Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

إبرَاهِيم

Ibrāhīm (arabisch),

hebräisch: Abraham

Monsieur Ibrahim und die

Blumen des Koran

Ein Zwischenruf von Cees van der Duin

Heute bekomme ich ein merkwürdiges Buch in die Hände, Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran. Ein Elfjähriger jüdischer Junge wird von seinem grausamen Vater gequält, der irgendwann arbeitslos wird und feige Selbstmord begeht. Naja, Selbstmord ist im edlen Islam so was von verboten. Es sei denn, körperlich zumal sexuell misshandelte Frauen in Pakistan oder Anatolien begehen ihn, die ohnehin nicht so leicht ins Paradies kommen wie in die Hölle. Damit der jüdische Junge nicht so orientierungslos aufwächst, springt ein freundlicher und allgemein beliebter Händler des Stadtviertels ein, der gütige Mann ersetzt einen Vater und ist zudem auch gottesfürchtig, wenn er auch, wundert uns das jetzt, kein Jude ist, sondern Muslim.

Das Buch soll als Schullektüre längst massenhafte Verbreitung gefunden haben. Pädagogische Botschaft bis zu dieser Stelle: Jüdische Väter können grausam sein, arabische Männer hingegen sind in der Lage, eine väterliche Rolle auszufüllen. Was eigentlich ein makabrer Scherz sein könnte. Es kommt noch dicker, um es kurz zu machen: Der Junge tritt zu Islam über. Was heißt aus Allahgottes Perspektive „tritt über“ beziehungsweise konvertiert, islamkonform muss es vielmehr lauten: Der Junge rekonvertiert.

Denn eigentlich ist er nach dem fitra-Konzept von Sunna und Scharia ja bereits Muslim gewesen, weil jeder Mensch von Geburt an Muslim ist, sofern er nicht von seinen unwissenden (christlichen) oder gottesleugnendenen (jüdischen) Eltern irregeführt wird. Monsieur Ibrahim erklärt dem Heranwachsenden die Welt, natürlich in islamischer Interpretation, und schwärmt von den Schönheiten des wenig juden- und frauenfreundlichen Büchleins namens Koran. Ein kleiner Jude weniger, ein kleiner Muslim mehr. Korankritik scheint dem Autor nicht vonnöten, wird uns jedenfalls nicht mitgeliefert.

Ibrahim ist eine Anspielung auf den weltbekannten hebräischen Stammvater Abraham, der Junge heißt Moϊse oder Momo. Der drei Jahrtausende alte Moses war bekanntermaßen als Kind in einem Korb im Schilf ausgesetzt, ein legendäres Waisenkind auf den strömenden Wellen des ungewissen Lebens. Doch aus islamischer Doktrin war der ägyptische Moses natürlich bereits rechtgläubig sprich muslimisch.

Warum nimmt das jeder hin in der deutschen Bildungslandschaft und Lehrerausbildung, warum protestiert niemand dagegen, dass hier offen die Konversion zum Islam beworben wird, aus dem es bekanntermaßen kein Entrinnen ohne Lebensgefahr gibt? Indem der Jude als herzlos und grausam dargestellt wird dürfen wir zudem von einer antisemitischen Dimension sprechen. Der erlösungsbringende väterliche Muslim wird zum seelisch gesunden Mann und zu einer vorbildlichen Führerfigur stilisiert. Was über den eine antagonistische Stellvertreterfunktion einnehmenden brutalen und falschen Juden, der seinen leiblichen Sohn auch noch über einen gar nicht vorhandenen Bruder Momos belogen hat, ja womöglich das Judentum insgesamt verhöhnt, spätestens mit dem massenhaften Lesen in Deutschlands Klassenzimmern und in politisch-korrekter und das heißt heute, anders als 1933, in entgrenzt islamfreundlicher Atmosphäre. Oder bin ich da zu empfindlich?

Wir müssen fordern, dass in der Schule schleunigst ein ergänzender Text gelesen wird, in dem der misshandelte Sohn des gemeinen muslimischen Vaters zum Judentum übertritt weil er dort Zuwendung und Verlässlichkeit erfährt. Mein Vorschlag für den Titel: Monsieur Abraham und die Blumen des Talmud. Oder, wie wäre es, Söhnchen konvertiert zum Atheismus und findet sein Glück als Ex‑Muslim?

Was für eine schmierige Unterwürfigkeit gegenüber dem feudalen und erpresserischen Herrschaftskult der Scharia schwingt denn da bitte mit, in diesem Schulbuch, das im Originaltitel und auf Französisch Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran heißt und von einem gewissen Éric-Emmanuel Schmitt elsässischer Abstammung verfasst worden ist?

Gegen Schmitt sind offensichtlich sehr berechtigte Plagiatsvorwürfe erhoben worden, weil das erwähnte Buch allzu viele Ähnlichkeiten mit „La vie devant soi – Du hast das Leben noch vor dir“ von Romain Gary aufweist. Gary wurde 1914 in Vilnius (deutsch Wilna, jiddisch Wilne), sprich in Litauen als Roman Kacew geboren, war französisch-jüdischer Pilot, musste vor den Nationalsozialisten aus Frankreich nach England flüchten, wurde Autor und Diplomat und machte sich beispielsweise als talentierter Schriftsteller einen Namen.

Cees van der Duin

Schlagwörter: , , , , , , ,

24 Antworten to “Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Danke, ein nützlicher Beitrag,
    Cees hat Geschmack und Hirn
    und einen Volltreffer gelandet.

    Der Erste ist er nicht gewesen,
    wie ich gerade höre, doch dann
    vielleicht der zweite Europäer,
    der die Islamhuldigung dieses
    Buches sieht und anprangert,
    das als Schullektüre in der Tat
    nicht länger zu verantworten ist.

    Hier hat schon mal jemand klar
    geblickt und sein persönliches
    Angekommensein in der kulturellen
    Moderne bewiesen
    http://www.talmud.de/artikel/rezension/monsieuribrahim.htm

    Islamverteidiger Dr. Michael Krämer,
    Referent beim Bildungswerk der
    Diözese Rottenburg-Stuttgart,
    sah das wohl gänzlich anders,
    jedenfalls warb er für dieses Buch
    in einem ev. Gemeindezentrum
    http://www.familienbildung-vaihingen.de/fbv%204theo-paed-psy%20gespraech.htm
    http://www.kbw-ludwigsburg.de/2007-2/gemeinde.html

  2. Dr. Michael Krämer Says:

    Dass ich hier als Islam-Verteidiger geführt werde, empfinde ich als Auszeichnung. Was das Buch von Schmitt angeht, ist es literarisch gesehen schlecht, moralisch gesehen gut. Nein, die jüdischen Menschen kommen nicht schlecht weg in dem Biúch, das ist eine Verleumdung, die Geschichte des Vaters wird sehr deutlich als die Geschichte eines Mannes der unter dem Trauma der Shoa leidet. Und es gibt auch keine Konversion. Der junge Mann wird konfrontiert mit den Praktiken der Sufis. Und man möge bitte die Sätze Mevlanas Dchelladin Rumi s mit den Sätzen Meister Eckharts vergleichen. Das war übrigens der längere Teil meines Vortrags. Und man wird feststellen, dass es unglaubliche Ähnlichkeiten gibt – Im gleichen Jahrhundert.
    Der Islam ist eine Religion wie das Christentum oder das Judentum. Wir drei abrahamitischen Religionen sollten uns lieber um den Erhalt der Welt kümmern, als uns gegenseitig schlecht zu machen.
    Ich grüße die Leser diese Beitrags freundlich
    Michael Krämer

    p.s.: Im Gegensatz zu meinen Vorrednern nenne ich meinen Namen

  3. Helmut Zott Says:

    Dr. Michael Krämer schrieb am 06. April 2009 um 10:29 :
    „Der junge Mann wird konfrontiert mit den Praktiken der Sufis. …..
    Der Islam ist eine Religion wie das Christentum oder das Judentum. Wir drei abrahamitischen Religionen sollten uns lieber um den Erhalt der Welt kümmern, als uns gegenseitig schlecht zu machen“.

    Die absurde Vorstellung von einem, dem Christentum vergleichbaren toleranten Islam spukt seit Lessings „Nathan der Weise“ in den Köpfen der Deutschen. Dass gerade der Muslim Saladin, der auf seiner Grabinschrift in Damaskus als „Befreier vom Schmutz der Ungläubigen“ gepriesen wird, als Exponent der Toleranz in Erscheinung tritt, ist mehr als eine literarische Geschmacklosigkeit des spielsüchtigen Freimaurers Lessing.
    Eine auf Fakten bezogene Betrachtungsweise spricht eine andere Sprache und zeigt ein anderes Bild von Saladin, der sich vornahm, „die Franken bis in ihre fernen Länder zu verfolgen, um keinen auf der Oberfläche der Erde leben zu lassen, der nicht an Allah glaubt, oder zu sterben“.

    Auch als Saladin 1187 die Stadt Tiberias eroberte, klingt das, was sein Sekretär Imad ad-Din berichtet, nicht nach Toleranz:
    „Montagmorgen, den 17. Rabi` II (islamischer Monat), zwei Tage nach dem Sieg, ließ der Sultan (Saladin) die gefangenen Templer und Hospitaliter suchen und sagte: ´Ich will die Erde von den beiden Geschlechtern säubern.´ Er setzte 50 Dinare aus für jeden, der einen Gefangenen bringe, und sofort brachte das Heer sie zu Hunderten. Er befahl, sie zu enthaupten, denn er zog es vor, sie zu töten und nicht zu Sklaven zu machen. Eine ganze Schar Gelehrter und Sufis (islamische Mystiker) und eine gewisse Zahl Frommer und Asketen befanden sich bei ihm, jeder bat, ob er nicht einen von ihnen umbringen dürfe, zog das Schwert und krempelte die Ärmel auf. Der Sultan saß mit frohem Gesicht dabei, während die Ungläubigen finster blickten. – Es gab solche (Muslime)….die laut lachten und mordeten; wie viel Lob ernteten sie, ewigen Lohn sicherten sie sich mit dem vergossenen Blut, wie viele fromme Werke vollbrachten sie mit Hälsen, die sie durchhieben! – Wie viele Ungläubige töteten sie, um dem Islam Leben zu geben…..wie viel Vielgötterei rissen sie nieder, um den Eingottglauben zu bauen…..“.

    Hier zeigt sich der wahre Saladin, auf den die Muslime stolz sind. Einen toleranten Herrscher, wie ihn Lessing verfälscht und verzeichnet dargestellt hat, würden sie schon damals als einen vom wahren Glauben Abgefallen getötet haben.
    Es ist auch nicht verwunderlich, dass selbst die islamischen Mystiker den Allah wohlgefälligen Blutrausch beim Abschlachten der Ungläubigen genossen haben, wenn man bedenkt, dass das Motto des großen Mystikdichters Rumi lautet: „Ich töte, und ich lache“.
    Auch Mohammed selbst, der das beste Vorbild ist, und dem nachzueifern alle Muslime sich bemühen, zeigte weder Mitleid noch Toleranz, wie wir lesen:
    „Er ließ ihnen die Augen ausbrennen, und danach die Hände und Füße abhacken. Des weiteren sorgte man anscheinend dafür, dass die Opfer nicht verbluteten, denn die Überlieferung berichtet, dass man die verstümmelten Beduinen anschließend in der Wüste verdursten ließ“.

    An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!

  4. anonym Says:

    Woher haben Sie das alles gehört . Es stimmt nichts woher Sie reden.Wenn Sie das Thema etwas mehr untersuchen würden würden sie wissen was ich meine.

  5. schariagegner Says:

    Sehr geehrte(r) Anonym,

    die Informationen stammen aus wissenschaftlichen, allgemein
    zugängigen Quellen, einer gründlichen Textanalyse und logischen Rückschlüssen.

    Doch da Sie sich angeblich besser auskennen, belegen Sie doch
    schlüssig und nachprüfbar, was falsch ist. Gerne stellen wir dann
    Ihre Antwort ein und korrigieren unseren Text.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ümmühan Karagözlü

  6. Redius Says:

    Das Buch spricht mehrfach darauf an das es sich bei Monsieur Ibrahim nicht um einen normalen Moslem sondern um eine Absplitterung des Islams handelt, ein gemilderter Islam, wenn sie so wollen. Die pauschalisierungen in ihrem Text grenzen an debilität und zeigen eine Null-Verständnis von der Lektüre selbst.Alle Juden sind schlechte Väter?Alle alten Araber sind weise und verständnisvoll? Haben sie das Buch gelesen und wenn ja, haben sie es verstanden? Es werden zwei unterschiedliche Personen beschrieben, wertfrei und ohne bezug zu ihrer Religion. Das nennt sich Charakterisierung und ist in der Literatur durchaus anerkannt. Vielleicht sollten sie beizeiten doch mit der Raupe Nimmersatt anfangen wenn es um die Kritik an Literatur geht. Sicherlich finden sich dort viele leicht verständliche Sinnbilder/Metaphern, die sogar ihnen als völliger Xylakant einleuchten. Bitte beschäftigen sie sich nur mit Büchern die ihrem geistigen Alter entsprechen.
    P.S. Es ist ein französisches Schulbuch weil es sich aufgrund der sehr einfachen Sprache für Anfänger der französischen Sprache eignet.
    PPS. Heulen sie doch einfach mal ne Runde über das ungerechte Sharia system, mal schauen ob sich was ändert.

    Shalom

  7. Anne Says:

    @ Redius

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Seit wann hat der bereits im Titel erwähnte Koran nichts mit Religion zu tun? Tritt der Junge nicht aus religiösen Gründen zum Islam über bzw rekonvertiert aus religiösen Gründen? Ein gemildeter Islam? Wohl mit Zuckerguss Scharia.

    Der Sufi Islam, um diese Interpretation des Islam handelt es sich in der Lektüre, praktiziert die frauenfeindliche Genderapartheid und muss sich der vor allem Frauen und Nichtmuslime diskriminierten Scharia genauso unterwerfen wie jede andere islamische Glaubensströmung auch. Die Scharia ist das islamische Gesetz, dass nach der Doktrin, Gottes unveränderliches Wort darstellt. Einen „milden Islam“ kann es daher solange nicht geben, solange eine aufgeklärt säkulare, kritisch-historische Außenansicht der religiösen Quellen als verwerfliche Bid’a, (Neuerung) und Gotteslästerung gilt.

    http://www.interkultureller-stadtplan.de/orte/index.php?kat=2&ukat=17&inh=291

    Ändert sich an der ungerechten Scharia etwas wenn man sich bei seiner Kritik im Ton vergreift und sachlich falsche Stellungnahmen schreibt? Nein.

    Sie haben recht, die Scharia ist ungerecht.

    One law for all.

    Anne.

  8. Redius Says:

    Der „gemilderte“ Islam findet in dem Buch seine Anmerkung. Bitte lesen Sie zu dieser Frage folgendes: Ich weiß was in meinem Koran steht. Er bezieht sich dabei auf die vertrocknete Blume und den Brief seines Freundes. Genau wie im Christentum gibt es neben evangelisch und katholisch, viele verschiedene Splitterarten des Islam. Pauschalisierungen sollten vermieden werden.
    Der Katholizismus ist im übrigen nicht die unbedingte Hippie-Religion, keine Religion ist mehr als das, was der Glaube eines Menschen aus ihr extrahiert, ob nun gut oder schlecht, liegt an den Menschen, nicht an der Religion … Koran, Bibel, Talmud … sind Bücher, Papiere. Die machen die Welt nicht schlecht, Menschen tun das.

    Shalom

  9. Marc Ment Says:

    Es ist unglaublich wie hier der Islam von „schariagegner“ beschmutzt wird.
    Das beste: Die Internetseite heißt Shariagegner!! Sharia! Man man, sie trauen sich nicht „IslamGegner“ zu schreiben sondern Sharia!
    Peinlich. Die Internetseite ist echt nicht zu verantworten.
    Ohne Information über das Buch darüber herziehen und dabei wird das Leben von Ibrahim richtig gut geschildert! Richtig weise! Sowas muss zitiert werden. Da sind auch nur bekannte Sätze wie: „Überall kann man was schönes finden“ oder „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“

    Marc

  10. schariagegner Says:

    Sehr geehrter Marc Ment,

    gegen den aufgeklärten Islam von Necla Kelek, Seyran Ates, Bassam Tibi bin ich nicht, wohl gegen die barbarische, mehrstufig diskriminierende Scharia, das islamische Recht. Wenn Sie den Text genau lesen, werden Sie das bemerken. Als säkulare Muslima kenne ich den Unterschied und nenne meine Seite Schariagegner. Vielleicht lesen Sie ja mal eine weitere kritische Rezension aus einem anderen Blickwinkel.

    http://www.interkultureller-stadtplan.de/orte/index.php?kat=2&ukat=17&inh=291

    Ümmühan Karagözlü

  11. Anonymous Says:

    Was ist den das für ein Scheiß. Der Autor versucht in seinen Büchern die vier Weltreligionen näher zu bringen. Bei diesem erklärt er den Islam und erläutert die positiven Seiten am Muslim sein. Außerdem geht es in dem Buch nicht um Dogmen sondern die freie Interpretation des Koran um den richtigen Weg fürs Leben zu finden. Dein Beitrag ist schlicht und einfach falsch und macht Angst vor dem ach so schlimmen Islamismus.
    Und das sage ich nicht als Muslim sondern kritisch denkende ehemalige Christin. Im Buch wird erklärt das M. Ibrahim Sufi ist also Anhänger einer muslimischen Strömung die glauben,dass in allen Religionen etwas Wahrheit liegt.
    Informiere dich mal!
    Solche Hetzer wie du machen mich voll wütend und sorgen für Hass und Unverständnis zwischen den Menschen.

  12. gegen Hass in der Welt und Glück für Alle Says:

    Was ist den das für ein Scheiß. Der Autor versucht in seinen Büchern die vier Weltreligionen näher zu bringen. Bei diesem erklärt er den Islam und erläutert die positiven Seiten am Muslim sein. Außerdem geht es in dem Buch nicht um Dogmen sondern die freie Interpretation des Koran um den richtigen Weg fürs Leben zu finden. Dein Beitrag ist schlicht und einfach falsch und macht Angst vor dem ach so schlimmen Islamismus.
    Und das sage ich nicht als Muslim sondern kritisch denkende ehemalige Christin. Im Buch wird erklärt das M. Ibrahim Sufi ist also Anhänger einer muslimischen Strömung die glauben,dass in allen Religionen etwas Wahrheit liegt.
    Informiere dich mal!
    Solche Hetzer wie du machen mich voll wütend und sorgen für Hass und Unverständnis zwischen den Menschen.

  13. schariagegner Says:

    Guten Tag Anonymus, Hass in die Welt, Glück für Alle,

    seit wann dürfen gläubige Muslime den Koran frei interpretieren? Das heilige Buch des Islam ist Allahs buchstabengetreu umzusetzender Wille. Wer das anders sieht, zweifelt an der Weisheit Allahs.

    So lernen es jedenfalls schon die Kinder im Koranunterricht. Der Imam in der Moschee, der Hoca, Aiman Maziek, Bekir Alboga, Tariq Ramamdan, Mustafa Ceric, aber auch Scheich Hassan Dyck, Scheich Abdulla Halis Dornbrach und Scheich Nazim al Haqqani, jede anerkannte bekennend muslimische Autorität, welcher Glaubensrichtung auch immer, wird dir bestätigen, dass du zu gehorchen und nachzuahmen hast, wenn du nicht Höllenqualen erleiden willst. Es sei denn, man lädt Nichtmuslime zum Islam ein. Dann ist Schönfärberei und die fromme Lüge (Taqiyya) erlaubt. Nachzulesen bei dem bis heute von vielen Muslimen hoch verehrten Gelehrten al Ghazali, der sich nach einer spirituellen Krise dem Sufismus zugewandt haben soll.

    Ich empfehle dir zum Thema Taqiyya einen Text von Bassam Tibi. ‚Selig sind die belogenen‘

    http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/selig_sind_die_belogenen.html

    Nach islamischer Auffassung weist dir die Scharia (wesentlichste Bestandteile sind Koran und Sunna) den einzig gangbaren und Allah wohlgefälligen Weg. Du hast nichts anderes zu tun, als dem Vorbild Mohammeds und seinen Gefährten nachzueifern. Wer sich als Laie nach der Schließung der Tore des Idschdihad, die al Ghazali zugeschrieben wird, einen persönlichen Zugang zur Heilslehre Islam durch Auslegung des Koran sucht, betreibt Bida (verbotene Neuerung, Ketzerei), verbreitet Fitna (Zwietracht) und wird im Diesseits zumindest diskriminiert, nach seinem Tod wird er Allahs Zorn nicht entgehen. Näheres siehe unter Methoden der Rechtsfindung im Islam und der Verpflichtung der Gläubigen zur Hisba.

    Die Mystiker des Islam, die Sufis, wollen den Koran nicht nur äußerlich verstehen und Ihr Leben nach ihm richten, sondern dessen „innere“ Seite entdecken und dadurch die Hingabe (= Islam) an Gott vollständig erfüllen. Das heißt, dem Sufi genügt das Erfüllen der islamischen Pflichten (Die fünf Säulen des Islams) und das Einhalten der komplexen, vielschichtigen Scharia nicht. Er sucht das unmittelbare Erleben Gottes, das ihn in die Einheit mit Gott führt. Der Prophet Mohammed war stets das Vorbild und wurde als der erste „Sufi“ betrachtet, der ein gänzlich von Gott durchdrungenes Leben führte.

    Wenn sich im Laufe der über tausend jährigen Geschichte des Sufismus auch viele Orden / Bruderschaften gegründet haben, die sich ihre eigene Methode erarbeitet haben, um ihre Erfüllung in Gott zu finden, Ziel ist grundsätzlich die radikale Abkehr von den Äußerlichkeiten und Ablenkungen der materiellen Welt und den Begierden des Selbst durch die Auslöschung des Ichs in der Ekstase und im Fortleben in Gott. Beim Sufismus handelt es sich somit keinesfalls um eine gemilderte Form des Islam, sondern um eine sehr rigide Glaubenspraxis.

    Wenn du anderer Meinung bist, wage doch beim nächsten Freitagsgebet mit deinem Sufi-Scheich öffentlich darüber zu diskutieren, dass man den Koran im 21 Jahrhundert historisch kritisch lesen sollte und du gerne deinen eigenen Heilsweg zu Allah entdecken und durch eigenes Auslegen der Primärquellen finden möchtest.

    Wenn du danach immer noch der Meinung bist, in dem Post stünde Scheiß, dann informiere uns doch bitte darüber. Du kannst dich darauf verlassen, dass wir deine Antwort veröffentlichen werden.

    Außerdem sagst du doch selber, dass der Autor in dem Buch die positiven Seiten am Islam erklärt, die negativien verschweigt er. Zum Beispiel darf niemand ungestraft Kritik an Lehrinhalten üben, man kann aus dem Islam nicht austreten, das gilt auch für die angeblich so toleranten mystischen Schariagetreuen. Kein Rechtgläubiger wird daran zweifeln, dass an jeder Weltreligion etwas Gutes ist, weil nach orthodoxer Glaubenslehre der Islam die Urreligion ist und alle Glaubenslehren daher einen wahren, eben islamischen Kern haben.

    Nach der Doktrin kommt jeder Mensch mit der natürlichen Veranlagung der Gottergebenheit auf die Welt und wird somit als Muslim geboren. Ein Kafir kann daher nur rekonvertieren. Ein Mensch, der sich nicht wenigstens in der Stunde seines Todes zur wahren Religion bekennt, sei er ein noch so guter Mensch gewesen, kann nicht ins Paradies gelangen.

    Der Scharia-Islam, zu dem sich bisher jede islamische Glaubensrichtung bekennt, ist eine Weltanschauung, die Menschen mehrstufig diskriminiert und vor allem Frauen in ihrer Menschenwürde kränkt und als Mängelwesen abwertet. Ralph Ghadban hat die Stellung der Frau in ‚Das Kopftuch in Koran und Sunna‘ sehr deutlich charakterisiert.

    http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html

    Eine Lehre, welche die totale Selbstaufgabe und völlige Abkehr von der irdischen Welt als Entwicklungs- und Lebensaufgabe sieht, betreibt erbarmungslose Gesinnungstyrannei, ist unmenschlich gefühlskalt und brutal.

    Als Sozialpädagogen sind wir der umfassenden wissenschaftlichen Aufklärung verpflichtet, nicht der Verharmlosung, schmeichelnden Verklärung oder Desinformation.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jacques Auvergne, Ümmühan Karagözlü

  14. Karsten Hilchenbach Says:

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ist ein französischer Film von François Dupeyron aus dem Jahr 2003. Er wurde ein internationaler Erfolg und ein spätes Comeback für Omar Sharif in der Titelrolle, der für seine Rollengestaltung mehrfach ausgezeichnet wurde.

    ===

    Omar Sharif, auch Omar El-Sharif, ursprünglich Maechel (Michael) Chalhoub, (* 10. April 1932 in Alexandria, Ägypten) ist ein ägyptischer Schauspieler aus einer libanesischen Familie und ein international bekannter Bridge-Spieler. …

    Nach 1953 trat er vom Christentum zum Islam über, nahm den Namen Omar El-Sharif an und heiratete 1955 die populäre ägyptische Schauspielerin Faten Hamama, was seinen Bekanntheitsgrad in der arabischen Welt schlagartig erhöhte. …

    Im Februar 2008 wurde bekannt, dass Sharif am 19. jenes Monats von einem kalifornischen Richter zu 300.000 $ Schmerzensgeld verurteilt worden war. Er hatte 2005 in Beverly Hills in betrunkenem Zustand einen Parkplatzwächter aus Guatemala verprügelt, der darauf bestanden hatte, in Dollar entlohnt zu werden. Stattdessen wollte Sharif mit einem 20-Euro-Schein bezahlen. In derselben Meldung wurde daran erinnert, dass Sharif im August 2003 in Frankreich verurteilt worden war, weil er gegen Polizisten handgreiflich geworden war. Dort war er zu einem Monat auf Bewährung und einer Geldbuße von 1.700 $ verurteilt worden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Omar_Sharif

  15. Anonymous Says:

    Ich glaube Sie interpretieren das Buch etwas zu scharf und zu einseitig. Zwar betreibt Monsieur Ibrahim Werbung für seine Religion, aber ich glaube nicht, dass Schmitt diese Figur als Mittel zur Konvertation erschaffen hat, sondern vielmehr als Mann, der mit seiner Religion, egal welcher, im Einklang steht und gläubig ist. Im Gegensatz dazu der jüdische Vater, der nicht gläubig ist, und aus folge seinem, laut meiner persönlichen Interpretation fehlenden Bezug zu einem Gott, Selbstmord begeht. Moise findet durch Monsieur Ibrahim den Bezug zu Gott. Er begreift aber schon früh „je me rendais compte que les juifs, les musulmans et même les chrétiens, ils avaient eu plein de grands hommes en commun…“. Übersetzt heisst das, dass das Judentum, der Islam und das Christentum „grossartige Männer“ gemeinsam haben, die Religionen sind also gar nicht so verschieden.
    Ich lese das Buch gerade selbst in der Schule im Französischunterricht und ich sehe überhaupt kein Problem darin, dass das Buch andere Schüler konvertieren würde. Es macht uns nur offener für alle Religionen, die laut Lessings Ringparabel ja gleichwertig sind und ich glaube ein solches Buch ist genau der Richtige Weg um eine liberale Einstellung gegenüber allen Religionen zu erlangen.

  16. Cees van der Duin Says:

    Guten Tag lieber Anonymous,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich habe diesen Zwischenruf vor knapp drei Jahren verfasst und halte ihn immer noch für sehr wichtig.

    Um die Verhinderung der einen oder anderen Konversionen zum Islam ist es mir nicht gegangen, es sei denn, Sie meinen den im klassischen Islam verbotenen Ausstieg aus der Umma (islamischen Weltgemeinde) und den Befehl Allahs, dass jedes Kind eines muslimischen Mannes automatisch und lebenslang Muslim ist. Warum distanzieren Sie sich nicht vom islamischen Apostasieverbot und beklagen, dass Schmitt (und Ihr Französischlehrer) sich nicht für die weltweit bedrohten Ex-Muslime einsetzt?

    Hierzulande gilt die Straßenverkehrsordnung, nicht die Ringparabel (1779, in: Nathan der Weise). In der modernen Schule herrscht der Vorrang der Wissenschaft und der Rechtsstaatlichkeit, nicht das irgendwie aufklärungshumanistische, irgendwie nette (Sie sagen „liberale“) Weltbild eines (grundsätzlich sicherlich bewundernswerten) Gotthold Ephraim Lessing.

    Ist eine Religion, die neunjährige Mädchen verheiratet und religionsrechtlich einwandfrei schwängert (Sunna), bei der Frauen nur halb so viel erben wie Männer (Koran) und bei der Gegner getötet werden dürfen (Koran und Sunna) aus Ihrer Sicht „gleichwertig“ mit einer Lehre, die jedem Menschen, einerlei ob Römer, Samariter oder gar Frau, ungeschmälerte menschliche Würde zugesteht? In dieser Logik wären auch Nationalsozialismus und freiheitliche Demokratie „gleichwertig“ – was Sie hoffentlich scharf ablehnen.

    Meine Kritik richtet sich vor allen gegen die von keinem heutigen europäischen Islamverband aufgehobenen diskriminierenden Standards der Scharia, die Schmitt, dessen Gottesfurcht uns beide nicht so sehr interessieren sollte wie der Vorrang der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948), ebenso wissentlich und schuldhaft verharmlost wie es jeder Lehrer macht, der das Buch in seiner Schule unkritisch lesen lässt.

    In der kulturellen Moderne, die durch eine Trennung von Seelenrettung und Justiz gekennzeichnet ist, ist das Volk Souverän (Gesetzesschöpfer). Im Islam ist Allah Regent und hat der Mensch kein Recht, Gesetze zu erlassen (die der Scharia widersprechen). Informieren Sie sich über die kulturrassistische und frauenfeindliche Scharia, in der die Frau anders nackt ist als der Mann, nackter, und mit einem Schleier zu bedecken ist!

    „Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel.“

    Schariagerichtshöfe und schariakonforme Schiedsstellen müssen abgeschafft werden und dem einheitlichen, auf Gleichbehandlung beruhenden säkularen Recht weichen.

    Islamic Sharia Council

    http://www.islamic-sharia.org/

    The Muslim Arbitration Tribunal (MAT)

    http://www.matribunal.com/

    Was die so genannten liberalen Muslime (um Ihr „liberal“ aufzugreifen) angeht, höre man auf die Pädagogin Fundamentalistin und Schariafreundin Lamya Kddor:

    „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

    http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

    Kaddors bei CIBEDO (Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen) zitiertes „friedvolles Miteinander“ wird den Rechtsstaat zerstören, ähnlich, wie die Zwei-Nationen-Theorie (Theory of Pakistan, führte zur Partition of India) oder die Islamische Revolution (Iran 1979). Im Kalifat leben Juden, Christen und Muslime (unter islamischer Dominanz) „miteinander“ (d.h. in Apartheid); in der BundesrepubnElik Deutschland leben Bürger bzw. Staatsbürger unter dem Schutz von AEMR und GG.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Nationen-Theorie

    http://en.wikipedia.org/wiki/Two-Nation_Theory

    Der Hexe den Kopf abhacken ist im Islam sehr religiös. Saudi-Arabien hat den Koran richtig verstanden, anders als Islamverharmloser Éric-Emmanuel Schmitt.

    An accused witch, Amina bint Abdulhalim Nassar, was beheaded in Saudi Arabia earlier this week. She had been convicted of practicing „witchcraft and sorcery,“ according to the Saudi Interior Ministry.

    Hanging of five alleged homosexuals in Iran
    Five alleged homosexuals executed in Tehran.

    http://www.liveleak.com/view?i=518_1190245078

    Lernen Sie Französisch, diese spannende Sprache, mit der man viele nette Leute kennen lernen kann und viel über die Welt erfährt, und fahren Sie nach Frankreich, dieses schöne und gastfreundliche Land – mit Kopftuchverbot an allen staatlichen Schulen auch für alle Schülerinnen.

    Mit besten Grüßen
    Cees van der Duin

    L e s e t i p p

    Necla Kelek: Himmelsreise
    Mein Streit mit den Wächtern des Islam

    http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=9783462041972

    Hamed Abdel-Samad: Mein Abschied vom Himmel
    Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland

    http://www.amazon.de/Mein-Abschied-vom-Himmel-Deutschland/dp/3771644194

    H i n w e i s

    One Law For All

    http://www.onelawforall.org.uk/

    http://www.onelawforall.org.uk/8-december-2011-debate-sharia-law-negates-human-rights-ucl/

    Sharia Law in Britain: A Threat to One Law for All and Equal Rights

    http://www.onelawforall.org.uk/about/

    Sharia courts in Britain are a quick and cheap route to injustice and do nothing to promote minority rights and social cohesion. (…)

    Rights, justice, inclusion, equality and respect are for people, not beliefs. In a civil society, people must have full citizenship rights and equality under the law. Clearly, Sharia law contravenes fundamental human rights. In order to safeguard the rights and freedoms of all those living in Britain, there must be one secular law for all and no Sharia.

    http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

  17. Jacques Auvergne Says:

    Friederun Rupp-Holmes
    Lernstraße Islam
    15 Stationen für den Unterricht in der Sekundarstufe I
    calwer materialien
    135 Seiten mit 98 sw und 13 farbigen Abbildungen
    3. Auflage 2011
    broschiert
    Format: DIN A4
    ISBN 978-3-7668-3820-9

    http://www.calwer.com/cwv/pruefpreisangebote/lernstrasse_islam/3644?zgb=

  18. Yvonne K. Says:

    Unglaublich wie einfach man es sich doch machen kann… Die Juden zu verherrlichen und die Moslems als die bösen dastehen zu lassen.

    Und das von jemandem der -wo es nur geht- gegen die Moslems stiftet und auch noch gegen Beschneidung ist.

    Ich nehme an Ihr Umkreis besteht aus zivilisierten und schnöseligen Nicht-Moslems.

    Ich bin in dieser Generation aufgewachsen… Und das OHNE Vorurteile..

    Ist es doch sehr einfach sich borniert eine Meinung zu bilden und alles andere -ohne sich WIRKLICH mit dem Thema auseinander gesetzt zu haben- zu kritisieren.

    Ich kenne nicht einen Moslem der es seinen Eltern vorwirft beschnitten worden zu sein… Und ich kenne eine Menge Moslems… Die Beschneidung ist niemandem besonders schlecht in Erinnerung und ich finde, dass es sogar JEDER Mann machen sollte… Ganz einfach aus ästhetischen und hygienischen Gründen.

    Soviel dazu….

    Und diese unfassbar scheinheilige Kritik des Buches…

    Ist es nicht so, dass in unseren heutigen Schulen der Hauptteil der Schüler aus Ausländern besteht? also warum sollten die Schüler heuzutage nicht mit diesem Thema konfrontiert werden??? Ist es nicht viel interessanter zu wissen warum der Klassenkamerad fastet?

    Ich wäre froh gewesen man hätte uns schon im Kindesalter näher gebracht, dass es auch andere Religionen gibt die es zumindest Wert sind einmal kennen gelernt zu werden?

    Soll man denn mit Scheuklappen durchs Leben laufen ohne jemals etwas anderes gesehen oder kennen gelernt zu haben?

    Ist es besser nur das zu Mögen was man kennt??

    „Wir müssen fordern, dass in der Schule schleunigst ein ergänzender Text gelesen wird, in dem der misshandelte Sohn des gemeinen muslimischen Vaters zum Judentum übertritt weil er dort Zuwendung und Verlässlichkeit erfährt. Mein Vorschlag für den Titel: Monsieur Abraham und die Blumen des Talmud. Oder, wie wäre es, Söhnchen konvertiert zum Atheismus und findet sein Glück als Ex‑Muslim? “

    Achso! Das heisst dann also, dass es schrecklich ist des Islam zu verherrlichen aber beim Judentum ist es okay.. Nein sogar geforderte Pflicht???? Sagen sie mal gehts noch?

    Mal davon abgesehen, dass dieses Buch den Koran keineswegs verherrlicht.. Nein es wird ja nichtmal etwas konkretes daraus verlesen oder erzählt…Reine Interpretation.

    So und da ich keine Lust habe so einen scheinheiligen Idioten noch zu belehren gehe ich jetzt !..

  19. Cees van der Duin Says:

    Liebe Yvonne K.,

    ich lehne eine Aufteilung der Schulkinder in die Kategorien jüdisch – muslimisch – christlich grundsätzlich ab. Kinder haben von Natur aus gar keine Religion, es sei denn eine Art Naturreligion, die aber mit der Scharia-Norm nun gar nicht identisch ist (obwohl die Schariafreunde genau das behaupten, vgl. Fitra-Konzept).

    Unsere Lehrer und Erzieher haben Minderjährige in keiner Weise als christianisiert, judaisiert oder als zu muslimisieren (als schariapflichtig) zu etikettieren, sondern im Sinne der allgemeinen Menschenrechte, der Wissenschaftlichkeit und des Aufklärungshumanismus zu bilden.

    Meine – zugegebenermaßen spöttische – Forderung nach einem das Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ergänzenden (!) Monsieur Abraham und die Blumen des Talmud ist ja eben genau das, eine Ergänzung nämlich, und würde damit den Perspektivwechsel herstellen, der bei Marc-Émmanuel Schmitt völlig fehlt.

    Liebe Yvonne K., darf ich davon ausgehen, dass Sie gegen die von Scheichen wie Yusuf al-Qaradawi erhobene Pflicht der Verschleierung (Hidschab) des weiblichen Körpers hörbar Einspruch erheben?

    Schön, dass Sie von der Beschneidung (khitan) sprechen. Sie haben es ja vielleicht schon völlig richtig geahnt, ich bin nicht pauschal gegen Religion und nicht pauschal gegen Beschneidung, aber ich bin sehr gegen die religiös begründete Beschneidung an männlichen (und weiblichen, auch khitan) Minderjährigen.

    Heute tagt der Deutsche Ethikrat zum Thema rituelle Zirkumzision.

    Schriebe der auf der (finanziell lukrativen) Welle des (proislamistischen) Multikulturalismus schwimmende Marc-Émmanuel Schmitt ein Buch, das offen gegen die Scharia argumentiert oder den muslimischen endgültigen Verzicht auf die Jungenbeschneidung fordert, bräuchte jeder Lehrer, der es an einer staatlichen Schule in einer europäischen Großstadt liest, Polizeischutz.

    Ich frage mich: Ist Yvonne K. jetzt für oder gegen die repressive, gegenmoderne und und nicht zuletzt frauenfeindliche Scharia?

    Mit freundlichen Grüßen
    Cees v. d. D.

  20. moje a.s Says:

    Liebe Cees, liebe freunde!

    Danke, für eure Meinungen, Erklärungen und Kommentare! Müssen wohl alles Experten sich hier versammelt haben, trefft euch mal bei Britt oder so…. Finde es klasse, dass solche Kasperln wie ihr es seid über solch ein Thema diskutieren. Traurig aber wahr…..

    Fl

  21. Fatimah Says:

    Also erst einmal muss man sagen, dass du ein eifersüchtiger Rassist bist. Zudem hast du gar keine Ahnung wie man interpretiert, denn der Autor hat sich wohl was gedacht, als er das Buch geschrieben hat und er selbst ist auch Christ. Es hat wohl niemand gesagt, dass andere Religionen durch das Buch schlecht dargestellt werden, kapiert? Außerdem kannst du den Islam und den Atheismus nicht gleichstellen. Wenn du wirklich irgendeine Religion haben solltest, müsstest du wissen, dass man auch andere Religionen respektiert. Abgesehen davon geht der Islam vom Christentum und Judentum aus, deswegen hätten Muslime keinen Grund, sich darüber lustig zu machen!!!!

  22. Ümmühan Karagözlü Says:

    Vielen Dank für deinen Kommentar, Fatimah.

    Das Netzwerk Schariagegner setzt sich aus fünf Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen verschiedener Felder der Sozialen Arbeit zusammen, die mit diesem Blog ein offenes Informations- und Diskussionsforum anbieten. Themen sind Integration, Migration, Religion, intergenerative politische Bildung, sowie das Wahrnehmen und Entwickeln von Geschlechterrollen.

    Konstruktive Beiträge, auch und gerade wenn sie kritisch sind, sind hier herzlich willkommen. Rahmenbedingungen sind das Grundgesetz und fairer Umgangston.

    Mein Kollege Cees und ich, Ümmühan Karagözlü, die Betreiberin dieses Blogs Zur Betreiberin dieses Blogs sind als Sozialpädagogen Nachhilfelehrer für Deutsch, Schwerpunkt Sprach- und Lernförderung. Außerdem leite ich eine feministisch orientierte, integrative Mädchengruppe von Schülerinnen mit und ohne Handicap. Die Schülerinnen sind 9-18 Jahre alt und stammen aus deutschen sowie Familien mit Zuwanderungsgeschichte, die zum großen Teil muslimisch geprägt sind.

    Liebe Fatimah, am 10.12.1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) verabschiedet, die Grundlage des deutschen Grundgesetzes, der Verfassung der BRD ist.

    Präambel

    Da die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt bildet,

    da Verkennung und Mißachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei führten, die das Gewissen der Menschheit tief verletzt haben, und da die Schaffung einer Welt, in der den Menschen, frei von Furcht und Not, Rede und Glaubensfreiheit zuteil wird, als das höchste Bestreben der Menschheit verkündet worden ist,

    da es wesentlich ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechts zu schützen, damit der Mensch nicht zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung als letztem Mittel gezwungen wird, da es wesentlich ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

    da die Völker der Vereinten Nationen in der Satzung ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen bei größerer Freiheit zu fördern,

    da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen die allgemeine Achtung und Verwirklichung der Menschenrechte und Grundfreiheiten durchzusetzen,

    da die gemeinsame Auffassung über diese Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist, verkündet die Generalversammlung die vorliegende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung dieser Rechte und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende Maßnahmen im nationalen und internationalen Bereiche ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Verwirklichung bei der Bevölkerung sowohl der Mitgliedstaaten wie der ihrer Oberhoheit unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

    Weiter heißt es in Artikel 2 [Diskriminierungsvebot]

    Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen.

    Jeder Einzelne, also auch Cees van der Duin, Ümmühan Karagözlü und sogar Fatimah hat also unabhängig von seiner Ethnie, seiner Nationalität, seiner politischen Einstellung, seiner Religion oder auch seinem Bekenntnis keine Religion zu haben, Anspruch auf die dort verkündeten Menschenrechte.

    Artikel 11 [Unschuldsvermutung]

    (1) Jeder Mensch, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, ist so lange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren, in dem alle für seine Verteidigung nötigen Voraussetzungen gewährleistet waren, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.

    Rassismus ist strafbar. Wenn du mich oder Cees van der Duin also als Rassisten beschimpfst, solltest du deinen Vorwurf beweisen können.

    Artikel 19 [Informationsfreiheit]

    Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

    Dieses Recht gilt auch für Cees van der Duin und mich, Ümmühan. Auch für Fatimah, Beleidigungen fallen jedoch nicht unter die Meinungsfreiheit.

    Artikel 18 [Gewissens-,Glaubens- und Meinungsfreiheit]

    Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung von Riten zu bekunden.

    Weiters darf keine Unterscheidung gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, ohne Rücksicht darauf, ob es unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder irgendeiner anderen Beschränkung seiner Souveränität unterworfen ist.

    Anmerkung: Man unterscheidet positive und negative Religionsfreiheit:

    • Positive Religionsfreiheit ist die Freiheit eines Menschen, eine Religionsgemeinschaft zu gründen oder sich ihr anzuschließen und an kultischen Handlungen, Feierlichkeiten oder sonstigen religiösen Praktiken teilzunehmen. Dazu gehört auch die Freiheit, für die persönlichen religiösen/weltanschaulichen Überzeugungen einzutreten (zum Beispiel, indem man eine Eidelformel nicht in einer religiös/weltanschaulich neutralen Form ablegt, sondern dem Eid z.B. hinzufügt so wahr mir Gott helfe).

    • Negative Religionsfreiheit (Freiheit von Religion) ist die Freiheit eines Menschen, zu keiner oder nicht zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft zu gehören bzw. eine solche verlassen zu können und auch nicht zu einer Teilnahme an kultischen Handlungen, Feierlichkeiten oder sonstigen religiösen Praktiken gezwungen oder genötigt zu werden. Dazu gehören auch die Freiheit, die persönlichen religiösen/weltanschaulichen Überzeugungen nicht zu offenbaren, und das Recht, Eidesformeln in einer religiös/weltanschaulich neutralen Form abzulegen.

    Artikel 30 [Auslegungsregeln]

    Keine Bestimmung der vorliegenden Erklärung darf so ausgelegt werden, dass sich daraus für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht ergibt, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu setzen, welche auf die Vernichtung der in dieser Erklärung angeführten Rechte und Freiheiten abzielen.

    Fazit:

    Als Nachhilfelehrerinnen in der sozialpädagogischen Lern- und Sprachförderung, Schwerpunkt Deutsch, kannst du Cees und mir schon glauben, dass wir wissen, wie man Texte interpretiert. Fatimah hat das Recht Kritik zu üben, das dürfen aber auch Ümmühan und Cees. Keiner hat das Recht andere zu beschimpfen oder zu beleidigen.

    Interpretationen sind oft gestellte Hausaufgaben oder Klausuraufgaben. Daher hier ein Tipp, was beachtet werden sollte:

    Die Arbeitsanweisungen für Interpretationen sind meistens sehr simpel. Sie bestehen häufig nur aus einer einzigen Anweisung, wie zum Beispiel: „Interpretiere.“

    Gliederung und Aufbau der Interpretation

    1.Einleitung

    In der Einleitung muss zu finden sein:
    • Name des Autors
    • Name des Werks
    • Einordnung der Textstelle
    • kurze und klare Zusammenfassung der Textstelle
    • Andeutung einer ersten Hypothese

    2. Hauptteil

    Der Hauptteil ist der ausführlichste Teil einer Interpretation. Unbedingt zu beachten, ist der inhaltliche Aufbau des Textauszuges, und die Untersuchung der Sprache. Hier findet ihr eine Übersicht, was man in den Hauptteil der Interpretation schreiben sollte:

    Zunächst sollte man den inhaltlichen Aufbau des Textes unter den folgenden Punkten beachten:

    • Welche Gliederung wird im Text verfolgt?
    • Welche Themen sind enthalten?
    • Wie ist der Verlauf der Handlung?

    Als nächster Punkt wäre die Untersuchung von sprachlichen Mitteln zu beachten:

    • Rhetorische Mittel werden immer nur auf ihre Funktion hin untersucht. So sind die rhetorischen Mittel zum Beispiel zur Steigerung von Anschaulichkeit, Nachdruck und Betonung im Text genutzt, oder auch zur besseren Vorstellbarkeit oder um den Spannungsaufbau zu erweitern.

    Im Hauptteil sollte sich als nächstes eine kurze Charakteristik der Hauptpersonen finden.

    • Wichtig ist hier der Bezug auf die Textstelle. Man sollte nicht verallgemeinern und die charakteristischen Merkmale der Hauptperson in anderen Teilen der Geschichte aufgreifen. Wichtig: Beschränke dich auf die Textstelle!

    Die Erzählebenen müssen im Hauptteil benannt werden

    • Handlungsebene oder kommentierende Ebene?

    Die Erzählperspektive ist wichtiger Bestandteil eines Textauszuges

    • Ich-Perspektive
    • Personaler Erzähler
    • Auktorialer Erzähler

    Die Zeit, in der erzählt wird, sollte hier ebenfalls genannt werden

    • Vergangenheit
    • Gegenwart

    Eine Einordnung in die Epoche der Literatur muss im Hauptteil enthalten sein

    Die Deutung des Textauszuges ist im Hauptteil der abschließende Part

    3. Schluss

    Eigene Stellungnahme

    • Der Gegenwartsbezug des Textes sollte im Schlussteil hergestellt werden. Wichtige Ereignisse oder allgemeine Tatsachen können herangezogen werden, um den Bezug von Text auf Gegenwart herzustellen.

    Wertung

    • Wie findet Ihr den Textausschnitt? Im letzten Teil der Interpretation könnt ihr selber eine Bewertung des Textes abgeben. Diese sollte allerdings sachlich bleiben und keine zu starken persönlichen Bezüge darstellen. Erklärt einfach sachlich und kurz, was euch an dem Text gefällt und was nicht.

    Das Werk:

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (Originaltitel: Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran) ist ein zu einer Erzählung umgearbeitetes Theaterstück des französischen Schriftstellers Éric-Emmanuel Schmitt, das 2001 als zweites von vier Büchern der Reihe Cycle de l’invisible veröffentlicht wurde. Die deutsche Erstausgabe erschien 2003 im Ammann Verlag, Zürich.

    Da diese Geschichte viele Parallelen zum Roman Du hast das Leben noch vor dir (Originaltitel: La vie devant soi) von Romain Gary aufweist, wurden gegen Schmitt Plagiatsvorwürfe erhoben.

    Recherchen der Weltwoche zeigen: Der internationale Bestseller «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» ist ein Plagiat.
    Von Nicole Müller

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2003-41/artikel-2003-41-abgeschrieben.html

    Jeder hat das Recht auf Glaubens- und Gewissens- und Meinungfreiheit auch Atheisten, niemand darf wegen seiner Religion oder seiner Weltanschauung diskriminiert werden. Daher kann keine Religion beanspruchen, einer anderen Religion oder Nichtreligion überlegen zu sein. Es ist somit sehr wohl legitim, den Islam wie jede andere Religion, mit dem Atheismus gleichzustellen.

    Selbstverständlich ist jeder Mensch, welcher Religion er auch angehören mag, zu respektieren. Das heißt aber nicht, dass Religionen oder deren Anhänger nicht sachlich kritisiert werden dürften.

    Natürlich hat sich der Autor, als er das Buch veröffentlichte etwas gedacht. Er wollte Geldverdienen, indem er mit der Reihe Cycle de l’invisible auf der Welle des interreligiösen Dialogs surfend, eine bekannte Geschichte neu aufgewärmt und vermarktet hat. Originell ist das wirklich nicht.

    Wenn Fatimah mitteilt, dass wohl keiner jemals behauptet hätte, dass andere Religionen durch das Buch schlecht dargestellt werden, ist das schlicht und ergreifend falsch. Nicht nur Cees und Ümmühan kritisieren deshalb den Autor.

    Kirsten Groß ist der Ansicht, dass dieses allseits gelobte Buch einer genaueren Betrachtung unterzogen werden sollte:

    “… Es wäre eine harmlose, für manchen sogar eine herzerwärmende Geschichte, wenn der Autor nicht seine fragwürdige Sicht auf das Judentum und das jüdische Familienleben auf praktisch jeder Seite seines Machwerkes verbreiten würde. In seiner Familienkonstellation hat die Mutter Moses und seinen Vater verlassen, weil sie den Mann einfach nicht liebte und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem eigenen Kind offenbar nicht groß genug war. Der zurückgelassene Vater setzt nichts daran, dem Jungen die Mutter zu ersetzen, sondern straft ihn mit Missachtung und konsequenter Kälte. Wärme hat keinen Platz in dieser jüdischen Familie – zumindest nicht im Kopf von Eric-Emmanuel Schmitt. Moses geht immer wieder auf den Vater zu und versucht, seine Herkunft und seine Religion zu verstehen, wird aber mit Sätzen wie “Jude zu sein bedeutet, Erinnerungen zu haben. Schlechte Erinnerungen.” abgefertigt und alleine gelassen. Das Problem des Romans ist, dass nicht nur Moses mit solchen Sätzen allein gelassen wird, sondern auch der Leser.

    Nun könnte man einräumen, dass es sicherlich genug zerrüttete jüdische Familien gibt, um den Roman halbwegs authentisch wirken zu lassen, aber der Unterschied zu dieser Sichtweise und der des Buches ist die zu simple Einteilung in schwarz und weiß. Es wird ein sehr subjektiver und minimaler Ausschnitt des Lebens präsentiert, was sicherlich nicht jeder Leser sofort begreift und in der Konsequenz mit einem Bild der lieblosen jüdischen Familie zurück bleibt.

    Schmitt setzt der ewig präsenten Kälte des jüdischen Vaters mit Monsieur Ibrahim einen konkurrenzlosen Gegenpol. Der alte Mann ist genau das, was dem Jungen fehlt. Er ist nett, charmant, er redet mit Moses (der im Laufe des Buches im übrigen in “Momo” umbenannt wird, weil das für Ibrahim “nicht so bedeutend” klingt) und zeigt ihm eine Welt, die ihm bisher verschlossen blieb. Sein Leben ändert sich durch die Freundschaft zu dem alten Mann komplett. Aus Schweigen wird Lachen, aus Einsamkeit Freundschaft, aus dunkel hell und so weiter.

    Darüber hinaus verkommt Religion in dem Buch zur Randerscheinung und zu einer Art rhetorischem Mittel. Man fragt sich, warum dieses heikle Thema überhaupt erwähnt wird. Gerade das Judentum, das aktiv im Alltag gelebt wird und sich nicht nur auf Erinnerungen und Bücher beschränkt, wird verzerrt dargestellt.

    Auch die Darstellung des Islam und der Aussage des Korans sind mehr als dürftig. Der Leser erfährt zwar, dass Monsieur Ibrahim seine Lebensweisheiten und Maxime aus dem Koran entnimmt, aber welche dies nun genau sind, bleibt weitgehend verschleiert.
    Man ist versucht, dem Autor zu unterstellen, dass er von beiden Religionen wenig weiß und das Konstrukt “Judentum – Islam” nur benutzt, um eine gewisse Brisanz in seine Geschichte zu bringen, die so oder anders sicherlich schon unzählige Male erzählt wurde.

    Ungeachtet dessen wirkt sein Roman durchgehend wie ein großangelegter Werbefeldzug für den Islam. Leider sind seine Bemühungen, so sie ernstgemeint sind, wenig subtil und so gerät seine Geschichte recht schnell zu einer Geduldsprobe für den Leser.

    Der Autor entwickelt die Gegensätze und die Wendung zum Guten in seinem Buch so auffällig, dass man sich fragt, was er eigentlich wirklich mit seiner Geschichte bezwecken will. Sollte Schmitt tatsächlich nur die Geschichte eines einsamen jüdischen Jungen erzählen wollen, dem das Leben plötzlich und unerwartet durch das Auftauchen eines alten Mannes Glück zu Teil werden lässt, sollte er seine eigene Geschichte genau lesen und überdenken, denn so wirkt er einfach nur wie ein Autor, dem jedes Mittel recht ist, Aufmerksamkeit und vor allem Leser auf seine dürftig konstruierten Geschichten zu ziehen.”

    http://www.talmud.de/cms/Monsieur_Ibrahim_und_die.210.0.html

    Ich möchte dich noch auf ein weiteres Machwerk Schmitts aufmerksam machen:

    Adolf H. Zwei Leben

    Auch diese Idee ist nicht neu und vielfach treffender gelungen.

    Die Aufnahme an der Kunstakademie, die Behandlung bei einem Psychotherapeuten wie Freud und ein Erfolgserlebnis bei den Frauen und alles wäre anders gekommen? Das ist doch wohl eine zumindest sehr oberflächliche Darstellung eines Rassisten, Faschisten und Antisemiten. …

    Ein Zitat aus Schmitts Adolf H. Zwei Leben:

    „Hitler hatte sich vorgenommen, nicht lockerzulassen, ehe ihm die Endlösung gelungen war: die endgültige Ausrottung aller Frontratten.“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/adolf-h-zwei-leben-der-menschliche-hitler-1549283.html

    Liebe Fatimah, sapere aude, wage es, dir eine eigene Meinung zu bilden.

    Ümmühan Karagözlü

  23. Fred Says:

    also nach dem, was ich gelesen hab, liebe cees, hast du dieses buch wohl überhaupt nicht verstanden!
    weißt du, die hauptaussage der geschichte ist nämlich toleranz!
    und ich habe keine einzige textstelle gesehen, an den irgendwie und irgendwo das judentum oder sonst irgendeine andere religion schlecht gemacht werden.
    falls du anderer meinung bist, würde es mich wirklich interessieren, welche stelle du meinst!
    alles, was du schreibst, geschrieben hast wohl eher, beruht auf einer totalen fehlinterpretation eines tollen werkes und anscheinend auf einer eingeschränkten weltsicht.
    der kommentar kommt spät, aber das musste ich jetzt einfach sagen!

  24. schariagegner Says:

    Lieber Fred,

    da du anscheinend meine Antwort auf den Kommentar von Fatimah, der über dem deinen steht, nicht gelesen hast stelle ich das Wichtigste hier noch einmal ein.

    Jeder hat das Recht auf Glaubens-, Gewissens- und Meinungfreiheit auch Atheisten, niemand darf wegen seiner Religion oder seiner Weltanschauung diskriminiert werden. Daher kann keine Religion beanspruchen, einer anderen Religion oder Nichtreligion überlegen zu sein.

    Selbstverständlich ist jeder Mensch, welcher Religion er auch angehören mag, zu respektieren. Das heißt aber nicht, dass Religionen oder deren Anhänger nicht sachlich kritisiert werden dürften.

    Natürlich hat sich der Autor, als er das Buch veröffentlichte etwas gedacht: Er wollte Geldverdienen, indem er mit der Reihe Cycle de l’invisible auf der Welle des interreligiösen Dialogs surfend, eine bekannte Geschichte neu aufgewärmt und vermarktet hat. Originell ist das wirklich nicht.

    Recherchen der Weltwoche zeigen: Der internationale Bestseller «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» ist ein Plagiat.
    Von Nicole Müller

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2003-41/artikel-2003-41-abgeschrieben.html

    Wenn Fatimah mitteilt, dass wohl keiner jemals behauptet hätte, dass andere Religionen durch das Buch schlecht dargestellt werden, ist das schlicht und ergreifend falsch. Nicht nur Cees und ich, Ümmühan, kritisieren deshalb den Autor.

    Kirsten Groß ist der Ansicht, dass dieses allseits gelobte Buch einer genaueren Betrachtung unterzogen werden sollte:

    “… Es wäre eine harmlose, für manchen sogar eine herzerwärmende Geschichte, wenn der Autor nicht seine fragwürdige Sicht auf das Judentum und das jüdische Familienleben auf praktisch jeder Seite seines Machwerkes verbreiten würde. In seiner Familienkonstellation hat die Mutter Moses und seinen Vater verlassen, weil sie den Mann einfach nicht liebte und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem eigenen Kind offenbar nicht groß genug war. Der zurückgelassene Vater setzt nichts daran, dem Jungen die Mutter zu ersetzen, sondern straft ihn mit Missachtung und konsequenter Kälte. Wärme hat keinen Platz in dieser jüdischen Familie – zumindest nicht im Kopf von Eric-Emmanuel Schmitt. Moses geht immer wieder auf den Vater zu und versucht, seine Herkunft und seine Religion zu verstehen, wird aber mit Sätzen wie “Jude zu sein bedeutet, Erinnerungen zu haben. Schlechte Erinnerungen.” abgefertigt und alleine gelassen. Das Problem des Romans ist, dass nicht nur Moses mit solchen Sätzen allein gelassen wird, sondern auch der Leser.

    Nun könnte man einräumen, dass es sicherlich genug zerrüttete jüdische Familien gibt, um den Roman halbwegs authentisch wirken zu lassen, aber der Unterschied zu dieser Sichtweise und der des Buches ist die zu simple Einteilung in schwarz und weiß. Es wird ein sehr subjektiver und minimaler Ausschnitt des Lebens präsentiert, was sicherlich nicht jeder Leser sofort begreift und in der Konsequenz mit einem Bild der lieblosen jüdischen Familie zurück bleibt.

    Schmitt setzt der ewig präsenten Kälte des jüdischen Vaters mit Monsieur Ibrahim einen konkurrenzlosen Gegenpol. Der alte Mann ist genau das, was dem Jungen fehlt. Er ist nett, charmant, er redet mit Moses (der im Laufe des Buches im übrigen in “Momo” umbenannt wird, weil das für Ibrahim “nicht so bedeutend” klingt) und zeigt ihm eine Welt, die ihm bisher verschlossen blieb.“

    Ist dir nicht aufgefallen, dass Monsieur Ibrahimden den Namen des Propheten trägt, der als Stammvater dreier Weltreligionen angesehen wird, dem jüdischen Jungen, der ebenfalls nach einem Propheten Allahs benannt worden ist, aber nicht einmal seinen ehrenvollen Namen lässt? Das wäre dann in Ordung, wenn Momo der liebevoll zärtlich gemeinte Kosename für einen Nachbarsjungen wäre, den man in sein Herz geschlossen hat. Das ist aber nicht der Fall, da der ach so tolerante und weise Sufi Moses nicht als ebenbürtig ansieht. Das kann zumindest als kinderfeindlich wenn nicht gar als antijüdisch gedeutet werden.

    „Sein Leben ändert sich durch die Freundschaft zu dem alten Mann komplett. Aus Schweigen wird Lachen, aus Einsamkeit Freundschaft, aus dunkel hell und so weiter.

    Darüber hinaus verkommt Religion in dem Buch zur Randerscheinung und zu einer Art rhetorischem Mittel. Man fragt sich, warum dieses heikle Thema überhaupt erwähnt wird. Gerade das Judentum, das aktiv im Alltag gelebt wird und sich nicht nur auf Erinnerungen und Bücher beschränkt, wird verzerrt dargestellt.

    Auch die Darstellung des Islam und der Aussage des Korans sind mehr als dürftig. Der Leser erfährt zwar, dass Monsieur Ibrahim seine Lebensweisheiten und Maxime aus dem Koran entnimmt, aber welche dies nun genau sind, bleibt weitgehend verschleiert.

    Man ist versucht, dem Autor zu unterstellen, dass er von beiden Religionen wenig weiß und das Konstrukt “Judentum – Islam” nur benutzt, um eine gewisse Brisanz in seine Geschichte zu bringen, die so oder anders sicherlich schon unzählige Male erzählt wurde.

    Ungeachtet dessen wirkt sein Roman durchgehend wie ein großangelegter Werbefeldzug für den Islam. Leider sind seine Bemühungen, so sie ernstgemeint sind, wenig subtil und so gerät seine Geschichte recht schnell zu einer Geduldsprobe für den Leser.

    Der Autor entwickelt die Gegensätze und die Wendung zum Guten in seinem Buch so auffällig, dass man sich fragt, was er eigentlich wirklich mit seiner Geschichte bezwecken will. Sollte Schmitt tatsächlich nur die Geschichte eines einsamen jüdischen Jungen erzählen wollen, dem das Leben plötzlich und unerwartet durch das Auftauchen eines alten Mannes Glück zu Teil werden lässt, sollte er seine eigene Geschichte genau lesen und überdenken, denn so wirkt er einfach nur wie ein Autor, dem jedes Mittel recht ist, Aufmerksamkeit und vor allem Leser auf seine dürftig konstruierten Geschichten zu ziehen.”

    http://www.talmud.de/cms/Monsieur_Ibrahim_und_die.210.0.html

    Ich möchte dich noch auf ein weiteres Machwerk Schmitts aufmerksam machen:

    Adolf H. Zwei Leben

    Auch diese Idee ist nicht neu und vielfach treffender gelungen.

    Die Aufnahme an der Kunstakademie, die Behandlung bei einem Psychotherapeuten wie Freud und ein Erfolgserlebnis bei den Frauen und alles wäre anders gekommen? Das ist doch wohl eine zumindest sehr oberflächliche Darstellung eines Rassisten, Faschisten und Antisemiten. …

    Ein Zitat aus Schmitts Adolf H. Zwei Leben:

    „Hitler hatte sich vorgenommen, nicht lockerzulassen, ehe ihm die Endlösung gelungen war: die endgültige Ausrottung aller Frontratten.“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/adolf-h-zwei-leben-der-menschliche-hitler-1549283.html

    Lieber Fred, sapere aude, wage es, dir eine eigene Meinung zu bilden.

    Ümmühan Karagözlü

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: