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FBI ermittelt: Islamische FGM im Großraum Detroit, Michigan?

April 16, 2017

Stoppt selbst die geringst invasive FGM

Die WHO-Klassifikation zur weiblichen Genitalberstümmelung (FGM) muss erhalten bleiben: Nein zu den Versuchen der Straffreistellung der Islamic FGM (Chitan al-inath, indones.: sunat perempuan), etwa der sogenannten milden Sunna, überall auf der Welt. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy.

Ob als Prof. Karl-Peter Ringel mit Ass. Jur. Kathrin Meyer (§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung (2014))[1] oder ob als Gutachterin zum 70. djt Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages Hannover 2014 Bd. I: Gutachten Teil C: Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft)[2], in immer neuen Wellen branden die Versuche der Aufweichung der WHO-Klassifikation[3] zur weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) heran, die Versuche der Straffreistellung der irgendwie geringer invasiven Formen der Mädchenbeschneidung.

Hier haben Sozialpädagogen und Sozialarbeiter unzweideutig Stellung zu beziehen: Die Genitalbeschneidung muss global verboten bleiben bzw. werden, einerlei, ob der junge Mensch ein Mädchen ist oder ein Junge. Denn völlig altersentsprechend ist auch ein 12, vierzehn oder 16 Jahre alter junger Mensch nicht in der Lage, die Folgen der FGM oder MGM auf Gesundheit, Sexualität oder Partnerschaft abzuschätzen. Unabhängig davon kann auch eine Infektion nach einem Skalpellschnitt oder Nadelstich, kann auch die sogenannte milde Sunna zu schweren Komplikationen bis hin zum Tod führen. Deshalb: Keine Beschneidung unter achtzehn.[4]

Überall auf der Welt muss die Mädchenbeschneidung verboten werden und illegal bleiben und muss ein Zuwiderhandeln geahndet und bestraft werden, auch im amerikanischen Land der begrenzten Unmöglichkeiten.

In den Vereinigten Staaten haben sich im Vorjahr (2016) Dr. Kavita Shah Arora, beruflich tätig im Fachbereich Frauenheilkunde und Geburtshilfe am MetroHealth Medical Center in Cleveland, Ohio, und Dr. Allan Joel Jacobs, Professor für Fortpflanzungsmedizin an der Stony Brook Universität, im US-Bundesstaat New York, engagiert für das klitze- klitze-, klitzekleine Beschneiden des Geschlechtsorgans US-amerikanischer Mädchen ins Zeug gelegt (Female genital alteration: a compromise solution). Sie empfehlen eine Sichtweise und einen neuen Begriff: Statt, wie es die WHO-Klassifikation festlegt, rituelle weibliche Genitalbeschneidungen, auch die geringer invasiven, ausnahmslos als Verstümmelung (female genital mutilation, FGM) zu bezeichnen, sollen wir von Umgestaltung oder Veränderung sprechen, englisch alteration (female genital alteration, FGA).

Nicht die kinderfeindliche Praxis verbieten, sondern das störende Vokabular erneuern: Vom Verstümmeln zum Verändern. De minimis („um Kleinigkeiten“) behandelt das Rechtsprinzip, Bagatellen nicht den Tatbestand einer Norm erfüllen zu lassen, damit keiner gegen sie klagen kann. Leitsätze sind De minimis non curat lex („Das Recht kümmert sich nicht um Kleinigkeiten“) und De minimis non curat praetor („Der Strafrichter kümmert sich nicht um Kleinigkeiten“). Uns in Deutschland erinnert das an gewisse „rein symbolische Bagatellverletzungen“, die der Trierer Strafrechtsprofessor Prof. Dr. Mark Alexander Zöller offensichtlich straffrei gestellt wissen will (Die Strafbarkeit der Genitalverstümmelung als Gesetzessymbolik? In: Festschrift für Bernd Schünemann zum 70. Geburtstag am 1. November 2014; Mitherhausgeberin: Tatjana Hörnle).

„Zudem ist mit Blick auf die Wortwahl des Gesetzgebers erkennbar, dass es sich um negative Veränderungen von einigem Gewicht handeln muss. Damit scheiden rein symbolische Bagatellverletzungen, kosmetisch motivierte Eingriffe wie „Schönheitsoperationen“ im Genitalbereich oder dem Modebewusstsein entspringende Intimpiercings aus dem objektiven Tatbestand des § 226a StGB aus.″ (Mark A. Zöller, Seite 733)

Den beiden amerikanischen Legalisierern der Sunna-Mädchenbeschneidung Dr. Kavita Shah Arora und Dr. Allan Jacobs gehe es nicht etwa darum, am kindlichen Genital für eine religiös gebotene bzw. kulturadäquate klitzekleine Verstümmelung (genital mutilation, FGM) zu sorgen. Vielmehr soll eine elterlich gewünschte De-minimis-Veränderung (genital alteration, FGA) am Geschlechtsorgan des weiblichen Kindes möglich sein. Gravierende Formen von FGM pardon FGA, so legt es der Aufsatz (Female genital alteration: a compromise solution) nahe, solle der Rechtsstaat nach wie vor verhindern. Als Gesetzgeber, Arzt oder überhaupt als US-Bürger müsse man hingegen Verständnis dafür haben, dass „kulturelle und religiöse Verpflichtungen“ (cultural and religious obligations) nun einmal zu erfüllen seien.

Um den kulturellen Überzeugungen gerecht zu werden und gleichzeitig die körperliche Gesundheit der Mädchen zu schützen, schlagen wir eine Kompromisslösung vor, in der liberale Staaten diese De-minimis-FGA, in Anerkennung der Erfüllung kultureller und religiöser Verpflichtungen, rechtlich zulassen, hingegen jene Formen der FGA ächten, die gefährlich sind, weil sie signifikante sexuelle oder reproduktive Dysfunktionen verursachen. […]

liberale Regierungen sollten diese De-minimis-Verfahren ermöglichen, die schließlich nicht mehr Auswirkungen haben als andere kulturell akzeptierte Verfahren, wie sie bei Minderjährigen als ästhetische Verbesserung durchgeführt werden. Schließlich werden wir argumentieren, dass die Etikettierung dieser De-minimis-Verfahren als „Verstümmelung“ kulturell unsensibel ist, diskriminierend für die Frauen und dass sie keine Menschenrechtsverletzung darstellen. Dazu bieten wir eine abgestufte Argumentation und eine Kompromisslösung an […]

viele muslimische Gelehrte klassifizieren FGA als „Sunna“ oder Praxis, wie sie vom Propheten Muhammad begründet wurde. […]

wir alle müssen endlich eine nuanciertere Position einnehmen […]

Die [in den mädchenbeschneidenden Milieus] hier und da vorzufindende Kultur des Schweigens ist zurückzuführen auf ein Misstrauen gegenüber den globalen Anti-FGA-Kampagnen, die als „sensationsgierig, ethnozentrisch, rassistisch, kulturell unsensibel und unzulässig vereinfachend“ wahrgenommen werden.[5]

Michigan 2017, offensichtlich erstmals in der Geschichte der USA befasst sich der Strafprozess um die hauptberufliche Notärztin und klandestine Ritualbeschneiderin Dr. Jumana F. Nagarwala (United States of America v. JUMANA NAGARWALA) mit dem bestehenden Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung 18 USC 116 (female genital mutilation).[6]

Mindestens schafiitisch (Fiqh nach Imam asch-Schafii), möglicherweise auch hanbalitisch schreibt der sunnitische Islam die weibliche Genitalverstümmelung als zwingende religiöse Pflicht vor (wāǧib (واجب), wadschib, anglisiert wajib; Synonym: farḍ (فرض), zu: farīḍa, Religionspflicht).[7] Die islamische Mädchenbeschneidung heißt Chitan al-inath, ḫitān al-ināṯ (ختان الإناث) oder Chatna (ختنة) ḫatna, indonesisch und malaiisch: sunat perempuan bzw. sunat pada wanita, ferner sagt man ḫifāḍ bzw. ḫafḍ, wörtl. Einsenken oder Herabtiefen, oder auch: ḫitān al-banāt, wörtlich Beschneidung der Töchter oder der Mädchen ((البنات), Tochter ist bint (بنت). Doch gibt Islamic FGM auch bei manchen Schiiten, beispielsweise bei der eher kleinen Strömung der siebener-schiitischen Dawudi Bohra (anglis. Dawoodi Bohra), das sind etwa eine Million Menschen hauptsächlich in der westlichen indischen Provinz Gujarat und der pakistanischen Stadt Karatschi, ferner in Nairobi und Mombasa, Kenia, auf Bali in Indonesien sowie in Australien und den USA.[8] Zum Vergleich: in Indonesien leben 260 Millionen Menschen, davon 225 Millionen überwiegend vom Fiqh nach Imam asch-Schafii geprägte Muslime. Auch die Kurden, soweit sunnitisch, folgen der schafiitischen Madhhab und entsprechend kennt Kurdistan die islamisch begründete weibliche Genitalverstümmelung. Und während nur die Schafiiten gleichsam zwischen Jungen und Mädchen nicht unterscheiden und männliche wie weibliche Beschneidung zur religiösen Pflicht erklären,[9] so befürworten alle vier sunnitischen Rechtsschulen die Beschneidung von Frauen; den Malikiten gilt die FGM als Prophetentradition (Sunna) und damit als empfehlenswert, für die Hanafiten wie auch für manche Hanbaliten ist sie edel, ehrenwert (makruma; honourable action, meritorious, noble deed).[10]

Die 44-jährige Dr. Jumana Nagarwala, eine US-amerikanische Muslima und Angehörige der schiitischen Strömung der Dawudi Bohra, arbeitet als Notärztin am Henry Ford Hospital, Detroit, Bundesstaat Michigan, USA. Nicht an ihrem Arbeitsplatz, sondern an einer Klinik im benachbarten Livonia (Michigan), so der strafrechtliche Vorwurf, soll sie die Geschlechtsorgane zweier etwa sieben Jahre alter Mädchen aus rituellen Gründen verletzt haben. Was genau im Februar dieses Jahres die Medizinerin aus Northville, Michigan, den beiden Siebenjährigen aus dem US-Staat Minnesota am Geschlechtsteil eingestochen, eingeschnitten oder abgeschnitten hat, ist Gegenstand der Ermittlungen, es könnte sich unter anderem auch um eine FGM Typ II handeln,[11] das bedeutet Schamlippen(teil)amputation, sowie eine Verletzung der Klitorisvorhaut. Bei Inzision (Einscheiden) der Klitorisvorhaut wäre das eine FGM Typ IV, bei Amputation von Gewebe eine FGM Typ Ia. Einige Beschneider, auch Beschneiderinnen, sollen in der Lage sein, derartig geschickt und damit ohne spätere Narbenbildung zu arbeiten, dass man die FGM Typ Ib Amputation oder Teilamputation der Klitoris nicht auf den ersten Blick erkennen kann.[12]

Man mache sich nichts vor, die FGM, auch die islamische, zielt nicht auf irgendein relativ wenig beschädigendes Pieksen oder Hauteinritzen, sondern ist der Angriff auf das Zentrum der sexuellen Lust, die Klitoris, arabisch baẓr (بظر). Man falle daher nicht auf den Nebelwurf der globalen Bewegung für immer mehr Schariagesetze herein, die sich auf den amerikanischen Sufischeich Nuh Ha Mim Keller beruft. In seiner kommentierten Übersetzung des Hauptwerks des schafiitischen Rechts (Reliance of the Traveller) gab Keller baẓr falsch wieder mit Klitorisvorhaut: „nicht die Klitoris, wie gelegentlich fälschlich angenommen wird“ (not the clitoris itself, as some mistakenly assert). Nach Keller also ziele Allahs Rede (Koran) und Mohammeds Befehl (Sunna) lediglich auf die (Teil)Ampution der Klitorisvorhaut und lasse die Klitoris in jedem Fall unangetastet. Der einen Beschneidungsbefehl (FGM) von Imam asch-Schafii (schafiitischer Fiqh) und Imam ibn Hanbal (hanbalitisch) begeistert weiterreichende sowie die gesundheitlichen Vorteile und die himmlische Weisheit der Mädchenbeschneidung nach FGM Typ Ib bewerbende Assif Hussein (Female Circumcision – The Hidden Truth) behauptet ebenfalls, dass die Scharia den unbedingten Schutz der Kitzlers gewährleisten.[13] Die Scheiche und Muftis denken gar nicht daran, eine FGM Typ Ib als Verstoß gegen die Scharia zu definieren. Eine Ausnahme ist der hanafitische Scheich Faraz Rabbani, ein Schüler von Nuh Ha Mm Keller.[14]

Die autoritativen islamischen Texte geben das Wort Klitorisvorhaut nicht her, baẓr ist und bleibt die Klitoris. Bis heute hat uns der amerikanische Sufischeich und Übersetzer des schafiitischen Rechtskompendiums Das Vertrauen des Reisenden und Rüstzeug des Anbetenden, Autor Shihabuddin Abu al-Abbas Ahmad ibn an-Naqib al-Misri (1302–1367; ʿUmdat as-Sālik wa ʿUddat al-Nāsik, engl.: Reliance of the Traveller and Tools of the Worshipper) kein arabisches Wort für Klitorisvorhaut nennen können.

Die Herrschaften Nagarwala (2017), Arora und Jacobs (2016), Hörnle (Herbst 2014) sowie Ringel und Meyer (Frühjahr 2014) wissen nicht oder verschweigen, dass es auch islamrechtlich nicht beim Wegschneiden der Klitorisvorhaut bleiben wird, sondern dass, wie schon in vorislamischer Zeit, selbstverständlich das weibliche Zentrum der Lust amputiert oder teilamputiert werden kann, die arabisch baẓr (Mehrzahl buẓūr) zu nennende Klitoris. Eines Tages begegnete Mohammed der zum Islam konvertierten muqaṭṭiʿatu l-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris, cutter of clitorises), der Frauenbeschneiderin Umm ʿAṭiyya. Die Gottgehorsame befragte den Propheten nach der religiösen Rechtmäßigkeit ihrer täglichen Arbeit und Allahs Sprecher stellte fest:

أشمِّي ولا تنهَكي

ašimmī wa-lā tanhakī

[Cut] slightly and do not overdo it

[Schneide] leicht und übertreibe nicht

Oder Mohammed verkündete den Willen des Himmels so:

اختفضن ولا تنهكن

iḫtafiḍna wa-lā tanhikna

Cut [slightly] without exaggeration

Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

Seither ist das dem kleinen Mädchen zu amputierende Quantum und Volumen an Genitalgewebe, vielfältig und flexibel, als Viertel eines Reiskorns, als Guavensamen, Bohne, Blattspitze, Nadelkopf (the size of a nail clipping, a quarter-grain of rice, a guava seed, a bean, the tip of a leaf, or the head of a needle) definiert worden oder als Hahnenkamm (the crest of a rooster), wobei überirdisch verschwommen bleibt, ob die sogenannte Bohne oder dergleichen jetzt aus der Schamlippe, aus der Klitorisvorhaut oder aber aus der Klitoris herausgeschnitten werden muss und schon eher gesichert ist, dass jede somalische, kurdische oder indonesische Beschneiderin von Zeit zu Zeit sehr üppige Bohnen sowie ausgesprochen fleischige Hahnenkämme zwischen ihren Fingerspitzen dreht.

Fassen wir die bisherigen Ereignisse aus Detroit bzw. Livonia zusammen: Ob Dr. Jumana F. Nagarwala, die Notärztin und Muslima aus der schiitischen (Tayyibi-Ismailiten) Strömung der Dawudi Bohra, eine islamische weibliche Beschneidung sprich weibliche Genitalverstümmelung (Chatna, Chitan al-inath, in Indonesien und Malaysia: sunat perempuan, sunat pada wanita) FGM Typ IV (Einstechen oder Einschneiden usw.) oder FGM Typ Ia (Klitorisvorhaut(teil)amputation) oder eine Genitalverstümmelung aus dem Bereich FGM Typ II (Schamlippen(teil)amputation) durchgeführt hat, wird ermittelt.

Werden wir nun grundsätzlicher. Ob der junge Mensch weiblich ist oder männlich: Erst der Erwachsene, der Mensch ab 18 Jahre, kann die Folgen einer rituellen Genitaloperation abschätzen. Minderjährige, 17 Jahre alt und jünger, sind deshalb vor jeder HGM, das ist FGM oder MGM, zu bewahren.

Schluss mit dem Verhandeln um die rechte Altersgrenze des Einwilligens (age of consent), Schluss mit dem Gerede von der genitalen Selbstbestimmung des Kindes oder Jugendlichen. Ob Mädchen oder Junge: keine Beschneidung unter achtzehn!

Drei Themenkreise überlagern, verzahnen sich. Ob wir über religiöse Genitalbeschneidungen, über Päderastie oder über das Ehe- bzw. Personenstandsrecht reden bzw. diesbezüglich Gesetze schaffen, „genital autonomy“ ist auf das Engste verbunden mit dem – sehr islamischen – Anspruch beispielsweise auf Verheiratung des neunjährigen Mädchens.[15]

Deshalb sollten sich Intaktivisten und andere Kinderschützer zur Altersgrenze 18 Jahre bekennen, unterhalb von der es 1. keine Einvernehmlichkeit sexueller Handlungen mit Erwachsenen, 2. keine Ehemündigkeit und 3., ob als Mädchen oder Junge, keinen eigenen Beschneidungswunsch geben darf; die entsprechenden Gesetze sind auf den Weg zu bringen.

Denn ernsthaft gemeinter Intaktivismus, bittesehr, der Name sagt es doch, bedeutet: Unversehrtheit des Körpers, insbesondere des Geschlechtsorgans, und integriert in keiner Weise das rituelle Genitalverstümmeln, weder auf Elternwunsch noch auf Kindeswunsch.

Gabi Schmidt und Edward von Roy

Q u e l l e n

[1] Zu Prof. Karl-Peter Ringel mit Ass. Jur. Kathrin Meyer (§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung (2014))

Zwei Wegbereiter deutscher Mädchenbescheidung | Von Edward von Roy

https://schariagegner.wordpress.com/2014/09/14/prof-dr-ringel-empfiehlt-dem-gesetzgeber-die-fgm-typ-ia-und-iv-milde-sunna/

[2] Zur Gutachterin auf dem 70. djt Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages Hannover 2014 Bd. I: Gutachten Teil C: Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft)

Entgegnung auf die Richtigstellung der Tatjana Hörnle | Von Edward von Roy und Gabi Schmidt am 16.09.2014.

https://schariagegner.wordpress.com/2014/09/17/kommentar-zu-tatjana-hoernles-richtigstellung-zum-artikel-im-berliner-kurier/

[3] WHO-Klassifikation zur weiblichen Genitalverstümmelung (FGM)

Female genital mutilation : a joint WHO/UNICEF/UNFPA statement

Les Mutilations sexuelles féminines : déclaration commune OMS/UNICEF/FNUAP

http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/41903/1/9241561866.pdf

WHO | Eliminating female genital mutilation

Eliminating female genital mutilation: an interagency statement – OHCHR, UNAIDS, UNDP, UNECA, UNESCO, UNFPA, UNHCR, UNICEF, UNIFEM, WHO.

http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/43839/1/9789241596442_eng.pdf

Mehr als 200 Millionen von FGM betroffene Mädchen und Frauen. Die endlich nach oben korrigierten Zahlen nach Einbeziehung von Indonesien (schafiitische Rechtsschule des sunnitischen Islam).

200 million girls and women living with FGM: UNICEF | Daily Mail Online 05.02.2016

The new global figure on FGM includes nearly 70 million more girls and women than the last estimate for 2014, largely due to new data provided by Indonesia and population growth in some countries.

http://www.dailymail.co.uk/wires/afp/article-3432762/200-million-girls-women-living-FGM-UNICEF.html

05.02.2016 – NEW YORK, 5 February 2016 – At least 200 million girls and women […]

https://www.unicef.org/media/media_90033.html

[4] Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch

Vortragsskript von Edward von Roy

Köln 14. Februar 2014

https://schariagegner.wordpress.com/2014/02/14/keine-beschneidung-unter-achtzehn/

[5] Female genital alteration: a compromise solution

Kavita Shah Arora, Allan J Jacobs

To accommodate cultural beliefs while protecting the physical health of girls, we propose a compromise solution in which liberal states would legally permit de minimis FGA in recognition of its fulfilment of cultural and religious obligations, but would proscribe those forms of FGA that are dangerous or that produce significant sexual or reproductive dysfunction. […]

liberal governments should tolerate de minimis procedures with no more effect than other accepted procedures performed on minors for aesthetic enhancement. Finally, we will argue that labelling these de minimis procedures as ‘mutilation’ is culturally insensitive and discriminatory towards women, and that they do not constitute a human rights violation. In doing so, we offer a tiered argument and compromise solution […]

many Muslim scholars classify FGA as ‘Sunnah’ or practice established by the prophet Muhammad. […]

we must adopt a more nuanced position […]

his local culture of silence is due to a distrust of the global eradication campaigns as being ‘sensationalized, ethnocentric, racist, culturally insensitive and simplistic’.

http://jme.bmj.com/content/42/3/148

Arora und Jacobs Ruth bedanken sich für Unterstützung durch Ruth Macklin und Arianne Shahvisi:

Particularly, we wish to acknowledge Professor Macklin’s view that sanctioning de minimis FGA would constitute a harm reduction strategy that cannot reasonably be considered a human rights violation. We also recognise that Professor Shahvisi’s hypothesis of a ritual vulvar nick in a clean environment and performed by a trained provider as ethically appropriate indeed is within the scope of our category 1 procedures.

Harm reduction and female genital alteration: a response to the commentaries. By Kavita Shah Arora, Allan Joel Jacobs.

http://jme.bmj.com/content/42/3/164

Cutting slack and cutting corners: an ethical and pragmatic response to Arora and Jacobs’ ‘Female genital alteration: a compromise solution’

Sanctioning a form of FGA that seeks to minimise if not eliminate harm to infants, adolescents and adult women, and at the same time show respect for cultural traditions appears to make good sense. In arguing for a de minimis procedure, the authors contend that any harm would be equivalent to that of male circumcision, a practice that is permitted by countries that have made FGA illegal. They are correct in saying that in a de minimis form, FGA could not reasonably be considered a human rights violation.

Not all cultural traditions deserve respect | By: Ruth Macklin

http://jme.bmj.com/content/42/3/155

Cutting slack and cutting corners: an ethical and pragmatic response to Arora and Jacobs’ ‘Female genital alteration: a compromise solution’ | By: Arianne Shahvisi

http://jme.bmj.com/content/early/2016/02/19/medethics-2015-103206?sid=da36f4ac-a294-400f-9088-a450e78ca416&utm_source=TrendMD&utm_medium=cpc&utm_campaign=J_Med_Ethics_TrendMD-0

Beim Reden über das Einwilligen (consent) sollte die an der Brighton & Sussex Medical School zu den Themen Bioethik, Theorie des Feminismus und FGM forschende kurdischstämmige Britin Dr. Arianne Shahvisi das Mindestalter 18 Jahre fordern, um das Genital des weiblichen oder männlichen Minderjährigen kompromisslos vor jeder rituellen Operation zu schützen.

According to Arianne Shahvisi of the University of Sussex ethics department in Britain: „One must not cause irreversible changes to the body of another person without their consent.“

http://www.dailymail.co.uk/wires/afp/article-3459336/Doctors-urge-compromise-female-genital-cutting.html

„Rites of passage are important to all of us, but one must not cause irreversible changes to the body of another person without their consent.“

(Dr Arianne Shahvisi, at the University of Sussex.)

http://www.dailymail.co.uk/health/article-3459178/FGM-akin-male-circumcision-breast-implants-designer-vagina-ops-Gynecologists-argue-genital-nicks-don-t-harm-girls-legalized.html

Kavita Shah Arora and Allan J Jacobs in their paper have compared FGM, which is considered a violation of child rights by UNICEF, with male circumcision. Jacobs is the director of gynecologic oncology at Coney Island Hospital and teaches bioethics at Stony Brook University, Stony Brook, New York. Arora is an assistant professor of reproductive biology and bioethics at Case Western Reserve University.

“In liberal societies that accept male circumcision, room for discussion surrounding the acceptability of FGA exists,” the paper, published in the Journal of Medical Ethics by British Medical Journal, says.

The authors say that a small surgical nick or a minimalistic procedure that alters the appearance of a girl’s genitalia should be allowed as a compromise to the issue of FGM.

Less severe forms of genital alteration should be tolerated, say American doctors | By: Priyanka Vora | Hindustan Times 24.02.2016

http://www.hindustantimes.com/mumbai/less-severe-forms-of-genital-alteration-should-be-tolerated-say-american-doctors/story-emb8VSj0CrFelAufo8IEvI.html

[6] Michigan 2017, Strafprozess: United States of America v. JUMANA NAGARWALA, zum bestehenden US-amerikanischen Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung gemäß 18 USC § 116 (female genital mutilation).

Detroit Emergency Room Doctor Arrested and Charged with Performing Female Genital Mutilation

https://www.justice.gov/opa/pr/detroit-emergency-room-doctor-arrested-and-charged-performing-female-genital-mutilation

Criminal Complaint

https://www.justice.gov/opa/press-release/file/957381/download

Detroit — A Detroit emergency room physician was charged Wednesday with mutilating the genitalia of two 7-year-old girls in what is believed to be the first case of its kind brought under federal law.

Jumana Nagarwala of Northville was charged with female genital mutilation […]

Detroit physician charged with mutilating girls’ genitalia | By Robert Snell | The Detroit News 13./14.04.2017

http://www.detroitnews.com/story/news/local/detroit-city/2017/04/13/doctor-charged-genital-mutilation/100416734/

Michigan Doctor Is Accused of Genital Cutting of 2 Girls | By Jacey Fortinapril | The New York Times 13.04.2017

[…] Dr. Nagarwala, who practices emergency medicine at the Henry Ford Hospital in Detroit […] The World Health Organization estimates that worldwide, more than 200 million girls and women alive today have undergone some form of genital cutting. […]

[ 200 Millionen wurde die – endlich korrekte – Zahl mit Berücksichtigung der FGM in Indonesien und Malaysia, nämlich unter Einbeziehung der schafiitischen, der sunnitisch-islamischen Chitan al-inath / sunat perempuan (FGM). ]

A Detroit doctor accused of performing genital mutilations on two seven-year-old Minnesota girls has been charged.

Cops say Dr. Jumana Nagarwala, 44, was identified by the two girls as the person who performed the barbaric procedures on them at a suburban clinic in February.

Their mothers took them to Nagarwala for the procedures, the FBI said. […]

FBI agents have also identified other children who may have suffered at the doctor’s hands between 2005 and 2007.

The accused remains in jail awaiting a hearing Monday.

Meanwhile, Muslim leaders in Minneapolis are outraged over a man patrolling a Somali neighbourhood enforcing the Islamic civil code.

Abdullah Rashid has been telling residents not to drink, use drugs or interact with the opposite sex, according to his interpretation of Sharia law, the Star Tribune reported Thursday.

Detroit doc allegedly mutilated girls‘ genitals | By Brad Hunter | Toronto Sun 13.04.2017

http://www.torontosun.com/2017/04/13/detroit-doc-allegedly-mutilated-girls-genitals

Der FGM-Fall mit Ritualbeschneiderin Nagarwala: mindestens auch eine FGM Typ II

[…] Jumana Nagarwala, 44, was also charged with „transportation with intent to engage in criminal sexual activity“ — a reference to FGM — and making false statements to a federal officer.

The criminal complaint says federal agents documented that two girls were transported by two women across state lines to a medical clinic in Livonia, Mich. Documents show Nagarwala is not employed at this clinic nor is there any record of her billings there.

The children were told it was a „’special‘ girls trip,“ according to court documents. The first victim told federal agents that she underwent a procedure „to get the germs out“ of her, and she identified Nagarwala in a photograph as the doctor who performed the operation. A medical examination performed under a search warrant found that her „labia minora has been altered or removed, and her clitoral hood is also abnormal in appearance.“ […]

The New York Times reports that she has been placed on administrative leave from Detroit’s Henry Ford Hospital, according to David Olejarz, a spokesman for the Henry Ford Health System.

Michigan Doctor Charged With Performing Female Genital Mutilation On Girls | By Merrit Kennedy | The Two-Way (NPR, ehemals National Public Radio) 14.04.2017

http://www.npr.org/sections/thetwo-way/2017/04/14/523917425/michigan-doctor-charged-with-performing-female-genital-mutilation-on-girls

Livonia doctor charged with female genital mutilation of children

http://www.fox2detroit.com/news/local-news/248511465-story

Nagarwala, a U.S. citizen who also speaks Gujarati, a language spoken in western India

https://scallywagandvagabond.com/2017/04/dr-jumana-nagarwala-charged-female-genital-mutilation-young-girls/

Gujarati Muslims

Many of these early merchants were Ismaili Shia, both Mustaali and Nizari. They laid the foundation of the Bohra and Khoja communities.

https://en.wikipedia.org/wiki/Gujarati_Muslims

Dr Nagarwala, who belongs to the Dawoodi Bohra community,

https://scroll.in/latest/834623/us-doctor-of-indian-origin-arrested-for-allegedly-performing-female-genital-cutting-on-minors

[7] Genitalverstümmelung an Frauen ist auch im größten muslimischen Staat der Erde eine Alltäglichkeit. Zur islamischen FGM Indonesiens. Von Jacques Auvergne (2007).

https://schariagegner.wordpress.com/2008/01/20/indonesien-genitalverstuemmelung-an-muslimischen-maedchen/

Die Al-Azhar und das weibliche Genital. Von Jacques Auvergne (2009).

[…] Den Bürgern Europas gegenüber streiten muslimische Geistliche und streiten vor allem nichtmuslimische xenophile Islamfreunde gerne ab, dass FGM (female genital mutilation, Frauenbeschneidung) irgend etwas mit dem Islam zu tun habe. Auszüge aus einer Fernsehdebatte zum Thema der weiblichen Beschneidung in Ägypten.

Ausgestrahlt wurde das Interview über den kuwaitischen Fernsehsender Al-Rai TV am 28. März 2006. Quelle MEMRI-TV, deutsch von Jacques Auvergne, 9. Juni 2008, es unterhalten sich Dr. Muhammad Wahdan, Dozent an der Kairoer Al-Azhar-„Universität“ und die Dozentin für Islamisches Religiöses Recht Dr. Malika Zarrar.

Zarrar ist grundsätzliche Gegnerin jeder Form von Frauenbeschneidung. Der Islam-Experte von der so genannten Universität Al-Azhar, die immerhin als die höchste Autorität des sunnitischen Islam gilt, hat eine „differenziertere“ Meinung: Wahdan will die FGM, Wahdan will die Teilamputation der Klitoris für alle Mädchen, die sie benötigen, nicht aber für die, die sie nicht benötigen.

https://schariagegner.wordpress.com/2008/06/09/islam-und-fgm/

Kein Islam ohne FGM. Von Jacques Auvergne (2016).

[…] In diesen Wochen plant Ägypten eine Strafverschärfung in Bezug auf diesen Chitan al-inath (ḫitān al-ināṯ, ختان الإناث; auch: ḫitān al-banāt, wörtl. Beschneidung der Töchter; Tochter ist bint), in Bezug auf die weibliche Genitalverstümmelung. Der Staat würde die FGM dann, statt lediglich als Vergehen, als ein Verbrechen bewerten. Soweit so vernünftig. Nebenbei: Beschneidung, v. a. Jungenbeschneidung, ist chitan, ḫitān (ختان)‎‎, oder chatna, ḫatna (ختنة)‎‎, die Intaktheit des männlichen Genitals ist nicht weniger zu schützen als die weibliche. Wir meinen den wissenschaftlichen Begriff von körperlicher Unversehrtheit, aus islamischer Sicht freilich macht erst der Chitan das Geschlechtsorgan intakt. Ohne MGM bzw. FGM kein Kindeswohl, das ist die Maßgabe von Schöpfungsordnung (Scharia) und islamischer Normativität bzw. Gesetzlichkeit (auch Scharia).

Dann im Parlament der kleine Eklat. Der ägyptische Abgeordnete und Arzt Dr. Ahmad al-Tahawi (أحمد الطحاوى) ist Mitglied im parlamentarischen Gesundheitsausschuss. Sich auf seine ärztliche Qualifikation berufend, nennt al-Tahawi die Mädchenbeschneidung, und sei es für seine eigenen Töchter, islamisch geboten und medizinisch erforderlich („religiös und medizinisch“,دينياً و طبياً). Unfair, unbillig, ungerecht zu handeln sprich zuviel Genitalgewebe wegzuschneiden sei gewiss falsch, das Mädchen unbeschnitten zu lassen sei aber auch falsch. Aber ja doch, wo es gelte, sich zwischen Religion und Wissenschaft zu entscheiden, bevorzuge man den Glauben: „Wir folgen den Männern der Religion.“

https://schariagegner.wordpress.com/2016/07/30/das-maerchen-vom-verbot-der-fgm/

[8] Dawoodi Bohra (داؤدی بوہرہ)

The main language of the community is „Lisan ud-Dawat“, a dialect of Gujarati with inclusions from Arabic, Urdu and other languages.

https://en.wikipedia.org/wiki/Dawoodi_Bohra

https://de.wikipedia.org/wiki/Dawudi_Bohras

FGM bei den Dawudi Bohra

Female circumcision anger aired in India | The community’s insistence on “Khatna” (the excision of the clitoris) also sets it apart from others on the subcontinent | AFP 23.04.2012

https://www.dawn.com/news/712748/female-circumcision-anger-aired-in-india-fm

Australia’s first female genital mutilation trial: how a bright young girl convinced a jury | By Bridie Jabour | The Guardian 13.11.2015

https://www.theguardian.com/society/2015/nov/13/female-genital-mutilation-trial-young-girl-convinced-jury-australia

Three sentenced to 15 months in landmark female genital mutilation trial | By Michael Safi | The Guardian 18.03.2016

https://www.theguardian.com/society/2016/mar/18/three-sentenced-to-15-months-in-landmark-female-genital-mutilation-trial

[9] „Circumcision is obligatory upon men and women according to us.“ (Die Beschneidung bei Männern und Frauen ist unserer Auffassung nach verbindlich vorgeschrieben.)

http://www.ezw-berlin.de/html/15_2592.php

Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab. […]

Answered by: Sidi Abdullah Muḥammad al-Marbūqī al-Shāfiʿī

Checked by: Al-Ustāż Fauzi ibn Abd Rahman

[ Shafii Fiqh – siehe aber: „Rulings from your site regarding female circumcision appear to have been taken down.“ ]

http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ruling-on-circumcision-for-women/

The official position of the Shafi’i School is that it is obligatory for a woman. […]

Answered by: Shaykh Yaqub Abdurrahman

http://www.shafiifiqh.com/question-details.aspx?qstID=173

[10] Islam Question and Answer, General Supervisor: Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid. Fatwa.

60314: Circumcision of girls and some doctors’ criticism thereof

[…] Circumcision is one of the Sunnahs of the fitrah, and it is for both males and females, except that is it obligatory for males and Sunnah and good in the case of women. End quote […]

In the fatwa of Shaykh ‘Atiyah Saqar – the former heard of the Fatwa Committee in al-Azhar – it says:

The calls which urge the banning of female circumcision are call that go against Islam, because there is no clear text in the Qur’an or Sunna and there is no opinion of the fuqaha’ that says that female circumcision is haraam. Female circumcision is either obligatory or recommended. […]

https://islamqa.info/en/60314

45528: Medical benefits of female circumcision

https://islamqa.info/en/45528

The official position of the Shafi’i School is that it is obligatory for a woman. There is also a weaker opinion that Imam Nawawi [an-Nawawī, 1233 bis 1277] relates in Rauda [Kitāb ar-Rauḍa] 10/180 that it is recommended. This is the opinion maintained by other scholars who considered that it is recommended or simply a noble deed, like Imam Abu Hanifa and Imam Malik.

by: Shaykh Yaqub Abdurrahman

http://www.shafiifiqh.com/question-details.aspx?qstID=173

To mutilate in the name of Jehovah or Allah: legitimization of male and female circumcision.

Sami A. ALDEEB ABU-SAHLIEH. Med Law. 1994;13(7-8):575-622, July 1994.

Female circumcison is practised in Sudan, Somalia, Egypt and a few other Arab and Muslim countries. It has triggered a passionate public debate in the West. This debate has found somewhat of an echo in the Arab and Muslim world, but some Muslim religious circles such as Al-Azhar (Egypt), the most important Islamic centre in the world, try to justify it on the basis of sunna (that is, to conform with the tradition of the prophet Mohammed).

http://www.cirp.org/library/cultural/aldeeb1/

No distinction between male and female circumcision

Sami A. ALDEEB ABU-SAHLIEH. Med Ethics. 1995 Oct;21(5):311.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1376781/

(Fatwa)

Islam Question and Answer

General Supervisor: Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid

45528: Medical benefits of female circumcision

(Question)

Could you explain me what is the medical benefit of girl’s circumcision?

(Answer)

[…] Female circumcision has not been prescribed for no reason, rather there is wisdom behind it and it brings many benefits.

Mentioning some of these benefits, Dr. Haamid al-Ghawaabi says:

The secretions of the labia minora accumulate in uncircumcised women and turn rancid, so they develop an unpleasant odour which may lead to infections of the vagina or urethra. I have seen many cases of sickness caused by the lack of circumcision.

Circumcision reduces excessive sensitivity of the clitoris which may cause it to increase in size to 3 centimeters when aroused, which is very annoying to the husband, especially at the time of intercourse.

Another benefit of circumcision is that it prevents stimulation of the clitoris which makes it grow large in such a manner that it causes pain.

Circumcision prevents spasms of the clitoris which are a kind of inflammation.

Circumcision reduces excessive sexual desire.

[…]

The female gynaecologist Sitt al-Banaat Khaalid says in an article entitled Khitaan al-Banaat Ru’yah Sihhiyyah (Female circumcision from a health point of view):

For us in the Muslim world female circumcision is, above all else, obedience to Islam, which means acting in accordance with the fitrah and following the Sunnah which encourages it. We all know the dimensions of Islam, and that everything in it must be good in all aspects, including health aspects. If the benefits are not apparent now, they will become known in the future, as has happened with regard to male circumcision – the world now knows its benefits and it has become widespread among all nations despite the opposition of some groups.

Then she mentioned some of the health benefits of female circumcision and said:

It takes away excessive libido from women

It prevents unpleasant odours which result from foul secretions beneath the prepuce.

It reduces the incidence of urinary tract infections

It reduces the incidence of infections of the reproductive system.

In the book on Traditions that affect the health of women and children, which was published by the World Health Organization in 1979 it says:

With regard to the type of female circumcision which involves removal of the prepuce of the clitoris, which is similar to male circumcision, no harmful health effects have been noted.

And Allaah knows best.

https://islamqa.info/en/45528

I’m against the complete removal of the clitoris. I’m totally against this, because it is forbidden and does not please Allah.

Clip No. 1090 Egyptian Experts on Islamic Religious Law Debate Female Circumcision | MEMRI The Middle East Media Research Institute | 27.03.2006

https://www.memri.org/tv/egyptian-experts-islamic-religious-law-debate-female-circumcision/transcript

Clip No. 1090

Egyptian Experts on Islamic Religious Law Debate Female Circumcision

27.03.2006

Following are excerpts from a debate on female circumcision in Egypt. Al-Azhar University lecturer Dr. Muhammad Wahdan and lecturer on Islamic religious law Dr. Malika Zarrar participated in the debate, which aired on the Kuwaiti Al-Rai TV on March 28, 2006.

https://www.memri.org/tv/egyptian-experts-islamic-religious-law-debate-female-circumcision

The issue of female circumcision is very contentious. Note first that the above translation of the Manual of Shafi’i jurisprudence (fiqh) provided by Nuh Ha Mim Keller is not correct, since what the Arabic actually says is:

„Circumcision is obligatory (for every male and female) by cutting off the piece of skin on the glans of the penis of the male, but circumcision of the female is by cutting out the clitoris (this is called KhifaaD).“

http://answering-islam.org/Index/C/circumcision.html

[11] FGM-Fall und Ritualbeschneiderin Nagarwala: Offensichtlich mindestens auch eine FGM Typ II.

A medical examination performed under a search warrant found that her „labia minora has been altered or removed, and her clitoral hood is also abnormal in appearance.“

http://www.npr.org/sections/thetwo-way/2017/04/14/523917425/michigan-doctor-charged-with-performing-female-genital-mutilation-on-girls

According to court documents, when the girl arrived, her labia minora, the flaps on either side of the vaginal opening, was removed. Her clitoral hood was also damaged, according to the criminal complaint.

Michigan doctor accused of performing genital mutilation on young girls is denied bail | By Caroline Modarressy-Tehrani | VICE News 17.04.2017

https://news.vice.com/story/michigan-doctor-jumana-nagarwala-accused-of-performing-genital-mutilation-on-young-girls-denied-bail

[12] Islamisch-innovativ ist … FGM Typ I narbenfrei.

The injury had healed with no obvious scarring to either. The crown prosecutor later explained to the court this was because KM had perfected a technique that left no scarring.

Australia’s first female genital mutilation trial: how a bright young girl convinced a jury | By Bridie Jabour | The Guardian 13.11.2015

https://www.theguardian.com/society/2015/nov/13/female-genital-mutilation-trial-young-girl-convinced-jury-australia

Both girls were aged seven at the time of the FGM, which was classed as either type one or type four, involving the cutting or partial removal of their clitorises without leaving a scar.

By: Michael Safi | The Guardian 18.03.2016

https://www.theguardian.com/society/2016/mar/18/three-sentenced-to-15-months-in-landmark-female-genital-mutilation-trial

[13] Asiff Hussain

Female Circumcision – The Hidden Truth · How Misogynists and Feminists are feeding upon each other to denigrate an Islamic practice that brings untold benefits to women

http://asiffhussein.com/2015/04/02/female-circumcision-the-hidden-truth/

http://sailanmuslim.com/news/female-circumcision-the-hidden-truth-by-asiff-hussein/

Asiff Hussein […] serves as Head of Outreach of the Centre for Islamic Studies (CIS) […] He also served as Editor-in-Chief of Islamic Finance Today, a magazine exclusively dedicated to the promotion of ethical interest-free banking and finance from 2006-2016. He presently serves as Editor-in-Chief of Wahed Invest Islamic Finance Blog. […] He is an Alumnus of the International Visitor Leadership Programme organised by the US State Department, having participated in an IVLP Programme on Religion and Social Justice in America on a tour that covered Washington, Huntsville, Birmingham, Santa Fe and San Francisco from June 28th to July 16th 2010.

http://asiffhussein.com/about-asiff-hussein/

Asiff Hussain wurde in Südostasien bereits 2006 gelesen …

https://dkmfahutan.wordpress.com/2006/09/12/khitan-wanita/

… sowie 2015 in Sri Lanka.

http://www.anvermanatunga.net/english/female-circumcision-the-hidden-truth-by-asiff-hussein/

sunna circumcision involving minor cutting of the clitoris

http://www.religioustolerance.org/fem_cirm.htm

[14] Der hanafitische Scheich Faraz Rabbani ist Schüler u. a. von Nuh Ha Mim Keller.

Anyways, Shaykh Faraz is someone who has studied under Shaykh Nuh (I’m not sure if you’ve heard of Sunnipath??). This is an answer from Sunnipath.

https://muslihoon.wordpress.com/2006/08/18/a-startling-and-uncomfortable-discovery-in-islamic-shariah/

Shaykh Faraz Rabbani […] is a student of Shaykh Nuh Keller and teaches Hanafi fiqh and other subjects in Amman.

http://islamqa.org/hanafi/qibla-hanafi/42880

[15] The answer to your question may be found in the ahaadeeth of Sahih al-Bukhari and the commentary of al-Hafiz al-‘Asqallani, which are quoted below:

‘A’isha (…) said: „The Prophet (…) married me when I was six years old. Then we came to Madina and stayed in Bani al-Harith ibn Khazraj. I fell ill and my hair started to fall out (due to the illness; then it grew back thick again). My mother Umm Ruman came to me whilst I was on a swing and my friends were with me. She shouted for me and I came to her, not knowing what she wanted. She took me by the hand and led me to the door of the house. I was out of breath and we waited until I had calmed down, then she took some water and wiped my face and head, then took me inside. There were some women of the Ansar in the house, and they said: “ ‘Ala al-khayri wa’l-baraka wa ‘ala khayri ta’ir (blessings, best wishes, etc).“ My mother handed me over to them and they tidied me up, then suddenly the Messenger of Allah (…) was there. It was mid-morning, and they handed me over to him. At that time I was nine years old.“ (Reported by al-Bukhari, 3605).

‘Urwah said: „Khadija died three years before the Prophet (…) migrated to Madina. He stayed alone for two years or thereabouts, then he married ‘A’isha when she was six years old, and consummated the marriage when she was nine years old.“ (Reported by al-Bukhari, 3607)

The phrase „he married ‘A’isha“ means that the marriage contract was drawn up; the marriage was consummated later on, when she was nine.

Muslim reports from al-Zuhri, from ‘Urwah, that ‘A’isha said that she was taken to him when she was nine years old, and she took her toys with her.

https://islamqa.info/en/1493

(Muhammad and Aisha Revisited) An Examination of Muhammad’s Marriage to a Prepubescent Girl And Its Moral Implications | By Sam Shamoun | Answering Islam

http://www.answering-islam.org/Shamoun/prepubescent.htm

Nuray wirkt glücklich.

Die deutschen Besucher forderten die Eltern auf, ein eigens angefertigtes Schriftstück zu unterschreiben: „Wir haben verstanden, daß Nuray in Deutschland willkommen ist, wenn sie 14 Jahre alt ist“, heißt es darin. „Wir wurden darüber belehrt, daß sexuelle Kontakte zwischen dem 22jährigen Levent Metin und unserer zwölfjährigen Tochter nach deutschem Recht streng verboten sind und mit Gefängnis bestraft werden.“ Das gelte auch für sexuelle Kontakte in Griechenland, steht da. Dahinter hat jemand handschriftlich gekritzelt: „und überall auf der Welt“.

Überall auf der Welt, nur nicht in Thrakien, wo etwa ein Drittel der 338 000 Menschen Muslime sind. Der Mufti der Universitätsstadt Komotini, Meco Cemali [Μέτσο Τζεμαλί, Faziletli Gümülcine Müftüsü Hafız Cemali Meço Efendi], hat Nurays Hochzeit amtlich besiegelt. Er ist vom griechischen Staat bestellt, sein Amtsgebäude im Zentrum der Stadt ist zugleich Standesamt und Friedensgericht […]

Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe. Der Mufti sagt: „Daß Zwölfjährige verheiratet werden, kommt nur alle drei oder vier Jahre vor.“

Das verheiratete Kind | Von Uta Keseling | WELT (Welt/N24) 25.02.2005

https://www.welt.de/print-welt/article495796/Das-verheiratete-Kind.html

[ Düsseldorf: Bereits im Jahre 2006 ] tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde [ s.: Nikah ] an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. […]

An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz [das islamische Familienrecht und überhaupt das Islamische Recht, die zeitlose Scharia] erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. [vgl.: Genital Autonomy, oder: bei Keseling: „Es war Liebe“, sagt Nurays Mutter, und auch Nuray, die zwölfjährige Braut in Kopftuch und Blümchenrock, sagt: „Ja, es war Liebe“ und versucht, dabei nicht allzu stolz auszusehen.] Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

„Ein Skandal“, nennt das voller Empörung Diana Goldermann-Wolf vom Kinderschutzbund. „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“

Düsseldorf – Unglaublicher Fall: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby | Von Barbara Kirchner | EXPRESS 11.06.2008

http://www.express.de/unglaublicher-fall-zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby-22167452

An den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

20.08.2016

Eherecht Pet 4-18-07-4030-036062

Keine Heirat unter achtzehn – auch nicht auf Kinderwunsch

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen:

1 Es sind ausnahmslos keine Ehen mehr anzuerkennen, bei denen ein Partner jünger als 16 Jahre ist, was auch für religiöse Eheschließungen gilt wie die islamische Imam-Nikah.

2 Im Ausland geschlossene Ehen, auch religiöse, können auf Antrag eines Partners oder des Jugendamtes aufgehoben werden.

3 Gesetzliche Absicherung einer Altersgrenze für Ehemündigkeit von 18 Jahren und Abschaffung der bisher gültigen deutschen Ausnahmegenehmigung einer Heirat bereits ab 16 Jahren.

4 Wiedereinführung der standesamtlichen Voraustrauung und Benennung der religiösen Voraustrauung, auch der Imam-Nikah, als Straftatbestand.

5 Verbot der Bewerbung der Imam-Nikah in der universitären Imamausbildung sowie Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer für den bekennenden Islamischen Religionsunterricht (IRU).

6 Verbot der Bewerbung der Imam-Nikah im öffentlichen Schulunterricht, auch im bekennenden Islamischen Religionsunterricht.

7 Resolution des Deutschen Bundestages: Aufforderung an die Hellenische Republik, seit 1981 Mitglied in der Europäischen Union, die seit 1920 (Vertrag von Sèvres) bzw. 1923 (Vertrag von Lausanne) implementierte Scharia aus dem Griechischen Recht zu entfernen, ein Ehe- und Familienrecht ohne religiös oder anderweitig begründete Rechtsspaltung einzuführen und ein Heiratsalter von 18 Jahren durchzusetzen.

Begründung

Islamisches Recht ist Scharia. […]

https://schariagegner.wordpress.com/2016/08/20/petition-gegen-kinderehen/

Vom Islam, den es nicht gibt

März 28, 2017

Nachtcafé zaubert den Islam weg

Goldener Besen Februar 2017. Den mit 0,00 € dotierten Preis des Monats erhält, wer am Erfolgreichsten das demokratische und rechtliche Problem schlechthin, die Scharia, wer das menschenrechtliche und damit nicht zuletzt frauenrechtliche Problem Nummer Eins, den Islam unter den sprichwörtlichen Teppich kehrt. Glücklicher Gewinner ist SWR Nachtcafé, Nebelwurf des Monats die Sendung vom 17. Februar 2017: Der Islam in unserem Alltag – wo liegt das Problem?[1] Laudatio und viele, viele Querverweise von Jacques Auvergne.

Mit der Hidschra, wörtlich Auswanderung, der Flucht von Mekka nach Medina im Jahre 622 wurde der Islam Staat, von einem politischen Islam zu reden ist daher Tautologie. Andererseits ist der Islam, aus seiner Sicht, der einzige Weg, den Vorschriften Gottes gerecht zu werden und im Jenseits, inschallah, nicht in der Hölle zu brennen.

Taqarrub : rapprochement, vers Allah[2], muslims should always strive towards Allah[3], at-Taqarrub (التقرب), sich Annähern an Allah ist das Ziel.[4] Der Fitra (فطرة), fiṭra, entsprechend, dem geschöpflichen Ausgerichtetsein auf den Ewigen und Allmächtigen, ist von Geburt an jedermann ein Muslim und nur gewisse Eltern erziehen ihn zu einem Juden, Zoroastrier oder Christen.[5] Der Mensch an sich also strebe nach Annäherung an seinen Schöpfer beim Ziel der jenseitigen dauerhaften Nähe zu Gott, dem Verbleib in der Dschanna, dem islamischen Paradies.

Um das zu erreichen, um das Gewebe der Gnade zum unsichtbaren und undurchschaubaren, strengen und launischen Herrn und König nicht zu zerreißen, ist Seiner Anweisung, klar und deutlich[6] niedergeschrieben im Koran, und ist dem Befehl des vollkommenen Geschöpfes, Mohammed, zu lesen im Hadith, nachzukommen. Andernfalls ist im Diesseits zu wenig oder alles andere als Taqarrub und schlimmstenfalls wird das nichts im Jenseits mit dem glückseligen Verbleib im angenehm schattigen, grünenden, von klaren Bächen durchrieselten Garten, ihn ewiger Nähe zu Ihm. Für diese Schändlichen brennt im Dschahannam (ǧahannam), der Hölle, schreckliches Feuer. Als Frau den Körper nicht mit der von der Religion vorgeschriebenen Kleidung, mit dem Hidschab (ḥiǧāb) zu bedecken, nämlich mindestens bis auf Hände und Gesicht, führt ins ewigen Flammen. Die religionsrechtlich zulässige – halal (ḥalāl) – Nahrung schuldhaft zu verweigern, führt ebenfalls in die Hölle, um hier nur diese beiden wichtigen Beispiele zu nennen. Keine Diskussion! Glauben ist Gehorchen.[7]

Eine derartige, jeden Bereich des menschlichen Daseins ordnende Religion trennt weder zwischen Abwehr des Teufels und Politik noch zwischen Seelenrettung und Recht; vgl. Maududi: „The chief characteristic of Islam is that it makes no distinction between the spiritual and the secular in life. Das Hauptmerkmal der Islamischen Weltanschauung ist, dass sie keinen Konflikt – ja nicht einmal eine deutliche Trennung – zwischen dem geistigen und dem weltlichen Leben zulässt“. Zwischen Januar und März 1948 sprach Sayyid Abul Ala Maududi (1903–1979) in Radiosendungen, damit im Folgejahr nach der Teilung Indiens (Partition of India) und noch vor Verkündung der AEMR am 10. Dezember 1948 (ab 1947 sogenanntes Dominion of Pakistan, noch mit Bangladesch; Ausrufung der Islamischen Republik Pakistan erst 1956). Pakistan, wörtlich Land der Reinheit oder des Reinen, Halal-Country sozusagen, Sauberland, Islamistan. Maududis Reden wurden unverzüglich als Buch publiziert, etwa als: The Islamic Way Of Life (ins Englische von Khurshid Ahmad und Khurram Murad, beide arbeiteten für das 1962 durch Mitglieder der JI (Jamaat-e-Islami) gegründete britische Dawa-Zentrum UKIM · UK Islamic Mission). Islamische Lebensweise, die 1983 angefertigte Übersetzung von The Islamic Way Of Life durch Fatima Heeren ins Deutsche, wurde in Saudi-Arabien gedruckt, Riad 1996.

Das Islamische Recht, gottgegeben als die Scharia, ist menschlich anzuwenden als der Fiqh. Das einzig sittlich zu nennende Gemeinwesen, der Islamische Staat (Medina 622–855) ist zu revitalisieren bzw. gegen den Unglauben durchzusetzen, weshalb auch in der sündigen Weltgegend Dar al-Harb islamisierte, schariakonforme Gesetze jedes menschengemachte Gesetz zu ersetzen haben, „that the Kingdom of God may really be established on earth, damit das Königreich Gottes tatsächlich auf Erden errichtet werde“ (Maududi: The Islamic Way Of Life · Islamische Lebensweise; zur Quelle siehe oben). Nicht aus salafistischer, wahhabitischer, islamistischer, politisch-islamischer oder politisiert-islamischer Perspektive, auch nicht aus Sicht einer „islamofaschistischen Bewegung“ (Schmidt-Salomon 2017, s. u.), sondern nach dem islamischen Verständnis können Gedanken wie Volkssouveränität oder Gleichberechtigung von Mann und Frau nur als Einflüsterungen von Iblis verstanden werden.

Das zur Schariadurchsetzung (Islamisierung) eines Territoriums erforderliche Ironisieren und langfristige Beseitigen von Ansprüchen wie Naturrecht, allgemeinen Menschenrechten oder Bürgerrechten geschieht über Dialogbühnen. Dort dürfen Angehörige der auseinanderdriftenden Religionsvölker oder Glaubensnationen (Sg. milla) gefälligst glücklich über ihre Erfahrungen des Eigenen, des Anderen und des neuen Gemeinsamen erzählen. Soll das Ziel sein: Bald die Rechtsspaltung, später die Dhimma?

Der Europaführer der Muslimbruderschaft ruft nicht nach Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern nach dem verdoppelten Gruppengefühl: „So können wir eine kollektive Psyche schaffen, eine gemeinsame Sensibilität und ein wechselseitiges Gefühl von Zugehörigkeit.“ Nachzulesen bei Tariq Ramadan (The Quest for Meaning: Developing a Philosophy of Pluralism). Nennen wir das Ramadansche Konzept gGgG (glückliche Gemeinsamkeit getrennter Gemeinschaften).

Warum nur erinnert SWR Nachtcafé nicht an die mutige Näherin von Montgomery. Diese, müde von der Arbeit, nahm am 1. Dezember 1955 nicht vorn im Bus Platz, um, wie am 11. Januar 2017 der einstige Verfassungsrichter und nun Präsident Italiens Sergio Mattarella anlässlich des Todes von Ayatollah Rafsandschani (Hodschatoleslam, Chomeini-Schüler), das „mutual feeling of belonging“ zu beschwören.

Nein, Rosa Parks ging es, als amerikanische Schwarze, um hundertprozentige Bürgerrechte. Freiheitlich-demokratische Bürgerrechtler haben zu sagen: Schluss mit dem interreligiösen Dialog, sobald dieser die Rechte und Freiheiten des Einzelnen einschränken will, beispielsweise die mit der Scharia nun einmal nicht kompatiblen gleichen Rechte von Mann und Frau.

Zwar hatte Mattarella seinem Amtskollegen Hassan Rohani gegenüber das neue italienische Credo von der gGgG (mutual feeling of belonging, glückliche Gemeinsamkeit getrennter Gemeinschaften) nicht zu Ahl al-Kitab und Umma offenbart, sondern in Bezug auf die beiden alten Kulturnationen (sulla base del comune sentimento di appartenenza a due antiche civiltà‘), doch ein Jahr eher unter Beweis gestellt, was er von Italiens Kulturleistung hält. Um das religiöse Feingefühl des die Todesstrafe wegen Verderbenstiftens auf Erden oder Krieg gegen Gott billigenden iranischen Präsidenten nicht zu brüskieren, wurden auf dem Kapitol in Rom mehrere den menschlichen Körper zeigende Statuen verhüllt. Zur Belohnung gab es voluminöse Wirtschaftsverträge.

Aiman A. Mazyek (Selbstdarstellung islam.de) forderte 2001 lediglich „Dialog und Toleranz zwischen allen Gruppen und Bürgern“, ausreichendes politisches Ziel war ihm „das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen und Weltanschauungen“.

Die im Folgejahr, am 03. Februar 2002 verabschiedete Islamische Charta (Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft) hat den Islam richtig verstanden und kämpft nicht für die gleichen Rechte der Frau: „Der Muslim und die Muslima haben die gleiche Lebensaufgabe“. Verfasser Nadeem Elyas begnügt sich mit dem „vom Koran anerkannten religiösen Pluralismus“ und begrüßt „das System der Bundesrepublik Deutschland, in dem Staat und Religion harmonisch aufeinander bezogen sind. […] Es besteht kein Widerspruch zwischen der islamischen Lehre und dem Kernbestand der Menschenrechte.“ Die islamisch unakzeptable AEMR hat Elyas zerspalten, aufgeknackt in entbehrliche Hülle und schariaverträglichen („kein Widerspruch“) Kern. Noch 16 Jahre später findet sich die Islamische Charta auf der Homepage des ZMD und ist damit doch wohl Credo und Leitlinie, Fahrplan zum Ziel. Auch die den freiheitlichen Rechtsstaat erodierende oder jedenfalls ironisierende Brisanz der Islamischen Charta hätte bei Nachtcafé zur Sprache kommen müssen.

„Halal bedeutet gesetzlich [islamrechtlich] erlaubt. Halal means lawful“, „Halal ist jedes Objekt oder jede Handlung (vgl. unten, Birgit Plechinger: „sonstige Dinge“), die (im Islamischen Recht) hinsichtlich Ausführung oder Beteiligtsein erlaubt ist. Der Begriff umfasst und etikettiert Speise und Trank ebenso wie alle Angelegenheiten des täglichen Lebens.“[8]

Der folgende und als, schlecht schmeckender, Vorgeschmack zum Nachtcafé ausgesprochen taugliche Multikulti-Irrtum, eine veritable Spitzenleistung in der Kunst des Wegsehens und eine unübertreffbare Rührungslosigkeit angesichts des Leides anderer und vor allem anderer Frauen, stammt von Christina von Braun und Bettina Mathes. Man lese nicht darüber hinweg, dass die beiden Kulturrelativistinnen eine grundsätzliche Aufspaltung der Menschheit vornehmen, nämlich in Westen (Nichtislam) und Orient (Islam). Wer diese kulturkreistheoretische Vorbedingung akzeptiert, vgl. bei Ali Schariati die Umma als bedroht von Westitis und Okzidentose sowie bei Sayyid Qutb der Westen als ewiges antiislamisches Heidentum, als Dschahiliyya, erlebt allgemeine Menschenrechte als Eurozentrismus und Kolonialismus und kann sich, indem er die Wohlverhaltensdoktrin und Herrschaftsform Islam verteidigt, als Kämpfer gegen Kolonialismus und Imperialismus fühlen.

»Uns fiel in der Diskussion über das Kopftuch, aber auch weiter gehend über den Islam auf, dass man im Westen nicht viel darüber weiß. Zum Beispiel, dass es nicht den Islam gibt, sondern viele verschiedene Formen und Ausrichtungen. Ein anderer Aspekt war die Tatsache, dass bestimmte Vorstellungen projiziert werden, ohne dass man sich bewusst wird, dass es sich oft um Projektionen handelt. Zum Beispiel das Bild von der unterdrückten Frau im Islam. Solche Behauptungen werden einfach in den Raum geworfen, und keiner hinterfragt sie. Und wenn man nachfragt: Wen meinst du genau?, heißt es als Antwort: die Frauen mit Kopftuch. Und dann soll das Kopftuch als eindeutige Symbolik diese Behauptung belegen. Man muss einfach mal in Erinnerung rufen, dass auch in deutschen und amerikanischen, wie natürlich auch in muslimischen Haushalten Gewalt am weiblichen Körper verübt wird. Die Projektionen auf die Frau im Islam sind Ablenkungsmanöver von den Problemen in den westlichen Ländern.« (Christina von Braun, Bettina Mathes)[9]

Nachtcafé. Länger als ein Vierteljahrhundert, von 1987 bis 2014, moderierte Wieland Backes.

Heute ist der 17. Februar 2017, das Thema des Abends! Titel der Sendung war nicht: Die Muslime in unserem Alltag …, sondern: Der Islam in unserem Alltag – wo liegt das Problem?

Wo liegt das Problem, also: wo genau liegt es, das klingt, im Gengensatz zu: wo ist das Problem?, verhältnismäßig vernünftiger, nach Analyse. Noch am Vortag allerdings hatte man den Titel anders formuliert, provokant oder herablassend pampig: Der Islam in unserem Alltag – wo ist das Problem? Im Netz verbreiten sich beide Varianten.[10]

Bereits mit Sendebeginn rückte, drückte, drängte der Hochschuldozent („Professor für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus“) am Institut für Journalistik der TU Dortmund und Moderator das durch den Titel der Sendung gewürdigte Objekt der eineinhalbstündigen Debatte eine große Strecke weg vom Bereich Islam, hin an den deutlich anderen Ort der ihrer Glaubens- und Verhaltenslehre mehr oder weniger treu folgenden Menschen.

Statt also von der jeden Lebensbereich streng regulierenden, der totalitären Religion nach Koran und Hadith, statt von Glaubenslehre und Religionsgesetz, statt vom Islam zu sprechen, lenkte der Moderator (vor neun Jahren wurde er promoviert zum Dr. phil., Thema seiner Dissertation: Olympische Spiele und Fernsehen. Programmgestalter im Netz olympischer Anhängigkeiten) das Thema auf die damit gleichsam zu einer Sorte Mensch gemachten Muslime. Zwischen dem olympischem Gedanken und einigen Olympiateilnehmern, zwischen Astrologie und dem gutgläubigen oder skeptischen Leser eines Horoskops, zwischen der sozialistischen Staatsdoktrin im heutigen China und der 1,4 Milliarde an dort lebenden Menschen sollte man doch wohl unterscheiden können, zwischen Hitlers Weltanschauung und den jubelnden, verängstigten oder verfolgten Menschen im Dritten Reich ebenfalls.

Islam und Muslime sind zweierlei. Nicht für den auf das Konkrete („Alltag“) ausgerichteten Dr. Michael Steinbrecher:

„Aber: Wie funktioniert das Zusammenleben mit Muslimen im Alltag, also: in den Stadtvierteln, im Verein, in der Schule, im Beruf. Der Islam in unserem Alltag, das ist unser Thema heute im Nachtcafé.“

Gäste in der Sendung am 17.02.2017 sind, auf der Bühne, sechs sogenannte Rundengäste sowie zwei Gäste im Publikum. Neunter im Bunde der Moderator.

Die sechs Rundengäste[11]

Mina Ahadi, Kommunistin, Atheistin. Bereits als Neunjährige musste die gebürtige Iranerin Tschador tragen, durfte in der Öffentlichkeit weder reden noch lachen. Auch im engsten Familienkreis hat sie erlebt, was für brutale Strafen der radikale schiitische Islam verhängen kann: Ihr Mann wurde wegen seiner politischen Arbeit hingerichtet. Dem Islam hat die Gründerin des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) abgeschworen.

Jochen Blaich, Krankenpfleger. Als Stationsleiter bekommt er immer wieder mit, dass weiblichem Krankenhauspersonal wenig Respekt entgegengebracht wird. Auch sorgen Krankenbesuche ganzer Großfamilien, die sich ums Bett eines Angehörigen versammeln, häufig für Ärger: „Unsere Bitte um Rücksichtnahme wird leider häufig ignoriert.“

Meriem Lebdiri, Designerin, trägt die im Islam jeder Frau vorgeschriebene Bedeckung des ganzen Körpers (mindestens) bis auf Hände und Gesicht, den Hidschab, und entwirft schariakonforme (islamisch legale, halal) Mode für Frauen, ebenfalls also Hidschab.

Prof. Dr. Jochen Oltmer, Migrationsforscher aus Osnabrück, liest in seinem Kaffeesatz. „Religion hat enorm an Bedeutung verloren. Die Probleme, die es zweifelsohne bei der Integration gibt, haben mit Religion sowieso wenig zu tun“, so Oltmer allen Ernstes, um unverzüglich den Bürger zur dauerhaften Dümmlichkeit zu verdonnern: „wir wissen gar nicht worüber wir reden, wenn wir über DEN Islam sprechen“. Für den Osnabrücker bedeutet Integration nicht Durchsetzung universeller Menschenrechte, ggf. auch gegen die Religion, sondern: „Aushandeln – […] Kontakt aufnehmen – […] Vernetzung!“ Wer weiblich und älter als neun Jahre alt ist und den Befehl zum Schleier schuldhaft verweigert, brennt in der Hölle, doch der Osnabrücker frohlockt über Vielfalt und duldet auch hier keinen Widerspruch: „Nur – wir müssen begreifen: Es gibt viele Gründe, viele Begründungen dafür, ein Kopftuch zu tragen.“

Birgit Plechinger ist seit Mitte Februar 2016 Leiterin und seit 01.06.2016 Rektorin der Werner-Ziegler-Mittelschule Senden, Bayern. Im gesamten Bundesland hat die Mittelschule die Hauptschule ersetzt. 78 % ihrer Schüler haben Einwanderungshintergrund. Plechinger nennt einige schultypische Alltagsprobleme weitgehend beim Namen. Beispielsweise (min 28:40) lassen die muslimischen Eltern ihre Töchter fast durchweg nicht am bereits nach Geschlechtern getrennten (!) Schwimmunterricht teilnehmen. Zur Mittelschule informierte am 15.07.2014 die Südwest Presse. Frank Hortig und Wolfgang Frey, der Jugendsozialarbeiter der Mittelschule, luden zum Gespräch, nachdem ein Bericht von Frey für die Stadträte zu Irritationen geführt hatte. Darin beschrieb der Diplom-Sozialarbeiter und Erlebnispädagoge die Rückschritte im Integrationsprozess türkischer Jugendlicher und die gestiegene Gewalt. […] Was Frey beschäftigte, war, dass Gewalt öfters religiös legitimiert wird. „Der islamische Glaube wird dafür instrumentalisiert“, meinte Frey. Im März 2015, auch das verschweigt die Rektorin 2017 im Nachtcafé, wurde bekannt, dass eine Bande zehn- bis elfjähriger Jungen zwei körperlich deutlich schwächere Mitschüler, darunter ein Kind mit Lernbehinderung, mehr als ein Jahr lang erpresst, erniedrigt und misshandelt hatte; die Polizei ermittelte.

Dr. Michael Schmidt-Salomon, Philosoph, Atheist, verspottet Christentum und Buddhismus, beim Islam ist er vorsichtiger.

Die zwei Gäste aus dem Publikum

Susanne Benz heißt eigentlich ganz anders und hat, in großer Sorge, das Pseudonym nur für den heutigen Auftritt erfunden aus nachweislich islambedingten und muslimbedingten Gründen. Seit einem Jahr teilen sich die Katholikin und ihr Mann ihr Haus mit zwei jungen Flüchtlingen aus Syrien. Das Zusammenleben ist problemlos und harmonisch. Wie sich in der Sendung herausstellt, fürchtet Benz Drohungen oder Angriffe durch andere junge muslimische Männer, die an der integrierten, unislamischen Lebensweise der beiden Syrer Anstoß nehmen – deshalb der falsche Name der sympathisch gastfreundlichen deutschen Frau im Sendestudio.

David Karner. Wie homophob ist der Islam? Diese Frage stellte sich Karner, nachdem er mit einem Freund in einem Taxi Platz nahm. Als sich die beiden im Auto küssten, wurde der bekennend muslimische Taxifahrer gewalttätig. Mit Verweis auf die islamische Religion hagelte es übelste Beschimpfungen, danach schlug der gottesfürchtige Homosexuellenfeind zu. Bis heute beschäftigt David Karner der Vorfall: „Ich bin sehr vorsichtig geworden. Hand in Hand laufe ich mit meinem Freund auf der Straße nicht mehr.“

Der Moderator

Dr. Michael Steinbrecher, an der TU Dortmund am Institut für Journalistik Professor für Fernseh- und Videojournalismus.

Der Moderator beim kurzen Vorstellen des Krankenpflegers

min 1:25

„Was es bedeutet, wenn der muslimische Glaube auf den deutschen Klinikalltag trifft“

Ein Professor für Fernseh- und Videojournalismus und Leiter einer eineinhalbstündigen islambezogenen Podiumsdiskussion sollte die korrekte Wortwahl kennen: Mensch Muslim, muslimisch, Religion Islam, islamisch.

Entweder weiß Michael Steinbrecher wirklich nicht, dass der heute besprochene Glaube, die Religion der Muslime, sehr grundsätzlich islamisch zu nennen ist und nicht muslimisch, oder er vermeidet bewusst, wie allein richtig der islamische Glaube zu sagen. Vielleicht, weil er lediglich duldet, über das deutsche Miteinander der Muslime und Nichtmuslime zu diskutieren, und das Gespräch über den Islam so sehr scheut wie der Vampir den Knoblauch oder der Muslimbruder die universellen Menschenrechte?

Der Moderator beim Vorstellen von Michael Schmidt-Salomon (MSS).

min 2:00

„nimmt der Glaube in unserem Land […] ob katholisch, evangelisch oder muslimisch. Religion sollte Privatsache bleiben – sagt Philosoph und“

Wie 35 Sekunden eher der Einsatz der falschen Kategorie: statt religiös – d. h. theologisch und religionsrechtlich – verwendet Steinbrecher das Adjektiv für die weltweit 1,57 Milliarden Anhänger. Will er dem globalen Problem ausweichen, der Rechtsreligion, den frauenfeindlichen Schariavorschriften, der drohenden Rechtsspaltung bzw. Islamisierung unseres jeden Menschen gleich behandelnden Rechts?

Ohne Frage gibt es muslimische Moscheebesucher, muslimische Gespräche über die Macht von roten Korallen und blauen Steinen, türkisch-muslimische Erdoğanunterstützer oder Erdoğangegner, iranisch-muslimische Chomeinifreunde oder Chomeinigegner, fraglos gibt es muslimische Schachspieler und muslimische Fußballbegeisterung. Doch das die Religion, den religiösen Glauben betreffende korrekte Äquivalent zu katholisch und evangelisch lautet islamisch – und nicht muslimisch.

Schachspiel. Im sunnitischen Islamischen Staat (Allahs Diktatur) Saudi-Arabien ist es gänzlich verboten, im schiitischen Islamischen Staat Iran zwar erlaubt, doch zur diesjährigen Schachweltmeisterschaft der Frauen, Teheran 10. Februar bis 5. März, gilt der Kopftuchzwang für die 64 Teilnehmerinnen. Im September 2016 kündigte die aus Georgien stammende, für den US-amerikanischen Schachverband spielende mutige Nazi Paikidze (Nasi Paikidse) an, aus Protest gegen die Unterdrückung der Frauen und die gesetzliche Pflicht zum Tragen eines Hidschab im Iran nicht an der Frauenschach-WM 2017 teilzunehmen.

Seinen Antisemitismus verwirklicht der Gottesstaat auch beim Schachspiel. Im Januar trat in Gibraltar der erst 15 Jahre alte Borna Derakhshani gegen einen Israeli an, Großmeister Alexander Huzman. Der iranische Verband sperrte den Jungen ebenso wie dessen drei Jahre ältere Schwester Dorsa Derakhshani. Der Grund? Die 18-Jährige Frauengroßmeisterin und Internationale Meisterin hatte bei Auslandsturnieren ihre langen braunen Locken sehen lassen.[12]

Schweden und der Iran, Februar 2017. Ob sunnitisch oder schiitisch, der unbedeckte Körper der Frau gefährdet öffentliche Moral und innere Sicherheit, weshalb die nach Teheran reisende sozialdemokratische schwedische Handelsministerin Ann Linde ebenso angepasst den Schleier trug wie alle anderen Schwedinnen der Gruppe.[13]

Islam und Muslime sind zweierlei. Nicht für Formate wie Nachtcafé. Fraglos gibt es versonnen andächtige, strengstens glaubensgehorsame und damit militante Muslime. Sicherlich gibt es hoffnungslose unterworfene und dabei wenig zufällig meistens weibliche Muslime, gibt es kalkuliert mit den Wölfen heulende muslimische Schariafreunde, gibt es sogar, noch viel zu wenige, muslimische offene oder heimliche Schariagegner. Sicherlich gibt es, durchweg bedrohte, bekennende muslimische Islamkritiker. Um diese Differenzierungen hätte es in der Sendung gehen müssen, um die Positionierung der Menschen, Muslime oder Nichtmuslime, zum Islamische Recht, um die Folgen der Scharia auf muslimische oder nichtmuslimische Männer, Frauen und Kinder.

Ehe im Islam, zunächst klingt alles so nett: „According to Islam, the real spirit of marital life is love, understanding and mutual respect. Nach islamischer Auffassung besteht der wahre Geist des ehelichen Zusammenlebens in Liebe, Verständnis und gegenseitiger Achtung“ (Maududi, a. a. O. Seite 84). Was jedoch Allah unter Liebe, Rücksicht und Wertschätzung versteht, hatte der indisch-pakistanische Islamtheoretiker einige Sätze früher festgestellt: „Within the family itself Islam has assigned to the man a position of authority. Innerhalb der Familie hat der Islam dem Mann eine Vorrangstellung zugewiesen“, weiß Maududi (a. a. O., Seite 83), um die Frauenfrage endgültig abzuschließen: „Islam expects the wife to obey her husband. Von der Frau wird im Islam erwartet, dass sie ihrem Gatten gehorcht.“ Allahs Feminismus: Die schariawidrige UDHR (dt. AEMR, Paris 1948) ist, wie das deutsche Grundgesetz, Gleichrangfeminismus, wir sagen Gleichheitsfeminismus, die CDHRI (Kairo 1990) verlangt die männliche Vorrangstellung, den Nachrangfeminismus.

Unterstellen wir dem Gastgeber und Moderator den Trick, die Loipe der im Nachtcafé erlaubten Diskussion über das Thema des Abends, den Islam, in einem eleganten Schlenker – am Islam vorbei – vorzuspuren, den jetzt und künftig allein geduldeten Diskurs um das Thema herum vorbeizubiegen. Offensichtlich soll der Fernsehzuschauer lernen und einüben, sobald sich ihm das Thema Scharia bzw. Islam nähert, frohgestimmt und unverzüglich, optimistisch und reflexhaft über einige jüngst erlebte Muslime zu plappern. Der entsprechende Druck, medial und politisch, erhöht sich weltweit: Wer den Islam kritisiert, ist flugs in jene Schublade zu sperren, die mit Muslimfeind und Gemeinschaftsfeind etikettiert und ggf. fehletikettiert ist.

Vielleicht um das Objekt unsichtbar zu machen, um Kritik am Islam gar nicht erst aufkommen zu lassen, warum auch immer, für den Moderator der Talkshow SWR-Nachtcafé gibt es das Objekt der Sendung – Der Islam in unserem Alltag – letztlich nicht, gibt es eigentlich gar keinen Islam. Offensichtlich soll der Zuschauer verinnerlichen: Es gibt einen weitverzweigten Strauch Spielarten von Islam, drumherum einen ganzen Urwald Verständnisse und Missverständnisse von Islam, das Objekt jedenfalls soll sich unserer Analyse entziehen dürfen, in kleine und immer noch kleinere Splitter zerfallen, in viele Islamvarianten und Islambilder, in noch viel mehr Islamzerrbilder. Wer immer noch über den Islam spricht, ist einfach nicht ernstzunehmen. Und wo es eigentlich keinen Islam gibt, kurz gesagt wo es keinen Islam gibt, kann auch kein Problem mit dem Islamischen Recht (Scharia) bestehen, jedenfalls kein einheitliches Problem, also eigentlich gar keines …

Der entsprechende Nebelwurf ist seit etwa 15 Jahren Jahren üblich und verhindert, wie eigentlich geboten, Textinhalt und Handlungsanweisung von Koran und Sunna, Wort und Befehl von von Sure, Hadith und Fatwa zu kritisieren und als freiheitlicher Demokrat gegebenenfalls, und der Fall ist an tausend Stellen gegeben, unzweideutig zurückzuweisen.

Entweder warf auch Steinbrecher den Nebel zielsicher oder aber aus Unfähigkeit zum Differenzieren zwischen Ideologie und ideologisierten Menschen, vergleichen wir: zwischen Schachspiel und Irans Schachverband, zwischen Bibelwort und Synagogenbesucher, zwischen Evangelium und Kirchensteuerzahler.

Erstens also: Nicht der jedenfalls säkulare Muslim, sondern die Scharia, der authentische Islam ist für allgemeine Menschenrechte und funktionierenden Rechtsstaat das Problem. Zum Zweiten: Ein Islamkritiker betreibt, der Name sagt es doch, Islamkritik, und entweder gar keine oder zunächst keine Muslimkritik. Das dürfen wir überspitzen:

1. Nicht der Muslim, der Islam ist das Problem. 2. Ein Islamkritiker analysiert und ggf. verwirft den Islam, nicht die Muslime.

[Weitere kurze Vorstellung der Gäste, hier Migrationsforscher Prof. Dr. Jochen Oltmer.]

6:30 Steinbrecher:

„Herr Oltmer, wenn wir über DEN Islam sprechen, fängt da nicht schon so ein bisschen das Problem an in den Diskussionen, weil wir wissen gar nicht worüber wir reden, wenn wir über DEN Islam sprechen?“

Vorab eine Reihe von Anmerkungen und Querverweisen.

Ohne Weiteres hätte man einen Islamkritiker in die Sendung holen können, einen Kenner beispielsweise von Imam al-Ghazali, Sayyid Qutb, Ayatollah Motahhari und Mustafa Cerić, und gerade keinen, der bereits in Minute sechs oder 7 von 90 (neunzig!) Sendeminuten meint, dass ja nun „schon so ein bisschen das Problem“ anfängt, sobald man die Vermessenheit wagen wollte, über Allahs 25 koranische Tötungsbefehle, über Mohammeds Feldzüge und ethnische Säuberungen, über die erniedrigte Rolle der Frau in Koransure und Hadithvers, über die Scharia zu reden, über die Muslimbruderschaft, über die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam. Jemand der sich und den übrigen Anwesenden eben nicht vordenkt, vorspurt: „wir wissen gar nicht worüber wir reden, wenn wir über DEN Islam sprechen“.

Derlei vorhandenes oder angebliches Unwissen ist mittlerweile eine Art Staatsdoktrin: „DEN Islam gibt es nicht“. Das ist falsch, und wie es den Islam gibt. Jeder kann sich über den Islam informieren, etwa den Koran aufschlagen. Ein öffentlich-rechtlicher Sender hat einen Informationsauftrag, doch man bevorzugt islambeschönigende Mystik, wie Karen Krüger es probiert, weitergereicht via Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: „Vielleicht wird die deutsche Gesellschaft durch die syrischen Muslime auch neu sehen lernen. In dem Sinn, dass gewisse Zerrbilder hinsichtlich des Islams ad acta gelegt werden können: Zerrbilder, entstanden in einer Zeit, als die Deutschen durch das Anwerbeabkommen erstmals mit dem Islam in Berührung kamen.“[14]

Als eine Frau Krüger oder im Nachtcafé mit erhobenem Zeigefinger religiöse Doktrin sagen, Islam sagen, doch dann, stattdessen, viele interessante Leute interviewen. Nur so lässt sich die Debatte zu AEMR-Widrigkeit und Grundrechtswidrigkeit von Scharia und Fiqh verhindern. Nichtmuslime und Muslime – aus dem verachteten Staatsbürgerbegriff und überhaupt Bürgerbegriff herausgefiltert, herauskristallisiert als zwei Sorten Mensch – dürfen Bericht erstatten, doch eine andere Islamberichterstattung als das Verweigern der Berichterstattung zum Islam darf es nicht geben. Islam blinken, Muslim abbiegen!

Über viele kleine Islame oder sagt man Islamse freut man sich auch bei rowohlt:

„Deutschland diskutiert immer wieder über Islam und Kopftuch, über Integration und Mohammed Karikaturen – aber nachgesehen, was es mit dem Islam hierzulande wirklich auf sich hat, das hat bislang kaum jemand. Karen Krüger macht sich auf eine Deutschlandreise der besonderen Art. Sie sucht Muslime und deren Lebenswelten auf, trifft Leute […] Karen Krüger verleiht dem deutschen Islam ein Gesicht, nein: viele Gesichter. Eine solche Reportage betritt Neuland [Scharia-Neuland oder bereits Neulandkalifat?], mitten in Deutschland. Die Fragen, wie Deutschland und der Islam miteinander leben werden und ob es vielleicht sogar schon einen ganz speziellen Islam made in Germany gibt, werden noch lange Thema bleiben.“[15]

Sollten die allgemeinen Menschenrechte entbehrlich sein, ist die Scharia gar nicht so schlimm? Endlich das Leid der Christen in Ägypten und im Irak ignorieren dürfen, endlich ruhigen Gewissens weggucken dürfen, wenn in Deutschland der sein Leben streng an Koran und Sunna ausrichtende Nachbar seine Frau nicht auf die Straße lässt und seine Tochter nicht in den schulischen Schwimmuntericht, ins städtische Jugendzentrum, auf Klassenfahrt? Um gegen den unterworfenen, herabgewürdigten Status der Frau im Islam nichts tun oder sagen zu müssen, sehnt sich der Postmoderne nach derartiger Entsühnung. Krüger also darf es dem glücklichen werdenden Dhimmi einflüstern und dem bockigen einhämmern:

„Es gibt nicht den einen Islam in Deutschland. Sondern viele“.

Unbelegt behauptet die FAZ-Mitarbeiterin (Feuilleton-Redaktion der Sonntagszeitung in Berlin), dass der eigentliche Islam „[F]ür sich genommen“, das soll doch wohl bedeuten der von Verunreinigungen freie Islam, der reine Islam:

„nur eine Religion“ sei, „es gibt aber Muslime, die aus dem Islam eine politische Ideologie ableiten – beispielsweise Salafisten.“[16]

Nein, es lässt sich leider nicht sagen, dass die Salafi und selbst die Anhänger des Kalifen al-Baghdadi ihre Religion falsch verstanden hätten oder politisch missbrauchen würden, sie versuchen, 1:1 das zu tun, was Mohammed vorgelebt hat.

Islambeschönigerinnen unter sich. FAZ-Schreiberin Karen Krüger (kkr), geboren 1975 in Marburg, aufgewachsen im badischen Waldshut-Tiengen und in Istanbul, wo sie Abitur machte, interviewt Nilüfer Göle, eine stürmisch islambegeisterte türkische Soziologin, die in Frankreich lebt. Unbekümmert erklärt Göle jeden Islamkritiker zum Xenophoben und ruft uns zur Schaffung von muslimfreundlichen neuen Umgangsformen und Verhaltensregeln auf, von neuen Normen. Man tut Göle kein Unrecht, wenn man ihr unterstellt, schariakonforme neue Normen zu meinen.

Nilüfer Göle: „Es gibt eine große Ablehnung des Fremden, dabei steht der Islam ganz weit oben auf der Liste. Nicht nur bei Rechtspopulisten, sondern auch bei Intellektuellen aus dem linken Lager, bei Feministinnen und in Teilen der Homosexuellenbewegung. Sie haben gegen die Macht der Kirche gekämpft, um sexuelle Freiheit und Geschlechtergleichheit zu erreichen. Nun fühlen sie sich bedroht von der Rückkehr der Religion im öffentlichen Raum. Sie zeigen sich wenig gewillt, gemeinsam mit Muslimen neue Normen zu entwickeln.“[17]

Sarkastisch dazwischengefragt. Wieso neue Normen, so schlecht waren universelle Menschenrechte und deutsches GG doch gar nicht?

Letzter Exkurs, dann zurück ins Studio und ganz an den Anfang der Sendung.

Der Lenker der Schafherde: Hastig weg vom bösen Islamismus und hin zum guten Islam mit Ahmad Mansour

Großmeister des neuen deutschen Um-das-Thema-Herumlenkens ist der als Fachmann für Extremismusprävention gehandelte Ahmad Mansour, ein israelisch-arabischer Psychologe und Autor, der seit 2004 in Deutschland lebt. Sollte Yusuf al-Qaradawi ab sofort recht eigentlich belanglos sein, die Kairoer al-Azhar für Sunniten künftig völlig unverbindlich? Nicht überrascht, aber doch erstaunt liest der Islamkenner oder sogar Islamkritiker in Mansours Buch Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen, dass sich der Forschungsgegenstand, der Islam, Simsalabim, gleichsam in Luft aufgelöst hat, dass es den Islam nicht gibt:

„Wenn ich sage, dass auch eine innerislamische Debatte geführt werden muss, gilt es zunächst einmal zu verdeutlichen, dass es den Islam nicht gibt, sondern dass unterschiedlichste Auslegungen des Islam existieren. Und mit aller Deutlichkeit will ich klarmachen, dass die politische Ideologie nicht zu meinem Islam gehört. Derzeit erscheint es mir, als sei es der politische Islam, der den Islam in Deutschland repräsentiert. Dieser Islam hegt einen universellen Wahrheitsanspruch, und er erhebt eine alleinige Deutungshoheit, die von Machtinteressen geleitet ist. Diesem Islam darf man nicht das Feld überlassen.“[18]

Es gib nur einen Koran, eine Scharia, einen seit 1400 Jahren die Kaaba umkreisenden Pilgerstrom, eine Umma. Allerdings gibt es den Islam.

Allerdings, die seit Mohammeds Medinastaat frauenfeindliche und militante und seit der Schließung der Tore des Idschtihad (nennen wir al-Ghazali, gestorben 1111) unreformierbare Religion der Wortwörtlichkeit von Koran und Sunna, der Islam hat Briefkasten und Telefonnummer: Kairoer Al-Azhar, Darul Uloom Deoband, MIHE · Markfield Institute of Higher Education (Leicestershire), allen voran die Muslimbruderschaft als IGD / FEMYSO / ECFR / FIOE / IESH / HAMAS, das ist Islam und der Rest der Umma akzeptiert diese Führer. Nein, Jan Fleischhauer, es geht nicht um den in Deutschland da oder dort erlebten islamischen Alltag oder alltäglichen Islam oder „Alltags-Islam“, sondern um die zeitlose Scharia, um den Islam. Ja, Craig Considine, Islam residiert, Sie können Islam besuchen, vereinbaren Sie einen Termin, trinken Sie einen Tee in Kairo mit Großimam Ahmad al-Tayyeb, in Doha mit MB-Scheich Yusuf al-Qaradawi oder in Karachi mit dem hanafitischen Mufti Taqi Usmani, abonnieren Sie noch die Fatwas von Scheich al-Munajjid oder Darul Uloom Deoband, und sogleich steht Ihrer persönlichen Islamisierung nichts mehr im Wege. Allah nur im Tauhid, Koran und Hadith stets ohne Außenansicht, Scharia nur totalitär, Umma nur ohne Fitna, und doch dulden Klaus Schubert und Hendrik Meyer (beide: Die Vielfalt des Islam abbilden) keine Kritik an ihrem Bühnenbild: „Der Islam ist so vielfältig wie die deutsche Mehrheitsgesellschaft. ‚Den‘ Islam im Singular gibt es nicht“.[19]

Die Integration der Muslime in Deutschland kann nach Auffassung von Politikwissenschaftlern als „Erfolgsmodell“ bezeichnet werden. „Wenngleich noch enorme Anstrengungen unternommen werden müssen, so hat ein Großteil der Muslime bereits eine nach-integrative Perspektive eingenommen [allerdings: eine islambedingt integrationsverachtende bis integrationsfeindliche Perspektive, abgeschottet gegenüber den Kuffar, denn: ‚Wer ein Volk nachahmt, der gehört zu ihnen.’ (Abu Dawud)] und sieht sich als [in Scharianorm und Umma] integriert an“, sagen Prof. Dr. Klaus Schubert und Hendrik Meyer vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. [März 2013][20]

Unsere beiden religionspolitischen Cluster-Exzellenzen haben diese Faktenresistenz auch noch geklaut pardon entlehnt. „Während ein Großteil von uns längst eine postintegrative [eine schariatreu desintegrierte] Perspektive eingenommen hat“, das hatte, dreieinhalb Jahre eher, Naika Foroutan gesagt.[21]

Nachtcafé

Steinbrecher startete seine Unklarheit des Denkens oder auch Manipulation, jedenfalls sein Ineinssetzen von Islam und Muslime, mit dem, vielleicht nicht beabsichtigten, Resultat, jede Islamkritik als Muslimhass fehlzudeuten und selbst eine gleichheitsfeministische oder anders AEMR-orientierte Kritik an Sure, Hadith und Fatwa in die Schmuddelecke Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF, engl. group-focused enmity; Begriff von Wilhelm Heitmeyer aus Bielefeld) einzusperren, noch rascher, buchstäblich in der ersten Sendeminute. Nicht nebenbei: eine offensichtlichere GMF als die weitgehende Entrechtung der Dhimmis und vollständige Rechtlosigkeit der Harbis einerseits sowie als das Entrechten und Entwürdigen der Frau andererseits gibt es nicht, das wortgetreue Umsetzen von Koran und Sunna, „diese Religion“ (haḏā d-dīn (1954), Sayyid Quṭb)[22] ist praktizierte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Für Sekundenbruchteile ließ der Gastgeber den Dschihad („Terroranschläge“) muslimischer Glaubenskämpfer sowie damit verknüpfte nichtmuslimische Besorgnis und unlustbetonte Erregung („Ängste“) aufblitzen. Wie versehentlich teilt Steinbrecher die Bevölkerung in Nichtmuslime und Muslime auf, statt wie geboten die Unverhandelbarkeit der Gleichberechtigung von Mann und Frau zu betonen, der sich gegebenenfalls auch eine jede Religion beugen muss. Allgemeine Menschenrechte und deutsche Grundrechte, auch ein Professor für Fernsehjournalismus sollte darauf bestehen, unterscheiden nicht zwischen Säkularist, Atheist, Ex-Muslim, Christ, Jude, Hindu, sondern ermöglichen das Leben ohne Religion bzw. den jederzeitigen Wechsel der Religion oder Weltanschauung. Im Islam ist der Apostat zu töten.[23]

Steinbrecher:

[Applaus] „Herzlich Willkommen im Nachtcafé, hallo! Dankeschön. In den letzten Wochen und Monaten, liebe Zuschauer, wurde viel gesprochen über Einwanderung, Obergrenzen und Integration – und laut einer aktuellen Studie sprechen sich derzeit über 50 % der Deutschen gegen weitere Einwanderung aus muslimischen Ländern aus, also: die Terroranschläge der Vergangenheit scheinen da Ängste hinterlassen zu haben. Aber: Wie funktioniert das Zusammenleben mit Muslimen im Alltag, also: in den Stadtvierteln, im Verein, in der Schule, im Beruf? Der Islam in unserem Alltag, das ist unser Thema heute im Nachtcafé und ich begrüße dazu sehr herzlich die Schulrektorin Birgit Plechinger, herzlich willkommen!

Schier für alle Ewigkeit also, für die heutige und künftige Regelhaftigkeit, für die deutsche Normativität („Alltag“) betreibt der Moderator die Kernfusion von Muslimen und Islam. Ein gewiss nicht reibungsloses, aber letztlich harmloses und buntes nichtmuslimisch-muslimisches Miteinander stellt Welterklärer Steinbrecher („Aber: wie funktioniert“) dem Thema des Abends (Der Islam in unserem Alltag) voran, damit das definierend, was zwar nicht der Islam ist, aber was als islambezogene Debatte allein statthaft ist, Steinbrecher: „Das Zusammenleben mit Muslimen im Alltag, also: in den Stadtvierteln, im Verein, in der Schule, im Beruf“. Wer mehr verlangt, gar Koran- und Hadithkritik äußert oder, wie plausibel begründet auch immer, das Menschenbild und Gesellschaftsmodell der Scharia verurteilt, gefährdet möglicherweise dieses Regelhafte und Normative, gefährdet ja vielleicht diesen Alltag.

[Applaus]

„Über die Hälfte Ihrer Schüler sind gläubige Muslime. Welche Auswirkungen das im Schulalltag hat, erleben Sie täglich, sei es im Schwimmunterricht, beim Kantinenessen oder während der Fastenzeit – immer wieder stehen Sie vor der Frage: Wie viel Entgegenkommen ist ok – welche Forderungen gehen eindeutig zu weit? Guten Abend nochmal – Birgit Plechinger.“

Weder der über im Sinne von Koran und Hadith gottesfürchtige Kinder und Jugendliche („gläubige Muslime“) redende Moderator noch die Pädagogin und Schulleiterin scheinen davon auszugehen, dass sich unter der Mehrheit der Schülerschaft auch ungläubige Muslime oder islamkritische Muslime befinden, einige Islamapostaten vielleicht unter den Schülern sind, noch mehr bewusste oder unbewusste Schariaverweigerer, etliche junge Islamkritiker, viele Zweifler am Islam und noch mehr am Islam Verzweifelte. Vom 200 km entfernten Baden-Baden aus wird die Sendener Schülerschaft vielmehr ungefragt muslimisiert, wird sie, wenn auch nicht zu schariagehorsamen Muslimen ernannt, so doch zu gläubigen Muslimen. Dass verwundert, schließlich ist die im Alter von 15 Jahren aus dem Islam ausgetretene Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime ins Studio gekommen. Dass sich auf der ganzen Welt einzelne mutige Menschen vom Islam abwenden, islamrechtlich eigentlich todeswürdig, ist Steinbrecher und Plechinger ebenso bekannt wie die Tatsache, dass auch muslimische Kritiker von Koran und Sunna in Gefahr sind.

„Jochen Bleich – Was es bedeutet, wenn der muslimische Glaube auf den deutschen Klinikalltag trifft, das erfahren Sie als Krankenpfleger hautnah. Wie groß ist der Respekt vor dem weiblichem Krankenhauspersonal? Wie reagieren Sie, wenn Großfamilien sich um Krankenbetten versammeln, das erfahren wir von: Jochen Bleich, herzlich willkommen.“

Es heißt der Muslim, aber der islamische Glaube. Die Wortschöpfung „der muslimische Glaube“ kommt dem Dogma der Gleichsetzung von Islam und Muslime entgegen, die ja möglicherweise zum Ziel hat, jede Islamkritik in die Tabuzone der Muslimfeindlichkeit zu schieben und jeden Schariagegner oder Islamanalytiker unberührbar zu machen, gesellschaftlich zu ächten, mit allgemeinem medialem Schweigen unsichtbar abzudecken wie mit einer unsichtbaren Burka.

Anwesend ist Mina Ahadi, die zu Beginn der Siebziger Jahre und noch als Jugendliche eine bestimmte Religion verlassen hat, nicht irgendeine freilich, sondern den Islam. Mit der Exiliranerin kann jeder andere Islamapostat sagen: Ich habe abgeschworen (Buchtitel). Doch hat, das ist neuerdings leider zu betonen, ein Murtadd nicht dem System des Ayatollah Chomeini abgeschworen oder „dieser islamofaschistischen Bewegung“ (MSS in min 1:13:30) oder dem Wahhabismus, dem Salafismus, dem Islamismus oder dem politischen Islam abgeschworen, nein, sondern dem Islam.

Zweckmäßigerweise ist die Gründerin und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) daher Autorin weder von: Ich habe abgeschworen: Warum ich für die Freiheit und gegen den Islamismus kämpfe, noch von: Ich habe abgeschworen: Warum ich für die Freiheit und gegen den politischen Islam kämpfe, sondern von: Ich habe abgeschworen: Warum ich für die Freiheit und gegen den Islam kämpfe. Als weiterführende Literatur zur Sendung vom 17. Februar 2017 empfehlen Nachtcafé und der SWR das wirklich lesenswerte Buch.[24]

Nun folgt im Nachtcafé die weitere Vorstellung aller Podiumsgäste, hier einige Ausschnitte.

min 2:50 bis 3:10, Moderator:

„Mina Ahadi. Sie sind im Iran aufgewachsen und haben schon früh erleben müssen, welch drakonische Strafen dort im Namen des Islam verhängt werden, bis hin zur Todesstrafe in der eigenen Familie. Deshalb haben Sie dem Islam gänzlich abgeschworen, Guten Abend, Mina Ahadi.“

Leicht kann man darüber hinweg hören, Michael Steinbrecher sagt: „welch drakonische Strafen dort im Namen des Islam verhängt werden“. Delinquenten im Iran würden hingerichtet also nicht islamisch, durch den textgetreu praktizierten, den angewandten Islam, sondern lediglich: „im Namen des Islam“. Was nun zweierlei heißen kann. Entweder verwirklicht, wendet an, gebraucht der heutige iranische Staat die zwölferschiitische islamische Religion, handelt religiös konsequent und bringt gerade und erst damit die Menschen islamisch korrekt um, tötet schariafromm. Dass der SWR-Moderator aber dieses sagen möchte ist, betrachtet man die gesamte Sendung sowie die Aussprüche deutscher Politiker zur iKfR („im Kern friedliche Religion“), wenig wahrscheinlich. Oder aber der Iran zweckentfremdet Koransuren und schiitischen Hadith während er Straftäter umbringt, missbraucht er den Islam bei Urteilsfindung (Krieg gegen Gott und seinen Gesandten; Verderbenstiften auf Erden) und Urteilsverkündung, handelt beim Hinrichten islamwidrig, unislamisch.

Das Steinbrechersche Im Namen des Islam („welch drakonische Strafen dort im Namen des Islam verhängt werden“) erinnert an das Verkünden von Gerichtsurteilen. Im Rechtsstaat: Im Namen des Volkes. Sobald hingegen Islam Staat geworden ist und der Machthaber Stellvertreter des Schöpfers, beginnt die Verlesung eines Urteils nicht mit einem Im Namen des Islam, sondern, wie Verfassungspräambel und Fatwas, mit der Basmala: bismi Llāhi r-raḥmāni r-raḥīmi – Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. Etwa auch in der neuen Verfassung Ägyptens (2014), der weltweit abschaffenswerte Schariavorbehalt folgt leider sofort.[25]

Im Iran seien die Menschen also getötet worden Im Namen des Islam. Des entweder richtig verstandenen oder missverstandenen Islam, Talkshow Nachtcafé bietet den Zuschauern offensichtlich nur Variante Zwei an. Schlicht islamisch zu nennen ist Variante Eins, das gegebenenfalls erforderliche Töten für Allah. Der Fernsehmoderator und Professor für Fernseh- und Videojournalismus kann das wissen und, täusche ich mich, scheint das ziemlich genau zu spüren, jedenfalls wagt er nicht zu sagen, dass Chomeini oder Chamene’i oder Rohani ihre Religion falsch verstanden hätten.

Am 17. Februar hätte jemand zur Sprache bringen müssen, dass der zur Herrschaft gelangte Islam, und einen anderen Islam als den, der auf Erden zur Herrschaft kommen will, gibt es seit 1400 Jahren nicht, den schariarechtlich besonders üblen Missetäter auspeitscht, ihm die Hand abhackt oder zusätzlich den Fuß der gegenüberliegenden Körperseite oder der den Apostaten, mindestens den vorlauten Islamapostaten, umbringt. In Baden-Badens Sendesaal Altes E-Werk hätte jemand fordern müssen, dass die Scharia aus dem Strafrecht (wir wissen: aus jedem Rechtsgebiet) herausgeschmissen werden muss, weltweit, also auch in Saudi-Arabien oder im Iran, und dass das Islamische Recht, unkritisch verkündet, ohne Außenansicht, in Europas oder Deutschlands universitäre Lehre (Recht; Politik; Imamausbildung; Ausbildung der Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht) keinesfalls integriert werden darf und erst recht nicht in den IRU, den Islamischen Religionsunterricht für die Minderjährigen.

Um es vorweg zu nehmen: nichts von all dem fand statt und der nicht gründlich vorinformierte Zuschauer muss denken: ‚Auspeitschen, Handabhacken, Todesstrafe? Vorurteil und Zerrbild oder schlimmer Missbrauch der Religion, mit dem Islam hat das nichts zu tun.‘

In Baden-Württembergs Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien (Rundfunkstaatsvertrag – RStV -) lesen wir in § 3 Allgemeine Grundsätze:

„die sittlichen und religiösen Überzeugungen der Bevölkerung sind zu achten“.

Hier liegt ein Problem für die freiheitliche Demokratie, in welchem Staat auf der Welt auch immer. Was, wenn zu den Glaubensvorstellungen („religiösen Überzeugungen“) nicht nur marginaler Minderheiten etwa das gehört, was (auch) das Strafrecht der Islamischen (und nicht „Islamistischen …) Republik Iran als todeswürdig bewertet: „Feindschaft zu Gott“? Im Islam sagt Gott:

Siehe, der Lohn derer, welche Allah und Seinen Gesandten befehden und Verderben auf der Erde betreiben, ist nur der, dass sie getötet oder gekreuzigt oder an den Händen und Füßen wechselseitig verstümmelt oder aus dem Lande vertrieben werden. Das ist ihr Lohn hienieden und im Jenseits wird ihnen schmerzliche Strafe.

Die Glaubenskämpfer vom Islamischen Staat (IS) lesen das und handeln wie vom Schöpfer vorgeschrieben. Online beim ZMD zeigt man Koran 5:33 nahezu gleichlautend:

Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), dass sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe.

Die fundamentale Kollision, an tausend Stellen, zwischen deutschem Grundgesetz und Islamischem Recht hätte man an ein paar Beispielen darstellen müssen. Dass das in eineinhalb Stunden harmonischem Geplauder und Geplapper nicht geschah, verstößt möglicherweise gegen …

§ 11 Auftrag (1)

Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

…, möglicherweise aber auch nicht. Denn von der Unveräußerlichkeit allgemeiner Menschenrechte, beispielsweise vom Durchsetzen der Gleichberechtigung von Mann und Frau nötigenfalls auch gegen den Standard einer Religion, ist im RStV (Rundfunkstaatsvertrag) des Ländle ja gar nicht die Rede und in (1) redet man nicht von freiheitlich-demokratischen (!) Standards, sondern von demokratischen Bedürfnissen (!!!), bei mehrheitlicher Zustimmung wird ggf. das Kalifat ein solches Bedürfnis sein. Schon heute scheinen Fakten zum Islam zu stören. Fakten zum Islam wollen und dürfen wir nicht senden, die Bevölkerung hat andere demokratische, soziale und kulturelle Bedürfnisse …

Und könnte gründliche Islamkritik nicht auch die deutsch-iranischen, deutsch-pakistanischen, deutsch-marokkanischen oder deutsch-türkischen Beziehungen beschädigen und zusätzlich das deutsche friedliche Zusammenleben? „[D]ie internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern“, nicht mehr und nicht weniger fordert der Rundfunkstaatsvertrag.

Nachtcafé. Den Moderator haben wir bereits vernommen:

6:30 Steinbrecher:

„Herr Oltmer, wenn wir über DEN Islam sprechen, fängt da nicht schon so ein bisschen das Problem an in den Diskussionen, weil wir wissen gar nicht worüber wir reden, wenn wir über DEN Islam sprechen?“

ab ca. 6:40, Jochen Oltmer:

„Ja, ich denke schon. Also, der zentrale Punkt in diesem Zusammenhang ist, dass es, wenn man so will, DEN Islam nicht gibt, sondern wir enorm viele unterschiedliche Spielarten in diesem Zusammenhang haben, und wir haben eben tatsächlich Menschen, die religiös geprägt sind, auch sehr religiös geprägt sind, aber wir haben auch sehr viele, die man vielleicht Nenn-Muslime nennen könnte, also sehr viele Menschen, die sozusagen statistisch unter diese Kategorie fallen […] ein überaus weites, sehr, sehr heterogenes Feld, im Blick auf das man sehr vorsichtig sein sollte, wenn man von DEM Islam oder von DEN Muslimen spricht.“

7:30, Moderator:

„Wir haben hier heute sechs Gäste, und ich glaube, keiner hat den Anspruch, über DIE Christen, für DIE Christen zu sprechen, für DEN Islam zu sprechen oder auch für DIE Deutschen, sondern wir reden über ihre Erfahrungen: Was sie verbindet und was sie unterscheidet. Steigen wir ein in diese Erfahrungswelt.“

Der Islam, den wir in Europa erleben, ist derselbe Islam, der zwischen Mauretanien und Malaysia Islamkritiker bedroht und Frauen unter den Hidschab zwingt. Überfällig ist die aufrichtige Debatte über die diesen weltweiten Islam, diesen die freiheitliche Demokratie und die allgemeinen Menschenrechte angreifenden Islam. Unsere säkularen muslimischen Mitbürger, gerade die muslimischen Mädchen und Frauen sollten wir gegen Mufti und Scheich stärken, und schon gar nicht dürfen wir die Kinder oder Jugendlichen den Befehlen der Ulama oder Muslimbrüder ausliefern. Zwar soll der gewöhnliche Muslim mit Eifer nach Wissen streben, doch den Weisungen der Ulama bzw. der Führung der Muslimbruderschaft hat er Folge zu leisten, denn nur der Alim bzw. Murschid al-Amm, siehe bei Tariq Ramadan (Western Muslims and the Future of Islam (Anm. 1 zu Kap. 6)), darf dreierlei: 1. definieren die Maslaha (maṣlaḥa, Allgemeinwohl im Sinne der Scharia), 2. betreiben den Idschtihad (iǧtihād, eigene Urteilsbildung) und 3. verfassen die Fatawa (fatāwā, Sg. Fatwa, fatwā).

Ahmad al-Tayyeb hat sehr wohl den Anspruch, über DEN Islam zu dozieren – und genau das tat der Großimam der Kairoer al-Azhar, mit seiner Rede ‚Friedenspotenzial des Islams‘, am 15. März 2016 in Berlin, vor dem Deutschen Bundestag. Kein Abgeordneter stellte al-Tayyebs Befugnis infrage „für DEN Islam zu sprechen“ (Zitat Moderator).

Mustafa Cerić hat den Anspruch, über DEN Islam zu sprechen. 2008 erhielt der ranghohe Muslimbruder und damalige Großmufti für Bosnien und Herzegowina (gemeinsam mit Ghazi bin Muhammad bin Talal aus Jordanien und Habib Ali Zain al-Abideen al-Jifri aus den Emiraten) von der kirchenchristlich orientierten Eugen-Biser-Stiftung einen Preis für sein Engagement im interreligiösen Dialog (für den Brief: Ein gemeinsames Wort zwischen uns und Euch). In seiner Rede zur Preisverleihung am 22. November in der Hofkirche der Münchner Residenz kam Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gar nicht auf den Gedanken anzunehmen, dass Cerić nicht berechtigt sei „für DEN Islam zu sprechen“.

Islamische Autoritäten wie al-Tayyeb und Cerić sagen den sunnitischen Muslimen aller Welt, also auch den Sunniten in Deutschland, was DER Islam ist – und im Nachtcafé plappern Wohlstandsverwöhnte über Erfahrungen mit liebenswürdigen Muslimen oder fiesen Muslimen. Inbrünstig gibt man sich im Nachtcafé dem neuen Glauben hin, dass es DEN Islam nicht gebe, tröstet sich oder ereifert sich über dieses gefälligst Nichtvorhandene, die einem Dhimmi oder Harbi unfassliche, unbesprechbare Religion namens Islam – achja, die es nicht gibt – und die Festrede für Cerić (2008) hielt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Die Bundestagsabgeordneten (2016) staunten mit offenem Mund, als der potentielle Kalif aller Sunniten und jetzige Großimam der Azhar, al-Tayyeb, den weltweit, also auch in Deutschland bis zum Tage der Auferstehung geltenden Willen des Schöpfers feststellte:

In einem von Muslimen beherrschten Land sollte eine «kleine Kopfsteuer» von Andersgläubigen erhoben werden, damit man sie schützt, sagte al-Tayyeb. Auch beim Eingangsplädoyer für Gleichberechtigung erzeugt der Geistliche dann auch Stirnrunzeln: Eine schlüssige Antwort auf die Frage, warum zwar Muslime andersgläubige Frauen heiraten dürfen, Musliminnen aber nicht, kann er nicht liefern.[26]

Nachtcafé gibt einem am Klinikum Ludwigsburg arbeitenden Stationsleiter in der Krankenpflege die Gelegenheit zum Bericht aus dem Klinikalltag. Auf der Station für das Alter der neugeboren bis 18 Jahre alten Patienten ist Jochen Blaich der einzige männliche Mitarbeiter.

min 10:20

„Und wenn ich das noch sagen darf, dass oft …“ Moderator: „Sie dürfen alles sagen, um das mal klarzustellen …“ Krankenpfleger: „… alles – danke; Wir haben ja von null bis achtzehn, und wenn man sieht, wie die Männer oft, ich sag jetzt mal, als Säuglinge, als Kleinkinder wie die Prinzen erzogen werden, dann wundert einen es auch nicht, dass sie als Jugendliche vor Frauen wenig Respekt haben, sag ich mal.“

11:20, Moderator

„Hat das auch manchmal Einfluss auf Behandlungsmöglichkeiten, würden Sie auch so weit gehen?

„Vielleicht manchmal bei den jungen Mädchen bei den gynäkologischen Untersuchungen, da kann das schon mal sein, dass die das dann nicht wollen oder so, aber sonst geht es eigentlich in der Regel, würde ich mal sagen.“

Genau so ist das. Gut dass berichtet wird. Junge Mädchen und gynäkologische Untersuchungen … weibliches Kind und Genital, da war doch was? Genau, Islam ist FGM, weibliche Genitalverstümmelung. Sicherlich könnte der Zuschauer von Nachtcafé empört fragen: ›Also bitte, Jacques Auvergne, jetzt schießen Sie aber endgültig über das Ziel hinaus, was soll das unangenehme Thema weibliche Genitalverstümmelung hier? Sicherlich, diese schafiitischen Scheiche und Ulama verlangen die religiöse FGM, doch davon ist hier bei Nachtcafé keine Rede. Was für Schrecklichkeiten unterstellen Sie dem Sender und der Sendung!?‹

Aber das ist es ja gerade!

Kinder wünschen sich das Unangenehme weg. Bald kommt der gute Zauberer und hext das Problem fort. Das ist altersgerecht. Ein Politiker oder Journalist aber sollte andere Strategien anwenden als das Verschwindenlassen. Auf zum Zaubern mit Dr. Steinbrecher. Nachtcafé zaubert den Islam weg.

Während spätestens seit Frühling 2014 die beiden Freunde einer irgendwie geringfügigen („milde Sunna“) Mädchenbeschneidung Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer das Elternrecht auf chitan al-inath (indones.: sunat perempuan) unter Personensorge im BGB verankert wissen möchten, während in Trier, nebenan wohnt Michael Schmidt-Salomon, Professor Dr. Mark A. Zöller über klitze-klitze-klitzekleine Formen von FGM („rein symbolische Bagatellverletzungen“) sinniert, während, Sommer und Herbst 2014, zum 70. Deutschen Juristentag Strafrechtlerin und djt-Gutachterin Tatjana Hörnle die teilweise Straffreistellung der islamischen Beschneidung der Jungen und Mädchen planen durfte, kommt von Schmidt-Salomon und Steinbrecher auf SWR Nachtcafé nichts zur milden Sunna, gar nichts, Stille, ganz großes Schweigen.

Denn allerdings, Islam ist FGM. Und bei SWR Nachtcafé reden, mit beiden Publikumsgästen und dem Fernsehmoderator in Personalunion Professor für Fernseh- und Videojournalismus, neun Menschen ganze neunzig Minuten lang über den Islam … nein, das tun sie eben nicht, sie reden um den Islam – den es vielleicht, also eigentlich gar nicht gibt, den es insofern nicht gibt – herum und erzählen ein bisschen über Muslime.

Auch die alle Nichtmuslime diskriminierende sowie frauenfeindliche OIC-Charta (Kairo 1990) wurde nicht, wie geboten, an den Pranger gestellt, weder Steinbrecher noch Schmidt-Salomon noch Ahadi forderten am 16.02.2017: Sofort weltweit raus mit dem islamischen Recht aus den Verfassungen und Paragraphen beispielsweise aller OIC-Staaten, und auch ins deutsche Familienrecht darf die Scharia nicht implementiert werden.

11:42, Moderator Steinbrecher:

„Wie stark richtet sich denn Ihre Klinik, richtet sich auch Ihre Station so nach den Gepflogenheiten und nach den Bedürfnissen auch muslimischer Patienten und Eltern?“

12:20, Krankenpfleger (Stationsleiter) Blaich:

„[…] Wir haben zum Beispiel ein Integrationsteam […] wir haben ja auch […] Mitarbeiter mit muslimischem Glauben […] der Raum der Stille, was früher sag ich jetzt mal so ne Kapelle war wurde umgebaut, praktisch für alle Weltanschauungen, und so haben wir doch einiges denk ich, wo wir versuchen, auch auf die Bedürfnisse und auf den Glauben von muslimischen Patientinnen und Patienten einzugehen, und auch wenn ich das noch sagen darf: Die Auszubildenden dürfen jetzt auch sogar Kopftuch tragen, was ja auch lange Jahre nicht so ging.“

Kopftuch, so hört man es oft, aber darum geht es nur zum Teil, nicht nur Haare und Haaransatz, auch Arme und Beine sind vor dem Blick abzuschirmen. Weder Hals, Rumpf, eigentlich sogar die Hautfarbe, noch die den Körper verratende Silhouette darf von einem Nicht-Mahram zu sehen oder zu erahnen sein. Mahram-Verwandte sind alle Menschen des jeweils anderen Geschlechts, mit denen man so nah verwandt ist, dass man diese nicht islamisch heiraten dürfte (sowie der eigene Ehegatte, mit dem man ohnehin verheiratet ist).

Den Hidschab dürfen Ludwigsburger Azubis leider tragen, ein Kopftuch wäre aus islamischer Sicht unzulässig verkürzt genäht. Im Islam gibt es kein Kopftuch. Vielmehr ist der gesamte Körper einer Frau, bzw. eines Mädchens ab der Geschlechtsreife oder (vielmehr) dem Alter von neun Jahren mit Kleidung abzudecken.

Ein Islamkritiker braucht über das Kopftuch nicht zu sprechen. Seit dem 27. Januar 2015 winkt Karlsruhe („Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) hat folgende theologische Bewertung ihres Obersten Religionsrates mitgeteilt“) schließlich nicht das Kopftuch durch, sondern den Hidschab. Nur und genau diesen muss die Muslima tragen („ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien.“). Nicht ein Tuch auf dem Kopf, kein Kopftuch sondern der Hidschab ist „religiöses Gebot definitiver Qualität“ (vgl.: Bundesverfassungsgericht | Beschluss vom 27. Januar 2015 – 1 BvR 471/10). Ewige Nähe zum Schöpfer, Taqarrub ist das einzige Motiv, die zwingend vorgegebene Bekleidung einzuhalten, als Frau also den Hidschab. Jochen Oltmer (min 50:30) hingegen schwärmt von der Vielfalt der Motive, die es in Bezug auf das Bedecken des Körpers mit einem Hidschab gebe: „Nur – wir müssen begreifen: Es gibt viele Gründe, viele Begründungen dafür, ein Kopftuch zu tragen.“

Von den Kleinen Antillen aus informiert Darul Uloom T&T (Cunupia, Trinidad und Tobago) insbesondere die Hanafiten unter den sunnitischen Muslimen aller Welt darüber, dass Allahs Befehl zum Hidschab nicht erfüllt wird, wenn die Frau einen Schal oder ein Tuch auf ihren Kopf legt. Denn abgesehen von den zu erfüllenden Kriterien, ist mit dem Hidschab viel mehr verbunden als das bloße Tuch.

„In Wirklichkeit ist Hidschab viel mehr als das. Es geht um das gesamte Erscheinungsbild und Bekleidetsein einer Frau: um ihre Garderobe, ihre Sprache, ihre Manieren. Der Hidschab erfordert von der Frau, sich nicht frei frei unter Angehörige des anderen Geschlechts zu mischen, nicht ohne triftigen Grund im Park oder auf der Straße herumzugehen sowie die von Allah und Seinem Botschafter gegebenen Vorgaben einzuhalten.“[27]

Die Bedeckung (Hidschab), in dem die Muslima vor Nichtmahram-Männern erscheinen darf, sofern ihr Besitzer und (Vater oder) Ehemann das Ausgehen aus dem Haus überhaupt zulässt, muss spezifische Bedingungen erfüllen (zwei Kriterienkataloge, zuerst nach dem Fatwa Nummer 69789 von Salih al-Munajjid.

• Sie muss den ganzen Körper bedecken, […] [bis auf] Gesicht und Hände[n]. [Hanbalitisch bzw. bei den Salafi allerdings oft: einschließlich von Gesicht und Händen. Scheich al-Munajjid fordert den Niqab.]

• Sie muss weit und locker sein und darf nicht die Breite ihrer Gliedmaßen oder ihre Körperumrisse zeigen.

• Sie darf nicht so dünn sein, dass ihre Hautfarbe erkennbar ist.

• Sie darf kein Schmuck an sich sein, wie Kleidung, die mit Stickereien verziert wurde.

• Sie darf nicht parfümiert sein.

• Sie darf der Kleidung der Männer nicht ähneln.

• Sie darf der Kleidung der Kafir-Frauen nicht ähneln.

• Sie darf keine Kleidung des Ruhmes und der Eitelkeit sein. [Libas asch-Schuhra – Kleidung, die die Aufmerksamkeit anderer erregt oder das Ansehen des Trägers erhöhen soll.]

[Zweite Aufzählung, ebenfalls zusammengestellt von Scheich al-Munaddschid, hier ohne Wiederholungen der ersten Liste.]

• Er muss den ganzen Körper bedecken. [ggf. bis auf Hände und Gesicht, das entscheidet die Frau nicht, das beantwortet ihr Scheich oder Ehemann. Hanbalitisch eigentlich Handschuhe und Niqab, Gesichtsschleier]

• Er muss dick genug sein, d. h. nicht durchsichtig oder lichtdurchlässig.

• Er darf nicht geschmückt oder verziert sein, sodass die Blicke der Männer auf sich gezogen würden.

• Er darf der Kleidung der Kuffar nicht ähneln.

• Es dürfen keine Kreuze oder Bilder von etwas Beseeltem (Menschen, Tiere, usw.) darauf abgebildet sein.[28]

Auch Burka oder Niqab sind Hidschab.

Der Gesichtsschleier ist die Weise der Erfüllung der Pflicht zum Hidschab gerade aus Sicht der Hanbaliten. Einstweilen (Arbeitshypothese) rechnen wir die islamischen Urgemeindler oder Salafi, häufige Selbstbezeichnung Ahl as-sunna wa l-dschama’a, die zwar gerne sagen, dass sie die jedenfalls eigene Zugehörigkeit zu einer Madhhab ablehnen, zu den treuen Folgern von Ahmad ibn Hanbal gest. 855, sehen wir den Trend zur Urgemeindlichkeit, die Salafisierung als Integration in die erneuerte und letztlich originale Hanbaliyya.

Für die anderen drei sunnitischen Rechtsschulen gilt der Niqab, gleich allerdings die südafrikanische Ausnahme, eher nicht als Pflicht und ist der gesamte Körper zu bedecken bis auf Hände und Gesicht. Die hoffentlich einzige hanafitische Ausnahme also, den Hinweis verdanke ich Ümmühan Karagözlü, ist zu erwähnen: Der Autor für Darul Uloom Deoband und hanafitische Mufti Husain Kadodia aus Durban, Südafrika, rechtfertigt den Niqab.[29]

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) erwähnt den islamischen weiblichen Schambereich ebenso wie die islamisch ab der Pubertät bei Jungen und Männern zwischen Bauchnabel und Knie zu verortende und folglich mit Kleidung zu verhüllende männliche Aura (siehe im Koranvers 7:26 We have sent down to you the dress that covers your shame and provides adornment. As for the dress of Taqwa (piety), that is the best; Übersetzung: Deobandi-Alim (ʿĀlim, Schariagelehrter, Pl. ʿUlamāʾ) Mufti Mohammed Taqi Usmani; mitverantwortlich für die (Wieder)Einführung der Hadd-Strafen unter Zia-ul-Haq). Die IGMG stellt zur weiblichen und männlichen islamischen Kleidung (libās) fest: „Die muslimische Frau bedeckt ihren Körper bis auf das Gesicht und die Hände. Das gilt auch für ihre Haare.“[30]

Die Schulleiterin

19:30 – 20:15, Birgit Plechinger:

„Ich habe es auch schon immer erlebt: Die Jungs, die wirklich so wie die kleinen Prinzen erzogen werden, die diese Micky-Maus-Machos dann werden, […] die Mädchen, die wirklich zu Hause alles machen, die brav, wirklich, brav zu Hause sein müssen, auch abends, diese Jungs, die ihren Schwester auch vorschreiben, mit wem sie bitte auszugehen haben, mit wem nicht, wann sie zu Hause zu sein haben, […] [es] erdreistet sich dieser Junge, dem Mädchen zu sagen, wo es lang geht.“

Aber Frau Plechinger, was heißt denn erdreistet? „Die Männer stehen eine Stufe über den Frauen“, so hat der Allerbarmer und Allbarmherzige die Dinge harmonisch angeordnet (Koran 4:34) und bereits Umar ibn al-Chattab (592-644) erkannte: „Die Ehe ist eine Art Sklaverei“. Auch ibn Muflih (1310-1362) stellte fest: „Für eine Frau ist es verboten, ohne Erlaubnis ihres Ehemannes das Haus zu verlassen.“ Und heutzutage erklärt Scheich al-Munaddschid (al-Munajjid), dass die Frau ohne männlichen Begleiter nicht auf die Reise gehen darf: „Was die Frauen betrifft: Ohne Mahram zu reisen ist haram“ (IslamQA Fatwa Nr. 69937: Ruling on her going out of the house without her husband’s permission and travelling without a mahram).[31]

Wie überall auf der Welt, so sind auch in Senden bei Ulm die gottesfürchtigen Frauen von morgen die fleißigen und artigen Mädchen von heute, „die wirklich zu Hause alles machen, die brav, wirklich, brav zu Hause sein müssen, auch abends“, diejenigen, denen, damit in der Gegenwart die Ehre und in der Zukunft die Ehe keinen Schaden nimmt, die Brüder mit Worten oder anders aufzeigen: „wo es lang geht“. Der Junge erdreistet sich nicht, er trägt die islamisch gebotene Verantwortung. Der Junge wie das Mädchen haben ihn gelernt und üben ihn nun ein – den Status der Frau im Islam.

Die Stellung der Frau im Islam. Mit der Heirat verfügt der Muslim, so sagt es Mohammed in einem Hadith, über die Gattin, also auch und insbesondere über ihr Geschlechtsorgan: „Was nun die Frauen betrifft, […] die ihr durch die Allahs Gnade erhalten habt und deren Schoß euch durch Sein Wort zur Verfügung steht.“ Tilman Nagel (zu lesen auch in: Koranische Strafe, die nicht im Koran steht | FAZ 19.08.2010) übersetzt so: „Die Frauen sind bei euch wie Kriegsgefangene, die über nichts aus eigener Macht verfügen. Ihr aber habt sie von Allah zu treuen Händen erhalten, dank Seinem Wort verfügt ihr über ihre Scheide.“ Sure 2:223 „Eure Frauen sind für Euch ein Saatfeld, geht zu Eurem Saatfeld wann Ihr wollt“ betont die Pflicht der Ehefrau, ihrem Mann jederzeit zum Sex zur Verfügung zu stehen, siehe im Hadith bei al-Tirmidhi: „unverzüglich, selbst wenn sie gerade beim Brotbacken ist“ (immediately even if she is baking bread at a communal oven.). Der Landesbildungsserver Baden-Würtemberg („die Standard-Plattform Baden-Württembergs im Umfeld Schule“) erklärt kommentarlos: „Im Islam wird die Verschiedenheit der Geschlechter betont. Die Muslime glauben, Gott habe für Mann und Frau gemäß ihrer Natur jeweils unterschiedliche Rechte und Pflichten vorgesehen, die ihrer jeweiligen Natur gerecht werden.“[32]

25:00 bis 17:00, der Moderator an die Schulleiterin:

„Gehen Sie auch auf muslimische Bedürfnisse ein, wie sieht es aus mit Kantinen-, Speiseplan?“

„Das hat aber ganz einfach auch praktische Gründe. Es ist logisch: wir haben Ganztagsunterricht bei uns und da ist es Pflicht, an diesem Essen teilzunehmen. Und dann ist es natürlich auch klar, dass wir kein Schweinefleisch servieren weil einfach die Mehrzahl unserer Schüler ist halt muslimisch – und dann sagen wir halt: ok, dann gibt es halt kein Schweinefleisch – dann machen wir das halt so. Ist für mich persönlich kein Problem: dann ess ich halt keines – machen wir halt so – […] ich finds nicht dramatisch!

Wo es dramatisch wird – und das wird es jetzt in letzter Zeit tatsächlich –, ist es, gottseidank noch Einzelfälle, […] wenn dann gesagt wird:

‚Moment mal, dieses Fleisch ist jetzt aber nicht halal – es ist nicht geschächtet worden.‘

… und dann wirklich Schüler – die natürlich von zu Hause indoktriniert sind in diese Richtung – zu ihrem muslimischen Kollegen nebenan sagen:

‚Du isst das?! Wenn du das isst, kommst du in die Hölle.‘

Und der steht auf und schmeißt es weg – weil er so ein schlechtes Gewissen hat – ja, weil er sich darüber vielleicht noch keine Gedanken gemacht hat – und schmeißt es weg!

Und das ist dann natürlich etwas, was wir uns verbitten – wo wir dann auch mit den Eltern sprechen – wo sich Muslime unter uns – also aus der Schülerschaft – tatsächlich vor unser Schulradio gestellt haben und gesagt haben:

‚Das ist nicht in Ordnung, bitte, das ist Privatsache‘.

Aber solches passiert tatsächlich in letzter Zeit – vorher noch nie gehört […] ich habe den Begriff halal überhaupt noch nicht gewusst – jetzt kenne ich ihn!“

Das Bekenntnis! Oltmer, dazu aufgefordert, definiert die Integration

27:45

„Integration [bedeutet] Aushandeln – […] Kontakt aufnehmen – […] Vernetzung! Also: Integration ist erst einmal nichts anderes, als […] dass ein Bemühen da ist, dass man über die normalen Netzwerke hinaus versucht, in eine Gesellschaft hineinzuwirken, Kontakt aufzunehmen! Und über dieses Kontaktknüpfen, über dieses Vernetzen, dieses breite Vernetzen, über das enge Umfeld hinaus – haben wir tatsächlich […] einen […] Ansatz dafür, dass Integration beginnt oder dass Integration auch tatsächlich zunehmend weiter voranschreitet.“

Achja, dieses Kontaktknüpfen. Es üben das Aufeinanderzugehen der Atheist und der Schariafreund. Es treffen sich in der Mitte der Pazifist und der Gewalttäter. Dunkelhäutiger Einwanderer und notorisch gewalttätiger weißer Rassist beim friedlichen Zusammenleben. Ob Kind oder Kinderschänder, jedermann tastet sich vor, hier und da bereits Dialog, Umarmungen, Küsschen, es ist unbestreitbar, allüberall grünt und blüht Vernetzung, da ist er endlich, der erfüllte Integrationsbegriff. Und auch unter Seinesgleichen darf man bleiben, der sich vernetzende Gaunerkönig organisiert seine Mafia, der Kontakte knüpfende Demagoge seine Miliz, der radikalislamische Hassprediger seine Dschihadbewegung. Genug des Sarkasmus.

Grundgesetz und AEMR sind für den Osnabrücker Mitarbeiter des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien von gestern? Immerhin hat sich der Postmodernist und Kulturrelativist bekannt: Integration bedeutet: Aushandeln – Kontakt aufnehmen – Vernetzung! Da wird man neugierig, was alles würde Herr Oltmer in Bezug auf die Zukunft der Bundesrepublik mit einem optimistischen Drogendealer, authentischen Bankräuber oder bekennenden Päderasten aushandeln wollen?

Wie wir bereits gesehen haben, fordert der MB-Europaführer gerade keine Durchsetzung allgemeiner Menschenrechte, beispielsweise eben keine Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern beschränkt sich, und vielleicht begnügt sich auch der Migrationsforscher aus Osnabrück (Aushandeln; Kontakt aufnehmen; Vernetzung!) mit dem Aufruf von Tariq Ramadan, in Bezug auf den fremden Mitmenschen, den Anderen doch endlich „mit dessen Empfinden und Empfindlichkeiten, seinen Werten, Zweifeln und Fragen in Kontakt zu kommen“ (The Quest for Meaning: Developing a Philosophy of Pluralism).

Als einstiges Zentrum für Islam in Europa – München (ZIE-M) und heutiges, nach wie vor um Benjamin Idriz angeordnetes MFI, Münchner Forum für Islam (Stellung von MFI; Quelle islam-muenchen.de abgerufen heute) sagt man eben nicht, dass ein muslimischer Mensch die Religion wechseln oder dass eine Muslima einen Nichtmuslim heiraten darf, sondern stellt fest: „Mann und Frau sind vor Gott absolut gleichwertig“ oder möchte (MFI 10 Essentials | 10 Gedanken zur Philosophie von MFI. Für ein konstruktives Miteinander in München; heute online) lediglich fleißig beitragen „zur Festigung der demokratischen und pluralistischen Gesellschaftsordnung“.

Nein Herr Oltmer, wir integrieren nicht in die Scharia, sondern ins Grundgesetz; einen anderen Integrationsbegriff kann sich die an ihrer Abschaffung nicht interessierte BRD nicht leisten. Nicht in die islamischen Menschenrechte, sondern in die allgemeinen Menschenrechte integrieren wir. Nicht in Gottesfurcht und Höllenfurcht, sondern in die Wissenschaftlichkeit. Nicht ins Kalifat, sondern in die kulturelle Moderne. In diesem Sinne unser klares Nein zu jedem Integrationskonzept von Aushandeln – Kontakt aufnehmen – Vernetzung.

34:55 bis 36:00. Mod.:

„Wo ist die klare Kante angesagt?“ […]

MSS: […] „Wir müssen kämpfen für die […] Gleichheit der Menschen für dem Gesetz, deswegen ist es kein Kavaliersdelikt, wenn jemand meint, dass bestimmte Gruppierungen in unserer Gesellschaft nicht die gleichen Rechte haben. […] Wir müssen eintreten für die Individualität, gegen diesen Kollektivismus, auch gegen die Herrschaft der Familie über die einzelnen Mädchen […] wir müssen […] klar machen, dass keine Religion über dem Gesetz steht. [Nun weist MSS auf den Islamischen Religionsunterricht hin] und dann entscheidet letztlich DITIB darüber – und damit eben Erdoğan – was in deutschen Schulen gelehrt wird [nicht Erdoğan, „letztlich“ entscheidet Allah und ist das Lehrprogramm für den IRU nicht Made by KRM, sondern die Theologie und der Glaubensgehorsam nach Koran und Sunna] – und das ist nicht in Ordnung, das dürfen wir gar nicht zulassen.“

min 54:50, Mina Ahadi

„Im Endeffekt war eine Revolution, ich habe teilgenommen und dann – Islamisten haben Macht gewonnen. […] eine politische Bewegung [nun, der 1400 Jahre alte Islam] hat sich durchgesetzt – und jetzt haben wir mit diesem Problem weltweit zu tun. Der erste Aufruf von Ayatollah Chomeini, war: Frauen sollen Kopftuch tragen.“

Deutschland und muslimischer Hass auf und muslimische Gewalt gegen Homosexuelle, Nachtcafé wendet sich diesem Thema zu. Schmidt-Salomon unterstellt Ahadi eine hauptsächliche Arbeit gegen eine, man staunt: islamofaschistische Bewegung („ein Kernelement dieser islamofaschistischen Bewegung, um die es ja Mina geht“). Auf Allahs Wunsch und Mohammeds Befehl wurden 400 bis 900 Stammesangehörige der Banu Quraiza getötet, insofern ist sie 1400 Jahre alt, diese Schmidt-Salomonsche islamofaschistische Bewegung. „Wer auch immer wechselt (den Islam als Religion und Lebensweise ablehnt), tötet ihn“ (Buchari, Hadith Nr. 6935 und Muslim, Hadith Nr. 6524), das ist die Religion nach Koran und Sunna und gewiss ist das totalitär. ‚Whoever changed his Islamic religion, then kill him.'“ ( من بدل دينه فاقتلوه ), ein Monotheismus, den wir beim korrekten Namen nennen sollten. Islam.

Erstaunlich schüchtern also wird der vor 23 Jahren als heldenhafter Religionsgegner auftretende Schmidt-Salomon bei der Religion von Sure, Hadith und Fatwa. Hatte MSS im Jahr 1994 (Offenheit statt Offenbarung) noch gepredigt: „Die Inhumanität der Religion ist eben kein zufälliges Resultat“, und: „Die Grundidee der Religion ist bereits das Problem“, so vermeidet der frohgestimmt über katholische Dogmatik oder tibetanischen Buddhismus spottende Schönwetteratheist, in Konsequenz zu sagen: „Die Inhumanität des Islam ist eben kein zufälliges Resultat“, „Die Grundidee des Islam ist bereits das Problem“. Durchaus nachvollziehbar. Piusbruderschaft oder Dalai Lama schreiben keinen Todesfatwa. Das Diffamieren von Religion beim Schweigen zum Islam ist neuerdings schlechter atheistischer Stil geworden.

Exkurs nach Großbritannien. Einen zu den 25 direkten koranischen Tötungsbefehlen schweigenden und ansonsten reichlich vulgären Atheismus leistete sich 2011 eine in London wohnende Exiliranerin (I don’t believe in good or bad religions; in my opinion all religion is bad for you. Religion should come with a health warning like cigarettes: ‘religion kills.’). In Frankfurt, am Weltfrauentag 2013, erneuerte Kommunistin Maryam Namazie ihre Aussage: „Religion tötet!“ müsse man in Anlehnung an Warnungen vor dem Rauchen sagen. Christentum, Zen, Shintoismus oder Taoismus rufen nicht zum Apostatenmord auf, haben es nie getan. Nicht den zum Apostatenmord aufrufenden Islam, sondern pauschal alle Religionen prangert die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime Großbritanniens an, so, als ob irgendwo auf der Welt gläubige Juden zur Steinigung oder fromme Katholiken zum Scheiterhaufenanzünden schreiten würden. Zurück ins Nachtcafé, nun wird es besonders phantasievoll.

Der echte, eigentliche Islam gehe nicht gewaltsam gegen Schwule vor, meint Vorstandssprecher und Mitbegründer (2004) der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Etwas eigentlich Unislamisches also, so dürfen wir den Philosophen interpretieren, sei die heutige muslimische Gewalt gegen Homosexuelle, die .

1:12:38, Michael Schmidt-Salomon:

„Genau. Und dazu haben wir auch harte Fakten. Also: In Großbritannien: 60 % der Muslime möchten, dass Homosexualität kriminalisiert wird – eine Studie vom letzten Jahr. In Deutschland [ist] es auch mittlerweile eigentlich die Mehrheit der Muslime, was ein bisschen damit zusammenhängt, dass es in der Türkei sich sehr stark dramatisiert hat. […] [1:13:06] Und da muss man aber auch sagen: Das ist ein Phänomen der letzten Jahrzehnte! Der erste schwule Mann, der da hingerichtet wurde, war 1979 im Zuge der Iranischen Revolution – und danach kamen die ganzen Todesstrafen erst. Das heißt: Das ist nichts, was jetzt irgendwie den Islam über Jahrhunderte geprägt hätte, sondern, da muss man sagen, war das Christentum sehr viel heftiger im Kampf gegen die Homosexualität. Aber: In den letzten Jahrzehnten hat das extrem zugenommen – wie gesagt, Iran: 4000 Schwule hingerichtet. Der Islamische Staat hat sofort damit angefangen, Schwule umzubringen. Das heißt, Das ist schon ein Kernelement dieser islamofaschistischen Bewegung, um die es ja Mina geht, und dass schlägt sich leider [weltweit, auch in Deutschland] im Alltag durch […] wahrscheinlich in Bayern weniger stark als zum Beispiel in Berlin […] an einer Berliner Schule […] und da hat sich wirklich das Klima sehr stark verändert […] auch, dass das Wort schwul schon wieder als Schimpfwort benutzt wird, ist etwas, was tatsächlich sehr stark über muslimische Communities in die Jugendsprache hineingetragen wurde.“ 1:14:10

Der Philosoph sagt uns nicht, inwieweit sich die „islamofaschistische Bewegung“ vom wortgetreu verstandenen Islam unterscheidet, deutlicher gesagt vom Islam.

Mitnichten titelt Nachtcafé heute: „Die islamofaschistische Bewegung in unserem Alltag – wo liegt das Problem?“. Noch nicht einmal nennt sich die eineinhalbstündige Sendung „Der Islamismus in unserem Alltag – wo liegt das Problem?“ oder wenigstens „Der politische Islam in unserem Alltag – wo liegt das Problem?“, sondern SWR fragt:

Der Islam in unserem Alltag – wo liegt das Problem?

Die aus dem Iran stammende Kommunistin, Atheistin und Streiterin für universelle Menschenrechte ist nicht aus dem Islamofaschismus ausgetreten. Mina Ahadi hat noch nicht einmal dem Islamismus abgeschworen oder dem politischen Islam, sondern dem Islam, weshalb ihr Verein nicht Zentralrat der Ex-Islamofaschisten (ZdE) oder Zentralrat der Ex-Islamisten (ZdE) heißt, sondern, sehr vernünftig: Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE).

Deutschland 2017, nicht nur im SWR Nachtcafé, im gesamten Journalismus werde das Nichtbesprechen des Islam und die verbissene Muslimophilie Wohlverhaltensnorm („Alltag“). Diskriminieren wir sie nicht länger, die durch unsere Medien jahrelang hartherzig ausgeblendeten, schier unsichtbar gewesenen Muslime. Von nun an mache man beim Thema Islam die Muslime sichtbar und den Islam unsichtbar:

„Untersuchungen haben wiederholt gezeigt, dass Medien ein Bild vom Islam zeichnen, das um Terrorismus und gescheiterte Integration kreist. Die vielen Muslime, die teils seit Generationen in Deutschland leben und einem ganz normalen Alltag nachgehen, bleiben hingegen weitestgehend unsichtbar. Hier setzt das ‚Journalisten-Handbuch zum Thema Islam‘ an: Was wissen wir über die Muslime, die hier leben?“[33]

Deutschland 2008. Je genauer du in Sure, Hadith und Fatwa liest, desto mehr verdüstert sich dein Bild vom Islam? Muss nicht sein. Mehr auf die Muslime gucken, sich generell von der Nichtislamwelt hinwenden zur Islamwelt:

„Da die meisten Deutschen wenig direkten Kontakt zu Muslimen oder zur islamischen Welt pflegen, wird ihr Islambild nachhaltig von den Massenmedien geprägt.“[34]

„In der Gesamtschau lässt sich sagen, dass sich die Darstellung des Islam in den Magazin- und Talksendungen sowie Dokumentationen und Reportagen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu über 80 % an einem Bild orientiert, in dem diese Religion als Gefahr und Problem in Politik und Gesellschaft in Erscheinung tritt.“ [… sich also nicht an einem Wunschbild, sondern an den Fakten orientiert, Anm.]

„[…] ist es umso dringlicher, dass eine Auseinandersetzung über neue Eckwerte der Islamberichterstattung von ARD und ZDF stattfindet. Von einer Revision der Islamberichterstattung bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern dürften erhebliche gesellschaftliche Impulse ausgehen.“ [Richtung AEMR oder Richtung Kalifat? Anm.]

„Die besondere Organisationsstruktur des Islam, der keine Großkirchen kennt, macht eine einfache Kopie der Rundfunkbeauftragten christlicher Kirchen in Verwaltungs- und Rundfunkräten von ARD/ZDF unmöglich und erfordert neue Formen der Konsultation.“[35]

Selten genug, doch die bpb bringt (brachte?) auch mal islambezogene Fakten.

„Eine Schlüsselfunktion bei der Frage nach spezifisch islamischen Deutungsmustern […] kommt zunächst dem islamischen Rechtsverständnis und den Möglichkeiten rechtlich-ethischer Entscheidungsfindung zu. Für einen gläubigen Muslim ist die Scharia der Ort zur Bestimmung von religiös-ethischen Normen des rechten Verhaltens. Der weithin als „islamisches Recht“ übersetzte Begriff bedeutet im eigentlichen Wortsinn „Weg“, im Sinne des Heilsweges zu Gott. Er geht in seiner Bedeutung weit über die juristische Vorstellung von Recht oder Gesetz hinaus“[36]

Nun aber zum Umgang mit schwuler Praxis im elfhundert bis vierzehnhundert Jahre alten Islamischen Recht. Tatsächlich fragt Allahs irdisch aufzurichtende Hakimiyya (Regentschaft) nicht nach einem lesbischen oder schwulen Argumentationsmuster oder Selbstverständnis, sondern bringt den Mann, der homosexuellen Geschlechtsverkehr ausübt, um, nur noch über das anzuwendende Wie dieses Umbringens diskutieren die Ulama, sunnitisch unter Verwendung vieler Hadithe. Beginnen wir aber schiitisch.

Um im Diesseits den Gnadenstand mit der Gottheit von Koran und Sunna nicht zu verspielen und im Jenseits dem dauerhaften Verbleib im ewigen Feuer zu entgehen, macht man sich in San José im sonnigen Kalifornien ausgesprochen islamische Gedanken zum Umgang mit jenem Schlimmen, der es macht wie die Leute des Lot, und befragt um Rat einen in Kentucky geborenen und in Maryland aufgewachsenen schiitischen Rechtsgelehrten. Der im Iran, in Großbritannien und Südafrika verehrte Kenner des schiitischen Islamischen Rechts arbeitet heute von der heiligen Stadt Ghom aus: Scheich Hamza Sodagar, der im Oktober des letzten Jahres (2016) in London in der AhlulBayt Islamic Mission (AIM) predigen durfte, in einer durch den Gottesstaat Iran betriebenen Schule und vor teilweise 6 (sechs!) Jahre alten Kindern.[37]

If there’s homosexual men, the punishment is one of five things. One, the easiest one maybe: chop their head off. That’s the easiest. Second, burn them to death. Third, throw them off a cliff. Fourth, tear down a wall on them so they die under that. Fifth, a combination of the above. (Sheikh Hamza Sodagar)

Wenn es homosexuelle Männer gibt, ist die Strafe eine von fünf Sachen. Zum Ersten, vielleicht ist das ja einfachste: hacke den Kopf ab. Ja sicher, das ist am einfachsten. Zweitens: verbrenne sie zu Tode. Drittens: werfe sie von einer eine Klippe herab. Viertens: stürze eine Mauer auf sie nieder, so dass sie unter ihr sterben. Fünftens: eine Kombination der oben genannten Strafen (Scheich Hamza Sodagar)

Nun zum Islamischen Recht (Islam) der Sunniten.

Narrated Abdullah ibn Abbas: The Prophet (…) said: If you find anyone doing as Lot’s people did, kill the one who does it, and the one to whom it is done.

Sunan of Abu-Dawood – Book 38 Hadith 4447

Narrated Jabir ibn Abdullah: Allah’s Messenger (…) said, “The thing I fear most for my people is what Lot’s people did.”

Tirmidhi and Ibn Majah transmitted it.

Al-Tirmidhi – Hadith 3577

Gerade als deutscher Sonnenscheinatheist beachte man: nicht die von einzelnen Individuen gespürte und erarbeitete eigene sexuelle Orientierung, für so etwas hat der Islam keine Zeit, ist islamrechtlich entscheidend, sondern der praktizierte homosexuelle Analverkehr. Letzten sunnitischen Zweifel darüber, dass Praktizierer von Akten von Homosexualität zu töten sind, beseitigt Scheich al-Munaddschid in seinem Fatwa Nummer 38622 The punishment for homosexuality.

38622: Die Strafe für Homosexualität

[…] Scheich al-Islam [Šayḫ al-Islām‎] ibn Taimiyya [1263–1328] sagte: Im Hinblick auf die Homosexualität sagten einige der Gelehrten, dass die Höllenstrafe für sie die gleiche sei wie die für Zina [zinā, Ehebruch], und [auch] das wurde gesagt: Es ist weniger [schwerwiegend] als das. Aber die richtige Ansicht, bezüglich der die Sahaba [ṣaḥāba, die Gefährten und Begleiter Mohammeds] einhellig zustimmten, ist, dass beide getötet werden sollen, die aktiven und passiven Partner, ob sie verheiratet sind oder nicht. Die Autoren von al-Sunan erzählten von ibn Abbas [619–688], dass der Prophet (…) sagte: „Wer auch immer die Handlung der Leute von Lot begeht [Lūṭ, vgl. bibl. Lot, die islamische Lesart des sündigen Volks von Sodom und Gomorra], tötet ihn, denjenigen der es [das homosexuelle Penetrieren, den Analverkehr] ausübt [sexuell aktiv] ebenso wie den, dem es [sexuell passiv] geschieht. „Und Abu Dawud [817–888)] überlieferte von ibn Abbas über eine unverheiratete Person, die eine homosexuelle Handlung begeht, und sagte: Er soll gesteinigt werden. Und etwas Ähnliches wurde von Ali ibn Abi Talib erzählt (…). Die Sahaba unterscheiden sich [hier] nicht hinsichtlich des Urteils, dass die Homosexuellen hingerichtet werden sollen, aber sie unterschieden sich hinsichtlich der Methoden. Es wurde von Abu Bakr [genannt] al-Siddiq [der erste der vier Rechtgeleiteten Kalifen, (al-ḫulafāʾu r-rāšidūn)] erzählt, dass er verbrannt werden soll, und von anderen, dass er hingerichtet werden soll. Es wurde von einigen von ihnen erzählt, dass eine Mauer auf ihn gekippt werden soll, bis er unter ihr stirbt.

Und es wird gesagt, dass beide in den schmutzigsten Winkeln [der Stadt] eingesperrt werden sollten, bis sie sterben.

Es wurde von einigen von ihnen erzählt, dass er auf den höchsten Platz in der Stadt hinaufgetragen werden und und von dort in die Tiefe geworfen werden sollte, um [dann dort zusätzlich] gesteinigt zu werden, wie Allah es mit den Leuten von Lot tat [Bis auf den gottesfürchtigen und rechtschaffenen Lot, den Allah durch zwei als Menschen verkleidete Engel warnen ließ und aus der Stadt schickte, starben die Einwohner von Sodom und Gomorra allesamt durch vom Himmel fallende Steine]. Dies wurde von ibn Abbas erzählt. Nach dem anderen Bericht soll er gesteinigt werden. Dies war die Ansicht der Mehrheit der Salaf. Sie sagten: Weil Allah das Volk von Lot steinigte und die Steinigung für jeden [ertappten] Zani [Sg. zānī, der Ehebrecher] in Analogie zur Steinigung des Homosexuellen vorgeschrieben ist. Beide sind zu steinigen, ob sie frei sind oder Sklaven, oder ob einer von ihnen der Sklave des anderen ist, sofern sie das Alter der Pubertät erreicht haben. Wenn aber einer von ihnen nicht das Alter der Pubertät erreicht hat, so soll er bestraft, aber nicht gesteinigt werden, denn keiner ist zu steinigen, [wie wir ja wissen] außer dem, der die Pubertät erreicht hat. Ende Zitat von al-Siyasa al-Schar’iyya (Seite 138).

Islam Question and Answer Generalsupervisor: Scheich Muhammad Salih al-Munajjid[38]

Nun ist es an Michael Schmidt-Salomon (MSS: „Der erste schwule Mann, der da hingerichtet wurde, war 1979 im Zuge der Iranischen Revolution“), einen Beweis für die kühne These zu liefern, dass 1369 Jahre lang, zwischen Mohammeds erstem Verkündigen (im Jahr 610) der seit drei Jahren auf dem Berge Hira erhaltenen prophetischer Visionen und dem Jahr der Islamischen Revolution 1979 mit islamischer Begründung und vermittels Sturz in die Tiefe, Feuer, Steinigung, umkippender Mauer oder durch das Stürzen in die Tiefe bei anschließender Steinigung kein, aber auch gar kein Mann islamisch begründet getötet worden ist, der es so schlimm tat wie die Leute des Lot.

Wie wir gesehen haben, geht es der Scharia um die homosexuelle Tat (jener Person, „die eine homosexuelle Handlung begeht“, who commits a homosexual act), nicht um das Selbstverständnis eines heutigen, sich als hetero-, bi- oder homosexuell empfindenden Menschen. Es geht dem Islam um das Ertappen des schlimmen Missetäters, dessen, der „die Handlung der Leute von Lut begeht“ (Whoever you find doing the action of the people of Lut“), nicht um eine sexuelle Orientierung.

Ein Letztes zur Meinung von Schmidt-Salomon. Man spreche nicht von der „Iranischen Revolution“, das könnte die Konstitutionelle Revolution (enqelāb-e mašrūte, 1905 bis 1911) meinen oder die Weiße Revolution (enqelāb-e sefid bzw. enqelāb-e šāh va mardom (von Schah und Volk), ~ va Mellat (Schah und Nation)) des Jahres 1963.

01:18:10

Mina Ahadi: „Wir haben in Deutschland zu tun mit einigen Leuten, die verharmlosen. […] Da wird zum Beispiel Kopftuchzwang von Kindern als Kultur genannt. Ehrenmord […]

Wenn man [mit muslimischen Jugendlichen der Einwanderer] über Probleme redet und erklärt: ‚Hier ist Deutschland – kein Mensch darf Homosexuelle beleidigen – und das ist ein Gesetz: Du darfst das nicht tun!‘ [Dann wäre das hilfreich für die gelingende Integration.]

Aber wenn in der Moschee auf Arabisch oder einer anderen Sprache der Imam gegen Homosexuelle hetzt [dann liegt eben vor allem genau hier das Problem und macht jedes Bemühen um Integration zunichte] […]

[Nun zu den Verharmlosern] Das ist überhaupt nicht in Ordnung, wenn man immer wieder [wie die anwesende Lebdiri] sagt:

‚Diese Jugendlichen haben keine [schulische und berufliche] Perspektive […] [und erst deshalb seien Hassprediger] gegen zum Beispiel Frauen und Homosexuelle [beim politischen Verführen bzw. radikalislamischen Fehlleiten dieser Jugendlichen leider so erfolgreich aktiv] […]

Nein: […] Es gibt [seitens der Hassprediger leider] eine Antwort [an die muslimischen Jugendlichen und ihre Eltern, eine] politische Antwort:

‚Wir sind Moslems, wir sind besser als andere, die Deutschen sind schmutzig, und Homosexuelle sind so‘, das wird schon propagiert und“

Steinbrecher fährt dazwischen! Grob unhöflich schneidet der Moderator der ex-muslimischen Menschenrechtsaktivistin das Wort ab.

„Ich möchte doch noch einmal, bevor wir wieder sehr konkret auf die alltäglichen Fragen kommen, aber noch eins sagen […]

jedes Land hat seinen eigenen Entwicklungsrhythmus […]

Achja, wie Deutschland zwischen 1932 und 1934, alles eine Frage von Entwicklungsrhythmus? Der 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten trat am 18. Dezember 1865 in Kraft. Hätte, bei viel Verständnis für „völlig unterschiedliche Entwicklungsstände“, die amerikanische Sklaverei auch länger fortbestehen können, denn jedes das Land hat eine besondere Kultur, einen anderen Entwicklungsrhythmus?

Jetzt leben wir in einer globalisierten Welt, in einer mobilen Welt, es kommen viele zusammen, auch durch die Flüchtlingsthematik […]

Das heißt: Es treffen viele Kulturen, Nationalitäten, Religionen aufeinander, die völlig unterschiedliche Entwicklungsstände zu bestimmten Themen haben. Die Frage ist doch: Wie gehen wir dann damit um?

Das ist ja nicht nur eine deutsche Debatte, sondern eine, die sich in fast allen Ländern stellt.“

Allerdings stellt sich diese Frage weltweit („in […] allen Ländern“), die Frage: Welche Menschenrechte wollen wir: Allgemeine (AEMR, Paris 1948) oder Islamische Menschenrechte (OIC, Kairo 1990). Der Formulierung dieser Frage wurde neunzig Minuten lang ausgewichen.

Das große Verschwindenlassen

›Ob der Islam ist ein Problem ist? Wie auch immer, das darf nicht sein!‹

Die Entwürdigung der Frau im Islam, die Unvereinbarkeit von Scharia und universellen Menschenrechte darf auf SWR Nachtcafé einfach nicht zur Sprache kommen! Islamkritik darf – neunzig Minuten lang – keinesfalls stattfinden, lasst uns daher eineinhalb Stunden lang über muslimische Mitbürger reden, über Erfahrungen aus dem Alltag. Buchstäblich bis zu letzten Sekunde setzt Moderator Steinbrecher dieses, beim SWR so noch ungeschriebene, Dogma durch. Nicht ganz ungeschrieben vielleicht, denn seit dem 01.11.2016 gibt es eine Wohlverhaltensfibel (Journalisten-Handbuch zum Thema Islam) und beim Mediendienst Integration lobt sich der verantwortliche Werner Schiffauer: „Die Absicht ist es, den Dialog von Journalisten und Wissenschaftlern auf eine neue Grundlage zu stellen.“ Prof. Dr. Steinbrecher möchte uns vielleicht sagen, ob er mit der hier betrachteten Sendung – Der Islam in unserem Alltag – wo ist das Problem? – dem islamfreundlichen Knigge (Journalisten-Handbuch zum Thema Islam) bewusst folgt.

Journalisten-Handbuch zum Thema Islam. Die Benimmfibel und auch Frohbotschaft islamisch korrekter Berichterstattung betreffend, dieses Traktätchen für Faktenresistenz und Selbstzensur, braust Aydan Özoğuz am gebotenen Thema (Islam) vorbei, um sogleich zum Heilsziel des netten Geplappers zu kommen, den ihrer Schariatisierung gefälligst zu überlassenden Objekten („den Muslimen in Deutschland“).

Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan, betonte: „In der Berichterstattung über den Islam wirken positive Berichte oft als Ausnahme von der Regel, als Beschönigung einer eigentlich problematischen Wirklichkeit. Um das zu ändern, sollten wir weniger über, als mit den Muslimen in Deutschland reden, wenn es um ihre Themen geht.“[39]

Dem werdenden Dhimmi versperre man den Überblick und das Reden über Koran, Din (dīn, Koran 5:3), Scharia und Fiqh. Der wie Allah und Sein Gesetz (gottgegebene Scharia, anzuwendender Fiqh) von Verunreinigung freie, einheitliche und unteilbare Din (rechter Glaube, rechte Lebensführung, rechte Gesellung), der monolitische Islam entziehe sich ihrem Kritisieren oder auch nur Erkennen, rinne ihnen jederzeit durch die nach verlässlicher Gestalt tastenden Finger wie Sand, zerfalle ihrem einen Halt suchenden Blick in jeder Sekunde in Tausende von Facetten, Abertausende von Fragmente, unverständliche Bildpunkte. In beziehungslose Pixel (nur Allah stellt Kontext her), die unter den Muslimen allenfalls der Alim oder Ayatollah zu einem Gesamtbild zusammenfügen könnte und die aus dem Volk der Ungläubigen niemand zusammenzusetzen vermag. Den Überblick verloren zu haben, wird den entgrenzt Toleranten ihr ohnehin schwaches Gewissen entlasten, wird ihnen angenehm sein, brauchen sie nun doch gar nicht erst zu versuchen, einen der vielen alltäglichen, sich aus der tausendfältigen Kollision von Scharia und AEMR ergebenden Missstand mit einem anderen Fragment des Islam oder gar mit allen Facetten des Islam zu verknüpfen. SWR-Nachtcafe zaubert ein bisschen mit, und … Hokuspokus! Der Islam ist weg.

Sebastian Edathy, SPD-MdB und Vorsitzender des Innenpolitischen Ausschusses des Bundestags:

„Es gibt genauso wenig ‚den Islam‘, wie es ‚das Christentum‘ oder ‚das Judentum gibt. Es gibt stattdessen verschiedene Menschen in verschiedenen Gesellschaften, die unterschiedliche Richtungen, Traditionen und Ausprägungen ihrer Religion leben oder praktizieren. Es mag sein, dass die dominante Ausprägung des Islams in einigen Ländern mit unserem Verständnis von Menschenrechten und Demokratie nicht vereinbar ist. Dies ist ein Problem, dem man sich stellen muss. Daraus jedoch zu schließen, dass dies grundsätzlich so sein müsse, ist nicht nur dumm, sondern gefährlich. Es ist dumm, da sich diese Sichtweise durch eine extreme Geschichtsblindheit auszeichnet. Auch das Christentum hat sich über weite Phasen der Geschichte als eine Religion gezeigt, die mit unserem heutigen Verständnis von Demokratie, Menschenrechten sowie der Gleichstellung von Mann und Frau nicht vereinbar ist. Und noch heute gibt es radikale christliche Gruppen, bei denen diese Tendenz zu beobachten ist. Eine solche Haltung ist zudem gefährlich, da sie selbst dazu beiträgt, dass die postulierte Unvereinbarkeit verschiedener Religionen und Kulturen tatsächlich Realität wird und damit das friedliche Zusammenleben auf der Basis gemeinsamer freiheitlich-demokratischer Werte unmöglich wird.“[40]

Noch ein letztes Mal ins Nachtcafé. Nur noch zweieinhalb Minuten Sendezeit verbleiben, der Moderator kommt zum Schluss seiner islamfreien Sendung zum Islam. Steinbrecher:

1:27:40

„Was können wir von denen […] erwarten, die zu uns kommen?“

Die immerhin den Bruchteil einer Sekunde von dem im Islam ab der Pubertät vorgeschriebenen Hidschab (Plechinger: „Kopftuch“) redende Schulleiterin verleiht einigen wenigen, hier durch Großschrift hervorgehobenen Worten ganz besonderen Nachdruck. Energisch sowie Widerspruch offensichtlich nicht gerade wünschend („Wir sollten endlich mal aufhören“) grenzt die Pädagogin das Thema des Abends aus der Integrationsdebatte aus, nämlich jede Religion und damit auch den Islam, und beschwört stattdessen etwas, das allerdings eher vage bleibt, etwas uns alle irgendwie Beflügelndes, Versöhnendes und Verbindendes („gemeinsame Werte“, „Harmonie“).

1:27:48

„Wir sollten endlich mal aufhören, ständig nur dieses Ganze vor dieser – RELIGIÖSEN, also: über diesen RELIGIÖSEN Hintergrund. Sondern: Können wir uns endlich nicht mal darauf besinnen, dass es GEMEINSAME WERTE gibt, dass wir einfach sagen: Wir sind MENSCHEN, wir wollen LEBEN, wir wollen MITEINANDER leben, wir wollen LIEBE, wir wollen HARMONIE, wir wollen. Hier geht es immer nur um MACHT UND GEWALT bei dieser ganzen Diskussion! Egal ob es ums Kopftuch geht oder um sonstige Dinge – da geht es um MACHT UND GEWALT, und die, finde ich, die muss mal endlich RAUS aus dieser Sache! Und wenn Sie mich fragen, was ich – also an meiner Schule –, vielleicht mache: da […] [geht es zunächst und vor allem einmal um] dieses VORLEBEN: wir leben vor: Wir, bei uns – bei uns gibt es Schwule – bei uns haben Männer und Frauen die gleichen Rechte, und Jungs und Mädchen die gleichen Rechte, – das vorzuleben –, und auch klar zu sagen, wo etwas schief läuft.“

Immerhin legt die Schulleiterin in ihrer Einrichtung Wert darauf, das Mann wie Frau, Junge wie Mädchen gleiche Rechte haben, hält sich also ans Grundgesetz. Dass das Islamische Recht, dass der Islam dem Mädchen und der Frau gleiche Rechte nicht gestattet kann Plechinger wissen, verweigert aber das Gespräch über den islamischen Glauben und den dazugehörigen Glaubensgehorsam („diesen religiösen Hintergrund“, „Egal ob es ums Kopftuch geht oder um sonstige Dinge.“)

„… oder um sonstige Dinge“? Ja, es geht, nämlich je nach schariarechtlicher Bewertung durch den Alim, Scheich oder Inhaber der Prügellizenz sprich den Ehemann (Koran 4:34), um die verpflichtende Bedeckung des Körpers einschließlich von Händen und Gesicht. Plechinger: „Kopftuch“. Und es geht um viel mehr („sonstige Dinge“).

Es geht um die mit Fitra (Geschöpflichkeit), Aura (Schambereich) und Hidschab (Schleier) untrennbar verknüpfte, schier jeden Lebensbereich betreffende Herabwürdigung und rechtliche Herabstufung der Frau – nicht im islamischen Herrschaftsbereich von vor 1000 Jahren, sondern heute und im größten Teil des Gebiets zwischen Somalia und Afghanistan und zwischen Mauretanien und Malaysia. Es geht um den Hidschab und um alle anderen Folgen der Scharia für das Mädchen und die Frau.

Es geht um ihr halbes Erbe (Koran), ihre halbe Aussagekraft vor Gericht (Koran), ihr Unterworfensein bei der Heirat – Stichworte Kinderehen, Wali Mudschbir, Polygynie. Bei der Scheidung, Talaq, verliert sie die Kinder. Es geht um ihre nicht nur schafiitische FGM. Die bayerische Schulleiterin kann alle diese genannten, 1400 Jahre alten Sklavenketten der Frau im Islam kennen und könnte, allerdings global denkend statt sich nur auf den Bereich ihrer Schule zu beschränken, den Mut haben, diese Fesseln unmissverständlich anzuprangern, in den eigenen Worten der Pädagogin: „klar zu sagen, wo etwas schief läuft“. In ihrem eigenen Bundesland, in Bayern läuft allerdings etwas schief mit Imam Idriz vom oben erwähnten MFI:

Frauen genießen im Islam vorzügliche Rechte, deren Einforderung nicht Theorie bleiben darf. Es gilt hier, sie in allen Ausprägungen umzusetzen. Ein wesentliches Kriterium für die Verbesserung der Sozialisation der Frau und für ihre gleichberechtigte Aufnahme auch in die hiesige Gesellschaft ist ihre Einbindung in unterschiedlichste Bereiche des Lebens. Mehr Teilhabe und öffentliche Einbringung muslimischer Frauenperspektiven ist gefordert.

Hier setzt MFI dezidiert einen seiner Schwerpunkte und möchte den auf Frauenfragen zentrierten Tabuthemen mit Lösungsvorschlägen und durchdachten Arbeitsprogrammen entgegentreten. Alleine mit der Integration der muslimischen Frau in die alltägliche Gesellschaftsordnung werden Wege für ein kollektives Verständnis des existenziellen Miteinanders gebahnt.

Stellung von MFI | Münchner Forum für Islam

Volkssouveränität sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist nicht halal

Islam bedeutet Glauben und Gehorchen. Islam bedeutet, im ständigen Wissen um Lohn und Strafe im Diesseits und Jenseits alle irdischen Bewertungen, Belohnungen und Bestrafungen anhand der Fünf Rechtskriterien (al-aḥkām al-ḫamsa) vorzunehmen: 1. wadschib (verpflichtend; Umsetzung wird belohnt, Unterlassung bestraft); 2. mandūb (mustaḥabb, sunna; erwünscht; Umsetzung wird belohnt, Unterlassung nicht bestraft), 3. mubāḥ oder ḥalāl (zulässig; neutral hinsichtlich von Lohn oder Strafe), 4. makrūh (verpönt; Umsetzung wird zwar nicht bestraft, Unterlassung aber belohnt); 5. ḥarām (verboten; Umsetzung wird bestraft, Unterlassung belohnt).

Und so bezieht sich das Kriterium zulässig, halal (ḥalāl) nicht nur auf das Essen. Auch ein Verfassungsartikel oder Paragraph, der noch nicht halal ist, muss früher oder später (Muslimbrüder: bald; Glaubenskämpfer: unverzüglich) ersetzt werden oder wegfallen, vgl. in Koran 5:44: „Wer nicht nach dem richtet, was Allah [als Offenbarung] herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.“ Nicht nur das Mittagessen in der Sendener Schulkantine, Recht und Gerichtspraxis müssen halal sein. Gott ist Souverän, der Mensch darf keine Gesetze erlassen, Shaykh al-Munajjid (107166: Ruling on democracy and elections and participating in that system) nennt die Demokratie Schirk (širk, Beigesellung, Götzendienst).

„Halal bedeutet gesetzlich [islamrechtlich] erlaubt. Halal means lawful.“ „Halal ist jedes Objekt oder jede Handlung [vgl. Plechinger: „sonstige Dinge“], die [im Islamischen Recht] hinsichtlich Ausführung oder Beteiligtsein erlaubt ist. Der Begriff umfasst und etikettiert Speise und Trank ebenso wie [alle] Angelegenheiten des täglichen Lebens [„sonstige Dinge“]. Halāl […] is any object or action which is permissible to use or engage in, according to Islamic law. The term covers and designates food and drink as well as matters of daily life.“[41]

Was sollen Deutschlands Kinder nichtmuslimischer Eltern, was Deutschlands Kinder muslimischer Eltern denken, die hören wie ein Lehrer in einer auf den Islam bezogenen Fernsehsendung energisch gestikulierend erklärt:

„Wir sollten endlich mal aufhören, ständig nur dieses Ganze vor dieser – RELIGIÖSEN, also: über diesen RELIGIÖSEN Hintergrund. […] Hier geht es immer nur um MACHT UND GEWALT bei dieser ganzen Diskussion! Egal ob es ums Kopftuch geht oder um sonstige Dinge – da geht es um MACHT UND GEWALT, und die, finde ich, die muss mal endlich RAUS aus dieser Sache!“

Für Bürgerrechte und gegen Gewalt einzutreten, ist unterstützenswert und kann man von jedem Pädagogen erwarten. Offensichtlich ist die Schulleiterin der Ansicht, dass Macht und Gewalt keinesfalls durch eine Religion verursacht oder sogar rechtfertigt werden können. Dem ist nicht so. Wie wir beispielsweise an der Schleierpflicht (Hidschab) gesehen haben und am Verbot, einen nichtmuslimischen Mann zu heiraten, führt die wörtliche Umsetzung von Koran und Sunna, und nur diese wird in unseren Moscheen gepredigt und im bekennenden Islamunterricht gelehrt, zur Schlechterstellung der Frauen und der Nichtmuslime. Das aber steht im Widerspruch zu allgemeinem Gewaltverbot und staatlichem Gewaltmonopol.

Buchstabengetreue Lebensführung nach Koran und Sunna, die Unterwerfung des Einzelnen unter ein jeden Lebensbereich regelndes Gesetz ist der bislang einzige organisierbare Islam. Nur die geistlichen Autoritäten dürfen definieren, was Islamische Lehre und muslimischer Gehorsam ist, dürfen „Maslaha bestimmen, Idschtihad betreiben oder Fatwas schreiben“. Die Scheiche und Ulama bewahren die 1400 Jahre alte Tyrannei des Wohlverhaltens und denken erst gar nicht an eine Religionskunde der Außenansicht, setzen vielmehr die Sehnsucht nach dem Paradies und die entsetzliche Furcht vor der Hölle voraus. Sie verlangen, einander auf islamisch korrekte Lebensführung zu überwachen, was der Tendenz Schubkraft verleiht, jede bestehende Gesellschaft über kurz oder lang in eine islamische zu transformieren. Sie das verlangen und tradieren eine Gewalt, die in den an seiner Abschaffung nicht interessierten freiheitlichen Rechtsstaat nicht integriert werden kann.

Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM), Geschäftsordnung in der Fassung vom 28.03.2007:

„Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“[42]

Ob im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder an den staatlichen Schulen, die Unvereinbarkeit von islamischen und allgemeinen Menschenrechten muss analysiert und kritisiert werden.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

[1] Sendung am 17. Februar 2017 Der Islam in unserem Alltag – wo liegt das Problem?

http://www.swr.de/nachtcafe/sendung-am-17-der-islam-in-unserem-alltag-wo-liegt-das-problem/-/id=200198/did=18780712/nid=200198/81v2ym/index.html

Sendung am 17. Februar 2017 Der Islam in unserem Alltag – wo ist das Problem?

https://swrmediathek.de/player.htm?show=5f175310-f5a2-11e6-9102-005056a12b4c

[2] Taqarrub : rapprochement, vers Allah

http://leporteurdesavoir.fr/forum/viewtopic.php?f=20&t=51

[3] Muslims should always strive towards Allah (taqarrub).

https://blushinghumaira.wordpress.com/2012/09/30/the-necessary-sacrifice/

[4] Taqarrub (تــقــرب), sich Annähern an Allah ist das Ziel

http://www.salaf.de/sprache/PDF/spr0001_Islamische%20Begriffe%20fuer%20deutschsprachige%20Muslime.pdf

[5] Sahih Muslim Buch 033 Nummer 6426

Chaque nouveau-né vient au monde selon la fitra (nature avec laquelle il fut créé, l’Islam) mais ce sont ses parents qui font de lui un juif, un chrétien ou un mazdéen.

https://bladi.info/threads/nature-letre-humain.418595/

___ps://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10153253533081515&id=291547786514

___p://www.mosquee-lyon.org/forum3/index.php?topic=27387.0;wap2

The Prophet Muhammad said, „No babe is born but upon Fitra (as a Muslim). It is his parents who make him a Jew or a Christian or a Polytheist.“ (Sahih Muslim, Book 033, Number 6426)

http://islam101.com/dawah/newBorn.htm

„Jeder (Mensch) wird im Zustand der Fitra geboren (d.h. nach der Art und Weise des Erschaffens durch Gott). Alsdann machen seine Eltern aus ihm einen Juden, Christen oder Zoroastrier.“

Fitra (فطرة, fiṭra ‚Natur, Veranlagung; Schöpfung‘), von فطر, faṭara ‚schaffen, erschaffen (von Gott); angeboren sein‘, bezeichnet ein islamisches Konzept von der Natur des Menschen, die so angelegt ist, dass jeder Mensch bei seiner Geburt und gemäß seiner Natur على الفطرة ein muslim, ein – dem koranischen Sprachgebrauch entsprechend – dem einzigen Gott ergebener Mensch sei. Denn Gott hat den Menschen so erschaffen, dass er Kenntnis معرفة maʿrifa von der Existenz seines Herrn hat. Fitra ist „eine Art und Weise des Erschaffens oder des Erschaffenseins“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fitra

[6] Quran 3:138

This [Qur’an] is a clear statement to [all] the people and a guidance and instruction for those conscious of Allah.

http://quran.islamicevents.sg/3/138/139

Koran 3:138

Dies ist eine klare Darlegung für die Menschen und eine Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.

___p://www.islam.de/13827.php?sura=3

http://www.shia-forum.de/index.php?/topic/6453-ermahnen-oder-nicht/

___p://www.islam.de/13827.php?sura=3

Um dieser Aufforderung gerecht zu werden und als Dienst an unseren deutschsprachigen Brüdern hält es der König-Fahd-Komplex zum Druck vom Qur’an in Madina für gut, dem geehrten Leser diese Übersetzung ins Deutsche anzubieten, die von ‚Abdullah Frank Bubenheim und Dr. Nadeem ‚Ata Elyas unter Aufsicht des Islamischen Zentrums Aachen (Bilal-Moschee) [Deutschlands syrischer Zweig der global aktiven Muslimbruderschaft] angefertigt wurde und seitens des König-Fahd-Komplexes von Dr. ‚Abdar-Radi Muhammad ‚Abd al-Muhsin durchgesehen worden ist.

http://www.wegzumislam.com/Der-heilige-Koran.pdf

„Und (Er hat euch anbefohlen:) Dies ist Mein Weg, ein gerader. So folgt ihm! Und folgt nicht den (anderen) Wegen, damit sie euch nicht von Seinem Weg auseinanderführen! Dies hat Er euch anbefohlen, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget!“ (6:153)

„Soll ich denn einen anderen Schiedsrichter als Allah begehren, wo Er es doch ist, der das Buch ausführlich zu euch herabgesandt hat?“ (6:114)

„Und gehorcht Allah und dem Gesandten, auf dass ihr Erbarmen finden möget.“ (3:132)

„Dies ist eine klare Darlegung für die Menschen und eine Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.“ (3:138)

„Sprich: „Sind solche, die wissen, denen gleich, die nicht wissen?“ Allein nur diejenigen lassen sich warnen, die verständig sind.“ (39:9)

„Wer sich aber dem Gesandten widersetzt, nachdem ihm der rechte Weg klar geworden ist, und einen anderen Weg befolgt als den der Gläubigen, den werden Wir verfolgen lassen, was er verfolgt, und werden ihn dann in Dschahannam brennen lassen; und schlimm ist sein Ende.“(4:115) [Siehe bei Bubenheim / Elyas: „Wer aber dem Gesandten entgegenwirkt, nachdem ihm die Rechtleitung klargeworden ist, und einem anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, werden Wir dem zukehren, dem er sich zugekehrt hat, und ihn der Hölle aussetzen, und (wie) böse ist der Ausgang!“]

https://www.maroczone.de/forums/index.php?/topic/12804-seminarmasjid-alfaruq/

[4:14] Wer sich aber Allah und Seinem Gesandten widersetzt und Seine Grenzen überschreitet, den lässt Er in ein Feuer eingehen, ewig darin zu bleiben; und für ihn gibt es schmachvolle Strafe.

___p://www.islam.de/13827.php?sura=4

[7] L’Islam, c’est obéir à ALLAH Ta3ala et à Son Messager durant toute l’année.

___p://muslima-girls.skyrock.com/2668647624-ToUjOuRs-dIrE-BiSmiLLaH.html

To a Muslim, Islam means obeying Allah by following the path, or way of life that He intended.

Islam and Muslim Civilization: A Supplementary Social Studies Unit for Sixth Grade | Von Susan Douglass

International Institute of Islamic Thought (IIIT), Herndon, Virginia, USA

https://books.google.de/books?id=GglgCgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Islam bedeutet sicherlich Unterwerfung und die Religion des Islams ist die Religion der Unterwerfung, aber die Realität der Unterwerfung hat eine spezielle Form zu jeder Zeit. Und in dieser Zeit ist es die Form, die uns der letzte Prophet Muhammad (…) gebracht hat. Daraus folgern wir, dass mit dem Wort Islam (Unterwerfung) nur diese endgültige Form gemeint ist und keine andere Form aus der Vergangenheit.

Unterwerfung bedeutet den konkreten Anweisungen Allahs zu gehorchen und es liegt auf der Hand, dass man dabei immer auf die letzten und endgültigen Anordnungen achtet. Die letzten und endgültigen Anordnungen wurden durch das Siegel der Propheten, Muhammad ibn Abdullah (…) überbracht. Daher heißt es im Quran „Wahrlich, die Religion vor Allah ist Islam.“ (3:19)

Die Shia | Informationsportal | Herzlich willkommen auf al-Shia.de, der ersten deutschsprachigen Internetseite über die Shia im Islam.

http://www.al-shia.de/ist-der-islam-die-einzige-religion-die-von-allah-swt-akzeptiert-wird/

[8] Halal means lawful.

„Halāl […] is any object or action which is permissible to use or engage in, according to Islamic law. The term covers and designates food and drink as well as matters of daily life.“

http://www.halalcertifiering.se/newwebsiteimages/ebookhashaki.pdf

Halāl (Arabic: حلال‎‎ ḥalāl, „permissible“) is any object or action which is permissible to use or engage in, according to Islamic law. The term covers and designates food and drink as well as matters of daily life. It is one of five Ahkam—fard (compulsory), mustahabb (recommended), halal (allowed), makruh (disliked), haram (forbidden)—that define the morality of human action in Islam. Mubah is also used to mean „permissible“ or „allowed“ in Islam.

https://en.wikipedia.org/wiki/Halal

Die Fünf Beurteilungskategorien, al-ahkam al-chamsa (الأحكام الخمسة, al-aḥkām al-ḫamsa) sind ein Konzept aus der islamischen Rechtswissenschaft (Fiqh), das zur normativen Einstufung beziehungsweise Wertung menschlicher Handlungen verwendet wird.

Menschliche Handlungen werden innerhalb dieses Kategoriensystems eingestuft in:

religiöse Verpflichtung (wāǧib oder farḍ)

empfohlen (mandūb, auch mustaḥabb oder sunna)

indifferent (mubāḥ oder ḥalāl) erlaubt

verpönt (makrūh)

verboten (ḥarām)

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-A%E1%B8%A5k%C4%81m_al-%E1%B8%ABamsa

Die fünf Rechtskategorien menschlicher Handlungen

https://de.wikipedia.org/wiki/Fiqh#Die_f.C3.BCnf_Rechtskategorien_menschlicher_Handlungen

[…] the importance of learning the Islamic laws […]

According to Islamic teachings, it is compulsory for us to know those laws and issues which directly affect our daily lives. Often times, people will say that the West is not at all capable of influencing people and particularly the youth towards a firmer religious conscience. From personal experience and analysis, however, life in the West has allowed for a greater understanding and acknowledgement of the deeper Islamic principles for many people, something often take for granted in Muslim countries. Because while we are surrounded by what seems to be Haram everywhere we look, it is the presence of such things which often allows us to positively reinforce the teachings of Islam in our daily lives.

Living Halal in the West | Islamic Insights

http://www.islamicinsights.com/news/community-affairs/living-halal-in-the-west.html

[9] Der Unsinn echter oder sogenannter Kulturwissenschaftler soll hier nicht beworben werden. Wer mehr zu der die Freiheit aller Bürger gefährdenden, postmodernen und gegenmodernen Ideologie von der Gleichwertigkeit aller Lebensweisen erfahren will, lese: Henryk M. Broder: Kritik der reinen Toleranz (Pantheon Verlag 2009, zuerst bei wjs Wolf Jobst Siedler 2008).

In dieser Leseprobe das Zitat der Islamschönfärberinnen und, allen Ernstes, Kulturwissenschaftlerinnen Christina von Braun und Bettina Mathes (Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen. Aufbau-Verlag, Berlin 2007).

http://www.belle-et-triste.eu/mediapool/51/518498/data/broder_toleranz_leseprobe.pdf

[10] Ein Wort geändert: Titel am Vortag der Ausstrahlung und Tag der Aufzeichnung der Sendung, eigene Hervorhebung:

Der Islam in unserem Alltag – wo ist das Problem?

http://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/16-nachtcafe-der-islam-in-unserem-alltag-wo-ist-das-problem/-/id=10563098/did=19026144/nid=10563098/d6mkat/index.html

Am 17. Februar 2017 dann:

Der Islam in unserem Alltag – wo liegt das Problem?

http://www.swr.de/nachtcafe/sendung-am-17-der-islam-in-unserem-alltag-wo-liegt-das-problem/-/id=200198/did=18780712/nid=200198/81v2ym/index.html

ARD Mediathek archiviert die einen Tag ältere Variante

Der Islam in unserem Alltag – wo ist das Problem?

http://www.ardmediathek.de/tv/NACHTCAF%C3%A9/Nachtcaf%C3%A9-Der-Islam-in-unserem-Alltag-/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=247716&documentId=40763434

SWR-Mediathek allerdings auch

Nachtcafé – Der Islam in unserem Alltag – wo ist das Problem

https://swrmediathek.de/player.htm?show=5f175310-f5a2-11e6-9102-005056a12b4c

[11] Die sechs Gäste im Nachtcafé und zwei Gäste im Publikum

http://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/16-nachtcafe-der-islam-in-unserem-alltag-wo-ist-das-problem/-/id=10563098/did=19026144/nid=10563098/d6mkat/index.html

[12] Unterwirf dich dem Islam, Weib, auch Schach geht nur mit Kopftuch. Gegen einen Spieler aus Israel spielen ist ebenfalls haram.

Iranian chess player banned from tournaments because she did not wear hijab

A chess player from Iran has been banned from competing in domestic tournaments because she appeared at a competition without a headscarf, violating the country’s strict Islamic dress code.

According to Radio Free Europe, 18-year-old Dorsa Derakhshani opted against covering her hair at the Tradewise Gibraltar Chess Festival earlier this year. She was not an official representative of Iran — the event is open to independent attendees — but the Iranian Chess Federation has nevertheless prohibited her from competing in national tournaments, and from joining the national team.

“Unfortunately, what shouldn’t have happened has happened,” said Mehrdad Pahlevanzadeh, the head of the organization. “Our national interests have priority over everything.”

The same punishment was meted out to Derakhshani’s 15-year-old brother Borna Derakhshani, because he competed against an Israeli player at the same festival. Iran does not recognize the state of Israel, and forbids its competitors from facing off against Israeli rivals at sporting events. […]

This is not the first time that Iran’s chess community has become embroiled in a controversy over women’s head coverings. Last year, American chess champion Nazi Paikidze-Barnes refused to participate in the Women’s World Championship in Iran because doing so would require her to wear a hijab. Complying with Iran’s obligatory dress code, she said, would “support women’s oppression.”

WITW Staff | Women In The World 21.02.2017

http://nytlive.nytimes.com/womenintheworld/2017/02/21/iranian-chess-player-banned-from-tournaments-because-she-did-not-wear-hijab/

[13] (Für Geld alles machen und (immer noch mehr) Handel treiben wollen mit der mörderischen, frauenfeindlichen und israelhassenden Diktatur: Schwedinnen der Delegation unterwerfen sich dem Hidschab.)

Kritiker aber werfen Linde und damit der schwedischen Regierung vor, mit dem Tragen des Kopftuchs ihren selbst erklärten Anspruch, die erste „feministische Regierung“ weltweit zu sein, zu konterkarieren. Die Regierung verrate iranische Frauen, indem sie sich dem Kopftuchzwang beuge, so der Direktor der Nichtregierungsorganisation UN Watch.

Ähnlich argumentiert eine iranische Frauenrechtlerin. Und der Vorsitzende der schwedischen Liberalen Jan Björklund sagt über die Kopftücher der schwedischen Delegationsteilnehmerinnen: „Das ist ruinös für etwas, das sich feministische Außenpolitik nennt.“

Auf Tuchfühlung | Von Anna Reimann | DER SPIEGEL 14.02.2017

http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-reise-kopftuch-streit-um-politikerinnen-aus-schweden-a-1134480.html

[14] Den Islam gibt es nicht | Von Karen Krüger | Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

https://www.politische-bildung-brandenburg.de/themen/islamische-kultur-und-geschichte-0/den-islam-gibt-es-nicht

Gerade der Islam, der in Syrien gelebt wird, ist aber bekannt dafür, dass er sehr tolerant ist. Das Zusammenleben von Christen und Muslimen in Syrien hat eine Jahrhunderte alte Tradition. Und der Islam in Syrien ist auch bekannt dafür, dass er auf eine positive Art orthodox ist. Also, jetzt nicht orthodox in dem Sinne, dass alle tief verschleiert rumlaufen und sich ganz streng an die religiösen Regeln halten, sondern in dem Sinne orthodox, dass er sich vor politischen Einflüssen immer verschlossen hat, also, dass eine Politisierung der Religion – und das ist ja der Extremismus – nicht zugelassen worden ist.

„Syrische Muslime könnten eine Chance sein“ | Von Karen Krüger | Deutschlandfunk 25.03.2017

http://www.deutschlandfunk.de/islam-in-deutschland-syrische-muslime-koennten-eine-chance.886.de.html?dram:article_id=361756

Women in Syria | Legal rights

While Syria has developed some fairly secular features during independence in the second half of the 20th century, personal status law is still based on Sharia and applied by Sharia Courts. Syria has a dual legal system which includes both secular and religious courts, and the latter discriminate against women.

Syrian women are legally allowed to participate in everyday life, although they are not guaranteed a spot in being part of political, social, cultural and economic categories. The legal marriage for females in Syria is seventeen years old and eighteen for males. Early marriage is not out of the ordinary in their culture. Even though the legal age is seventeen, the courts can allow for girls as young as thirteen to be married. Women are technically allowed to have a say in what the agreements are between them and the groom. Although, since this contract has to be signed by the groom and the male guardian of the bride, her wishes are rarely met. On the other hand, of marriage, the divorce laws are unique in Syria. Women are in fact allowed to file for divorce except it is a long drawn out process and she must get consent from her husband. There are some circumstances in which the woman can apply for a divorce through the judicial system. In order to do this, she must prove that her husband has abused her or neglected his other duties as a husband. If a man wants to divorce a woman, all he has to do is go to court and orally demand a divorce three times, then the court will order him a divorce.

https://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_Syria

Lebanese Shi’ite Muslim women chant slogans as they mourn the death of a Hezbollah

https://s.yimg.com/ny/api/res/1.2/HIc7gjKvpIhFODKBZeci7Q–/YXBwaWQ9aGlnaGxhbmRlcjtzbT0xO3c9ODAwO2lsPXBsYW5l/http://media.zenfs.com/en_us/News/Reuters/2013-09-13T145048Z_1460148206_GM1E99D1RDI01_RTRMADP_3_LEBANON.JPG.cf.jpg

[15] Eine Reise durch das islamische Deutschland | Karen Krüger | rowohlt 2016

https://www.rowohlt.de/hardcover/eine-reise-durch-das-islamische-deutschland.html

[16] „FAZ“-Redakteurin Karen Krüger: „Auch ich trug falsche Stereotype vom Islam mit mir herum“ | kress NEWS 08.09.2016

https://kress.de/news/detail/beitrag/135854-faz-redakteurin-karen-krueger-auch-ich-trug-falsche-stereotype-vom-islam-mit-mir-herum.html

[17] „Der Islam ist dabei, einheimisch zu werden“ | Von Karen Krüger | FAZ, im Feuilleton, 21.11.2016

Nilüfer Göle: „Wir erleben, wie der Islam einen neuen Zuschnitt bekommt. Nicht durch politische Lenkung, sondern auf Alltagsebene, an der Basis.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/niluefer-goele-im-gespraech-ueber-den-islam-in-europa-14533903.html

Mehr Spaltung in den gemeinsamen Raum?

Über das Wegbereiten einer Implementierung der familienrechtlichen und sexualpädagogischen Scharia in Politik und Sozialwissenschaft. Gedanken zur Soziologin Nilüfer Göle. Von Jacques Auvergne

„Anverwandlungen. Der Islam in Europa zwischen Kopftuchverbot und Extremismus“, so lautet ein Buchtitel der Soziologin Dr. Nilüfer Göle. Deutsch bei Wagenbach, Berlin 2008, französischer Originaltitel: Interpénétrations. L`Islam et l`Europe, bei Galaade Éditions, Paris 2005. […]

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/05/14/119/

[18] Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen | Ahmad Mansour

https://books.google.de/books?id=LCC2CAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[19] Die Islamdebatte in Deutschland: Wer ist der Islam – und wenn ja, wie viele?

Am Montag, den 17. Oktober 2016 ist es wieder soweit: Discussing World Politics lädt zu einer weiteren Diskussionsrunde ein. Dieses Mal werden wir uns mit den Experten Ahmad Mansour, Programmdirektor bei der European Foundation for Democracy, Abdul Adhim Kamouss, Diplom-Ingenieur und Berliner Imam, sowie Pinar Çetin, Politologin und engagierte Muslima über den Islam in Deutschland austauschen.

https://www.facebook.com/events/148971195562333/

Was macht am Alltags-Islam also solche Angst? Die Provokation liegt nicht in der Verschleierung oder der Polygamie, die vielen als Symbole der fremden Religion gelten: Als Provokation reicht der Glaube an sich.

Warum uns der Islam Angst macht | Von Jan Fleischhauer | SPIEGEL online 06.01.2015

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-warum-uns-der-islam-solche-angst-macht-a-1011468.html

IGD, ZMD, RIGD, das dort und der da ist der Islam in Deutschland

Podiumsdiskussion „Was, oder wer ist der Islam in Deutschland?“

http://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/41842-podiumsdiskussion–was–oder-wer-ist-der-islam-in-deutschland

Who is “Islam”?

Ist Islam eine Person? Dann würde ich ihn oder sie gerne mal besuchen. Wohnt Islam in einem winzig kleinen Haus?

Is “Islam” a person? [Nun, Craig Considine, buchen Sie nacheinander je eine Audienz in Kairo bei Scheich al-Azhar Ahmad al-Tayyeb, in Doha (Katar) bei Yusuf al-Qaradawi sowie in Deoband (Uttar Pradesh, Indien) bei Mufti Abul Qasim Nomani, zuletzt auch noch in Teheran (Iran) bei Revolutionsführer (Rahbar-e enqelāb) Chamenei, dann wissen Sie schon ziemlich genau, wo auf der auf Erden organisierbare Islam aktuell residiert] If so, I would like to know where “Islam” resides so I can go visit he, she, hir, or s/he. […] Is “Islam” tall or short, big or small, light or dark, liberal or conservative? Where does “Islam” live? In a tiny little house or in a big mansion in a far away land? […] How does one measure “Islam’s” values? [Wie man Objekte oder Taten islamisch misst, bewertet, Herr Soziologe? In den fünf Kategorien, von verpflichtend, wadschib (fard) bis verboten, haram.]

Von: Craig Considine, Sociologist at Rice University | Huffington Post 100.-11-03-2016

http://www.huffingtonpost.com/craig-considine/who-is-islam-questions-fo_b_9427126.html

Dr. Craig Considine is a Catholic American of Irish and Italian descent. As a sociologist, he focuses on Islam, Muslims in American Society, interfaith relations [islamisch reichen interreligiöse Beziehungen von Dhimma bis Dschihad], the sociology of religion [islamisch Herrschaft Allahs, Herr Soziologe], race and ethnic relations, and social problems.

https://craigconsidinetcd.com/

„Der Islam ist so vielfältig wie die deutsche Mehrheitsgesellschaft. ‚Den‘ Islam im Singular gibt es nicht“, unterstreichen Schubert und Meyer. „Es gibt verschiedene Arten Muslim zu sein. Aufgabe der Politik in Deutschland ist es, die entsprechenden Bedingungen zu schaffen.“ Die Vielfalt müsse anerkannt werden und lasse sich positiv nutzen. So kann die Debatte um den Islam den Forschern zufolge zur „Übungsstrecke“ für den generellen Umgang mit sozialer, ethnischer und religiöser Vielfalt werden. „Moderne Gesellschaften müssen sich stärker damit befassen, wie zukünftig mit Vielfalt und Verschiedenheit [Hidschab, Polygamie, Kinderehen, FGM] umzugehen ist, so auch in der Frage des demografischen Wandels.“

„Integration der Muslime ist ein Erfolgsmodell“. | Exzellenzcluster „Religion & Politik“ | WWU Münster im März 2011

https://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2011/mar/PM_Integration_der_Muslime_ist_ein_Erfolgsmodell.html

Die wesentlichen Integrationsleistungen selbst müssen aber in den Ländern und insbesondere in den Städten und Gemeinden geleistet werden. Hier müssen die Moscheegemeinden – auch die nicht organisierten – ein wichtiger Ansprechpartner sozialer und politischer Integrationsbemühungen werden.

Die Vielfalt des Islam abbilden | Von Klaus Schubert und Hendrik Meyer | Frankfurter Rundschau 17.05.2010

http://www.fr.de/politik/gastbeitrag-die-vielfalt-des-islam-abbilden-a-1032925

[Einen Herrn Islam gibt es nicht. Für eine Deislamisierung der Debatten]

Monsieur Islam n’existe pas : Pour une désislamisation des débats | von Dounia Bouzar

https://www.amazon.fr/Monsieur-Islam-nexiste-pas-d%C3%A9sislamisation/dp/201235842X

Dounia Bouzar

https://fr.wikipedia.org/wiki/Dounia_Bouzar

Le « Centre de prévention des dérives sectaires liées à l’Islam » (CPDSI) | Dounia Bouzar

https://fr.wikipedia.org/wiki/Centre_de_pr%C3%A9vention_des_d%C3%A9rives_sectaires_li%C3%A9es_%C3%A0_l%27Islam

Dounia Bouzar, qui avait fondé l’Institut Pédagogique sur le Fait Musulman dont l’objectif était de réconcilier l’islam et la République

https://www.franceculture.fr/emissions/voix-nue/dounia-bouzar-envers-et-contre-tous-15-de-l-enfance-l-engagement

“Islam does not exist” [diese Nichtexistenz spürt Daniel Bax]

http://www.willkommen-in-angermünde.de/en/den-islam-gibt-es-nicht/

Daniel Bax […] wird schnell deutlich, dass es „den Islam“ gar nicht gibt.

http://www.einsteingym.de/?p=21253

[20] Die Integration der Muslime in Deutschland kann nach Auffassung von Politikwissenschaftlern als „Erfolgsmodell“ bezeichnet werden. „Wenngleich noch enorme Anstrengungen unternommen werden müssen, so hat ein Großteil der Muslime bereits eine nach-integrative Perspektive eingenommen [verweigert die Integration, die Lebensweise der Nichtmuslime mit Ekel betrachtend, denn: ‚Wer ein Volk nachahmt, der gehört zu ihnen.’ (Abu Dawud)] und sieht sich als [ins Kalifat oder jedenfalls in die Herrschaft Allahs] integriert an“, sagen Prof. Dr. Klaus Schubert und Hendrik Meyer vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. [März 2013]

https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religion_und_politik/aktuelles/2011/03_2011/pm_buch_politik_und_islam.pdf

‚Wer ein Volk nachahmt, der gehört zu ihnen.’ (Abu Dawud)

Ibn ‘Umar quoted Allah’s Messenger (…) as saying, “Whoever imitates a people becomes one of them.” Sunan Abu Dawud, vol. 3, p. 1127, no. 4020 and authenticated in Sahih Sunan Abi Dawud, vol. 2, p. 761, no. 3401.

___ps://www.slideshare.net/ShahjahanAbdulMuthal/death-8

‘Whoever imitates a people is one of them.’” (Narrated by Abu Dawud, al-Libas, 3512. Al-Albani said in Sahih Abi Dawud, (it is) hasan sahih. No. 3401). […]

Allah says (interpretation of the meaning):“… And if any amongst you takes them [Jews and Christians] as Awliyaa’ [friends, helpers]), then surely, he is one of them…” [al-Ma’ida 5:51]

21694: Guidelines concerning imitation of the kuffaar | IslamQA Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

https://islamqa.info/en/21694

[21] Während ein Großteil von uns längst eine postintegrative Perspektive eingenommen hat und wir in unserem [werdenden Kalifat] Deutschland bereits angekommen sind

Das Leben der Anderen (Ob mit oder ohne Kopftuch – wir sind stolz darauf, neue [schariatreue] Deutsche zu sein. Die Fakten zeigen: Es gibt keinen Grund für Islamphobie) | Von Naika Foroutan | Berliner Zeitung 14.12.2009

http://www.berliner-zeitung.de/ob-mit-oder-ohne-kopftuch—wir-sind-stolz-darauf–neue-deutsche-zu-sein–die-fakten-zeigen–es-gibt-keinen-grund-fuer-islamphobie-das-leben-der-anderen-15119440

Muslime, seid östlich, wo auch immer

Auf den Spuren Mohammeds, Sayyid Abul Ala Maududis und Ali Schariatis wandelnd gilt es, den inneren und äußeren „Westen“ zu verweigern, die universellen Menschenrechte und die sie tragende Mentalität und Kultur. Die als organisierte Diskriminierung und Antirationalität umzusetzende islamisierte Sphäre ist seit Mohammeds Tagen, gleichsam physikalisch, ein Identität lenkender und den sozialen Raum spaltender, permanenter Abstoßungseffekt. Dieses heilige Meiden ist nicht europäisiert, sondern, hier liegt der Missionar Pierre Vogel völlig richtig, authentisch islamisch. Das Buch »Kulturdialoge zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Eine Strategie zur Regulierung von Zivilisationskonflikten« der Berliner Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan (2009) kommentiert Jacques Auvergne (April 2011).

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/16/228/

Naika Foroutan (* 24. Dezember 1971 in Boppard) ist eine deutsche Sozialwissenschaftlerin. Seit 2011 leitet sie die Forschungsgruppe „Junge islambezogene Themen in Deutschland“ (JUNITED) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit April 2014 ist Foroutan stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und leitet dessen Arbeitsbereich „Integrations­forschung und Gesellschaftspolitik“. Im Juni 2015 wurde sie durch die Humboldt-Universität zur Professorin für „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ berufen.

Von 2008 bis 2013 leitete sie zusammen mit ihrer Kollegin Isabel Schäfer das Forschungsprojekt „Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle (HEYMAT)“. Das HEYMAT-Projekt wurde 2013 von der VolkswagenStiftung bis zum Jahr 2015 verlängert. Weiterhin organisierte Foroutan für die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der Stiftung Mercator die „Junge Islam Konferenz – Berlin 2011“.

Im Jahr 2012 fand eine weitere „Junge Islam Konferenz“ unter ihrer Leitung statt. Im Verlauf der Konferenz wurde bekannt gegeben, dass die „Junge Islam Konferenz“ und ein korrespondierendes Forschungsprojekt „Junge islambezogene Themen in Deutschland“ (JUNITED) unter Foroutans Federführung bis zum Jahr 2016 mit zwei Millionen Euro durch die Stiftung Mercator gefördert werden.

Seit 2012 ist sie Co-Leiterin des Forschungsprojekts “Concepts for the Development of Intelligence, Security and Prevention” (CODISP), gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Naika_Foroutan

[22] Hadha d-Din. „Diese Religion“. Buch von Sayyid Qutb.

Die Wolken der Unwissenheit und die Zügel der Macht

Zur sehr islamisch argumentierenden Revolutionsschrift »Hāḏā ʾd-Dīn. Dieser Glaube der Islam« des Sayyid Quṭb. Von Jacques Auvergne (2010).

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/07/30/185/

[23] Bei Glaubensverlust Kopfabhacken: „Wer die Religion wechselt, den tötet!“

The Punishment of the Apostate according to Islamic Law | Maududi [Mawdūdī] (1903 – 1979)

To everyone acquainted with Islamic Law, it is no secret that according to Islam, the punishment for a Muslim who turns to kufr (infidelity, blasphemy) is execution. Doubt about this matter first arose among Muslims during the final portion of the 19th century as a result of speculation. Otherwise, for the full twelve centuries prior to that time, the total Muslim community remained unanimous about it. The whole of our religious literature clearly testifies that ambiguity about the matter of the apostate’s execution never existed among Muslims…. (p . 17)

http://www.answering-islam.org/Hahn/2statements.htm

Allah’s Apostle said, „The blood of a Muslim who confesses that none has the right to be worshipped but Allah and that I am His Apostle, cannot be shed except in three cases: In Qisas for murder, a married person who commits illegal sexual intercourse and the one who reverts from Islam (apostate) and leaves the Muslims.“

— Sahih al-Bukhari, 9:83:17, see also Sahih Muslim, 16:4152, Sahih Muslim, 16:4154, Sahih Muslim, 20:4490

Ali burnt some people and this news reached Ibn ‚Abbas, who said, „Had I been in his place I would not have burnt them, as the Prophet said, ‚Don’t punish (anybody) with Allah’s Punishment.‘ No doubt, I would have killed them, for the Prophet said, ‚If somebody (a Muslim) discards his religion, kill him.‘

— Sahih al-Bukhari, 4:52:260

A man embraced Islam and then reverted back to Judaism. Mu’adh bin Jabal came and saw the man with Abu Musa. Mu’adh asked, „What is wrong with this (man)?“ Abu Musa replied, „He embraced Islam and then reverted back to Judaism.“ Mu’adh said, „I will not sit down unless you kill him (as it is) the verdict of Allah and His Apostle.

— Sahih al-Bukhari, 9:89:271

https://en.wikipedia.org/wiki/Apostasy_in_Islam

Al-Muwatta of Imam Malik 36.18.15—Yahya related to me from Malik from Zayd ibn Aslam that the Messenger of Allah said, “If someone changes his religion—then strike off his head!”

https://thehizbuttahrirwatch.files.wordpress.com/2012/06/sahih-al-bukhari.pdf

Sunan An-Nasa’i 4068—It was narrated that Al-Hasan said: “The Messenger of Allah said: ‘Whoever changes his religion, kill him.’”

Sunan An-Nasa’i 4069—It was narrated from Anas that Ibn Abbas said: “The Messenger of Allah said: ‘Whoever changes his religion, kill him.’”

Sunan Ibn Majah 2535—It was narrated from Ibn Abbas that the Messenger of Allah said: “Whoever changes his religion, execute him.”

https://thehizbuttahrirwatch.files.wordpress.com/2012/06/sahih-al-bukhari.pdf

[24] SWR Fernsehen

Mina Ahadi | Ich habe abgeschworen: Warum ich für die Freiheit und gegen den Islam kämpfe | Heyne 2009

http://www.swr.de/nachtcafe/mina-ahadi-ich-habe-abgeschworen-warum-ich-fuer-die-freiheit-und-gegen-den-islam-kaempfe/-/id=200198/did=19026346/nid=200198/uadvh/index.html

SWR Fernsehen | Literaturtipps zur Sendung

Mina Ahadi | Ich habe abgeschworen: Warum ich für die Freiheit und gegen den Islam kämpfe | Heyne 2009

http://www.swr.de/nachtcafe/sendung-am-17-der-islam-in-unserem-alltag-wo-liegt-das-problem/die-gaeste-in-der-sendung-am-17/-/id=200198/did=18780712/mpdid=19026356/nid=200198/zrkhe3/index.html

„Der Islam hat in Europa überhaupt nichts zu suchen“, davon ist Mina Ahadi überzeugt.

http://www.swr.de/nachtcafe/sendung-am-17-der-islam-in-unserem-alltag-wo-liegt-das-problem/-/id=200198/did=18780712/nid=200198/81v2ym/index.html

[25] Im Namen des Islam? Unsinn, denn ganz und gar nicht das Volk, aber auch nicht der Islam ist zu durch den menschlichen Richter vertreten, sondern Souverän ist der Ewige und der Richter.

In the Name of Allah, Most Gracious, Most Merciful

[Die Basmala (بسم الله الرحمن الرحيم) – bismi Llāhi r-raḥmāni r-raḥīmi]

This is Our Constitution […] [Nun das Demokratieproblem Schariavorbehalt, auch in Artikel Zwei. Ägypter, der muss weg, das gilt für jeden modernen Staat: Teufelsabwehr und Seelenrettung müssen raus aus den Paragraphen.]

We are drafting a Constitution that affirms that the principles of Islamic Sharia are the principal source of legislation […]

Article (2) Islam is the religion of the State and Arabic is its official language. The principles of Islamic Sharia are the main source of legislation

http://www.sis.gov.eg/Newvr/Dustor-en001.pdf

[26] Al-Tayyeb sagte, der Islam respektiere andere Religionen und Andersgläubige. «Gott hat die Menschen, die nicht an den Islam glauben, nicht erschaffen, um sie dann zu töten», sagte al-Tayyeb. Vielmehr stehe Gott für «absolute Glaubensfreiheit».

Auf konkrete Nachfragen fällt die Antwort allerdings weniger klar aus. In einem von Muslimen beherrschten Land sollte eine «kleine Kopfsteuer» von Andersgläubigen erhoben werden, damit man sie schützt, sagte al-Tayyeb. Auch beim Eingangsplädoyer für Gleichberechtigung erzeugt der Geistliche dann auch Stirnrunzeln: Eine schlüssige Antwort auf die Frage, warum zwar Muslime andersgläubige Frauen heiraten dürfen, Musliminnen aber nicht, kann er nicht liefern.

Groß-Imam Al-Tayyeb fordert Respekt für Werte Europas – Geistlicher spricht vor Bundestagsabgeordneten | Qantara 16.03.2016

https://de.qantara.de/content/gross-imam-al-tayyeb-fordert-respekt-fuer-werte-europas-geistlicher-spricht-vor

Al Azhar Scholar: Christian Copts Will Pay Jizya
06.03.2013

During a recent interview, Dr. Mahmoud Shu’ban [محمود شعبان Mahmoud Shaaban], a professor at Al Azhar University, made clear that the Copts, Egypt’s Christian minority, will pay the “jizya” what is often referred to in the West as an Islamic “poll tax”. According to the Al Azhar professor, “If non-Muslims were to learn the meaning of “jizya”, they would ask for it to be “applied” “and we will apply it, just like Islam commands us to.” His logic is that, if Christians pay the jizya, they would buy for themselves “protection,” hence why they themselves should want to pay it.

(Raymond Ibrahim)

http://www.jihadwatch.org/2013/03/al-azhar-scholar-christian-copts-will-pay-jizya

(Following are excerpts from a TV debate between Egyptian cleric Mahmoud Shaaban and Egyptian journalist Islam Al-Buheiri [Islam Al-Buhairi], which aired on Al-Kahera wal-Nas TV [Al-Qahira wa Al-Nas channel] on March 5 and 6, 2013.)

[…]

Moderator: Do you demand to impose the jizya poll tax on Christian Egyptians?

Mahmoud SHABAAN: I demand the implementation of the shari’a.

Moderator: I was asking specifically about the jizya…

Mahmoud SHABAAN: If Christians knew what the jizya means, they would demand it themselves.

Moderator: What is the meaning of the jizya?

Mahmoud SHABAAN: If the shari’a were implemented as a whole, the Christians would be the happiest of all.

[…]

( MEMRI · The Middle East Media Research Institute )

https://www.memri.org/tv/salafi-and-secular-intellectuals-exchange-insults-and-nearly-come-blows-egyptian-tv/transcript

Salafi and Secular Intellectuals Exchange Insults and Nearly Come to Blows on Egyptian TVMarch 04, 2013 to March 05, 2013

http://www.memritv.org/clip_transcript/en/3767.htm

[27] Muslim sisters should certainly be reminded about this command which Allah Has given to them to wear the Hijab, and it must be understood by Muslim sisters that hijab is not only about placing a scarf or a cloth over the head which is commonly referred by some as ‘hijab’. In truth, hijab is much more than that. It is about the entire attire/dress of a woman, her conduct, speech and manners. Hijab requires a woman not to mix freely with the opposite sex, not to move about on the streets, parks and other places without a need to do so, and to strictly follow the guidelines given by Allah and His Messenger.

(Darul Uloom T&T, Cunupia, Trinidad and Tobago, West Indies | Darul Uloom Trinidad & Tobago)

http://www.darululoomtt.net/being-a-volunteer-for-raising-awareness-for-world-hijaab-day/

[28] Thema Hijab Die Kleidung der Kuffar

http://islam-forum.info/Thema-Hijab-Kleidung-der-Kuffar

69789: What are the garments of the kuffar that we are forbidden to wear?

https://islamqa.info/en/69789

[ Libas asch-Schuhra – Kleidung, die die Aufmerksamkeit anderer erregt oder das Ansehen des Trägers erhöhen soll.]

„He who wears libaas ul-shuhra in this world will be dressed in humiliating clothes on the day of judgment.“

https://islamqa.info/en/93

called their clothes thawb shuhra (shuhra literally means disgrace, thus theatrical dress)

https://books.google.de/books?id=sx1bqgibKhQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[29] The Hanafi madhhab has, in accordance with the Qur’an and Sunnah, thus obliged a woman to cover her face in front of strangers.

https://www.deoband.org/2009/04/contemporary-voices/the-niqab-and-its-obligation-in-the-hanafi-madhhab/

[30] Die muslimische Frau bedeckt ihren Körper bis auf das Gesicht und die Hände. Das gilt auch für ihre Haare. […] In einem Hadith werden Frauen, im übertragenen Sinne aber auch Männer, ermahnt: Nach einer Überlieferung von Aischa trat die Tochter von Abû Bakr eines Tages mit dünner Bekleidung vor den Propheten. Der Prophet wandte sich von ihr ab und sagte:„O Asmâ, wenn die Frau die Pubertät erreicht, sollte der Körper außer diesen nicht sichtbar sein.“Dabei zeigte er auf das Gesicht und die Hände.

Abû Dâwûd, Libâs, 85; Hadith Nr. 4104 | Hutba, 03.02.2017 Islamische Bekleidung | IGMG · Islamische Gemeinschaft Millî Görüş

___ps://www.igmg.org/wp-content/uploads/2017/01/20170203-Hutba-Islamische-Bekleidung.pdf

The hadith mentioned in the question was narrated by Abu Dawud (4104) from al-Walid from Sa’id ibn Bashir from Qatadah from Khalid ibn Durayk from ‘A’isha, that Asma’ bint Abi Bakr entered upon the Messenger of Allah wearing a thin dress. The Messenger of Allah turned away from her and said, “O Asma’, when a woman reaches the age of puberty, nothing should be seen of her except this and this” – and he pointed to his face and hands

https://islamqa.info/en/23496

[31] Birgit Plechinger

Training Haupt- / Mittelschule – Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde 9. Klasse (Theman u. a.: Deutschland und die Welt nach 1945; Auswirkungen der Globalisierung; Terrorismus – ein globales Problem; Was ist Migration?; Wege für ein friedfertiges Zusammenleben), unter den Autoren: Birgit Plechinger

https://www.stark-verlag.de/training-haupt-mittelschule-geschichte-sozialkunde-erdkunde-9-klasse

https://www.stark-verlag.de/media//muster/93481i1.pdf

[Senden, 22.000 Einwohner, am anderen Ufer der Iller beginnt Baden-Württemberg, liegt im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm, 12 km südlich von Ulm (Ulm liegt an der Donau und nördlich vom Fluss, südlich gegenüber Neu-Ulm). Der Landkreis Neu-Ulm liegt im Westen des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben.

Mittelschule: In Bayern wurde als Weiterentwicklung der Hauptschule zu Beginn des Schuljahres 2010/11 die Mittelschule eingeführt. Diese einstigen Hauptschulen sollen, allein oder gemeinsam in einem Schulverbund, ein Bildungsangebot vermitteln, das die drei Zweige der Berufsorientierung Technik, Wirtschaft und Soziales sowie ein Ganztagsangebot umfasst und zum mittleren Schulabschluss führt. Mittelschulen sollen ausdifferenzierte Zusammenarbeit mit einer beruflichen Schule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung pflegen.]

Seit Mitte Februar leitet sie die Sendener Mittelschule und ist ab dem 1. Juni offiziell deren Rektorin. […] Birgit Plechinger, die in den vergangenen 20 Jahren Lehrerin an der Neu-Ulmer Peter-Schöllhorn-Mittelschule war

Neue Akzente an der Mittelschule | Von Angela Häusler | Augsburger Allgemeine 25.05.2016

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Neue-Akzente-an-der-Mittelschule-id37898822.html

In die Peter-Schöllhorn-Mittelschule gehen Kinder seit 1910. Sie ist somit eine der ältesten Schulen der Stadt Neu-Ulm.

http://www.hsnumi.schule.neu-ulm.de/

Das Multikulturhaus in Neu-Ulm (MKH)

In der Bibliothek des Multikulturhauses lagen Schriften aus, die Christen und Juden als Feinde präsentieren, „die hingerichtet werden müssen, wenn sie nicht bereuen und zum Islam konvertieren“. In dem Material wird offen für den Dschihad geworben und die Bedeutung des Dschihad erläutert: „Die spezielle Bedeutung von Djihad bedeutet: Die Ungläubigen töten, nachdem sie den Aufruf zum Übertritt zum Islam empfangen haben und mit seiner wahren Bedeutung bekannt gemacht worden sind“. An anderer Stelle heißt es: „… sollten sich die Nicht-Muslime weigern dem Beispiel der Gläubigen zu folgen, bestehe die Pflicht, sie zu töten“.

Das Islamische Informationszentrum Ulm bot Ersatzstrukturen für das verbotene Multikulturhaus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Multikulturhaus

Islamisches Informationszentrum Ulm (I.I.Z Ulm; IIZ)

Das IIZ bot Ersatzstrukturen für das am 28. Dezember 2005 verbotene Multikulturhaus (MKH) in Neu-Ulm. Am 2. Oktober 2007 löste sich das IIZ selbst auf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Informationszentrum_Ulm

[Werner-Ziegler-Mittelschule Senden, damals RWZ, Rektor-Werner-Ziegler-Mittelschule Senden: Eine Gruppe von zehn- bis elfjährigen Jungen misshandelte zwei Mitschüler mehr als ein Jahr lang. Die Polizei ermittelte.]

„Über einen Zeitraum von gut einem Jahr hat eine bis zu sechsköpfige Bande von zehn- bis elfjährigen Burschen zwei Mitschüler brutal geschlagen, massiv bedroht, erpresst und erniedrigt. Als Opfer haben sich die Täter körperlich unterlegene Buben ausgesucht. „Ein heute Elfjähriger war so eingeschüchtert, dass er um sein Leben fürchten musste“, berichtete Sendens stellvertretender Polizeichef Thomas Merk. […]

Nach Polizeiangaben haben sich die körperlich überlegenen Täter bewusst schwächere Opfer ausgesucht und auf ihnen über Monate hinweg „herumgehackt“. Besonders schlimm: Bei einem der Leidtragenden handelt es sich um ein lernbehindertes Kind, das sich nicht wehren konnte.

Bekannt geworden ist der Fall erst Anfang der Woche, als die besorgte Mutter eines der Opfer Anzeige bei der Polizei erstattet hat, nachdem ihr Sohn im Sendener Stadtpark von anderen Kindern angegangen worden war. Erste Ermittlungen der Polizei in Senden ergaben, dass der Elfjährige seit etwa einem Jahr von der in wechselnder Besetzung auftretenden Gruppe von Mitschülern bedroht und geschlagen wurde.

Der damals zehnjährige Rädelsführer der Bande hat nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei seinem deutlich unterlegenen Opfer mit der geballten Faust derart massiv ins Gesicht geschlagen, dass der eine blutende Wunde davongetragen hatte. In der Folge sei das Opfer derart eingeschüchtert gewesen, dass er sich aus Angst vor weiteren Schlägen offenbar nicht einmal wagte, sich seiner Mutter anzuvertrauen. In der Folge kam es hauptsächlich im Stadtpark immer wieder zu weiteren Übergriffen. In der Regel erpresste der Haupttäter den Jungen und forderte immer wieder Bargeld.“

(Erpresst, geschlagen und erniedrigt: Kinderbande misshandelt Mitschüler | Von Roland Ströbele | Augsburger Allgemeine 21.03.2015)

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Erpresst-geschlagen-und-erniedrigt-Kinderbande-misshandelt-Mitschueler-id33447342.html

(Sendener Rektorin im SWR-Fernsehen)

Der Islam in unserem Alltag – wo ist das Problem?“ So lautet das Thema in der nächsten Folge der SWR-Talkshow Nachtcafé am Freitagabend. Mit dabei ist Birgit Plechinger, seit einem Jahr Rektorin der Mittelschule Senden. Mehr als die Hälfte ihrer Schüler seien Muslime, schreibt der SWR in einer Ankündigung der Sendung. Ob im Schwimmunterricht oder beim Kantinenessen – immer stehe Plechinger vor der Frage: Wie viel Entgegenkommen ist berechtigt, welche Sonderregelungen gehen zu weit? Auch die ungleiche Erziehung von Mädchen und Jungs mache sich in der Schule deutlich bemerkbar: „Oft lassen die Eltern ihren Söhnen alles durchgehen, den Töchtern wird wenig erlaubt“, wird die Rektorin zitiert. Wie es zu dem Fernsehauftritt kam, war am Donnerstag nicht in Erfahrung zu bringen: Plechinger war da offenbar schon auf den Weg zur Aufzeichnung. Insgesamt wird Moderator Michael Steinbrecher acht Gäste haben. Die Sendung beginnt um 22 Uhr.

Der Islam in der Schule: Darüber spricht eine Pädagogin aus Senden heute im SWR | nid | Südwest Presse 17.02.2017

http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu_ulm/sendener-rektorin-im-fernsehen-14461072.html

Der Islam in unserem Alltag. Darum ging es gestern Abend im SWR Nachtcafé. Mit dabei war Birgit Plechinger, Schulleiterin der Mittelschule in Senden, auf der die Schüler überwiegend Muslime seien [glaubt die Lehrerin, dass kein säkularer Muslim oder sogar Ex-Muslim in dieser Gruppe ist?]. Sie erzählt, dass sie erst Freitag vor einer Woche erfahren habe, dass sie bei der Sendung dabei sein wird. „Ziemlich kurzfristig“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung, „aber ich hab gesagt, okay, das mach ich.“ Vorher habe es schon Gespräche gegeben, aber wer dann in die Runde passt, entscheide sich erst kurzfristig.

Der Islam in der Schule gehört zum Alltag – wann kommt man den Schülern entgegen und welche Sonderregeln gehen zu weit? Da müsse man immer den einzelnen Fall betrachten, sagt Plechinger. Generell sei sie entsetzt, dass viele Leute alle Muslime über einen Kamm scheren würden [Durchaus haarig, das verdoppelte Gleichnis, auf Schariadurchsetzung zielen beide Varianten, Nummer Eins ist im leider radikalislamisch unterwanderten Integrationsbetrieb seit Jahren zu vernehmen. Doch ermuntert das zielsicher zweckentfremdete Gleichnis von den Muslimen als Zinken eines Kammes (هٌذَا مَثَلُ أَسْنٌانِ الْمُشْطِ) den Nichtmuslim zum schuldzerknirschten Einknicken, während es im islamische Verständnis bedeutet: Die Muslime – und nur sie, und jeder Mensch ist als Muslim geboren – seien, vgl. bei ENFAL, gleich und nur hinsichtlich ihres Glaubens (i. e. Glaubensgehorsams!) verschieden: „Leute sind wie die Zinken eines Kammes“. All people are as equal as the teeth of a comb]. „Man muss da differenzieren“, sagt sie. An ihrer Schule habe es beispielsweise ein oder zwei Kinder gegeben, die plötzlich nur noch „halal“ essen wollten, also grob gesagt reine Lebensmittel aus islamischer Sicht. „Das geht zu weit“, sagt Plechinger ganz entschieden [Wer so redet, hat von halal-Nahrung nichts verstanden bzw. das Thema islamisch erlaubte Kost ist ihm gleichgültig oder macht Kulissenbau, Taqiyya, denn keine Schule kann den zum Mitagessen verpflichteten Kindern muslimischer Eltern völlig bewusst nichts anderes als haram-Nahrung vorsetzen]. Andererseits gebe es in der Schulkantine kein Schweinefleisch [möglicherweise ist in Senden das halal-Zertifikat noch nicht authentisch genug … dann keine Sorge, das kommt].

Schulleiterin aus Senden als Expertin | Augsburger Allgemeine 18.02.2017

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Schulleiterin-aus-Senden-als-Expertin-id40578041.html

( هٌذَا مَثَلُ أَسْنٌانِ الْمُشْطِ ) „Alle Menschen sind gleich, gleich wie die Zinken eines Kammes“, der deutsche Kirchentagsbesucher oder sonstige Multikulturelle freut sich über allgemeine islamische Menschenrechte, die antirassistische Scharia, die Gleichheit von Mann und Frau.

„All people are equal, as equal as the teeth of a comb. There is no claim of merit of an Arab over a non-Arab, or of white over a black person, or of a male over a female. Only God-fearing people merit a preference with God.“

[Liebe Männer und vor allem Frauen, zum Islam bitte stets auch das Kleingedruckte lesen.] So Islam confers on women all the political and social rights, which man enjoys. She is entitled to all the privileges bestowed upon man. Beside worldly matters, women are also equal to men in the spiritual sense. As it says that they are from the same origin as are men, and due to this fact they should not be dealt with harshly and roughly, rather men should deal with them in a very mild and soft manner.

RIGHTS OF WOMEN UNDER ISLAM | by Mrs. Dr. Muhammad Amjad Tariq

http://www.angelfire.com/mo/MWSA/rights.html

Aber überlassen wir nun dem Muslimbruder Sayyid Qutb das Wort: „Alle Menschen sind gleich, so wie die Zinken eines Kammes“, sagt der noble Prophet des Islams. […] Die gleiche Neigung zur Gleichberechtigung im Islam kann darin gesehen werden, dass die Abbitte für das unabsichtliche Töten immer die Freilassung eines Sklaven ist. Dies deutet darauf hin, dass die Befreiung eines Sklaven als Gabe des Lebens [Nein, auf den ersten Blick sehen wir wenig Gleichberechtigung und viel religiöse Verankerung der Sklaverei …]

Für eine definitive Befreiung der Sklaven im Namen des Islam | Von Milena Rampoldi | 2014

The same tendency to equality is shown by the fact that Islam fixes the atonement for an accidental killing as the liberation of a slave; this indicates that it regards freeing a slave as a means of giving life to a soul. (Sayyid Qutb – Social Justice in Islam)

https://books.google.de/books?id=cLVXDQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Im Einsatz für Allahs Menschenrechte: Milena Rampoldi

https://www.pressenza.com/de/author/milena-rampoldi/

http://www.islamiq.de/author/dr-milena-rampoldt/

Evelyn Hecht-Galinski interviews Milena Rampoldi about her book about Ellen Rohlfs

„In this video the most important statements by Milena Rampoldi about her book about Ellen Rohlfs and her poems for the peace in Palestine.“ (Promosaik Redaktion)

https://www.youtube.com/watch?v=NwLyDxupmv8

Tochterdämmerung

(Henryk M. Broder obsiegt vollumfänglich im Rechtsstreit gegen Evelyn Hecht-Galinski)

http://www.achgut.com/artikel/tochterdaemmerung/

Erde und Himmel in einem einzigen System. So wacht endlich auf!

Zur Abhandlung »Al-ʿadāla al-iǧtimāʿīya fi l-islām« (1949) des Sayyid Quṭb wird die auszugsweise Übertragung der englischen Fassung »Social Justice in Islam« (1953) ins Deutsche herangezogen. Deutsche Fassung und Kommentare von Jacques Auvergne.

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/08/20/188/

Alles und jedermann ist Kammzinke

Nichtkammzinke pardon ledigliches Kriterium der Unterscheidung verschiedener Menschen sei dessen Thawab (ṯawāb, türk. sevap. The merit or reward) bedingt durch dessen Taqwa (taqwā, türk. taqva. To fear Allah and to guard against evil), seien unterscheidbarer Jenseitsverdienst des Einzelnen durch individuell verschiedenes Quantum an Gottesfurcht. Thawab wie Taqwa allerdings sind im Din (Islam) öffentlich unter Beweis zu stellen, denn: Glauben heißt Gehorchen! Bedarfsweise wird daher die imaginäre Kammzinke sehr islamisch einen Teil kürzer gemacht oder der Mensch einen Kopf. Saudi Arabia carried out 153 executions in 2016, in Saudi-Arabien sind nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP im Jahr 2016 insgesamt 153 Menschen hingerichtet worden.

https://www.quora.com/Is-it-a-requirement-that-the-Supreme-Leader-of-Iran-be-a-Shia-of-Arab-descent

„And if we fall into the trap of painting all Muslims as a broad brush, and imply that we are at war with the entire religion, then we are doing the terrorists‘ work for them. Wenn wir alle Muslime über einen Kamm scheren, gehen wir denen auf den Leim, die einen Krieg zwischen dem Islam und dem Westen oder den USA wollen, dann erledigen wir die Arbeit der Terroristen.“ (Barack Obama im Juni 2016)

http://time.com/4368733/barack-obama-donald-trump-muslim-ban-orlando-shooting/

http://www.epochtimes.de/politik/welt/obama-wird-deutlich-trump-spaltet-das-land-a1336912.html

„Es gibt gemäßigte Muslime, aber keinen gemäßigten Islam.“

(Maximilian Gerber, Wirtschaftsingenieur)

http://www.huffingtonpost.de/maximilian-gerber/islam-nicht-friedlich_b_8344340.html

(Zuerst bei: Feuerbringer-Magazin | Zurück zur Vernunft)

https://feuerbringer.wordpress.com/kooperationen/aufgeklaerte-islamkritik/warum-ist-der-islam-nicht-friedlich/

Bei: ENFAL: „Leute sind wie die Zinken eines Kammes

[Nicht die Menschen an sich, nur die Leute der muslimischen Weltgemeinschaft, der Umma gleichen Kammzinken. Und hinsichtlich ihres Glaubensgehorsams, hinsichtlich der erfüllten oder nicht erfüllten Schariapflichten unterscheiden sich die anfänglich kammzinkengleichen Muslime dann doch, und zwar erheblich, nämlich bis zum ewigen Verbleib in Dschanna, jenseitigem Garten, oder Dschahannam, jenseitigem Feuer.]

http://www.enfal.de/grund54.htm

Yet another meaning the Prophet mentioned, where he particularly talks to Arabs, warning them from the silliness of ever thinking that because the Quran was revealed in Arabic, they as Arabs would have any advantage in the sight of God: “All people are as equal as the teeth of a comb, there is no virtue (nothing better or superior) to an Arab over a non-Arab nor white over colored except by the fear and mindfulness of God”.

http://muslim-mind.com/tag/hadith/

Alle Mitglieder der Umma sind vor Gott gleich, sie gelten als Geschwister […] Mohammed verglich die Mitglieder der Umma mit den „Zinken eines Kammes“, alle seien gleich.

Umma und Kirche | Von Mouhanad Khorchide und Klaus von Stosch

https://kw.uni-paderborn.de/fileadmin/fakultaet/Institute/kath-theologie/Systematische_Theologie/Prof._Dr._Klaus_von_Stosch/Publikationen/3._Artikel_Articles/41_stosch_umma_und_kirche.pdf

330 Kinder besuchen die Mittelschule in Senden. 75 Prozent haben einen Migrationshintergrund, 60 Prozent der Schüler sind Muslime. Ist das etwa ein Problem? Nein, sagt Schulleiterin Birgit Plechinger. „Der Islam bereitet in unserem Schulalltag so wenig Probleme, dass ich mir wünschte, er wäre unser einziges Problem.“ [Wer so redet, weiß vielleicht noch nichts vom Islam. Die andere Möglichkeit: In der endlich durchgesetzten Hakimiyyat Allah ist, wenn Iblis mit Gottes Billigung (vgl. Koran Sure 15:34 bis 15:38 und Sure 26:95) nicht selbst dort noch verführen dürfte, der Islam in der Tat das einzige Problem der Menschen] Man müsse nur richtig damit umgehen. [„Der Islam ist die Lösung“, Hasan al-Banna. Al-islam huwa al-hall.]

„Die muslimischen Schüler sind genauso lieb und genauso frech“

Die Schulleiterin findet es jedoch schlimm, dass gerade weltweit „eine Dämonisierung des Islams“ stattfinde, ohne zu unterscheiden, wofür muslimische Menschen eigentlich stehen. [Nicht so hastig zu den Muslimen übergehen bitte, sondern vorab klären: Wofür steht er denn, der Islam, jedenfalls der Literalismus von Sure und Hadith? Dann erkennen und warnen: Ein anderer Islam ist noch nicht organisierbar und der Wortwörtlichkeit von Koran und Sunna folgende Muslime kämpfen für immer mehr Schariagesetze.] Bei der Beurteilung [der schariakonformen Beurteilung?] werde oft nicht mehr nach dem Einzelfall entschieden. [Vom Streben nach Rechtssicherheit und Nachvollziehbarkeit hin zu Mystik und Allahs Einzelfall?] […]

Die Basis für das Zusammenleben sind die Menschenrechte [Welche Menschenrechte meint die Schulleiterin, Paris 1948 oder Kairo 1990? Oder eine dialogisch vereinbarte Mixtur aus UDHR deutsch AEMR und CDHRI?] und unsere Gesetze“, sagt Plechinger. […]

Vor Kurzem passierte etwas […] in der Mensa der Mittelschule. Drei Schüler stifteten Unruhe, indem sie bei anderen auf den Teller zeigten und sagten: „Das Fleisch ist nicht halal, du kommst in die Hölle, wenn du das isst.“ [Abhängig von Fleischsorte und Schlachtungsweise ist das aus islamischer Sicht genau so.] Manche der Angesprochenen seien verunsichert oder verängstigt gewesen. Schulleiterin Birgit Plechinger hat rigoros auf dieses Verhalten [das Drohen oder das Verängstigtsein?] reagiert. „Das geht einfach zu weit“, sagt sie im Gespräch [Was genau geht zu weit, hätten die Sittenwächter ihre Mitschüler einfach etwas freundlicher ermahnen sollen? Ist der Dschahannam, die Hölle im Islam, den bewussten Verweigerern der rechten Seinsweise denn nicht im Koran angekündigt?]. Es habe sich um junge Schüler [Grünschnäbel, vom Islam noch keine Ahnung, soll das suggeriert werden?] gehandelt, mit denen die Schulleiterin auch gesprochen habe [Und was ist dabei besprochen worden?]. Zudem wurde der Vorfall per Durchsage im Schülerradio aufgegriffen. „Ältere muslimische Schüler [Islamprinzip Großer Bruder, Aufpasser, Wali?] haben im Schulradio klar gesagt, dass es Privatsache ist, was man isst“, sagt Plechinger. Die Vorbildfunktion sei hier wichtig gewesen. [Und übermorgen besinnen sich diese älteren muslimischen Schüler und verkünden, ganz wichtige Vorbildfunktion, per Schulradio: „Das Fleisch ist nicht halal, du kommst in die Hölle, wenn du das isst.“]

Muslime in der Mehrheit: Wie eine Schule damit umgeht | Von Carolin Oefner | Augsburger Allgemeine 23.02.2017

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Muslime-in-der-Mehrheit-Wie-eine-Schule-damit-umgeht-id40636776.html

[32] Landesbildungsserver Baden-Württemberg | Ethik-Religionen und Weltanschauungen: Islam

Die Stellung der Frau im Islam [Hier fehlt das Bekenntnis zur bundesrepublikanischen Unverhandelbarkeit allgemeiner Menschenrechte (AEMR) als Basis des Grundgesetzes – der Islam verstößt gegen die AEMR und dabei insbesondere gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, das ist zu schreiben, und kann und darf deshalb nicht legalisiert werden, auch das ist zu schreiben. Es ist zu befürchten, dass die Lehrer nichts sagen und die Schüler nach Hause gehen mit der Erkenntnis: „Im Islam wird die Verschiedenheit der Geschlechter betont. Die Muslime glauben, Gott habe für Mann und Frau gemäß ihrer Natur jeweils unterschiedliche Rechte und Pflichten vorgesehen, die ihrer jeweiligen Natur gerecht werden.“]

http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/ethik/materialien/ue_islam/Frauen_im_Islam.pdf

https://www.yumpu.com/de/document/view/21317254/10-die-stellung-der-frau-im-islam-landesbildungsserver-baden-

[33] Journalisten-Handbuch zum Thema Islam (Vorwort | MEDIENDIENST INTEGRATION (2017)

https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Handbuch_Islam.pdf

[34] Das Islambild von ARD und ZDF. Themenstrukturen einer Negativagenda | Von Kai Hafez, Carola Richter | Fachjournalist Heft 3 / 2008

http://www.fachjournalist.de/PDF-Dateien/2012/05/FJ_3_2008-Das-Islambild-von-ARD-und-ZDF.pdf

[35] Das Islambild von ARD und ZDF | Von Kai Hafez, Carola Richter | bpb Bundeszentrale für politische Bildung 21.06.2007

http://www.bpb.de/apuz/30402/das-islambild-von-ard-und-zdf?p=all

[36] Bioethik und die Scharia | Von Danja Bergmann | bpb Bundeszentrale für politische Bildung 21.06.2007

http://www.bpb.de/apuz/30400/bioethik-und-die-scharia?p=all

[37] What did prophet Muhammed think of gay people?

By: Said Bourrich, Muslim who supports equal rights for the LGBT community.

https://www.quora.com/What-did-prophet-Muhammed-think-of-gay-people

Wie die US-amerikanische schiitische Bewegung Camp 313 informiert, residiert der Scheich in der heiligen Stadt Ghom (Qum) im Iran:

„Shaykh Hamza currently resides in the holy city of Qum, Islamic Republic of Iran where he has spent the past 16 years pursuing Islamic studies, specializing in Islamic law, the principles of Islamic jurisprudence and Islamic philosophy.“

_ttp://camp313.com/teams/sheikh-hamza-sodagar/

Islamic hate preacher who called for gay men to be beheaded is teaching children as young as six at a school in London

[…] Shaykh Hamza Sodagar is in London this week to deliver a series of lectures at the Islamic Republic of Iran School, which is run by the Iranian government.

[…] Human rights campaigner Peter Tatchell has called on the Home Secretary to revoke the preacher’s visa. He said: ‚In a free society, Hamza Sodagar has a right to believe that homosexuality is sinful but not to preach about ways to kill lesbians and gay men. […] ‚The cleric should be ordered out of the country.‘

(By Dave Burke | MAIL online 06.10.2016)

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3825696/Islamic-hate-preacher-called-gay-men-beheaded-teaching-children-young-six-school-London.html

[38] Islam Question and Answer

General Supervisor: Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid

38622: The punishment for homosexuality

[…] Shaykh al-Islam Ibn Taimiyya (…) said: With regard to homosexuality, some of the scholars said that the hadd punishment for it is the same as the hadd punishment for zina, and it was said that it is less than that. But the correct view on which the Sahaba were unanimously agreed is that both are to be killed, the active and the passive partners, whether they are married or not. The authors of al-Sunan narrated from Ibn ‘Abbas (…) that the Prophet (…) said: “Whoever you find doing the action of the people of Lut, execute the one who does it and the one to whom it is done.” And Abu Dawud narrated from Ibn ‘Abbas concerning the unmarried person who commits a homosexual act that he said: He is to be stoned. And something similar was narrated from ‘Ali ibn Abi Talib (…). The Sahabah did not differ concerning the ruling that the homosexual is to be executed, but they differed concerning the methods. It was narrated from Abu Bakr al-Siddiq (…) that he is to be burned, and from others that he is to be executed.

It was narrated from some of them that a wall is to be knocked down on top of him until he dies beneath it.

And it is said that both should be detained in the foulest of places until they die.

It was narrated from some of them that he should be taken up to the highest place in the town and thrown down from it, to be followed with stones, as Allah did to the people of Lot. This was narrated from Ibn ‘Abbas. According to the other report, he is to be stoned. This was the view of the majority of the salaf. They said: because Allah stoned the people of Loot, and stoning is prescribed for the zani by analogy with the stoning of the homosexual. Both are to be stoned, whether they are free or slaves, or one of them is the slave of the other, if they have reached the age of puberty. If one of them has not reached the age of puberty, he is to be punished but not stoned, and none is to be stoned except one who has reached puberty. End quote from al-Siyasa al-Shar’iyya, p. 138. […]

https://islamqa.info/en/38622

al-Tirmidhi, Sunan 1:152 – [Muhammad said] „Whoever is found conducting himself in the manner of the people of Lot, kill the doer and the receiver.“

http://www.thereligionofpeace.com/pages/quran/homosexuality.aspx

Sheikh Shady Alsuleiman (born 1978 in Sydney, Australia)

In 2013, Alsuleiman spoke of the „evil actions“ of homosexuality […] He has also called for women to be ‘hung by their breasts in hell’ and that adulterers should be stoned to death and pre-marital sex by women should be severely punished.

https://en.wikipedia.org/wiki/Shady_Alsuleiman

The Australian-born Sheikh Shady has reportedly previously said AIDS “is a divine punishment” for homosexuals and adulterers should be stoned to death.

[Auf Nachfrage allerdings fühlte sich der Scheich missverstanden.]

http://www.news.com.au/national/federal-election/prime-minister-responds-to-sheik-shady-alsuleimans-controversial-invitation-to-kirribilli-house-dinner/news-story/60fc2a50e41506afd5c0f7bad8d38c76

• Jemen – Nach dem Strafrecht aus dem Jahr 1994 können verheiratete Männer gesteinigt werden wegen Homosexualität. Unverheiratete Männer werden ausgepeitscht oder müssen für ein Jahr ins Gefängnis. Frauen müssen [bis zu] sieben Jahre lang ins Gefängnis. Yemen: According to the 1994 penal code, married men can be sentenced to death by stoning for homosexual intercourse. Unmarried men face whipping or one year in prison. Women face up to seven years in prison.

• Iran – Nach Schariarecht Todesstrafe und Männer können z.B für Küssen ausgepeitscht werden, ebenso wie Frauen. Iran: In accordance with sharia law, homosexual intercourse between men can be punished by death, and men can be flogged for lesser acts such as kissing. Women may be flogged.

• Irak – Strafrecht verbietet Homosexualität nicht ausdrücklich, aber die Menschen werden von Milizen getötet oder von Richtern unter Bezug auf Schariarecht verurteilt. Iraq: The penal code does not expressly prohibit homosexual acts, but people have been killed by militias and sentenced to death by judges citing sharia law.

• Mauretanien – Homosexuelle Männer können gesteinigt werden, nach einem Gesetz von 1984, Frauen kommen ins Gefängnis. Mauritania: Muslim men engaging in homosexual sex can be stoned to death, according to a 1984 law, though none have been executed so far. Women face prison.

• Nigeria – Homosexualität ist ein Haftgrund, aber in einigen Gegenden gibt es Schariarecht, dort wird die Todesstrafe umgesetzt. Homosexuelle dürfen auch keine Treffen abhalten oder Vereine gründen. Nigeria: Federal law classifies homosexual behavior as a felony punishable by imprisonment, but several states have adopted sharia law and imposed a death penalty for men. A law signed in early January makes it illegal for gay people countrywide to hold a meeting or form clubs.

• Katar – Schariarecht, Todesstrafe für außerehelichen Sex, egal welcher sexuellen Orientierung. Qatar: Sharia law in Qatar applies only to Muslims, who can be put to death for extramarital sex, regardless of sexual orientation.

• Saudi Arabien – Homosexuelle werden nach Schariarecht gesteinigt. Jeder Sex außerhalb der Ehe ist illegal. Saudi Arabia: Under the country’s interpretation of sharia law, a married man engaging in sodomy or any non-Muslim who commits sodomy with a Muslim can be stoned to death. All sex outside of marriage is illegal.

• Afghanistan: The Afghan Penal Code does not refer to homosexual acts, but Article 130 of the Constitution allows recourse to be made to sharia law, which prohibits same-sex sexual activity in general. Afghanistan’s sharia law criminalizes same-sex sexual acts with a maximum of the death penalty. No known cases of death sentences have been meted out since the end of Taliban rule in 2001.

• Somalia – Strafrecht fordert Gefängnis, aber in einigen Gegenden gibt es Schariarecht, dort gilt die Todesstrafe. Somalia: The penal code stipulates prison, but in some southern regions, Islamic courts have imposed sharia law and the death penalty.

• Sudan – Nach dreimaligem Verstoß Todesstrafe, beim ersten und zweiten Mal auspeitschen und Gefängnis. Im Süden des Landes wurden etwas gelockerte Gesetze erlassen. Sudan: Three-time offenders under the sodomy law can be put to death; first and second convictions result in flogging and imprisonment. Southern parts of the country have adopted more lenient laws.

• Vereinigte Arabische Emirate – Uneinigkeit ob das Gesetz Todesstrafe vorschreibt für einvernehmlichen homosexuellen Sex oder nur bei Vergewaltigung. Nach AI keine Todesstrafen, aber alle sexuellen Akte außerhalb der Ehe sind verboten. United Arab Emirates: Lawyers in the country and other experts disagree on whether federal law prescribes the death penalty for consensual homosexual sex or only for rape. In a recent Amnesty International report, the organization said it was not aware of any death sentences for homosexual acts. All sexual acts outside of marriage are banned.

Here are the 10 countries where homosexuality may be punishable by death | By Max Bearak and Darla Cameron | The Washington Post 16.06.2016 (Übersetzung ins Deutsche als: In 10 Ländern gibt es die Todesstrafe für Homosexualität | Quelle, gelöscht: Journal-Express (Knoxville, Iowa, USA))

https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2016/06/13/here-are-the-10-countries-where-homosexuality-may-be-punished-by-death-2/?utm_term=.226e0d3ab2c9

http://www.standard.net/National/2016/06/13/Here-are-the-10-countries-where-homosexuality-may-be-punished-by-death

http://www.stuff.co.nz/world/americas/florida-nightclub-shooting/81032291/Here-are-the-10-countries-where-homosexuality-may-be-punished-by-death

Gambia

Die Gesetzesnovellierung Criminal Code (Amendment) Act 2014 […] führte die Straftat der „schweren Homosexualität“ ein, die mit bis zu lebenslanger Haft geahndet werden kann.

https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-226-2014-1/erste-festnahmen-nach-homophobem-gesetz

On 9 October 2014, Gambia’s President Yahya Jammeh signed his assent to the Criminal Code (Amendment) Act, 2014, passed by the Gambian Parliament on 25 August 2014. The Act further criminalises the lesbian, gay, bisexual and transgender (LGBT) community in Gambia.

http://www.humandignitytrust.org/uploaded/Library/Other_Material/Gambia_-_Criminal_Code_Act_2014_briefing_note.pdf

[39] Islamverharmloserin Özoğuz lobt das Handbuch für Journalisten zum Thema Islam

https://mediendienst-integration.de/artikel/handbuch-fuer-journalisten-zum-thema-islam.html

Anleitung zur Unmündigkeit: Das Handbuch zum Islam – DIE ACHSE DES GUTEN

Claudio Casula / 07.11.2016

http://www.achgut.com/artikel/anleitung_zur_unmuendigkeit_das_handbuch_zum_thema_islam

[40] Zitiert nach Henryk M. Broder (Kritik der reinen Toleranz) Seiten 166-167.

WELT ONLINE veröffentlicht einen Auszug aus seinem Buch „Kritik der reinen Toleranz“.

https://www.welt.de/politik/article2400052/Henryk-M-Broders-Kritik-der-Toleranz.html

Verlag Randomhouse | Buch von Henryk M. Broder | Kritik der reinen Toleranz

https://www.randomhouse.de/Paperback/Kritik-der-reinen-Toleranz/Henryk-M.-Broder/Pantheon/e289396.rhd

YouTube | Henryk M. Broder – Die Kritik der reinen Toleranz

https://www.youtube.com/watch?v=m2Sf1-_Nej0

[41] What is Halal? Why Muslims eat Halal?

(Makkah-NewsHalal, Rabi`I 20, 1437, January 1, 2015)

Halal is an Arabic word meaning permissible. Halal is any object or action which is permissible to use or engage in according to Islamic law, (the Sharia). The term covers and designates not only food and drink as permissible according to Islamic law but also matter of daily life. [Dinge des täglichen Leben, vgl. Titel der Sendung: Islam im Alltag.]

According to Islamic law, all allowable things, objects, foods & drug or acts called Halal. In contrast, every not allowable things, objects, foods & drug or acts called Haram which means not permissible.

http://www.newshalal.com/article/208/culture

[42] Koordinationsrat der Muslime in Deutschland. KRM. Geschäftsordnung in der Fassung vom 28. März 2007.

http://islam.de/files/misc/krm_go.pdf

40 Jahre Emma – 40 Jahre Islamschönfärben

Januar 29, 2017

آليس شفارتسر

Alice Schwarzer

Böser Islamismus, guter Islam: Die Weltanschauung der Alice Schwarzer

Deutlich anders als der den freiheitlichen Rechtsstaat gefährdende islamverträgliche Feminismus, ein veritabler Unterlegenheitsfeminismus, hat der Gleichheitsfeminismus die weltweite Durchsetzung allgemeiner Menschenrechte einzufordern und das Islamische Recht zurückzuweisen. Das müsste auch für die seit vierzig Jahren bestehende Zeitschrift EMMA und ihre Gründerin gelten – sollte man eigentlich erwarten. Von Jacques Auvergne und Ümmühan Karagözlü.

Mausert sich Deutschlands Oberfeministin zu Deutschlands berühmtester Islamverharmloserin? Am 26. Januar dieses Jahres erfuhr der Leser der Neuen Osnabrücker Zeitung über die EMMA-Gründerin:

„Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam.“[1]

Das stimmt nicht. Mohammed war aus Sicht seiner Gefolgschaft ebenso wie aus seiner eigenen Sicht beides: der endgültige Prophet einerseits und andererseits Staatsgründer und Feldherr. Mehr Politik geht nicht, das Gerede über einen politischen Islam ist gegenstandslos.

Entsetzt zeigt das Alphaweibchen der deutschen Frauenbewegung auf Niqab und Burka:

„Selbstverständlich bin ich für ein Verbot der Vollverschleierung in Deutschland!“

Die Kölner Burkabekämpferin sagt nichts gegen den religiös verpflichtenden Schleier (Hidschab) – kein Wunder, sie müsste dazu das Islamische Recht kritisieren, die Scharia, den im Jahre 1111 d. g. Z. verstorbenen Imam al-Ghazali und die anderen sunnitischen Ulama (Sg. Alim), alle heutigen Scheiche und Muftis und deren Fatawa (Sg. Fatwa), die schiitischen Mullahs.

Nun sei etwas ausführlicher zitiert, wie Alice Schwarzer jedem Islamkritiker in den Rücken fällt. Die vielfach Preisgekrönte (u. a.; 2004: Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen; 2005: Bundesverdienstkreuz Erster Klasse; 2010: Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen) schießt aus allen Rohren, eher unverdient kriegt sogar die Bundeskanzlerin ihr Fett weg:

„[Merkel] hat die politische Dimension des politisierten Islam nicht begriffen. Sie verwechselt ihn mit dem Islam als Religion. Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam. Und dabei geht es nicht nur um Terror, das fängt viel früher an.“

Eher schon das Gegenteil ist richtig, denn leider ist auch für Angela Merkel (Der Spiegel 26.09.2012) der Islam pauschal Teil von Deutschland: „Wir sollten da ganz offen sein und sagen: Ja, das ist ein Teil von uns.“

Zurück zur Inhaberin des Monopols auf feministische Berichterstattung:

„Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam. Und dabei geht es nicht nur um Terror, das fängt viel früher an.“

Soso, es gehe nicht lediglich um islamisch-glaubensbewegten Terrorismus, das Problem fange „viel früher an“?

Genau das tut es, bei Koransure und Hadithvers fängt es an, das universelle Problem, beim Islam fängt es an! Doch über den, siehe weiter unten und im Quellenteil, verliert unsere karrierebewusste Oberemanze kein Wort: „Der Islam ist nicht mein Thema“, „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas über den Islam gesagt“.

Durchaus im Sinne von Deutscher Islamkonferenz und deutschen Islamverbänden bestimmt Frau Schwarzer mit, was hierzulande zu Scharia (Allahs Schöpfungsordnung, der Menschheit vom Himmel angeordnet als Gesetzlichkeit; Islam) und Fiqh (islamische Jurisprudenz; auch Islam) öffentlich gesagt und geschrieben werden darf und was nicht.

„Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam“, über diese engagierte Verteidigung des Glaubens durch eine europäische Feministin können Darul-Uloom Deoband, Millî-Görüş und die Muslimbruderschaft zufrieden sein.

In den Rücken fällt die Galionsfigur der deutschen Frauenbewegung damit jedem Islamkritiker, allen muslimischen Säkularen und insbesondere den weiblichen Säkularen sowie überhaupt allen der Herrschaft des islamischen Rechts, allen der Herrschaft des Islam unterworfenen Frauen.

Die aus islamischer Sicht überall und jederzeit (ggf. nur bis zum Tag der Auferstehung) gültige Scharia ist menschengemachten Verfassungen und Gesetzesbüchern voranzustellen, der sogenannte Schariavorbehalt; letztlich übersteigt sie das menschliche Verstehen. Den Fiqh hingegen kann man studieren als Allahs gesetzliche Maßgabe; im Laufe der Jahrhunderte ist er durch islamische Eliten kodifiziert worden und als Rechtsschöpfung und Gerichtspraxis anzuwenden. Ob Scharia oder Fiqh: Gruppen von Menschen (Nichtmuslime; Schariaverweigerer; alle Frauen) sind rechtlich herabzustufen, zu diskriminieren. Kompatibel mit den allgemeinen Menschenrechten (AEMR) sind Scharia und Fiqh nicht.

Eine deutsche Frauenrechtsbewegung, die sich nicht an die Scharia und den Fiqh herantraut, sondern vor dem reichlich geisterhaften Islamismus warnt und den mit ihm letztlich (nämlich religiös, theologisch) identischen Islam schönredet, kann nicht viel erreichen und wird allen Frauen, muslimisch oder nichtmuslimisch, schaden.

Beim allgemeinen Islamschönreden ist die EMMA-Gründerin des Jahres 1977 nun wirklich nicht alleine.

Doch hat die Inkarnation des deutschen Feminismus, das fleischgewordene frauenrechtliche Gewissen der Republik, eine hervorgehobene Stellung beim hoch ersehnten Erteilen von Absolution an die über islamische Schleierpflicht (Hidschab), islamische weibliche Beschneidung (FGM), islamische Polygamie sprich Polygynie (mit Talaq und Chul, die Kinder gehören dann stets dem Mann) und islamische Kinderehen (Mädchen heiratsfähig ab neun Jahre) dann doch ein wenig zerknirschten Akteure in Parteien, Presse, Gewerkschaft und Wohlfahrtsverband. Denn leider ist die 74-Jährige die Deutungsinhaberin jeder Frauenfrage, die Monopolistin beim Definieren dessen, was in Deutschland an frauenpolitischen Forderungen erhoben werden muss einerseits und andererseits gefälligst auszureichen hat.[2]

Schleierzwang, Chitan al-Inath (indonesisch sunat perempuan; FGM), Talaq und Chul, Zweitfrau bis Viertfrau zu sein, per Imamehe verheiratetes zwölf oder elf Jahre altes Mädchen und schwangere Kindbraut zu sein, um nur die Spitze des islamischen Eisbergs zu nennen, anders gesagt: die theologisch begründete Biologisierung, Sexualisierung und Erniedrigung der Frau in der Religion von Koran und Sunna, kurz: die religiöse Unterdrückung der Frau – das ist Islam und das ist Gewalt – und keine Form der Gewalt ist privat, eben auch nicht die glaubensgeleitete Gewalt gegen Frauen. Für Alice Schwarzer hingegen, wie wir gleich hören werden, ist diese Glaubenslehre und Religionspraxis so etwas wie individuelle Selbstverwirklichung und in jedem Fall nicht zu diskutieren, kein Politikum: „das ist ein Glaube und das ist Privatsache“. Wir wiederholen: Gewalt ist nie privat.[3]

„Der Islam ist nicht mein Thema“, wie leicht wird man hier sarkastisch. Endlich, wie konnten wir nur über die Scharia etwas Schlechtes denken. Erst der islamrevolutionäre Ruhollah Chomeini war es, der den genuin menschenfreundlichen und insbesondere frauenfreundlichen Islam aus der Form gebracht hat, ihn schier zur Unkenntlichkeit entstellte, eine politisierte Pseudoreligion und Nichtreligion fabrizierend, die jetzt weltweit ein Zerrbild des wahren Islam predigt. Genug des Sarkasmus.

Das angekündigte Zitat findet sich auf Schwarzers persönlichem Internetauftritt.

Alice Schwarzer: „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas über den Islam gesagt. Ich publiziere über das Problem seit 30 Jahren und bei jeder Gelegenheit weise ich darauf hin, dass es mir nicht um den Islam geht – das ist ein Glaube und das ist Privatsache –, sondern ausschließlich um den politisierten Islam, der seinen Anfang genommen hat mit Chomeini im Iran 1979 und der seither einen Siegeszug durch die Welt antritt. Ich kritisiere die Islamisten, diese Sorte Muslime, für die die Scharia über dem Gesetz steht und die Frau unter dem Mann. Wir sollten fein unterscheiden zwischen Islam und Islamisten und endlich in Deutschland etwas tun gegen die Islamisten.“[4]

40 Jahre nach Gründung ihrer Zeitschrift sieht Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer „ganz neue Probleme“ für den Feminismus, etwa den „politisierten Islam, in dem die Frauen völlig entrechtet sind“. Entstanden sei dieses Problem nicht erst durch die Flüchtlingsbewegung der letzten Monate. „Wir haben eigentlich seit 30 Jahren in den muslimischen Communities eine offensive Agitation der Islamisten“, so Schwarzer.[5]

„Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas über den Islam gesagt“ – aber das ist ja das Schlimme.

Denn: Nein Frau Schwarzer, nicht der politische Islam oder das Politikern und Mainstream-Medien zur Verharmlosung des hanbalitischen Fiqh (sunnitischer Islam; Islam) so willkommene Schreckgespenst Wahhabismus oder der sogenannte Salafismus (auch Islam), nicht der Islamismus den es gar nicht gibt, sondern das islamische Recht – himmlisch gegeben als die Scharia, irdisch anzuwenden als der Fiqh – wird immer die Frau, den Nichtmuslim und den schuldhaft Pflichtvergessenen, den bewussten Schariaverweigerer benachteiligen, demütigen und körperlich wie seelisch quälen. Ihn schmerzhaft bestrafen in Dunya und Achira, im Diesseits und im Jenseits.

Die jeden Lebensbereich regelnde sowie nach Überwindung aller nichtislamischen Gesetze und Verhaltensweisen strebende Scharia ist es, die in eine freiheitliche Demokratie nicht integriert werden kann, die ihrem Wesen gemäß nach Kohärenz, nach Totalität strebende Scharia.

Das eher noch etwas ungeregelte, dem Kalifat oder Imamat zeitlich vorausgehende islamische Erschrecken (Koran 8:12 I will cast terror into the hearts of those who disbelieved. In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen), das Faustrecht nämlich von Taharrusch dschamai bis Terrorismus, bereite der rechten Seinsweise (Din) den Weg und weiche auf längere Sicht der korantreu geregelten Souveränität, der Herrschaft Allahs, seiner Hakimiyya.

Die Islamisierung eines Landes ist die Islamisierung des Rechts: Paragraph für Paragraph werde islamtauglich, schariakompatibel. Dieser Prozess, sofern nicht abgestoppt, muss die unverhandelbaren Menschenrechte (AEMR) und auch das AEMR-basierte deutsche Grundgesetz heute ironisieren und morgen kaputtmachen.

Die Vorgehensweise der großen Islamschönfärberin aus Köln trägt dazu bei, das Leid anderer zuzulassen, vor allem das Leid anderer Frauen. Wer hingegen für die Frauenrechte als Teil der allgemeinen Menschenrechte wirklich etwas erreichen will, erkennt und fordert: Die Scharia, der Islam muss weg aus dem Recht.

Und zwar weltweit, auch im sogenannten Orient, denn Menschenrechte – und dazu gehören die Frauenrechte – sind eben gerade nicht westlich, nicht okzidental, sondern entweder universell … oder sie sind gar nicht.

Jacques Auvergne und Ümmühan Karagözlü

Q u e l l e n

[1] „Merkel hat die politische Dimension des Islamismus nicht begriffen“. Ein Artikel von Marion Trimborn. Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) 26.01.2017

http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/840359/merkel-hat-die-politische-dimension-des-islamismus-nicht-begriffen

[2] Nun, man habe die Frage nicht nötig: „Und wo lassen sie denken?“

Cicero „Frauen-Ranking 2008“ Platz Zwei: Alice Schwarzer

https://web.archive.org/web/20080526070740/http://www.rankaholics.de/w/die+einflussreichsten+intellektuellen+frauen+2008_1784

Cicero-Rangliste 2012: Wer dringt durch? Wer wird gehört?

Feministin Alice Schwarzer steht auf Platz vier und ist damit die Frau mit der höchsten öffentlichen Deutungsmacht.

http://cicero.de/berliner-republik/liste-der-500-guenter-grass-und-alice-schwarzer-spitze/52978

[3] Gewalt ist nie privat

https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/Flyer%20Rosenstrasse%20Sossenheim%202016.pdf

http://www.strohhalm-ev.de/kunde/pdf/1/25_6_07.pdf

http://frauenportal.koeln/cms/news/article.php?storyid=37

http://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Zeitschriften/Erziehung_und_Wissenschaft/2016/EW_03_2016_web.pdf

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMD16%2F1084%7C1%7C0

[4] „Der Islam ist nicht mein Thema“ | ALICE SCHWARZER 17.05.2016

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/der-islam-ist-nicht-mein-thema-332543

[5] Bayerischer Rundfunk 26.01.2017

Alice Schwarzer: „Dem politisierten Islam etwas entgegensetzen“ Zum 40. Geburtstag der Zeitschrift Emma betont Herausgeberin Alice Schwarzer, welche neuen Probleme ihrer Meinung nach den Feminismus umtreiben. Dazu gehöre auch der „politisierte Islam“, so Schwarzer in der radioWelt auf Bayern 2.

http://www.br.de/radio/bayern2/politik/radiowelt/alice-schwarzer-40-jahre-emma-100~amp.html

Worood Zuhair

November 30, 2016

وَاللَّاتِي تَخَافُونَ نُشُوزَهُنَّ فَعِظُوهُنَّ وَاهْجُرُوهُنَّ فِي الْمَضَاجِعِ وَاضْرِبُوهُنَّ

wa l-lātī takhāfūna nušūzahunna fa-ʿiẓūhunna wa-hǧurūhunna fī l-maḍāǧiʿ wa-ḍribūhunna.

As to those women on whose part ye fear disloyalty and ill-conduct, admonish them (first), (Next), refuse to share their beds, (And last) beat them (lightly).

Et quant à celles dont vous craignez la désobéissance, exhortez-les, éloignez-vous d’elles dans leurs lits et frappez-les.

Und wenn ihr fürchtet, dass (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!

Köln am 27. November 2016, eine Veranstaltung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) und der Giordano Bruno Stiftung Köln (gbs) anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (اليوم العالمي للقضاء على العنف ضد المرأة, International Day for the Elimination of Violence against Women). Ihre informative und bewegende Rede hielt die aus der irakischen Stadt Kerbela stammende Frauenrechtlerin Worood Zuhair auf Englisch. Ins Deutsche von Edward von Roy.

Rebellische Frauen im Islam

Von Worood Zuhair

Ich werde über das Leid der Frauen in den vom Islam beherrschten Ländern sprechen.

In den religiösen Gemeinschaften haben sich Doppelmoral, Gewalt, Sexualstraftaten und Mord etabliert und gehören zum Alltag. Sobald ein Mann und eine Frau alleine sind, ist die Frau der Gnade und Willkür des Mannes ausgeliefert. Aus der islamisch bedingten, Selbstbild und Frauenbild prägenden extremen Geschlechtertrennung folgt, dass sich die Männer wie verrückte Hunde verhalten. Sie belästigen, schlagen und vergewaltigen Frauen, sogar ihre Familienmitglieder, und ihre Taten sind durch ihre Religion und die Gesetze gedeckt.

Gesellschaftliche Ausgewogenheit zwischen Männern und Frauen gibt es noch nicht. Nur weil ihr mit zwei Hoden geboren wurdet bedeckt euch kein Staub der Schande, werdet ihr durch eure frauenfeindliche Religion vor Entwürdigung und Sklaverei bewahrt. All jene unter euch, die die Befähigung von Frauen als beschränkt definieren und ihnen insbesondere einen angeborenen schwachen Verstand attestieren, möchte ich daran erinnern, dass eure Propheten, Kleriker, Imame und sonstigen Autoritäten nicht vom Himmel gefallen sind, sondern aus der Vagina einer Frau geboren wurden. Zum Glück für die Frauen sind ihre Vaginen nicht nur zum Sex zu gebrauchen, sondern auch zur Produktion von Kindern. Andernfalls würden ihre muslimischen Eltern sie abschneiden und zunähen und anschließend an die Haustür schreiben: ‚Hier gab es ein schlimmes Mal der Schande, es wurde ausgemerzt mit Gottes Willen‘.

Alles im Leben von dir als Frau wird in deiner Familie durch einen Mann kontrolliert, bei Bedarf kann Mann auch wesentlich jünger als du. Erwachsene Frauen werden wie Minderjährige, wie Kinder behandelt. Frauen haben kein Recht, Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen. Sie sind Besitz Vater, Ehemann, Stamm und religiöser Gemeinschaft. Den männlichen Verwandten obliegt die Pflicht, die allzeit gefährdete Keuschheit ihrer weiblichen Familienangehörigen zu schützen, weil der Islam lehrt, dass Frauen nicht nur unreine Huren, sondern auch wankelmütig sind, von ihrer weiblichen Wesensnatur her gar keine vernunftorientierten Entscheidungen treffen können. Jungfräulichkeit ist das prekäre Fundament der Stammesehre, die Basis von familiärer Moral, Stabilität und Kohärenz.

Misslingt der Frau ihre zentrale Aufgabe, keusch zu bleiben, und sei es im Falle einer Vergewaltigung, ist das die größtmögliche Katastrophe für Familie und Stamm und bringt Schande über sie. Gemäß dieser perversen Logik wird bei einer Vergewaltigung nicht der Täter bestraft, sondern das Opfer umgebracht, um die Schande von der Familie abzuwaschen, die die Frau über sie gebracht hat. Zur Verletzung der männlich definierten Ehre führen weibliche Verfehlungen wie der reale oder auch nur vermutete Wunsch der Frau, sich ihren Ehemann selbst auszusuchen oder ihre Forderung nach einer Ehescheidung. Eine derartige Schande gibt dem Mann das Recht sie zu töten. Mit einem eigens einberufenen Familienrat werden in Ländern wie dem Irak, in Saudi-Arabien oder Jordanien Frauen durch ihre männlichen Verwandten zum Tod verurteilt, um die – wie gesagt männliche – Ehre wiederherzustellen.

Durch Einwanderung ehrkulturell sozialisierter Menschen steigt die Zahl der Ehrverbrechen in Europa und selbst in Nordamerika. Es gibt kein Gesetz, das uns vor diesem Anspruch auf männliche Allmacht schützt, ein Anspruch, der sich auf Koran und Sunna, auf das islamische Recht berufen kann, das die Anwendung von Gewalt einfordert bei allen Fragen von Ehre und Schande.

Die meisten Frauen überleben diese Angriffe nicht, ich gehöre zur Minderheit. Ja, ich bin die Überlebende eines versuchten Ehrenmordes und gebe heute denen eine Stimme, die nicht mehr für sich sprechen können.

Ich schrie so laut ich nur konnte, doch niemand antwortete. Sie schlugen immer weiter, bis ich nichts mehr spürte und das Bewusstsein verlor. Als ich wieder zu mir kam, war mein Gesicht geschwollen, die Lippen bluteten und in meinem Rücken spürte ich den Schmerz brennen wie Feuer.

Eine Frau aus der Nachbarschaft hörte mich schreien und kam heran, doch nicht etwa um mir zu helfen, sondern um mich aufzufordern, meine Stimme zu senken. Was mir geschehen war, war ihr egal, sie war vielmehr in Sorge, dass ich beim nächsten Verprügeltwerden zu laut schreien würde und mit meiner Stimme irgendeinen Mann aus der Nachbarschaft verführen könnte.

Trotz meiner Verletzung, trotz aller nur denkbaren Versuche meiner Familie sowie meiner Gesellschaft und Religion, mein Leben zu zerstören, hielt ich an meinem Ziel fest, die Freiheit zu suchen und beschloss, aus diesem Land der Hölle zu fliehen. Um diese Freiheit zu finden, begab ich mich auf eine Reise von 8300 Kilometern. Ich bin die Frau, von der jeder vermutet hätte, dass sie unterwegs sterben würde. Aber ich bin auch die Frau, die es endlich doch geschafft hat und in dem Land ankam, das mir Freiheit sichern würde. Ich bin nicht nur ein rebellisches Mädchen aus dem Irak. Ich bin ein Mädchen, das sich von den Fesseln dieser religiösen Gesellschaft befreit hat, etwas, wovon viele Mädchen in der muslimischen Gemeinschaft nur träumen können.

„People ask me if I have some kind of death wish, to keep saying the things I do. The answer is no: I would like to keep living. However, some things must be said, and there are times when silence becomes an accomplice to injustice. Es gibt Zeiten, in denen Schweigen zur Komplizenschaft mit der Ungerechtigkeit wird“, das erkannte die mutige Ayaan Hirsi Ali.

Der erforderliche Wandel braucht einen starken institutionellen Rahmen und staatliche Stellen, die nicht nur die Macht, sondern auch den Willen haben, Gesetze durchzusetzen. Wir müssen auf alle, die Verantwortung tragen, Druck ausüben, entsprechende Gesetze zu erlassen und dafür zu sorgen, dass diese verstanden werden und kompromisslos Anwendung finden. Von uns wird das koordinierte Anstrengung und gute Zusammenarbeit erfordern.

Begeben wir uns an die Arbeit, um dieses Unrecht zu beenden.

Worood Zuhair

In religious communities, hypocrisy, violence, sex crimes, and murder are increasing and have become normalized. If a male and a female are left alone the woman is at the mercy of the man. The isolation of males and females in our daily lives make men behave like mad dogs. They harass, beat, and rape women, even family members, and they are justified according to their religion and law. There is no balance in our social nature. Just because you were born with 2 testicles there is no dust on you – your misogynic religion releases you from slavery. I want to mention those who limit woman’s capabilities and describe them as lacking in brains – do not forget that your prophets, clerics, Imams, and greats did not come down from heaven, but came from woman’s vagina. Fortunately for females in Islamic countries, their vaginas are not only for sex, but also for producing children, otherwise their Muslim parents would cut it, sew it up, and engraved on the door: „here was a thing of shame that has been eradicated, by God willing.“

The men in the family control every aspect of the woman’s life, even if the male is younger than you. Adult women are treated as minors. Women do not have the right to make decisions about their own lives and are considered property of the family and the religious community. Male relatives have the duty to protect the woman’s chastity because Islam teaches that women are whores without the ability to make moral judgements. Her virginity is fundamental to the familie’s honour, ethics, strength, and stability. The failure of a woman to remain chaste – even in the case of rape – is a social catastrophe of the highest order and brings shame on the entire family. With their twisted logic, if a woman is raped, they will not punish the offender, but will instead kill the victim to wash away the shame she has brought on the family.

The notion of honour includes alleged or suspected sexual transgression, the desire of women to choose a marriage partner of their own, and to seek divorce. The shame gives the man a licence to kill. In countries such as Iraq, Saudi Arabia, and Jordan, women are being sentenced to death by their male relatives in family courts to restore their honour. With the influx of Muslim migrants, incedents of these crimes are steadily on the rise in Europe and even in North America. There is no law to protect us from this masculine power based on Islamic law, which incites violent crimes of honour and shame.

Most women do not survive this violence, but I did. Yes, I am the survivor of an attempted honour killing, and today I speak for those who cannot speak for themselves. I was screaming loudly with all my force, but no one would respond. They continued to beat me until I could no longer feel anything. I lost consciousness during the beating, and when I woke up, I found my face swollen, lips bleeding, and I felt a burning pain like fire in my back. There was a woman, one of my neighbours, who had heard me. She didn’t come to help me, but came to tell me to lower my voice. The woman didn’t care what happened to me, but was more concerned that the next time he hit me I didn’t scream, which would seduce any man around me. Despite my injury and any attempt by my family, society, and religion to destroy my life, I was determined to taste freedom and chose to escape that Hell Land, so I made the 8300 kilometer journey to find it. I’m the girl everyone expected to die along the way, but finally arrived in the country that would ensure my freedom. I am not just a rebellious girl from Iraq. I am a girl who escaped the bondage of this religious society, like many girls in the Muslim community hope to do.

Ayaan Hirsi Ali once said — „There are times when silence becomes an accomplice to injustice“. Effective change requires a strong institutional framework and national bodies that have the power to take action. We must contact world leaders and pressure them to adopt laws work and make sure those laws are understood and implemented. This will take a coordinated effort and require us to work together. Let us work together to end this injustice.

Worood Zuhair

Sozialpädagogen fordern Rücktritt der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz

November 7, 2016

„Ein pauschales Verbot von Ehen von Minderjährigen ist zwar vielleicht gut gemeint, kann aber im Einzelfall junge Frauen ins soziale Abseits drängen“, sagt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Aydan Özoğuz übergeht, dass Kinderehen nicht nur im Einzelfall, sondern stets menschenrechtswidrig und grundrechtswidrig sind und trägt so zum Erhalt dieser kinderfeindlichen und erfahrungsgemäß insbesondere mädchenfeindlichen Praxis bei.

Ein Minderjähriger kann die lebenslangen Folgen, die sich aus einer Ehe mit einem Erwachsenen für ihn ergeben, nicht abschätzen, weshalb nur zwei volljährige Menschen einander heiraten dürfen. Volljährig bedeutet achtzehn Jahre alt. Ehen mit zehn- oder zwölfjährigen Mädchen sind Kindesmissbrauch, das ist Fakt und da gibt es nichts schönzureden.

Durch ein Gesetz ist diese Altersgrenze für Ehemündigkeit zu sichern. Entsprechend ist die bestehende deutsche Ausnahmeregelung, bei der ein Ehepartner bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen sechzehn oder siebzehn Jahre jung sein kann, abzuschaffen.

Keine Ehe unter achtzehn, dieser Grundsatz muss auch für religiöse Eheschließungen gelten wie die islamische Imam-Nikah. Nach islamischem Recht, also nach der Scharia, ist ein pubertäres, gegebenenfalls neun Jahre altes Mädchen ehemündig.

Diese dem Vorbild der Heirat Mohammeds mit Aischa folgenden Kinderehen sehen wir seit Jahrzehnten auch in Europa und eben nicht erst seit der Ankunft der syrischen Flüchtlinge. Frau Özoğuz als Staatsministerin für Integration schweigt zur Frauenfeindlichkeit und auch Mädchenfeindlichkeit der islamischen Ehe. Sie ignoriert, dass vormoderne Ehrbegriffe und ausbleibender Schulbesuch die Integration und Teilhabe blockieren und ins „soziale Abseits drängen“.

Im Ausland geschlossene Ehen, auch religiöse, müssen auf Antrag eines Partners oder auf Antrag des Jugendamts aufgelöst werden können. Dass Deutschland vor sieben Jahren ermöglicht hat, religiös zu heiraten ohne standesamtliche Voraustrauung, war grundfalsch und ist fatal, wie spätestens heute für jeden erkennbar wird.

Integration kann nur gelingen bei Wiedereinführung der standesamtlichen Ersttrauung. Eine religiöse Trauung, etwa auch eine islamische Ehe, die sogenannte Imam-Nikah, ohne vorausgegangene standesamtliche Heirat ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern ein Straftatbestand.

Zehn oder zwölf Jahre alte Mädchen zu verheiraten hat sehr viel mit dem Islam zu tun. Deshalb braucht die Bundesrepublik Deutschland in der universitären Ausbildung der Imame ebenso wie in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer für den bekennenden Islamischen Religionsunterricht ein Verbot der Bewerbung einer Imam-Ehe ohne standesamtliche Voraustrauung.

Bis die Fehlentscheidung von 2009 korrigiert ist, darf im öffentlichen Schulunterricht für die Imamehe keine Werbung gemacht werden, auch nicht im bekennenden Islamischen Religionsunterricht.

Es ist ein Skandal, dass nach wie vor in Griechenland der Mufti kleine Mädchen verheiraten darf. Der Deutsche Bundestag muss den EU-Staat auffordern, die seit 1920, seit dem Vertrag von Sèvres, beziehungsweise 1923, seit dem Vertrag von Lausanne, ins Griechische Recht integrierte Scharia zu entfernen.

Ein moderner Staat braucht ein einheitliches Ehe- und Familienrecht ohne religiöse Ausnahmen oder sonstige Gruppenrechte. Der frauendiskriminierende und kinderfeindliche Versuch der Rechtsspaltung in Ehe- und Familienangelegenheiten („Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z. B. Familienrecht, anerkannt werden kann“, Mustafa Cerić (2006)) ist das Einfallstor für immer noch mehr Schariagesetze.

Die Bundesrepublik hat ins Grundgesetz und in die AEMR zu integrieren und gerade nicht in die Scharia oder die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam. Gleichzeitig muss die BRD die Mädchen und Frauen überall auf der Welt im Blick haben, siehe GG Artikel 1 (2) „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“.

Nicht nur der Bundesminister der Justiz Heiko Maas, sondern auch eine Beauftragte oder ein Beauftragter für Migration, Flüchtlinge und Integration sollte dafür kämpfen, das ausnahmslose Heiratsalter von 18 Jahren für Deutschland rasch zu erreichen und zeitnah weltweit durchzusetzen, denn unsere Menschenrechte sind nicht westlich oder östlich, sondern universell.

Frau Özoğuz ist in ihrem Amt nicht länger tragbar und muss zurücktreten.

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Wohin steuert die DIK?

Dezember 2, 2015

Integration oder Segregation

Von Gabi Schmidt und Edward von Roy am 12. November 2015

Zum ersten Mal hatte man 2006 zur Deutschen Islamkonferenz (DIK) eingeladen, Initiator war der damalige Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble. Man traf sich mit dem Ziel: „eine bessere religions- und gesellschaftspolitische Integration der muslimischen Bevölkerung und ein gutes Miteinander aller Menschen in Deutschland, gleich welchen Glaubens“ zu erreichen.

Seit neun Jahren arbeitet diese DIK am Ziel Integration, was wir jedoch in ganz Deutschland erleben, sind die sozialen Folgen der islamverbandlichen Strategien zur Verfestigung selbstgewählter Fremdheit und religiös begründeter Abschottung. Unmittelbares Ergebnis der ersten Treffen war beispielsweise die Gründung des Koordinationsrats der Muslime (KRM), der die Alleinvertretung aller deutschen Muslime beansprucht und erklärt, dass: „Koran und Sunna des Propheten Mohammed […] die Grundlagen des Koordinationsrates [bilden]. Dieser Grundsatz darf durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben werden.“ Heiliges Buch und Prophetenbiographie (KRM: „Koran und Sunna“) sind die Primärquellen des islamischen Rechts, der Scharia, die jeden Lebensbereich regelt. Wer schuldhaft gegen die Scharia verstößt kommt in die Hölle, ist auf Erden eine Gefahr für das Seelenheil auch seiner Glaubensgeschwister und darf ermahnt und gemaßregelt werden, nötigenfalls mit Gewalt.

Durch Projekte wie schulischer bekennender Islamischer Religionsunterricht und universitäre Imamausbildung gelang es dem KRM, Hörsaal, Klassenzimmer, Schulhof und Lehrerzimmer religiös zu beeinflussen und auf diese Weise zu versuchen, die staatliche Neutralität zu untergraben. Die vielen Menschen aber, die zwar Kind oder Enkelkind eines muslimischen Vaters oder Großvaters sind, Mutter bzw. Großmutter fällt islamisch nicht ins Gewicht, und gar keine Lust haben nach Allahs Befehl und Mohammeds Vorbild zu leben, lässt die Bundesregierung im Stich.

Am 10. November 2015 trat der Lenkungsausschuss, das oberste Gremium der Deutschen Islamkonferenz, zum zweiten Mal in diesem Jahr zusammen. Wichtigstes Thema waren die Ergebnisse zur Wohlfahrtspflege, die in zwei Studien präsentiert wurden. Der amtierende Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière stellte die von der DIK in Auftrag gegebene Studie zu sozialen Dienstleistungen von Moscheegemeinden und ihrer Verbände vor. Als zweite Studie präsentierte die Islamkonferenz eine Publikation zu „religionssensiblen sozialen Dienstleistungen von und für Muslime“, die durch die Kommunen und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) erarbeitet wurde. Der BAGFW gehören beispielsweise Arbeiterwohlfahrt, Rotes Kreuz und Caritas an.

Aus aktuellem Anlass wurde ebenfalls über die vielen Menschen geredet, die in diesen Monaten etwa aus Syrien oder dem Irak vor Terror und Krieg nach Deutschland geflüchtet sind oder noch flüchten. Ein Großteil dieser Menschen versteht sich als muslimisch, was aber für einen dem Grundgesetz vepflichteten deutschen Politiker auch wegen der humanitären Katastrophe, die jeder Krieg darstellt, nicht bedeutsam sein sollte. Alle Menschen sehnen nach einem Leben in Sicherheit und danach, etwas zu essen und zu trinken zu bekommen, nicht zu frieren, ein Dach über dem Kopf zu haben. In erster Linie brauchen die in Not geratenen Flüchtlinge unsere humanitäre und medizinische Hilfe und gerade keine muslimspezifischen Hilfen oder „religionssensiblen sozialen Dienstleistungen von und für Muslime“.

Offensichtlich ist Innenminister de Maizière bereit, den an der mehrstufig diskriminierenden, grundrechtswidrigen Scharia ausgerichteten Islamverbänden möglichst viel der für Flüchtlinge erforderlichen Integrationsarbeit zu überlassen. Damit liefert er mehrere hunderttausend Einwanderer an Deutschlands organisierten islamischen Fundamentalismus aus, der sich in Lippenbekenntnissen zum Grundgesetz übt und sich von der Islamischen Charta (ZMD, Nadeem Elyas am 20.02.2002) oder der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (OIC, 05.08.1990) gar nicht zu distanzieren gedenkt (vgl. KRM Geschäftsordnung Fassung 28. März 2007 § 1 (5) „Koran und Sunna“). Auch zum Widerspruch zwischen Grundgesetz und Islamischer Charta bzw. Kairoer Erklärung schweigt der KRM sich aus.

Von Anfang an steuerte die Islamkonfrenz in eine völlig falsche Richtung, nämlich weg von den allgemeinen Menschenrechten und hin zum islamischen Gesetz und Wohlverhalten. So musste hierzulande der Einfluss der Vertreter eines erzkonservativen bis radikalen Islam ebenso steigen wie der Gruppendruck auf Mädchen und Frauen, sich islamisch zu kleiden und zu verhalten. Nonkonformisten und Islamkritiker werden zunehmend vom öffentlichen Diskurs ausgegrenzt und sozial geächtet.

2015 hat Deutschland die Aufgabe, die Flüchtlinge unterzubringen und gesellschaftlich zu integrieren. Stattdessen etikettiert de Maizière Monat für Monat Zehntausende von Menschen aus sogenannten islamischen Ländern, von denen viele vor der Terrormiliz Islamischer Staat, die der gleichen Scharia folgt wie der KRM, zu uns geflüchtet sind, als Muslime. Zur Unvereinbarkeit von Grundgesetz und Islamischem Recht schweigt der Innenminister.

Wie stellen sich die Nichtmuslime der DIK das Flüchtlings-Integrationsprogramm von Aiman Mazyek vor? Will die DIK die Zuflucht suchenden Menschen bei Mazyek die Errichtung einer muslimischen Kolonie und Gegengesellschaft trainieren lassen? Sollen sie üben, den Kontakt zu den Kuffar auf ein Minimum zu beschränken und diese Nichtmuslime und ihre Verhaltensweise nicht nachzuahmen? Nein, im Sinne der Gleichberechtigung der Geschlechter und des Diskriminierungsverbots aufgrund von Religion ist gerade zu verhindern, dass die syrischen Flüchtlinge von ihren Töchtern und Ehefrauen das Tragen der islamischen Kleidung verlangen, auch wenn die DITIB den Hidschab fordert, ich zitiere das Bundesverfassungsgericht:

„Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität.“

Ein Politiker, der es mit der Integration ernst meint, hat diesen hunderttausenden von Menschen jetzt zu erklären: Deutschland ist ein freiheitlich demokratischer Rechtsstaat auf der Grundlage der weltweit durchzusetzenden allgemeinen Menschenrechte. Hier gelten nicht Koran und Sunna, sondern Grundgesetz und abgeleite Rechtsnormen. Hier gibt es keine islamischen, sondern die folgenden Regeln des Zusammenlebens:

• Frauen und Männer sind gleichberechtigt. GG Artikel 3 (2) „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

• hierzulande kann jeder die Religion wechseln und etwa den Islam verlassen, ohne Angst vor Angriffen oder Mord haben zu müssen, siehe GG 3 (3) „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

• Integration bedeutet Spracherwerb und das Kennenlernen und Bejahen der Prinzipien des säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtstaates

• Religion ist Privatansache. Jeder kann woran auch immer glauben oder nicht glauben. Niemand darf in Deutschland gegen Gläubige oder Ungläubige hetzen oder Gewalt ausüben

• im Namen der interkulturellen Öffnung in einem Altersheim oder Pflegeheim getrennte Männer- und Frauenwohnbereiche zu schaffen, ist gerade keine gelungene Integration im Einklang mit dem Grundgesetz, sondern Abschottung, Genderapartheid

• die Mitarbeiterschaft bzw. der Kollegenkreis auch einer Schule oder einem Wohlfahrtsverband ist keinesfalls in Muslime versus Nichtmuslime zu spalten

• die interkulturelle Öffnung der Schule oder Sozialen Arbeit geht genau in die falsche Richtung. Wer als nichtmuslimischer Lehrer oder Sozialpädagoge für ein Beratungsgespräch mit einer muslimischen Frau oder Familie erst nach Herrn Muslim Sowieso oder Frau Muslima Soundso rufen muss, erklärt sich und jeden anderen Kafir als inkompetent, für den muslimischen Klienten umfassende professionelle Bildungsarbeit bzw. Sozialarbeit zu leisten. Auf diese Weise werden die Multikulturfreunde in Sozialarbeit bzw. Flüchtlingsarbeit zu Komplizen der Islamverbände, die jeden muslimisch erzogenen Klienten als islamisch gehorsam definieren, als schariapflichtig

• in einem funktionierenden Sozialstaat und Rechtsstaat wird jedes Individuum ernst genommen und ist dabei nicht von der Identität seines ethnoreligiösen Kollektivs abhängig. Da muss auch kein Familienoberhaupt, Kleriker oder Islamverband erst um Erlaubnis gefragt werden, wie das Tripelmandat (Staub-Bernasconi) Sozialer Arbeit zu interpretieren ist

• keine Geschlechtertrennung im schulischen Sport- und Schwimmunterricht, kein Kopftuch im öffentlichen Dienst

„Wohlfahrt von und für Muslime“, „religionssensible soziale Dienstleistungen von und für Muslime“, der Zweite Lenkungsausschuss der Deutschen Islamkonferenz trägt dazu bei, unsere muslimischen Mitbürger in den Kerker der islamischen Pflichten einzusperren und eine Flucht des Individuums heraus aus der Umma und hinein in Rationalität, Autonomie und Weltbürgerlichkeit zu verhindern.

In einem die Verfassung noch ernst nehmenden Deutschland muss jedem Bürger, insbesondere jedem Kind und Jugendlichen sowie jeder Frau, aber auch jedem Rentner sowie jedem behinderten, kranken bzw. pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben auch außerhalb der diskriminierenden und frauenfeindlichen Vorschriften der islamischen Normativität (Scharia) möglich sein. Es ist zu verhindern, dass egoistische Politiker das Leid anderer Menschen vergrößern.

Wenn wir heute nichts gegen die islamische Wohlverhaltensdiktatur tun, leben wir morgen nicht erfolgreich integriert, sondern in segregierten Stadtvierteln. Dann ist das schützenswerte gleiche Recht für alle und jeden durch Rechtsspaltung zerstört worden und hat einem Rechtspluralismus Platz gemacht.

Gabi Schmidt und Edward von Roy am 12.11.2015

Q u e l l e n

Zweiter Lenkungsausschuss der Deutschen Islam Konferenz

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/DIK/1UeberDIK/Aktuelles/aktuelles-node.html

Ergebnisse der Sitzung des DIK-Lenkungsausschusses vom 10. November 2015 in Berlin

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DIK/DE/Downloads/LenkungsausschussPlenum/20151110_LA_Ergebnisse_dik.pdf?__blob=publicationFile

Religionssensible soziale Dienstleistungen in Kommunen und BAGFW

Datum 10.11.2015

Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) widmet sich in der aktuellen Legislaturperiode dem Thema Wohlfahrtspflege […] Zum Beginn des Jahres 2014 einigten sich die Beteiligten gemeinsam auf die Arbeitsbereiche Kinder- und Jugendhilfe sowie Altenhilfe, da hier zunächst der größte Handlungsbedarf gesehen wird.

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DIK/DE/Downloads/Sonstiges/soziale-dientsleistungen-kommunen-BAGFW.pdf?__blob=publicationFile

Soziale Dienstleistungen der in der Deutschen Islam Konferenz vertretenen religiösen Dachverbände und ihrer Gemeinden

Von: Prof. Dr. Dirk Halm und Dr. Martina Sauer

Datum 10.11.2015

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DIK/DE/Downloads/WissenschaftPublikationen/soziale-dienstleistungen-gemeinden.pdf?__blob=publicationFile

Vom beruflichen Doppel- zum professionellen Tripelmandat. Wissenschaft und Menschenrechte als Begründungsbasis der Profession Soziale Arbeit

Prof Dr. Silvia Staub-Bernasconi, Zürich und Berlin

http://www.haw-landshut.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Staub-Bernasconi_-_Triplemandat.pdf

Koordinationsrat der Muslime in Deutschland

KRM

Geschäftsordnung in der Fassung vom 28 März 2007

§ 1 Grundlagen

(5) Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinierungsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.

§ 2 Ziel und Zweck des Koordinationsrats

Der Koordinationsrat organisiert die Vertretung der Muslime in der Bundesrepublik und ist der Ansprechpartner für Politik und Gesellschaft. Er arbeitet an der Schaffung einer einheitlichen Vertretungsstruktur auf der Bundesebene und wirkt gemeinsam mit den bereits bestehenden muslimischen Länderstrukturen sowie den vorhandenen Lokalstrukturen an der Schaffung rechtlicher und organisatorischer Voraussetzungen für die Anerkennung des Islams in Deutschland im Rahmen von Staatsverträgen.

http://islam.de/files/misc/krm_go.pdf

Zentralrat der Muslime in Deutschland

ZMD

Dr. Nadeem Elyas

Vorsitzender

Berlin, 20. Februar 2002

Islamische Charta

Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft.

6. Der Muslim und die Muslima haben die gleiche Lebensaufgabe

Der Muslim und die Muslima sehen es als ihre Lebensaufgabe, Gott zu erkennen, Ihm zu dienen und Seinen Geboten zu folgen. Dies dient auch der Erlangung von Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Geschwisterlichkeit und Wohlstand.

8. Daher ist der Islam Glaube, Ethik, soziale Ordnung und Lebensweise zugleich

Der Islam ist weder eine weltverneinende noch eine rein diesseits-bezogene Lehre, sondern ein Mittelweg zwischen beidem. Als auf Gott ausgerichtet ist der Muslim und die Muslima zwar theozentrisch; doch gesucht wird das Beste beider Welten. Daher ist der Islam Glaube, Ethik, soziale Ordnung und Lebensweise zugleich. Wo auch immer, sind Muslime dazu aufgerufen, im täglichen Leben aktiv dem Gemeinwohl zu dienen und mit Glaubensbrüdern und –schwestern in aller Welt solidarisch zu sein.

10. Das Islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora

Muslime dürfen sich in jedem beliebigen Land aufhalten, solange sie ihren religiösen Hauptpflichten nachkommen können. Das islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung zu halten. In diesem Sinne gelten Visumserteilung, Aufenthaltsgenehmigung und Einbürgerung als Verträge, die von der muslimischen Minderheit einzuhalten sind.

13. Es besteht kein Widerspruch zwischen der islamischen Lehre und dem Kernbestand der Menschenrechte

Zwischen den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen Menschenrechtserklärung besteht kein Widerspruch. Der beabsichtigte Schutz des Individuums vor dem Missbrauch staatlicher Gewalt wird auch von uns unterstützt. Das Islamische Recht gebietet, Gleiches gleich zu behandeln, und erlaubt, Ungleiches ungleich zu behandeln.

20. Eine würdige Lebensweise mitten in der Gesellschaft

[…] • Muslimische Betreuung in medizinischen und sozialen Einrichtungen, […]

21. Parteipolitisch neutral

[…] Die wahlberechtigten Muslime werden für diejenigen Kandidaten stimmen, welche sich für ihre Rechte und Ziele am stärksten einsetzen und für den Islam das größte Verständnis zeigen.

http://zentralrat.de/3035.php

Iʿlān al-Qāhira ḥawla ḥuqūq al-insān fī l-Islām

Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI)

Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam

Herausgegeben von der Organisation der Islamischen Konferenz / Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) [1990]

Artikel 24

Alle in dieser Erklärung aufgestellten Rechte und Freiheiten unterliegen der islamischen Scharia.

Artikel 25

Die islamische Scharia ist der einzige Bezugspunkt für die Erklärung oder Erläuterung eines jeden Artikels in dieser Erklärung.

http://www.igfm.de/themen/scharia/menschenrechte-im-islam/rechtsverstaendnis-im-islam/

CDHRI

Cairo Declaration on Human Rights in Islam, Aug. 5, 1990, U.N. GAOR, World Conf. on Hum. Rts., 4th Sess., Agenda Item 5, U.N. Doc. A/CONF.157/PC/62/Add.18 (1993)

ARTICLE 1:

(a) All human beings form one family whose members are united by their subordination to Allah and descent from Adam. All men are equal in terms of basic human dignity and basic obligations and responsibilities, […]

(b) All human beings are Allah’s subjects, […]

ARTICLE 2:

(a) Life is a God-given gift and the right to life is guaranteed to every human being. It is the duty of individuals, societies and states to safeguard this right against any violation, and it is prohibited to take away life except for a shari’ah prescribed reason.

(d) Safety from bodily harm is a guaranteed right. It is the duty of the state to safeguard it, and it is prohibited to breach it without a Shari’ah-prescribed reason.

http://www1.umn.edu/humanrts/instree/cairodeclaration.html

[Juni 2015. Münchenstift gGmbH, Hans-Sieber-Haus]

Das Haus […] hat nun als erstes Alten- und Pflegeheim in München einen Wohnbereich, „der speziell auf die Bedürfnisse von Muslimen eingestellt ist“, sagt Geschäftsführer Benker. […]

Der Wohnbereich, wo 20 Appartements für Muslime vorgesehen sind […]

Ahmad Al-Khalifa vom Muslimrat sagte, der Schöpfer habe alle Menschen gleich gemacht. Der Koran beschreibe das hohe Alter als Phase, in der Menschen „uneingeschränkten Respekt“ verdienen. Er lobte den Wohnbereich als „Sprung in der Lebensqualität für Muslime.

(Aus: Wohnbereich für Muslime: Altenheim rüstet um; in: taz vom 10.06.2015)

http://www.tz.de/muenchen/stadt/wohnbereich-muslime-altenheime-ruesten-hans-sieber-haus-5086468.html

[März 2009]

Kopf der Gruppe soll der 41-jährige Ibrahim El-Zayat sein. Seine IGD [Islamische Gemeinschaft in Deutschland] gehört zum Dachverband Zentralrat der Muslime, ist eine der ältesten islamistischen Organisationen hierzulande, europäisch gut vernetzt und gilt Verfassungsschützern als der deutsche Zweig der ägyptischen Muslimbruderschaft. El-Zayat hat in diesem Netzwerk zahlreiche Posten, zudem koordiniert er für Milli Görüs [Millî Görüş] den Erwerb von Immobilien. Milli Görüs, die zum Dachverband Islamrat gehört, gilt laut Bundesamt für Verfassungsschutz als größte islamistische Organisation hierzulande. Islamrat und Zentralrat sind Teil der Islamkonferenz von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Milli-Görüs-Generalsekretär Ücüncü [Oğuz Üçüncü] wies die Verdächtigungen zurück, El-Zayat war für eine Stellungsnahme nicht erreichbar. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen bereits seit zwei Jahren. In der vergangenen Woche waren insgesamt 14 Objekte durchsucht worden, darunter Ücüncüs und El-Zayats Privat- und Büroräume sowie das Islamische Zentrum München, das Sitz der IGD ist. Zwei langjährige Funktionäre des Islamischen Zentrums, Ahmad al-Khalifa und der Konvertit Ahmad von Denffer, sollen ebenfalls zu den Verdächtigen gehören. Festgenommen wurde niemand.

(Von: Sabine am Orde, in: taz, 21.03.2009; Ermittlungen gegen Islam-Funktionäre)

http://www.taz.de/!5165898/

Null Toleranz zur Geschlechterapartheid

November 6, 2015

Presseerklärung

ZdE

Zentralrat der Ex-Muslime

Am 29. Januar 2015 forderte das Duisburger Wählerbündnis Ummah gesonderte Schwimmzeiten für Muslime. Unter Berufung auf die islamische Religion wollte und will „Ummah. Unabhängige multikulturelle Menschen aller Herkunft“ in den städtischen Bädern alle Muslime von den Nichtmuslimen ebenso trennen wie alle Männer von den Frauen. Durch Enthaltung der SPD kam die Mehrheit für den Prüfauftrag tatsächlich zustande. Sitzungstermin war der 9. Februar, die Verwaltung sagte schriftliche Beantwortung zu und lehnte den Antrag schließlich ab. Extra-Schwimmzeiten für Muslime gibt es in Duisburg bislang also nicht. Doch kann damit keine Entwarnung für die Zukunft gegeben werden. Die Aktivisten für die Lebensweise nach Koran und Sunna werden wiederkommen, die Säkularen sollten vorbereitet sein.

Ummah hatte also vorausgesetzt, dass die Stadtbevölkerung, das sind 485.000 Einwohner, aus zwei Kollektiven besteht, den Muslimen und den Nichtmuslimen. Die Stadt Duisburg hatte damit letztlich zu prüfen, ob es für die muslimischen Gottesfürchtigen Schwimmzeiten ohne Gottlose geben soll, ohne die rituell Unreinen. Wenn körperliche Merkmale Kriterium gewesen wären, hätten wir von Rassismus sprechen müssen. Hier hingegen hätte vor dem Pool ein Wächter oder ein Schild klarzustellen: Heute für Nichtmuslime verboten.

Jahre eher hatte es bereits einen ähnlichen Prüfauftrag an die Duisburger Stadtverwaltung gegeben. Damals war in Frage gestellt worden, dass muslimische Frauen die öffentlichen Hallenbäder nutzen können, sobald sich dort auch Männer aufhalten. Die örtliche Scharialobby hatte gefordert, dass in den Bädern die Fenster blickdicht abgehängt werden und das Badpersonal nur aus Frauen bestehen darf. Im Februar 2015 ging Ummah wie gehört allerdings weiter und forderte nicht nur gesonderte Schwimmzeiten für muslimische Frauen, sondern generell für Muslime.

„Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob Schwimmzeiten und Schwimmkurse für muslimische Einwohner eingerichtet werden können. Bereits in den Grundschulen gibt es oft Probleme bzw. Diskussionen zwischen Eltern und Lehrern, warum Migrantenkinder nicht schwimmen können. Seitens der muslimischen Bevölkerung besteht großes Interesse an der Einrichtung regelmäßiger Schwimmzeiten und Kurse. Diese sollten möglichst wöchentlich und flächendeckend in allen Duisburger Bädern angeboten werden.“ (Drucksache 15-0122)

Diesen reaktionären Umgang mit Menschen versucht Ummah uns als Integration zu verkaufen.

Eine Duisburger Hauptaktivistin für Geschlechterapartheid und Bäder ohne Ungläubige ist die streng verschleierte Fadime Tekiner, die für die „Unabhängigen multikulturellen Menschen aller Herkunft“ (Ummah) einen Sitz im Integrationsrat sowie für Ummah und das Wählerbündnis SGU („sozial! gerecht! unabhängig!) als sachkundige Bürgerin Beratendes Mitglied ist im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit innehat.

Schwimmen fördert die Gesundheit und die gesunde körperliche Entwicklung aller Menschen. Insbesondere Kindern und Jugendlichen gibt der Schwimmsport dabei, ob in Schule oder Verein, Körpergefühl und Selbstvertrauen. Nicht zuletzt kann die Fähigkeit, sich aus eigener Kraft über Wasser zu halten, das Leben retten. Allein im Vorjahr verstarben 392 Kinder und Erwachsene in deutschen Gewässern. „Bereits jedes zweite zehnjährige Kind kann laut neuesten Studien nicht mehr schwimmen“, warnte der Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Sommer dieses Jahres: „Deutschland entwickelt sich zu einem Nicht-Schwimmer-Land.“

Ob Förderung der Gesundheit oder Lebensrettung vor dem Ertrinken, der Kompetenzerwerb aktiver Schwimmfähigkeit muss allen Menschen zugänglich sein. Oft fällt an Schulen der Sportunterricht aus, weil zunehmend Bäder geschlossen werden. Nur noch jede vierte Grundschule hat Zugang zu einem Schwimmbad. Auch angesichts knapper kommunaler Haushalte und drohender Schließung weiterer Badeanstalten ist hierbei Sachlichkeit und Funktionalität geboten und gerade kein sexualmagisches Tabu aus Bronzezeit oder Mittelalter.

In modernen Gesellschaften sollten alle Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen. Politiker sollten klarstellen, dass an den Schulen säkulare Grundsätze gelten und die Integration das Ziel bleibt. Ebenso wenig wie hierzulande eine rassistische Organisation Kinder aufgrund der Hautfarbe trennen dürfte, kann es chauvinistischen islamischen Bewegungen gestattet sein, Mädchen unter Druck zu setzen, sich zu verschleiern oder sich vom Schwimmunterricht oder gemischten Sportunterricht abzumelden.

Schon jetzt sind an vielen Orten in Europa insbesondere Frauen und Mädchen aus den Kreisen der Einwandererfamilien dem Gruppenzwang zu einem religiös korrekten Verhalten ausgesetzt. Wer als Politiker, Journalist oder Lehrer zu diesem informellen System der Sittenwächter schweigt, spielt letztlich den Radikalsten der Islamisten in die Hände.

Der Zentralrat der Ex-Muslime verurteilt jede Zusammenarbeit mit derartig chauvinistischen Parteien und Organisationen und erwartet eine klare Positionierung der Politiker gegenüber jedem Versuch, unsere Städte und insbesondere die Schulen in Muslime und Nichtmuslime aufzuspalten.

Heute erhielt der ZdE mehrere Anrufe von muslimischen Frauen, denen klar ist, dass jetzt etwas getan werden muss, um zu verhindern, dass es schon bald noch mehr Gruppenzwang zum Kopftuch und Unterdrückung der Frauen durch die Männer gibt, noch mehr Spaltung zwischen Alteingesessenen und Einwanderern und noch mehr Scheinargumente gegen ein gemeinsames Zusammenleben, Parolen, die bekanntlich bei rechtsextremen und rassistischen Gruppen Verwendung finden, die ja ebenfalls die Bevölkerung spalten wollen.

Von der deutschen Politik fordert der ZdE eine klare Ausrichtung an den universellen Menschenrechte und der Säkularität. Keine Toleranz gegenüber islamischen Fanatikern und frauenfeindlichen Organisationen. Kein Kopftuch an den Schulen und keinen getrennten Schwimmunterricht.

Wir rufen alle Menschen in Deutschland dazu auf, jeden Versuch der Erneuerung der Theokratie und des Mittelalters zu bekämpfen.

Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland

06.11.2015

Q u e l l e n

Hitzige Debatte um gesonderte Bäderzeiten für Muslime

WAZ, 13.02.2015

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/hitzige-debatte-um-gesonderte-baederzeiten-fuer-muslime-id10339583.html

Integrationsrat hatte zugestimmt: Islam-Bündnis forderte getrennte Schwimmzeiten für Muslime – Stadt Duisburg lehnt ab

Focus, 03.11.2015

http://www.focus.de/politik/deutschland/integrationsrat-stimmt-ab-islamisches-waehlerbuendnis-fordert-gesonderte-schwimmzeiten-fuer-muslime-in-duisburg_id_5058653.html

Null Toleranz zur Geschlechterapartheid

Presseerklärung des ZdE vom 06.11.2015

http://exmuslime.com/null-toleranz-zur-geschlechterapartheid/

Auch auf dem Facebook-Account des ZdE

https://www.facebook.com/486839381365629/photos/a.486847511364816.1073741826.486839381365629/918108494905380/?type=3&theater

Rückkehr des Patriarchats. Polygame Ehe

August 1, 2015

فانكحوا ما طاب لكم من النساء مثنى وثلاث ورباع

Fa-nkiḥū mā ṭāba lakum mina n-nisāʾi maṯnā wa-ṯulāṯa wa-rubāʿa

Il est permis d’épouser deux, trois ou quatre, parmi les femmes qui vous plaisent

Marry women of your choice, two or three or four

Dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier

Very poly indeed

Von Jacques Auvergne

Die gestreiften Flaggen sind wieder eingerollt, mit dem Regenbogen hat es sich ausgeflattert. Die in den letzten Tagen vor Ministerium und Rathaus wehenden Rainbow flags, buntes Erkennungszeichen der LGBT Bewegung seit 1978, hat man irgendwo verstaut, die zu ihrer allmählichen Selbstauflösung islamfreundlich lächelnde Republik hat Sommerpause und taumelt dem Kalifat entgegen.

Ganz im Ernst, dass Weltbürger und Bildungsbürger Homosexuelle nicht herabwürdigen, sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Jahrelanger inniger Freundesliebe angemessene Standards wie erlaubte Aussageverweigerung vor Gericht, gestatteter Besuch auf der Intensivstation oder mögliche Berücksichtigung im Testament sind für alle Bürger zu verwirklichen, also ganz unabhängig von der jeweiligen sexuellen Ausrichtung. Umso bemerkenswerter die Doppelmoral zeitgenössischer Politiker und Kirchenfunktionäre, anlässlich des Christopher Street Day (CSD) einerseits aufgesetzte Homosexuellenfreundlichkeit an den Tag zu legen, andererseits zu der nach Koran und Sunna gebotenen tätigen Schwulenfeindlichkeit zu schweigen. Über den Islam nur Gutes, sonst ist EdeKa (Ende der Karriere).

Der Homosexuelle ist islamrechtlich (islamisch) vermutlich in jedem Fall zu töten, was nach nach dem ersten Kalifen Abū Bakr († 634) durch Verbrennen am Schandpfahl geschehen soll. Der Neffe und Schwiegersohn Mohammeds jedoch, der vierte Kalif ʿAlī bin Abī Ṭālib († 661), der aus heutiger schiitischer Sicht so hohe Verehrung verdient, verlangte als Strafmaß das Hinabstürzen des Schwulen kopfüber von einem hohen Ort in die Tiefe, eigentlich nur vom Minarett der Moschee aus (erst später wurde beispielsweise auch ein hoher Felsen für akzeptabel gehalten). Nach noch anderer Meinung hingegen sei schariarechtlich (islamisch) allein die Steinigung (raǧm) angemessen. Der Cousin des Propheten, der bei Sunniten wie Schiiten hoch angesehene Gelehrte der Umma (ḥabr al-umma) ʿAbdallāh ibn ʿAbbās († 687 oder 688), verknüpfte gleich zwei Strafen: der Schlimme sei erst hinabzuwerfen und anschließend zu steinigen.[1]

Zu diesem im Din (dīn, rechte Lebensführung und Gesellschaftsordnung nach Koran und Sunna) auf Erden inschallah hinzurichtenden Homosexuellen haben Politik und Klerus also auch 2015 eisern geschwiegen. Erwachsene finden über die Internet-Bildsuche beispielsweise mit: islamic state homosexual thrown, raqqa gay thrown, shabaab gay stoned, iran homosexuals executed zeitgenössische Islamanwendung des Tötens manch eines männlichen Missetäters, welcher der Sünde der liwāṭ (ʿamal qaum Lūṭ, was das [Volk von] Lot tat) beschuldigt worden war, der Homosexualität.

Im Schöpfungssystem (Scharia) und einzig sittlichen Gesetz (auch Scharia) von Weltall und Menschheit sind Lesben, im Gegensatz zu männlichen Homosexuellen, schlicht nicht so wichtig, eine Körperstrafe reicht daher gegebenenfalls aus (Islam Q&A 200216: How can she rid herself of lesbian desires?, 21058: The punishment for lesbianism). Im heutigen Iran erhält die Frau allerdings bei vierfacher Wiederholung frau-fraulicher genitaler Sexualität die Todesstrafe, für die Ersttäterin reichen hundert Peitschenhiebe.[2]

Im Übrigen dürften Lesben realislamisch durch ihren Stamm als Naschiza (našiza) bewertet werden, als die schlimme Ungehorsame. Die Moralgefährderin wird also unter Nuschuz (nušūz) verbucht, Widerspenstigkeit, und gemäß Himmelsbefehl (Koran) Sure 4:34 ist sie, die bloße Befürchtung ist ausrechend (Allahgott: „Und diejenigen, deren Widersetzlichkeit [nušūz] ihr befürchtet“), durch ihren Besitzer (Ehemann) erst zurechtzuweisen, dann mit Entzug von Zärtlichkeit zu bestrafen und zuletzt zu verprügeln („ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie“). Wie jede andere Muslima wird auch die homosexuelle Tochter bei Bedarf und nach Maßgabe des Wali mudschbir zwangsverheiratet und ist dazu fallweise, ganz nach dem Vorbild von Mohammed und Aischa, als Braut möglicherweise neun Jahre alt (Mondjahre). Im schiitischen Ehevertrag schließlich schuldet die Frau ihrem Ehemann Tamkin (obedience, submission), definiert als ungehinderte sexuelle Verfügbarkeit (unhampered sexual availability).

2015 nun in transatlantischer Fröhlichkeit Marriage For All, Ehe für alle, so als ob der Islam dazu gar nichts zu sagen hätte?

Die Multikulturellen jedenfalls gehen auf die Straße, kleiden sich bunt, queer, erotisch. Einen Straßenzug weiter hingegen darf die Muslima das Haus nicht verlassen, keinen Sex vor der Ehe haben und hat sich etwa auch laut DITIB-Briefträger Bundesverfassungsgericht „ab Eintritt der Pubertät“ und „mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen“ blickdicht und formauslöschend zu bedecken. Einen Nichtmuslim zu heiraten ist ihr verboten, lesbischer Sex sowieso, aber ist das nicht auch erotisch und bunt, irgendwie jedenfalls, regenbogenbunt? Grundgesetz und Koran endlich auf Augenhöhe. Allerdings, Deutschland wird anders, und immer noch ganz anders.

Noch etwas mehr anders bitte. ECFR-Scheich Mustafa Cerić, seit wenigen Tagen sitzt der Bosnier auch im Kuratorium des MFI (Münchner Forum für Islam),[3] forderte vor neun Jahren (2006), dass sich Muslime und Nichtmuslime mehr und mehr voneinander unterscheiden sollen jedenfalls dürfen, man empfehle dazu den beiden mental und rechtlich immer mehr auseinanderrückenden Kollektiven der Muslime und der Nichtmuslime ganz viel Vielfalt und bunte Toleranz:

Verständnis fördern, Unterschiede achten und Gemeinsamkeiten erkennen

promote understanding, respect differences, and explore common ground

Verständnis für das „Anderssein“ der „Anderen“ schaffen[4]

create an understanding of the ‚otherness‘ of the ‚other‘ person[5]

Bemerkenswerterweise wurde soeben der Bereich des Andersseins (otherness) mit gefälligst zu empfindender Freude und Ehrfurcht gefüllt, islamisches Anderssein sei unbedingt gut. Im interkulturellen bzw. interreligiösen Betrieb (Islamisierungsbetrieb) jedoch wird seit Gayatri Spivak ein zweiter Begriff mit dem Wortteil anders (other) verwendet, eine willkommene Beschuldigung: die Schariagegner würden gegenüber den Schariatreuen schlimme Ausgrenzung betreiben (othering). Der Dhimmi spüre und spure, selbstgewähltes korankonformes Anderssein ist prima (otherness), hinzuweisen jedoch auf die Menschenrechtswidrigkeit der Scharia gemeinschaftsschädliches Wegstoßen (othering).[6]

Aber nein, ihr Nichtmuslime, auch im Sommer 2015 ist unser endlich gemeinschaftlich in getrenntes Recht aufzuspaltendes oder in ausschließliches Schariarecht einzubindendes gemeinsames Europa für uns Beibürger im Reich des Unglaubens Dar al-Kufr („Muslims as Co-Citizens of the West“, Murad Wilfried Hofmann) noch nicht bunt genug, noch nicht anders genug. Das deutsche Buntland etwa hat noch nicht genug für das Leben der Schariapflichtigen getan und braucht endlich ein Allahgott zufriedenstellendes Familienrecht, notfalls kurzzeitig mit Regenbogenfahnen geschmückt. Euch die Regenbogenfahnen heute und das Dasein als Dhimmi oder Harbi morgen, uns der zeitlose Anstand mit Hidschab und Harem.[7]

1924 hat die Türkei die Polygamie erfreulicherweise verboten – der einzige von Allah angenommene Glaube und Lebensstil aber lockt und drängt den muslimischen Mann, ohne Rücksicht auf Zeit und Raum, zur Mehrehe. Heimlich gab es daher weiterhin Zweitfrauen in der Türkei, vor fünf Jahren (2010) vermutlich beinahe 200.000. Allahs Recht, also auch das korankonforme Familienrecht, kennt keine Staatsgrenzen, außerhalb der Türkei tobt der Kampf für die Polygamie in Kenia, Marokko (Muslimbrüderpartei PJD), Tunesien (Adel Almi), Russland (Ramzan Kadyrow) sowie vor allem in Großbritannien (Scharia-Familienrechtlerin Aina Khan, Schariarichterin Amra Bone).[8]

In seiner am 24.02.2006 von der Moschee von Zagreb (Kroatien!) aus bekanntgegebenen Deklaration Europäischer Muslime (Declaration of European Muslims), sie soll im Vorjahr (2005) entstanden sein, hat es der auch in der International Union of Muslim Scholars (IUMS, Chef ist Yusuf al-Qaradawi) sitzende Mustafa Cerić als damaliger Führer der Schariagelehrten (Reis-ul-ulama) und Großmufti von Bosnien und Herzegowina doch längst angemahnt:

Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegen¬heiten, wie z.B. Familienrecht, anerkannt werden kann.

opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

Anders als nach dem selbst nach 2004 schariatreu verfassten marokkanischen Personenstandsrecht, der berüchtigten Mudawana (mudawwana al-aḥwāl aš-šakhṣiyya),[9] die Erstfrau darf oder muss der zweiten Heirat zustimmen, ist in Deutschland – noch! – bereits die (standesamtliche) Bigamie, das Eingehen einer zweiten Ehe, nach § 1306 BGB unzulässig und wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (§ 172 StGB). Doch ist nur das Abschließen der weiteren standesamtlichen Ehe strafrechtlich verboten, nicht die bereits bestehende polygame Ehe selbst.

Im Islam hat der Gesetzgeber (Allah) zum Thema Heirat alles klargestellt, was juristisch erlaubt (ḥalāl) ist: ein Gesetz, das die Polygamie sprich die Polygynie verbietet, ist dem Souverän (Allah) zuwider und somit verboten (ḥarām). Leider schaffte das am 01.01.2009 in Kraft getretene neue Personenstandsgesetz die Pflicht zur standesamtlichen Voraustrauung ab, eine den freiheitlichen Rechtstaat unterminierende Begünstigung der zwingend frauenfeindlichen Imam-Nikah (nikāḥ, Ehe im Islam) und also auch der Polygamie.

Noch zur Mudawana bzw. zu Marokkos derart frauenfeindlich bis Januar 2014 gültigem Strafrecht (l’article 475 du code pénal). 2011 zwang ihre eigene Familie die im Alter von 15 Jahren vergewaltigte Amina al-Filali dazu, den elf Jahre älteren Täter zu heiraten – Islamisierung ist die Rückkehr der Stämme und die Clans von Opfer und Vergewaltiger hatten sich so geeinigt. Das Familiengericht in der nordmarokkanischen Hafenstadt Larache (al-ʿArāʾiš, Region Tanger-Tétouan, 120.000 Einwohner) bestätigte die Gültigkeit dieser Zwangsehe. Am 10. März 2012 tötete sich das 16 Jahre alte Mädchen mit Rattengift.[10]

Schon vor elf Jahren, im Oktober 2004 wurde dem Deutschen Bundestag bekannt gegeben, dass auch Zweit- und Drittfrauen von der Familienversicherung jeder gesetzlichen Krankenkasse profitieren, bei der sie kostenlos mitversichert sind.[11] Im selben Jahr bereits hatte das rheinland-pfälzische Oberverwaltungsgericht einer irakischen Zweitfrau aus humanitären Gründen Aufenthaltsrecht zuerkannt.[12]

In der Buntrepublik aber ist Islamkritik im Allgemeinen und Kritik an der islamischen (und ebenso an der hinduistischen oder traditionell-afrikanischen) Polygamie im Besonderen nicht hilfreich, nein, die Vielweiberei ist alternativlos. Islam heißt Frieden. Wali mudschbir, Kindbraut und Harem sind Naturgesetz, wie Mustafa Cerić weiß:

Zur Institution der Familientradition gibt es keine Alternative. Der Versuch, das Grundgesetz vom Familienleben zu brechen, kommt dem Versuch gleich, das Grundgesetz der Natur vom Sonnenaufgang im Osten zu brechen.

The institution of family tradition has no alternative. The issue of family values is not only a moral demand of human society, but also an existential condition of humanity. The attempt to break the common laws of family life is equal to an attempt to break the common law of the nature of the Sun in rising from the East.

Allah nämlich denkt gar nicht queer, vielmehr explizit antischwul, doch irgendwie auch polyamorös und in jedem Fall polygam, jedenfalls was den männlichen Wunsch nach Heirat mit mehreren Frauen betrifft.

Jetzt rate man doch einmal, wer vom deutschen Gesetzgeber dieses hier verlangt:

Alle Menschen sollen ungeachtet ihres Geschlechtes das gleiche Recht haben, einander zu heiraten. Auch nicht-monogame, auf dauerhafte Verantwortung angelegte Partnerschaften und Lebensgemeinschaften müssen berücksichtigt werden

Yusuf al-Qaradawi vielleicht, über ECFR und IUMS der spirituelle Chef von Mustafa Cerić? Oder irgendein Scheich aus Saudi-Arabien? Irgendwelche Multikulturellen?

Andererseits, ist aus postmoderner (nachdemokratischer) Sicht der Harem denn etwa nicht polyamor und zugleich höchst ethisch?

Die Pressemitteilung weiter:

Auch polyamouröse Verantwortungsgemeinschaften halten es für möglich und machbar, ihre Liebe in ethischer Verantwortung mit mehreren Menschen auf Augenhöhe zu teilen und allen in gleicher Weise gerecht zu werden[13]

Nordrhein-westfälische Landtagspolitiker der Partei der Piraten sind es, die am 16.06.2015 die Ehe für alle fordern – ohne sich von der islamischen Polygamie zu distanzieren. Ist der schariarechtlich erlaubte Harem (halal nur mit jederzeit möglichem Talaq) für die Piratenpartei denn etwa nicht Teil der „Vielfalt aller Lebensstile“, ist die islamische Zweit- bis Viertfrau denn etwa nicht in die „individuell gewünschte Form des Zusammenlebens“ zu integrieren?

Drucksache 16/8972:

Artikel 1 des Grundgesetzes basiert auf der freien Selbstbestimmung über Angelegenheiten des persönlichen Lebens. Der Vielfalt aller Lebensstile muss daher diskriminierungsfrei und in voller Gleichberechtigung entsprochen werden. Eine tatsächlich diskriminierungsfreie Öffnung der Ehe muss eine einseitige Bevorzugung traditioneller Rollen-, Familien- und Arbeitsmodelle wirksam überwinden. Eine wirklich freie Entscheidung für die individuell gewünschte Form des Zusammenlebens muss ermöglicht werden, um der möglichen Vielfalt aller Lebensentwürfe gleichberechtigt gerecht zu werden. Alle Formen der homosexuellen, heterosexuellen, queeren und polyamourösen Partnerschaften müssen diesbezüglich vollumfänglich gleichgestellt werden, um eine tatsächlich diskriminierungsfreie Öffnung der Ehe für alle zu gewährleisten. […]

Das Eheversprechen ist eine persönliche Entscheidung. Niemand soll berechtigt sein, die Ausgestaltung der Eheform festzulegen oder auf bestimmte Geschlechter oder Lebensmodelle zu begrenzen.

Ehen erster und zweiter Klasse darf es nicht geben. [14]

Johannes Ponader war ab April 2012 politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland – bis Mai 2013, monatelang hatten ihn seine Parteifreunde gebeten zurückzutreten. 2012 lebte der der Schauspieler, Regisseur und selbsternannte „Gesellschaftskünstler“ bekennend polyamant.

2013 forderte die Piratenpartei eine Ehe oder jedenfalls ein eheähnliches Rechtsinstitut für drei oder mehr Personen:

In Frankreich wurde vor 16 Jahren der „Pacte civil de solidarité“ (Pacs) eingeführt, eine Art „Ehe light“. Damit regeln Paare über einen zivilrechtlichen Vertrag ihr Zusammenleben und verpflichten sich zu gegenseitiger Unterstützung. Die Bindung ist jedoch weniger eng als in einer Ehe – und einfacher aufzulösen. Der Pacs war ursprünglich für Homosexuelle gedacht, ist inzwischen aber bei Heterosexuellen sehr beliebt. 168.000 Französinnen und Franzosen ließen sich im letzten Zähljahr 2013 „verpacsen“ („pacser“ ist inzwischen ein stehender Begriff) […]

Damit macht diese Leichtversion der Ehe bereits mehr als 40 Prozent der formalisierten Paarbeziehungen aus. Einen Zivilpakt stellten die Grünen in ihrem Hamburger Landesverband schon 2011 einmal zur Diskussion. Auch die Piratenpartei wollte, als sie 2013 um den Einzug in den Bundestag kämpfte, den Pacs zum Thema machen – allerdings nicht beschränkt auf zwei Personen, sondern erweitert auf „polyamouröse Beziehungen“.[15]

Was nun ist polyamant oder polyamor, was bedeutet Polyamorie, englisch polyamory? Es geht um vertrauensvolle, liebevolle, auch sexuelle sowie auf Langfristigkeit angelegte Beziehungen bei gegebenem Einverständnis aller daran beteiligten Partner (hoffentlich ausschließlich volljährigen „Partner“, Stichwort Fred Karst). Menschen, die diese Art von nichtmonogamer Beziehung führen oder sich vorstellen können, in einer solchen zu leben, nennen sich polyamorös, polyamant oder polyamor. Neue Begriffe werden entworfen: Mitfreude etwa (compersion, Resonanzfreude) bezeichnet die Manifestation von Liebe, in der jemand im Geliebtwerden des geliebten Menschen durch eine andere Person auch selbst Glück und Erweiterung erlebt – statt, wie den meisten Menschen doch wohl eher bekannt, vor Eifersucht zu rasen. Mitfreude also als eine besondere Form von Empathie, nämlich als die Freude daran, dass der nahestehende Mensch in seinem Leben etwas Schönes genießt. Angeblich sei so viel Mitgefühl im Spiel, dass man den uns neuen Polyamorösen oder Polyamanten nicht mit dem ja schon länger bekannten Swinger verwechseln dürfe.

(Nebenbei sicherlich zu beachten: die Forderung nach neuen Gesetzen zum Thema Sexualität, wie sie aus manchen experimentierfreudig, reformistisch, romantisch, esoterisch oder avantgardistisch wirkenden Milieus alle paar Jahre hörbar zu werden pflegt, sollten wir stets gegen Bestrebungen nach Straffreistellung der Päderastie absichern – Stichwort frühe Grüne bzw. Berliner Alternative Liste der Achtziger Jahre; islambezogen Kindbraut.)

Besteht ja vielleicht gar keine Gefahr, dass eine deutsche offiziell werdende Polyamorie die islamische Polygamie recht bald oder nur jemals heranzieht? Sicherlich ließe sich sagen, der Islam kenne einvernehmliche und gleichberechtigte nichtmonogame Beziehungen von Männern und Frauen ja gerade nicht, die schariafromme Muslima muss ihrem Mann schließlich gehorchen. Damit wäre eine Legalisierung der polyamorösen Partnerschaft gerade kein Harem. Oder man würde darauf bestehen, dass die Polyamory ja durchaus auch beispielsweise eine Frau und zwei Männer betreffen kann oder zwei Frauen und zwei Männer, nach der Scharia schlimmstes Verbrechen und möglicherweise mit der Steinigung zu bestrafen.

Doch all das wird zur gebotenen Abwehr der islamischen Vielweiberei nicht funktionieren, denn zum einen ist das korankonforme Modell vier Frauen ein Ehemann im Bereich des Polyamorösen ja nicht ausgeschlossen und werden schariatreu lebende Polygamisten immer behaupten, in größtmöglicher Einvernehmlichkeit zu leben. Nachdem deutsche Politiker den Islam seit Jahren, zielsicher desinformierend, eine „im Kern friedliche Religion“ (iKfR) nennen und auch die Piratenpartei zur Grundrechtswidrigkeit und insbesondere Frauenfeindlichkeit der Scharia schweigt, wird niemand wagen, schon gar nicht die CSD-Bewegten oder Parteipiraten selbst, die islamische Zweit- oder Drittfrau schlimm intolerant aus dem regenbogenbunten Raum des Polyamorösen zu exkludieren.

Zum anderen wird die global denkende, einheitliche Bewegung für die Legalisierung der Schariagesetze auf Gleichbehandlung klagen: was diese postmodernen oder auch modernen, ihren einvernehmlichen Sex pflegenden gottlosen Dreiecks- oder Vierecksverhätnisse dürfen, das kann der Staat uns Muslimen, wobei wir selbstredend den Vorschriften von Koran und Sunna folgen, nicht vorenthalten.

Und so kommt der Muslimbruder und bosnische Scheich im Europäischen Fatwarat an sein politisches Ziel, das die islamische Schöpfungsordnung (Scharia) schließlich vorgegeben hat:

opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegen¬heiten, wie z.B. Familienrecht, anerkannt werden kann.

Hauptsache ist doch die schmucke Regenbohnenfahne – und dass man über den zutiefst homosexuellenfeindlichen Islam nur Gutes redet. Daher organisieren die einen CSD, fühlen sich queer oder leben polyamant, während die anderen ihre Töchter mit der Pubertät blickdicht unter den Hidschab verpacken, Imamehe bevorzugen, sich auf die demnächst legale Nebenfrau freuen und Allahs Herrschaft spüren.

Die Islamisierer arbeiten transatlantisch und auch in Nordamerika schleicht die Debatte Ehe für alle unaufhaltsam in Richtung Polygamie und Schariarecht. In den USA des Neunzehnten Jahrhunderts lebte die Religionsgemeinschaft Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) bekanntlich gerne auch polygam. Nathan Collier aus den USA ist ein heutiger exkommunizierter Mormone und verlangt eine zweite Ehefrau heiraten zu dürfen. Andernfalls will er klagen – unter Berufung auf das Urteil zur Homo-Ehe.[16]

Alles fühlt queer, alles wird bunt und vielleicht sogar ein bisschen polyamor. Die Spaßkulturellen freuen sich auf die nächsten LGBT-Parade und loben eine angeblich vorhandene Toleranz des Islam, während die seit der Pubertät den religiös verpflichtenden Schleier (ḥiǧāb) tragende Einwanderin im Nachbarhaus ihrem Mann Tamkin (tamkīn) schuldet (Ermächtigung, Bestärkung; Stabilität), sexuellen Gehorsam.[17]

In Honor Killing (2015) informieren Daniel Akbari und Paul Tetreault über das Prinzip Tamkin: „Sobald eine Frau Naschiza ist [našiza, eine Widerspenstige], hat der Ehemann gemäß Koran 4:34 das Recht, sie nach dem Grundsatz des Tamkin mit physischer Gewalt zur Unterwerfung und Gehorsam zu zwingen, zum Beispiel zum Geschlechtsverkehr.“ (When a woman is nashizah, the husband’s right under sura 4:34 to physically force her submission – tamkeen – to his demand for sex by beating her). Die verheiratete Muslima, so fassen Akbari und Tetreault die Rolle der Frau in der islamischen Ehe korrekt zusammen, hat: „ihrer Pflicht zum Tamkin nachzukommen, indem sie die sexuellen Wünsche ihres Mannes erfüllt“ (to perform her duty of tamkeen by meeting her husband’s sexual demands).[18]

Im Iran regelt Artikel 1108 Civil Code die Pflicht der Frau zum ehelichen Gehorsam. Kommt sie dem Tamkin nicht nach, muss er ihr keinen Unterhalt mehr leisten, kann sich scheiden lassen, eine zweite Frau heiraten oder sie korangemäß schlagen. Weibliche Ohnmacht und männliche Allmacht – Tamkin.

Article 1108 – If the wife refuses to fulfil duties of a wife without legitimate excuse, she will not be entitled to the cost of maintenance.[19]

Und in Deutschland im Sommer 2015, was machen die Lobbyisten des Polyamoren innerhalb und außerhalb von Piratenpartei und LGBT-Bewegung?

Das Leid anderer zulassen und zum Schleierzwang sowie zur Entwürdigung der Frau in der islamischen Ehe (nikāḥ) schweigen, zugleich im Namen des hippen Queeren und aufregenden Polyamorösen dem werdenden Kalifat die Zweitfrau legalisieren.

Der vielleicht doch bleibend eifersüchtige Postmoderne gibt sich der erotisierten Kleingruppendynamik hin, um sich selbst zu erfahren und weil man das ja mal erlebt haben muss, die über die Neue im Schlafzimmer überraschte und nicht weniger eifersüchtige Muslima hingegen fürchtet sich vor dem Höllenfeuer und erhofft himmlische Belohnung.[20]

Juni 2015, die türkische Parade zum CSD fiel in den Ramadan, wie schon im Vorjahr. Ohne Vorwarnung untersagte der Gouverneur die regenbogenbunte Parade, berief sich auf den islamischen Fastenmonat und ließ auf dem Taksim-Platz Einsatzkräfte mit Wasserwerfern, Reizgas und Gummischrot gegen die Homosexuellen und ihre zivilcouragierten Freunde vorgehen. Internationale Journalisten wurden durch erkannbar nationalistisch und kalifatsbewegt motivierte Zivilisten angegriffen, eine Fotografin von Agence France-Presse (AFP) wurde leicht verletzt. Die Polizeibeamnten sahen einfach zu, um dann selbst eine, die homophobe Gewalt filmende, Reporterin der AFP zu attackieren.[21]

Im Deutschland des Jahres der Ehe für alle 2015 bloß nichts gegen das Islamische Recht sagen und viel nackte Haut auf der CSD-Parade zeigen, während manch eine schariapflichtige Nachbarin ohne männliche Erlaubnis das Haus längst nicht mehr verlassen darf.[22]

Den Dhimmis von morgen kann es nicht queer genug zugehen, auch polyamore Ehen müssen endlich legal werden.

Dem Spaßvogel die Orgie, der Muslima Hidschab und Tamkin.

Mit der Regenbogenfahne den Harem herbeiwinken.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

[1] Strafe für Homosexualität im Islam

Muhammad’s successor, his father-in-law Abu Bakr (reigned 632-34), reportedly had a homosexual burned at the stake. The fourth caliph, Muhammad’s son-in-law Ali ibn Abi Talib (reigned 656-61) ordered a sodomite thrown from the minaret of a mosque. Others he ordered to be stoned.

One of the earliest and most authoritative commentators on the Qur’an, Ibn ‚Abbas (died 687) stipulated a two-step execution in which „the sodomite should be thrown from the highest building in the town and then stoned.“ Later it was decided that if no building were tall enough, the sodomite could be shoved off a cliff.

aus: by Paul Varnell (Punishing Gays under Islam), zuerst in: Chicago Free Press 21.10.2001, hier am selben Tag auf: IGF CultureWatch (Independent Gay Forum)

http://igfculturewatch.com/2001/10/21/punishing-gays-under-islam/

Qur’an, Hadith and Scholars:Homosexuality

(WikiIslam)

http://wikiislam.net/wiki/Qur’an,_Hadith_and_Scholars:Homosexuality

What is Islam’s position on homosexuality?

von: TheReligionofPeace (um Glen Roberts)

http://www.thereligionofpeace.com/quran/026-homosexuality.htm

Ibn Abbas : « Il faut trouver le plus haut bâtiment de la ville. Le transgresseur homosexuel doit être ligoté, puis jeté de ce bâtiment, puis lapidé. »

http://archives-lepost.huffingtonpost.fr/article/2010/11/17/2308095_l-art-halal-de-tuer-les-homosexuels.html

Ibn Abbas said: „Find the tallest building in the town and throw the homosexual down from its roof, then stone him to death“.

http://www.qamrulkhanson.net/page_1143059028720.html

Muhammad’s son- in-law Ali, the fourth caliph (later regarded as infallible and semi-divine by Shi’ite Muslims), ordered a guilty man to be thrown headlong from the top of a minaret.

von: Louis Crompton (). Herausgeber: Will Roscoe und Stephen O. Murray (Islamic Homosexualities: Culture, History, and Literature), Seite 143.

https://books.google.de/books?id=6Zw-AAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

38622: The punishment for homosexuality

What is the punishment for homosexuality? Is there any differentiation between the one who does it and the one to whom it is done?

The crime of homosexuality is one of the greatest of crimes, the worst of sins and the most abhorrent of deeds, and Allaah punished those who did it in a way that He did not punish other nations. It is indicative of violation of the fitra [fiṭra, das Ausgerichtetsein der Schöpfung und damit auch jedes Menschen auf den Schöpfer hin, auf Allah], total misguidance, weak intellect and lack of religious commitment, and it is a sign of doom and deprivation of the mercy of Allaah. […]

The Sahaaba [ṣaḥāba, Mohammeds Gefährten und Begleiter] were unanimously agreed on the execution of homosexuals, but they differed as to how they were to be executed. Some of them were of the view that they should be burned with fire, which was the view of ‘Ali (…) and also of Abu Bakr (…), as we shall see below. And some of them thought that they should be thrown down from a high place then have stones thrown at them. This was the view of Ibn ‘Abbaas (…). Some of them thought that they should be stoned to death, which was narrated from both ‘Ali and Ibn ‘Abbaas (…).

bei: Islam Question and Answer (Islam Q&A), General Supervisor: Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid

http://islamqa.info/en/38622

Die Sahāba [ṣaḥāba] stimmten einmütig überein, dass Homosexuelle hingerichtet werden mussten, doch sie waren unterschiedlicher Meinung darüber, wie sie hingerichtet werden sollten. Einige von ihnen vertraten die Ansicht, dass sie mit Feuer verbrannt werden sollten, was die Meinung von `Ali (…) und auch von Abu Bakr (…) war, wie wir weiter unten sehen werden. Und einige von ihnen meinten, dass sie von einem hohen Platz herab geworfen und anschließend mit Steinen beworfen werden sollten. Dies war die Ansicht von ibn `Abbās (…). Einige meinten, dass sie gesteinigt werden sollten, was sowohl von `Ali als auch von ibn `Abbās (…) berichtet wurde.

aus: Die Strafe für Homosexualität. Frage Nr. 38622, o. g. Munajjid-Fatwa. Hier seit fünf Jahren online bei: Die wahre Religion (das ist Ibrahim Abou-Nagie)

h__p://www.diewahrereligion.eu/fatwah/?p=287

LGBT rights in Saudi Arabia

In 1928, the Saudi judicial board advised Muslim judges to look for guidance in two books by the Hanbalite jurist Marʿī ibn Yūsuf al-Karmī al-Maqdisī (d.1033/1624). Liwat [liwāṭ] (sodomy) is to be:

„treated like fornication, and must be punished in the same way. If muḥṣan [commonly translated as „adulterer“ but technically meaning someone who has had legal intercourse, but who may or may not currently be married] and free [not a slave], one must be stoned to death, while a free bachelor must be whipped 100 lashes and banished for a year.“

Sodomy is proven either by the perpetrator confessing four times or by the testimony of four trustworthy Muslim men, who have been eyewitnesses to the act. If there are fewer than four witnesses, or if one of them is not upstanding, they are all to be chastised with 80 lashes for slander.

https://en.wikipedia.org/wiki/LGBT_rights_in_Saudi_Arabia

Karmī, Marʿī ibn Yūsuf al-Karmī (Marʿī ibn Yūsuf ibn Abī Bakr ibn Aḥmad al-Maqdisī al-Ḥanbalī), gestorben 1623 or 1624 d. Z.

http://www.worldcat.org/identities/lccn-n83139695/

http://id.loc.gov/authorities/names/n83139695.html

http://onlinebooks.library.upenn.edu/webbin/book/lookupname?key=Karm%26imacr%3B%2C%20Mar%26%23x02bb%3B%26imacr%3B%20ibn%20Y%26umacr%3Bsuf%2C%20-1623%20or%201624

[2] Articles 111, 112 and 130 are from Penal Code Chapter 2 entitled, Punishment for Sodomy.

Article 127 of Iran’s Islamic Penal Code defines lesbianism or Mosahegheh as sexual act between two women involving their genitalia (Article 127).

The punishment for lesbian sex is 100 lashes (Article 129), but if the offense is repeated, the fourth times the parties will be killed (Article 131).

Two adult and mentally sound men who willingly had anal intercourse with each other are sentenced to death (Article 110).

If the two men only engaged in tafkhiz (non-penetrative sexual pleasure), the penalty is 100 lashes for the first 3 times and the death penalty for the fourth time (Article 121 and 122).

If two men are found naked under a blanket, they will both receive 99 lashes (Article 123).

Finally, if two men kiss each other passionately, they will be punished by 60 lashes (Article 124).

Under Article 638 of the Islamic Penal code, an individual who offends “public decency” will be sentenced to imprisonment from 10 days to two months or up to 74 lashes.

Quelle: The International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC), New York

http://iglhrc.org/content/iran

An-našiza, nušūz. Die Widerspenstige oder Ungehorsame, Widerspenstigkeit oder Ungehorsam

Nushuz, insubordination or refusal to give the husband his marital rights.

http://www.islam-fyi.com/islamic-words/nushooz

The disobedient or rebellious wife (nashiza) The wife working against her husband’s wishes denotes disobedience.

The Islamic Law of Personal Status (Seite 106), herausgegeben von Jamal J. Nasir

https://books.google.de/books?id=N4WmwikqudIC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[3] Gestalt nimmt inzwischen das Kuratorium des MFI an. Das Gremium soll die Arbeit des Vereins begleiten, inhaltliche Anstöße geben und es nach außen repräsentieren. Als Gründungsmitglieder haben laut Imam Idriz der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Alois Glück, Stadtrat Marian Offman (CSU) und Großmufti Emeritus Mustafa Cerić, der Präsident des Bosniakischen Weltkongresses, zugesagt. Angefragt habe Idriz auch bei Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), auf Antwort warte er noch.

aus: Bernd Kastner (Stadt verlangt 4,4 Millionen für Moscheegrundstück), in_ Süddeutsche Zeitung 28.07.2015

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-forum-fuer-islam-stadt-verlangt-millionen-fuer-moscheegrundstueck-1.2584548

[4] DEKLARATION EUROPÄISCHER MUSLIME

http://www.islamheute.ch/Deklaration.htm

[5] DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

Der Führer der Ulama (Reisu-l-ulema) zur kroatischen Hauptstadt Zagreb, von der aus er die Deklaracija evropskih muslimana verkünden ließ:

Što se tiče prijema kod nemuslimana, moram reći da sam prijatno iznenađen ulogom Zagreba, odnosno, Hrvatske. Mislim da je Deklaracija u Zagrebu, medijski, ali i politički, najvruće i najbolje prihvaćena. Čini mi se da je upravo zagrebački prijem Deklaracije imao utjecaja pa su i drugi počeli da se za nju interesiraju. Prisustvo velikog broja diplomata, svjetovnih i vjerskih intelektualaca u Zagrebačkoj džamiji na promociji Deklaracije bilo je doista impresivno. Također, prilika da Deklaraciju uručim nadbiskupu zagrebačkom Bozaniću i predsjedniku hrvatske Mesiću govori da je Zagreb dobro razumio poruku Deklaracije.

http://www.rijaset.ba/index.php?option=com_content&view=article&id=141:intervju-reisu-l-uleme-avazu-29122006&catid=40&Itemid=568

[6] Othering

Der Begriff wurde von Gayatri Chakravorty Spivak geprägt. Er hält Einzug in Theorien der Ethnologie, Sozialarbeit, Soziologie, Kultur und Sozialanthropologie sowie Gruppenpädagogik. Eine allgemein gebräuchliche deutsche Übersetzung existiert bislang nicht. Julia Reuter hat „othering“ als „VerAnderung“ übersetzt. […] Othering kann zu Feindbildern, insbesondere zur Fremdenfeindlichkeit führen […] Der als Othering beschriebene sozialpsychologische Mechanismus ist eine der Grundlagen für Diskriminierung von Minderheiten und von Verfeindungsprozessen zwischen verschiedenen Gruppen allgemein (z. B. ethnische Gruppen oder Religionsgemeinschaften).

https://de.wikipedia.org/wiki/Othering

Cemal Uşak: Othering as a Political Instrument, from the Religious Perspective

http://wpfdc.org/blog/society/18698-othering-as-a-political-instrument-from-the-religious-perspective

The World Public Forum (WPF) „Dialogue of Civilizations“

The WPF “Dialogue of Civilizations” European Headquarters are located in Vienna (Austria).

http://wpfdc.org/about-us/about

Karin Creutz-Kämppi: The Othering of Islam in a European Context

Othering Discourses […] Othering Discourses of Islam

http://www.nordicom.gu.se/sites/default/files/kapitel-pdf/269_creutz-kamppi.pdf

Ahmed Idrissi Alami: „Mutual Othering: Islam, Modernity, and the Politics of Cross-Cultural Encounters in Pre-Colonial Moroccan and European“

http://www.amazon.de/Mutual-Othering-Cross-Cultural-Encounters-Pre-Colonial/dp/1438447345

He also examines issues of Islam, modernity and reform within a global cultural context. […] Professor Idrissi Alami is currently working on research projects that explore the Maghreb through transatlantic discourse and culture, Arab and Muslim diasporic narratives, and nation and nationalism in Arabic literature and culture.

https://www.cla.purdue.edu/facultystaff/profiles/promoted/promotions-13/Idrissi_Alami,_Ahmed.html

Enes Karić: Who is the ‘Other’ today?

[…] there are also other “distances”, or “proximities” that have determined the constituting of the relationship of “I” with “the other”. […]It is high time that the idea of “the other” is seen as a creative force, to enrich the world.

http://www.fin.ba/datoteke/Karic_OP_Series.pdf

Enes Karić is a professor of Qur’anic studies and history of the interpretation of the Qur’an at the University of Sarajevo. He was dean of the Faculty of Islamic Studies in Sarajevo (2003–2007) and served as Minister of Education, Science, Culture and Sports in Bosnia and Herzegovina (1994–96).

http://www.unomaha.edu/idj/Issue2/Karic_Judeo-Christian-IslamicCultureCivilizaiton.pdf

Enes Karić. 2009 trat er bei der Wahl des Großmuftis (Reisul-ulema) von Bosnien und Herzegowina als wichtigster Gegenkandidat des damals amtierenden Mustafa Cerić an. […] Karićs Studie Die historisch-zivilisatorische Bedeutung der mystischen Koranauslegung (The Significance of Sufism in the History of Islamic Civilization: Its place and Value in the Universal and Perennial Process of Spiritual Inquiry) wurde in das Programm der UNESCO aufgenommen, und wird in speziellen, verschiedenen Aspekten der islamischen Kultur gewidmeten Publikationen erscheinen (The Different Aspects of Islamic Culture), deren Herausgeber Ekmeleddin İhsanoğlu [IRCICA; 2005 bis 2013 Generalsekretär der OIC] ist. Seit 1990 ist Enes Karić Ratsmitglied der von Ahmed Zaki Yamani [* 1930 in Mekka; zeitweise Generalsekretär der OPEC] in London gegründeten Al-Furqan Islamic Heritage Foundation, einer Stiftung zum Erhalt des islamischen Schrifterbes. Bei dem Islamic Studies Journal (Pakistan) und dem American Journal of Islamic Social Sciences (Herndon, USA) [das IIIT, International Institute of Islamic Thought] ist er ebenfalls als Ratsmitglied tätig. Im Sommer 2002 wurde er vom Königlichen Aal-al-Bayt-Institut für islamisches Denken (Jordanien) zum aktiven Mitglied gewählt [Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought, RABIIT].

https://de.wikipedia.org/wiki/Enes_Kari%C4%87

Die Sendung „hart aber fair“ widmet sich in der Sendung vom 24.11.2014 erneut dem Thema Islam. Dabei wird erneut mit dem Titel der Sendung ein „Othering“ betrieben, wie es in letzter Zeit bei den öffentlich-rechtlichen Sendern gängig geworden ist. So wird Deutschland auf die eine Seite und „der Islam“ auf die andere Seite gestellt. Dieses mediale Konstrukt findet seinen Höhepunkt in dem dann auch noch unschuldig gefragt wird: „Wie passt das zusammen?“ Tatsächlich passen „der Islam“ und Deutschland sehr gut zusammen.

Akif Şahin

http://www.dunia.de/2014/11/22/hart-aber-fair-deutschland-und-der-islam-wie-passt-das-zusammen/

Wir bezeugen an diesem gesegneten Zeitabschnitt noch einmal, dass der Hass und Othering beseitigt werden können, wenn auf der Basis der universellen menschlichen Werte [wie sie Allah den Menschen eingeräumt hat: die abgestuften Diskriminierungen („Werte“) der heilssichernden Scharia und eben nicht der AEMR] die Menschen sich gegenseitig so akzeptieren, wie sie sind.

Fethullah Gülen

http://de.fgulen.com/content/view/388/23/

[7] So hatten im 19. Jahrhundert in Nablus 16 % der muslimischen Männer mehr als eine Frau, in Damaskus waren es 12 %, in Istanbul hingegen nur 2 %.

https://de.wikipedia.org/wiki/Harem

Fatwa (27.07.2004)

Question

Does Inability to Treat Wives Equally Prohibit Polygamy?

Answer

[…] equal division of love is beyond human capacity; hence, one will not be accounted for it before Almighty Allah. Unfortunately, there are many countries that allow men to practice adultery but prohibit polygamy.

The eminent Muslim scholar Sheikh Yusuf Al-Qaradawi states:

“Citing the above mentioned verse as evidence of prohibiting polygamy is rejected, as it means changing words from their context. Moreover, it implies accusing the Prophet (peace and blessings be upon him) and his Companions (may Allah be pleased with them) of not understanding the Qur’an or of purposely not following it, for almost all of them married more than one wife. […]

The former Grand Sheikh of Al-Azhar, Sheikh `Abdel-Halim Mahmoud (…) told me that a Muslim man from some Arab Muslim country that prohibits polygamy married a second wife in secret. He did not register the marriage contract lest he be punished by the man-made law of his country. The police suspected and followed him until they arrested him in his second wife’s home. Facing him with the accusation that he had a second wife and thus breached the laws of the country, he evaded the accusation saying, “Who told you she is my wife? She is not; she is my mistress, and we make love to one another from time to time.” Upon that, the investigators apologized to him, “We are so sorry for this misunderstanding. We thought that she was your wife. We did not know she is your mistress!” Thus, the man was set free, for his country regards adultery as a right of personal freedom, while it forbids polygamy!”

http://www.onislam.net/english/ask-the-scholar/family/polygamy/170404.html

Polygamie im Iran

Under Iranian law, while women may contract only one marriage at one time, it is a man’s religious and legal right to marry more than one woman. One man can enter into up to four permanent marriages at a time. Although this right is not stipulated in Civil Code, it can be deduced from several articles. For example, Article 942, although dealing with the issue of inheritance, expressly refers to the polygamy of men:

“If there are more than one wife, one fourth or eighth part of the assets, which belongs to the wife, will be divided equally among them.”

[…] Until 1968, men could marry up to four permanent wives without any interference of the court or any other bodies investigating their ability to “treat their wives justly”. Although it did not prohibit polygamy, the Family Protection Act of 1968 was the first law that tried to restrict polygamy and made the permission of the court mandatory for additional marriages. According to Article 14 of this Act:

“When a man, already having a wife, desires to marry another woman, he shall obtain permission from the court of law. The court shall give the permission only when it has taken the necessary steps, and, if possible, has made an inquiry from the present wife of the man, in order to assure the financial ability and [physical] power of the man for doing justice [to the wives].”

[…] Seven years later, as a result of the efforts of women’s rights activists, the Family Protection Act was revised. The new Act, again, failed to abolish polygamy but imposed more restrictions on the practice and even prescribed criminal prosecution for the second wife if she was aware of the first wife but married the man without the first wife’s consent and the court’s permission. According to Articles 16 and 17 of the new Family Protection Act of 1975, a man was given permission to marry a second wife only under specific circumstances and after following specific procedures:

Article 16- “A man, already having a wife, may not marry a second wife unless in the following situations:

1) First wife’s consent.

2) Inability of first wife in performing marital duties.

3) Non-submission of the first wife to the husband. [bei Ungehorsam]

4) Affliction of the wife to insanity or other difficulty to cure diseases mentioned in article 8(5-6).

5) Conviction of the wife according to article 8(8).

6) Addiction of the wife according to article 9(8).

7) Wife’s abandonment of family life.

8) Wife’s infertility.

9) Disappearance of the wife according to article 8(14).”

On July 31, 1984, the Guardian Council—without repealing the whole article or the Act—only declared that the punishment of violation of Article 17 against Shari’a and therefore marrying a further wife without the court permission was not punishable any more:

“The punishment of parties to the [further] marriage and the Registry Officer… prescribed in article 17 of the Family Protection Law is against Shari’a.”

During the third periodic review of the situation of human rights in Iran by the UN Human Rights Committee, the IRI, when questioned about polygamy in Iran, responded:

“By virtue of [a]rticle 16 of the Family Protection Law and article 645 of the Islamic Penal Code, polygamy is prohibited in the Islamic Republic of Iran, but could take place under particular conditions, including insanity of the woman, conviction to prison, infertility.”

This response is inaccurate and far from the truth. First, Article 645 of the Islamic Penal Code has nothing to do with polygamy. It deals with and criminalizes marriage and divorce without registration. . Second, as discussed above, Article 17 of the Family Protection Law of 1975, which used to criminalize polygamy in specific cases, was declared as against Shari’a by the Guardian Council in 1984. Therefore Article 16 of the same law was abandoned and has no legal effect anymore. Since then, polygamy is neither a crime nor prohibited. To the contrary, according to Civil Code, it is permitted and men do not need to prove “particular conditions” nor obtain the court permission to remarry (i.e. permanent marriage) up to four times. […]

Nafaqa

[…] However, a woman’s right to nafaqa is not unconditional. A woman merits nafaqa as long as she obeys her husband (tamkin). As soon as she begins to display disobedience (nushuz), she has no right to claim for nafaqa. According to Article 1108 of the Civil Code, if she refuses to fulfill the duties of a wife without legitimate excuse, she will not be entitled to nafaqa (maintenance). The following section will examine the two concepts of tamkin and nushuz.

Tamkin (obedience)

At the core of the marriage contract is the wife’s tamkin (submission), defined as an unhampered sexual availability that is regarded as a man’s right and a woman’s duty. In exchange for themahriyeh, which is analogous to a “sale” price, the husband gains a type of ownership over his wife, in the form of sexual access. The wife has to be sexually available to him at all times, such that he has total control over her, including her movements to and from the home. In return, he is required to provide her nafaqa (maintenance). Without an acceptable excuse, the wife’s failure to comply with the lawful wishes of her husband constitutes „nushuz“ (disobedience) and means that she may lose her right to maintenance.

A wife is nashezeh (disobedient) when she, for instance, refuses to have sex with her husband or leaves her husband’s home against his will. As soon as the wife repents and obeys the lawful wishes and commands of her husband, she ceases to be nashezeh. As already discussed, this legal framework is reflected in Iran’s family law. Article 1105 of the Civil Code exclusively recognizes the husband as the head of the family which means that his orders must be obeyed by his wife and children. Then Article 1108 stresses that, if the wife refuses to tamkin (obey her husband) without a reasonable excuse she loses her right to the nafaqa (maintenance). A wife’s disobedience can also create legal grounds for polygamy, divorce, or domestic violence (wife battery).

aus: Mohammad Hossein Nayyeri (Gender Inequality and Discrimination: The Case of Iranian Women)

http://iranhrdc.org/english/publications/legal-commentary/1000000261-gender-inequality-and-discrimination-the-case-of-iranian-women.html

Iranian women’s groups and other rights organisations are fighting a much discussed proposed law which they say would encourage polygamy by allowing a man to take a second wife without the permission of the first in certain circumstances. […]

A leading conservative deputy, Ali Motahari, said in parliament last year, “Polygamy is Islam’s honour.” […]

Iran’s first law that recognised polygamy according to Islamic Sharia law was passed when Reza Shah, who ruled between 1925 and 1941, was in power. In 1970, women activists demanded the secular government of Mohammad Reza Shah outlaw polygamy but despite the government’s positive reaction to their demand, clerics prevented it. In 1975, an alternative was adopted that polygamy was permitted under certain conditions, such as obtaining the first wife’s permission.

aus: Sahar Sepehri (Women Fight Polygamy Proposal), in: IWPR Institute for War & Peace Reporting (London – Den Haag – Washington) 01.02.2010

https://iwpr.net/global-voices/women-fight-polygamy-proposal

Im selben Jahr 2010 ebenfalls diskutiert beim frankophonen schiitischen Internetforum AhlOulBayt (le forum de discussions et de dialogues de la communauté musulmane chiite francophone)

Ali Motahari

Ali Motahhari, geb. 1958, hat einen Sitz im Parlament (Madschlis) der religiösen Diktatur Iran, ist Führer der für die iranischen Parlamentswahlen 2012 antretenden Stimme des Volkes / Sedaje Mellat, auch Jebheh Sedaa-ye Mellat genannt kurz JSM, arbeitet als Hochschullehrer, ist Chef im Verlag Sadra Publications, der die Werke des islamisch berühmten Vaters Morteza Motahhari editiert (Verlag nicht zu verwechseln mit Sadra Islamic Philosophy Research Institute (SIPRIn) / Mulla Sadra Publications Foundation unter Seyyed Mohammed Khamenei geb. 1936).

La polygamie est l’honneur de l’Islam.

http://www.ahloulbayt.org/showthread.php?t=5907&page=19

Ali, Sohn von Morteza Motahhari

https://fr.wikipedia.org/wiki/Ali_Motahari

https://en.wikipedia.org/wiki/Ali_Motahari

Schiitische Muslime dürfen nach ihren Glaubensgrundsätzen drei Frauen neben der Hauptfrau haben. Die Beziehungen zu den „Nebenfrauen“ sind manchmal sogenannte Zeit-Ehen. Von Geistlichen abgesegnet dauern sie wenige Stunden oder auch viele Jahre. Die Frau erhält dafür eine vereinbarte Summe und der Mann ist zur finanziellen Sorge für Kinder aus dieser Ehe, die auch erbberechtigt sind, verpflichtet. Diese Praxis wird bis auf die Zeit des Propheten Mohammeds zurückgeführt.

Und das Regime will an dieser umstrittenen Tradition auch weiterhin festhalten. So stellte jüngst der stellvertretende Außenminister Hassan Ghaschghavi klar: „Wir leben in einem islamischen Land und wir handeln nach den Regeln des Korans. Selbst wenn wir hunderttausend Menschen exekutieren müssen, werden wir mit der Durchsetzung dieser Regeln fortfahren.“ […]

Insbesondere die städtische Mittelschicht lehnt Vielweiberei entschieden ab. Und viele Iraner betrachten die Zeit-Ehe als nichts anderes als legalisierte Prostitution.

aus: Birgit Cerha (Vielehe fürs Regime), in: Frankfurter Rundschau 03.10.2010

http://www.fr-online.de/politik/iran-vielehe-fuers-regime,1472596,4894274.html

[8] Türkei 1924

Abschaffung des Kalifats, Vereinheitlichung des Schulwesens, Verbot der Polygamie, Aufhebung des islamischen Rechts, Kopftuchverbot, Einführung westlicher Kleidung (Hutgesetz), des lateinischen Alphabets und des gregorianischen Kalenders und das Verbot religiöser Parteien.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kemalismus#Laizismus

40 Marokkanerinnen, berichten türkische Medien, leben nun als Zweitfrauen in Gökce und den umliegenden Dörfern. Sie sind in aller Regel nicht rechtmäßig verheiratet, sondern leben in einer vom Imam legalisierten Beziehung als Zweitfrau in der Familie. […]der Trend zur Zweitfrau ist in der Türkei keineswegs mehr auf den unterentwickelten Osten beschränkt. Eine jüngst für die Gleichstellungskommission des Parlaments erstellte Studie der Hacettepe-Universität in Ankara kommt zu dem Schluss, dass die Anzahl von Zweitfrauen kontinuierlich steigt. Knapp 200.000 soll es demnach mehr oder weniger offiziell geben, obwohl die Vielehe seit Gründung der Republik 1924 verboten ist.

[…] im Verständnis der regierenden islamischen AKP ist an der Zweitfrau nichts Verwerfliches. Einer der Chefideologen der AKP, Ali Bulac [ALİ BULAÇ], rühmt sich öffentlich, über die im Islam zugelassene Anzahl von vier Ehefrauen zu verfügen.

aus: Jürgen Gottschlich (Der Trend geht zur Zweitfrau), in: taz, 12.01.2011

http://www.taz.de/!5128945/

On the issue of polygamy, Gülen [Fethullah Gülen] thinks that although it was allowed by the Prophet Muhammad; there is no record in the Qur’an or Hadith that Islam requires Muslims to marry more than one woman as a fulfillment of a religious duty. […]. Qur’an mentions polygamy only as permission under special circumstances […] Islam, as a universal system, made polygamy possible so that no women should be left alone without protection when they are widowed

aus dem frauenorientierten und von islambeschönigender Taqiyya (zu Zweitfrau, Talaq, sonstiger zwingend frauenentwürdigender Schariagerichtspraxis inbesondere auch Erbrecht, Hidschab) überbordenden Lobgesang auf den den Islam und seinen türkeistämmigen Hodschaefendi, von: M. Sait Yavuz Women in Islam: Fethullah Gülen’s Perspective, bei der amerikanischen Hizmet („Gulenmovement.us was launched and has been maintained by a group of Peace Islands Institute volunteers in order to introduce and present Fethullah Gülen“) am 25.05.2013 (wer wirklich zu Gülen will: ___p in http)

___p://www.gulenmovement.us/women-in-islam-fethullah-gulens-perspective.html

Abraham’s Table: The Status of Women in Abrahamic Traditions

(Peace Islands Institute, das ist die amerikanische Hizmet oder Gülenbewegung)

___p://www.peaceislands.org/portfolio/abrahams-table-the-status-of-women-in-abrahamic-traditions/

Husbands living in a „harem“ with multiple wives have been cleared to claim state benefits for all their different partners. A Muslim man with four spouses – which is permitted under Islamic law – could receive £10,000 a year in income support alone. […]

Ministers have decided that, even though bigamy is a crime in Britain, polygamous marriages can be recognised formally by the state – provided they took place overseas, in countries where they are legal. […]

Officials have also identified a potential loophole by which a man can divorce his wife under British law while continuing to live with her as his spouse under Islamic law, and obtain a spouse visa for a foreign woman who he can legally marry.

aus: James Slack (Muslim husbands with more than one wife to get extra benefits as ministers recognise polygamy), in: Mail Online / Daily Mail, 03.-04.02.2008

http://www.dailymail.co.uk/news/article-512043/Muslim-husbands-wife-extra-benefits-ministers-recognise-polygamy.html

Als ich ihn darauf hinwies, dass die Mehrehe in Deutschland verboten sei, begriff er gar nicht, was ich ihm sagte. Oder er wollte es nicht begreifen. Seit diesem Erlebnis hat sich mein Blick auf die verschleierten Frauen auf Wochenmärkten und in Hamburger Parks verändert – ich sehe den Harem.

Necla Kelek (Die fremde Braut)

https://books.google.de/books?id=-fRlAgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Necla Kelek: Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland.

http://www.kiwi-verlag.de/buch/die-fremde-braut/978-3-462-03469-1/

[Frankreich 2005]

Ist die Duldung polygamer Haushalte eine der Ursachen für den Gewaltausbruch in den französischen Vorstädten? […]

Der Fraktionsvorsitzende der rechtsbürgerlichen Regierungspartei UMP, Bernard Accoyer, nannte die „Vielehe“ als einen Faktor, der die Unruhen begünstigt habe. In vielen schwarzafrikanischen Familien werde das gesetzliche Verbot der Polygamie missachtet.

Die Debatte über die Polygamie war in Frankreich lange tabuisiert worden. Bis 1993 tolerierte der französische Staat, daß im Rahmen der Familienzusammenführung Einwanderer aus Schwarzafrika auch mehrere Ehefrauen nach Frankreich einreisen lassen konnten. Solvabilitätskontrollen wurden kaum durchgeführt; die Einhaltung des Polygamie-Verbots nicht überprüft.

Die Sozialbehörden tolerierten stillschweigend die polygamen Haushalte, denen sie hohe Kindergeldzahlungen und andere Sozialleistungen zur Verfügung stellten. Auch die Sozialwohnungsgesellschaften denunzierten Familien nicht, die ganz offensichtlich aus einem Mann, mehreren Ehefrauen und einer großen Zahl von Kindern gebildet wurden.

[…] Die Zahl polygamer Familien in Frankreich wird auf 30.000 geschätzt, die meisten dabei stammen aus Mali, Senegal, Gambia oder Mauritanien, wo die Vielehe nicht unter Strafe steht.

Der gaullistische Innenminister Charles Pasqua ließ 1993 eine Gesetzesänderung verabschieden, wonach die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen auf eine Ehefrau im Rahmen der Familienzusammenführung beschränkt wurde. Seit Ende 2001 stehen die Präfekten per Dienstanweisung in der Pflicht, die räumliche Trennung von Ehefrauen aus polygamen Haushalten „zu fördern“.

aus: Michaela Wiegel („Vielehe eine Ursache für Unruhen“), in: FAZ, 16.11.2005

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-vielehe-eine-ursache-fuer-unruhen-1279969.html

[Großbritannien 2011]

The council meets once a month at the Birmingham Central Mosque. […] Across the desk, Dr Mohammed Naseem, chair of the mosque’s Sharia council, sits alongside Talha Bokhari, a white-robed imam, and Amra Bone, the only woman sitting on an Islamic court in this country.

aus: Jonathan Wynne-Jones (Sharia: a law unto itself?), in: The Telegraph 07.08.2011

http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/8686504/Sharia-a-law-unto-itself.html

[USA 2013. University of Michigan]

„Eine einvernehmliche Mehrfachehe könnte die gangbare Alternative zur [derzeit lediglich erlaubten] Einehe sein“

„consensual non-monogamy may be a viable alternative to monogamy“

A Critical Examination of Popular Assumptions about the Benefits and Outcomes of Monogamous Relationships

Terri D. Conley, Ali Ziegler [Psychologieprofessor aus Alaska, US], Amy C. Moors, Jes L. Matsick, and Brandon Valentine

http://www.academia.edu/1986155/A_critical_examination_of_popular_assumptions_about_the_benefits_and_outcomes_of_monogamous_relationships

Pers Soc Psychol Rev. 2013 May;17(2):124-41. doi: 10.1177/1088868312467087. Epub 2012 Nov 21.

A critical examination of popular assumptions about the benefits and outcomes of monogamous relationships.

Conley TD, Ziegler A, Moors AC, Matsick JL, Valentine B.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23175520

[USA 2014. Schon wieder Conley, Matsick, Moors, Ziegler.]

Does Monogamy Harm Women? Deconstructing Monogamy with a Feminist Lens

ALI ZIEGLER, JES L. MATSICK, AMY C. MOORS, JENNIFER D. RUBIN & TERRI D. CONLEY

http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/323/354

Stadt Ketchikan, University of Alaska Southeast, Social Sciences, Faculty Member Follow:

Ali Ziegler

Forschungsgebiet u. a.: Sexual Double Standard, Non-Monogamy, Consensual non-monogamy

http://uasalaska.academia.edu/AliZiegler

Ketchikan ist eine US-amerikanische Stadt in Alaska. Sie ist Verwaltungssitz von Ketchikan Gateway Borough. Ketchikan der größte Ort auf Revillagigedo Island und nach Sitka die zweitgrößte Stadt des Alexanderarchipels. Die Stadt liegt im Süden des sogenannten Alaska Panhandle.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ketchikan

[Kenia 2014]

Kenya’s parliament has passed a bill allowing men to marry as many women as they want, prompting furious female MPs to storm out, reports say.

The bill, which amended existing marriage legislation, was passed late on Thursday to formalise customary law about marrying more than one person.

The proposed bill had initially given a wife the right to veto the husband’s choice, but male members of parliament overcame party divisions to push through a text that dropped this clause.

„When you marry an African woman, she must know the second one is on the way, and a third wife … this is Africa,“ MP Junet Mohammed told the house, according to Nairobi’s Capital FM. […]

The bill must now pass before the president to be signed before becoming law.

(Kenya’s parliament passes bill allowing polygamy), in: The Guardian, 21.03.2014

http://www.theguardian.com/world/2014/mar/21/kenya-parliament-passes-bill-allowing-polygamy

[Tunesien 2015, Scheich Adel Almi (Zitouna-Partei), der Verfasser der Todesfatwa gegen Amina Sboui genannt Amina Tyler, fordert die Aufhebung des seit 1956 bestehenden Verbots der Vielehe.]

Adel Almi et son parti Tunisie Zitouna ont fait de la levée de l’interdiction de la polygamie en Tunisie leur cheval de bataille.

A cet effet, le secrétaire général de Tunisie Zitouna, Mohamed Ali Bouaziz, vient d’annoncer, à l’issue d’une rencontre avec le président de la commission des réformes du Code du statut personnel Sassi Ben Hlima, «une bonne nouvelle prochainement aux sœurs pures et chastes», la levée de l’interdiction de la polygamie en Tunisie. […]

aus: Le parti Tunisie Zitouna de Adel Almi annonce la légalisation prochaine de la polygamie, in: Business News, 26.04.2015

http://www.businessnews.com.tn/le-parti-tunisie-zitouna-de-adel-almi-annonce-la-legalisation-proaine-de-la-polygamie,520,55442,3

[Tschetschenien 2015]

Die junge Tschetschenin Luisa Goilabijewa sagt erst „Ja“, nachdem man sie zum dritten Mal fragt, ob sie den mehr als 30 Jahre älteren Mann neben sich heiraten will.

Die 17-Jährige hebt während der ganzen Standesamts-Zeremonie nicht einmal den Blick vom Boden, mehrmals wischt sie sich Tränen aus dem Gesicht.

Manche russische Medien sprechen von einer Zwangsheirat. Zudem soll der Bräutigam, ein lokaler Polizeichef namens Naschud Gutschigow, bereits verheiratet sein. Polygamie ist auch in der autonomen Republik Tschetschenien verboten. Doch einer wünschte die Hochzeit seines Vertrauten Gutschigow mit dem jungen Mädchen: das Staatsoberhaupt, der Putin-Verbündete Ramsan Kadyrow.

Seine Unterstützung signalisierte Kadyrow deutlich: Die Hochzeit zwischen der 17-Jährigen und dem 47-jährigen Polizeichef sei die „Feier des Jahrtausends“, schrieb er auf Instagram. Alles laufe „in voller Übereinstimmung mit dem Islam und den Gesetzen der Russischen Föderation“ ab. Ein weiteres Signal, dass Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Ehe nicht angebracht seien: Kadyrow persönlich tauchte auf der Feier auf und ließ sich beim Tanzen mit den Gästen filmen.

aus: Anja Willne (17-Jährige muss 30 Jahre Älteren heiraten – weil ein Putin-Freund es will), FOCUS, 18.05.2015

http://www.focus.de/politik/ausland/sie-soll-zweitfrau-werden-17-jaehrige-muss-30-jahre-aelteren-heiraten-weil-ein-putin-freund-es-will_id_4689138.html

[Marokko 2015. Forschungsministerin (Ministre déléguée auprès du ministre de l’Enseignement supérieur, de la Recherche scientifique et de la Formation des cadres) Soumia Benkhaldoun von der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD, Le Parti de la justice et du développement, marrokanische Muslimbruderschaft) will ihren bereits verheirateten Ministerkollegen (Ministre chargé des Relations avec le parlement et la société civile) El Habib Choubani heriaten.]

Als Marokkos König die Polygamie stark einschränkte, berief er sich auf den Islam: „Gott hat die Vielehe vom islamisch-rechtlichen Standpunkt aus fast unmöglich gemacht“, sagte der Monarch Mohammed VI. vor gut zehn Jahren, als das Familienrecht grundlegend reformiert wurde. Denn es sei für einen Mann kaum möglich, mehrere Gattinnen gleichberechtigt zu behandeln. […]

Im Islam darf ein Muslim bis zu vier Frauen heiraten. In Marokko werden weitere Ehen nur in Fällen „höherer Gewalt“ erlaubt, etwa wenn die bisherige Gattin keine Kinder bekommen kann. Sie muss einer weiteren Heirat aber auch erst einmal zustimmen. Inzwischen haben Schätzungen zufolge deshalb in dem nordafrikanischen Land mit rund 33 Millionen Einwohnern weniger als 1000 Männer eine Zweitfrau. Choubanis und Benkhaldouns Hochzeit wäre ein politisches Ausrufezeichen.

aus (Ministerliebe löst Diskussion über Polygamie in Marokko aus), Der Westen, 20.05.2015

http://www.derwesten.de/politik/ministerliebe-loest-diskussion-ueber-polygamie-in-marokko-aus-id10690921.html

[Großbritannien 2015, vermutet werden 100.000 staatlicherseits (noch) nicht anerkannte, v. a. religiöse Ehen, davon sind vermutlich 20.000 polygam]

Islamic family lawyer Aina Khan said she was seeing a ‘huge’ increase in issues with polygamy as a result of such ‘secret’ marriages. She said: ‘Probably a quarter of all couples I see involve polygamy issues. There has been a huge rise in recent years because people can have a secret nikah (Islamic marriage) and no one will know about it.’ It has been estimated that there are as many as 20,000 polygamous Islamic unions in the UK. […]

Sharia law, which considers polygamy legitimate, with Muslim men permitted to take up to four wives.

Amra Bone, Britain’s first woman Islamic judge on a Sharia court, said most Muslim men did not take more than one wife.

She added: ‘Most men will tell you, “I can’t look after one wife, never mind more than one”.

‘But we cannot – and the Government cannot – ask Muslims not to have more than one wife. People have a right to decide for themselves,’ she told The Times.

In an extreme example [das ist nicht extrem, das ist prophetisch. Mindestens im Norden Griechenlands ist das Prinzip Kindbraut seit jeher legal, in Deutschland kommen verheiratete kleine Mädchen vor und werden verschwiegen], a 2012 investigation found a Muslim cleric in Peterborough was willing to marry off a 12-year-old child bride in a Sharia ceremony.

Quelle: Young British Muslims are fuelling a rise in Sharia weddings and secret polygamous marriages, claims Islamic family lawyer, in: Daily Mail, 03.07.2015

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3147991/Young-British-Muslims-fuelling-rise-Sharia-weddings-secret-polygamous-marriages-claims-Islamic-family-lawyer.html

The lack of recognition of Sharia law marriage – or nikah– the standard Muslim religious marriage ceremony – in British law is part of the reason so many Muslim marriages are going unregistered. […]

Polygamy and unregistered marriages are a serious concern. But stigmatising the religious law of any community and linking religious rituals to extremism does little but contribute to a toxic atmosphere in which all aspects of Muslim life are depicted as a problem in the UK. In reality, it is those like Aina Khan, working to create symbiosis between British and religious laws – including Sharia law – who are doing the most to assist those vulnerable women and children affected by this legal loophole.

aus: Myriam Francois-Cerrah (Sharia marriage in the UK is not toxic – polygamous men are), in: The Telegraph 03.07.2015

http://www.telegraph.co.uk/women/womens-life/11715461/Muslim-Sharia-marriage-in-the-UK-is-not-toxic-polygamous-men-are.html

Aina Khan

Join the ‘Register Our Marriage’ (R.O.M.) public group on Facebook!

https://www.facebook.com/ainakhanlawyer/posts/629555683843429

As many as 100,000 couples are living in such marriages, which are not valid under UK law […]

Amra Bone, a female Sharia law judge, denied that the councils discriminated against women [Bildbeschreibung]

aus: Frances Gibb (Young Muslims fuel huge rise in Sharia marriage), in: THE TIMES UK News 03.07.2015

http://www.thetimes.co.uk/tto/news/uk/article4486748.ece

[9] Islam pur: Vielweiberei in Marokko. Die Mudawana (frz. la moudawana)

Si pour beaucoup, la polygamie semble être une réalité oubliée, au Maroc, le combat des femmes contre la pratique polygamique est loin d’être terminée. La nouvelle Moudawana a en effet adopté une solution pour le moins ambiguë en la matière. Sans couper les ponts avec le droit musulman, elle a essayé d’assortir la polygamie de certaines conditions pour limiter sa pratique. Pour autant, l’adoption de la Moudawana en 2004 n’a pas été suivie par une harmonisation du système juridique. Une source de violence et de souffrance pour de nombreuses femmes. […]

Une situation de précarité que l’on retrouve chez de nombreuses femmes dans l’incapacité de s’assumer financièrement. « La polygamie est une réelle problématique sur le plan social, et juridique. Dans la Moudawana on parle des engagements des conjoints, on parle de gestion de la vie maritale, des effets du mariage, on parle également de la séparation des biens dans l’article 49. Or, quand un homme a quatre femmes, comment peut-on procéder à cette séparation équitablement ? », soulève pour sa part Maître Mohammed Almou, avocat au barreau de Rabat et fervent défenseur de l’interdiction de la polygamie. […]

’affirmant contre le principe de polygamie, Kenza se veut pourtant pragmatique et insiste sur la notion de contrôle. « Tant que les juges autoriseront la polygamie, l’Etat doit assurer des contrôles et visiter la première femme, la seconde etc », explique-t-elle. Et de conclure, « dans la polygamie, il y a certainement une femme qui vit dans l’enfer ».

aus: Polygamie: La parole aux femmes, in: TelQuel (Marokko), 27.04.2015

http://telquel.ma/2015/04/27/polygamie-parole-aux-femmes_1443883

La moudawana (die seit 2004 gültige Fassung)

La polygamie – Tout en restant autorisée, elle devient plus difficile. Le consentement de la première épouse devient obligatoire. Elle n’est pas abolie mais elle est soumise à des conditions strictes.

https://fr.wikipedia.org/wiki/Moudawana#Le_code_actuel

TRADUCTION EN FRANÇAIS DU CODE DE LA FAMILLE

Ministère de la Justice Décembre 2004

DAHIR N°1.04.22 DU 12 HIJA 1424 (3 FEVRIER 2004)

PORTANT PROMULGATION

DE LA LOI N° 70.03 PORTANT CODE DE LA FAMILLE

S’agissant de la polygamie, nous avons veillé à ce qu’il soit tenu compte des desseins de l’Islam tolérant qui est attaché à la notion de justice, à telle enseigne que le Tout Puissant a assorti la possibilité de polygamie d’une série de restrictions sévères. « Si vous craignez d’être injustes, n’en épousez qu’une seule ». Mais le très Haut a écarté l’hypothèse d’une parfaite équité, en disant en substance « vous ne pouvez traiter toutes vos femmes avec égalité, quand bien même vous y tiendriez » ce qui rend la polygamie légalement quasi-impossible. De même, avons–Nous gardé à l’esprit cette sagesse remarquable de l’Islam qui autorise l’homme à prendre une seconde épouse, en toute légalité, pour des raisons de force majeure, selon des critères stricts draconiens, et avec, en outre, l’autorisation du juge.

En revanche, dans l’hypothèse d’une interdiction formelle de la polygamie, l’homme serait tenté de recourir à une polygamie de fait, mais illicite. Par conséquent, la polygamie n’est autorisée que selon les cas et dans les conditions légales ci-après :

– Le juge n’autorise la polygamie que s’il s’assure de la capacité du mari à traiter l’autre épouse et ses enfants équitablement et sur un pied d’égalité avec la première, et à leur garantir les mêmes conditions de vie, et que s’il dispose d’un argument objectif exceptionnel pour justifier son recours à la polygamie;

– la femme peut subordonner son mariage à la condition, consignée dans l’acte, que son mari s’engage à s’abstenir de prendre d’autres épouses:

Cette conditionnalité est en fait assimilée à un droit qui lui revient. A cet égard, Omar Ibn Khattab, – que Dieu soit satisfait de lui – a dit : « Les droits ne valent que par les conditions y attachées », « le contrat tient lieu de loi pour les parties » (Pacta Sunt Servanda). En l’absence d’une telle condition, il lui appartient de convoquer la première épouse et demander son consentement, aviser la deuxième épouse que son conjoint est déjà marié, et recueillir également son assentiment.

En outre, il devrait être loisible à la femme dont le mari vient de prendre une deuxième épouse de réclamer le divorce pour cause de préjudice subi.

http://www.sgg.gov.ma/Portals/0/lois/code_fam_fr.pdf

Aus dem Vorwort der marokkanischen Verfassung von 2011:

État musulman souverain, attaché à son unité nationale […]. Le prééminence accordée a la religion musulmane dans ce référentiel national va de pair avec l’attachement du peuple marocain aux valeurs d’ouverture, de modération, de tolérance et de dialogue pour la compréhension mutuelle entre toutes les cultures et les civilisations du monde.

Artikel 3

L’Islam est la religion de l’Etat qui garantit à tous le libre exercice des cultes.

http://www.maroc.ma/fr/system/files/documents_page/BO_5964BIS_Fr.pdf

[10] Wer Amina al-Filali ist, muss in Marokko niemand erklären. Jeder kennt das traurige Schicksal der 16-Jährigen aus dem nordmarokkanischen Larache. Sie schluckte am 10. März Rattengift. Jede Hilfe kam zu spät. Amina wollte ihrer unerträglichen Ehe entfliehen und wusste sich nicht anders zu helfen. Denn ihr zehn Jahre ältere Ehemann Mustafa war zugleich ihr Vergewaltiger. Als Amina gerade einmal 15 Jahre alt war, hatte sie der junge Mann aus der Nachbarschaft mit einem Messer in der Hand zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Er entkam einer hohen Haftstrafe dank des [Anm.: inzwischen, im Januar 2014, aufgehobenen, s. u.] Artikels 475 des Strafgesetzbuches. Der sieht eine Einigung zwischen der Familie des minderjährigen Opfers und des Täters vor. Um die Ehre der Familie zu wahren, wurde Amina mit Mustafa verheiratet. Das zuständige Gericht stimmte zu.

„Das Gesetz und die soziale Norm sind absurd und grotesk“, schreibt die Tageszeitung al-Sabah. „Da soll eine schlechte Tat – die Vergewaltigung – durch eine andere, noch widerwärtigere Tat – die Heirat mit dem Vergewaltiger – wiedergutgemacht werden.“ Die Wirtschaftszeitung La vie eco veröffentlichte vor wenigen Tagen eine lange Reportage, in der zahlreiche Frauen zu Wort kommen, die wie Amina als Minderjährige vergewaltigt und von den Familien mit ihrem Peiniger zwangsverheiratet wurden. In einigen Fällen, so der Text, komme es zu diesen Vergewaltigungen, nachdem eine junge Frau einen Heiratsantrag abgewiesen habe. Der Mann zwingt die Frau durch die Vergewaltigung zur Ehe.

von: Reiner Wandler: (Suizid einer jungen Frau löst Gesetzesdebatte aus), in: Badische Zeitung 22.03.2012

http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/suizid-einer-jungen-frau-loest-gesetzesdebatte-aus–57283780.html

We Are All Amina Filali

In memory of Amina Filali and in support of changing Morocco’s rape laws

https://www.facebook.com/pages/We-Are-All-Amina-Filali/392757007401977

Une mineure mariée de force à son violeur se suicide à Larache

Amina Filali, jeune fille de 16 ans mariée de force à un homme qui l’a violée, s’est donnée la mort samedi dans la région de Larache, en avalant un produit toxique, révèle Al Massae.

Au lieu de porter secours à son épouse, le mari (et violeur) aurait pris la fuite, abandonnant la jeune fille à son sort. Avant de se suicider, la victime avait signalé les violences de son mari à la police.

Violée à l’âge de 15 ans, Amina Filali avait été mariée de force à son violeur. Sa famille avait d’abord porté plainte auprès de la justice tangéroise avant de trouver un accord avec la famille du violeur.

Leur mariage avait par la suite été arrangé par les deux familles et approuvé par un juge. Selon la loi marocaine, un violeur est exempté de peine s’il épouse sa victime.

Ce que dit la loi :

Article 475 :

Quiconque, sans violences, menaces ou fraudes, enlève ou détourne, ou tente d’enlever ou de détourner, un mineur de moins de dix-huit ans , est puni de l’emprisonnement d’un à cinq ans et d’une amende de 200 à 500 dirhams.

Lorsqu’une mineure nubile ainsi enlevée ou détournée a épousé son ravisseur, celui-ci ne peut être poursuivi que sur la plainte des personnes ayant qualité pour demander l’annulation du mariage et ne peut être condamné qu’après que cette annulation du mariage a été prononcée.

Article 486 :

Le viol est l’acte par lequel un homme a des relations sexuelles avec une femme contre le gré de celle-ci. Il est puni de la réclusion de cinq à dix ans.

Toutefois si le viol a été commis sur la personne d’une mineure de moins de dix-huit ans, d’une incapable, d’une handicapée, d’une personne connue par ses facultés mentales faibles, ou d’une femme enceinte, la peine est la réclusion de dix à vingt ans.

Code pénal Marocain

(Bladi 14.03.2012)

http://www.bladi.net/mineure-mariee-force-violeur-suicide-larache.html

Januar 2014, Artikel 475 des marokkanischen Strafgesetzbuch endlich aufgehoben:

„In Marokko könnte ein Vergewaltiger dem Gefängnis nicht mehr entkommen, indem er das Opfer heiratet“

Au Maroc, un violeur ne pourra plus échapper à la prison en épousant sa victime

Le Monde Afrique 22.01.2014

http://www.lemonde.fr/afrique/article/2014/01/22/au-maroc-un-violeur-ne-pourra-plus-echapper-a-la-prison-en-epousant-sa-victime_4352748_3212.html

[11] Harem ist mitversichert

Von der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen profitieren nicht nur der Ehepartner und alle Kinder – auch Zweit- und Drittfrauen sind kostenlos mitversichert, so eine Stellungnahme des Gesundheitsministeriums für den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags. Frauen, die etwa mit einem muslimischen Mann „nach ausländischem Recht wirksam in polygamer Ehe verheiratet“ seien, hätten ja, so das Ministerium, auch einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Ehemann. „Es ist daher rechtlich nicht zu beanstanden, wenn diese Frauen beitragsfrei familienversichert sind.“ Um wie viele Fälle es sich handelt, ist unbekannt. Kritik an der Haremsversicherung übt Volker Wissing, FDP-Mitglied im Petitionsausschuss: Die Ehe mit mehreren Frauen sei mit westlichem Werteverständnis unvereinbar, weshalb die Bundesregierung darauf achten müsse, diese nicht über den Umweg der Sozialversicherung zu unterstützen.

in: DER SPIEGEL 18.10.2004

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32499115.html

[12] Khedr S. hat sein Zweitfrauenproblem gelöst. Mit beiden Gattinnen will der anerkannte Flüchtling Tisch und Bett teilen, doch nur einer Frau wollte die deutsche Justiz bislang ein Aufenthaltsrecht gewähren. Das wird nun anders. Gestern entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz: Auch die Nebenfrau darf eine Aufenthaltsbefugnis verlangen […]

Das Urteil verweist auf ein grundsätzliches Problem: Muslimische Zweitfrauen fallen durch Gesetzeslücken, zumindest im öffentlichen Recht. Denn das deutsche Recht ist auf Monogamie ausgerichtet. Ein Mann, eine Frau, allein diese Bindung schützt das „Ehegattenprivileg“. Wäre Deutschland ein abgeschirmter Raum, wäre das unproblematisch, ist doch hierzulande die Vielehe bei Strafe untersagt. Doch längst leben hier Paare ohne abendländischen Ehekodex und deutschen Pass.

Zum Beispiel Khedr S. Seit 1996 lebt der Iraker in der BRD, er erhielt Asyl. Daheim hinterließ er zwei Gattinnen: Eine hat er schon 1977 geehelicht, der anderen gab er 1990 das Jawort. Beide Frauen reisten gemeinsam im Juni 1999 illegal in Deutschland ein. Das war das Ende der rechtlichen Gemeinsamkeit: Frau eins erhielt eine Aufenthaltserlaubnis, Frau zwei wurde lediglich geduldet – und klagte gegen diesen Unsicherheitsstatus. In der ersten Instanz blieb die Klage erfolglos, im Berufungsverfahren aber gaben die Richter ihr nun Recht. Das aber bezeichneten sie ausdrücklich als Ausnahme […] Dabei könne sie sich […] nicht auf das Ehegattenprivileg berufen, vielmehr handele es sich um eine humanitäre Geste.

Dieses Urteil ist symptomatisch für den gewundenen Umgang der deutschen Justiz mit der Polygamie. Die ist schließlich grundsätzlich geächtet. Der Kompromiss: Heiratet ein Ausländer in seiner Heimat mehrere Frauen nach dort gültigem Recht, wird er nicht strafrechtlich verfolgt, wenn er später in Deutschland lebt. […]

Für den Schutz der Zweitwitwe etwa entschied das Bundessozialgericht in Kassel 2003 im folgenden Fall: Eine Marokkanerin, die im Rheinland lebt, klagte vor Gericht. 37 Jahre war sie verheiratet, dann starb ihr Mann, auch er Marokkaner. Nun sollte sie mit der vierzig Jahre jüngeren Zweitfrau die deutsche Rente teilen. Sie allein habe Anspruch auf das Geld, wenigstens aber gebühre ihr der größere Anteil, argumentierte die Erstfrau. Immerhin habe der Gatte die andere Frau erst drei Jahre vor seinem Tod geheiratet. Die Richter aber urteilten: Die Dauer der Ehe ist unerheblich, jede Gattin hat Anspruch auf den gleichen Rentenanteil.

Auf der Steuererklärung ihres Gatten hingegen hat eine Zweitfrau nichts zu suchen, befand 1986 das Finanzgericht Münster. Ein Marokkaner wollte seine beiden Frauen steuerlich geltend machen. Doch Finanzamt und Justiz wiesen ihn zurück. Ein Mann kann nur seine Erstfrau beim Ehegattensplitting geltend machen, sagten die Richter. […]

aus: Cosima Schmitt (Auch die Zweitfrau darf bleiben), in: taz 30.03.2004

http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2004/03/30/a0100

Polygamie nach der Tradition Afrikas

Südafrika

Südafrikas Präsident Jacob Zuma ist eine weitere Ehe eingegangen. Die Hochzeit mit der bisherigen Verlobten Bongi Ngema sei in einer traditionellen Zulu-Zeremonie mit dem Namen Umgcagco gefeiert worden, teilte das Präsidialamt mit. Zuma und Ngema heirateten in Zumas Heimatstadt Nkandla in der Provinz KwaZulu-Natal.

Zuma hat nunmehr vier Frauen, was unter den Ehegesetzen Südafrikas möglich ist. Es war aber bereits seine sechste Hochzeit. Eine seiner Frauen beging im Jahr 2000 Selbstmord und eine Ehe wurde im Jahr 1998 geschieden.

aus: AFP (Südafrikas Präsident Zuma heiratet eine weitere Frau) in: Donaukurier 20.04.2012

https://web.archive.org/web/20120423094331/http://www.donaukurier.de/nachrichten/panorama/Suedafrika-Leute-Hochzeit-Polygamie-Suedafrikas-Praesident-Zuma-heiratet-eine-weitere-Frau;art154670,2595917

Kenia

MP Samuel Chepkong’a, who proposed the amendment, said that when a woman got married under customary law, she understood that the marriage was open to polygamy, so no consultation was necessary, Kenya’s Daily Nation newspaper reports.

Mohammed Junet, an MP representing a constituency from the western Nyanza province, agreed.

„When you marry an African woman, she must know the second one is on the way and a third wife… this is Africa,“ Kenya’s Capital News website quotes him as saying.

aus: ( Kenyan polygamy law: Female MPs storm out of parliament) BBC 21.03.2014

http://www.bbc.com/news/world-africa-26681580

[13] Piratenfraktion will Ehe auch für „polyamouröse“ Partnerschaften

Rheinische Post, 26.06.2015

http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/piratenfraktion-will-ehe-auch-fuer-polyamouroese-partnerschaften-aid-1.5195459

[14] LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN

Drucksache 16/8972

16.06.2015

Antrag der Fraktion der PIRATEN:

Liebe verdient Respekt: Ehe für alle!

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-8972.pdf

[15] Quelle: Alan Cassidy (Ein bisschen verheiratet), in: FAZ 14.04.2015

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/die-wilde-ehe-ehe-light-ist-auch-in-deutschland-thema-13535481.html

Polygamie im Piraten-Programm

Berliner Zeitung 17.08.2013

http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/polygamie-in-piraten-programm

Ponader sagt, er sei „polyamant“, mitunter liebe er mehrere Frauen, nicht heimlich, sondern offen. Diese Transparenz sei ganz wichtig, sagt Ponader, eigentlich sei es wie in der Piraten-Politik. Die Partner müssten beteiligt werden an den Gefühlen für die anderen. Besitzdenken und Liebe passen für Ponader nicht zusammen. Wenn seine Partnerin sich in einen anderen verliebe, dann freue er sich mit ihr, sagt Ponader. „Frubbelig“ nennt er diesen Gefühlszustand, er ist das Gegenteil von Eifersucht.

Mit den Piraten und ihren anhaltend guten Umfragewerten ist der Freak in der großen Politik angekommen, und so ist es keine Überraschung, dass sie auf ihrem Parteitag im April Ponader zum politischen Geschäftsführer wählten.

aus: Merlind Theile (Im Zeichen der Sandale), in: DER SPIEGEL 25.06.2012

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-86570530.html

[16] Roberts‘ Ausführungen hätten ihn inspiriert, sagte Collier. Der Richter hatte geschrieben, Menschen in polygamen Beziehungen könnten die gleichen Argumente anführen, die Homosexuelle für die Legalisierung der Homo-Ehe vorbrächten: Wenn ihnen das Recht zu heiraten vorenthalten werde, sei das respektlos und mache sie zu Bürgern zweiter Klasse. […] Collier ist 46 und betreibt eine Kühlfirma in Billings. Er war nach eigenen Angaben früher Mormone, sei aber wegen Polygamie exkommuniziert worden. Offiziell distanzierten sich die Mormonen bereits im Jahr 1890 von der Vielehe. Derzeit gehört Collier nach eigener Aussage keiner Religionsgemeinschaft an.

aus: ulz/AP (Dreierbeziehung in Montana: Urteil zur Homo-Ehe inspiriert Polygamisten), in: DER SPIEGEL, 03.07.2015

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/urteil-zur-homo-ehe-polygamist-fordert-zweite-heiratsurkunde-a-1041928.html

[17] tamkīn : ‘strengthening, stability’; in mysticism, the spiritual act of endurance and stability

http://referenceworks.brillonline.com/browse/encyclopaedia-of-islam-2-Glossary-and-Index-of-Terms/alpha/t?s.rows=100&s.start=200

Lehren der Beauftragung und Ermächtigung (talaqqiyāt al-taʿyīn wa-l-tamkīn)

(Seite 169)

https://books.google.de/books?id=6CVLXA9EoaAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

sexual submission (tamkin)

The main legally sanctioned rights and duties are tamkin (submission, obedience) and nafaqa (maintenance). Tamkin, defined as sexual submission, is a husband’s right and thus a wife’s duty; whereas nafaqa, defined as shelter, food, and clothing, is a wife’s right and a husband’s duty. A wife is entitled to nafaqa after consummation of the marriage, but she loses this right if she is in a state not of tamkin but of nushuz (disobedience).

aus: Donna Lee Bowen, Evelyn A. Early (Herausgeber) (Everyday Life in the Muslim Middle East)

https://books.google.de/books?id=KzRX9E_-yp0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Tamkin im Sufismus (damit ggf. auch im Dschihad)

The states of Talwin and Tamkin

according to ‚Abd al-Sabur, is al-talwin wa-l-tamkin (literally „the change and consolidation„), that is, the transition of the Sufi from one ecstatic state to another, while tamkin means consolidation in a certain state, […] along the path of union with God. The term talwin means perpetual change from one state to another, while tamkin means consolidation in a certain state […]

from the state of talwin, in which his human traits still exist, to the state of tamkin, which is a divine state. The Sufi must free himself

aus: Reuven Snir (Religion, Mysticism and Modern Arabic Literature (Seiten 103, 109)

https://books.google.de/books?id=QDkjqr3MLywC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

In mystischer Verzückung als Sufi sich (und andere) dem Kalifat unterwerfen, sich (und uns) die Ketten der Scharia schönlügen. Tamkin bedeute für AISA spirituelle „Stabilität“ (stabilité), im iranischen Eherecht hingegen meint der Begriff, sehr real, die weiblicherseits zu leistende Bestärkung und Ermächtigung des Mannes zur jederzeitigen sexuellen Gewalt. Sufi-Meisterschaft ist Selbstauslöschung hier und Bestärken bzw. Machtergreifen da, denn wie der Mann seine Familie regiert, so herrscht der Kalif oder Amir, in Stellvertreterschaft für Allah und Mohammed, über die Umma. Sufismus ist das die Errichtung der Herrschaft Allahs begleitende Kulturprogramm.

Et l’un des shaykhs soufis a dit : “ Tamkîn, la stabilité, c’est la suppression de talion. “ […] Or, tamkîn est de deux sortes : l’une, se référant à l’influence dominante de Dieu (shâhid-i haqq) et l’autre à la soumission [Unterwerfung, Islam nämlich] de son propre moi (shâhid-i khud).

Quelle AISA [Association Internationale Soufie Alawiya, der Verein, in dem die Tariqa Alawiyya europaweit organisiert ist. Chef ist Pfadfinderführer und Sufischeich Khaled Bentounès, Gründer der Scouts musulmans de France und des Islamisierungsspektakels Flamme der Hoffnung.]

http://www.aisa-net.com/soufisme/Soufisme14/Alawi_bio2.htm

Tamkin als Projekt und Konzept der Muslimbruderschaft:

la stratégie de la Confrérie repose sur le projet/concept du tamkin (NDR : terme désignant la possibilité de la réalisation des grands desseins)

aus: Entretien avec Tewfik Aclimandos, zu lesen nur bei: Ministère de la Défense

Stattdessen verfolgte die Muslimbruderschaft nun die Strategie, die Gesellschaft Schritt für Schritt zu verändern. Hierbei hilft ihr bis in die Gegenwart ein immer stärker ausgebautes Netz von Vereinen sowie der Betrieb von Krankenhäusern. […]Mit dem Projekt Tamkin [möglich machen] betreibt die Muslimbruderschaft die gezielte Unterwanderung der Berufsverbände und der staatlichen Gewerkschaften.

aus: Malte Gebert (Al-Ikhwan al-Muslimun)

https://books.google.de/books?id=nYn8XmoBxCEC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Koranpolitik (Islam) stellt die Frauenfrage, die Frau im Islam ist zu entwürdigen. Menschen, zumal diese wankelmütigen Frauen auf Erden und auf Zeit stark machen kann Allah oder Iblis, insofern gibt es vielleicht und insbesondere für Frauen islamischen und satanischen Tamkin. Wenn die Muslimbrüder den himmlischen Befehl umsetzen, verschafft das der Muslima Tamkin. Der verworfene, verschwörerische Westen (Dschahiliyya) aber hat seine Strategie von Tamkin. Zuerst der koranwidrige sprich falsche Tamkin …

many denounce the “Western feminist conspiracy” seeking to export concepts like women’s empowerment (tamkin al-mar’a) in order to weaken Muslim societies by attackingthe institution of the family.

aus: Amelie Le Renard (A Society of Young Women: Opportunities of Place, Power, and Reform in Saudi Arabia), Seite 66

… und hier der schariakonforme, der rechte Tamkin, wir müssen der Berichterstatterin dazwischenrufen:

So haben sich die Muslimbrüder beispielsweise in der Frauenfrage geöffnet [nicht die Brüder haben, Allahgott hat]. […]Die Hauptaufgabe der Frau bestehe danach in der Erziehung nachfolgender Generationen [Genau, das Haus darf sie nicht verlassen und einen Nichtmuslim nicht heiraten, der Hidschab ist zu tragen]. Dies rechtfertige jedoch keine Privilegierung des Mannes gegenüber der Frau. Die Scharia gehe von einer grundsätzlichen Gleichheit (musawa) von Mann und Frau aus, beide ergänzten sich organisch [nun, die tunesischen Brüder sagen Komplementarität]. Deshalb müsse die politische Partizipation der Frau GIGA gestärkt werden. Über eine Politik des „Empowerment“ (tamkin) müssten Frauen befähigt werden, sich überall in den Entwicklungsprozess einzubringen, hieß es schon im Programm zu den Wahlen des Konsultativrates 2007.

[Kulturrelativistinnen wie Lübben können ganz unbesorgt sein, die Ikhwan hat in ihren Tamkinbegriff, der selbstredend auch auf die den Männern vom Himmel verliehende treuhänderische Besitzssache der Ehefrauen anzuwenden ist, grundsätzliches Ausgehverbot, Schleierzwang und halbes Erbe integriert].

Ziel einer islamischen Frauenpolitik müsse es deswegen sein, Frauen dabei zu unerstützen, ein Gleichgewicht zwischen ihrer Rolle im Arbeitsprozess und ihren häuslichen Pflichten zu finden. […] Nur ein moderater [aber gewiss doch, selbstredend sind Allah und seine Umma nie extrem, vielmehr nach Maßgabe der Wasatiyya (al-wasaṭiyya) wohlausgewogen, maßvoll, eben moderat] Mittelweg [die Wasatiyya nach Koran 2:143] werde der Frau den Weg zu einer größeren gesellschaftlichen und politischen Partizipation im Einklang mit ihrer familiären Rolle öffnen.

desinformierend von: Ivesa Lübben (Die Muslimbruderschaft und der Widerstand gegen eine dynastische Erbfolge in Ägypten), in: GIGA (German Institute of Global and Area Studies) Focus Nahost 5/2009

http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/27575/ssoar-2009-lubben-die_muslimbruderschaft_und_der_widerstand.pdf?sequence=1

wasaṭ, be in the middle, penetrate into the middle; wasuṭ, enjoy authority; wasṭ, middle, the golden mean, center, medial, moderate, middling, just

vgl.: Francis Joseph Steingass (1884), The student’s Arabic-English dictionary, London: W.H. Allen (Seite 1212)

https://archive.org/stream/cu31924026873194#page/n3/mode/2up

Francis Joseph Steingass (1825-1903) wurde in Frankfurt (Main) in eine deutsche jüdische Familie geboren. Studium in München, Professur für moderne Sprachen in Birmingham. Der britische Linguist beherrschte 14 Sprachen und veröffentlichte persische und arabische Wörterbücher.

http://www.coronetbooks.com/books/c/comp7111.htm

Frau Lübben, was wollen die Muslimbrüder?

Wenn man sich das politische Programm der „Partei für Freiheit und Gerechtigkeit“, dem politischen Arm der Bruderschaft anschaut, dann unterscheidet sich dieses kaum von dem anderer Parteien. Sie wollen eine demokratische Verfassung auf islamischer Grundlage [Schura]. So etwas fordern selbst liberale Kräfte. Zudem sind ihnen entwicklungspolitische Themen wichtig: Bildung [soweit schariakonform], Gesundheit und Wiederankurbelung der [zu islamisierenden] Wirtschaft.

Wieso haben die Menschen dann Bedenken?

Es ist nicht unbedingt die Politik der Bruderschaft, welche den Menschen Angst macht. Mit ihrem Bekenntnis zum Pluralismus in der Politik und zur Demokratie ist es den Brüdern ernst, würde ich sagen. Doch was passiert im kulturellen Bereich? Viele machen sich Sorgen, dass die Muslimbrüder Kultur und Alltagsleben islamisieren wollen und dass Menschen, welche einen anderen Lifestyle haben als die konservativen Brüder, an den Rand gedrängt werden.

Und wie viel Islam wollen die Muslimbrüder für das neue Ägypten?

Sie beschreiben sich als demokratische Partei auf der Grundlage der Verfassung. Dazu muss man wissen, dass in der bestehenden Verfassung der Islam als Grundlage der Gesetzgebung festgelegt ist. Auch ist Ägypten ein sehr religiöses Land. Umfragen zufolge wollen 90 Prozent der muslimischen Ägypter, dass der Islam in der Politik eine Rolle spielt. Die Trennung von Politik und Religion ist also auch bisher nicht gegeben. Im Programm der Brüder steht nicht, dass sie die Scharia umsetzen wollen, sondern dass sie deren Werte verwirklichen wollen [The heart of Islam is action].

Das sagte allen Ernstes: Ivesa Lübben, 56, Politologin an der Uni Marburg. Die Fragen stellte Julia Gerlach. Aus: Angst vor Islamisierung in Ägypten, Frankfurter Rundschau 02.12.2011.

http://www.fr-online.de/politik/demokratische-wahlen-angst-vor-islamisierung-in-aegypten,1472596,11248996.html

„The heart of Islam is action“

Bilal Cleland, Sekretär der Australian Federation of Islamic Councils (AFIC)

http://www.tellmeaboutislam.com/islam-and-unitarians.html

Wer erzählt es Ivesa Lübben:

Gender equity in Islam

Parameters of proper modesty for males and females (dress and behavior) are based on revelatory sources (the Quran and authentic Sunnah) and as such are seen by believing men and women as divinely-based guidelines with legitimate aims, and divine wisdom behind them. They are not male-imposed or socially imposed restrictions.

Dr. Jamal Badawi [aus Ägypten stammend, der hochrangige Muslimbruder war Professor in Halifax, Kanada]

http://www.tellmeaboutislam.com/gender-equity-in-islam-and-womens-rights.html

http://www.islamicweb.com/begin/gender.pdf

Muslimbruder Jamal Badawi ist aktives Mitglied in Canadian Council on American-Islamic Relations, Fiqh Council of North America (FCNA), the Muslim American Society (MAS), European Council for Fatwa and Research (ECFR), Islamic Society of North America (ISNA) sowie Gründungsvorsitzender der Islamic Information Foundation.

Polygamy in Islamic Law

Von Dr. Jamal Badawi

http://www.irfi.org/articles/articles_251_300/polygamy_in_islamic_law.htm

Die kanadische Seite Point de Bascule (PdeB) informiert:

A Muslim Brotherhood’s internal document identifying Jamal Badawi as one of its leaders advocates “destroying the Western civilization from within”.

Un document interne des Frères Musulmans identifiant Jamal Badawi comme un de leurs leaders encourage à «détruire de l’intérieur la civilisation occidentale»

http://pointdebasculecanada.ca/badawi-sunni-leader-canada-incites-judges-civil-servants-not-apply-legal-provisions-opposed-to-sharia/

Islam Online (April 21, 2004): Jamal Badawi issued a fatwa saying husbands can physically punish wives who persist « in bad habits and showing contempt of her husband and disregard for her marital obligations » as a way to avoid divorce

http://pointdebasculecanada.ca/badawi-jamal/

Die Ehefrau und Naschiza verprügeln? Ja, aber wirklich nur im äußersten Fall, und nur im islamisch erlaubten Maß.

that maximum measure is limited by the following:

It must be seen as a rare exception to the repeated exhortation of mutual respect, kindness and good treatment. Based on the Qur’an and Hadith, this measure may be used in the cases of lewdness on the part of the wife or extreme refraction and rejection of the husband’s reasonable requests on a consistent basis (nushuz). Even then, other measures, such as exhortation, should be tried first.

http://www.onislam.net/english/ask-the-scholar/family/marital-relationships/174868-wife-beating-in-islamic-perspective.html

Muslim Brotherhood internal memorandum (May 19, 1991): Jamal Badawi is identified as a leader of the MB network in North America (section 20), gesichert bei The Investigative Project on Terrorism (IPT).

http://www.investigativeproject.org/documents/misc/20.pdf

The Investigative Project on Terrorism (IPT) (um Steven Emerson)

http://www.investigativeproject.org/

Reviving the Islamic Spirit (RIS) is an annual Islamic conference typically held during the winter holiday season in Toronto, Ontario, Canada.

Zu den Rednern gehörten:

• Jamal Badawi

• Tariq Ramadan

https://en.wikipedia.org/wiki/Reviving_the_Islamic_Spirit

Tamkin, Allah beruft zur Ergreifung der Macht

In their mind, everything was set in place for their divine empowerment (tamkin); and God would never desert His soldiers. […] the daughter of the Brotherhood’s effective leader was caught screaming on television: “God will part the sea for us! Just wait and see!”

aus: Hazem Kandil (Inside the World’s Largest Islamist Group), bei: Dissent (New York), 26.11.2014

http://www.dissentmagazine.org/online_articles/muslim-brotherhood-egypt-inside-worlds-largest-islamist-group

Al Tamkeen (Consolidation of Power)

Theoretically, Hasan al-Banna [Ḥasan al-Bannā, 1928 Gründer der Muslimbruderschaft], in his famous booklet, The Message of The Teachings, articulated this vision where he told his followers that the Islamic call passes through three different phases: familiarisation, development and implementation.

von: Ahmed Elzobier (Political Islam: The Logic of Governance in Sudan) (p 71)

https://books.google.de/books?id=PlCTBAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Sudan […] the twin concepts of Tamkeen (literally, ‚empowerment‘) [Ermöglichung und Machtgewähren … Allah macht`s möglich und billigt die männliche Machtübernahme] and Figh Eldarura [fiqh aḍ-ḍarūra] (literally, ‚theology of necessity‘). The empowerment, Tamkeen, was translated into economic [Aufrüstung] as well as political empowerment [Machtergreifung] of the movement and its members, while the theology of necessity, Figh Eldarura [ḍarūra], provided an ideological justification for […]The two concepts were the cornerstone of Turabi’s strategic thinking

aus: Ibrahim Elnur (Contested Sudan: The Political Economy of War and Reconstruction), (p 66)

https://books.google.de/books?id=AfN8AgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Turabi, Hasan at-Turabi (Ḥasan at-Turābī)

An earlier post reported that Tunisian Muslim Brotherhood leader Rachid Ghannouchi had joined Hamas leader Khalid Meshaal and Global Muslim Brotherhood leader Youssef Qaradawi in pressing Sudanese President Omer Al-Bashir to release Turabi from prison.

Hassan Turabi was involved in the past as a leader in the Sudanese Muslim Brotherhood and is probably best known as the man who invited Osama bin Laden to live in Khartoum during the 1990s when Sudan was both a center for terrorist activity and strongly under the influence of Turabi.

Quelle: The Global Muslim Brotherhood Daily Watch (GMBDW) 21.03.2011

http://www.globalmbwatch.com/2011/03/21/sudanese-president-denies-global-muslim-brotherhood-requests-to-release-hassan-turabi/

Wagdy Ghoneim And Hassan al-Turabi Together In Khartoum

The Global Muslim Brotherhood Daily Watch (GMBDW) 08.04.2014

http://www.globalmbwatch.com/2014/04/08/wagdy-ghoneim-hassan-al-turab-khartoum/

Ḍarūra („Darura“)

Teuflische Sachzwänge (Dschahiliyya) sind gegeben und verlangen von den Eliten der Schariafront elastische einstweilige Anpassung als die berüchtigte „Flexibilität der Scharia“ (flexibility of Sharia) bei der irdischen Rechtsfindung (fiqh), um Muslime und Nichtmuslime gegen alles Islamwidrige (Demokratie usw.) auf Dauer doch ins Kalifat hineinzurücken. Ausführlich redet bekanntlich Mathias Rohe um die Sache Darura herum. Wiki weiß immerhin:

„Seine formelhafte Ausprägung hat es in der berühmten arabischen Rechtsregel: aḍ-ḍarūrāt tubīḥ al-maḥẓūrāt – Zwangslagen machen die verbotenen Dinge erlaubt, Not kennt kein Verbot.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Dar%C5%ABra

Die Besteuerung wird zum Beispiel grundsätzlich (die Praxis ging und geht häufig ganz andere Wege) an der Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen ausgerichtet. Zudem kennt auch das islamische Recht die Regel „Not kennt kein Gebot“; „Notwendigkeit“ (darura) erlaubt etwa den Mundraub oder die Notwehr.

aus: Mathias Rohe ( Kein feststehendes Gesetzbuch. Die islamische Rechtsordnung hat sich über 1.400 Jahre entwickelt und ist interpretationsfähig), auf: Das Parlament

https://www.das-parlament.de/2015/16/themenausgaben/-/369296

Hidschab im Iran, Polygamie im Iran

In addition, while women are required to wear a Hijab, backed by Article 683, which states: “Those women that appear in the streets and public places without the Islamic hijab, shall be sentenced from ten days to two months’ imprisonment or fined from fifty thousand to five hundred thousand Rials,” there is no similar law and penal code for men.

Regarding family law, girls are legally allowed to marry at 8-9 years old [neun Mondjahre, solar gerechnet 99 Tage weniger als neun Jahre – die Braut ist acht Jahre und achteinhalb Monate alt – Mohammed und Aischa], while boys must be at least 15 years old. Further, the father is the natural guardian [der walī, auch für Sunniten absolute Institution] who can marry off his daughter; even if the girl is an adult, she cannot marry someone on her own [das gilt gesamtislamisch: ohne ihren Wali kann die Frau nicht heiraten]. Wives and daughters cannot leave the country without the official permission of their husbands or natural guardian. They also cannot obtain a passport without the consent of their husbands.

Muslim men can marry women from other religions (religions of the book), while women cannot marry a non-Muslim unless the man converts to Islam.

Also under family law, it goes without saying that the woman can only contract one marriage at one time, but there is no restriction on the number of wives a man can have. Though many follow Quranic verses that allow four wives, under the Shia Islamic belief system, a Mut’a (temporary marriage) can provide a loophole. In Mut’a, Muslim men are allowed contract an unlimited number of temporary marriages, for a fixed period of time.

Article 1105 of the Civil Code states, “In relations between husband and wife, the position of the head of the family exclusively belongs to the husband.”

One of the most appalling laws is Tamkin, meaning submission or obedience. To be more specific, Tamkin has been defined as the full accessibility and unhampered sexual availability of the woman to her husband. Sexual availability is considered a woman’s duty and a man’s right.

When it comes to employment laws, Article 1117 of the Civil Code indicates “The husband can prevent his wife from an occupation or technical profession which is incompatible with the family’s interests or the dignity of him or his wife.” Men can initiate a unilateral divorce.

In family law and inheritance rules, women only receive half as much as their brothers or other male relatives. Even if a husband dies, the wife will receive only one-eighth of the inheritance if she has a child. The law also prevents women from being judges.

aus: Dr. Majid Rafizadeh (The Islamic State Of Iran And Gender Discrimination), auf: FrontPage Mag (David Horowitz Freedom Center) 23.02.2014

http://www.frontpagemag.com/fpm/219504/islamic-state-iran-and-gender-discrimination-dr-majid-rafizadeh

[18] von: Daniel Akbari und Paul Tetreault ( Honor Killing: A Professional’s Guide to Sexual Relations and Ghayra Violence from the Islamic Sources ), Kapitel 8 (Chapter 8 What Sharia Commands and Forbids), Seiten 110 und 112.

https://books.google.de/books?id=IGfrBQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Daniel Akbari is a graduate of the Tehran University School of Law. He is certified by the Iranian Bar Association as a Number One Attorney, qualified to handle cases involving the death penalty, and is admitted to practice before the Supreme Court of Iran. He is a criminologist and expert in homeland security. Paul Tetreault is a graduate of George Mason University School of Law and a member of the Virginia Bar. He has clerked for judges in federal district court and the U.S. Court of Appeals and studied Islam since the 1990s.

http://www.amazon.de/Honor-Killing-Professionals-Relations-Violence-ebook/dp/B00S1PBZAU

[19] THE CIVIL CODE OF THE ISLAMIC REPUBLIC OF IRAN

CHAPTER 8 RECIPROCAL DUTIES AND RIGHTS OF PARTIES TO A MARRIAGE

http://www.wipo.int/edocs/lexdocs/laws/en/ir/ir009en.pdf

von: ʿAlī Sharīf:

Nafaqah va tamkīn dar ḥuqūq-i khānavādah

[khānavādah, vgl. khanevadeh i. d. folgenden Quelle, der etwas größere Familienkreisder Juden im südlichen Iran]

Teheran 1997, Verlag: Nashr-i Bishārat

http://www.worldcat.org/title/nafaqah-va-tamkin-dar-huquq-i-khanavadah/oclc/48792699

Although the basic unit of Shirazi Jewish kinship is the nuclear family, the most important family unit is the khanevadeh (extended family). The khanevadeh is a patrilateral extended family of three generations, which, in former times, lived in one household.

aus: Laurence D Loeb (Outcaste: Jewish Life in Southern Iran), Seite 104

https://books.google.de/books?id=3x8DrcD2W0AC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Nafaqa

https://en.wikipedia.org/wiki/Nafaqah

[20] 21421: If my husband takes a second wife, will I be rewarded?

A wise woman should accept whatever Allaah decrees for her, and she should realize that her husband’s marrying another woman is something permissible, so she should not object to it. It may be that this (second) marriage will make him more chaste and prevent him from doing something haraam.

It is very unfortunate that some women object less to their husbands doing haraam things than to their marrying another woman in a permissible manner. This is a sign of their lack of reason and religious commitment.

Women should follow the good example of the wives of the Prophet (…) and his companions, who were patient and sought reward even though many of them felt jealous. If your husband goes ahead and takes a second wife then you have to be patient and content and treat him well so that you can attain the reward of the patient and the doers of good.

Note that this life is the life of trials and tests, and how quickly it ends. So congratulations to the one who is patient in obeying Allaah in this life until he attains eternal delight in the gardens of Paradise.

http://islamqa.info/en/21421

21421: Werde ich dafür belohnt, wenn sich mein Mann eine zweite Frau nimmt?

Frage

Was ist die Belohnung (ʿaǧr) für die Geduld (ṣabr) der Erstfrau, wenn sich der Ehemann eine zweite Frau nimmt? Gibt es in diesem Fall eine besondere Belohnung, oder gibt es die gleiche Belohnung wie für alle Frauen die ihren Ehemännern gehorsam sind und ihren religiösen Pflichten nachgehen? Wenn ich wüsste, dass es eine besondere Belohnung gibt, dann wären manche Dinge einfacher für mich zu akzeptieren. Jemand sagte, dass die Belohnung einer Frau in diesem Falle größer sei, als die Belohnung eines Gläubigen der zum Dschihad (ǧihād) zieht. Und da ja der Haddsch der Dschihad einer Frau ist, müsste das Akzeptieren einer Zweitfrau besser sein als Dschihad. Gibt es vielleicht einen Beweis dafür, oder kennen Sie eine andere Belohnung?

Antwort

[…] Die Geduld in der Gehorsamkeit zu ihrem Ehemann ist für die Frau ein Weg um ins Paradies zu gelangen, wie in dem Hadith, von Ibn Hibban erzählt, berichtet wird: „Wenn die Frau ihre Fünf (Gebete) betet, ihren Monat (Ramadan) fastet, ihr Geschlecht behütet und ihrem Mann Gehorsam leistet, wird ihr gesagt: „Trete ein ins Paradies von welchem der Tore du wünschst.“ [Von al-Albani als ṣaḥīḥ eingestuft in Ṣaḥīḥ al-Ǧāmiʿ aṣ-Ṣaġīr, no 660]

Ihre Geduld im Hinnehmen der Heirat ihres Mannes mit der Zweitfrau, wird ihr sogar eine höhere und bessere Belohnung bringen als dies, aus mehreren Gründen:

1. Die Heirat ihres Ehemannes mit einer weiteren Frau wird als Versuchung und Prüfung für sie angesehen und wenn sie diese mit Geduld meistert wird sie die Belohnung für denjenigen bekommen der bei einer Prüfung geduldig ist, so wie Allah sagt: „Die Geduldigen erhalten ihren Lohn großzügig, ohne dass abgerechnet wird.“ [39:10]

[…] Al-Tirmidhi (2399) berichtet von Abu Huraira dass der Prophet, (…) sagte: „Prüfungen werden die gläubigen Männer und Frauen weiterhin widerfahren – in Bezug auf sie selbst, ihre Kinder und ihren Reichtum – bis sie Allah ohne Sünde auf sich treffen.“ (Als ṣaḥīḥ eingestuft von al-Albani in Ṣaḥīḥ al-Ǧāmiʿ , no 5815)

2 – Wenn eine Frau dies akzeptiert und ihren Mann und die andere Ehefrau gut behandelt, bekommt sie die Belohnung der al-Muhsineen. Allah sagt sinngemäß: „Gewiss, wer gottesfürchtig und standhaft ist – gewiss, Allah lässt den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.“ [12:90]

„Kann der Lohn für Güte anderes sein als Güte?“ [55:60]

„Wahrlich, Allah ist mit denen, die Gutes tun.“ [29:69]

3 – Wenn sie deshalb Wut empfindet, aber diese Wut kontrollieren kann – und das Kontrollieren der Zunge ist ein Teil der Kontrolle der Wut – sagt Allah sinngemäß: „… die den Zorn unterdrücken und den Mitmenschen vergeben; und Allah liebt, die da Gutes tun“ [3:134] … diese Belohnung gibt es zusätzlich zu der Belohnung für den Gehorsam dem Ehemann gegenüber unter normalen Bedingungen.

Eine verständige Frau sollte alles akzeptieren was Allah für sie bestimmt, und sie sollte einsehen, dass die Heirat ihres Mannes mit einer weiteren Frau erlaubt ist, und sie sollte sich dem nicht widersetzen. Es könnte sein, dass diese zweite Heirat ihn keuscher macht und ihn davor schützt Verbotenes zu begehen.

Frauen sollten dem guten Beispiel der Frauen des Propheten (…) und seinen Gefährten folgen, die geduldig waren und die Belohnung suchten, obwohl sie Eifersucht empfanden. Wenn dein Ehemann dies verwirklicht und sich eine zweite Frau nimmt, dann musst du geduldig sein und zufrieden und ihn gut behandeln, so dass du die Belohnung der Geduldigen und derjenigen die Gutes tun, erhalten kannst.

Beachte, dass dieses Leben ein Leben der Versuchungen und Prüfungen ist, und wie schnell es wieder vorbei ist. Glückwunsch an denjenigen der geduldig im Gehorsam zu Allah ist in diesem Leben, bis ihm ewige Freude in den Gärten des Paradieses zuteil wird.

Islam Q&A

http://islam-forum.info/Thema-Werde-ich-dafuer-belohnt-wenn-sich-mein-Mann-eine-zweite-Frau-nimmt

[21] Un groupe de civils, apparemment des nationalistes et islamistes qui s’étaient réunis près d’Istiklal, là où devait avoir lieu la marche, ont attaqué les journalistes couvrant l’événement, blessant légèrement plusieurs d’entre-eux dont un photographe de l’AFP.

La police n’a pas bronché à cette agression, selon les témoins et les médias.

Une vidéaste de l’AFP a, quant à elle, été brutalisée par la police alors qu’elle filmait son intervention musclée. […]

«Aucune quantité d’eau ne peut effacer les valeurs universelles d’égalité, de fierté, de diversité et d’espoir incarné par le drapeau arc-en-ciel», symbole de la communauté homosexuelle, a pour sa part écrit la romancière Elif Shafak.

La place de Taksim est devenue le symbole de la contestation contre M. Erdogan et de son régime pendant près d’un mois en 2013.

aus: AFP ( La police réprime violemment un défilé de la fierté gaie à Istanbul), auf: La Presse (Montréal, Québec, Kanada), 28.06.2015

http://www.lapresse.ca/international/europe/201506/28/01-4881493-la-police-reprime-violemment-un-defile-de-la-fierte-gaie-a-istanbul.php

In den vergangenen Jahren hatte der Marsch in Istanbul ohne Zwischenfälle stattgefunden. Eine empörte Passantin sagte am Sonntag: „In was für einem Land leben wir? Was ist das für eine Diktatur?“ […]

Journalisten, die über die Kundgebung berichten wollten, wurden von einer Gruppe Zivilisten angegriffen, die sich in der Nähe der Fußgängerzone versammelt hatte. Eine AFP-Fotografin wurde von den offenbar nationalistischen und islamistischen Angreifern leicht verletzt. Die Polizei schritt nicht ein. Die Beamten attackierten eine Videoreporterin von AFP, als diese die Polizeigewalt filmen wollte.

Wasserwerfer gegen feiernde Demonstranten, FAZ am 28.06.2015

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/tuerkei/polizei-loest-gay-pride-in-istanbul-gewaltsam-auf-13673584.html

Die türkische Polizei ist in Istanbul gewaltsam gegen eine Demonstration für die Rechte homosexueller Menschen vorgegangen. Mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen trieben sogenannte Anti-Aufruhr-Einheiten Tausende Teilnehmer der Gay Pride auseinander, die sich friedlich auf dem zentralen Taksim-Platz versammelt hatten. Augenzeugen berichteten, dass viele bunt geschminkte Teilnehmer sich vor der Polizei in Geschäfte flüchteten, die ihre Rollläden herunterließen.

Die Veranstalter der Gay Pride schrieben auf Facebook, Gouverneur Vasip Şahin habe die Parade ohne Vorwarnung verboten. Als Begründung habe er gesagt, dass sie in den für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan fällt. […] Trotz der Angriffe sammelten sich am Abend mehrere Tausend Schwule und Lesben auf der Einkaufsmeile İstiklal Caddesi, um für mehr Toleranz zu demonstrieren.

Polizei treibt mit Gewalt Gay Pride auseinander, ZEIT 28.06.2015

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/istanbul-tuerkei-christopher-street-day-proteste-homosexualitaet

[22] Frage

Braucht eine Frau die Erlaubnis ihres Ehemannes, um das Haus zu verlassen?

Antwort

[…] Umar ibn al-Khattab [ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb, * 592 in Mekka; † 644 ebenda] sagte:

„Ehe ist Sklaverei, so achte sehr darauf, wem du deine Tochter zur Versklavung gibst.“ […]

Ibn Mufliḥ al-Hanbali [Ibn Mufliḥ al-Maqdisī, † 1362] sagte:

„Es ist haram für eine Frau das Haus ihres Mannes ohne seine Erlaubnis zu verlassen, außer in Notfällen oder zu Verpflichtungen, welche die Schari’a anordnet.“ (Al-Adab asch-Schariyya, 3/375).

[…] laut dem Konsens der Imame kann sie das Haus nicht verlassen, außer mit seiner Erlaubnis

http://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/88-verlobung-a-ehe/eheleben-umgang-miteinander/1338-die-erlaubnis-des-ehemannes-fuer-die-frau-um-hinauszugehen

‘Umar ibn al-Khattaab said: “Marriage is slavery, so be careful with regard to whom you give your daughter for enslavement.” In al-Tirmidhi and elsewhere it is narrated that the Prophet (…) said: “I urge you to treat women well, for they are prisoners with you.”

So a woman is like a slave or prisoner of her husband, and she cannot go out of his house except with his permission, whether her father, her mother or anyone else tells her to do that, according to the consensus of the imams.

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?109166-Woman-obeying-Her-Husband

Ibn Mufliḥ [Ibn Mufliḥ al-Maqdisī, † 1362]

https://en.wikipedia.org/wiki/Ibn_Muflih

Verfassungsgericht kippt Kopftuchverbot für Lehrerinnen

März 14, 2015

حجاب‎

ḥiǧāb

„O Asma, when woman attains her puberty it is not proper that any part of her body should be seen except this.“ And he pointed to his face and hands. (Sunan Abu Dawood 31:30)

Weibliche Bedeckung nach Koran und Sunna

Lediglich um ein Tuch auf dem Kopf geht es nicht

Das im März 2015 bekannt gewordene Kopftuchurteil des Bundesverfassungerichts gefährdet den Rechtsstaat und untergräbt die freiheitliche Demokratie. Von Edward von Roy.

Manch einem unserer Verfassungsrichter scheint es nicht schnell genug zu gehen mit dem Weg Deutschlands ins Kalifat. Nur mit einiger Mühe konnten im Laufe der vergangenen zehn Jahre, zugegebenermaßen mehr oder weniger gut gemachte, Verbotsgesetze zum Lehrerinnenkopftuch geschaffen werden, die bislang in jedem zweiten Bundesland gelten und den Schleier der Pädagogin dem Klassenzimmer fernhalten. Muslima rein, Kopftuch raus, damit soll es nun vorbei sein.

Nur das Verbot des Schleiers bietet allen muslimischen oder nichtmuslimischen sowie weiblichen oder männlichen Schülern Schutz vor islamischem Fundamentalismus und schariabasiertem Mobbing. Nur die Möglichkeit, in einem Bundesland ein allgemeines Kopftuchverbot im Schuldienst zu erlassen, hätte den weiblichen oder männlichen Lehrern und Schulleitern Rechtssicherheit und Verlässlichkeit bieten können.

Verkehrte Welt: Mobbing gegen kopftuchfreie Mädchen

(Rita Breuer, Islamwissenschaftlerin, in: EMMA, 01.09.2009)

http://www.emma.de/artikel/verkehrte-welt-mobbing-gegen-kopftuchfreie-maedchen-264094

Das Bundesverfassungsgericht hat ein landesweites und grundsätzliches („pauschales“) Kopftuchverbot für Lehrerinnen an staatlichen Schulen für grundgesetzwidrig erklärt. Generell unterliegen Schulangelegenheiten nach wie vor der Hoheit des jeweiligen Bundeslandes, nun aber kann der Einzelfall der Störung oder eben Nichtstörung des Schulfriedens geprüft werden. Wer sich als Schüler oder Elternteil jetzt noch trauen sollte, vor Schulleiter und Gericht zu bekunden, sich durch die schariakonforme Bekleidung seiner Lehrerin in der negativen Religionsfreiheit eingeschränkt zu fühlen, dürfte es nicht einfach haben. Karlsruhe jedenfalls hat 2015 den Hidschab in Deutschlands staatliche Schulen gedrückt, ohne sich dafür zu interessieren jedenfalls ohne der Bevölkerung zu sagen, was das System Kopftuch ist, ein kohärentes System der Seelenrettung und irdischen Herrschaft, der Verhaltensdressur, Sexualisierung, Körperpolitik und Frauenfeindlichkeit – das auf Allah ausgerichtete Islamische System. Mit Maududi können wir Verschleierung und Genderapartheid als System Hidschab oder System Parda (the system of purdah) nennen.

Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass ein pauschales Verbot religiöser Bekundungen in öffentlichen Schulen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagoginnen und Pädagogen mit deren Glaubens- und Bekenntnisfreiheit (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) nicht vereinbar ist. § 57 Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 des nordrhein-westfälischen Schulgesetzes sind daher verfassungskonform dahingehend einzuschränken, dass von einer äußeren religiösen Bekundung nicht nur eine abstrakte, sondern eine hinreichend konkrete Gefahr der Beeinträchtigung des Schulfriedens oder der staatlichen Neutralität ausgehen muss, um ein Verbot zu rechtfertigen.

(1 BvR 471/10, 1 BvR 1181/10 Beschluss vom 27. Januar 2015)

Karlsruhe verlagert den frommen Streit (Dschihad) um die Bedeckung des weiblichen Körpers in Schulhof und Lehrerzimmer und rückt die letzten verbliebenen, sich in Schülerschaft, Elternschaft, im Lehrerkollegium oder unter den Schulsozialarbeitern und Mitarbeitern des Offenen Ganztags (OGaTa) befindlichen konsequenten („pauschalen“) Gegner von islamischer Gesetzlichkeit (Scharia) und islamisch einzig akzeptabler Frauenkleidung (Hidschab) in die Nähe von Verfassungsfeinden. Das BVerfG hätte vielmehr jene schützen müssen, die ernsthaft (eben „pauschal“) auf dem Vorrang des aufgeklärten Denkens und der allgemeinen Menschenrechte vor dem himmlischem Befehl und koranbasierten Wohlverhalten bestehen, nicht die beiden um ihren irdischen islamischen Status und jenseitigen Platz im Paradies bekümmerten Klägerinnen für die Schleierpflicht.

Das höchste deutsche Gericht schweigt zur bleibenden Grundrechtswidrigkeit und Menschenrechtswidrigkeit der auf Erden zu errichtenden Herrschaft Allahs (al-Ḥākimiyya li-Llah, the sovereignty of God). Die beiden Klägerinnen treten als Individuen auf, deren Grundrechte im Falle eines im Schulbetrieb geltenden rücksichtslosen Kopftuchverbots gefährdet seien. Im erst einmal erstarkten Schariasystem (niẓām islāmī) selbst ist für Individualität allerdings gar kein Platz. Im Islam ist das Kopftuch, richtiger: ist der Hidschab auch keine Frage der individuellen Handlungsautonomie, sondern von öffentlich bewiesener Treue oder eben sichtbarem Verrat an Allahs Befehl. Statt Deutschlands Kinder und Jugendliche wenigstens ein paar Stunden am Tag vor dem totalitären Islamischen Recht (Scharia) zu schützen, stärkt das auf zwei Individuen eingehende höchste deutsche Gericht die in der Religion von Koran und Sunna theologisch vorgegebene Überwindung der persönlichen Autonomie und die Verhinderung des Individuellen. So also dünnt die kulturelle Moderne aus und gewinnt das Kalifat an Kontur.

Monotheism in authority (ḥākimiyya) means that authority belongs to God as a fixed right, and He is the Only Ruler over the individuals constituting the society, as the Glorious Qurʾān says: ﴾…﴿ “Sovereignty belongs only to Allāh.

(Portal AhlulBayt)

http://www.ahl-ul-bayt.org/en.php/page,336Book1472P37.html

Maududi [Islām kā niẓām-i ḥayāt] Islam Ka Nizam Hayat, dt.: Als Muslim leben

http://de.scribd.com/doc/3271205/Als-Muslim-Leben-Abul-A-la-Maududi

Parda, anglis. Schreibweise Purdah. Die körperliche Abschottung innerhalb eines Gebäudes geschieht durch eigene Bereiche für Frauen (in größeren Gebäuden, Harem = verbotener Bezirk), Vorhänge und Ähnliches. Das Leben einer Frau in Parda beschränkt ihre persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Interaktionen mit der Außenwelt (Seklusion). Während der Taliban-Herrschaft galten in Afghanistan strenge Parda-Vorschriften. Die Praxis wird in den meisten Regionen Arabiens und des indischen Subkontinents islamisch begründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Parda

This is not the first time Taslima Nasrin has attacked on the purdah system in Muslim community. … Maulana Khalid Rasheed Firangi, a Sunni leader, said „See this is a baseless statement. In Islam wearing purda is a duty, in Quran it has been said so.“

http://www.merinews.com/mobile/article/India/2014/11/06/author-taslima-nasrin-calls-burqa-and-hijab-vulgar-faces-harsh-criticism-from-muslim-community/15901802

Purdah was criticised from within its community, for example in the 1905 story entitled The Sultana’s Dream, by Bengali feminist Rokeya Sakhawat Hussain. Bhimrao Ambedkar, a social reformer and the chief architect of the Constitution of India, imputed many evils existing among the Muslims of British India to the system of purdah in his 1946 book Pakistan, or The Partition of India, saying that women lack „mental nourishment“ by being isolated and that purdah harms the sexual morals of society as a whole.

http://www.wikigender.org/index.php/Purdah

Maududi: Purdah And The Status of Woman In Islam (The word Purdah is used as a title for the set of injunctions which constitute the most important part of the Islamic system of community life.)

http://www.khilafahbooks.com/purdah-and-the-status-of-woman-in-islam-by-syed-abul-a-la-maududi/

Maududi: Purdah And The Status of Woman In Islam. Chapter titles and sub-topics include: Status of woman in different ages (Greece, Rome, Europe), Western concepts of morality, Tragic consequences (Industrial revolution, capitalist selfishness, Moral bankruptcy), Sexual delinquency among American children (venereal diseases, divorce), the Oriental `Occidentals‘, Laws of Nature (control of sexual urge), Social system of Islam (Prohibited relations- muharramat, adultery, Restrictions for woman, Nudity, Evil look, Haya), Punishment for Fornication (injunctions for clothing and covering of nakedness (boundaries of Satar for males and women; Prohibition of touching or having privacy with women; Mahram relatives); Commandments of Purdah (restraining the eyes, covering the face-veiling); Divine laws for the movements of women (permission to leave the house, permission to visit the mosque, participation in battle [women can use weapons to defend themselves while adding their men-folk who are in battle against some enemy]).

http://www.amazon.com/Purdah-Status-Woman-Islam-Maududi/dp/1567442005

http://de.wikipedia.org/wiki/Sayyid_Abul_Ala_Maududi

Wie leider so viele hierzulande, sprechen auch die Hüter der deutschen Verfassung immer noch über ein Stück Stoff, redet Karlsruhe vom Kopftuch (engl. veil, scarf), als ob es lediglich um Kopf oder Haare der Muslima gehen würde. Sicherlich darf nach der Scharia nicht zuletzt auch das Haupthaar der Frau nur dem Ehemann und engsten Verwandtenkreis (Mahram-Verwandte) sichtbar sein, aber was soll das Reden vom Kopf, wenn es darum geht, Busen und Gesäß der Gottesfürchtigen so zu verhüllen, dass nicht nur die Haut abgedeckt ist, sondern dass sich durch den Stoff hindurch keine feminine Rundung abzeichnet, die Männer im Islam schließlich unverzüglich zur Sünde verführen kann? Wenn es darum geht, dass sich Frauen und Männer überhaupt nicht ohne guten (islamischen) Grund gemeinsam in einem Raum aufhalten dürfen? Auch Kehle und Nacken sind vor dem lüsternen Blick männlicher Kollegen und wohl auch männlicher Schüler verborgen zu halten, wie man in Karlsruhe durchaus mitbekommen hat: „durch eine rosafarbene handelsübliche Baskenmütze mit Strickbund und einen gleichfarbigen Rollkragenpullover als Halsabdeckung“, so schreibt das BVerfG über eine der Klägerinnen. Die Rollkragen- und Baskenmützenträgerin geht auch im Hochsommer nicht mit nackten Waden oder Unterarmen zur Arbeit und trägt auch keine Stöckelschuhe, dazu aber sieht jedenfalls sagt Karlsruhe nichts.

Sicherlich soll die Pädagogin nicht bauchfrei unterrichten, doch ihr Schleier ideologisiert und sexualisiert den Körper der Frau in einer Weise, vor der das Bundesverfassungsgericht die Mädchen und Jungen hätte schützen müssen. Hidschab bedeutet: ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre mir und Allahgott ein Gräuel. Lehrerinnenkopftuch bedeutet: ich habe einen Aufpasser und Besitzer, den Wali, meinen Vater, Bruder oder Ehemann. Islamische Kleidung einer Lehrerin bedeutet: ich rufe dazu auf, die Kleidung und Lebensweise der Nichtmuslime zu verachten.

Nach Koran und Sunna ist die Frau als unmündig zu bewerten und unmündig zu halten, ohne Wali kann sie noch nicht einmal heiraten. Vielleicht ohne es zu wissen, hat Karlsruhe 2015 nicht nur über das umstrittene Tuch auf dem Kopf, sondern auch über die zur islamischen Lebens- und Gesellschaftsordnung gehörenden Schariaprinzipien von Fitra (fiṭra, Ausgerichtetsein aller Kreatur auf Allah hin), Aura (ʿawra, in der Öffentlichkeit zu verhüllender Schambereich, bei der Frau wesentlich umfangreicher als beim Mann), maḥram und walī geurteilt.

Mahram-Verwandte sind Verwandte des jeweils anderen Geschlechts, die einem so nahe stehen, dass man diese (auch theoretisch) nicht heiraten dürfte, sowie der Ehepartner, mit dem man bereits ohnehin verheiratet ist. Der Begriff kommt von dem arabischen ḥarām (Verbot bzw. geschützter Bereich).

(Eslam)

http://www.eslam.de/begriffe/m/mahram-verwandte.htm

WALI (GUARDIAN) IN ISLAM

A wali (guardian) is a very important and vital aspect in a marriage. It determines whether or not a certain marriage contract (akad nikah) that has been performed is valid. … Wali is one of the wedding pillars that need to be properly identified and carried out according to the correct order.

(publiziert bei: Regierung von Malaysia)

http://www.islam.gov.my/sites/default/files/wali_in_islam.pdf

In der Religion von Koran und Sunna, in dem nach himmlischem Wollen weltweit geltenden und durch die Korangehorsamen (die Muslime) weltweit im Paragraphenwerk zu installierenden Islam, gibt es kein Kopftuch, sondern den Hidschab (ḥiǧāb). Dieser hat den Leib der Frau blickdicht und jede Körperform verbergend zu verhüllen bis auf Hände und Gesicht. Mohammed selbst (Sunan Abī Dāwūd 31:30) verkündete Allahs Befehl zum Bedecken des Körpers der Frau:

O Asma, when a woman reaches the age of menstruation, it does not suit her that she displays her parts of body except this and this,‘ and he pointed to his face and hands. … The Prophet turned his head aside and said, “Only this and this should be visible,” while pointing to his face and hands.

(The American Muslim Teenager’s Handbook, Seite 110)

https://books.google.de/books?id=MLbEAwAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Der Prophet (…) hat gesagt: „Wenn ein Mädchen die Pubertät erreicht, soll sie ihren Körper verhüllen, bis auf ihre Hände und ihr Gesicht. …

Imam Reza (…) wurde gefragt, welchen Sinn der Hijab hätte und er sagte: „Die Haare einer Frau führen zur sexueller Erregung. Dadurch fühlt sich der Mann ihr gegenüber hingezogen und diese Entwicklung kann zu Verdorbenheit (zwischen Mann und Frau) führen. Der Mann wird zum Verbotenem (haram) verleitet.“ (Ilul ash-Sharaih, vol. 2, p. 287, Section 364)

Imam Jafar as-Sadiq (…) wurde gefragt, was zu tun sei, wenn eine Frau auf einer Reise stirbt und kein Mahram-Mann in ihrer Gegend ist, um die Todeswaschung vorzunehmen. Der Imam antwortete: „Diese Männer sollen nur ihr Gesicht und ihre Hände waschen. Das reicht aus. Es ist nicht notwendig ihren gesamten Körper zu waschen. Daher darf ein Mann auch das Gesicht und die Hände einer lebenden Frau sehen.“ (Wasa’il, vol.17, p.135.)

(auf der Seite al-Shia)

http://www.al-shia.de/hijab/ahadith.htm

Wer als Frau den Hidschab schuldhaft verweigert, im Karlsruher Beschluss findet das keine Erwähnung, weltweit aber durchaus in manch einer Fatwa oder Freitagspredigt, kommt nicht in den Himmel und ist auf Erden als sittlich geringwertig zu verachten, als unkeusche Schlampe.

Das Leben im Diesseits ist nichts als eine Durchgangsstation zum eigentlichen Dasein im Jenseits. Dort teilt sich die Menschheit in zwei voneinander absolut geschiedene Gruppen, die Bewohner des Höllenfeuers und des Paradiesgartens. Wer dieses islamische Wissen auf Erden nicht öffentlich kontrollierbar bekundet, als Frau selbstverständlich mit dem Schleier verkürzt genannt und genäht Kopftuch, gehört ganz offensichtlich zur Partei Satans.

To Ash’ari and Ghazali, life on Earth is a provisional „station“ imposed by God as a test; the aim of life is, in fact, the hereafter …

Hezbollah … The members are taught that humans form two groups: the partisans of Allah (Muslims) and the followers of Satan (infidels) who should be suppressed so that Allah’s rule will extend to the whole planet. … woman’s lock showing from under her veil (chador); the bare leg of an adolescent boy; women and men mixing in public places (cinemas, cafes, restaurants); the Israeli occupation of Palestine; and so on. The struggle against Satan is a full-time job

(Fereydoun Hoveyda, 2002, Seite 47 und 94)

https://books.google.de/books?id=UOCkuvtS_8sC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Die an unseren Universitäten installierten Studiengänge für Islamische Theologie ehren und lehren den im Jahre 1111 d. Z. verstorbenen Imam al-Ghazali (Abū Ḥāmid al-Ġazālī). Das Verfassungsgericht des Bundes indessen ist für Heilssicherung und Seelenrettung weder errichtet worden noch zuständig. Der als demokratieverträglich gehandelte Imam al-Ghazali mahnt die rechte Seinsweise an, zu der die korrekte Kleidung von Mädchen und Junge, Frau und Mann ebenso gehört wie die Apartheid von Männern und Frauen, die totale Geschlechtertrennung:

Moralisch gute Gesinnung zielt darauf, jede schlechte Angewohnheit zu entfernen, wie das islamische Gesetz der Scharia gründlich aufzeigt. … Gute Gesinnung lässt einen die schlechte Gewohnheit so verabscheuen wie Schmutz.

Solange die Ausübung der islamischen Pflichten mit Kummer oder Widerwillen verknüpft bleibt, zeigt sich ein Charaktermangel, der den Weg zum Glück verhindert.

Die Frauenfrage war dem vor 900 Jahren verstorbene Imam Politikum allerersten Ranges und Herzenssache, wie wir im Al-iḥyāʾ ʿulūm ad-dīn (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften) erfahren:

Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen, muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen.

Wer das jetzt nur lustig findet, weiß immer noch nicht, was Islamisches Recht (gottgegeben als Scharia, menschlich umzusetzen als Fiqh) und weltweite Ehrenmorde miteinander zu tun haben.

Unattraktiv, hässlich muss sich die Tugendhafte geben, wie der sunnitische Supertheologe feststellt, anonym wie ein Zombie hat die Muslima durch die Nebengassen unserer Stadt huschen:

Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.

Das ist kein legendärer Islamismus, das ist in NRW Inhalt der Lehrerausbildung und damit für Schüler potentiell versetzungsrelevant.

Leider lernen und lehren Deutschlands amtierende und angehende Lehrerinnen und Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht al-Ghazali ohne die pädagogisch und freiheitlich demokratisch gebotene Außenansicht.

Osnabrück 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften

al-Ġazālī and Anscombe’s Tahafut: Making Use of the Imam in a European Context

Timothy Winter (Cambridge)

Panel: Islam und Wissenschaft im Dialog

Moderation: Prof. Dr. Rauf Ceylan (Osnabrück)

al-Ġazālī als Mittler zwischen den Wissenschaften

Dr. Silvia Horsch (Berlin)

Gruppe A: Jurisprudenz und Rechtsdenken

Moderation: Prof. Dr. Bülent Ucar (Osnabrück)

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/

Ein an Imam al-Ghazali orientierter, sprich ein Allahs Befehl (Koran) und Mohammeds Anweisung (Sunna) strikt folgender Religionsunterricht wird die Kinder und Jugendlichen der freiheitlich demokratischen Grundordnung mehr und mehr entfremden, was auch kein Islamismus ist den es gar nicht gibt, sondern authentische Religion, echter alter Islam.

Selbst der türkische Staatsislam von DIYANET (Diyanet İşleri Başkanlığı, Präsidium für Religionsangelegenheiten) hierzulande DİTİB propagierte die schariagemäß dämonische Frauenrolle, wie vor sieben Jahren bekannt wurde:

Es handelt sich um einen Leitfaden für das gute und vorbildliche Leben der muslimischen Frau. Flirten, so heißt es da, sei nicht mehr und nicht weniger als Ehebruch. Der Kontakt mit fremden Männern müsse generell vermieden werden. Der Gebrauch von Parfüm außerhalb des eigenen Hauses sei Sünde. “Frauen müssen vorsichtiger sein, sie senden besondere Reize aus”, so der Text weiter.

(aus: Daniel Steinvorth: Wenn Frauen besondere Reize aussenden. DER SPIEGEL, 01.06.2008)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/islam-in-der-tuerkei-wenn-frauen-besondere-reize-aussenden-a-556473.html

Der getragene oder verweigerte Hidschab entscheidet über Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits. Mit dem neuen Kopftuchurteil hat das höchste deutsche Gericht eine Entscheidung getroffen, welche sehr dazu geeignet ist, die freiheitliche Demokratie zu erodieren und den Rechtsstaat allmählich überflüssig zu machen.

Jedes nicht jenseitszentrierte und schariakonforme, sondern rein menschengemachte Gesetz lästert Allah und führt mit ziemlicher Sicherheit in die Hölle: „Wer nicht nach dem waltet, was Allah [als Offenbarung] herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen“ (Koran 5:44). Seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich die Verfassung zu schützen, durchaus auch vor der weltweit aktiven Bewegung für Schariagesetz und Kalifat, ist Karlsruhe nicht nachgekommen.

Allah also ruled that those rulers who do not rule by what Allah sent down are unbelievers, wrongdoers, and rebellious. He says: „And he who does not rule by what Allah sent down, it is they who are the disbelievers.“ (5:44)

And He says: „And he who does not rule by what Allah sent down, it is they who are the wrongdoers.“ (5:45)

And He says: „And he who does not rule by what Allah sent down, it is they who are the rebellious.“ (5:47)

http://www.qsep.com/modules.php?name=aqtawhid&file=article&sid=14

Das Bundesverfassungsgericht nimmt also die Klage der beiden Frauen entgegen und redet nicht über die im Koran verbürgte Höllenstrafe, sondern über ein Tuch auf dem Kopf. Nur Kopftuchtragen reicht aber nicht aus, um als Muslima gelten zu können, der Islam ist ein Komplettprogramm (Totalitarismus) und umfasst alle Bereiche des Lebens.

Allah says: „O you who believe! uphold Islam in its entity (as a whole).“ (2:208)

And Allah condemned the Jews saying: „Do you, then, believe in part of the Book and disbelieve in part?“ (2:85)

http://www.qsep.com/modules.php?name=aqtawhid&file=article&sid=14

Der islamische Geistliche steht zum säkularen Richter durchaus in Konkurrenz. Im eigenen Interesse hätte sich Karlsruhe einmal dafür interessieren sollen, was eine Rechtsreligion ist. Der globalen Schariafront, von der man nicht sagen kann, dass sie ihre Religion falsch verstanden hätte, geht es darum, die demokratische Rechtsordnung Paragraph für Paragraph durch eine theozentrische zu ersetzen. Nicht das Volk, Allah ist Souverän.

Die Richter in Karlsruhe haben ausreichend Zeit gehabt, sich darüber zu informieren, was göttlicher Schariabefehl, menschliche Schariapflicht und Herrschaft Allahs bedeuten. Sie hätten die in Muslime und Nichtmuslime keinesfalls aufzuteilende Bevölkerung vor Scharia und Kalifat warnen und Deutschlands Schüler, das sind Mädchen und Jungen, vor der von Lehrerinnen oder Lehrern getragenen, hohen Gruppenzwang erzeugenden islamischen Kleidung schützen müssen.

Ein Tuch auf dem Kopf wäre vielleicht gar kein pädagogisches und politisches Problem. Ein Kleidungsstück jedoch, das nach der eigentlich bei Todesstrafe nicht zu verlassenden Lebensweise von Geschlechterapartheid, Zweitfrau und Kindbraut, dem halbiertem Erbe für die Tochter, nach der Genitalbeschneidung für jeden Sohn sowie, mindestens unter Schafiiten, auch für jede Tochter ruft, ist im Schulgebäude nicht zuzulassen – weder bei Lehrerinnen noch bei Schülerinnen.

Nur kurz zur islamischen Genitalbeschneidung (Genitalverstümmelung). Die Verfassungsbeschwerde liegt dem Hohen Gericht seit dem 27. Dezember 2013 vor, der grundgesetzwidrige Paragraph zur Jungenbeschneidung auf Elternwunsch § 1631d BGB muss weg. Der leider schlecht gemachte Paragraph zum begrüßenswerten Verbot der weiblichen Beschneidung (FGM), § 226a StGB, muss erhalten bleiben, aber genauer formuliert werden, denn auch die sogenannte milde Sunna (ḫitān al-ināṯ anglis. khitan al-inath, indones. sunat perempuan) bzw. eine FGM Typ Ia oder Typ IV darf, trotz der Vorschläge des Jahres 2014 von Karl-Peter Ringel / Kathrin Meyer (Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung) und Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages • Gutachten: Kultur, Religion, Strafrecht. Neue Herausforderungen an eine pluralistische Gesellschaft), nicht legalisiert werden. Ringel und Meyer wollen den 1631d BGB, Juristentagsgutachterin Hörnle will den 226a StGB gleichberechtigt umgestalten („geschlechtsneutral formulieren“) und es ist zu befürchten, dass die 2015 den folgenreichen Hidschab ins Schulgebäude winkende Richterschaft aus Karlsruhe sich auch dem Wunsch nach der religiösen FGM nicht entgegenstellen wird. Soviel nur für heute zur Genitalverstümmelung nach Koran und Sunna.

Man fragt sich, wie die Verfassungsrichter die Begriffe der Menschenwürde und der Gleichberechtigung von Mann und Frau eigentlich interpretieren, wo der Schleier doch der Religion und Gesellschaftsform der Herabwürdigung der Frauen und Nichtmuslime entstammt und, um ins Paradies zu kommen, überall auf der Welt eine entsprechende politische Ordnung errichten will, in der die Frau ein unmündiges, treuhänderisch zu verwaltendes Gut ihres Vaters, Bruders oder Ehemannes ist. Ein Staat, der die islamgemäße Theologisierung der Politik nicht abstoppt, wird sich in eine Islamische Diktatur verwandeln, wie Saudi-Arabien, Pakistan, der Sudan oder der Iran es leider bereits sind.

Fassen wir zusammen. Beim sogenannten Kopftuch der Lehrerin geht es den streng islamisch Motivierten um den Kampf für Geschlechtertrennung, halbierte Frauenrechte, um halbes Erbe der Tochter und halbe weibliche Aussagekraft vor Gericht, um das schafiitische Gebot der Mädchenbeschneidung (FGM) und das gesamtislamische Verbot für die Muslima, einen Nichtmuslim zu heiraten. Es geht um die Konzepte Wali (Heirat nur mit männlicher Erlaubnis) bzw. Wali mudschbir (islamische Verheiratung der Jungfrau auch gegen deren Willen) sowie Mahram (Ausgangs- und Reiseverbot ohne männlichen Begleiter). Es geht um ein lebenslanges Eingesperrtsein im Käfig der Schariapflichten, denn nach Hadith und Idschma‘ zieht der Abfall vom Islam, die Islamapostasie (ridda, irtidād), die Todesstrafe nach sich. In Afghanistan, im Iran, in Jemen, Katar, Mauretanien, Pakistan, Saudi-Arabien, Somalia sowie im Sudan kann die Apostasie von der angeblich einzig wahren Religion mit der Hinrichtung bestraft werden.

Das alle Lebensbereiche reglementierende System der Moral, nicht zuletzt der Sexualmoral, des Wohlverhaltens, der Sozialbeziehungen, der Herrschaft und des Besitzes ist mit dem Schleier verkettet, richtet sich auf Allah aus und erwartet dessen zwischen Himmel und Hölle entscheidendes Urteil am Tag der Auferstehung. Ein vollständiges, jenseitszentriertes Rechtssystem (Fiqh) hängt am Hidschab, der die anderen Muslime wie ein erhobener Zeigefinger ermahnt und dazu aufruft, alle von Menschen ersonnenen Verhaltensweisen und Paragraphen sehr bald durch die himmlischen Vorgaben zu ersetzen und die Gesellschaft Schritt für Schritt in eine islamgemäße umzubauen. Warum auch immer die Karlsruher Richter es uns nicht sagen können oder wollen, ob in Tunesien, in der Türkei oder in Deutschland, beim Schleier zumal der staatlich angestellten Lehrerin geht es um die Weichenstellung zwischen Außenansicht und Literalismus, freiheitlicher Demokratie und islamischem Totalitarismus, funktionierendem Rechtsstaat und Allahkratie.

Lediglich um ein Tuch auf dem Kopf geht es nicht.

Edward von Roy

Q u e l l e

Bundesverfassungsgericht

Pressemitteilung Nr. 14/2015 vom 13. März 2015

Ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrkräfte in öffentlichen Schulen ist mit der Verfassung nicht vereinbar

Beschluss vom 27. Januar 2015

1 BvR 471/10, 1 BvR 1181/10

http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/bvg15-014.html

Wehrt der Scharia in Duisburg

März 2, 2015

Dschihad am Swimming Pool

Von Cees van der Duin

Oberbürgermeister Sören Link trifft die richtige Entscheidung, auch in Zukunft werden in Duisburgs Badeanstalten keine eigenen Schwimmzeiten für Muslime eingerichtet.

Die Stadt lehnt den entsprechenden Antrag des islamischen Wählerbündnisses UMMAH ab. Deren Name spielt auf die Umma, die muslimische Weltgemeinde an und ist ein Duisburger Akronym, ausgeschrieben: Unabhängige multikulturelle Menschen aller Herkunft. UMMAH ist die lokale Variante der global aktiven Schariabewegung.

Bravo Herr Oberbürgermeister, auch eine – man kennt oder ahnt doch den hohen innermuslimischen Gruppenzwang – nur auf wenige Stunden und angeblich völlig frei gewählte Abschottung der Muslime im Schwimmbad bezeugt schlichte Integrationsverweigerung.

OB Link:

Extra Schwimmzeiten für Muslime bedeuten Separation, nicht Integration. Wir gehen hier in Duisburg den Weg eines friedlichen Miteinanders aller Kulturen und Religionen nicht zurück, sondern nach vorne.

Die Bevölkerung, hier exemplarisch die Wasserfreunde oder die aus gesundheitlichen Gründen das Schwimmbad aufsuchenden Bürger, in zweierlei Spezies, nämlich rein versus unrein aufzuteilen oder, was ebenfalls zum Kalifatsprogramm gehört, in angeblich wesensgemäß spirituell berufenere Männer und dämonisch-verführerische Frauen, ist eine Menschenverachtung mehrstufiger Brutalität und erinnert sehr an die südafrikanische Apartheid.

Räumliche Mischungsverbote von Männern und Frauen sowie von Gottesfürchtigen und Gottlosen gehören leider ebenso zum Komplettangebot (Totalitarismus) der Scharia wie Heiratsverbote für muslimische Töchter.

UMMAH kann sich auf Koransuren und Hadithverse berufen, mit dem moralisch einwandfreien Verhalten auch des Duisburger Befehlsempfängers will Allahgott zufrieden sein. Den Literalisten geht es um nackte Tatsachen, im Schwimmbad dräut die Sünde. Beim Ziel der vermiedenen Höllenstrafe baut der Islam mit den Konzepten von Fitra (angeborenes Muslimsein) und Aura (Schambereich) einen veritablen irdischen Überwachungsstaat.

Auch UMMAH, so berichtete die WAZ:

hatte im Duisburger Integrationsrat gefordert, die Einrichtung von Schwimmzeiten und Schwimmkursen für Muslime zu prüfen. Sie begründeten ihren Antrag mit der Scheu vieler gläubiger Muslime, sich in knapper oder enger Bekleidung insbesondere vor Nicht-Muslimen zu zeigen. Dies hätte etwa beim Schwimmunterricht in Schulen immer wieder zu Diskussionen geführt.

Sehr nachvollziehbar meint Gerd Schwemm, bündnisgrüner Ratsherr und ebenfalls Mitglied im Integrationsrat:

Getrennte Schwimmzeiten nach Konfessionen entsprechen nicht unseren Vorstellungen von Integration.

Plausibel argumentiert auch CDU-Ratsfrau Sylvia Linn gegen eine islamische Apartheid in den Duisburger Bädern:

Dieses Gremium wurde gebildet, um Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zusammenzuführen. Der Antrag will das Gegenteil: Er will trennen. Das kann nicht das Ziel von Duisburger Politik sein. Eine funktionierende Gemeinschaft unterscheidet nicht nach Rasse, Geschlecht oder Religion. Wenn künftig an Duisburger Schwimmbädern genau diese Trennung vollzogen wird, hat die hiesige Politik versagt.

Die im Islam sittlich geringerwertigen Schariaverweigerer sind mit Ekel zu befrachten und haben mit den für das Paradies bestimmten Damen und Herren das Badewasser nicht zu teilen. Islamkonform lebende Männer dürfen keine Frauenhaut sehen bis auf Hände und Gesicht. Derart gegenaufklärerisch sind also bereits Duisburgs Kinder zu indoktrinieren.

Schon wer schamlos knappe oder obszön enge Badebekleidung trägt, so ermahnt uns die schriftgläubige Wählergemeinschaft, gefährdet als Frau oder Mann die öffentliche Moral und das Heil der Seele. Weitere Forderungen von UMMAH werden nicht auf sich warten lassen, kein männlicher Bademeister, gar aus der Nation der Ungläubigen, schließlich sollte schwimmende Muslimas angucken dürfen. Und könnten sich nicht auch unter einer Burkini genannten Unterwasserburka eindeutig feminine Rundungen unkeusch abzeichnen?

Immer noch weitere Vorschriften des Wohlverhaltens werden gegen Aufklärung und Gleichberechtigung durchgesetzt werden, wenn wir das nicht verhindern, was auch kein sogenannter Islamismus, sondern ewiger, vom Himmel gegebener Schariabefehl ist, authentische Religion nach Koran und Sunna.

Vergleichbare Forderungen waren an die Stadt Duisburg bereits vor Jahren herangetragen worden, damals ging es um türkisches Frauenschwimmen. Die Verwaltung hatte den Antrag geprüft, wie Stadtsprecherin Anja Kopka berichtet:

mit dem Ergebnis, dass die Anforderungen extrem hoch wären. Fenster müssten blickdicht abgehängt werden, das Badpersonal dürfte nur aus Frauen bestehen.

Schluss mit dem religiösen Sexismus und sonstigen Gruppenchauvinismus, im Namen unserer allgemeinen Menschenrechte ein klares Nein zur Spaltung unserer Städte oder Sportanlagen.

Muslime sind gerade keine Sorte Mensch, die sehr bald, und darum geht es der weltweit hart agitierenden Schariabewegung, eigene Gesetze beanspruchen sowie schlussendlich, da nur Allah Souverän ist, die gesamte Gesetzgebung islamisieren darf.

Citoyens & citoyennes, wehret den Anfängen, keine himmlische Scharia auf Duisburgs Erde! Gleiche und gleich behandelnde Gesetze, ausschließlich diesseitig argumentierende abgeleitete Verordnungen und rationale Hausordnungen für alle Menschen in Duisburg.

Cees van der Duin

Q u e l l e n

Frau Tekiner, Fadime [Fadime Aşır Tekiner], Beruf: Dipl.-Sozialwissenschaftlerin

https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/kp0051.php?__kpenr=5600

Integrationsrat, Mitglied

Jugendhilfeausschuss, Beratendes Mitglied, 30.06.2014, Vertreterin Integrationsrat

Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Sachkundige/r Einwohner/in, 29.09.2014, Delegierende Stelle: SPD-Fraktion

Seniorenbeirat, Beratendes Mitglied, 01.10.2014, Vertreterin Integrationsrat

https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/kp0050.php?__chist=0&__kpenr=5600&grnr=399&__cgrname=1Ausschuss%20f

SGU Duisburg Sozial! Gerecht! Unabhängig!, Fadime Tekiner, Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit

http://www.sgu-duisburg.de/aussch%C3%BCsse/

Stadt Duisburg, Seniorenbeirat, Beratende Mitglieder: Mitglied des Integrationsrats Fadime Tekiner

(Stand 04.12.2014)

http://www.duisburg.de/vv/50/medien/Mitgliederliste_des_Seniorenbeirates.pdf

Bağımsız Çokkültürlü İnsanlar Topluluğu (UMMAH) listesinde Duisburg Uyum Meclisine seçilen sosyal bilimci Fadime Tekiner,

von: FATİH ÇİMEN / DUİSBURG (Müslüman kadınlar da yüzsün dedi, işitmediği kalmadı), in: ZAMAN 01.03.2015

http://zaman-online.de/m%C3%BCsl%C3%BCman-kad%C4%B1nlar-da-y%C3%BCzs%C3%BCn-dedi-i%C5%9Fitmedi%C4%9Fi-kalmad%C4%B1-216068

Prüfantrag der UMMAH: Schwimmen für muslimische Duisburgerinnen und Duisburger

15-0122

Der Oberbürgermeister

OB/OB-6 Leonhards 6915

Drucksache-Nr. 15-0122

Datum 29.01.2015

Prüfantrag der UMMAH

öffentlich

Zur Sitzung Integrationsrat, Sitzungstermin 09.02.2015, Behandlung Vorberatung

Betreff

Prüfantrag der UMMAH: Schwimmen für muslimische Duisburgerinnen und Duisburger

Inhalt

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob Schwimmzeiten und Schwimmkurse für muslimische Einwohner eingerichtet werden können.

Bereits in den Grundschulen gibt es oft Probleme bzw. Diskussionen zwischen Eltern und Lehrern, warum Migrantenkinder nicht schwimmen können.

Seitens der muslimischen Bevölkerung besteht großes Interesse an der Einrichtung regelmäßiger Schwimmzeiten und Kurse. Diese sollten möglichst wöchentlich und flächendeckend in allen Duisburger Bädern angeboten werden.

https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/to0040.php?__ksinr=20055988

Hitzige Debatte um gesonderte Bäderzeiten für Muslime (WAZ am 13.02.2015)

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/hitzige-debatte-um-gesonderte-baederzeiten-fuer-muslime-id10339583.html

Duisburg richtet keine extra Schwimmzeiten für Muslime ein (WAZ am 26.02.2015)

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburg-richtet-keine-extra-schwimmzeiten-fuer-muslime-ein-id10399209.html

Im 27-köpfigen Integrationsrat mit 18 direkt gewählten und neun vom Rat der Stadt entsandten Mitgliedern hat die UMMAH einen Sitz. Die Bewegung wird dort vertreten durch Fadime Tekiner.

Wörtlich heißt es in dem Antrag der UMMAH: „Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob Schwimmzeiten und Schwimmkurse für muslimische Einwohner eingerichtet werden können.Diese sollten möglichst wöchentlich und flächendeckend in allen Duisburger Bädern angeboten werden.CDU-Ratsfrau Sylvia Linn kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen:

„Dieses Gremium wurde gebildet, um Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen zusammenzuführen. Der Antrag will das Gegenteil: Er will trennen. Das kann nicht das Ziel von Duisburger Politik sein. Eine funktionierende Gemeinschaft unterscheidet nicht nach Rasse, Geschlecht oder Religion. Wenn künftig an Duisburger Schwimmbädern genau diese Trennung vollzogen wird, hat die hiesige Politik versagt.“

Vor einigen Jahren hatte es schon einmal eine ähnliche Bestrebung gegeben. Da wurde darüber diskutiert, dass türkische Frauen die öffentlichen Hallenbäder nicht nutzen könnten, weil sich dort auch Männer aufhalten. Die Verwaltung hatte geprüft und kam zu dem Ergebnis, dass die Anforderungen extrem hoch wären. In den Bädern müssten zum Beispiel die Fenster blickdicht abgehängt werden, und das Badpersonal dürfte nur aus Frauen bestehen. Bei dem neuen Antrag werden allerdings keine gesonderten Schwimmzeiten nur für muslimische Frauen, sondern für Muslime allgemein gefordert.

aus: Hildegard Chudobba (Kein Verständnis für den Bäderantrag), in: RP am 13.02.2015

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/kein-verstaendnis-fuer-den-baederantrag-aid-1.4869800

[Fadime Tekiner will sich herauswinden und wirft Nebel, alles sei irgendwie ganz anders als jetzt von Presse und Politik dargestellt]

Aber: WARUM will „Ummah“ das? Eine Begründung fehlt in dem Antrag. Es geht auch nicht ausdrücklich um den Schutz muslimischer Frauen. Heißt das, dass Muslime nicht mit Nicht-Muslimen ins Schwimmbad sollen?

Fadime Tekiner, die den Antrag für „Ummah“ eingebracht hatte, zu BILD: „Die Möglichkeit für muslimische Bürgerinnen und Bürger Schwimmzeiten in Bädern nutzen zu können, bedeutet gendergetrenntes Schwimmen, aber eben auch möglichst abgeschirmt von Außensicht und mit entsprechenden Bademeistern bzw. Bademeisterinnen. Diese geschlechtergetrennten Schwimmzeiten sollen keineswegs nichtmuslimische Bürgerinnen ausschließen, im Gegenteil.“

Ratsherr Rainer Grün (selbst Muslim) vom Duisburger Integrationsrat: „Auf Facebook gibt es dazu viele Kommentare. Und ja: Viele türkische Bürger verstehen es so, dass Muslime nicht mit Christen oder Buddhisten schwimmen wollen. Meine Auffassung von Islam ist das jedenfalls nicht!“

Widerspruch gibt es auch von dem Bündnis SGU, dem die Antragstellerin Fadime Tekiner selbst angehört. SGU-Ratsherr Karlheinz Hagenbuck: „Es gibt bereits Damen-Schwimmzeiten. Ich sehe keinen Grund für eine weitere Trennung.“

Ratsherr Frank Heidenreich (CDU): „Wir haben schon genug Probleme, überhaupt Schwimmzeiten für Schulen zu bekommen – und zwar für Kinder aller Religionen!“

aus: Extra Schwimm-Unterricht für Duisburger Muslime?, in: BILD vom 15.02.2015

http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/duisburg/schwimm-unterricht-fuer-muslime-in-duisburg-39765508.bild.html

„Fadime Aşır Tekiner gefällt das.“

https://www.facebook.com/permalink.php?id=689073871149532&story_fbid=852125028177748

Fadime Tekiner pflegt ihre Nähe zum Verband der türkischen Kulturvereine in Europa (Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birliği), Kurzform Avrupa Türk Birliği (ATB) aus dem Dunstkreis der radikal islamischen und nationalistisch-rechtsradikalen Partei der Großen Einheit, BBP (Büyük Birlik Partisi).

Freundschaftlich interessiert ist Fadime Aşır Tekiner beispielsweise an DITIB, IGMG, TUISA.de, UMMAH – Unabhängige multikulturelle Menschen aller Herkunftsländer, Rat Muslimischer Studierender & Akademiker [RAMSA], UETD Rotterdam, UETD Netherlands, ATB Muhsin Yazıcıoğlu Dergâhı Duisburg usw. Muhsin Yazıcıoğlu starb 2009 bei einem Hubschrauberabsturz, war türkischer Abgeordneter und der Führer der rechtsextrem-islamischen Partei der Großen Einheit (BBP).

https://de-de.facebook.com/fadime.tekiner.3

Muhsin Yazıcıoğlu , Grauer Wolf und Islamrevolutionär

Bereits als Jugendlicher schloss er sich den Grauen Wölfen, die sich selbst als „Idealisten“ bezeichnen, an. … Er trat der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) bei und wurde Berater des Vorsitzenden Alparslan Türkeş. … Nach der Haft schloss er sich der Nachfolgepartei der MHP, der „Partei der Nationalistischen Arbeit“ (MÇP) an und wurde 1991 als Abgeordneter in das türkische Parlament gewählt. Im Jahre 1992 verließ er die Partei und gründete Anfang 1993 die Partei der Großen Einheit, deren Vorsitz er übernahm. … Nach einer Wahlkampfveranstaltung für die Kommunalwahlen im März 2009 stürzte er zusammen mit fünf weiteren Insassen am 25. März 2009 mit einem Hubschrauber über einem unwegsamen Berggebiet ab. Am 27. März, nach etwa 47 Stunden Suchzeit, erreichten Rettungskräfte die stark verschneite Absturzstelle in der Provinz Kahramanmaraş und bargen in den Folgestunden die Leichen Yazıcıoğlus, des Piloten und der anderen Insassen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Muhsin_Yaz%C4%B1c%C4%B1o%C4%9Flu

15.01.2015, die Muhsin-Yazıcıoğlu-Freunde aus Finnentrop berichten über Duisburg

Almanya DUİSBURG (Reinberg) KİTAP Fuarında: (27.12.2014 – 04.01.2015) tarihleri arası, Avrupa Türk Birliği (ATB) Federasyonu adına; ”Duisburg Muhsin Yazıcıoğlu Kültür Merkezi” Dergah Teşkilatımımız, ATB Alperenlerinin çalışmalarını anlatı. 50 civarında yayın evi temsilcisinin bulunduğu Fuarda, çok sayıda ziyaretçi çalışmalarımız hakkında bilgi aldı ve bizi yakından tanıma fırsatı buldu. ATB Genel Başkanımız Sayın Erol Yazıcıoğlu, Büyük Birlik Partisi (BBP) Avrupa temsilcisi Binat Doğan, ATB Cenaze Fonu sorumlusu Sayın Hasan Karakuş ve ATB Sosyal faaliyetler Sorumlusu İbrahim Doğancı Fuarda bulunan diğer STK ve yayın evi temsilcilerini de ziyaret ettiler.

http://www.nizami-alem.com/2015/01/19/atb-genel-baskani-erol-yazicioglu-kitap-fuarini-ziyaret-etti/

[ATB] Avrupa Türk Birliği’ne bağlı olarak faliyet gösteren Duisburg Muhsin Yazıcıoğlu Eğitim ve Kültür Merkezi’nin düzenlediği ‚Göçün 50.yılı Sempozyumu‘ geçtiğimiz günlerde Duisburg Mercator Gymnasium’da yapıldı. Sempozyuma panelist olarak Fadime Tekiner, İbrahim Doğancı, Mehmet Küçük, Ali Osman Doğan ve Erol Yazıcıoğlu katıldı. Sempozyumun misafirleri arasında ise Düsseldorf Başkonsolosu Fırat Sunel, Dr.Zeki Doğancı, Duisburg Belediye Meclis Üyesi [Mitglied im Stadtrat] Rainer Grün, Duisburg Uyum Meclis Başkanı Şevket Avcı ile çok sayıda vatandaşımız vardı. …

Avrupa Türk Birliği Genel Başkanı Erol Yazıcıoğlu … : ‚Artık dil, din, kültür (…).‘

aus: İbrahim Yüksel (50 yılın muhasebesi, Almanya Bülteni

http://www.almanyabulteni.de/lokal-haberler/50-yilin-muhasebesi

Avrupa Türk Birliği (ATB) Duisburg … Duisburg’ta 35 yıldır öğretmenlik yapan Rahmi Koca

http://www.muhabirce.de/2014-09-02/avrupa-tuerk-birliginden-tuerkce-dersleri

Schaut man sich die Unterstützer des Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland unter anderem bei Facebook genauer an, so kommt man zu dem Schluss, dass es sich hier um das “who is who” der Anhänger türkischer Idealistenvereine, Grauer Wölfe und Kampfgefährten des Milli Görüş Gründer Erbakan handelt. …

So ist – der auf Landesebene regelmäßig als Migrantenvertreter gescheiterte – Yüncel Güngör (MTB – Bund türkischer Muslime) einer der Lautsprecher Sauerlands. Güngör selbst ist Anhänger der Idealistenvereine, deren politische Wurzeln in der rechtsextremen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (Milliyetçi Hareket Partisi, MHP) liegen. In Deutschland organisieren sich die Idealistenvereine unter dem Label Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (kurz ADÜTDF). Die ADÜTDF ist dem türkischen rechtsextremistischen Spektrum zuzurechnen und wird deshalb vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet. In NRW gibt es etwa 70 Vereine mit ungefähr 2000 Mitgliedern. Geistiger Vater der MHP und der Bewegung der Grauen Wölfe ist der Hitler-Verehrer Alparslan Türkeş, für den 2010 in der Marxloher Merkez-Moschee eine Totenfeier veranstaltet wurde – organisiert von Yüncel Güngör und Rainer Grün.

Zum Dunstkreis von Güngör gehören auch Erol Kaya (MTB und zusammen mit Güngör ein Vordenker der Idealistenvereine), Gürsel Dogan [Gürsel Doğan] (CDU und Gründungsmitglied der DAL [Duisburger Alternative Liste]) und der Vorsitzende des Duisburger Integrationsrats Sevket Avci [Şevket Avcı] (MTB). … Ein weiterer Unterstützer ist der stellvertretende Vorsitzende des Duisburger Integrationsrats und Milli Görüs (IGMG) Funktionär Birol Senol Yildirim [Birol Şenol Yıldırım]. Yildirim generiert sich selbst gerne als alter Kampfgefährte des Milli Görüş Gründer und ausgewiesenen Antisemiten Necmettin Erbakan.

aus: Thomas Rodenbücher (Türkische Rechtsextremisten als Sauerlands Wahlhelfer?), xtranews 06.02.2012

http://www.xtranews.de/2012/02/06/tuerkische-rechtsextreme-nationalisten-als-sauerlands-wahlhelfer/

„Mit Befremden und Abscheu mussten wir nunmehr feststellen, dass in den Räumen der Merkez-Moschee am 11.4.2010 eine Trauerfeier für den verstorbenen historischen Führer der aus der Türkei stammenden rechtsextremen MHP (Partei der Nationalen Bewegung), Alparslan Türkeş, abgehalten wurde. Für diese Veranstaltung hatte die in Deutschland ansässige MHP Vorfeldorganisation ATF (Türkische Föderation in Deutschland) kurzfristig auf Plakaten in mehreren Stadtteilen geworben.“

Zülfiye Kaykin, die Geschäftsführerin der Ditib-Begegnungsstätte, hat zwar ihre Stelle bereits gekündigt … Wie auch immer: auf jeden Fall wurde die Veranstaltung der Grauen Wölfe während ihrer Zuständigkeit vereinbart. …Die liebe Zülfiye hat … nicht geantwortet.

aus: Duisburg-Blog 27.04.2010

http://duisburg-blog.de/10.05.2010/duisburg-die-mit-dem-wolf-tanzen/

„Des Türkeş wurde mit Gebeten gedacht“, auch 2013 trauert man wieder um den Faschisten und Rechtsextremisten Alparslan Türkeş

Türkeş dualarla anıldı … Rainer Grün

http://www.turkhaber.eu/Guncel/Turkes-dualarla-anildi-3077.htm

Zusammen mit dem Wählerbündnis DaL (Ratsherr Rainer Grün) bildet JUDU die gemeinsame Ratsfraktion Junges Duisburg/DaL.

http://de.wikipedia.org/wiki/Junges_Duisburg

Sehr unangemessen witzelt der Türkeş-Bewunderer am 28.10.2010 über die zufällige Namensgleichheit der türkischen völkischen Bewegung mit dem Pfadfinderstamm Graue Wölfe Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis). Nein Herr Grün, nationalistische und rassistische Erhöhung des Türkentums, kurdenfeindliche, armenierfeindliche und antisemitische Hetze sowie Großreichträume von Turan gehen mit dem weltbürgerlichen und friedfertigen Geist des Scoutismus nicht zusammen.

Rainer Grün: „Aus gegebenem Anlass stelle ich hier mal Graue Wölfe vor: ein Pfadfinderverein und Fußballer! Es gibt ja Leute, die glauben, dass überall gefährliche Graue Wölfe lauern. Jetzt habe ich sogar gleich zwei Organisationen gefunden, die sich selbst so nennen! Wenn das die WAZ sehen würde!!!“

https://hombergerstoerenfried.wordpress.com/2010/10/28/die-grauen-wolfe/

Der Verband der türkischen Kulturvereine in Europa (Avrupa Türk Kültür Dernekleri Birliği), Kurzform Avrupa Türk Birliği (ATB), ist die Europaorganisation der Partei der Großen Einheit (türkisch: BBP (Büyük Birlik Partisi)), einer islamistischen und rechtsextremen politischen Partei in der Türkei. … Der gegenwärtige Vorsitzende heißt Erol Yazıcıoğlu. …

Hakkı Öznur, stellvertretender Vorsitzender der Mutterpartei BBP, stellt dazu auf der Homepage des ATB fest:

„Unser Weg ist der Weg Gottes, unser Weg ist der Weg des Korans, unser Weg ist der Weg des [nationalen] Ideals.“

Der Koran wird nicht als bloßes Offenbarungsbuch verstanden, sondern wird in den Rang einer Verfassung erhoben. Die Geschichte der Menschheit wird als Kampf zwischen Gut und Böse aufgefasst, als Kampf zwischen dem Wahren (Hak) und dem Nichtigen (Batıl), zwischen Gott (Allah) und Teufel (Şeytan) oder als Kampf zwischen der „Nation des Islam“ (Millet-i İslamiye) und der „Nation des Unglaubens“ (Millet-i Küfriye).

Die Website des ATB enthielt ferner eine „Enzyklopädie der islamischen Jurisprudenz“ (İslam Fıkıh Ansiklopedisi). Einige Beispiele:

„Die Strafe für Ehebruch lautet für verheiratete Männer und Frauen auf Steinigung, für unverheiratete auf 100 Stockschläge.“

„Wenn er auf Abkehr [vom Islam] besteht und nicht Buße tut, wird er zum Tode verurteilt.“

Entsprechend dem muslimischen Selbstverständnis wird Rassismus jeder Art abgelehnt. Der ATB begreift die Türken als große Nation, die ihrerseits Teil der islamischen Umma ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verband_der_t%C3%BCrkischen_Kulturvereine_in_Europa