von christian füller @ciffi am (Weltfrauentag, Anm.) 08.03.2019

    Ganz wichtiges Urteil zu so genannten Jugendburg #Balduinstein, die in Wahrheit Pädoburg war. Inzwischen mehrere Urteile und nun wurde auch der Chef und #Missbrauch‘er dito zu 2 Jahren ohne Bewährung verurteilt #jugendbewegung

    _ttps://twitter.com/ciffi/status/1103982188817772549

    ::

    Für Burg #Balduinstein war einer eigener Wandervogel-Zweig mit Jungen ab 12/13 Jahren gekeilt und systematisch gegroomt worden. Der Lieferant von Frischfleisch wurde schon 2013 wg #Missbrauch verurteilt (2013!) http://www.taz.de/!5065581/ http://www.taz.de/!479903/ /2

    ::

    Auf der Burg herrschten ekelhafte Zustände. Alle #Missbrauch’er hatten ihren Lieblingspimpf (Wandervogel-Jungen), der immer mit aufs Privat-Zimmer musste. Auch die extra eingerichtet. In der Burg Blühers Missbrauchmanual „Wandervogel als erotisches Phänomen“, Knabenfotos /3

    ::

    Interessant und (für Außenstehende) irritierend: wie lange die Jungen brauchten, um sich zu befreien. Das Gemisch aus Schuld, Scham, Schweigegelübde & Auserwähltsein (!) klebt verdammt gut. Manche von denen haben aber auch 10 Jahre durchgehalten, um die Täter dranzukriegen. /4

    ::

    Juristerei trägt zur Aufklärung praktisch nichts bei. Es dauert quälend lange, alle spannenden Fragen werden wegrasiert. Was aber hilft: die Überlebenden können irgendwann Täter sagen & „es war #Missbrauch“, ohne dass man sie belangt. Sie werden anerkannt – kriegen aber nix /5

    ::

    Szenen wie diese, wo man dem Chef in Griechenland nackte Knaben wie Beutestücke in einen Garten stellte, spielen vor Gericht natürlich keine Rolle. Sie zeigen aber, wie durchkomponiert #Missbrauch sein kann. /6

    ::

    Und nun hats den Chef der #Balduinstein-Truppe also doch noch erwischt. Mit 74 muss er büßen – für zwei Mal #Missbrauch. Und der mutige Richter spricht es aus: es war eine Serie von Taten, wir können nur diese ahnden https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/diez_artikel,-jugendburg-balduinstein-haft-nach-missbrauch-_arid,1945152.html … //

    _ttps://twitter.com/ciffi/status/1103984131304800257

    .

    Diez / Balduinstein

    Jugendburg Balduinstein: Haft nach Missbrauch

    Rhein-Zeitung 08.03.2019, 08:22

    Im Missbrauchsprozess um die Jugendburg Balduinstein ist der 74-jährige Angeklagte am vierten Verhandlungstag wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu zwei Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt worden. Das Schöffengericht Diez unter Vorsitz von Richter Martin Böhm ahndet mit dem Urteil nach langwieriger Beweisaufnahme mit immer neuen Beweisanträgen zwei Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch aus dem Jahr 2002.

    https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/diez_artikel,-jungen-auf-burg-balduinstein-missbraucht-_arid,1162224.html

    .

    ( 2013 … vor mehr als einem halben Jahrzehnt )

    Solidarität mit Christian Füller | netzwerkB

    26.08.2013 – Wir fordern die taz auf, Christian Füller zu unterstützen

    netzwerkB Pressemitteilung vom 26. August 2013 zum nicht-veröffentlichten Artikel von Christian Füller in der taz.

    https://netzwerkb.org/2013/08/26/solidaritat-mit-christian-fuller/

    .

  43. Rede mer drüwwer Says:

    Bündischer Pädo-Theoretiker Alfred Schmid (Graues Corps)


    Jugendführer Fred Schmid

    (…) Aus heutiger Sicht und im Rückblick auf die jugendbewegte Geschichte entwarfen Männer wie Wyneken, Blüher und auch Schmid Gedankenmodelle, die bis in die Gegenwart hinein auch als moralische Legitimationsstrategien für sexuellen Missbrauch genutztwerden konnten. (…)

    Schmid, Alfred: Von der Natur der Liebe. Schau und Bekenntnis, Zug/Schweiz, Witzenhausen 1999.

    aus: Annemarie Selzer: Sexueller Missbrauch in der Jugendbewegung – ein Blick durch Geschichte und Gegenwart.

    http://www.jubi-ludwigstein.de/fileadmin/user_upload/pdf/Sexueller_Missbrauch_in_der_Jugendbewegung.pdf


    Sexuelle Gewalt mit System?

    (…) „Prävention ist ohne Aufarbeitung nicht möglich“, gab Annemarie Selzer, Jugendbildungsreferentin auf Burg Ludwigstein, das Motto des Nachmittags vor. (…)

    von Florian Renneberg, 26.03.2015 (Markt Spiegel)

    vgl.

    Missbrauch mit System

    lokalo24.de Werra-Meißner-Kreis | Markt Spiegel 25.03.2015

    https://www.lokalo24.de/lokales/werra-meissner-kreis/markt-spiegel/missbrauch-system-7161454.html

    siehe auch

    Juni 2015
    Heft 266 Ludwigsteiner Blätter
    VJL – Vereinigung Jugendburg Ludwigstein

    Missbrauch mit System

    Florian Renneberg / lokalo24

    https://www.burgludwigstein.de/sites/default/files/media/images/VJL/LBs/LB266.pdf

  44. Szenekenner Says:

    (08.03.2019 Rhein-Zeitung. Jugendburg Balduinstein: Haft nach Missbrauch)

    Eine Strafaussetzung zur Bewährung versagte das Gericht – obwohl der 74-Jährige laut Auszug aus dem Bundeszentralregister nicht vorbestraft ist und seine Sozialprognose vom Gericht grundsätzlich als recht günstig bewertet wurde.

    https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/diez_artikel,-jugendburg-balduinstein-haft-nach-missbrauch-_arid,1945152.html

    twitter.com/ciffi/status/1103989987291422720

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