Archive for the ‘Burka, Niqab’ Category

40 Jahre Emma – 40 Jahre Islamschönfärben

Januar 29, 2017

آليس شفارتسر

Alice Schwarzer

Böser Islamismus, guter Islam: Die Weltanschauung der Alice Schwarzer

Deutlich anders als der den freiheitlichen Rechtsstaat gefährdende islamverträgliche Feminismus, ein veritabler Unterlegenheitsfeminismus, hat der Gleichheitsfeminismus die weltweite Durchsetzung allgemeiner Menschenrechte einzufordern und das Islamische Recht zurückzuweisen. Das müsste auch für die seit vierzig Jahren bestehende Zeitschrift EMMA und ihre Gründerin gelten – sollte man eigentlich erwarten. Von Jacques Auvergne und Ümmühan Karagözlü.

Mausert sich Deutschlands Oberfeministin zu Deutschlands berühmtester Islamverharmloserin? Am 26. Januar dieses Jahres erfuhr der Leser der Neuen Osnabrücker Zeitung über die EMMA-Gründerin:

„Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam.“[1]

Das stimmt nicht. Mohammed war aus Sicht seiner Gefolgschaft ebenso wie aus seiner eigenen Sicht beides: der endgültige Prophet einerseits und andererseits Staatsgründer und Feldherr. Mehr Politik geht nicht, das Gerede über einen politischen Islam ist gegenstandslos.

Entsetzt zeigt das Alphaweibchen der deutschen Frauenbewegung auf Niqab und Burka:

„Selbstverständlich bin ich für ein Verbot der Vollverschleierung in Deutschland!“

Die Kölner Burkabekämpferin sagt nichts gegen den religiös verpflichtenden Schleier (Hidschab) – kein Wunder, sie müsste dazu das Islamische Recht kritisieren, die Scharia, den im Jahre 1111 d. g. Z. verstorbenen Imam al-Ghazali und die anderen sunnitischen Ulama (Sg. Alim), alle heutigen Scheiche und Muftis und deren Fatawa (Sg. Fatwa), die schiitischen Mullahs.

Nun sei etwas ausführlicher zitiert, wie Alice Schwarzer jedem Islamkritiker in den Rücken fällt. Die vielfach Preisgekrönte (u. a.; 2004: Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen; 2005: Bundesverdienstkreuz Erster Klasse; 2010: Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen) schießt aus allen Rohren, eher unverdient kriegt sogar die Bundeskanzlerin ihr Fett weg:

„[Merkel] hat die politische Dimension des politisierten Islam nicht begriffen. Sie verwechselt ihn mit dem Islam als Religion. Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam. Und dabei geht es nicht nur um Terror, das fängt viel früher an.“

Eher schon das Gegenteil ist richtig, denn leider ist auch für Angela Merkel (Der Spiegel 26.09.2012) der Islam pauschal Teil von Deutschland: „Wir sollten da ganz offen sein und sagen: Ja, das ist ein Teil von uns.“

Zurück zur Inhaberin des Monopols auf feministische Berichterstattung:

„Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam. Und dabei geht es nicht nur um Terror, das fängt viel früher an.“

Soso, es gehe nicht lediglich um islamisch-glaubensbewegten Terrorismus, das Problem fange „viel früher an“?

Genau das tut es, bei Koransure und Hadithvers fängt es an, das universelle Problem, beim Islam fängt es an! Doch über den, siehe weiter unten und im Quellenteil, verliert unsere karrierebewusste Oberemanze kein Wort: „Der Islam ist nicht mein Thema“, „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas über den Islam gesagt“.

Durchaus im Sinne von Deutscher Islamkonferenz und deutschen Islamverbänden bestimmt Frau Schwarzer mit, was hierzulande zu Scharia (Allahs Schöpfungsordnung, der Menschheit vom Himmel angeordnet als Gesetzlichkeit; Islam) und Fiqh (islamische Jurisprudenz; auch Islam) öffentlich gesagt und geschrieben werden darf und was nicht.

„Der Islamismus aber ist eine Ideologie und ein politischer Missbrauch des Islam“, über diese engagierte Verteidigung des Glaubens durch eine europäische Feministin können Darul-Uloom Deoband, Millî-Görüş und die Muslimbruderschaft zufrieden sein.

In den Rücken fällt die Galionsfigur der deutschen Frauenbewegung damit jedem Islamkritiker, allen muslimischen Säkularen und insbesondere den weiblichen Säkularen sowie überhaupt allen der Herrschaft des islamischen Rechts, allen der Herrschaft des Islam unterworfenen Frauen.

Die aus islamischer Sicht überall und jederzeit (ggf. nur bis zum Tag der Auferstehung) gültige Scharia ist menschengemachten Verfassungen und Gesetzesbüchern voranzustellen, der sogenannte Schariavorbehalt; letztlich übersteigt sie das menschliche Verstehen. Den Fiqh hingegen kann man studieren als Allahs gesetzliche Maßgabe; im Laufe der Jahrhunderte ist er durch islamische Eliten kodifiziert worden und als Rechtsschöpfung und Gerichtspraxis anzuwenden. Ob Scharia oder Fiqh: Gruppen von Menschen (Nichtmuslime; Schariaverweigerer; alle Frauen) sind rechtlich herabzustufen, zu diskriminieren. Kompatibel mit den allgemeinen Menschenrechten (AEMR) sind Scharia und Fiqh nicht.

Eine deutsche Frauenrechtsbewegung, die sich nicht an die Scharia und den Fiqh herantraut, sondern vor dem reichlich geisterhaften Islamismus warnt und den mit ihm letztlich (nämlich religiös, theologisch) identischen Islam schönredet, kann nicht viel erreichen und wird allen Frauen, muslimisch oder nichtmuslimisch, schaden.

Beim allgemeinen Islamschönreden ist die EMMA-Gründerin des Jahres 1977 nun wirklich nicht alleine.

Doch hat die Inkarnation des deutschen Feminismus, das fleischgewordene frauenrechtliche Gewissen der Republik, eine hervorgehobene Stellung beim hoch ersehnten Erteilen von Absolution an die über islamische Schleierpflicht (Hidschab), islamische weibliche Beschneidung (FGM), islamische Polygamie sprich Polygynie (mit Talaq und Chul, die Kinder gehören dann stets dem Mann) und islamische Kinderehen (Mädchen heiratsfähig ab neun Jahre) dann doch ein wenig zerknirschten Akteure in Parteien, Presse, Gewerkschaft und Wohlfahrtsverband. Denn leider ist die 74-Jährige die Deutungsinhaberin jeder Frauenfrage, die Monopolistin beim Definieren dessen, was in Deutschland an frauenpolitischen Forderungen erhoben werden muss einerseits und andererseits gefälligst auszureichen hat.[2]

Schleierzwang, Chitan al-Inath (indonesisch sunat perempuan; FGM), Talaq und Chul, Zweitfrau bis Viertfrau zu sein, per Imamehe verheiratetes zwölf oder elf Jahre altes Mädchen und schwangere Kindbraut zu sein, um nur die Spitze des islamischen Eisbergs zu nennen, anders gesagt: die theologisch begründete Biologisierung, Sexualisierung und Erniedrigung der Frau in der Religion von Koran und Sunna, kurz: die religiöse Unterdrückung der Frau – das ist Islam und das ist Gewalt – und keine Form der Gewalt ist privat, eben auch nicht die glaubensgeleitete Gewalt gegen Frauen. Für Alice Schwarzer hingegen, wie wir gleich hören werden, ist diese Glaubenslehre und Religionspraxis so etwas wie individuelle Selbstverwirklichung und in jedem Fall nicht zu diskutieren, kein Politikum: „das ist ein Glaube und das ist Privatsache“. Wir wiederholen: Gewalt ist nie privat.[3]

„Der Islam ist nicht mein Thema“, wie leicht wird man hier sarkastisch. Endlich, wie konnten wir nur über die Scharia etwas Schlechtes denken. Erst der islamrevolutionäre Ruhollah Chomeini war es, der den genuin menschenfreundlichen und insbesondere frauenfreundlichen Islam aus der Form gebracht hat, ihn schier zur Unkenntlichkeit entstellte, eine politisierte Pseudoreligion und Nichtreligion fabrizierend, die jetzt weltweit ein Zerrbild des wahren Islam predigt. Genug des Sarkasmus.

Das angekündigte Zitat findet sich auf Schwarzers persönlichem Internetauftritt.

Alice Schwarzer: „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas über den Islam gesagt. Ich publiziere über das Problem seit 30 Jahren und bei jeder Gelegenheit weise ich darauf hin, dass es mir nicht um den Islam geht – das ist ein Glaube und das ist Privatsache –, sondern ausschließlich um den politisierten Islam, der seinen Anfang genommen hat mit Chomeini im Iran 1979 und der seither einen Siegeszug durch die Welt antritt. Ich kritisiere die Islamisten, diese Sorte Muslime, für die die Scharia über dem Gesetz steht und die Frau unter dem Mann. Wir sollten fein unterscheiden zwischen Islam und Islamisten und endlich in Deutschland etwas tun gegen die Islamisten.“[4]

40 Jahre nach Gründung ihrer Zeitschrift sieht Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer „ganz neue Probleme“ für den Feminismus, etwa den „politisierten Islam, in dem die Frauen völlig entrechtet sind“. Entstanden sei dieses Problem nicht erst durch die Flüchtlingsbewegung der letzten Monate. „Wir haben eigentlich seit 30 Jahren in den muslimischen Communities eine offensive Agitation der Islamisten“, so Schwarzer.[5]

„Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas über den Islam gesagt“ – aber das ist ja das Schlimme.

Denn: Nein Frau Schwarzer, nicht der politische Islam oder das Politikern und Mainstream-Medien zur Verharmlosung des hanbalitischen Fiqh (sunnitischer Islam; Islam) so willkommene Schreckgespenst Wahhabismus oder der sogenannte Salafismus (auch Islam), nicht der Islamismus den es gar nicht gibt, sondern das islamische Recht – himmlisch gegeben als die Scharia, irdisch anzuwenden als der Fiqh – wird immer die Frau, den Nichtmuslim und den schuldhaft Pflichtvergessenen, den bewussten Schariaverweigerer benachteiligen, demütigen und körperlich wie seelisch quälen. Ihn schmerzhaft bestrafen in Dunya und Achira, im Diesseits und im Jenseits.

Die jeden Lebensbereich regelnde sowie nach Überwindung aller nichtislamischen Gesetze und Verhaltensweisen strebende Scharia ist es, die in eine freiheitliche Demokratie nicht integriert werden kann, die ihrem Wesen gemäß nach Kohärenz, nach Totalität strebende Scharia.

Das eher noch etwas ungeregelte, dem Kalifat oder Imamat zeitlich vorausgehende islamische Erschrecken (Koran 8:12 I will cast terror into the hearts of those who disbelieved. In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen), das Faustrecht nämlich von Taharrusch dschamai bis Terrorismus, bereite der rechten Seinsweise (Din) den Weg und weiche auf längere Sicht der korantreu geregelten Souveränität, der Herrschaft Allahs, seiner Hakimiyya.

Die Islamisierung eines Landes ist die Islamisierung des Rechts: Paragraph für Paragraph werde islamtauglich, schariakompatibel. Dieser Prozess, sofern nicht abgestoppt, muss die unverhandelbaren Menschenrechte (AEMR) und auch das AEMR-basierte deutsche Grundgesetz heute ironisieren und morgen kaputtmachen.

Die Vorgehensweise der großen Islamschönfärberin aus Köln trägt dazu bei, das Leid anderer zuzulassen, vor allem das Leid anderer Frauen. Wer hingegen für die Frauenrechte als Teil der allgemeinen Menschenrechte wirklich etwas erreichen will, erkennt und fordert: Die Scharia, der Islam muss weg aus dem Recht.

Und zwar weltweit, auch im sogenannten Orient, denn Menschenrechte – und dazu gehören die Frauenrechte – sind eben gerade nicht westlich, nicht okzidental, sondern entweder universell … oder sie sind gar nicht.

Jacques Auvergne und Ümmühan Karagözlü

Q u e l l e n

[1] „Merkel hat die politische Dimension des Islamismus nicht begriffen“. Ein Artikel von Marion Trimborn. Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) 26.01.2017

http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/840359/merkel-hat-die-politische-dimension-des-islamismus-nicht-begriffen

[2] Nun, man habe die Frage nicht nötig: „Und wo lassen sie denken?“

Cicero „Frauen-Ranking 2008“ Platz Zwei: Alice Schwarzer

https://web.archive.org/web/20080526070740/http://www.rankaholics.de/w/die+einflussreichsten+intellektuellen+frauen+2008_1784

Cicero-Rangliste 2012: Wer dringt durch? Wer wird gehört?

Feministin Alice Schwarzer steht auf Platz vier und ist damit die Frau mit der höchsten öffentlichen Deutungsmacht.

http://cicero.de/berliner-republik/liste-der-500-guenter-grass-und-alice-schwarzer-spitze/52978

[3] Gewalt ist nie privat

https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/Flyer%20Rosenstrasse%20Sossenheim%202016.pdf

http://www.strohhalm-ev.de/kunde/pdf/1/25_6_07.pdf

http://frauenportal.koeln/cms/news/article.php?storyid=37

http://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Zeitschriften/Erziehung_und_Wissenschaft/2016/EW_03_2016_web.pdf

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMD16%2F1084%7C1%7C0

[4] „Der Islam ist nicht mein Thema“ | ALICE SCHWARZER 17.05.2016

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/der-islam-ist-nicht-mein-thema-332543

[5] Bayerischer Rundfunk 26.01.2017

Alice Schwarzer: „Dem politisierten Islam etwas entgegensetzen“ Zum 40. Geburtstag der Zeitschrift Emma betont Herausgeberin Alice Schwarzer, welche neuen Probleme ihrer Meinung nach den Feminismus umtreiben. Dazu gehöre auch der „politisierte Islam“, so Schwarzer in der radioWelt auf Bayern 2.

http://www.br.de/radio/bayern2/politik/radiowelt/alice-schwarzer-40-jahre-emma-100~amp.html

Teilverbot der Vollverschleierung (Niqab bzw. Burka) in Baden-Württemberg?

November 28, 2016

نقاب

niqāb

Nikab, der Gesichtsschleier als die Erweiterung bzw. Umsetzung der islamisch verpflichtenden Bedeckung (Hidschab)

Anlass für die Stellungnahme des Zentralrats der Ex-Muslime zu dem für Baden-Württemberg geplanten Teilverbot von Niqab oder Burka ist der Entwurf für ein Gesetz zur Gewährleistung offener Kommunikation und Identifizierbarkeit. Als Drucksache 16/896 wird der durch die FDP/DVP-Fraktion eingebrachte Entwurf durch den Landtag Baden-Württemberg in dessen 19. Plenarsitzung am 30.11.2016 in Erster Beratung debattiert werden.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Köln

An das

Ministerium für Soziales und Integration von Baden-Württemberg

Stuttgart

26.11.2016

Gesetzentwurf zur Gewährleistung offener Kommunikation und Identifizierbarkeit – Anhörungsverfahren

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Zentralrat der Ex-Muslime [ZdE] bedankt sich für die Gelegenheit, zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der FDP/DVP Stellung zu nehmen.

Der als Antidiskriminierungsverband nach § 23 AGG tätige Verein stimmt einem eingeschränkten Verbot der Gesichtsverschleierung bedingt zu, verweist auf seine Petition 16/00494 und ergänzt den Gesetzesvorschlag wie folgt:

Zu Art. 2

Nach § 55 wird eingefügt:

§ 55 a Gesichtsverschleierung

Beamtinnen ist es untersagt, während des Dienstes ihr Gesicht zu verschleiern oder zu verhüllen, soweit Sicherheitsvorschriften dies nicht erfordern. Ein Motorradhelm oder Schutzhelm für Polizisten ist keine Gesichtsverschleierung, sondern schützt den Kopf vor Verletzungen. Sturmhauben zum Identitätsschutz sind bestimmten polizeilichen und militärischen Spezialeinheiten vorbehalten. Andere dienstliche Zwecke oder Regelungen zur Dienstbekleidung rechtfertigen keine Ausnahme vom Verschleierungsverbot.

Zu Art. 3

Änderung des Schulgesetzes

Absatz 5, der § 1 angefügt werden soll

Der Gesetzentwurf definiert staatliche Schulen zutreffend „als Ort der offenen Kommunikation und Integration“. Weil die Bedeckung des Gesichts aber die Mimik verschleiert, konterkariert sie diese Funktion. Das Verbot des Gesichtsschleiers ist daher auf den gesamten Unterricht und alle Schulveranstaltungen auszudehnen und schließt sowohl jeden bekennenden Religionsunterricht als auch alle Ganztagsangebote mit ein. Ausnahmen beschränken sich auf Schutz- und Sicherheitsvorschriften, eine Lehrkraft kann das Verbot nur ausnahmsweise für ein Theaterprojekt außer Kraft setzen.

Die Vorschrift haben alle Schülerinnen und jede Frau einschließlich Ehrenamtlerinnen als verpflichtend zu beachten, die Aufgaben in den Bereichen Betreuung, Bildung, Förderung, Erziehung, Sport, Kreativität und Freizeitgestaltung ausführen. Diese Regelung soll auch bei Veranstaltungen, die über den regulären Schulbetrieb hinaus gehen, gelten und, um eine offene Kommunikation zu ermöglichen, alle Pädagoginnen und Teilnehmerinnen auf Elternabenden, Elternsprechtagen und Elternratssitzungen einschließen.

Holt eine Mutter oder sonstige Vertrauenspersonen des Kindes, die den Mitarbeitern bekannt ist, ein Kind von der Grundschule ab, muss sie wegen ihrer Identifizierbarkeit bei Betreten des Schulgeländes auf den Gesichtsschleier verzichten. Viele Kinder haben Angst, fangen an zu weinen oder laufen weg, weil sie sich fürchten, wenn ihnen eine vollverschleierte Person begegnet, die sie nicht erkennen und einordnen können.

Zu Art. 4

Änderung des Landeshochschulgesetzes

[vgl 1. § 2 Abs. 4]

Niqab und Burka sind an allen in § 1 Abs. 1 u. 2 Punkt 1 bis 6 genannten Hochschulen zu verbieten. Sicherheitsbestimmungen sind von dieser Regelung ausgenommen. Das Verbot der Vollverschleierung darf nur ausnahmsweise für Theater- oder Filmprojekte aufgehoben werden. Nicht aus Textilien bestehende und nur während der Dauer von künstlerischen Darbietungen getragene Masken fallen nicht unter das Verbot.

Gesetz über die Betreuung und Förderung von Kindern in Kindergärten, anderen Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege (Kindertagesbetreuungsgesetz – KiTaG)

Für Einrichtungen nach § 1 des genannten Gesetzes hat aus den gleichen Gründen wie in staatlichen Schulen ein ausnahmsloses Verbot der Vollverschleierung zu gelten, das von Leiterinnen, Erzieherinnen und sonstigen mit pädagogischen Aufgaben betrauten Personen, Praktikantinnen und Ehrenamtler sowie von Müttern und sonstigen Vertrauenspersonen der Kinder bei allen Angeboten, auch Elternabenden, Sommerfesten u. dgl., zu beachten ist.

Holt eine Mutter oder sonstige Vertrauenspersonen des Kindes, die den Mitarbeitern bekannt ist, ein Kind aus einer Einrichtung nach § 1 des genannten Gesetzes ab, muss sie wegen ihrer Identifizierbarkeit bei Betreten des Geländes auf den Gesichtsschleier verzichten. Viele Kinder haben Angst, fangen an zu weinen oder laufen weg, weil sie sich fürchten, wenn ihnen eine vollverschleierte Person begegnet, die sie nicht erkennen und einordnen können.

Begründung der Stellungnahme

[vgl. Seite 5 des Gesetzentwurfes]

Die parlamentarischen Diskussionen haben, was äußerst selten ist, über alle sonstigen Meinungsunterschiede und Parteigrenzen hinweg ergeben, dass alle Abgeordneten und Regierungsmitglieder darin übereinstimmen, dass Burka und Niqab fundamentale Grundsätze unserer freiheitlich demokratischen Grund- und Werteordnung verletzen.

Der ZdE führt ergänzend aus

Der Niqab ist ein blickdicht gewebtes Tuch, das vom Nasenrücken aus abwärts das Gesicht verdeckt. Klassischerweise wird der Gesichtsschleier zu einem sackartig geschnittenen Gewand, dem Hidschab, getragen und mit Handschuhen kombiniert. Nach den zusätzlichen Kleidungsstücken, die das bereits umfassende Bedeckungsgebot definitiver Qualität erweitern [vgl. Stellungnahme DITIB zum Beschluss des BVerfG (1 BvR 471/10; 1 BvR 1181/10) vom 27.01.2015, Rd 74], greifen meist sehr strenggläubige Muslimas, nicht selten deutsche Konvertitinnen, die dem salafistischen Glaubensspektrum des sunnitischen Islam zuzurechnen sind und Positionen von Rechtsgelehrten hanbalitischer bzw. wahhabitischer Prägung nahestehen.

Den Trägerinnen genügt es daher nicht, ihren Körper durch den Hidschab so zu verhüllen, dass Körperumrisse und weibliche Rundungen durch die lose fallende Kleidung aufgelöst werden und so nicht mehr erkennbar sind. Sie richten sich vielmehr nach Fatwen von anerkannten Autoritäten des hanbalitisch interpretierten Rechts, insbesondere Scheiche wie ibn Taimiyya und dessen Schüler ibn al-Qayyim al-Dschauziyya der klassischen Epoche und, aus der jüngeren Geschichte, die Scheiche bin Baz, al-Uthaymin und al-Fauzan. Die Gelehrten haben nach vielen Jahren des Studiums der Hadithwissenschaften und der islamischen Jurisprudenz an renommierten islamischen Universitäten begehrte Lehraufträge erhalten.

In ihren Schriften und Rechtsgutachten weisen sie immer wieder darauf hin, dass ein weibliches Gesicht und zarte Frauenhände ebenso wie ein mit sanften femininen Rundungen geformter Körper verbotene Reize aussenden würden und daher zwingend unter undurchsichtigem Stoff verborgen werden müssten, um Männer, die nicht Mahram-Verwandte sind, nicht sexuell zu erregen. Gottesfürchtige Salafistinnen befolgen diese Lehrmeinungen, um ihr ohnehin prekäres Seelenheil nicht zu gefährden und qualvollen Höllenstrafen zu entgehen.

Wie die Burka ist auch der zum Ganzkörperschleier mit offenem Sehfeld erweiterte Hidschab ein islamisches Kleidungstück, das auf den Straßen deutscher Städte eher selten zu sehen ist. Nach einer Schätzung von Sozial- und lntegrationsminister Manfred Lucha sollen sich ungefähr 1500 Niqabis in der Öffentlichkeit bis auf die Augenpartie vollverschleiern, nicht, wie der Grüne Politiker fälschlicherweise behauptet, Burkaträgerinnen. Dass da für ihn kein Problem besteht, verwundert nicht, da er sich nicht einmal die Mühe macht, zwischen den beiden Gewändern zu unterscheiden. Radikalislamische Muslimas gehören wohl nicht zu den möglichst vielen, für die der Grüne Politiker mit seiner Mannschaft ein möglichst würdevolles Leben erarbeiten will [Stuttgarter Zeitung am 11.05.2016].

Ein möglichst würdevolles Leben möglichst vieler will [Lucha] mit seiner Mannschaft erarbeiten.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.der-neue-sozialminister-manfred-lucha-sozialromantik-ist-seine-sache-nicht.e9767c2a-9269-4703-a7b2-5d88a0417484.html

Wie die Verfassungsschutzbehörden berichten, erhalten seit mehreren Jahren Gruppen oder charismatische Einzelprediger fundamentalistisch islamischer Ausrichtung regen Zulauf. Durch ihre inzwischen technisch versiert und professionell gestalteten Web- und Videoauftritte sowie durch die auf die verschiedenen Zielgruppen genau zugeschnittene Themenwahl bei ihrer Missionstätigkeit üben sie auf weibliche wie männliche junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund große Anziehungskraft aus.

Gingen die Ämter 2011 noch von 3800 teils noch sehr jugendlichen Anhängern der salafistischen Glaubensrichtung aus, gehörten im Dezember 2015 bereits 8350 zu diesen stark glaubensbewegten Gruppen. Allein in den sechs Monaten zwischen Juni und Dezember 2015 schlossen sich 850 Menschen den muslimischen Extremisten an.

2011 rechnete der Verfassungsschutz noch mit 3.800 Personen in dieser Szene. Im Juni 2015 zählten sie etwa 7.500 Anhänger, im Dezember sprach BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen bereits von 8.350 Salafisten, Tendenz steigend.

http://web.de/magazine/politik/salafisten-deutschland-gefaehrlich-szene-31355670

Inzwischen folgen in Deutschland ungefähr 10.000 der religiös motivierten Renaissancebewegung des Salafismus. Nach persönlichen Krisen und Diskriminierungserfahrungen glauben diese Muslime durch die Hinwendung zum islamischen Fundamentalismus erkannt zu haben, wie sie künftig im Diesseits und Jenseits Probleme vermeiden und Glückseligkeit erreichen können. Unsere strengislamischen Mitbürger sind davon überzeugt, durch geistige Rückbesinnung auf die ehrwürdigen und rechtschaffenen Muslime der ersten drei Generationen [arab.: as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ] und die medinensische Gesellschaft, die beste Gemeinschaft und deren Prinzipien [vgl. Koran 3:110], Antworten auf Sinnfragen sowie Orientierung, Halt, Kraft und Identität gefunden zu haben.

Sie irren.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Niqab im salafistischen Milieu für Muslimas vorgeschrieben ist und höchste Wertschätzung genießt, sind 1500 Niqabträgerinnen unwahrscheinlich, die reale Anzahl dürfte höher liegen und wird aufgrund der dynamisch steigenden Mitgliederzahl sowie der durch die Imamehe (Wegfall der verpflichtenden staatlichen Voraustrauung im Jahre 2009) erleichten Polygamie in den nächsten Jahren vermutlich wachsen. Für diese Einschätzung spricht auch, dass die Gründer von drei der vier sunnitischen Rechtsschulen, und zwar der malikitischen, schafiitischen und hanbalitischen Madhhab, den Gesichtsschleier in Kombination mit Handschuhen als absolut verpflichtend ansehen und in den letzten fünf Jahren viele Menschen islamischen Glaubens aus Syrien, Irak, Somalia, Eritrea [vielfach Schafiiten] und den Maghrebstaaten [Malikiten] nach Deutschland gekommen sind.

Die meisten Rechtsgelehrten der hanafitischen Rechtsschule empfehlen Gesichtsschleier, Burka und Handschuhe lediglich. Wenn aber Gesicht und Hände einer Frau so reizvoll sind, dass sie Männer zu unkeuschen Gedanken verführen oder gar sexuelle Begierden wecken könnten, müssen Muslimas, die der hanfitischen Rechtsschule folgen Gesicht und Hände bedecken. Hardliner wie die Deobandi schreiben sogar grundsätzlich vor, dass Frauen außerhalb des Hauses Handschuhe und Gesichtsschleier zu tragen haben.

Für den ZdE ist nicht die Anzahl der Vollverschleierten von Bedeutung, sondern die Grundrechtswidrigkeit, speziell Frauenfeindlichkeit dieser Ganzkörperschleier. Deshalb setzt er sich für ein absolutes Verbot dieser islamischen Kleidung auch im öffentlichen Raum ein.

Meinung der vier Rechtsschulen bezgl. der Pflicht das Gesicht zu verschleiern und Handschuhe zu Meinung tragen

Mālikī Fiqh

Imām Mālik (…) war der Meinung, dass eine muslimische Frau dazu verpflichtet ist, ihr Gesicht und ihre Hände zu bedecken.

Shaykh al-Munāğğid sagte:

„Die korrekte Ansicht ist, dass eine Frau ihren kompletten Körper verhüllen muss, sogar das Gesicht und die Hände. Imām Aḥmad sagte, dass sogar die Fingernägel der Frau ʿAwrah sind und dies ist auch die Ansicht von Imām Mālik.“

(Fatwā Islām Q&A Frage Nr. 21536)

Shaykh al-Munāğğid in einer anderen Fatwā die Ansicht der Mālikī-Gelehrten bzgl. Niqāb spricht:

„…daher ist es für eine Frau in ihrer (malikitischen) Ansicht verboten hinauszugehen vor Nicht-Maḥrams mit einem entblößten Gesicht.“

(Fatwā Islām Q&A Frage Nr: 68152)

Shaykh al-Islām ibn Taymiyyah zur malikitschen Position:

„Es scheint so, als wenn es die Meinung von Aḥmad ist, dass jedes Teil des Körpers ʿAwrah ist, sogar die Nägel und das ist auch die Ansicht von Mālik.“

(Majmū’ al-Fatāwā, 22/110)

ibn al-ʿArabi:

„Die komplette Frau ist ʿAwrah; ihr Körper und ihre Stimme. Es ist also nicht erlaubt, dass sie dies enthüllt.“ (Ahkām al-Qurʾān 3/1578)

Muffasīr Imām al-Qurtubī sagte:

Alles an einer Frau ist ‘Awrah’ (verhüllungsbedürftig); ihr Gesicht, ihr Körper und ihre Stimme, Es ist nicht erlaubt, irgend etwas davon preiszugeben, außer in Situationen der Notwendigkeit.“

(Al-Ğāmi’ li Ahkāmi l-Qur’ān)

Aus al-Ğāmiʾ li Ahkām al-Qurʾān 14/227:

Für mehr Informationen über die Meinungen der Mālikī fuqahaʾ bezüglich der Verpflichtung für die Frau der Gesichtsverschleierung; siehe in: al-Maʾyār al-Muʾarrab von al-Wanshirīsi 10/165, 11/226 und 229, Mawāhib al-Ğalīl von al-Hattāb 3/141, al-Dhakhīrah von al-Qurāfi 3/307 und Hāshiyat al-Dasūqi ʿālā al-Sharḥ al-Kabīr 2/55.“

Ḥanbalī Fiqh

Es wurde von Imām Aḥmad ibn Ḥanbal überliefert, dass er sagte:

„Die Fingernägel der Frau sind ʿAwrah. Wenn sie also das Haus verlässt, soll sie nichts von sich zeigen. Selbst ihre Ledersocken soll sie nicht zeigen, weil die Ledersocken die Form der Füße zeigen.“ (al-Furūʿ 1:601)

al-Ḥafiz ibn al-Qayyīm al-Ğawziyyah:

„Die ʿAwrah wird in 2 Arten unterteilt: Die ʿAwrah im Gebet und die ʿAwrah beim Anschauen. Eine Frau darf ihr Gebet verrichten, wenn die Hände und das Gesicht unverschleiert sind, jedoch darf sie so nicht auf dem Markt, oder auf Versammlungen erscheinen. (d.h. es ist nicht erlaubt, wenn die Frau hinausgeht mit unbedecktem Gesicht und unbedeckten Händen.)“
(Tahdhīb as-Sunan und Iʿlam al-Muwaqicīn 2:80)

Shaykh ibn ʿUthaymīn

Die islāmische Kleidung verbirgt den gesamten Körper …

Nur durch die vollständige Bedeckung, Gesicht und Hände eingeschlossen, kann eine Frau nicht erkannt werden. Dies war das Verständnis und die Praxis der Ṣaḥāba und sie waren die beste Gemeinschaft, die edelste aus der Sicht von Allāh ta ‚ālā, mit dem vollständigsten Imān und den edelsten Charaktereigenschaften. Wie können wir von diesem Weg abweichen?“

(Hiğāb Seite 12, 13)

Shaykh Muhammad al-Saalih al-‘Uthaymeen:

The hijaab prescribed in sharee’ah means that a woman should cover everything that it is haraam for her to show, i.e., she should cover that which it is obligatory for her to cover, first and foremost of which is the face, because it is the focus of temptation and desire.

A woman is obliged to cover her face in front of anyone who is not her mahram (blood relative to whom marriage is forbidden). From this we learn that the face is the most essential thing to be covered. There is evidence from the Book of Allaah and the Sunnah of His Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) and the views of the Sahaabah and the imams and scholars of Islam, which indicates that women are obliged to cover all of their bodies in front of those who are not their mahrams.

Fataawa al-Mar’ah al-Muslimah, 1/ 391, 392)

Shaykh bin Bāz sah Niqāb ebenfalls als verpflichtend an. In einer Fatwā wurde er gefragt, ob man im Gebet Handschuhe tragen darf und er antwortete, dass man dies während des Gebets machen darf, jedoch führte er an, dass die Frau im Gebet kein Niqāb tragen soll; aber nur dann, wenn keine Nicht-Maḥram Männer anwesend sind, denn er (bin Bāz) sagte:

„Wenn Nicht-Verwandte Männer anwesend sind, dann muss sie ihr Gesicht, genauso wie den restlichen Körper, bedecken.“

(Islāmic Fatāwā Regarding Women S. 105-106)

ibn al-Qayyīm al-Ğawziyyah:

„Die ʿAwrah wird in 2 Arten unterteilt: Die ʿAwrah im Gebet und die ʿAwrah beim Anschauen. Eine Frau darf ihr Gebet verrichten, wenn die Hände und das Gesicht unverschleiert sind, jedoch darf sie so nicht auf dem Markt, oder auf Versammlungen erscheinen. (d.h. es ist nicht erlaubt, wenn die Frau hinausgeht mit unbedecktem Gesicht und unbedeckten Händen.)“
(Tahdhīb as-Sunan und Iʿlam al-Muwaqicīn 2:80)

Shaykh Saalih al-Fawzaan (may Allaah preserve him) said:

The correct view as indicated by the evidence is that the woman’s face is ‘awrah which must be covered. It is the most tempting part of her body, because what people look at most is the face, so the face is the greatest ‘awrah of a woman. This is in addition to the shar’i evidence which states that it is obligatory to cover the face.

For example, Allaah says (interpretation of the meaning):

“And tell the believing women to lower their gaze (from looking at forbidden things), and protect their private parts (from illegal sexual acts) and not to show off their adornment except only that which is apparent (like both eyes for necessity to see the way, or outer palms of hands or one eye or dress like veil, gloves, headcover, apron), and to draw their veils all over Juyoobihinna (i.e. their bodies, faces, necks and bosoms)…”

[al-Noor 24:31]

Shaykh bin Bāz

sah Niqāb ebenfalls als verpflichtend an. In einer Fatwā wurde er gefragt, ob man im Gebet Handschuhe tragen darf und er antwortete, dass man dies während des Gebets machen darf, jedoch führte er an, dass die Frau im Gebet kein Niqāb tragen soll; aber nur dann, wenn keine Nicht-Maḥram Männer anwesend sind, denn er (bin Bāz) sagte:

„Wenn Nicht-Verwandte Männer anwesend sind, dann muss sie ihr Gesicht, genauso wie den restlichen Körper, bedecken.“ (Islāmic Fatāwā Regarding Women S. 105-106)

Zum Schluss führe ich noch eine Aussage von Shaykh al-Islām ibn Taymiyyah an. Er war auch ein sehr bekannter Shaykh der Ḥanbalī-Rechtschule.

ibn Taymiyya sagte:

„Das Wort „Ğilbāb“ ist ein Tuch, dass Ibn Mas´ūd als einen Umhang beschrieb, der den ganzen Körper mit Kopf, Gesicht und Händen bedeckt. Deshalb ist es für eine Frau nicht erlaubt, ihr Gesicht und Hände in der Öffentlichkeit zu zeigen.“
(Fatāwā Band 2, S. 110)

Aus diesen Fatāwā (Rechtsgutachten) lässt sich schließen, dass die korrekte Meinung in der Rechtschule von Imām Aḥmad ibn Ḥanbal ist, dass die Frau ihr Gesicht und ihre Hände bedecken muss. In dieser Rechtschule ist es also eine Pflicht für die Frau, den Niqāb bzw. die burqaʿ zu tragen und Allāh weiß es am Besten.

Shāfiʿī Fiqh

In einer Fatwā von „Islamweb“ heißt es:

„Nach der Ḥanbalī-Rechtschule und nach der korrekten Ansicht der Shāfiʿī-Rechtschule, sollte sie ihr Gesicht und ihre Handflächen vor fremden Männern bedecken, da dies zur ʿAwrah gehört.“

(Islamweb Fatwā Nr. 81554)

In einem Ḥadīth, welcher von Abū Dāwūd überliefert wurde heißt es:

„….sie nahmen ihre Übergewänder und machten Schleier aus ihnen.“

Zu dieser Überlieferung sagte al-ʿAsqalānī folgendes:

„Diese Aussage (Sie machten Schleier aus ihnen) bezieht sich auf das Bedecken des Gesichtes. „Es hat nicht aufgehört, die Gewohnheit der Frau zu sein, in den älteren Generationen und in den neueren Generationen, dass sie ihr Gesicht vor nicht-verwandten Männern bedeckt.“ (Fatḥ al-Bāri 9:235)

Imām as-Suyūṭī:

„Der Vers über Ḥiğāb betrifft jede Frau. Darin liegt die Verpflichtung auf ihnen, dass sie ihre Köpfe und Gesichter bedecken.“ (Istinbāt at-Tanzīl 3:118)

Hieraus lässt sich ganz klar schließen, dass der Niqāb eine Pflicht für alle ist subḥānallāh.

Es gibt noch viele weitere Gelehrte bzw. Imāme der Shāfiʾī-madhhab, welche der Meinung sind, dass die muslimische Frau ihr Gesicht und ihre Hände bedecken muss. Darunter auch Imām Ibn Rislān, welcher folgendes sagte:

„Die Muslime stimmen überein, dass es für die Frau verboten ist, das Haus mit unverschleiertem Gesicht zu verlassen.“ (Nayl al-Awṭār Sharḥ Muntaq al-Akhbār 6:11)

Von Imām ash-Shirbinī in al-Mughnī al-Muhtāğ verzeichnet, dass Imām as-Subkī folgendes sagte:

„…das Gesicht und die Hände einer Frau sind ʿAwrah beim Anschauen, jedoch nicht im Gebet.“

Imām Muḥammad aṣ-Ṣanaʿnī erklärte auch, dass die Frau im Gebet nicht die Hände und nicht das Gesicht bedecken muss. Doch, was ist, wenn die Frau außerhalb des Gebetes ist und wenn fremde Männer sie anschauen? In diesem Fall sagt Imām aṣ-Ṣanaʿnī:

„Wenn ein Mann die Frau ansieht, dann gehört jedes Körperteil von ihr zur ʿAwrah.“

(Subul as-Salām Sharḥ Bulūgh al-Marām)

Ḥanafī Fiqh

Anwār ʿAlī Ādam al-Mazahirī:

Imām Shāfiʾī, Imām Mālik und Imām Aḥmad ibn Ḥanbal sind der Meinung, dass der Niqāb verpflichtend (fard) ist.

Imām Abū Ḥanifa ist hingegen der Ansicht, dass der Niqāb im Prinzip nur empfohlen ist („wāğib“). In Zeiten der Unmoral und Glaubensschwäche oder weil das Gesicht hübsch ist die Gefahr, dass ein Nicht Mahram in Versuchung geführt werden könnte, weil das Gesicht hübsch ist, werden Gesichtsschleier und Handschuhe zur Pflicht.

Islamweb Fatwā Nr. 81554)

Wenn man sich heutzutage umsieht, wie extrem die Fitnah verbreitet ist und wie extrem sich die Unzucht unter der Menschheit verbreitet hat, dann merkt man ganz schnell, dass es in der heutigen Zeit einfach nur das Beste und vorallem das Sicherste sein kann, wenn sich die muslimische Frau von Kopf bis Fuß verschleiert, wa Allāhu aʿlam.

Ibn Nujaym:

„Unsere Gelehrten erklärten: Es ist der Frau verboten ihr Gesicht unbedeckt zu lassen, während sie unter Männern ist; in unserer Zeit, aufgrund der Fitnah!“

(al-Baḥr ar-Rāʾiq Sharḥ kanz ad-Daqāʾiq)

Auch Imām Sarkhasi, welcher sagte:

„Das Verbotene daran, eine Frau anzuschauen, ist aufgrund der Fitna (Versuchung) und die Gefahr der Fitna kommt, wenn man das Gesicht der Frau anschaut, denn die meisten attraktiven Eigenschaften befinden sich im Gesicht; viel mehr als auf irgendwelchen anderen Körperteilen.“ (al-Mabsūṭ 10:152)

Deoband

The Niqab and its obligation in the Hanafi madhhab by Mufti Husain Kadodia

It is with great sadness that we note confusion in the minds of many students and even some scholars concerning the obligation of the niqab (veil) in the Hanafi madhhab, which expressly classifies covering the face as binding on women and forbids the exposure of the face in the presence of ghayr mahrams (strangers).

https://www.deoband.org/2009/04/contemporary-voices/the-niqab-and-its-obligation-in-the-hanafi-madhhab/

Es ist die politische, menschenrechtliche und durchaus auch soziale sowie sozialpädagogische Verpflichtung unserer Gesellschaft sowie der Bundes- und der Landesregierungen über jede Form von Extremismus und dessen schädliche Folgen für jeden Einzelnen von uns allen, für unsere säkulare, freiheitlich demokratische Gesellschaft und unseren Rechtsstaat im Sinne des GG [Art. 20 Abs. 1, 2 u.3 GG; Art. 28 Abs1 Satz 1 GG] aufzuklären und Projekte zu fördern die Ausstiegswillige unterstützen. Die Legislative, das Baden-Württembergische Parlament, hat uns alle, insbesondere die Bürger des Landes vor den Auswirkungen von religiös motiviertem Extremismus und seinem Angriff auf Grund- und Menschenrechte zu schützen.

Religionsfreiheit ist ein universelles, unteilbares und unveräußerliches Menschenrecht, dem überall auf der Welt Geltung zu verschaffen ist. Dieses individuelle Recht hoher Priorität, dass jedem von uns zusteht, garantiert Bekenntnisfreiheit in positiver aber auch negativer Ausprägung. Der ZdE setzt sich hier in Deutschland unter anderem für die negative Religionsfreiheit von Islamapostaten und Andersgläubigen unter den Flüchtlingen ein, die in ihren Unterkünften wegen ihrer Weltanschauung diskriminiert werden und Angriffen auf Leib und Leben ausgesetzt sind. Sie weisen darauf hin, dass selbst dem Wortlaut nach vorbehaltlos geltende Rechte verfassungsimmanente Schranken haben, die unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsprinzips mittels praktischer Konkordanz auszuloten sind. Das Grundgesetz beansprucht konsequent und eifersüchtig, allein die Spitze der staatlichen Normenpyramide zu besetzen. Der Vorrang der Verfassung wird gesichert durch das Bundesverfassungsgericht.

Josef Isensee: Vom Stil der Verfassung

https://books.google.de/books?id=BQSnBgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Die Einheit der Verfassung, ein Unterfall der Einheit der Rechtsordnung auf Verfassungsebene, stellt bei Fallkonstellationen, in denen sich Grundrechte widersprechen, einen fundamentalen Grundsatz der Verfassungsinterpretation dar. Normtheoretisch hat die als ideal zu geltende Einheit der Rechtsordnung die Konsequenz, dass mit jedem Rechtssatz zugleich die gesamte Rechtsordnung angewendet wird. Bei der Anwendung von Einzelnormen wird methodologisch davon ausgegangen, dass deren Aussagen begrenzt und unvollständig sind und erst aus der Zusammenschau mehrerer Normen der spezifische Zweck und Anwendungsbereich der Einzelvorschrift deutlich wird.

Peter Schwacke: Juristische Methodik. Kohlhammer, Stuttgart, 5. Aufl. 2011, S. 7: „Ist die Rechtsordnung in sich frei von Regelungs- und Wertungswidersprüchen, schließt die Anwendung eines Rechtssatzes letztlich die Anwendung der gesamten Rechtsordnung ein. Das wäre dann der Idealgrundriss einer Rechtsordnung.“

Grundrechtsverzicht, als der unmissverständlich ausgedrückte Wille rechtsverbindlich auf eine grundrechtliche Garantie zu verzichten, ist an Voraussetzungen gebunden. Vorrang und Einheit der Verfassung sind Rechtsstaatsprinzipien [Art. 20 Abs. 3 GG], die für die Bundesrepublik konstitutiv sind und nach Art. 79 Abs. 3 GG nicht verändert werden dürfen. Unsere Verfassung, das GG ist kein Warenhauskatalog, aus dem man nur die Artikel aussucht, die gefallen.

Wahrscheinlich wären die Bürgerinnen, die für ihr Recht auf freie Religionsausübung, positive Bekenntnisfreiheit und Vollverschleierung kämpfen, nicht bereit die Unantastbarkeit ihrer Würde [Art. 1 Abs. 1 GG], ihre Gleichheit vor Gericht und das Diskriminierungsverbot [Art. 3 Abs. 1 oder 3 GG] oder die Rechtsweggarantie [Art 19 Abs. 4 GG] aufzugeben.

Grund- und Menschenrechte stehen in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat nicht zur Disposition. Sie haben neben der subjektivrechtlichen für das Individuum auch eine objektive Funktion. In seinem Grundsatzurteil zum Fall Lüth [BVerfGE 7,198 – Lüth] hob das BVerfG hervor, dass unser GG auch als objektive Werteordnung anzuerkennen ist, über die nicht jeder frei verfügen kann.

Auf die vielfältigen gesundheitsschädlichen und sicherlich kostenintensiven Auswirkungen des Vitamin D Mangels für Mutter und Kind durch das Abschirmen jedes Sonnenstrahls auf der gesamten Körperoberfläche haben wir in unserer Petition bereits hingewiesen. Die Vollverschleierung erhöht das Unfallrisiko, weil sie das Gesichtsfeld einschränkt und ausreichende Übersicht verhindert. Bodenunebenheiten werden zur Stolperfalle, das selbstständige Überqueren von Straßen ist für sie und auch für die Säuglinge, die sie im Kinderwagen spazieren fährt oder die Kleinkinder neben ihr, die noch auf die Anleitung Erwachsener angewiesen sind, lebensgefährlich.

Burkaträgerinnen erkranken durch Lichtmangel

Vitamin D wird hauptsächlich über das Sonnenlicht gebildet und kann nicht ausreichend durch ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Fisch, Milch und Getreide ausgeglichen werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind kein vollwertiger Ersatz. Burkaträgerinnen und Niqabis klagen häufig über Kopfschmerzen. Der schmale Sehschlitz verursacht eine künstliche Sinnesbehinderung, welche die Augen überanstrengt und daher nicht ohne Folgen für Körperhaltung, Muskeltonus und Psyche bleibt.

Ein geringer Vitamin D Spiegel führt zu ernsthaften Krankheiten und vielerlei leicht vermeidbaren Beschwerden wie schlechter Immunabwehr, psychischer Instabilität bis zu Depressionen. Das Risiko für Koronare Herzkrankrankheiten, Diabetes Mellitus, Multiple Sklerose und Rheuma steigt. Inzwischen weiß man um die Bedeutung des ‚Sonnenscheinhormons‘ in der Krebsprophylaxe. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellten bei der Auswertung von europäischen und US-amerikanischen Studien zum Zusammenhang zwischen Vitamin D Spiegel und Sterblichkeitsrisiko nicht nur fest, dass die Studienteilnehmer mit den niedrigsten Vitamin D Werten ein 1,57-fach höheres Gesamtsterblichkeitsrisiko haben. Bei einer getrennten Auswertung der Untersuchungsergebnisse wiesen die Forscher sogar nach, dass ein Mangel an diesem Vitamin den Verlauf von Krebserkrankungen negativ beeinflusst und die Überlebenschancen der Erkrankten sinken.

Nahrungsergänzungsmittel: Natürlich ist oft besser

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Nahrungsergaenzungsmittel-Natuerlich-ist-oft-besser-1602850-2602850/

Nahrungsergänzungsmittel in der Kritik

http://www.deutschlandfunk.de/welthunger-nahrungsergaenzungsmittel-in-der-kritik.769.de.html?dram:article_id=292491

Weniger Infekte mit Vitamin D

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/829063/immunschwaeche-weniger-infekte-vitamin-d.html

Vitamin D Mangel und Depression

http://www.vitamind.net/mangel/depression/

Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/823796/khk-infarkt-vitamin-d-mangel-geht-aufs-herz.html

Vitamin D unterstützt körpereigene Insulinproduktion und -empfindlichkeit

http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/vitamin-d-unterstuetzt-koerpereigene-insulinproduktion-und-empfindlichkeit-kopie-1.html

Studie bestätigt Bedeutung von Vitamin D bei MS

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/studie-bestaetigt-verbindung-zwischen-vitamin-d-mangel-und-hoeherem-multiple-sklerose-risiko-in-finn/

Studie bestätigt Verbindung zwischen Vitamin-D-Mangel und höherem Multiple Sklerose-Risiko in Finnland

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/studie-bestaetigt-verbindung-zwischen-vitamin-d-mangel-und-hoeherem-multiple-sklerose-risiko-in-finn/

Vitamin-D-Mangel – ein unterschätztes Problem von Rheumapatienten

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/rheuma/article/609686/vitamin-d-mangel-unterschaetztes-problem-rheumapatienten.html

Ungünstige Krebs-Prognose bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel

Nr. 33 | 09.07.2014 |

https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2014/dkfz-pm-14-33-Unguenstige-Krebs-Prognose-bei-niedrigem-Vitamin-D-Spiegel.php

Kalziumstoffwechsel

Vitamin D: Darum ist es so wichtig

Unter dem Begriff Vitamin D fasst man verschiedene fettlösliche Vitamine zusammen, die den Kalziumhaushalt regulieren und an der Mineralisation des Knochens beteiligt sind. Der Körper nimmt zum einen Vitamin D aus der Nahrung auf, zum anderen kann er es selbst unter dem Einfluss von Sonnenlicht produzieren. Erfahren Sie hier Wissenswertes über Vitamin D.

http://www.netdoktor.de/ernaehrung/vitamin-d/

Hauptvorlesung Innere Medizin

»Calcium-/Phosphat und Knochenstoffwechselstörungen«

Holger S. Willenberg

Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie Direktor: Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

http://www.uniklinik-duesseldorf.de/fileadmin/Datenpool/einrichtungen/klinik_fuer_endokrinologie_diabetologie_und_rheumatologie_id5/dateien/vorlesung_kalzium_phosphat_und_knochenstoffwechselerkrankungen_willenberg_ukd_2011.pdf

Was versteht man unter Rachitis und Osteomalazie?

https://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-r/rachitis-und-osteomalazie/30460

Ursachen bei Coxa Vara

http://www.medizinfo.de/becken/coxa_vara/ursachen.shtml

Ihre Knochen brauchen Vitamin D

http://www.osd-ev.org/osteoporose-therapie/osteoporose-ernaehrung/vitamin-d/

Dr. Miriam Casey, Konsiliarärztin der Osteoporoseabteilung des St. James Krankenhauses in Dublin berichtete in der Sunday Times, dass Burkaträgerinnen, die aus heißen Ländern mit täglich vielen Sonnenstunden in das eher regnerische Irland einwandern, nicht genügend Vitamin D aufbauen können. Insbesondere im Winter, zumal wenn sie in einer Stadt wohnen, reicht die für den Aufbau des Vitamins erforderliche Menge an UV B Strahlung auf der Insel nicht, um den Körper ausreichend mit Vitamin D zu versorgen. Die durch dieses Defizit verursachten ausgeprägten Mineralisationsstörungen der Knochen können sogar dazu führen, dass die Beckenknochen werdender Mütter unter dem Geburtsvorgang brechen.

Gefahren bei der Geburt durch Sonnen- und Vitamin D-Mangel

Ein besonders hohes Risiko tragen muslimische Frauen, die eine Burka tragen. Diese Verschleierung des gesamten Körpers verhindert die natürliche Vitamin D-Bildung in der Haut durch die UV-Strahlen der Sonne – zumal in sonnenärmeren Ländern.

Für Burka tragende Frauen in Irland schlug zu Beginn des Jahres Dr. Miriam Casey, Osteoporose-Spezialistin an der St. James’s Klinik in Dublin Alarm.

Viele Burka-Trägerinnen, die aus südlichen Ländern eingewandert seinen, litten – vor allem im Winter – an Vitamin-D-Mangel und im Gefolge an Störungen der Knochenbildung. Dadurch könne der Beckenknochen während des Geburtsvorganges brechen. Für die Babies bestehe die Gefahr von Krämpfen, Wachstumsstörungen und Muskelschwäche.

“In dem Maße wie sich der Anstieg der muslimischen Einwanderer in Irland beschleunigt, bekommen wir hier ein massives Problem“, sagte Dr. Casey gegenüber der Sunday Times.

http://sonnennews.de/2009/01/06/gefahren-bei-der-geburt-durch-vitamin-d-mangel/

Ireland: For burqa wearing women, vitamin D deficiency rises from lack of exposure to sunlight

Muslim women who wear the burqa and other similar face-coverings run an increased disk of pelvic fractures during childbirth because of a deficiency of vitamin D, warns Dr. Miriam Casey of the Osteoporosis Unit in the St. James hospital in Dublin. Those in cloudier environments such as Ireland and Britain generally run an increased risk because of lack of sufficient sun exposure, but Dr. Casey warns that Muslim women run an additional risk above the general population. “As we see a rise in the number of Muslims in Ireland, it’s going to become a massive problem. It’s worse in England whose Muslim community is older. There are already problems in the Rotunda (a maternity hospital in Dublin) and the pediatric hospitals,” she stated.

http://www.euro-islam.info/2008/12/28/ireland-for-burqa-wearing-women-vitamin-d-deficiency-rises-from-lack-of-exposure-to-sunlight/

Ganzkörperschleier gefährden die Gesundheit der Kinder vollverschleierter Mütter

Für die Babys dieser Frauen besteht zudem ein erhöhtes Risiko in den ersten Lebenswochen Krämpfe zu bekommen. Stillen komplett verschleierte Mütter ihre Babys, weist ihre Muttermilch in Europa einen signifikanten Vitamin D Mangel auf, der bei den Säuglingen Rachitis Vorschub leistet. Da auch in islamischen Familien Mütter und weibliche Verwandte für die Erziehung und Pflege der Jüngsten zuständig sind und vollverschleierte Frauen das Haus nur mit Erlaubnis ihres Gatten und alleine nur aus wichtigem Anlass verlassen (dürfen), kommen auch deren Kleinkinder kaum an Sonne und frische Luft.

Vitamin D – Sonne, Sommerzeit, Sport und Bewegung

http://www.netzathleten.de/lifestyle/body-soul/item/3613-vitamin-d-sonne-sommerzeit-sport-und-bewegung

Nach Artikel 3 Absatz 3 der UN-Kinderrechtskonvention müssen die Vertragsstaaten dafür Sorge tragen, dass die dem Schutz des Kindes dienenden innerstaatlichen Normen von den zu ihrer Anwendung berufenen Institutionen, Diensten und Einrichtungen im Sinne der Sicherheit [Unfallrisiko] und Gesundheit der Kinder [Folgen des Vitamin D Mangels ihrer Mütter] tatsächlich auch angewendet werden.

Das Menschenbild in islamisch orthodoxen Milieus

Um einschätzen zu können, ob in einem säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtsstaat ein Burka- oder Niqabverbot verfassungsrechtlich vertretbar ist, ist es auch für den Stuttgarter Landtag sinnvoll, sich mit dem Männer- und Frauenbild des fundamentalistischen Islam, dem die muslimischen Trägerinnen und Befürworter anhängen, zu befassen.

Fitra (fiṭra), natürliche Veranlagung

Sowohl die unbelebte als auch die belebte Natur, auch jeder Mensch, ist von Ursprung und Wesen her auf seinen Schöpfer ausgerichtet, allahzentriert. Wenn ein Kind geboren wird, kommt es dementsprechend zunächst als Muslim auf die Welt. Erst seine Eltern machen aus ihm einen Andersgläuben oder Atheisten.

„Jeder (Mensch) wird im Zustand der Fitra geboren (d. h. nach der Art und Weise des Erschaffens durch Gott). Alsdann machen seine Eltern aus ihm einen Juden, Christen oder Zoroastrier.“

al-Buchari (Kitab al-Qadar, Kap. 3)

Die sakrosankten Vorschriften des islamischen Rechts [arab. Scharia] beinhalten Verhaltens- und Kleidungsregeln sowie Aufgabenverteilung, die sich gemäß der weiblichen bzw. männlichen Fitra voneinander unterscheiden.

Weibliches Rollenkonzept, Schambereich des weiblichen Körpers [Aura, ‘awra]

Der sich auf die beiden Primärquellen Koran und Sunna stützende und wortgetreu zu befolgende Islam salafistischer, wahhabitischer und hanbalitischer Prägung sieht in der weiblichen Weltbevölkerung pauschal die Ursache für Unglauben, Zwietracht, Intrige und Zerwürfnis. Weil es Frauen angeblich an Religion, Vernunft und Anstand [Al-Buchâri 298] fehlt, gelten sie als moralisch und religiös verunsichert und leicht beeinflussbar. Aus islamischer Sicht sind sie sichere Beute für den Teufel, der sie dazu verleitet, ihre Pflichten gegenüber Allah und den Glaubensgeschwistern zu vernachlässigen und dazu anstiftet, Männer vom rechten Weg abzubringen, ihnen den Kopf zu verdrehen und sie zu verführen.

Wegen ihrer Fitra, wegen ihrer flatterhaften Natur und Veranlagung zur Unmoral, und weil sie dem Teufel nahesteht, hat jede gottesfürchtige Muslima ihre Awra [auch: islamische Aura: Schambereich, Intimzone], die je nach Rechtsschule mindestens den gesamten Körper bis auf Gesicht, Hände und Füße umfasst, mit einem Hidschab zu verhüllen und nur noch in Begleitung des Ehemanns oder eines Mahramverwandten das Haus zu verlassen. Alleine aus der Wohnung zu gehen ist nur in seltenen, zu begründenden Ausnahmefällen möglich oder wenn der Ehemann es erlaubt.

Selbst bei unerträglich hohen Temperaturen in der Mittagszeit ist leichte Sommerkleidung, die zu viel nackte Haut zeigt, haram. Muslimas haben darauf zu achten, dass mit Ausnahme von Gesicht und Händen kein zusätzlicher Zentimeter Haut sichtbar wird oder durch zu transparenten Stoff durchscheint. Grundsätzlich hat der weite Schnitt der Kleidung so lose über den Körper zu fallen, dass weibliche Rundungen und die Silhouette unter blickdichten Textilien auch dann nicht zu erkennen sind, wenn man dicht beieinandersteht. Lugt der Haaransatz oder eine widerspenstige Strähne aus dem Schleier hervor, ist dieser Verstoß sofort zu korrigieren.

Nach schariakonformem Rollenkonzept gehört zu den Aufgaben einer Muslima Hausarbeiten ordentlich zu erledigen und das Haus sauber zu halten. Sie ist verantwortlich für die gottgefällige Erziehung der Kinder und hat den Ehegatten liebevoll, demütig und gehorsam zu umsorgen. Die Töchter werden schon früh in ihre künftigen Pflichten eingeführt und an ein Allah ergebenes Leben gewöhnt. Nach islamischer Doktrin haben Grundschülerinnen bereits mit neun Mondjahren, nach unserem solaren Kalender also mit etwa achteinhalb Jahren, die religiöse Reife [Taklif] erreicht, um sowohl die ihnen zustehenden Schariarechte zu beanspruchen als auch die ihnen auferlegten religiösen Pflichten wortgetreu zu erfüllen.

Da die Monatsregel heutzutage mit neun oder zehn Jahren einsetzen kann (als Grenze der Menarche werden sowohl 17 % Körperfett als auch 48 kg Körpergewicht von Wissenschaftlern diskutiert), folgt aus der Offenbarung Allahs, dass bereits Grundschülerinnen in der dritten bis vierten Klasse religionsrechtlich als Frauen gelten, denen die volle Verantwortung für ihr Seelenheil zu übertragen ist. Auch sie haben dann ihren immer noch sehr kindlichen Körper bis auf Gesicht und Hände zu verbergen. Leichte Blusen oder Tops, die die Arme nicht bedecken, kurze Röcke, Kleider oder Hosen, die nackte Beine sichtbar werden lassen, sind tabu. Die Kindheit unbeschwert zu genießen, an der frischen Luft herumzutollen oder sich spontan zu treffen, wie ihre gleichaltrigen nicht muslimischen Klassenkameradinnen, ist dann nicht mehr möglich. Überwachung und Kontrolle durch die Familie und der Konformitätsdruck durch das soziale Umfeld steigen an.

Keine Salafistin oder Wahhabitin wird sich dem Vorwurf aussetzen wollen, der eigenen Tochter den ‚geraden Weg‘ (Koran 36:60-62 usw., aṣ-ṣirāt al-mustaqīm) ins Paradies vorzuenthalten und damit nicht nur das eigene, sondern auch das Seelenheil des Mädchens zu gefährden. Deshalb wird man das Kind rechtzeitig durch das Kopftuch an das Verschleierungsgebot gewöhnen: „From an early age, daughters should be taught that hijab is an ordinance from Allah to protect their chastity. When a girl reaches puberty she is obliged to do all the obligatory duties and to avoid all haram things. One of the obligatory duties is wearing hijab“, wie man im theologischen Umfeld von Yusuf al-Qaradawi zur Frage klarstellt, ob muslimische Eltern das Recht haben, ihren Töchtern den Hidschab aufzuzwingen.

Der aus dem Libanon stammende promovierte Philosoph, Islamwissenschaftler und Publizist Dr. Ralph Ghadban schreibt zum Frauenbild in Koran und Sunna: „Die Frau ist eine ‚aurah, wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nähsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt. Der Prophet soll gesagt haben: „Die Frau hat zehn ‚aurah. Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ‚aurah.

[at-Tirmidhî 1093]

Ali reported the Prophet saying: ‚Women have ten (ʿawrāt). When she gets married, the husband covers one, and when she dies the grave covers the ten.

Kanz al-ʿUmmāl, Vol. 22, Hadith No. 858

Samuel Schirmbeck zu den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html

„Herr Augstein, Sie irren“. Von Sounia Siahi.

In seiner aktuellen Kolumne auf SPIEGEL ONLINE warnt Jakob Augstein vor übertriebener Hysterie ob der Patrouille sogenannter Scharia-Polizisten in Wuppertal. Je dümmer die Provokation, desto eher fallen wir darauf herein‘, so sein Urteil. Auf diesen Text hat die marokkanisch-deutsche Journalistin Sounia Siahi mit einer besorgten Zuschrift reagiert. Ihren Beitrag – und Augsteins Replik – dokumentieren wir hier im Wortlaut.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-journalistin-sounia-siahi-reagiert-auf-augstein-kolumne-a-991888.html

Männliches Rollenkonzept, Schambereich des männlichen Körpers [Aura, ʿawra]

Jungen bürdet man diese Last erst ab zwölf, eigentlich ab fünfzehn Jahren auf. Ihnen steht auch nach der religiösen Reife frei, sich jederzeit überall mit Freunden zu treffen und sich mit ihnen an jedem Ort aufzuhalten, der ihnen gefällt. Weil sich die männliche Awra nur vom Bauchnabel bis zu den Knien erstreckt, kann er bei sommerlicher Hitze Shorts und kurzärmlige T-Shirts oder ärmellose Muskelshirts anziehen, die einen durchtrainierten männlichen Körper gut zur Geltung bringen, die Haare sind meist kurz geschnitten und werden offen getragen. Der muslimische Mann ist für die ökonomische und körperliche Sicherheit der Familie zuständig, vertritt sie nach außen und trifft alle wichtigen Entscheidungen.

Aus dem Blickwinkel des auf Koran und Sunna aufbauenden islamischen Rechts, der Scharia, ist jede verschleierte und besonders die nicht verschleierte Frau zum freilaufenden moralischen und sexuellen Sicherheitsrisiko zu erklären. Der noch so unbedarfte Blickkontakt, das Händeschütteln bei Begrüßung eines Freundes oder Smalltalk mit dem Nachbarn ist Musliminnen in diesen islamisch fundamentalistischen Parallelgesellschaften verboten. Männer hingegen können gemäß Allahs Schöpfungsordnung niemals unanständig, liederlich oder sündhaft handeln, sondern sind im Zweifelsfall hilflos triebfixierte, willensschwache Opfer weiblicher Bezauberung und Verführungskunst.

Nach dieser Logik sind muslimische Männer nicht in der Lage Frauen zu Unmoral und Ehebruch zu verleiten. Es ist die Muslima, die für seine anzüglichen Bemerkungen, kompromittierenden Blicke, sexuellen Nötigungen und Vergewaltigungen verantwortlich zu machen ist. Hätte sie die Kleidungs- und Verhaltensvorschriften beachtet und ihre Awra korrekt bedeckt, hätten die Täter nicht die Kontrolle über sich verloren, sondern ihr weibliches Gegenüber mit Respekt behandelt.

Dass die Verfassung jede staatliche Gewalt und somit auch den baden-württembergischen Gesetzgeber an die universellen, unteilbaren und unveräußerlichen Grundrechte [Art. 1 Abs. 3; Art. 20 Abs. 3 GG] bindet, ist keine Sozialromantik, sondern unmittelbar geltendes Recht.

Die unantastbare Menschenwürde, die der Staat zu achten und zu schützen hat [Art. 1 Abs. 1 Satz 1 u. 2 GG], gilt auch für Frauen, sogar für Niqabis und Burkaträgerinnen. Sie ist das tragende Fundament und das höchste Ziel der Menschenrechte. Franz Josef Wetz lehrt Philosophie und Ethik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Für den Philosophen besteht der wahre Gehalt menschliche Würde in verwirklichten Menschenrechten – einem Leben in körperlicher Unversehrtheit, freiheitlicher Selbstbestimmung und Selbstachtung sowie sozialer Gerechtigkeit.

Franz Josef Wetz, Die Würde des Menschen: antastbar?, S. 16

Elisabeth Selbert und Friederike (Frieda) Nadig setzten gegen anfangs heftigen Widerstand auch aus eigenen Reihen durch, dass die Aufnahme des Artikel 3 Abs. 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in das bundesdeutsche Grundgesetz aufgenommen wurde. Sie kämpften dafür, dass Frauen über die staatsbürgerliche Gleichstellung hinaus, auch im Familien- und Eherecht gleichgestellt würden. Mit ihrer Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit sowie nach Gleichstellung unehelicher und ehelicher Kinder scheiterte Nadig.

Sicherlich hätten sich beide Politikerinnen sehr darüber gefreut, wenn sie miterlebt hätten, dass die Förderung der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern durch den Staat und dessen Hinwirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile zum Staatsziel und damit zum Leitprinzip im Verfassungsrang erhoben wurde.

Staatszielbestimmungen

Nach Vorarbeiten einer Gemeinsamen Verfassungskommission […] wurden 1994 der Schutz […] und die Förderung der „tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung“ (Artikel 3 Absatz 2 Satz 2) in die Verfassung aufgenommen

Wie hätten diese beiden Mütter des Grundgesetzes reagiert, wenn sie mitbekommen hätten, wie Abgeordnete unter dem Vorwand sich für Freiheitsrechte von Frauen einzusetzen, diese Direktive unterlaufen und frauenpolitische Errungenschaften verraten hätten, indem sie sich weigern ein Gesetz zu verabschieden, das diese misogynen Vollverschleierungen auch im öffentlichen Raum verbietet.

Wenn das BVerfG feststellt, dass Verschleierung ein religiöses Bekenntnis sein kann und weder sich selbst noch dem Gesetzgeber die Entscheidungsbefugnis über die Auslegung religiöser Vorschriften anmaßen möchte, ist dies nachvollziehbar, weil in der Regel weder Politiker noch Juristen auf das nötige theologische Fachwissen zurückgreifen können. Als Richter des Bundesverfassungsgerichts sind sie jedoch Experten im Bereich des Staatsrechts und dafür zuständig, über die Einhaltung des Grundgesetzes zu wachen und Grundrechte durchzusetzen.

Dass der Staat Glaubenslehren und Weltanschauungen neutral gegenüberstehen muss und sie nicht bewerten darf, bedeutet nicht, dass sie ihm aus grund- und menschenrechtlicher bzw. verfassungsrechtlicher Sicht gleichgültig zu sein haben. Vielmehr bindet Art. 1 Abs. 3 GG alle drei Gewalten an die allgemeinen, unveräußerlichen und unteilbaren Grund- und Menschenrechte, die als Abwehr-, Gleichheits- und Freiheitsrechte jedem Individuum qua Geburt zustehen und eine objektive Werteordnung verkörpern, die als verfassungsrechtliche Grundentscheidung für alle Bereiche des Rechts gilt [BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 15. Januar 1958, Az. 1 BvR 400/51, BVerfGE 7, 198 – Lüth].

Der am 27.01.2015 entscheidende Erste Senat folgte in wesentlichen Aspekten der Rechtsauffassung des am 24.09.2003 beschließenden Zweiten Senats allerdings nicht [2 BvR 1436/02]. Nach § 16 BVerfGG hätte in einem solchen Fall zwingend das Plenum des BVerfG einberufen werden müssen, um eine Vereinheitlichung der Rechtsprechung mit dem Ziel herbeizuführen, einen nicht vorhersehbaren, plötzlichen und der bisherigen Spruchpraxis entgegenstehenden Wechsel in der Rechtsprechung und die verfassungswidrigen Folgen zu verhindern. [Zur Einschlägigkeit des § 16 BVerfGG vgl. Von tragenden Gründen und abstrakter Gefahr: Hans Michael Heinig, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Kirchenrecht und Staatskirchenrecht].

Stattdessen setzte sich die hohe Richterschaft über die Rechtsnorm hinweg und kippte eigenmächtig das landesweite, pauschale Kopftuchverbot. Mit diesem verfassungswidrigen Handeln überschritten die Verfassungsrichter ihre Entscheidungskompetenz und missachteten das in Art. 20 Abs. 3 GG verankerte Rechtsstaatsgebot, das unter anderem die Rechtsprechung an Gesetz und Recht bindet. Zwei der sechs Richter fassten ein Sondervotum:

Entscheidung des 2. Spruchkörpers des Bundesverfassungsgerichts vom 24.09.2003

L e i t s ä t z e

zum Urteil des Zweiten Senats vom 24. September 2003

– 2 BvR 1436/02 –

1. Ein Verbot für Lehrkräfte, in Schule und Unterricht ein Kopftuch zu tragen, findet im geltenden Recht des Landes Baden-Württemberg keine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage.

2. Der mit zunehmender religiöser Pluralität verbundene gesellschaftliche Wandel kann für den Gesetzgeber Anlass zu einer Neubestimmung des zulässigen Ausmaßes religiöser Bezüge in der Schule sein.

Entscheidung des 1. Spruchkörpers des Bundesverfassungsgerichts vom 27.01.2015

L e i t s ä t z e

zum Beschluss des Ersten Senats vom 27. Januar 2015

– 1 BvR 471/10 –

– 1 BvR 1181/10 –

1. Der Schutz des Grundrechts auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) gewährleistet auch Lehrkräften in der öffentlichen bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule die Freiheit, einem aus religiösen Gründen als verpflichtend verstandenen Bedeckungsgebot zu genügen, wie dies etwa durch das Tragen eines islamischen Kopftuchs der Fall sein kann.

2. Ein landesweites gesetzliches Verbot religiöser Bekundungen (hier: nach § 57 Abs. 4 SchulG NW) durch das äußere Erscheinungsbild schon wegen der bloß abstrakten Eignung zur Begründung einer Gefahr für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität in einer öffentlichen bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule ist unverhältnismäßig, wenn dieses Verhalten nachvollziehbar auf ein als verpflichtend verstandenes religiöses Gebot zurückzuführen ist. Ein angemessener Ausgleich der verfassungsrechtlich verankerten Positionen – der Glaubensfreiheit der Lehrkräfte, der negativen Glaubens- und Bekenntnisfreiheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern, des Elterngrundrechts und des staatlichen Erziehungsauftrags – erfordert eine einschränkende Auslegung der Verbotsnorm, nach der zumindest eine hinreichend konkrete Gefahr für die Schutzgüter vorliegen muss.

3. Wird in bestimmten Schulen oder Schulbezirken aufgrund substantieller Konfliktlagen über das richtige religiöse Verhalten bereichsspezifisch die Schwelle zu einer hinreichend konkreten Gefährdung oder Störung des Schulfriedens oder der staatlichen Neutralität in einer beachtlichen Zahl von Fällen erreicht, kann ein verfassungsrechtlich anzuerkennendes Bedürfnis bestehen, religiöse Bekundungen durch das äußere Erscheinungsbild nicht erst im konkreten Einzelfall, sondern etwa für bestimmte Schulen oder Schulbezirke über eine gewisse Zeit auch allgemeiner zu unterbinden.

4. Werden äußere religiöse Bekundungen durch Pädagoginnen und Pädagogen in der öffentlichen bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule zum Zweck der Wahrung des Schulfriedens und der staatlichen Neutralität gesetzlich untersagt, so muss dies für alle Glaubens- und Weltanschauungsrichtungen grundsätzlich unterschiedslos geschehen.

BUNDESVERFASSUNGSGERICHT

– 1 BvR 471/10 –

– 1 BvR 1181/10 –

Auszug aus dem Sondervotum der Richter Schluckebier und Hermanns

Die Entscheidung vermögen wir in weiten Teilen des Ergebnisses und der Begründung nicht mitzutragen.

Die vom Senat geforderte einschränkende Auslegung des § 57 Abs. 4 Satz 1 SchulG NW dahin, dass nur eine hinreichend konkrete Gefahr für den Schulfrieden und die staatliche Neutralität ein Verbot religiöser Bekundungen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagogen zu rechtfertigen vermag, wenn es um die Befolgung eines imperativ verstandenen religiösen Gebots geht, misst den zu dem individuellen Grundrecht der Pädagogen gegenläufigen Rechtsgütern von Verfassungsrang bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung zu geringes Gewicht bei. Sie vernachlässigt die Bedeutung des staatlichen Erziehungsauftrags, der unter Wahrung der Pflicht zu weltanschaulich-religiöser Neutralität zu erfüllen ist, sowie den Schutz des elterlichen Erziehungsrechts und der negativen Glaubensfreiheit der Schüler. Damit beschneidet der Senat zugleich in nicht akzeptabler Weise den Spielraum des Landesschulgesetzgebers bei der Ausgestaltung des multipolaren Grundrechtsverhältnisses, das gerade die bekenntnisoffene öffentliche Schule besonders kennzeichnet. Der Senat entfernt sich so auch von den Maßgaben und Hinweisen der sogenannten Kopftuch-Entscheidung des Zweiten Senats vom 24. September 2003 (BVerfGE 108, 282), die dem Landesschulgesetzgeber gerade für den Bereich der öffentlichen Schule die Aufgabe zuschreibt, gesetzlich zu regeln, inwieweit er religiöse Bezüge in der Schule zulässt oder wegen eines strikteren Neutralitätsverständnisses aus der Schule heraushält. Nach unserer Auffassung ist die vom nordrhein-westfälischen Landesschulgesetzgeber gewollte Untersagung schon abstrakt zur Gefährdung des Schulfriedens und der staatlichen Neutralität geeigneter Bekundungen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagogen verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Allerdings muss es sich bei Bekundungen durch das Tragen religiös konnotierter Bekleidung, die geeignet zur Gefährdung der Schutzgüter sind, um solche von starker religiöser Ausdruckskraft handeln (dazu I.).

3

Anders als der Senat meint, ist Satz 3 des § 57 Abs. 4 SchulG NW, wonach die Wahrnehmung des Erziehungsauftrags der Schulen nach der nordrhein-westfälischen Landesverfassung und die entsprechende Darstellung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen dem Verhaltensgebot nach Satz 1 nicht widerspricht, in der Auslegung durch das Bundesarbeitsgericht verfassungsrechtlich unbedenklich. Diese Interpretation, die an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts anknüpft, hält sich in den Grenzen richterlicher Gesetzesbindung (Art. 20 Abs. 3 GG). Liegt damit für christliche und jüdische Religionen keine Freistellung vom Bekundungsverbot des Satzes 1 in § 57 Abs. 4 SchulG NW und damit keine Privilegierung vor – eine solche wäre auch unserer Ansicht nach gleichheitswidrig -, so besteht auch kein Grund, die Teilregelung des Satzes 3 für verfassungswidrig und nichtig zu erklären (dazu II.).

4

In der Folge bestehen gegen die angegriffene Vorschrift des § 57 Abs. 4 SchulG NW auch keine durchgreifenden Bedenken, die sich aus anderen Grundrechten der Beschwerdeführerinnen, aus den Vorschriften der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie den bundesrechtlichen Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes ergeben könnten (dazu III.). Im Ergebnis wäre deshalb allenfalls die Verfassungsbeschwerde der Beschwerdeführerin zu I.) als begründet zu erachten gewesen, weil die von ihr getragene Kopfbedeckung (Wollmütze und gleichfarbiger Rollkragenpullover) im gegebenen Umfeld der Schule nicht ohne Weiteres als religiöse Bekundung deutbar ist. Die Verfassungsbeschwerde der Beschwerdeführerin zu II.) erscheint dagegen nach den vorgenannten Maßstäben unbegründet (dazu IV.).

Ein Vollverbot von Burka bzw. Niqab im öffentlichen Raum und in allen staatlichen Institutionen wie Parlament, Gericht, Polizei, Rathaus, Kindergarten, Schule und Hochschule ist mit der Verfassung nicht nur vereinbar, sondern von ihr geboten.

Mina Ahadi

Verpasste Chance. Beschwerde an NDR-Rundfunkrat

November 14, 2016

Edward von Roy

NDR Rundfunkrat

Hamburg

14.11.2016

Formelle Eingabe gemäß § 13 NDR-Staatsvertrag

Mein Leben für Allah – Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?

Anne Will am 06.11.2016 21:45 Uhr

Verharmlosung des Islamischen Rechts (Scharia)

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß § 13 NDR-Staatsvertrag lege ich förmliche Programmbeschwerde ein. Die konkrete Verletzung von Programmgrundsätzen betrifft die Sendung von Anne Will vom 06. November 2016 21:45 Uhr: Mein Leben für Allah – Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?

Über die Radikalisierung, bis hinein in den islamischen Terrorismus, von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und über Wege der Verhinderung einer Radikalisierung diskutierten Wolfgang Bosbach, Sascha Mané, Nora Illi, Mohamed Taha Sabri und Ahmad Mansour.

Gegenstand der Sendung war damit die schariatreue, die islamische Radikalisierung von Jugendlichen bzw. war die äußerst radikale, die terroristische Varietät von Islam (am Beispiel Islamischer Staat (IS)) und deren leider faszinierende Wirkung auf junge Menschen einerseits und andererseits die etwas verzweifelte deutsche Suche nach erfolgreichen Strategien von Prävention und Resozialisation bzw. Deradikalisierung radikalislamisch („islamistisch“) verführter junger Menschen. Der häufig herangezogene Begriff Islamismus führt in die Irre, es geht um die Religion Islam, die jungen Islamradikalen wollen in den Himmel kommen, deshalb ihr Kampf gegen den irdischen Kufr, Unglauben, und die dazugehörigen Kuffār, Ungläubigen.

In was hinein jedoch resozialisiert, deradikalisiert werden sollte, nämlich, und um nichts anderes kann es in der Bundesrepublik Deutschland gehen, hinein ins Grundgesetz und in die allgemeinen oder universellen Menschenrechte (AEMR, Paris am 10. Dezember 1948), wurde selbst in einer vollen Stunde (60:14 min) beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) nicht angesprochen. Die AEMR als Grundlage des Grundgesetzes für die BRD (GG, 23. Mai 1949) wurde bei Anne Will nicht verteidigt.

Gerade hier zeigt sich die Unausgewogenheit der Sendung. Eine Stimme nämlich hat gefehlt, die den Mut aufgebracht hätte, die Unverhandelbarkeit universeller Menschenrechte mit dem aus der wortgetreuen Anwendung von Sure und Hadith (KRM: „Koran und Sunna“) zwangsläufig resultierenden islamischen Totalitarismus und seiner Frauenentwürdigung zu kontrastieren, auf einem Vorrang von Individualrechten vor Gruppenrechten zu bestehen und unzweideutig zu warnen vor einer deutschen Rechtsspaltung bzw. Rechtsveränderung auch bereits im Familienrecht oder Eherecht (die Muslima darf keinen Nichtmuslim heiraten; Polygynie; neun bis 15 Jahre alte Kindbraut) oder im Erbrecht (der Ex-Muslim verliert jeden Erbanspruch; laut Koran nur das halbe Erbe für die Tochter gegenüber ihrem Bruder). Was die an einer schleichenden Abschaffung des Grundgesetzes nicht interessierte BRD hierzu voraussetzen darf und muss, kann im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht verschwiegen werden.

Um die Ferne oder auch Nähe des in der NDR-Sendung angeprangerten radikalen Islam im Verhältnis zum gemäßigten Islam zu bestimmen, hätte der theologische und organisatorische Mainstream der Religion von Koran und Sunna zur Sprache kommen müssen. Das geschah nicht. Es hätte ja auch ergeben, dass der literalistisch verstandene Islam alle Lebensbereiche ordnen sprich einen religiösen Totalitarismus errichten will und dabei den muslimischen (sofern schariagehorsamen) Mann privilegiert, jeden Nichtmuslim und jede Frau hingegen entrechtet und entwürdigt.

In bester Eintracht wird dieser Mainstream, um beim sunnitischen Islam zu bleiben, mit Billigung und offensichtlicher Sympathie auch seitens der im KRM zusammengeschlossenen deutschen Islamverbände weltweit, von der Kairoer al-Azhar bis zum Darul Uloom Deoband gelehrt und in Europa beispielsweise durch die Organisationen FIOE (Federation of Islamic Organizations in Europe – Föderation Islamischer Organisationen in Europa) und ECFR (European Council of Fatwa and Research – Europäischer Rat für Fatwa und Forschung) vertreten. FIOE wie ECFR sind der Muslimbruderschaft zuzurechnen.

Anders als das deutsche Gerede von der „Vielfalt des Islams“ (Reinhard Kirste; Kai Hafez; bpb; EZIRE; Schura Bremen) nahelegen könnte, vertreten al-Azhar, Deoband, Muslimbrüder und die Islamdiktatur Saudi-Arabien auch nicht verschiedene Islamse oder sagt man Islame oder verschiedene Scharias oder Scharien, sondern die eine Rede Allahs (Koran), die eine Schöpfungsordnung und Gesetzlichkeit (Scharia), den einen Islam und führen die eine Umma (muslimische Weltgemeinde). Nichts und niemand darf „Koran und Sunna“ widersprechen, Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM), Geschäftsordnung in der Fassung vom 28. März 2007: „Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“

FIOE

Vorsitzender der FIOE ist Chakib ben Makhlouf, der Ahmed al-Rawi ablöste. Generalsekretär ist Emad Al-Banani; Vorstandsmitglied für „Relations“ ist Ibrahim El-Zayat. Im Februar 2002 wurde Ibrahim El-Zayat Präsident der IGD (Islamische Gemeinschaft in Deutschland), dem deutschen Zweig der globalen Muslimbruderschaft, und wurde 2006 für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. El-Zayat sitzt auch im Vorstand der von ihm 1995 mitgegründeten Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler/Innen e. V. (GMSG) in Köln. Verheiratet ist der europäische Islamfunktionär mit Sabiha El-Zayat-Erbakan, seine Frau ist die Schwester des IGMG-Funktionärs Mehmet Sabri Erbakan. Damit ist eine geradezu dynastische Verbindung der Clans El-Zayat und Erbakan gegeben, die dem Lebenswerk von Necmettin Erbakan treu sein dürfte, über den der NRW-Verfassungsschutz schreibt: „Die auf seinem Verständnis des Islam fußenden ideologischen Vorstellungen einer „Gerechten Ordnung“ und die „Vision von Millî Görüş„, die eindeutig extremistisch sind, werden von seinen Anhängern in der Türkei und in Europa nach wie vor weiter verfolgt.“ Einer unbedingt zu errichtenden ADİL DÜZEN, (eingedeutscht Adil Düzen, zu arab. ʿādil), nämlich der „gerechten“ sprich islamischen Lebensordnung stellte der türkische Islamtheoretiker und Stifter der pantürkischen und radikalislamischen Bewegung für Schariagesetzlichkeit Millî Görüş die Bâtıl Düzen (Batil Düzen) gegenüber, die nichtige, die bei Allah verworfene Seinsweise (bāṭil), schariarechtlich null und nichtig, islamisch grundfalsch).

ECFR

Gründungsmitglied und seither Vorsitzender des ECFR ist der Cheftheologe der Muslimbruderschaft Yusuf al-Qaradawi. Der baden-württembergische Verfassungsschutz charakterisierte den ECFR im Frühjahr 2011 so:

„Der ECFR sieht sich als Repräsentant der islamischen Welt und vor allem der muslimischen Minderheiten im Westen. Den Verlautbarungen des Rates ist zu entnehmen, dass die Entwicklung eines Islam europäischer Prägung und einer Islam-Auslegung, die sich an demokratischen Werten und dem westlichen Verständnis von Menschenrechten und Selbstbestimmung orientiert, verhindert werden soll.“

(Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg: Yusuf al-QARADAWI: Einer der einflussreichsten sunnitischen Islamgelehrten. Reihe „Führungs- und Identifikationsfiguren extremistischer Organisationen“, 4|2011.)

Hinsicht verhinderter Bürgerrechte und verhinderter Pressefreiheit sowie mit Blick auf gesellschaftlichen Totalitarismus und systematische, über kurz oder lang juristisch durchzusetzende Frauenfeindlichkeit unterscheidet sich auch der schiitische Islam, betrachten wir das Regime der Teheraner Mullahs (Zwölferschia), vom sunnitischen Islam nicht.

All das jedoch unterblieb am 6. November 2016, man kannte jedenfalls kritisierte ECFR und FIOE nicht und sprach noch nicht einmal über die gegebene AEMR-Widrigkeit und Grundrechtswidrigkeit des Islamischen Rechts (gottgegeben als die Scharia; von den Menschen anzuwenden als der Fiqh). Was geboten wurde, war eine Sendung über den (radikalen) Islam ohne Information zum Islam, man schlich um das Thema Islamische Normativität (Schariagesetz) bzw. Islam herum wie die sprichwörtliche Katze um den heißen Brei.

Dieses Ausweichen vor dem Thema widerspricht dem Programmauftrag des Norddeutschen Rundfunks. Im NDR-Staatsvertrag heißt es in § 5 Programmauftrag (1) unter anderem:

„Der NDR hat den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sein Programm hat der Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung zu dienen.“

Sofern er nicht, und das sind die wenigsten, blind oder sehbehindert ist, hinterlässt Visuelles beim Menschen besonders starke und bleibende Eindrücke. Ein Eindruck über einen Menschen, vielleicht der symbolische Ausdruck des Humanen schlechthin ist die menschliche Gestalt und hier insbesondere das menschliche Gesicht. Im Islam ist der dämonisierte Körper der als wankelmütig und glaubensschwach geltenden sowie zeitlebens eines männlichen Vormunds (walī, das ist: Vater; großer Bruder; Heiratsvormund; Ehemann) bedürftigen Frau mit dem Hidschab abzudecken – mindestens! – bis auf Hände und Gesicht.

Wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange erstarrt, so durfte der NDR-Zuschauer auf ein Ex-Gesicht oder Vielleicht-Gesicht starren, durfte er über das durch schwarze Textilien ausgelöschte Antlitz der zu Anne Will eingeladenen Nora Illi meditieren – sechzig Minuten lang. Dass eine kulturell moderne Gesellschaft diese Körperpolitik und Ideologisierung des weiblichen Gesichts und Körpers im öffentlichen Raum, erst recht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, untersagen sollte, ist das eine.

Das andere, und hier liegt das eigentliche, nicht hinnehmbare Versagen des NDR, ist das Versäumnis, als Sender auf die Menschenverachtung und Grundrechtswidrigkeit nicht lediglich des Niqab, sondern jedes Hidschab hinzuweisen. Mindestens einer solchen Ansicht zur islamischen Bedeckung (Hidschab, verkürzt genannt und genäht Kopftuch) hätte der NDR eine Stimme geben müssen, statt zur besten Sendezeit lediglich eine Stunde lang ein sprechendes schwarzes Gespenst im Studio in Erscheinung treten zu lassen.

Bereits die schlicht islamische (und nicht etwa die wahhabitische, salafistische, islamistische u. dgl.) Vorschrift, dass jedes Mädchen ab neun Jahren und jede Frau ihren gesamten Körper bis auf Hände und Gesicht mit Stoff blickdicht und alle Rundungen und Konturen verbergend bedecken muss, ist totalitär sowie frauenfeindlich und zusätzlich kinderfeindlich – und diskriminiert im Übrigen auch jeden Mann, der angesichts einer frei herumlaufenden unbedeckten Frau in den Zustand eines willenlosen Triebtäters falle. Der türkische Staatsislam, Diyanet deutscher Arm DITIB, fordert diesen Hidschab als „nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam […] bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität“. Hier bereits liegt die Unverträglichkeit zu unseren Freiheitsrechten, nicht erst in der strengen Auslegung von Hidschab bzw. islamischer weiblicher Kleidung, nicht erst im Gesichtsschleier (Niqab).

Der Hidschab ist kein Freiheitsrecht. Zur Freiheit einen Hidschab zu tragen, würde immer auch die Freiheit gehören, ihn jederzeit wieder ablegen zu können, das aber lässt die Scharia nicht zu. Der Hidschab ist islamische Pflicht (alle vier sunnitischen Rechtsschulen ebenso wie die Zwölferscha), wer als Frau den Schleier verweigert, gilt im Islam als sittenlos und ist zu verachten. Zur islamischen weiblichen Kleidung gibt das Bundesverfassungsgericht weiter:

Beschluss vom 27. Januar 2015 – 1 BvR 471/10

„9. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) hat folgende theologische Bewertung ihres Obersten Religionsrates mitgeteilt: Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots und habe darüber hinaus für die Trägerin weder einen symbolischen Charakter noch diene es der Bekundung nach außen.“

Diese Verpflichtung für jede Muslima, zur Bewahrung des Gnadenstandes mit Allah – beim Bestreben, nach dem Tod zu ihm ins Paradies und eben nicht in die Hölle zu kommen – zeitlebens beinahe den gesamten Körper (DITIB: „mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen“) abdecken zu müssen, ist das im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat untragbare frauenrechtliche und überhaupt menschenrechtliche Problem, nicht erst Frau Illis Niqab (Gesichtsschleier).

Warum nur verpasste der NDR am 06.11.2016 (Mein Leben für Allah – Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?) die Möglichkeit, etwas zum reaktionären und totalitären Charakter jeder islamischen weiblichen Kleidung zu sagen, zu einer Doktrin, die jede Verweigerin des Hidschab ihren schariatreuen Mitmenschen als Brennstoff fürs Höllenfeuer im Jenseits und als Schlampe im Diesseits erscheinen lassen muss? Nicht das schwarze Tuch auf Mund und Nase, die Pflicht zum islamischen Wohlverhalten und Gesetzesgehorsam, die Scharia ist das Problem.

Denn auch dieses hätte der NDR in einer Sendung mit Islambezug sagen müssen: Der Mensch im Islam darf sich keine Gesetze geben, Allah ist Gesetzgeber, ist Souverän, über kurz oder lang ist jeder von Menschenhand geschaffene Paragraph durch einen schariakonformen zu ersetzen. Wohin geht Deutschland: Volkssouveränität oder Herrschaft Allahs? Ob die NDR-Gäste Nora Illi und Mohamed Taha Sabri AEMR und GG den Vorzug geben und auf Durchsetzung der Allahkratie verzichten kann in diesem Schreiben dahingestellt bleiben, NDR-Moderatorin Anne Will jedoch muss die freiheitliche Demokratie vernehmbar verteidigen und dazu das islamische System bzw. die islamische Herrschaft, Maududi sprach vom Nizam (niẓām islāmī), Sayyid Qutb von der Hakimiyya (ḥākimiyyat Allāh), unzweideutig zurückweisen. Da gibt es nichts zu verhandeln.

Aus dem bisher Gesagten folgt schließlich, dass der NDR in einer Sendung mit Islambezug den Gegenentwurf zur AEMR, die 1990 bekundete gegenmoderne und totalitäre CDHRI (Cairo Declaration on Human Rights in Islam – Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam) dem Publikum erläutern muss, diese aber nicht sechzig Minuten lang äquidistant diskutieren lassen darf, sondern unzweideutig zurückzuweisen hat. Anne Will sollte das zeitnah tun.

Nähme der NDR seinen Informationsauftrag ernst, würde er, etwa bei Anne Will, über die Nichtmuslime und Frauen diskriminierenden sowie die Meinungsfreiheit verhindernden Schariavorbehalte in den Staatsverfassungen von Ländern wie Pakistan oder Ägypten berichten lassen und nicht lediglich Gäste einladen, die, wie Nora Illi, Mohamed Taha Sabri und Ahmad Mansour, ganz dem Motto zu folgen scheinen: Böser Islamismus – guter Islam.

Vermeidbar wird der Erfolg von „Salafismus-Prävention“ oder „Islamismusprävention“ ausgesprochen begrenzt bleiben, solange gerade auch die deutschen Medien nicht faktentreu über Scharia und Fiqh berichten, anders gesagt solange das Monopol auf faktennahe Berichterstattung zum Islam überwiegend bei den Islamradikalen selber liegt.

Nicht nebenbei: Wir sollten froh sein, dass wir Grundrechte haben und nicht nur eine, in letzter Zeit beunruhigend oft beschworene, Wertegemeinschaft oder Werteordnung. Rechte sind einklagbar, Werte nicht. Es geht um Bürgerrechte, es heißt Civil Rights Movement, Bürgerrechtsbewegung und nicht Bürgerwerte-Bewegung.

Die sehr islamische Parallelkultur oder vielmehr islamische Gegengesellschaft von Geschlechterapartheid, Tugendterror, Tochtertausch und sonstiger Frauenunterdrückung lässt sich ebenso mit wie ohne bewaffneten Kampf errichten. Nicht nur die Milieus von Burka, Pantoffeln und langen Bärten, das Islamische Recht, das Menschenbild und der Wohlverhaltenszwang der – vom iranischen Religionsführer (rahbar) Ali Chamene’i ebenso wie von Kairos al-Azhar bis hinein in die Deutsche Islamkonferenz vertretenen – Scharia ist das Problem.

Um die allgemeinen Menschenrechte (AEMR) und dabei nicht zuletzt die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und der Frauen zu verteidigen, muss der NDR das Problem Scharia und Fiqh beim Namen nennen und eben nicht, frei nach Angela Merkel, gemäß dem Motto handeln: Wir schaffen das … zu ignorieren.

Um islamisch radikalisierte junge Menschen möglichst erfolgreich vom zum Töten bereiten Aufbruch Fī sabīli Llāh (auf dem Wege Allahs, für die Sache Allahs) abzuhalten, gilt es, das Faszinosum Kalifat, das Faszinosum Dschihad einzugrenzen. Solange Funk und Presse die Menschenrechtswidrigkeit (AEMR-Widrigkeit) und Grundrechtswidrigkeit jeder islamischen Seinsweise und Gesellschaftsordnung (Nizam; Hakimiyya; Adil Düzen) mit dem Schleier des Schweigens bedecken, können – in einem vermeidbaren Ausmaß – jungen Menschen Hasspredigten als beglückende Wahrheit erscheinen und Glaubenskämpfer als Märtyrer.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

mitzeichnend

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Petition gegen Burka und Niqab im öffentlichen Raum

Oktober 22, 2016

Auf die lesenswerte Petition des ZdE gegen Burka und Niqab in Baden-Württemberg machen wir gerne aufmerksam.

Zentralrat der Ex-Muslime

An den

Landtag von Baden-Württemberg

Petitionsausschuss

19.10.2016

Petition des Zentralrats der Ex-Muslime für ein Verbot von Niqab und Burka im öffentlichen Raum

Der ZdE wurde am 21.01.2007 gegründet, um die politische Vertretung der Interessen all jener Menschen anzubieten, die sich vom islamischen Glauben abgewandt haben oder diesem niemals angehörten, obwohl sie einem sog. “muslimischen Herkunftsland” entstammen. Der Verein ist als Antidiskriminierungsverband gemäß Voraussetzungen § 23 Abs. 1, 2 und 3 AGG tätig.

Auf der Basis aufklärerisch-humanistischer Grundüberzeugungen setzt sich der Zentralrat der Ex-Muslime für folgende Ziele ein

• Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte als unveräußerliche, individuelle und unteilbare Rechte jedes einzelnen Menschen

• Durchsetzung jener aufklärerisch-humanistischen Leitideen, auf denen der freiheitlich demokratische Rechtstaat notwendigerweise gründet

• Durchsetzung der Weltanschauungsfreiheit als Freiheit, sich öffentlich wie nichtöffentlich zu religiösen oder nichtreligiösen Anschauungen zu bekennen oder dies zu unterlassen

• Durchsetzung einer konsequenten Trennung von Staat und Kirche / Religion / Weltanschauung

• Verbot des Hidschab im gesamten öffentlichen Dienst und des Kinderhidschabs in staatlichen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen. Der Hidschab, mit dem Mädchen und Frauen ab der Pubertät den gesamten Körper bis auf Gesicht und Hände bedecken müssen (s. 1 BvR 471/10 // 1 BvR 1181/10 Rd. 74, Stellungnahme DITIB) fördert und tradiert ein kulturell vormodernes, orthodox islamisches Menschenbild, das mit der freiheitlich demokratischen Grund- und Werteordnung, dem Staatsauftrag zur Förderung und Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und den Diskriminierungsverboten aus Art. 3 GG nicht vereinbar ist

• Förderung der Völkerverständigung auf der Grundlage der allgemeinen Menschenrechte (AEMR, Paris, 1948)

• Förderung des vernunftgeleiteten Denkens und der Erziehung zur Toleranz. Die in der AEMR verankerten und garantierten Menschenrechte sind unteilbar und müssen somit vollumfänglich auch für all jene Menschen gelten, die in einer sogenannten muslimischen Kultur aufgewachsen sind

Die Debatte über ein Burkaverbot ist aus folgenden Gründen keinesfalls überflüssig

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein, wenn auch hinkend, säkularer, freiheitlich demokratischer Rechtsstaat, zu dessen existenziellen Voraussetzungen die Garantie der im Grundgesetz festgelegten allgemeinen, unveräußerlichen und unteilbaren Grund- und Menschenrechte [Art. 1-19 GG] ebenso wie die in Art. 20 Abs. 3 verankerten Strukturprinzipien gehören [vgl. Art. 1 Abs. 3 GG u. Art. 20 Abs. 3 GG].

In Art. 1 Abs. 2 bekennt sich das deutsche Volk zu unverletzlichen, daher unteilbaren und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. In diesem Staat kann sich jeder Mensch, der sich in Deutschland aufhält oder hier lebt, ob deutschstämmig, eingebürgert, anderer Nationalität oder staatenlos, auf die oben genannten Rechte berufen und sie einklagen. Alle hier lebenden Menschen haben als Bürger die Freiheit sich dem o. g. Bekenntnis des deutschen Volkes anzuschließen [aus Art. 2 Abs. 1 GG abgeleitete allgemeine Handlungsfreiheit].

Das GG, unsere Verfassung, Rechts- und Werteordnung, ist ein kohärentes Gefüge, in dem sich die einzelnen Artikel aufeinander beziehen und in einem Begründungszusammenhang stehen. Für jedes Grundrecht besteht ein Handlungsrahmen innerhalb dessen ein Rechtsgut geschützt ist. Dieser Schutz endet genau dort, wo Grundrechte kollidieren. Selbst dem Wortlaut nach vorbehaltlos geltende Rechte haben daher verfassungsimmanente Schranken, die unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsprinzips mittels praktischer Konkordanz auszuloten sind. Das Grundgesetz beansprucht konsequent und eifersüchtig, allein die Spitze der staatlichen Normenpyramide zu besetzen. Der Vorrang der Verfassung wird gesichert durch das Bundesverfassungsgericht [1].

[1] Josef Isensee: Vom Stil der Verfassung

https://books.google.de/books?id=BQSnBgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Die Einheit der Verfassung, ein Unterfall der Einheit der Rechtsordnung auf Verfassungsebene, stellt bei Fallkonstellationen, in denen sich Grundrechte widersprechen, einen fundamentalen Grundsatz der Verfassungsinterpretation dar. Normtheoretisch hat die als ideal zu geltende Einheit der Rechtsordnung die Konsequenz, dass mit jedem Rechtssatz zugleich die gesamte Rechtsordnung angewendet wird [2]. Bei der Anwendung von Einzelnormen wird methodologisch davon ausgegangen, dass deren Aussagen begrenzt und unvollständig sind und erst aus der Zusammenschau mehrerer Normen der spezifische Zweck und Anwendungsbereich der Einzelvorschrift deutlich wird.

[2] Peter Schwacke: Juristische Methodik. Kohlhammer, Stuttgart, 5. Aufl. 2011, S. 7: „Ist die Rechtsordnung in sich frei von Regelungs- und Wertungswidersprüchen, schließt die Anwendung eines Rechtssatzes letztlich die Anwendung der gesamten Rechtsordnung ein. Das wäre dann der Idealgrundriss einer Rechtsordnung.“

Bereits 1958 stellte das BVerfG im Fall Lüth klar [BVerfGE 7,198 – Lüth], dass das GG als objektive Werteordnung anzuerkennen ist und die Ausstrahlung der Grundrechte als oberstes objektives Prinzip der gesamten Rechtsordnung auf sämtliche Rechtsbereiche anzuwenden ist. Grundrechte beziehen sich demnach nicht nur auf die Rechtsbeziehung zwischen Staat und Bürger, sondern durchdringen alle Teilgebiete des Rechts, auch das Privatrecht (Bürgerliches Recht) nach h.M. in Form einer „mittelbaren Drittwirkung“. Alle Normen sind demnach im Geist der Grundrechte auszulegen und anzuwenden.

Tatsächlich ist sogar die Nichtinanspruchnahme eines Grundrechtes durch die negative Ausprägung dieses Grundrechts mit geschützt. Das aus Art. 4 GG zu entnehmende Menschenrecht auf negative Religionsfreiheit beispielsweise garantiert auch Ex-Muslimen und Kulturmuslimen sich nicht öffentlich zu einem Glauben / einer Weltanschauung zu bekennen. Auch können sie nicht gezwungen werden religiöse Riten zu praktizieren oder gottesfürchtige Kleidungs- und Verhaltensregeln einzuhalten. Vielmehr haben sie Anspruch darauf, nach ihrem Welt- und Menschenbild frei von Anfeindungen, manifesten oder unterschwelligen Drohungen und Anpassungsdruck ihren Alltag zu gestalten [Art. 136 Abs. 4 WRV i.V. m. Art. 140 GG]. Weder Atheisten, Agnostiker und Säkulare noch Hindus, Moslems oder Christen verlieren ihre bürgerlichen oder staatsbürgerlichen Rechte wenn sie ihre Weltanschauung / Religion ausüben oder eben nicht [Art. 136 Abs. 1 WRV i.V. m. Art. 140 GG].

Dem überwiegenden Teil unserer Mitglieder sind Burka und Niqab als textile Ausdrucksform eines theokratischen, fundamentalistischen Islam bekannt, der überall dort wo er die Regierung stellt politische Gegner, Andersdenkende, Säkulare und Nichtmuslime verfolgt, inhaftiert, foltert, deren Familienangehörige unter Druck setzt und Menschen ohne fairen Prozess zum Tode verurteilt. Vor allem diejenigen unter uns, die ihre Heimat, Angehörige und Freunde verlassen und alles was ihnen lieb war für immer zurücklassen mussten und hofften, im weltoffenen, liberalen und menschenfreundlichen Europa individuell, selbstbestimmt, sicher und vor allem frei von der Wohlverhaltensdiktatur des islamischen Rechts leben zu können, sind entsetzt. Wir wissen, dass ein von der Scharia geprägter, totalitärer Islam, der keinesfalls mit AEMR, EMRK oder GG vereinbar ist, wenn er nicht in die Schranken unseres säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtsstaats verwiesen wird, diesen zerstören und die Lebensqualität aller hier lebenden Menschen massiv beeinträchtigen wird.

Im Gegensatz zur Nichtinanspruchnahme eines Grundrechtes ist der Grundrechtsverzicht der eindeutig zum Ausdruck gebrachte Wille rechtlich verbindlich auf eine gewisse grundrechtliche Gewährleistung zu verzichten. Dieser Verzicht ist aber an Voraussetzungen geknüpft, beispielsweise an die Dispositionsfähigkeit. Während die Verfügbarkeit eines Grundrechts in erster Linie auf die subjektivrechtliche Funktion der einzelnen Gewährleistungen für den Bürger abstellt, haben Grundrechte darüber hinaus die erwähnte objektive Funktion. Sie begründen eine objektive Werteordnung, über die eben nicht jeder nach eigenem Gutdünken verfügen kann. Zudem hat der Staat, hier das Land Baden-Württemberg, seine Schutz- und Gewährleistungspflichten aus Art. 1 Abs. 1 u. 3 GG[3] sowie Art. 3 Abs. 2 zu verwirklichen [4]. 1994 wurde Satz 2 sogar als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen [5].

[3] Art. 1 Abs 1 GG

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Art. 1 Abs 3

Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

[4] Art. 3 Abs. 2 Satz 1 u. 2

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

[5] Staatszielbestimmungen

Nach Vorarbeiten einer Gemeinsamen Verfassungskommission […] wurden 1994 der Schutz […] und die Förderung der „tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung“ (Artikel 3 Absatz 2 Satz 2) in die Verfassung aufgenommen

Nach Artikel 3 Absatz 3 der UN-Kinderrechtskonvention müssen die Vertragsstaaten dafür Sorge tragen, dass die dem Schutz des Kindes dienenden innerstaatlichen Normen [der Schutz vor negativen Auswirkungen der fehlgedeuteten Freiheits- und Abwehrrechte seiner Mutter ist hier auch gemeint] von den zu ihrer Anwendung berufenen Institutionen, Diensten und Einrichtungen im Sinne der Sicherheit [Unfallrisiko] und Gesundheit der Kinder [Folgen des Vitamin D Mangels ihrer Mütter] tatsächlich auch angewendet werden.

Das Menschenbild in islamisch orthodoxen Milieus

Um einschätzen zu können, ob in einem säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtsstaat ein Burka- oder Niqabverbot verfassungsrechtlich vertretbar ist, ist es auch für den Stuttgarter Landtag sinnvoll, sich mit dem Männer- und Frauenbild des fundamentalistischen Islam, dem die muslimischen Trägerinnen und Befürworter anhängen, zu befassen. Dass der Staat Glaubenslehren und Weltanschauungen neutral gegenüberstehen muss und sie nicht bewerten darf, bedeutet nicht, dass sie ihm aus menschenrechtlicher und verfassungsrechtlicher Sicht gleichgültig zu sein haben. Vielmehr verpflichtet ihn die Verfassung die allgemeinen, unveräußerlichen und unteilbaren Grund- und Menschenrechte, die als Abwehr‑, Gleichheits- und Freiheitsrechte und objektive Werteordnung unsere säkulare, freiheitliche Grund- und Werteordnung kennzeichnen und prägen, zu garantieren und zu schützen.

Fitra (fiṭra), natürliche Veranlagung

Als der Schöpfer (al-Ḫāliq, anglis. al-Khaaliq) der Erde und des Weltalls ist alles, außer Allah selbst, seine Schöpfung (ḫalq, khalq). Sowohl die unbelebte als auch die belebte Natur, auch jeder Mensch, ist von Ursprung und Wesen her auf seinen Schöpfer ausgerichtet, allahzentriert. Wenn ein Kind geboren wird, kommt es dementsprechend zunächst als Muslim auf die Welt. Ähnlich wie sich der Körper des Neugeborenen den physischen Gesetzen unterwirft, die Allah der Natur auferlegt hat, unterwirft sich seine Seele auf natürliche Weise der Tatsache, dass Allah sein Herr und Schöpfer ist. Erst seine Eltern machen aus ihm einen Andersgläuben oder Atheisten.

„Jeder (Mensch) wird im Zustand der Fitra geboren (d. h. nach der Art und Weise des Erschaffens durch Gott). Alsdann machen seine Eltern aus ihm einen Juden, Christen oder Zoroastrier.“

al-Buchari (Kitab al-Qadar, Kap. 3)

Nach islamischer Auffassung hat jeder Mensch die angeborene Möglichkeit die Wahrheit [den Islam] zu finden und die Fähigkeit seinen Schöpfer zu erkennen. Im Diesseits hat der Mensch die Gelegenheit für sein jenseitiges Leben vorzusorgen, indem er lebt und handelt wie es Allah für alle vorgeschrieben hat. Am Tag des Gerichts [yaum al-qiyama] wird er Rechenschaft dafür ablegen müssen, in welchem Maß er diese Gabe genutzt oder sie verworfen hat.

“So richte dein ganzes Wesen aufrichtig auf den wahren Glauben, gemäß der natürlichen Veranlagung [fiṭra], mit der Allah die Menschen erschaffen hat. Es gibt keine Veränderung in der Schöpfung Allahs. Dies ist die richtige Religion. Jedoch, die meisten Menschen wissen es nicht.“ (30:30)

Die Welt- und Schöpfungsordnung Allahs, gottgegeben als die Scharia, von den Menschen anzuwenden als der Fiqh, ist dem theokratischen Anspruch nach verpflichtend und verbietet nach weltlichen Gesetzen zu urteilen. Jede nicht von Allah, sondern von Menschen geschaffene Gesellschaftsordnung und Gesetzlichkeit ist dementsprechend sittlich geringeren Wertes und über kurz oder lang durch das medinensische Vorbild und die wortgetreu zu erfüllenden Gebote Allahs zu ersetzen.

Eine andere Interpretation lassen die vier anerkannten Quellen der Rechtsfindung im Islam [Koran, Sunna, Idschma und Qiyas] nicht zu. Auch die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam [1990] baut auf diesen Voraussetzungen auf. Selbst Widersprüche sind einfach hinzunehmen, ein Hinterfragen oder Kritisieren der Regeln oder gar Zweifel an deren Richtigkeit ist Sünde und haram [verboten] [6]. Anders als im aufgeklärten katholischen oder evangelischen Religionsunterricht ist Schülern im bekennenden, auf Koran und Sunna basierenden islamischen Religionsunterricht Außenansicht verwehrt. Schließlich begeht Allah keine Fehler [7]. Er ist allmächtig, weise und gerecht [8]. Will man sichergehen Allah nicht zu erzürnen, bittet man einen Mufti [Experte des Fiqh] um ein Rechtsgutachten.

[6] Jemand fragte: „Allahs Gesandter, wer ist der Beste von allen Menschen?“ Allahs Gesandter sagte: „Der Gläubige, der sich mit allen Kräften, seinem Leben und seinem Besitz auf dem Wege Allahs einsetzt.“

Hadith: Buchari

[7] Allahs Gesandter hat gesagt: „Die Sache des Gläubigen ist wunderbar. Alle seine Angelegenheiten sind gut für ihn, und dies ist bei niemandem so, außer dem Gläubigen. Wenn ihm etwas Schlechtes widerfährt, ist er geduldig, und dadurch wird es gut für ihn, und wenn ihm Gutes widerfährt, ist er dankbar, und dadurch wird es (auch) gut für ihn.

[8] Hadith: Muslim

Allahs Gesandter hat gesagt: „Jemand, der einen festen Glauben hat, ist besser und Allah lieber als einer mit schwachem Glauben. In jedem ist Gutes. Sei auf das bedacht, was dir (bei Allah) nützt, bitte Allah um Hilfe, und lass (dabei) nicht nach. Wenn dir etwas zustößt, sag nicht: Wenn ich etwas getan hätte, wäre es so und so gekommen, sondern sag: Allah beschließt und tut, was er will. Denn das „Wenn“ öffnet dem Wirken des Schaitan (Tür und Tor).“ 

Hadith; Muslim

Das Forschen nach der Bedeutung und inneren Logik des göttlichen Gesetzes ist jedoch sogar dem einzelnen Alim [hochwertig ausgebildeter Schariagelehrter] bzw. dem Mufti (Erteiler von islamischen Rechtsgutachten) nur innerhalb des ihm von Allah vorherbestimmten Konvoluts an Wissen möglich. Letztlich ist die Scharia dem menschlichen Verstehen entzogen, selbst diese Experten sind nicht in der Lage den Sinn der göttlichen Gebote zu durchschauen. Jeder Fatwa [Rechtsgutachten] beginnt mit ‚Im Namen Allahs‘ und endet mit ‚Und Allah weiß es am Besten‘.

Die sakrosankten Vorschriften des islamischen Rechts [arab. Scharia] beinhalten Verhaltens- und Kleidungsregeln sowie Aufgabenverteilung, die sich gemäß der weiblichen bzw. männlichen Fitra voneinander unterscheiden. Sogar kleine Mädchen, die den Kinderschuhen noch nicht entwachsen sind, werden spätestens mit Beginn der Pubertät durch diese göttlichen Gebote in ihrer Selbstbestimmung und Freiheit aus religiösen und geschlechtsspezifischen Gründen lebenslang benachteiligt.

Weibliches Rollenkonzept, Schambereich des weiblichen Körpers [Aura, ‚awra]

Der sich auf die beiden Primärquellen Koran und Sunna stützende Islam sieht in der weiblichen Weltbevölkerung pauschal die Ursache für Unglauben, Zwietracht, Intrige und Zerwürfnis. Weil es Frauen angeblich an Religion, Vernunft und Anstand [Al-Buchâri, ibid., 298] fehlt, gelten sie als moralisch und religiös verunsichert und leicht beeinflussbar. Aus islamischer Sicht sind sie sichere Beute für den Teufel, der sie dazu verleitet, ihre Pflichten gegenüber Allah und den Glaubensgeschwistern zu vernachlässigen und dazu anstiftet, Männer vom rechten Weg abzubringen, ihnen den Kopf zu verdrehen und sie zu verführen.

Wegen ihrer Fitra, wegen ihrer flatterhaften, moralisch verunsicherten Veranlagung und weil sie dem Teufel nahesteht, hat jede gottesfürchtige Muslima ihre Awra [auch: islamische Aura: Schambereich, Intimzone], die den gesamten Körper bis auf Gesicht, Hände und Füße umfasst, mit einem Hidschab zu verhüllen und nur noch in Begleitung des Ehemanns oder eines Mahrams das Haus zu verlassen. Alleine aus der Wohnung zu gehen ist in seltenen, zu begründenden Ausnahmefällen möglich oder wenn der Ehemann es erlaubt [9].

[9] Frage

Braucht eine Frau die Erlaubnis ihres Ehemannes, um das Haus zu verlassen?

Antwort

[…] Umar ibn al-Khattab [ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb, * 592 in Mekka; † 644 ebenda] sagte:

„Ehe ist Sklaverei, so achte sehr darauf, wem du deine Tochter zur Versklavung gibst.“ […]

Ibn Mufliḥ al-Hanbali [Ibn Mufliḥ al-Maqdisī, † 1362] sagte:

„Es ist haram für eine Frau das Haus ihres Mannes ohne seine Erlaubnis zu verlassen, außer in Notfällen oder zu Verpflichtungen, welche die Schari’a anordnet.“

(Al-Adab asch-Schariyya, 3/375).

[…] laut dem Konsens der Imame kann sie das Haus nicht verlassen, außer mit seiner Erlaubnis

http://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/88-verlobung-a-ehe/eheleben-umgang-miteinander/1338-die-erlaubnis-des-ehemannes-fuer-die-frau-um-hinauszugehen

Selbst bei unerträglich hohen Temperaturen in der Mittagszeit ist leichte Sommerkleidung, die zu viel nackte Haut zeigt, haram. Muslimas haben darauf zu achten, dass mit Ausnahme von Gesicht und Händen kein zusätzlicher Zentimeter Haut sichtbar wird oder durch zu transparenten Stoff durchscheint. Grundsätzlich hat der weite Schnitt der Kleidung so lose über den Körper zu fallen, dass weibliche Rundungen und die Silhouette unter blickdichten Textilien auch dann nicht zu erkennen sind, wenn man dicht beieinandersteht. Lugt der Haaransatz oder eine widerspenstige Strähne aus dem Schleier hervor, ist dieser Verstoß sofort zu korrigieren [10].

[10] DITIB zitiert vom BundesverfG, Beschluss vom 27. Januar 2015 – 1 BvR 471/10

9. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) hat folgende theologische Bewertung ihres Obersten Religionsrates mitgeteilt: Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien [eben keine mahram-Männer] und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots und habe darüber hinaus für die Trägerin weder einen symbolischen Charakter noch diene es der Bekundung nach außen.

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/01/rs20150127_1bvr047110.html

Nach schariakonformem Rollenkonzept gehört zu den Aufgaben einer Muslima Hausarbeiten ordentlich zu erledigen und das Haus sauber zu halten. Sie ist verantwortlich für die gottgefällige Erziehung der Kinder und hat den Ehegatten liebevoll, demütig und gehorsam zu umsorgen. Die Töchter werden schon früh in ihre künftigen Pflichten eingeführt und an ein Allah ergebenes Leben gewöhnt. Nach islamischer Doktrin haben Grundschülerinnen bereits mit neun Mondjahren, nach unserem solaren Kalender also mit etwa achteinhalb Jahren, die religiöse Reife [Taklif] erreicht, um sowohl die ihnen zustehenden Schariarechte zu beanspruchen als auch die ihnen auferlegten religiösen Pflichten wortgetreu zu erfüllen.

Da die Monatsregel heutzutage mit neun oder zehn Jahren einsetzen kann (als Grenze der Menarche werden sowohl 17 % Körperfett als auch 48 kg Körpergewicht von Wissenschaftlern diskutiert), folgt aus der Offenbarung Allahs, dass bereits Grundschülerinnen in der dritten bis vierten Klasse religionsrechtlich als Frauen gelten, denen die volle Verantwortung für ihr Seelenheil zu übertragen ist. Auch sie haben dann ihren immer noch sehr kindlichen Körper bis auf Gesicht und Hände zu verbergen. Leichte Blusen oder Tops, die die Arme nicht bedecken, kurze Röcke, Kleider oder Hosen, die nackte Beine sichtbar werden lassen, sind tabu [11]. Die Kindheit unbeschwert zu genießen, an der frischen Luft herumzutollen oder sich spontan zu treffen, wie ihre gleichaltrigen nicht muslimischen Klassenkameradinnen, ist dann nicht mehr möglich. Überwachung und Kontrolle durch die Familie und der Konformitätsdruck durch das soziale Umfeld steigen an.

[11] 110593: Children Wearing Short and Tight Clothes

Thirdly: […]

Shaykh Muhammad ibn Saalih al-‘Uthaymeen was asked:

We often see in women’s gatherings girls and young girls, around the age of seven years, wearing short or tight clothes, or strange haircuts, or haircuts for small girls that look like haircuts for boys. If we speak to the mothers and try to advise them, they argue that the children are still small. We hope that you can give us clear advice about children’s clothing and haircuts, (…). 

He replied:

It is well known that the individual is influenced by things in his childhood and will continue to be affected by them after he grows up. Hence the Prophet (…) enjoined us to instruct our children to pray when they are seven years old, and to smack them (lightly) if they do not pray when they reach the age of ten, […] If a young girl gets used to wearing short clothes that only come to the knee, and short sleeves that only come to the elbow or shoulder, she will lose all modesty and will want to wear these clothes after she grows up. The same applies with regard to hair; […]. 

It should be noted that the family is responsible for these children and their upbringing and education, as the Prophet […] said: “A man is the shepherd of his household and is responsible for his flock.” So beware of being heedless; the father should be serious about the upbringing of his sons and daughters, and he should care for them, so that Allah will guide them and they will become a delight to him. End quote. 

Al-Liqa’ al-Shahri, 66/10 

Fourthly: 

If a girl is brought up from an early age to be modest and chaste and to cover herself, she will be the one who wants to wear the abayah and khimaar (head cover), even before she reaches puberty. But if she grows up not wearing clothes that cover, and her family fell short when she was small, they (now) have to persist in advising and reminding her. If that does not convince her, then harsher measures may be used, sparingly, to prevent her from doing what she wants, so that she will have no room to do whatever she wants with regard to this matter and others, because if they keep quiet about her clothing, because she refuses to wear the abayah or covering clothes, she will dare to do other things. This is a signal that the ship is about to sink! Because decisions are now in the hands of the children. At the beginning, we advocated gentleness and kindness, not despairing of the child being set straight, and not using harsh methods except when the wise captain sees fit. 

The Standing Committee for Issuing Fatwas was asked: At what age is a girl obliged to wear hijab (dress code stipulated for mature girls in Islam)? Should we force (female) students to wear it, even though they object? 

They replied: 

When a girl reaches puberty, it becomes obligatory for her to wear clothes that will cover her ‘awrah (parts of the body which must be covered), which includes the face, head and hands, whether she is a student or not. Her guardian should instruct her to do that, even if she dislikes it, and he should train her to do that before she reaches puberty, so that she will get used to it, and it will be easy for her to obey. 

Shaykh ‘Abd al-‘Azeez ibn Baaz, Shaykh ‘Abd al-Razzaaq ‘Afeefi, Shaykh ‘Abd-Allah ibn Ghadyaan, Shaykh ‘Abd-Allah ibn Qa‘ood 

End quote. 

Fataawa al-Lajnah al-Daa’imah, 17/219, 220 

So be the best help to your husband in obeying Allah and raising your children, and beware of following in the footsteps of the enemies of Islam in describing adherence to sharee‘ah as extreme strictness. Whatever your husband falls short in with regard to himself, advise him and exhort him, and remind him to fear Allah, the Lord of the Worlds; do not take his shortcomings as an excuse for your children’s shortcomings. Seek the help of Allah, your Lord, to fulfil this trust in the best manner. We ask Allah, may He be exalted, to help you to do that which pleases Him. 

In the answer to question no. 10016 we have discussed how to raise children to be righteous. 

In the answer to question no. 10211 we have discussed the correct way to teach small children and call them to Islam. 

And Allah knows best.

https://islamqa.info/en/110593

Keine Salafistin oder Wahhabitin wird sich dem Vorwurf aussetzen wollen, der eigenen Tochter den ‚geraden Weg‘ (Koran 36:60-62 usw., aṣ-ṣirāt al-mustaqīm) ins Paradies vorzuenthalten und damit nicht nur das eigene, sondern auch das Seelenheil des Mädchens zu gefährden. Deshalb wird man das Kind rechtzeitig durch das Kopftuch an das Verschleierungsgebot gewöhnen: „From an early age, daughters should be taught that hijab is an ordinance from Allah to protect their chastity. When a girl reaches puberty she is obliged to do all the obligatory duties and to avoid all haram things. One of the obligatory duties is wearing hijab“, wie man im theologischen Umfeld von Yusuf al-Qaradawi zur Frage klarstellt, ob muslimische Eltern das Recht haben, ihren Töchtern den Hidschab aufzuzwingen [12].

[12] “Can Muslim Parents Force Hijab on Daughters?”

Fatawa Issuing Body : Islam-online, Author/Scholar : Group of Muftis, Date Of Issue : 12/Jan/2004

Fatawa: Can Muslim Parents Force Hijab on Daughters?

Archiviert: USIM | Universiti Sains Islam Malaysia, Islamic Science University of Malaysia

http://archive.is/6ZWG

Der aus dem Libanon stammende promovierte Philosoph, Islamwissenschaftler und Publizist Dr. Ralph Ghadban schreibt zum Frauenbild in Koran und Sunna: „Die Frau ist eine ‚aurah, wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nähsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt [13]. Der Prophet soll gesagt haben: „Die Frau hat zehn ‚aurah. Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ‚aurah [14], [15].“

[13] [at-Tirmidhî 1093]

Ali reported the Prophet saying: ‚Women have ten (ʿawrāt). When she gets married, the husband covers one, and when she dies the grave covers the ten.

Kanz al-ʿUmmāl, Vol. 22, Hadith No. 858

[14] Samuel Schirmbeck zu den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html

[15] „Herr Augstein, Sie irren“. Von Sounia Siahi.

In seiner aktuellen Kolumne auf SPIEGEL ONLINE warnt Jakob Augstein vor übertriebener Hysterie ob der Patrouille sogenannter Scharia-Polizisten in Wuppertal. Je dümmer die Provokation, desto eher fallen wir darauf herein‘, so sein Urteil. Auf diesen Text hat die marokkanisch-deutsche Journalistin Sounia Siahi mit einer besorgten Zuschrift reagiert. Ihren Beitrag – und Augsteins Replik – dokumentieren wir hier im Wortlaut.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-journalistin-sounia-siahi-reagiert-auf-augstein-kolumne-a-991888.html

Männliches Rollenkonzept, Schambereich des männlichen Körpers [Aura, ʿawra]

Jungen bürdet man diese Last erst ab zwölf, eigentlich ab fünfzehn Jahren auf. Ihnen steht auch nach der religiösen Reife frei, sich jederzeit überall mit Freunden zu treffen und sich mit ihnen an jedem Ort aufzuhalten, der ihnen gefällt. Weil sich die männliche Awra nur vom Bauchnabel bis zu den Knien erstreckt, kann er bei sommerlicher Hitze Shorts und kurzärmlige T-Shirts oder ärmellose Muskelshirts anziehen, die einen durchtrainierten männlichen Körper gut zur Geltung bringen, die Haare sind meist kurz geschnitten und werden offen getragen. Der muslimische Mann ist für die ökonomische und körperliche Sicherheit der Familie zuständig, vertritt sie nach außen und trifft alle wichtigen Entscheidungen.

Aus dem Blickwinkel des auf Koran und Sunna aufbauenden islamischen Rechts, der Scharia, ist jede verschleierte und besonders die nicht verschleierte Frau zum freilaufenden moralischen und sexuellen Sicherheitsrisiko zu erklären. Der noch so unbedarfte Blickkontakt, das Händeschütteln bei Begrüßung eines Freundes oder Smalltalk mit dem Nachbarn ist Musliminnen in diesen islamisch fundamentalistischen Parallelgesellschaften verboten. Männer hingegen können gemäß Allahs Schöpfungsordnung niemals unanständig, liederlich oder sündhaft handeln, sondern sind im Zweifelsfall hilflos triebfixierte, willensschwache Opfer weiblicher Bezauberung und Verführungskunst.

Nach dieser Logik sind muslimische Männer nicht in der Lage Frauen zu Unmoral und Ehebruch zu verleiten. Es ist die Muslima, die für seine anzüglichen Bemerkungen, kompromittierenden Blicke, sexuellen Nötigungen und Vergewaltigungen verantwortlich zu machen ist. Hätte sie die Kleidungs- und Verhaltensvorschriften beachtet und ihre Awra korrekt bedeckt, hätten die Täter nicht die Kontrolle über sich verloren, sondern ihr weibliches Gegenüber mit Respekt behandelt.

Radikalislamischen Szenen reicht das beschriebene strenge Bedeckungsgebot immer noch nicht aus. Dieses Milieu der Burkaträgerinnen und Niqabis bezieht sich auf eine Aussage des Propheten, dass nicht nur der Körper sondern auch das Gesicht, wenn es hübsch ist, zu verschleiern ist. Einige Hadithe und Fatwen schreiben sogar vor Handschuhe zu tragen.[16]

[16] Meinung der vier Rechtsschulen bezgl. der Pflicht das Gesicht zu verschleiern und Handschuhe zu tragen

Mālikī Fiqh

Imām Mālik (…) war der Meinung, dass eine muslimische Frau dazu verpflichtet ist, ihr Gesicht und ihre Hände zu bedecken.

Shaykh al-Munāğğid sagte:

„Die korrekte Ansicht ist, dass eine Frau ihren kompletten Körper verhüllen muss, sogar das Gesicht und die Hände. Imām Aḥmad sagte, dass sogar die Fingernägel der Frau ʿAwrah sind und dies ist auch die Ansicht von Imām Mālik.“

(Fatwā Islām Q&A Frage Nr. 21536)

Ḥanbalī Fiqh

Es wurde von Imām Aḥmad ibn Ḥanbal überliefert, dass er sagte:

„Die Fingernägel der Frau sind ʿAwrah. Wenn sie also das Haus verlässt, soll sie nichts von sich zeigen. Selbst ihre Ledersocken soll sie nicht zeigen, weil die Ledersocken die Form der Füße zeigen.“ (al-Furūʿ 1:601)

al-Ḥafiz ibn al-Qayyīm al-Ğawziyya, welcher der Rechtschule von Imām Aḥmad ibn Ḥanbal angehörte, sagte folgendes zu der weiblichen ʿAwra:

„Die ʿAwra wird in 2 Arten unterteilt: Die ʿAwra im Gebet und die ʿAwra beim Anschauen. Eine Frau darf ihr Gebet verrichten, wenn die Hände und das Gesicht unverschleiert sind, jedoch darf sie so nicht auf dem Markt oder auf Versammlungen erscheinen. (d.h. es ist nicht erlaubt, wenn die Frau hinausgeht mit unbedecktem Gesicht und unbedeckten Händen.)“

Shāfiʿī Fiqh

Bisher haben wir erfahren, was die Meinung von Imām Mālik (…) und von Imām Aḥmad ibn Ḥanbal (…), bezüglich Niqāb ist. Nun schauen wir einmal was die madhhab von Imām ash-Shāfiʿī (…) dazu sagt.

In einer Fatwā von „Islamweb“ heißt es:

„Nach der Ḥanbalī-Rechtschule und nach der korrekten Ansicht der Shāfiʿī-Rechtschule sollte sie ihr Gesicht und ihre Handflächen vor fremden Männern bedecken, da dies zur ʿAwrah gehört.“

(Islamweb Fatwā Nr. 81554)

Ibn Ḥağar al-ʿAsqalānī (…) folgte der Rechtschule von ash-Shāfiʿī und er sagte:

Es hat nicht aufgehört, die Gewohnheit der Frau zu sein, in den älteren Generationen und in den neueren Generationen, dass sie ihr Gesicht vor nicht-verwandten Männern bedeckt.“

(Fatḥ al-Bāri 9:235)

Ḥanafī Fiqh

Nun kommen wir zu der Rechtschule von Imām Abū Ḥanifa (…) und die bekannteste Meinung in der Ḥanafi-madhhab ist, dass der Niqāb keine allgemeine Pflicht ist, doch in Zeiten der Fitna zur Pflicht wird.

Einige Ḥanafī-Gelehrte sehen den Niqāb doch als allgemeine Pflicht an. Darunter auch Imām Abū Bakr al-Ğassās, welcher in der Erläuterung des Qurʾān folgendes schrieb:

„Der jungen Frau wurde angeordnet ihr Gesicht zu bedecken, wegen der Keuschheit und Schamhaftigkeit, sodass die Verdorbenen keine Begierde nach ihr empfinden.“

(Aḥkām al-Qurʾān 3:458)

Auch Imām Sarkhasi (…), welcher ebenfalls der Ḥanafī-madhhab folgte, sagte:

„Das Verbotene daran, eine Frau anzuschauen, ist aufgrund der Fitna (Versuchung) und die Gefahr der Fitna kommt, wenn man das Gesicht der Frau anschaut, denn die meisten attraktiven Eigenschaften befinden sich im Gesicht; viel mehr als auf irgendwelchen anderen Körperteilen.“ (al-Mabsūṭ 10:152)

Vollverschleierung erhöht das Unfallrisiko

Die vergitterten Sehfenster oder engen Augenschlitze dieser Kleidung begrenzen das Gesichtsfeld und verhindern eine ausreichende Übersicht sowohl beim Steuern eines Fahrzeugs als auch für die Fußgängerin. Bodenunebenheiten werden zur Stolperfalle, das selbstständige Überqueren von Straßen ist lebensgefährlich. Schiebt die Frau einen Kinderwagen oder wird sie von Mädchen oder Jungen begleitet, die zwar älter, aber entwicklungsgemäß noch auf die Anleitung Erwachsener angewiesen sind und sich deren Führung anvertrauen, sind die Säuglinge und Kleinkinder einem hohen Sicherheitsrisiko ausgesetzt.

Burka macht krank

Gesundheitsrisiken durch Lichtmangel: Vitamin D wird hauptsächlich über das Sonnenlicht gebildet und kann nicht ausreichend durch ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Fisch, Milch und Getreide ausgeglichen werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind kein vollwertiger Ersatz [17]. Burkaträgerinnen und Niqabis klagen häufig über Kopfschmerzen. Das extrem eingeschränkte Sehfeld dieser religiös begründeten Frauengewänder bewirkt eine künstliche Sinnesbehinderung, welche die Augen überanstrengt und daher nicht ohne Folgen für Körperhaltung, Muskeltonus und Psyche der Trägerinnen bleibt.

[17] Nahrungsergänzungsmittel: Natürlich ist oft besser

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Nahrungsergaenzungsmittel-Natuerlich-ist-oft-besser-1602850-2602850/

Nahrungsergänzungsmittel in der Kritik

http://www.deutschlandfunk.de/welthunger-nahrungsergaenzungsmittel-in-der-kritik.769.de.html?dram:article_id=292491

Ein geringer Vitamin-D-Spiegel führt zu ernsthaften Krankheiten und vielerlei leicht vermeidbaren Beschwerden wie schlechter Immunabwehr [18], psychischer Instabilität bis zu Depressionen [19]. Das Risiko für Koronare Herzkrankrankheiten [20], Diabetes Mellitus [21], Multiple Sklerose[22] und Rheuma steigt [23]. Inzwischen weiß man um die Bedeutung des ‚Sonnenscheinhormons‘ in der Krebsprophylaxe. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellten bei der Auswertung von europäischen und US-amerikanische Studien zum Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Sterblichkeitsrisiko nicht nur fest, dass die Studienteilnehmer mit den niedrigsten Vitamin-D-Werten ein 1,57-fach höheres Gesamtsterblichkeitsrisiko haben. Bei einer getrennten Auswertung der Untersuchungsergebnisse wiesen die Forscher sogar nach, dass ein Mangel an diesem Vitamin den Verlauf von Krebserkrankungen negativ beeinflusst und die Überlebenschancen der Erkrankten sinken [24].

[18] Weniger Infekte mit Vitamin D

Menschen mit Abwehrschwäche nützt offenbar Vitamin D in hohen Dosen. Die Prophylaxe beugt Atemwegsinfekten vor und senkte den Antibiotikaverbrauch – zumindest in einer Studie.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/829063/immunschwaeche-weniger-infekte-vitamin-d.html

[19] Vitamin D Mangel und Depression

Vitamin D Mangel und Depression: Ist Vitamin-D-Mangel eine Ursache für Depressionen? Kann Vitamin D helfen? Der aktuelle wissenschaftliche Stand [umfangreiche Quellen].

http://www.vitamind.net/mangel/depression/

[20] Vitamin-D-Mangel geht aufs Herz

Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel erhöht die Gefahr, eine KHK oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Das zeigt eine umfangreiche Studienanalyse.

Von Peter Overbeck

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/823796/khk-infarkt-vitamin-d-mangel-geht-aufs-herz.html

[21] Vitamin D unterstützt körpereigene Insulinproduktion und -empfindlichkeit

Neue Studien geben Hinweise darauf, dass eine Therapie mit Vitamin D die Insulinsensitivität und -sekretion verbessern und die Blutzuckerstoffwechsellage stabilisieren kann

http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/vitamin-d-unterstuetzt-koerpereigene-insulinproduktion-und-empfindlichkeit-kopie-1.html

[22] Studie bestätigt Bedeutung von Vitamin D bei MS

Dass es einen Zusammenhang zwischen Multipler Sklerose (MS) und Vitamin-D-Mangel gibt, konnten schon einige Studien belegen, allerdings war bisher unklar, was Ursache und was Wirkung ist. Eine neue Studie scheint etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/studie-bestaetigt-verbindung-zwischen-vitamin-d-mangel-und-hoeherem-multiple-sklerose-risiko-in-finn/

Studie bestätigt Verbindung zwischen Vitamin-D-Mangel und höherem Multiple Sklerose-Risiko in Finnland

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/studie-bestaetigt-verbindung-zwischen-vitamin-d-mangel-und-hoeherem-multiple-sklerose-risiko-in-finn/

[23] Vitamin-D-Mangel – ein unterschätztes Problem von Rheumapatienten

ROM. Ein erniedrigter Vitamin-D-Spiegel ist bei Rheumapatienten eher die Regel als die Ausnahme, bleibt aber meist unerkannt. Das hat Konsequenzen unter anderem für die Krankheitsaktivität.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/rheuma/article/609686/vitamin-d-mangel-unterschaetztes-problem-rheumapatienten.html

[24] Ungünstige Krebs-Prognose bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel

Nr. 33 | 09.07.2014 |

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum werteten europäische und US-amerikanische Studien zum Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und dem Sterblichkeitsrisiko aus. Bei Studienteilnehmern mit den niedrigsten Vitamin-D-Werten war die Gesamtsterblichkeit um mehr als die Hälfte (1,57-fach) erhöht. Eine separate Auswertung der Krebssterblichkeit ergab erstmals: Vitamin-D-Mangel könnte sich ungünstig auf den Verlauf der Erkrankung auswirken.

https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2014/dkfz-pm-14-33-Unguenstige-Krebs-Prognose-bei-niedrigem-Vitamin-D-Spiegel.php

Forscher kennen seit langem die Bedeutung von Vitamin D für den Kalziumstoffwechsel [25]. Ist der gestört, leiden Patienten oft unter schmerzhafter Knochenerweichung (Osteomalazie [26]). Bei einer durch diesen Vitaminmangel erworbenen coxa vara (Schenkelhalswinkel unter 120 Grad) entsteht eine meist einseitige Beinverkürzung, mit der sich die Patientin nur hinkend fortbewegen kann und in ihrer Beweglichkeit schmerzhaft eingeschränkt ist [27]. Durch brüchige Knochen (Osteoporose) kommt es bereits in sehr frühem Alter zu Frakturen, insbesondere des Oberschenkelhalses [28].

[25] Vitamin D: Darum ist es so wichtig

Unter dem Begriff Vitamin D fasst man verschiedene fettlösliche Vitamine zusammen, die den Kalziumhaushalt regulieren und an der Mineralisation des Knochens beteiligt sind. Der Körper nimmt zum einen Vitamin D aus der Nahrung auf, zum anderen kann er es selbst unter dem Einfluss von Sonnenlicht produzieren. Erfahren Sie hier Wissenswertes über Vitamin D.

http://www.netdoktor.de/ernaehrung/vitamin-d/

Hauptvorlesung Innere Medizin

»Calcium-/Phosphat und Knochenstoffwechselstörungen«

Holger S. Willenberg

Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie Direktor: Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum

http://www.uniklinik-duesseldorf.de/fileadmin/Datenpool/einrichtungen/klinik_fuer_endokrinologie_diabetologie_und_rheumatologie_id5/dateien/vorlesung_kalzium_phosphat_und_knochenstoffwechselerkrankungen_willenberg_ukd_2011.pdf

[26] Was versteht man unter Rachitis und Osteomalazie?

Der beständige Auf- und Abbau von Knochenstrukturen ermöglicht die mittel- bis langfristige Anpassung des Skeletts an Belastungen bei Arbeit, Sport und Spiel. Ist dabei jedoch die Mineralisierung von neu gebildeter Knochenkittsubstanz gestört, führt dies zur Knochenerweichung.

https://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-r/rachitis-und-osteomalazie/30460

[27] Ursachen bei Coxa Vara

Die mangelhafte Versorgung an Vitamin D kann die Ursache einer Coxa vara sein.

http://www.medizinfo.de/becken/coxa_vara/ursachen.shtml

[28] Ihre Knochen brauchen Vitamin D

Unabhängig, wie alt Sie sind: Ihre Knochen brauchen Vitamin D! Rund die Hälfte der von Osteoporose Betroffenen ist unterversorgt, ebenso wird bei vielen älteren Menschen häufig ein Mangel beobachtet.

http://www.osd-ev.org/osteoporose-therapie/osteoporose-ernaehrung/vitamin-d/

Dr. Miriam Casey, Konsiliarärztin der Osteoporoseabteilung des St. James Krankenhauses in Dublin berichtete in der Sunday Times, dass Burkaträgerinnen, die aus heißen Ländern mit täglich vielen Sonnenstunden in das eher regnerische Irland einwandern, nicht genügend Vitamin D aufbauen können. Insbesondere im Winter, zumal wenn sie in einer Stadt wohnen, reicht die für den Aufbau von Vitamin D erforderliche Menge an UV B Strahlung auf der Insel nicht, um den Körper ausreichend mit Vitamin D zu versorgen. Die durch dieses Defizit verursachten ausgeprägten Mineralisationsstörungen der Knochen können sogar dazu führen, dass die Beckenknochen werdender Mütter unter dem Geburtsvorgang brechen [29].

[29] Zu wenig Sonne: Burka erhöht das Risiko von Knochenbrüchen

2008 – Muslimische Frauen, die in Irland die Burka tragen, haben ein erhöhtes Risiko, bei der Geburt ihrer Kinder einen Beckenbruch zu erleiden. Grund dafür ist ein Mangel an Vitamin D, der häufig bei Migrantinnen, die das muslimische Kleidungsstück, das den Körper von Kopf bis Fuß bedeckt, diagnostiziert wird. Die Warnung kommt von einer Ärztin des St. James Hospitals in Dublin, berichtet die „Sunday Times“.

http://www.krone.at/Nachrichten/Burka_erhoeht_das_Risiko_von_Knochenbruechen-Zu_wenig_Sonne-Story-127358

Schleier und dunkle Haut ein Risiko

Ein besonders hohes Risiko tragen muslimische Frauen, die eine Burka tragen. Diese Verschleierung des gesamten Körpers verhindert die natürliche Vitamin D-Bildung in der Haut durch die UV-Strahlen der Sonne – zumal in sonnenärmeren Ländern.

Für Burka tragende Frauen in Irland schlug zu Beginn des Jahres Dr. Miriam Casey, Osteoporose-Spezialistin an der St. James’s Klinik in Dublin Alarm.

Viele Burka-Trägerinnen, die aus südlichen Ländern eingewandert seinen, litten – vor allem im Winter – an Vitamin-D-Mangel und im Gefolge an Störungen der Knochenbildung. Dadurch könne der Beckenknochen während des Geburtsvorganges brechen. Für die Babies bestehe die Gefahr von Krämpfen, Wachstumsstörungen und Muskelschwäche.

“In dem Maße wie sich der Anstieg der muslimischen Einwanderer in Irland beschleunigt, bekommen wir hier ein massives Problem“, sagte Dr. Casey gegenüber der Sunday Times.

http://sonnennews.de/category/vitamin-d-mangel/page/14/

InterfaithShaadi

Forum for Interfaith Relationships with EQUALITY

Chand Osmani says:

October 30, 2012 at 12:15 pm

Hello everyone,

Islam and the suffering of women

“Muslim women who wear the burqa in Ireland are at increased risk of pelvic fractures during childbirth because of vitamin D deficiency due to a lack of sunlight, a consultant warns.

Babies born to women with vitamin D deficiency are also more prone to seizures in their first week of life, according to Dr Miriam Casey, of the Osteoporosis Unit in St James’s hospital in Dublin.

Casey said she was aware of cases involving pelvic fractures, and warned that these could become more frequent as Ireland’s Muslim population increased. “Ireland’s temperate climate doesn’t have the intense sunlight that keeps burqa-clad women from becoming vitamin D-deficient in their own countries,” she said.

Vitamin D helps the body to absorb calcium and is crucial for making bones strong. The greatest source is sunlight.

Casey said the fractures occur at sites of particular weakness which develop in under-mineralised pelvic bones. In these women’s babies, low calcium can cause “serious complications such as seizures, growth retardation, muscle weakness and fractures”.

A Sikh girl who has converted to Islam

Ganzkörperschleier gefährden die Gesundheit der Kinder vollverschleierter Mütter

Für die Babys dieser Frauen besteht zudem ein erhöhtes Risiko in den ersten Lebenswochen Krämpfe zu bekommen. Stillen komplett verschleierte Mütter ihre Babys, weist ihre Muttermilch in Europa einen signifikanten Vitamin-D-Mangel auf, der bei den Säuglingen Rachitis Vorschub leistet [30]. Da auch in islamischen Familien Mütter und weibliche Verwandte für die Erziehung und Pflege der Jüngsten zuständig sind und vollverschleierte Frauen das Haus nur mit Erlaubnis ihres Gatten und alleine nur aus wichtigem Anlass verlassen (dürfen), kommen auch deren Kleinkinder kaum an Sonne und frische Luft.

[30] Vitamin D – Sonne, Sommerzeit, Sport und Bewegung

http://www.netzathleten.de/lifestyle/body-soul/item/3613-vitamin-d-sonne-sommerzeit-sport-und-bewegung

Vor allem bei den Mädchen, die gerade in Familien, die ihren islamischen Glauben sehr streng praktizieren, weniger Freiheit genießen und nicht wie ihre Brüder draußen herumtoben dürfen, tragen ein erhöhtes Risiko an Muskelschwäche, Wachstumsverzögerungen und Verformungen der Beine zu erkranken. Beispielsweise können X-Beine auf eine solche Mangelversorgung hinweisen.

Die Bedeutung des Gesichts in der sozialen Interaktion

Der Mensch ist ein soziales Wesen und als solches auf zwischenmenschliche Beziehungen hin angelegt. Ohne miteinander zu reden, ohne kollegiale und freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, würden Männer wie Frauen allmählich seelisch und geistig verkümmern und erkranken. Vier der fünf Grundbedürfnisse nach Abraham Maslow (* 1908), nämlich Sicherheit, Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Liebe, Streben nach Wertschätzung und Geltung sowie Bemühen um Selbstverwirklichung, sind ohne Zutun oder Mitwirkung anderer nicht möglich. Wäre man nur in der Lage, Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, Schlaf und ähnliche lebensnotwendige Körperfunktionen zu erhalten, wäre das Leben ein Dahinvegetieren, das Dasein hätte keine Lebensqualität.

Daher werden Menschen sich bemühen, Kontakt zum sozialen Umfeld aufzunehmen und diesen zu erhalten. Der Schlüssel, um Zugang zu Mitmenschen zu erhalten, ist Kommunikation, die sich zu 7 % aus verbalen Informationen (was wird mit welchen Worten gesagt), zu 38 % aus vokalen Eindrücken (wie klingt die Stimme, Lautstärke, Betonung, Stimmlage) und zu 55 % aus nonverbalen Botschaften (Gestik, Mimik, Körperhaltung) zusammensetzt. Sobald Menschen einander begegnen, treten sie miteinander in Kommunikation, bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt. Selbst wenn wir schweigend aneinander vorbei gehen, tauschen wir Botschaften aus, die miteinander korrespondieren. Der Körper und vor allem das Gesicht sind uns dabei wesentliche Brücken.

Kalkulierte Worte können den Inhalt der tatsächlichen Information einer Botschaft ‚schönen‘, ‚verschleiern‘ oder gar verfälschen, körpersprachliche Signale wie Gesichtsmimik und Körperhaltung sind dagegen spontane und oft unbewusste Umsetzungen des momentan Gedachten und Gefühlten in nonverbale Kommunikation. Sie wirkt daher authentisch, unverfälscht und ehrlich. Zwar kann man lernen, seine Körpersprache zu beherrschen und zu steuern, doch wird auch ein langwieriges, regelmäßiges Training nicht verhindern, dass nach einiger Zeit unbewusste, daher nicht beeinflussbare innerpsychische Befindlichkeiten und Emotionen an die Oberfläche drängen und verraten, was wir wirklich denken, sagen und fühlen.

Der populistische Politiker und Medienmogul Berlusconi beschränkte Fernsehauftritte zu Beginn seiner Karriere auf beispielsweise 20 Sekunden und war mit dieser Strategie sehr erfolgreich, da es ihm für die bewusst kurze Dauer gelang, Gestik, Mimik und Körperhaltung zu steuern und die Botschaft zu vermitteln, welche die Wähler verinnerlichen sollten. Besonders glaubwürdig sind Menschen für uns dann, wenn verbale, vokale und nonverbale Botschaften über einen Mindestzeitraum hinaus kongruent sind.

Selbst unsere Sprache reflektiert die Bedeutung nonverbaler Signale in jahrhundertealten Redensarten. Menschen ‚stehen sich nahe‘, wenn sie sich gut verstehen und sich sympathisch sind, sie sind ‚ein Herz und eine Seele‘. Das hörbare Ausatmen der Luft zeigt uns dagegen an, dass der Gesprächspartner unsere Worte ablehnt. Stirnrunzeln signalisiert mindestens Skepsis bezüglich des Gehörten, schüttelt der Gesprächsteilnehmer gleichzeitig den Kopf, gibt er zu erkennen, dass ihm der Inhalt des Gesagten missfällt. Da nonverbales Verhalten zumindest in Bezug auf die Grundemotionen nach Plutchik zum großen Teil angeboren ist, fällt es Menschen mit gesundem Sehvermögen leicht, die Bedeutung dieser wortlosen Botschaften zu entschlüsseln, schon Babys beherrschen diese ‚Sprache‘ bevor sie reden können. Malt man auf ein Blatt Papier einen Kreis mit weit aufgerissenen ‚Augen‘ und ‚gefletschten Zähnen‘ werden die Kleinen Angst bekommen und anfangen zu weinen.

Das Gesicht eines Menschen ist auch ein sehr wichtiger Anhaltspunkt eine Person wiederzuerkennen. Schon wenige Wochen alte Säuglinge suchen die menschliche Nähe und brauchen den Kontakt zu anderen Menschen, um sich gesund entwickeln und wohl fühlen zu können. Im Alter von 6 bis 8 Wochen bereits erkennen sie die Grundelemente von Gesichtern und nutzen das so genannte ‚soziale Lächeln‘ als Kommunikationsbrücke zu Frauen und Männern in ihrer Umgebung. Wenn sich ein Augenpaar nähert, das den Säugling aus dem meist schwarzen Stoff ansieht, bereitet ihm das zunächst Angst. Er fängt an zu weinen, weil er dem Blick aus den Sehschlitzen keine Grundstimmung entnehmen und daher nicht einschätzen kann, ob ihm Gefahr droht. Erst wenn die Stimme aus dem Stoff sanft, warm und freundlich klingt, beruhigt er sich wieder.

Das Prinzip Niqab

Eine Niqabi kann durch den Gesichtsschleier keinen spontanen Kontakt zu anderen Menschen aufbauen. Gesichtsmimik, wie wir wissen, eine wichtige zwischenmenschliche Kommunikationsbrücke, ist nicht mehr sichtbar. Ganzkörperverschleierte Frauen sind daher gesichtslos, sie haben kein Profil, sie haben keine Einzigartigkeit, sind vergleichbar mit ‚Dutzendware‘. Niqabis können auch kein ‚Profil zeigen‘, daher auch keinen ‚bleibenden Eindruck‘ hinterlassen. Sie haben ihr ‚Gesicht verloren‘, dieses sprachliche Gleichnis ist eine weltweit verstandene Chiffre für ‚seine Würde verlieren‘. Sie können auch kein Gesicht gegen Rechts zeigen und für ein weltoffenes Deutschland.

Wir versuchen in den Gesichtern von Menschen zu ‚lesen‘, um unser Verhalten diesen Informationen anzupassen. Diese über Jahrtausende weitergegebene Verhaltensweise ist offensichtlich überlebenswichtig und erleichtert unseren Alltag enorm. Sie hilft uns beispielsweise eine Gefahrensituation zu erkennen und einzuschätzen, um im Notfall blitzschnell einer Schädigung durch einen Angreifer auszuweichen, der uns wütend ansieht. Dem Stirnrunzeln eines interessierten Käufers entnehmen wir, dass er noch unschlüssig ist oder die genannten Argumente anzweifelt. Geschulte Verkäufer werden daher nachfragen, welche Informationen er noch braucht, was unklar ist. Immer wieder wird es vorkommen, dass Passanten sich in einer Stadt nicht auskennen und nach dem Weg fragen oder irgendeine andere wichtige Information brauchen.

Benötigt man die Hilfe von Fremden, wird man sich nach jemandem umsehen, der vertrauenswürdig erscheint und mit seinem offenen Gesicht Hilfsbereitschaft und Interesse an seinen Mitmenschen signalisiert. Gesichtsschleier jeder Art verstecken jedoch Gefühlsregung oder Mimik der Trägerin, sie verunsichern das Gegenüber und vermitteln den Eindruck, die Niqabi habe etwas ‚zu verschleiern‘. Der Stoff vor Mund und Nase erzeugt bei vielen Nichtverschleierten Angst und Misstrauen. Andere sehen in der nonverbalen Botschaft des Gesichtsschleiers eine Beleidigung ihres Menschenbildes und ihrer Lebensweise.

Gesprächspartner die ‚Gesicht zeigen‘ werden sich bei Niqabis des Eindrucks nicht erwehren können, mit einem übergestülpten Stoffsack mit Augenschlitzen zu sprechen, bei Burkas wäre durch die Sichtgitter nicht einmal mehr die Augenfarbe erkennbar. Die Totalverschleierten erinnern an die dämonische und gruselige Hauptfigur in der TV-Serie Belphégor, die in den sechziger Jahren ausgestrahlt wurde. Während Männer sinnbildlich ihre Nase in jede Angelegenheit stecken können, haben muslimische Frauen mit bedecktem Gesicht diese Möglichkeit nicht.

Doch mit diesen exkludierenden Auswirkungen nicht genug: Diese Kleidungsstücke rauben der Trägerin ihre weiblichen damit auch menschlichen Züge, ihrem Gesicht fehlen die Grundelemente bis auf die Augen, manchmal sind auch die hinter einem durchscheinenden, opaken Stofffenster verborgen. Grundemotionen wie Freude, Trauer, Angst, Ekel, Hass sind authentische, untrennbar mit dem Menschsein verbundene Dimensionen von Befindlichkeit und Stimmungslage, die sich in Mimik, Körperhaltung und Körpersprache den Mitmenschen sichtbar mitteilen und ihrerseits Reaktionen des Umfelds auslösen.

Hörbehinderte, die durch den verdeckten Mund weder Stimmlage, Klangfarbe, Lautstärke des Gesagten wahrnehmen können, noch die Worte von den Lippen ablesen und daher nicht entschlüsseln können, was das Gegenüber sagt oder ob es überhaupt spricht, könnten sich mit Niqabis nur verständigen, wenn beide die Gebärdensprache beherrschen (und anwenden). Für den gehandicapten Menschen wie für die züchtig bedeckte Muslima eine völlig unnötige Kommunikationsbarriere, die beiden verdeutlichen sollte, wie sehr der Gesichtsschleier exkludiert und Verständigung verhindert. Derartige ‚sittsame‘ Kleidung soll offensichtlich Frauen in der Öffentlichkeit den Mund verbieten, dem Anderen soll die Lust vergehen, Blickkontakt zu diesen Frauen aufzunehmen oder mit ihnen zu reden.

Das verhüllte Gesicht erschwert sogar den Kontakt der Niqab- und Burkaträgerinnen untereinander. Glaubensschwestern, die sich spontan auf der Straße begegnen, erkennen sich einander allenfalls am Klang der Stimme wieder. Selbst die eigenen Kinder und der Ehemann, die der gottesfürchtigen Muslima überraschend in der Stadt begegnen, können in der ganzkörperverschleierten Figur nicht die Mutter und Partnerin erkennen und würden unbeteiligt vorbeigehen wie an einer Fremden, wenn die Niqabi sie nicht anspricht und dann an der Stimme erkannt wird. Allerdings zählen einige islamische Gelehrte die Stimme der Frau ebenfalls zur weiblichen Awra [31], vor allem wenn ihr angenehm weicher, sympathischer Klang geeignet sein könnte, anwesende Nicht-Mahram-Männer zu verführen.

[31] 26304 – Is a woman’s voice ʿawrah?

[…] But it is not permissible for a woman to speak in a soft or alluring [verlockend, verführerisch, charmant] voice, because Allaah says […]

https://islamqa.info/en/26304

Wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe ist ganz wesentlich auf Gesichtsmimik angewiesen, auf die wir reagieren und die wir beantworten, z. B. indem wir sie empathisch spiegeln. Wichtige Gespräche führen wir deshalb von Angesicht zu Angesicht, mit Freunden unterhalten wir uns, wechselseitig Blickkontakt aufnehmend, in vertrauter Runde, gerade bei sehr persönlichen Gesprächen sehen wir einander ins Gesicht, um Reaktionen auf das Gesagte zu entnehmen. Wir glauben jemandem an der Nasenspitze anzusehen, ob er lügt, unsere Wortwahl und die Intonation unserer Stimme passen wir dem Gesichtsausdruck unseres Gegenübers an, um die Gesprächspartner nicht zu verletzen oder um festzustellen, ob wir verstanden worden sind.

Ein Niqab verhüllt das Gesichtsoval bis auf den Sehschlitz, auch das engmaschige Sichtgitter einer Burka ist von außen blickdicht. Die faktisch ausgelöschten Gesichter unterscheiden sich nur noch durch Form, Farbe und Länge des Schleiers, sie erstarren zur ausdruckslosen, leblosen Maske, während selbst Totenmasken einen würdigen, individuellen Gesichtsausdruck haben.

Niqabträgerinnen wirken sehr auf sich selbst bezogen, abweisend sowie unnahbar und signalisieren schon von weitem: „Sprich mich bloß nicht an, ich will keinen Kontakt“. Kein Wunder also, wenn das aufgeschlossene, der Welt und den Menschen zugewandte unverschleierte Umfeld sich zurückzieht. Bei vielen Passanten, deren Gesicht nicht bedeckt ist, entsteht, da sie zwar beobachtet werden können, ohne aber selbst durch den Schleier ins Verborgene sehen zu können, ein Unbehagen, ein Eindruck der Ungleichheit, ein Gefühl des schutzlosen Ausgeliefertseins, der Unterlegenheit. Ein konstruktives Gespräch auf Augenhöhe ist in einer solchen Gesprächsatmosphäre kaum denkbar.

Ähnlich denkt Jack Straw, der ehemalige britische Außenminister. In einem Artikel einer Zeitung, die in seinem Wahlkreis erscheint, äußerte er sich zum Thema Burka und Niqab und berichtete, dass er bei einer seiner regelmäßigen Bürgersprechstunden in seinem Wahlbezirk Blackburn, einer Stadt mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil (19,4 % bei einem Landesdurchschnitt von 3,0 %) auf eine vollverschleierte Muslima traf, die das Beratungsgespräch mit den Worten einleitete: „Schön Sie einmal von Angesicht zu Angesicht zu sehen.“ Er habe sich darauf hin nur gedacht: „Schön wär’s“. Seither bittet der jetzige Fraktionsvorsitzende der Labour Partei seine vollverschleierten Klientinnen den Niqab während des Beratungsgesprächs abzunehmen. Meist kämen die Frauen seiner höflichen Bitte nach und wären oft sogar erleichtert [32]. Der Politiker gibt offen zu, sich unbehaglich und irritiert zu fühlen, wenn er einer Ratsuchenden nicht ins Gesicht sehen kann und daher die Reaktionen auf seine Tipps allenfalls dem Klang der (durch den Stoff des Schleiers gedämpften) Stimme entnehmen muss, die er, weil er sie nicht kennt, dementsprechend schlecht einzuschätzen und zu entschlüsseln vermag.

[32] ‚I felt uneasy talking to someone I couldn’t see‘

„It’s really nice to meet you face-to-face, Mr Straw,“

https://www.theguardian.com/commentisfree/2006/oct/06/politics.uk

Burka und Tugendterror

Mit jeder weiteren Burka im Straßenzug wächst der Einfluss der salafistischen Lobby. In der Nachbarschaft solcher Fundamentalisten sehen sich säkular denkende und nicht praktizierende muslimische Familien einem starken Druck ausgesetzt, Garderobe und Benehmen in der Öffentlichkeit diesem gottesfürchtigen Kleidungs- und Verhaltensstil anzupassen.

Viele Muslime befolgen die unbedingte Pflicht aller Gläubigen zur Hisba, zum Gebieten des Rechten und Verbieten des Verwerflichen, al-amr bil-ma’rūf wa-n-nahi ‚ani l-munkar [33], Allahs definitivem Gebot, von Jedem das Gute einzufordern und zu verhindern, das Glaubensgeschwister vom Geraden Weg [aṣ-Ṣirat al-Mustaqīm, Koran Sure 1] abirren.

[33] Hisba

Quellen für den himmlischen Befehl zur Rechtleitung

Koran 3:110

„Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr gebietet das, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrecht, und ihr glaubt an Allah […]“

Koran 3:104

„Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt und das gebietet, was Rechtens ist, und das Unrecht verbietet; und diese sind die Erfolgreichen“. Anm.: Gemeint ist, dass diejenigen, die sich eifrig bemühen, die islamische Lebensweise durchzusetzen, im Diesseits und im Jenseits reichlich belohnt werden.

Koran 7:157

die dem des Lesens und Schreibens unkundigen Gesandten folgen, dem Propheten, den sie bei sich in der Thora und im Evangelium erwähnt finden. Er befiehlt ihnen das Würdige und verwehrt ihnen das Unwürdige und erlaubt ihnen das Gute und verbietet ihnen das Schlechte und nimmt ihnen die Bürde und die Fesseln ab, die ihnen angelegt worden waren. Diejenigen, die an ihn glauben, die ihm beistehen, ihm zum Sieg verhelfen und dem Licht folgen, das mit ihm herabgesandt worden ist, sind die Erfolgreichen.

Koran 9: 112

Das sind die reuevoll um Ablaß Bittenden, die Andächtigen, die Lobpreisenden, die für Gottes Sache unterwegs sind, die sich Verneigenden, die sich Niederwerfenden, die das Würdige gebieten und das Unwürdige verbieten. Verkünde den Gläubigen frohe Botschaft!

In der islamischen Rechtstheorie hat Imam al-Ghazali (gestorben 1111) diese moralische Verpflichtung des Muslims gegenüber seinen Mitmenschen mit Hinweis auf die oben genannte koranische Norm ausführlich beschrieben. Ihm folgte Ibn Taimiyya mit einem eigenen Hisba-Traktat. Auch die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam räumt jedem in Art. 22 das Recht ein, zum Rechten zu beraten, für das Gute zu werben und vor dem Falschen und dem Übel zu warnen [34].

[34] Cairo Declaration on Human Rights in Islam

ARTICLE 22 (b)

Everyone shall have the right to advocate what is right, and propagate what is good, and warn against what is wrong and evil according to the norms of Islamic Shari’ah.

http://hrlibrary.umn.edu/instree/cairodeclaration.html

Mütter und sonstige weibliche Verwandte, die traditionell fast ausschließlich für die Erziehung der Kinder und die Pflege von Sitten und Brauchtum Verantwortung tragen, sehen sich dazu gezwungen, ihre Töchter sehr früh an das „Schamtuch“ [Feridun Zaimoğlu][35] zu gewöhnen, um die Mädchen vor Verachtung und Ausgrenzung zu bewahren. Mädchen haben nur dann auf dem Heiratsmarkt eine Chance, wenn sie aus einer angesehenen Familie stammen, ein keusches und frommes Leben führen und sich züchtig kleiden. Jeder, der sich Allahs Welt- und Schöpfungsordnung, der Scharia widersetzt, verliert insbesondere bei diesen Fundamentalisten Ansehen und Respekt und wird gemieden. Die Konsequenzen sind hart sie müssen damit rechnen aus der Familie verstoßen zu werden, Freundes- und Bekanntenkreis werden den Kontakt abbrechen, selbst im Notfall ist Unterstützung nicht zu erwarten, da Helfer Gefahr laufen selbst exkludiert und ebenso verachtet zu werden.

[35] Ob eine Frau ein Kopftuch trägt oder nicht, ist mir egal. Aber ich bin dagegen, dass man junge Frauen für Fingerpuppen von Männern hält, nur weil sie ein Schamtuch benutzen, wie ich es nenne.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-74735328.html

Teure Projekte wie Stadtteilmütter, Integrationslotsen und Sprachkurse mit Kinderbetreuung verfehlen ihr Ziel, wenn sich ultraorthodoxe Muslime weiterhin im muslimisch dominierten Kiez einigeln, sich in die undurchdringlichen Wagenburgen der Parallelgemeinschaften zurückziehen und ihr ‚Freiheitsrecht‘ einfordern, sich durch die Vollverschleierung vor unislamischen Einflüssen abzuschotten und sich damit bewusst selbst auszuschließen. Die freiwillige Bereitschaft, sich beispielsweise aus dem Programmheft der Familienbildungsstätten eine interessante, preisgünstige Veranstaltung herauszusuchen, sich dafür anzumelden und daran teilzunehmen, ist im extrem fundamentalistischen Milieu der Burka- und Niqabträgerinnen nicht anzutreffen. Gleiches gilt auch für das Engagement in koedukativen Sportvereinen, den Besuch von Musikveranstaltungen und Filmvorführungen.

Burka und Niqab gehören zum Milieu der Salafisten, die Koran und Sunna literalistisch auslegen, ein kulturell vormodernes, ebenso frauen- wie männerverachtendes Menschenbild pflegen und Geschlechterapartheid praktizieren. Polygamie, in der Form von Polygynie, findet dort ebenfalls zahlreiche Anhänger. Diese Einstellungen sind mit den selbstbestimmten, freien, gleichberechtigten und heterogenen Lebenskonzepten unserer säkularen Rechts- und Werteordnung nicht vereinbar. Auch in Stuttgart, wo Integration zumindest einmal Chefsache war [36], beeinträchtigen sie chancengleiche Partizipation und verhindern die gesellschaftliche und berufliche Eingliederung.

[36] Maria Böhmer: „Vielfalt ist eine Chance für unser Land“

Staatsministerin zieht erste Bilanz des Nationalen Integrationsplans

http://www.deutschlandfunk.de/maria-boehmer-vielfalt-ist-eine-chance-fuer-unser-land.694.de.html?dram:article_id=65108

Die Burka ist kein Freiheitsrecht!

Der öffentliche Raum im orthodoxen Islam ist männlich. Zum weiblichen Hoheits- und Einflussbereich im Islam zählen die drei K, Kinder, Küche, Krankenpflege, anders ausgedrückt das Hüten des Nachwuchses, das Bekochen des Clans sowie das Versorgen und Betreuen. Außerhalb der Wohnung haben Frauen nichts zu suchen. Verlassen sie ihr Haus, dann nur für wichtige Erledigungen, selbstverständlich hat sie vorher ihren Ehepartner um Erlaubnis zu fragen und schnellstmöglich zurückzukehren. Selbst wenn sie aufgrund ihrer Periode Fastentage nachholen muss[37] oder außerhalb des Hauses einer Arbeit nachgehen will[38] darf sie das nur, wenn ihr Ehemann das gestattet. Geht sie aus der Wohnung, muss sie sich unter der Burka verstecken oder ihr Gesicht bedecken. Sie hat für die Außenwelt nicht existent zu sein. Nach islamisch-salafistischer Glaubenslehre hat sie außerhalb des Hauses kein Recht, eine Persönlichkeit mit charakteristischen Gesichtszügen zu sein.

[37] Die Rechte des Ehemannes gegenüber seiner Ehefrau

• Das Oberhaupt der Familie sein

• Ihm in allem gehorchen, was keinen Ungehorsam Allah gegenüber darstellt

• Eheliche Beziehungen

• Dass sie niemanden ins Haus einlässt, gegen den er Einwände hat

• Dass sie nicht das Haus ohne seine Erlaubnis verlässt

• Dass sie für ihn kocht und den Haushalt führt (zwei Meinungen)

• Ihn für seine Bemühungen danken

• Dass sie nicht freiwillig ohne seine Erlaubnis fastet

http://familie.dwih.info/familie-ehe/985-fiqh-der-ehe-8-rechte-und-pflichten

[38] 106815: Guidelines on women working outside the home

Firstly: The basic principle is that a woman should remain at home, and not go out except for necessary purposes. […] The Prophet (…) said: “Woman is ‘awrah, and if she goes out, the shaytaan raises his hopes (of misguiding her). She is never closer to Allaah than when she stays in her house.” […] Shaykh Muhammad ibn Saalih al-‘Uthaymeen said: The field in which a woman works should be only for women, such as if she works in teaching girls, whether in administration or technical support, or she works at home as a seamstress sewing clothes for women and so on.

https://islamqa.info/en/106815

Sicherlich behält sie ihre innere Identität, da sie aber nicht wiedererkannt werden kann, verliert sie an Individualität, Ausstrahlung und Eigenständigkeit. Wer sich tatsächlich hinter dem Ganzkörperschleier verbirgt, weiß keiner. Wahrscheinlich steckt in dem ‚sackartigen Gewand mit Sehfenstern oder Augenschlitzen‘ eine Frau, sicher sein kann man sich aber nicht. Sind die Trägerinnen noch nicht an Ganzkörper- und Gesichtsschleier gewöhnt, werden sie sich fühlen wie Gefangene in Isolationshaft, in einer aus Stoff genähten Einzelzelle to go.

Selbst wenn Musliminnen noch so sehr behaupten, aus freien Stücken zu handeln, kann man diese Art der Freiwilligkeit doch kaum mit dem Recht auf die Freiheit der persönlichen Entfaltung gleichsetzen. Es handelt sich bei der fundamentalistischen Bekleidungsvorschrift zur Gesichts- bzw. Ganzkörperverhüllung doch wohl eher um ein verpflichtendes, kollektives und religiöses Gebot, dem jede Muslima ‚freiwillig‘ zu folgen hat. Fühlt sie sich gegängelt, outet sie sich als glaubensschwach. Entzieht sie sich gar dem hohen Konformitätsdruck, gilt sie in ihrem sozialen Umfeld als widerspenstiges, unmoralisches und verführerisches Teufelsweib und muss als verachtenswerte Unreine, die ewig qualvoll in der Hölle brennen wird, stigmatisiert und ausgegrenzt werden. Jeder, der den Kontakt zu dieser ‚Sünderin‘ aufrechterhält, verliert den Schutz der Community und gefährdet das eigene Seelenheil und das seiner Familienmitglieder gleich mit.

Taslima Nasreen beschrieb 2007 sehr treffend das „purdah system“ und die Stellung der Frau [39]. Lesenswert ist auch der Artikel von Yasmin Alibhai-Brown, einer bekannten britischen Journalistin und Autorin mit dem Arbeitsschwerpunkt Migration, Integration und Feminismus, zum ‚Recht‘ die Burka oder den Niqab zu ‚wählen‘ [40].

[39] 22.01.2007 – Let’s Think Again About The Burqa

http://www.outlookindia.com/magazine/story/lets-think-again-about-the-burqa/233670

[40] Nothing To Hide. By YASMIN ALIBHAI-BROWN Sunday, Oct. 08, 2006

Yasmin Alibhai-Brown in TIME Magazine: "It’s not illiberal for liberal societies to disapprove of the veil"

Ein Verbot von Burka und Niqab beschneidet den muslimischen Mädchen und Frauen zugedachten ohnehin spärlichen Freiraum nicht. Lassen wir jedoch die Extremverschleierungen im öffentlichen Raum zu, wird sich zunächst die Freiheit der nichtpraktizierenden Kulturmusliminnen und der Säkularen verringern. Anschließend werden zunehmend alle anderen Mitbürger sich in beinfreien Kleidern, Spaghettihemdchen und schulterfreien Tops nackt und unwohl fühlen. Um nicht durch lüsterne Blicke, Anzischen und sexuelle Übergriffe belästigt und entwürdigt zu werden, werden auch sie sich mehr und mehr bedecken (siehe Samuel Schirmbeck, Quelle 13).

Art. 2 GG garantiert zwar das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, jedoch kann dieses Recht zum Schutz der freiheitlichen Demokratie und der Rechte anderer sowie des Einzelnen eingeschränkt werden. Auch wenn Alkoholabhängige bzw. Drogensüchtige freiwillig trinken bzw. Suchtmittel einnehmen, hindern wir sie letztendlich durch eine Therapie oder Zwangseinweisung daran sich selbst zu zerstören und ihr soziales Umfeld zu gefährden. Wenn jemand sich umbringen möchte, weil er keinen Sinn mehr im Weiterleben sieht, halten wir ihn davon ab sich zu töten. Das Grundgesetz lässt Sklaverei nicht zu, auch wenn ein Mensch sich die Leibeigenschaft wünscht.

Ein Burkaverbot im öffentlichen Raum (und damit auch in staatlichen Einrichtungen und im ÖPNV) ist keinesfalls verfassungswidrig. Vielmehr hat der Staat zu verhindern, dass Grundrechtsträgerinnen durch religiöse Kleidungsvorschriften sexualisiert und herabgewürdigt werden als unrein, dumm, moralisch instabil und durch den Teufel leicht beeinflussbar. Die im Grundgesetz garantierte Gleichberechtigung ist in den Ideen von Humanismus und Aufklärung verwurzelt und Wesenskern der Menschenwürde, die unantastbar ist. Der Staat ist verpflichtet sie zu schützen, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken (Artikel 3 Abs. 2 GG).

Wenn in Europa die „aktive Einbeziehung von Einwanderern in das gesellschaftliche und vor allem das Vereinsleben […] ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu ihrer Integration“[41] ist und auch in der Bundesrepublik Integration die beständigen Voraussetzungen schaffen will, dass chancengleiche Teilhabe aller Bewohner zur Realität wird, muss man Staatsbürgern und Bürgern zumuten, unsere Sprache zu lernen und sich an die Rahmenbedingungen des Grundgesetzes als unsere Grund- und Werteordnung zu halten. Das gilt auch für ursprungsdeutsche Konvertiten zum Islam.

[41] RECHTSAKT Mitteilung der Kommission [KOM(2003) 336 endg. – Nicht im Amtsblatt veröffentlicht].

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=uriserv:c10611

Die Hidschabpflicht ist keinesfalls Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung und Emanzipation von der Bevormundung der gesellschaftlichen Leitkultur oder äußerlich sichtbares Kennzeichen eines individuellen Weges religiöser Selbstverwirklichung und daher kein „Freiheitsrecht“. Zur Freiheit die Burka anzulegen würde nämlich immer auch die Freiheit gehören, ohne Furcht darauf verzichten zu können und das ist im Islam nicht erlaubt.

Die Aussage von Carlo Schmid gilt auch in Bezug auf religiös begründete Geschlechtertrennung und Frauenentwürdigung:

„Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben. Wenn man aber diesen Mut hat, dann muß man auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.“

Der Zentralrat der Ex-Muslime fordert den baden-württembergischen Landtag auf, ein Verbot von Niqab und Burka im öffentlichen Raum zu beschließen.

Mina Ahadi

Kindermagazin des Spiegel-Verlags verharmlost den mädchen- und frauenfeindlichen Islam

Januar 10, 2016

Offener Brief von Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE)

Dein SPIEGEL ist eine seit 2009 herausgegebene Zeitschrift für Kinder aus jenem Verlag, der seit 1947 das Hauptblatt DER SPIEGEL produziert. Die aktuelle Ausgabe des Kindermagazins (Nr. 1 / 2016) titelt mit: Für Kinder erklärt: DER ISLAM und bildet ein glückliches Mädchen im Hidschab ab, im nach Koran und Sunna ab Pubertät vorgeschriebenen Schleier. Keine Haarsträhne des Mädchens ist zu sehen. Eigentlich lieben Kinder aller Welt an ihrer Kleidung kraftvolle bunte Farben, doch das Körperumriss und Körperlichkeit verbergende Oberteil des Titelmädchens ist von einem unsinnlich blassen Flechtengrün, das Ohren, Nacken und Kehle verbergende Kopftuch von einem beinahe weißen, fahlen Blau. In der Tat sieht man in den letzten Jahren in Deutschland derart bleiche, Lebensfreude verneinende Farben immer häufiger bei der Kleidung muslimischer Mädchen. Das sympathische Kind lächelt, womit suggeriert wird, alles im Islam und insbesondere die religiöse Kleidung sei auch für Frauen und Mädchen grundsätzlich völlig unproblematisch.

Auf drei Seiten erklärt der deutsche Journalist Christoph Reuter den Kindern den Islam. Reuter hatte sein Studium der Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Germanistik mit dem Magister abgeschlossen und arbeitet seitdem beispielsweise im Irak und in Afghanistan als Kriegsberichterstatter.

Im Abschnitt FRAUEN IM ISLAM erklärt Reuter, dass der Koran verlangt, „dass muslimische Frauen sich mit Anstand kleiden müssen“, und ergänzt: „Damit ist klar: sie sollen nicht angebaggert werden.“ Dass damit jede unverschleierte Frau eine Schlampe ist und dass selbst die keusche Verschleierung ihren Körper sexualisiert, beklagt Reuter nicht. Der sogenannte Islamexperte unterschlägt die in Koran und Hadith angedrohte Höllenstrafe für jede Frau, die schuldhaft gegen Allahs bzw. Mohammeds Befehl zum Schleiertragen verstößt. Die Seiten 22 und 23 zeigen den Kindern fünf Frauen, eine ohne Kopftuch und vier in der religiösen Bedeckung verschiedener Gestaltung: Hidschab, Tschador, Niqab und Burka.

Obwohl der Islam den Schleier zur religiösen Pflicht erklärt, nennt der Journalist den entsprechenden Textabschnitt DAS TRÄGT FRAU. Gerade so, als ob es um emanzipiertes weibliches Selbstbewusstsein und modischen Schick ginge. Tatsachenwidrig erklärt Reuter: „Der Hidschab ist ein Kopftuch, das vor allem die Haare bedecken soll. Es gibt ihn in verschiedenen Farben“. Nein, der gesamte Körper ist als sogenannte islamische Aura (Schambereich) blickdicht und jeden Umriss verbergend mit weiter Kleidung abzudecken bis auf Hände und Gesicht. Auch für die muslimischen Frauen wird die Farbauswahl von Jahr zu Jahr eintöniger.

Die DITIB kennt Koran und Sunna und verpflichtet jedes die Pubertät erreichende Mädchen sich mit dem Schleier zu bedecken, was Dein Spiegel dem Leser vorenthält. Vor einem Jahr ließ das Bundesverfassungsgericht die Position des angeblich moderaten türkischen Verbandes in das Urteil zum Lehrerinnenkopftuch einfließen:

Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots […]

Dass einige Musliminnen ihren kompletten Körper, also auch Hände und Gesicht bedecken, ist manchen Kindern bekannt. Christoph Reuter erwähnt den Gesichtsschleier und die Burka, aber verschweigt, dass die afghanischen Taliban die Burka mit Prügel und Mord durchgesetzt haben und erklärt den 8- bis 12-jährigen Lesern äquidistant:

Die Burka gibt es in Afghanistan. Sie bedeckt den ganzen Körper – sogar die Augen. Wer sie trägt, guckt durch ein Gitternetz.

Das ist alles, was der Nahostfachmann sagen will? Sinngemäß schreibt der Islamerklärer: Liebe Kinder, auch ein Vollschleier ist völlig in Ordnung, die wasserblaue Burka ist unproblematisch und wer als Frau in dieses typisch afghanische Gewand schlüpft, kann die Welt natürlich nur noch durch das dazugehörige Stoffgitter betrachten. Auch dass der zumeist schwarze Niqab (Gesichtsschleier) mit seinem Sehschlitz von wenigen Millimetern nur ein extrem schmales Blickfeld ermöglicht, ist für Reuter kein Problem. Nun fröhlich weiter im Text, lernen wir mehr über die aufregende Religion Islam.

Der ZdE verurteilt diese Verharmlosung einer Religion, die, solange sie auf die Wörtlichkeit von Koran und Sunna besteht, immer auch eine totalitäre politische Bewegung ist, die unsere Lebensqualität und Freiheit in den sogenannten islamischen Ländern ebenso wie in Europa oder jedem anderen Land mit Einschüchtung, Angriffen, Hinrichtungen, Schleierzwang oder sogar mit der Burka stark einschränkt und belastet.

Unabhängig davon, ob ein Journalist sich an Kinder oder Erwachsene wendet, können wir erwarten anzuerkennen, dass jedes Kinderkopftuch eine Kinderrechtsverletzung ist. Die Schariagelehrten verlangen den Schleier von jedem Mädchen, das die Pubertät erreicht hat bzw. neun Jahre alt geworden ist. Jungen oder Männer unterliegen weder dieser strengen Verschleierung noch sind sie rund um die Uhr auf anständiges Verhalten zu überwachen. Der Hidschab und die gesamte entwürdigte Rolle der Frau im islamischen Recht verstoßen gegen die allgemeinen Menschenrechte und das deutsche Staatsziel der Gleichberechtigung. Herr Reuter hätte das erwähnen müssen und zusätzlich nicht verschweigen dürfen, dass jede rituelle Beschneidung der Genitalien Minderjähriger, also von Mädchen und Jungen unter 18 Jahren, die körperliche Unversehrtheit antastet und daher grundrechtswidrig ist. Der Islam verlangt die Jungenbeschneidung, in Reuters nordirakischem Arbeitsgebiet sogar die Beschneidung (Genitalverstümmelung) der Mädchen. Noch ist die geringst invasive Form der Mädchenbeschneidung in Deutschland verboten und das soll so bleiben.

In der Scharia ist die Frau ein Wesen, das bereits durch ihr körperliches Existieren die Männer zur Sünde verführen kann und deshalb bis auf Hände und Gesicht mit einem Schamtuch zu bedecken ist. Besser noch sie geht gar nicht erst auf die Straße. Ohne Erlaubnis des Ehemannes darf sie das Haus grundsätzlich nicht verlassen, Fundamentalisten praktizieren den Islam so. Würde Herr Reuter akzeptieren, dass seine Tochter mit neun oder zehn Jahren den Schleier anlegen und bis ans Ende ihres Lebens jeden Tag tragen muss? Würde er billigen, dass ihre Haare nicht frei im Wind wehen dürfen? Weiß Reuter nicht, dass mit der islamischen Kleidung für die Muslima eigentlich auch, wie es der Koran verlangt, ein im Vergleich zu ihrem Bruder halbiertes Erbteil verbunden ist sowie der halbe Wert ihrer Aussage vor Gericht?

Will Herr Reuter uns Frauen aus sogenannten islamischen Ländern erklären, dass es gar nicht so schlimm ist mit einem Tschador oder einer Burka auf die Straße zu gehen? Kann er die Erniedrigung nicht verstehen? Wie kann er für Frauen, wo auch immer auf der Welt, das Kopftuch kritiklos zulassen und zugleich wissen, dass an vielen Orten die Kopftuchverweigerin eingesperrt oder ausgepeitscht und die beispielsweise somalische, afghanische oder iranische Muslima, die mit einem Mann islamisch unerlaubten Sex hat, durch Erhängen oder Steinigung hingerichtet werden kann? Der Kriegsberichterstatter weiß, dass an der globalen Kampagne zur Verschleierung der Frau besonders gewalttätige Organisationen beteiligt sind, von Boko Haram bis zu den Taliban, von Al-Shabaab bis zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das sogenannte Kopftuch ist kein unschuldiges Stück Stoff und der Terror hat sehr wohl mit dem Islam zu tun. Christoph Reuter:

Der Islam war anders als das Christentum und das Judentum – aber nicht völlig unterschiedlich. […] Bis heute streiten viele Menschen darüber, wie friedlich Mohammed war, wie friedlich der Islam überhaupt in die Welt gekommen ist […]

Mehrere Hadithe befehlen die Tötung desjenigen, der seine Religion wechselt, weshalb das Abfallen vom Glauben nach islamischer Rechtsauffassung mit dem Tode bestraft wird. Selbst in Europa müssen Islamapostaten mit Morddrohungen rechnen. Menschen, die sich in sogenannten islamischen Ländern tatsächlich oder angeblich vom Islam abwenden, erleiden soziale Ächtung, den Verlust des Arbeitsplatzes, Angriffe oder haben mit Mordanschlägen zu rechnen. In mehreren Staaten werden Apostaten islamjuristisch begründet hingerichtet. Offensichtlich ist Reuter der Ansicht, dass man Kindern das wahre Gesicht des Islam nicht zumuten kann und präsentiert ihnen einen rosaroten Kitschislam oder Bambi-Islam.

Der ZdE protestiert gegen diese Verharmlosung der menschenfeindlichen und insbesondere frauenfeindlichen Bewegung und fordert vom Kindermagazin Dein Spiegel eine Erklärung. Kinder brauchen sachliche Information und unseren besonderen Schutz. Alle Mitbürger in Deutschland, denen die universellen Menschenrechte und insbesondere die Gleichberechtigung von Mann und Frau wertvoll sind, rufen wir auf, gegen eine derartige märchenhafte Schönfärberei aktiv zu werden.

Über Mohammad schreibt Herr Reuter völlig unkritisch und verschweigt, dass seine Kriege und Landnahmen denjenigen des heutigen IS sehr ähnlich sind. Nein, nein, dass dürfen wir Kindern nicht erzählen, so scheint Reuter zu denken, die jungen Schüler sollen ausschließlich hören, dass Mohammad ein netter Mensch war und dass alle späteren oder heutigen Probleme mit Dschihadisten mit dem eigentlichen Islam und seinem Propheten nichts zu tun haben. Wir brauchen uns keine Gedanken zu machen, alles ist im grünen Bereich und jede Frau kann schließlich auch mit Kopftuch und Burka glücklich werden und weiter leben …

Sollen die Kinder, sollen wir alle die Folgen der globalen islamischen Bewegung bagatellisieren, vielleicht in der Hoffnung, dass dann die Terroristen nicht böse werden und sowieso alles von selbst besser wird? Hat al-Qaida, haben die Taliban den Islam falsch verstanden, sind Staaten wie Pakistan, Saudi-Arabien oder der Iran ja vielleicht noch nicht islamisch genug?

Nein, liebe Verantwortliche der Kinderzeitschrift des Spiegel-Verlages: Die Musliminnen unter dem Schleier, die Frauen oder Kinder mit dem Kopftuch sind Opfer dieser Bewegung und auch Religion und man kann diesen Mitmenschen nur helfen, indem man Klartext redet und nicht schönfärbt oder vertuscht.

Die Unvereinbarkeit von islamischem Recht und allgemeinen Menschenrechten bzw. von Scharia und Grundgesetz müssen wir ansprechen – auch und gerade gegenüber allen Kindern und Jugendlichen.

Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime

09.01.2016

Tel: 0049 (0) 1775692413

minaahadi26@gmail.com

http://exmuslime.com/kindermagazin-des-spiegel-verlags-verharmlost-den-maedchen-und-frauenfeindlichen-islam/

70. Deutscher Juristentag, die AEMR und das GG

August 11, 2014

Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft

Die strafrechtliche Abteilung wird sich mit der Frage beschäftigen, ob als Folge der kulturellen und religiösen Pluralisierung der in Deutschland lebenden Bevölkerung Änderungen im Strafrecht zu empfehlen sind.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Verbotsnormen im Strafgesetzbuch, die Delikten mit kulturellen oder religiösen Tathintergründen gelten. Ist der Tatbestand der Bekenntnisbeschimpfung (§ 166 StGB) noch zeitgemäß?

Gibt es Änderungsbedarf im Hinblick auf sonstige Äußerungsdelikte? Wäre die Einführung einer weiteren Verbotsnorm zu empfehlen, die über den Tatbestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB) hinaus die Verbreitung rassistischer Gedanken unter Strafe stellt?

Es stellt sich ferner die Frage, ob für den neugeschaffenen Tatbestand „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ (§ 226a StGB) und den Rechtfertigungsgrund für die Beschneidung von Jungen (§ 1631d BGB) Empfehlungen für die Auslegung oder für Änderungen in der Gesetzesfassung zu beschließen wären und ob das strafrechtliche Verbot der Zwangsheirat (§ 237 StGB) als gelungen anzusehen ist, insbesondere was die Erfassung von im Ausland begangenen Tathandlungen betrifft.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der international geführten Debatte um „cultural defenses“. Zu erwägen ist, ob sich aus der kulturellen Biographie des Täters und seiner Beweggründe die Forderung nach Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründen ergibt und welche Rolle den Religionsgrundrechten in Art. 4 Abs. 1, 2 GG im strafrechtlichen Kontext der Rechtfertigung und Entschuldigung zukommt. Praktisch wichtig ist die Frage, ob kulturelle und religiöse Tathintergründe als schuldmindernde Umstände einzustufen und strafmildernd zu berücksichtigen sind. Diesem Aspekt kommt bei der Auslegung des Merkmals „niedrige Beweggründe“ beim Mord (§ 211 StGB) in Fällen von Blutrache und sogenannter Ehrenmorde eine entscheidende Rolle zu.

Auch bei der Auslegung anderer Tatbestandsmerkmale, etwa der Zumutbarkeit einer Hilfeleistung (§ 323c StGB), ergeben sich ähnlich gelagerte Fragen zur Relevanz kultureller und religiöser Hintergründe. Im Kontext der Strafzumessung ist ferner die Wertung rassistischer und fremdenfeindlicher Motive als Strafschärfungsgrund zu erörtern.

http://www.djt.de/fileadmin/downloads/70/djt_70_Strafrecht_140320.pdf

Bringt uns der Juristentag die mit der Scharia verträglichen Paragraphen?

Der 70. DEUTSCHE JURISTENTAG (2014) rückt heran und ein Blick in die Thesen der Gutachter und Referenten (Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft) verheißt alles Gute für das Islamische Recht und wenig Gutes für die allgemeinen Menschenrechte. Von Edward von Roy.

Dr. Tatjana Hörnle akzeptiert die verfassungswidrige Beschneidung von Jungen als juristisch problemlos und unterschlägt das hohe Maß der lebenslangen Zerstörung der männlichen genitalen Sensitivität (Sorrells et al. (2007)) ebenso wie die Folgen für Ehe und Partnerschaft (Frisch et al., (2011)). Dass selbst bei der Beschneidung in Arztpraxis oder Krankenhaus schwere Verletzungen und Todesfälle auftreten, sagt sie ebenfalls nicht. Weil Gleichbehandlung der Geschlechter (noch) wichtig ist, kämpft die Professorin 2014 für die deutsche Legalisierung der Beschneidung von Mädchen, wenigstens solange nur ein bisschen Klitorisvorhaut amputiert wird oder am Mädchengenital lediglich ein Pieksen oder Stechen (ritual nick) mit einer Nadel oder Lanzette erfolgt. Wie tief bitteschön darf gepiekst werden, in welches intakte Körpergewebe eigentlich werde am Mädchengenital gestochen, Klitorisvorhaut, Labien oder Klitoris, und soll demnächst legal eingestochen oder gleich durchstochen werden dürfen?

3. Bekenntnisbeschimpfung: § 166 StGB ist weder mit „Schutz der Allgemeinheit‘ noch als Norm zum Schutz von Individualrechten überzeugend zu rechtfertigen. Dem Gesetzgeber ist zu empfehlen, diese Norm aufzuheben. …

[Auch wir fordern die Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen. Warum aber sagt Hörnle nicht: Islamkritik muss auch trotz eines (noch) bestehenden § 166 StGB schon heute möglich sein?]

Konkretisierung von Kindeswohl (§ 1631d Abs. 1 S. 2 BGB).

[Hörnle verschweigt zielsicher, dass eine Beschneidung ohne medizinischen Grund dem Kindeswohl immer schadet und nicht nur ausnahmsweise.]

6. Genitalverstümmelung: a) Bei der Auslegung von § 226a StGB ist zu beachten, dass nicht alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter „verstümmeln“ zu fassen sind …

[Das ist einfach falsch, das Amputieren oder noch so punktuelle Beschädigen gesunden Gewebes ist pädagogisch, ethisch, medizinisch wie rechtlich stets Verstümmeln und, wenn es am Genital geschieht, eine Genitalverstümmelung (hier eine FGM). Auch beim Pieksen gehen Körperzellen kaputt, vom psychischen Traumatisieren und dem Risiko einer Sepsis nicht zu reden. Es ist angemessen, dass die WHO eben nicht Typ Ib als FGM (genital mutilation) bezeichnet und Ia als FGC (genital cutting), sondern in beiden Fällen von FGM spricht, mutilation, Verstümmelung. Das soll so bleiben und dafür hätte Hörnle zu sorgen, statt die irgendwie wenig beschädigende FGM zu legalisieren.

Hörnle übergeht gekonnt, dass die hinsichtlich des Sensitivitätsverlusts mit der Klitoridektomie oder Amputation der kleinen Labien vergleichbare rituelle Beschädigung des Jungengenitals unter Genitalverstümmelung eingeordnet werden muss und macht 2014 den Weg frei für die Legalisierung von FGM Typ Ia der WHO-Klassifikation (Entfernung der Klitorisvorhaut) bzw. von Typ IV Variante Einstechen (pricking). Dieser Vorstoß der Professorin entspricht der traurigen menschenrechtlichen Lage (Menschenrechtsbegriff bitte stets der AEMR, Paris 1948, nicht derjenige der OIC, Kairo 1990) in Indonesien, wo das Indonesian Ulema Council (MUI) 2014 ebenfalls die weniger zerstörenden Formen der FGM allenfalls als Beschneiden (cutting) bezeichnet wissen will und keinesfalls als Verstümmelung (mutilation). In Wirklichkeit gibt die religiöse verpflichtende Beschneidung der Mädchen im schafiitischen Islam auch bzw. genau die gänzliche oder teilweise Amputation der Klitoris (arab. baẓr) vor – und nicht der Klitorisvorhaut, wie der US-amerikanische Sufischeich und Übersetzer eines schafiitischen Rechtskompendiums (Reliance of the Traveller) Nuh Ha Mim Keller verbreitet, ohne uns ein arabisches Wort für Klitorisvorhaut anbieten zu können.]

Dies ist nicht der Fall, wenn der Eingriff mit der Beschneidung von Jungen vergleichbar ist (etwa wenn nur Vorhaut der Klitoris betroffen ist, ohne Amputationen und weitere Verletzungen)

[Die Entfernung der Klitorisvorhaut ist selbstverständlich auch eine Amputation. Die über das für uns in keiner Form zu legalisierende Mädchenbeschneiden ungehemmt redende Hörnle verschweigt, dass dem Jungen oder Mann mit der Zirkumzision ziemlich genau so viel genitale Sensitivität zerstört wird wie einer Frau bei der Amputation der Klitoris oder der kleinen Schamlippen (Fine-touch pressure thresholds in the adult penis. Morris L. Sorrells, James L. Snyder, Mark D. Reiss, Christopher Eden, Marilyn F. Milos, Norma Wilcox and Robert S. Van Howe), auch die Folgen der MGM für Ehe und Partnerschaft sind erforscht (Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark. Morten Frisch, Morten Lindholm and Morten Grønbæk).

Pressequelle: Indonesia Ignores UN Ban on Female Circumcision, Denies Mutilation. The Jakarta Globe (24.03.2013)

Jakarta issued a 2010 regulation allowing “scraping the clitoral hood, without injuring the clitoris,” while criminalizing more severe procedures — a regulation that is nevertheless defined by the WHO as mutilation.

Islamic foundations like the Assalaam Foundation in Bandung say they ditched the scissor-snipping for pin-pricking.

“In the past, we had used one or two doctors and more traditional healers and they used scissors to snip a bit on the hood. We abandoned that method many years ago,” Assalaam’s coordinator Eulis Sri Karyati said …

Housewife Tita Lishaini Jamilah, 28, who also took her baby to the clinic for a circumcision ceremony, said Indonesia should not bow to the UN’s ban on the practice, insisting that the ritual was safe.

“Why would any parent hurt her child? If any doctor were to mutilate my daughter, I’d be the first to protest,” she said …

http://www.thejakartaglobe.com/news/indonesia-ignores-un-ban-on-female-circumcision-denies-mutilation/

Pressequelle: MUI pushes govt to circumcise girls. The Jakarta Globe (22.01.2013)

The Indonesian Ulema Council (MUI) is bucking a United Nation’s campaign to ban female circumcision, demanding that the government keep the practice legal.

MUI deputy secretary-general Amirsyah Tambunan told reporters at a press conference on Monday that the government should continue to allow female circumcision, calling it a constitutional right.

“Circumcision is a part of the Islamic teachings that were recommended for Muslims, both male and female,” Amrisyah said at MUI headquarters as quoted by Antara news agency. “The MUI and Islamic organizations in the country firmly stand against any efforts to ban female circumcision.”

Female circumcision performed by licensed doctors, nurses or midwives was legalized by a Health Ministry regulation issued in 2010 that defined the practice as “incising the skin that covers the front part of clitoris, without harming the clitoris”. …

Separately, the executive director of the Wahid Institute, Ahmad Suaedy, disagreed, saying that the practice was based on fiqih (Islamic jurisprudence) that could be interpreted differently by different ulemas. …

Meanwhile, Huzaemah, a member of MUI’s fatwa commission, said that female circumcision was a religious obligation that should be done to control women’s sexual desire.

http://www.thejakartapost.com/news/2013/01/22/mui-pushes-govt-circumcise-girls.html

Pressequelle: Indonesian Islamic group rejects female circumcision ban. Australian Network Nows / ABC News (24.01.2013)

The Indonesian Ulema Council (MUI) claims that female circumcision is part of Islamic teachings and a constitutional right.

MUI chairman Ma’ruf Amin has been reported as calling on hospital and health centres in the country to provide the service to people who would want their daughters circumcised.

„What we reject is the ban. If there is a request … don’t turn [the parents] away,“ Ma’ruf was quoted as saying. …

Professor Terry Hull is with the Australian Demographic and Social Research Institute at the Australian National University.

He says female circumcision is increasing in Indonesia and the practice is becoming more brutal.

„Over the past two decades, there’s been an increasing ‚medicalisation‘ of the practice, where medical personnel are taking part in what they interpret as Islamic rituals, and they are drawing blood and sometimes cutting away skin from the clitoris and sometimes from the labia.“

http://www.abc.net.au/news/2013-01-24/an-indonesia-ulema-council-rejects-ban-on-female-circumcision/4481366

Rechtfertigung wegen Gewissensfreiheit oder Religionsausübung: Es ist zwar nicht prinzipiell-kategorisch auszuschließen, dass Gewissensfreiheit oder Religionsausübungsfreiheit (Art. 4 Abs. 1, Abs. 2 GG) eine Straftat rechtfertigen könnten. Dies hängt bei Eingriffen in die Rechte unbeteiligter Dritter vom Vorliegen eines rechtfertigenden Notstands (§ 34 StGB) ab.

[Im Islam entstehen Notstände sehr leicht. Wenn ihn die nach Koran und Sunna schlimme Tat im Höllenfeuer brennen lässt, ist das etwa kein Notstand, auf den sich der Angeklagte laut Hörnle berufen kann? Auch der Verlust des Ansehens der Familie könnte aus Sicht des Täters Gewalt rechtfertigen, was der weltanschaulich neutrale Staat nicht zu akzeptieren hat. Die Bundesrepublik befragt die Bürgerin oder den Bürger auch gar nicht nach Glaubensstrenge – Deutschland braucht keinen Frömmigkeits-TÜV.]

17. Teilentschuldigungen: Eine Strafmilderung kommt bei echten, schweren Normenkonflikten in Betracht, wenn eine kulturelle oder religiöse Gegennorm ein vom Täter als verbindlich angesehenes, innere Bedrängnis schaffendes Gebot postulierte, in der rechtlich verbotenen Art und Weise zu handeln. Voraussetzung ist aber, dass die kulturelle oder religiöse Verhaltensnorm nicht in fundamentalem Widerspruch zur Verfassungs- und Rechtsordnung steht. Außerdem kann die Strafe gemildert werden, wenn die Tatgenese auf ein (aus der Perspektive der Rechtsgemeinschaft) vorwerfbares Mitverschulden des Opfers zurückzuführen ist.

[Professorin Hörnle weiß, dass es zwischen Islam und kultureller Moderne bzw. zwischen schariabasierter Sakraljurisprudenz (Fiqh) und deutschem Grundgesetz zu „echten, schweren Normenkonflikten“ kommt. Den in Koran und Sunna verbalisierten Befehl Allahs nicht umzusetzen, mag dem Heilsverlust und Höllenstrafe fürchtenden Literalisten ja tatsächlich ein „innere Bedrängnis schaffendes Gebot“ sein. Ohne das Wort Scharia auszusprechen, wird durch Strafrechtlerin Tatjana Hörnle die kohärente, totalitäre, Frauen und Nichtmuslime diskriminierende und damit schlicht grundrechtswidrige Islamische Normativität offensichtlich als eine bereits bestehende deutsche „Gegennorm“ akzeptiert und begrüßt. Das Islamische Recht (fiqh), die anzuwendende Scharia bringt den in einem freiheitlichen Rechtsstaat lebenden Muslim in der Tat ziemlich schnell in den Bereich von „echten, schweren Normkonflikten“, die Ehefrau ohne Hidschab oder der unbeschnittene Sohn bzw. die unbeschnittene schaffitische Tochter ist „Gegennorm“, FGM-Verbot oder nackte Frauenhaare schaffen „innere Bedrängnis“. Frau Hörnles Auslassung über „vorwerfbares Mitverschulden des Opfers“ entspricht der Argumentation des australischen Islamgelehrten Taj el-Din Hilaly zum Thema sexuelle Belästigung oder Vergewaltigung einer Frau im Minirock oder knappen T-Shirt jedenfalls ohne den islamisch gebotenen Schleier:

If you take out uncovered meat and place it outside on the street, or in the garden or in the park, or in the backyard without a cover, and the cats come and eat it … whose fault is it, the cats‘ or the uncovered meat? The uncovered meat is the problem. If she was in her room, in her home, in her hijab, no problem would have occurred.“]

Wenn man Fleisch draußen auf die Straße, in den Garten oder den Park stellt, ohne es zuzudecken, dann kommen die Katzen und fressen es. Wer ist nun Schuld – die Katzen oder das unverhüllte Fleisch? Das unverhüllte Fleisch ist das Problem. Wenn sie in ihrem Zimmer, in ihrem Zuhause geblieben wäre, in ihrem Hidschab, wäre kein Problem aufgetreten.

http://www.theage.com.au/news/national/ethnic-leaders-condemn-muslim-cleric/2006/10/26/1161749223822.html

Dr. Henning Radtke denkt über Tötungsdelikte nach. Der Richter am Bundesgerichtshof fordert eine Abkehr vom bisherigen Mordbegriff der deutschen Rechtssprechung, insbesondere von den sogenannten niedrigen Beweggründen. Ob altes oder neues System, wo bringt Radtke das sich auf Koran und Sunna berufende Töten für die Frauenkeuschheit, Familienehre oder die Religion unter, wo beispielsweise den glaubensbewegten Mord an einem Ehebrecher, Gotteslästerer, Islamkritiker oder Islamapostaten?

… Für § 211 StGB empfiehlt sich – im Rahmen einer Gesamtreform der Tötungsdelikte – die Aufgabe des Mordmerkmals der (sonst) „niedrigen Beweggründe“. Es sollte durch ein Merkmal ersetzt werden, das an die Tötung eines Menschen wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens oder seiner religiösen oder politischen Anschauung anknüpft. …

Michael Rosenthal hat nichts gegen koranbasiert arbeitende Vertrauensleute, Scharia-Mediatoren und sonstige islamische Sittenwächter einzuwenden: „Bloße Streitschlichtung, die sich als Ergänzung des förmlichen Justizverfahrens begreift, ist unbedenklich“. Kennt der Rechtsanwalt den Konformitätsdruck auf das Wohlverhalten des Einzelnen in der Umma nicht? Sollen die Schariapflichtigen den säkularen Rechtsstaat und dessen Institutionen von Familienberatungsstelle über Jugendamt bis zum Schiedsmann denn gar nicht mehr ernst nehmen nach dem Motto: Gute Beratung hole ich mir nicht bei einem Ungläubigen? Soll jeder Mandant seinen Anwalt erst einmal nach praktizierter Gottesfurcht befragen, muss die BRD zeitnah Islamische Erziehungsberatungsstellen oder Islamische Rechtsberatungsberatungsstellen sowie ein Netzwerk von halal-zertifizierten Rechtsanwälten bereitstellen? Soll ein muslimisch sozialisierter Jugendlicher lernen, Beratung nur von einem die fünf täglichen Pflichtgebete einhaltenden Sozialarbeiter, Streitschlichter oder Rechtsanwalt anzunehmen und einer Streitschlichterin ohne Hidschab nicht zu vertrauen?

Paralleljustiz ist ein Anzeichen für die Etablierung von Parallelgesellschaften. Daraus folgt nicht zwingend, dass «die Integration gescheitert» sei; das Phänomen kann auch Anlass geben, die eigenen Verhaltensweisen zu überdenken.

2. Eine Paralleljustiz, die sich als Selbstorganisation einer Minderheit begreift, ist nicht hinnehmbar, sie gefährdet das staatliche Gewaltmonopol.

3. Bloße Streitschlichtung, die sich als Ergänzung des förmlichen Justizverfahrens begreift, ist unbedenklich

(…) Die Anerkennung der Streitschlichtung darf nicht zur Erweiterung von Handlungsspielräumen der Schlichter führen;

[Der Islamische Streitschlichter verdient Ehre, der Vertreter eines menschengemachten Gesetzes Kühle oder Verachtung. Gesetze dürfen gar nicht von Menschen gemacht werden, Volkssouveränität ist nicht ḥalāl. Eine Anerkennung ehrenamtlicher Schariarichter bzw. Islamischer Streitschlichter wird eine Erosion des Rechtsstaats bewirken. Wer nämlich Nachbarn, Kollegen oder Streitgegnern als Muslim bekannt ist und gleichwohl die Dienste des gottesfürchtigen Streitschlichters im Straßenzug nicht in Anspruch nimmt, sondern beispielsweise den Weg zur gottlosen Polizei findet, wird von den Bärtigen und Burkafrauen gemobbt werden.]

Wilhelm Schluckebier meint, dass der Staat nach der Motivation des vielleicht schariatreuen Täters fragen muss, insbesondere ob beispielsweise „eine entsprechende religiöse Verhaltenspflicht besteht“. Bittet der Richter des Bundesverfassungsgerichts den Täter künftig erst einmal um eine Eindeutigkeit herstellende Fatwa?

… Ohnehin ist bei der Geltendmachung einer handlungsleitenden religiösen Regel durch einen Straftäter stets eine Plausibilisierung dahin zu verlangen, dass eine entsprechende religiöse Verhaltenspflicht besteht.

[Skandalös: Die BRD bittet um eine Fatwa – ‚Sagen Sie Herr Angeklagter, ist das für Sie denn wirklich eine verbindlich gültige religiöse Vorschrift, wären Sie bereit, dazu einen Mufti oder Scheich als Zeugen heranzuziehen?‘ Mögliche weitere Folgen des Schluckebierschen Ansatzes: Hörnle, s. oben, verharmlost warum auch immer die Klitorisvorhautamputation bzw. das rituelle Einstechen (pricking) des weiblichen Genitals und mindestens diese FGM (wir wissen es besser als Hörnle, die Klitoris (baẓr) ist eigentlich auch schafiitisch herauszuschneiden) jedoch ist religiöse Pflicht, islamisch einwandfreie Fatāwa (Sg. Fatwa) dazu gibt es uralt wie druckfrisch. Die BRD hat 2012 die Jungenbeschneidung faktenfern verharmlost und mit Hochdruck legalisiert, den Schafiiten aber ist auch die Mädchenbeschneidung Religionspflicht – will der Richter des BVG Schluckebier beispielsweise die FGM legalisieren, das Zwingen der Tochter oder Ehefrau zum Tragen des Hidschab, das Zwangsverheiraten der jungfräulichen Tochter durch den Vater in der Funktion Wali mudschbir? Zu all diesen Punkten kann jeder Muslim beweisen, „dass eine entsprechende religiöse Verhaltenspflicht besteht.“]

Die Freiheit zu glaubensgeleitetem Leben und Handeln findet schon bisher grundsätzlich ihre Grenze in den durch das Strafrecht konkretisierten verfassungsunmittelbaren Schranken, zu denen vor allem der verfassungsrechtliche Schutz von Leben, körperlicher Integrität und Unversehrtheit gehört.

[Der in der Tat gebotene Schutz der körperlichen Unversehrtheit wurde am 12.12.2012 durch § 1631d BGB beseitigt, verfassungswidrig bleibt die Jungenbeschneidung gleichwohl.]

Das erscheint dann vorstellbar, wenn der Täter sich nicht aus mangelnder Rechtsgesinnung gegen die staatliche Rechtsordnung auflehnt, sondern sich in eine Grenzsituation gestellt sieht, … . Selbst eine solche seelische Bedrängnis wird aber dann nicht anzuerkennen sein, wenn sie sich als Gewissenskonflikt in zumutbarer Weise durch nahe liegende andere Handlungsalternativen lösen lässt (…).

[Hier hätte der Richter eindeutiger werden müssen: „aus mangelnder Rechtsgesinnung“ in Bezug auf GG und abgeleitete Gesetze und Verordnungen oder „aus mangelnder Rechtsgesinnung“ in Bezug auf Koran und Sunna. Dem Bundesverfassungsgericht ist bekannt, dass der Islam beides ist, vollständige Religion und vollständige Rechtsordnung. Warum sagt Schluckebier kein Nein zur ebenso religiösen wie totalitären Scharia, Nein beispielsweise zur Zwangsverschleierung, zur Polygamie nebst Frauenverstoßung oder zu der in Griechenland, das per Rechtsspaltung die Scharia ins Familienrecht integriert, völlig legalen Kinderheirat? Die Folgen aus Pflichtversäumnis oder anderem Fehlverhalten sind für einen schriftgläubigen Koranleser absolut, schließlich geht es um ewige Gottesnähe oder ewige Verdammnis, eindeutig ein Fall von „Grenzsituation“. Durch die Republik aufgezwungene schlimme Verhaltensweisen wie Schleierverzicht oder Nichtbeschneidung von sunnitischem Sohn oder schafiitischer Tochter sind unzumutbarer Gewissenskonflikt. Die Gläubigen wollen in den Himmel kommen (und haben oft sehr berechtigte Angst vor Mobbing, Gewalt oder Ächtung innerhalb der Community). Zum Islamischen Glauben und Wohlverhalten – zum Islam – gibt es keine „Handlungsalternativen“.]

4. Bei der Beschneidung von Jungen hat der Gesetzgeber es mit § 1631d BGB unternommen, einen Ausgleich zwischen den grundrechtlich verbürgten Positionen der körperlichen Integrität und des Persönlichkeitsrechts des Kindes sowie des elterlichen Erziehungsrechts in Verbindung mit der Glaubensfreiheit zu suchen

[immerhin: nicht ‚zu finden‘, sondern „zu suchen“. Der Bundesverfassungsrichter allerdings scheint die 2012 legalisierte genitale Amputation, nie (2012) für Mädchen und nur für Jungen, einfach prima zu finden, ein Verstoß gegen den Standard der körperlichen Unversehrtheit].

Die Maßnahme wird sich im Konfliktfall aus religiösen Gründen plausibilisieren lassen müssen [NEIN, eben gerade nicht aus Frömmigkeitsgründen – wissenschaftlich nachvollziehbare Argumente bittesehr, keine heiß dahergesagten Glaubensbekenntnisse. Soll die BRD den Inbrünstigkeitstest machen?];

sie muss nach den aktuellen medizinischen Standards durchgeführt werden

[also darf sie gar nicht durchgeführt werden, weil der Arzt, primum non nocere, dem Patienten nicht schaden darf].

Einem Aufschub bis zur Religionsmündigkeit des Kindes wird mitunter aus jugendpsychologischer und -psychiatrischer Sicht entgegen gehalten

[nicht genital zu verstümmeln … ?],

die Beschneidung im Säuglingsalter schließe die verstärkte Gefahr einer psychischen Traumatisierung aus, die etwa im Pubertäts- und Religionsmündigkeitsalter zu gewärtigen sei

[möglichst früh überlisten, dann erinnert er sich später nicht so genau an die Genitalverstümmelung – was für eine kulturell gegenmoderne Ethik, den jungen Menschen um seine körperliche Unversehrtheit zu bringen, Herr Schluckebier, Sie sollten sich schämen.].

Soviel zu den Thesen der Gutachter und Referenten, die sich fleißig an die Arbeit machen, den über Renaissance, Aufklärung und Totalitarismuskritik freigesetzten Bürger wieder durch den Religionsangehörigen zu ersetzen. Durch vermiedene Sonderregeln kann man die von ECFR-Scheich Mustafa Cerić ersehnte und im Familienrecht lediglich beginnende Rechtsspaltung (opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law) in Deutschland noch ein Weilchen unsichtbar halten, die sich in den an Gravitation und Schwungkraft gewinnenden schariakonformen Parallelgesellschaften vieler europäischer Städte faktisch zu entwickeln beginnt oder partiell bereits durchgesetzt werden konnte (Hidschab am Arbeitsplatz, Burka oder Niqab im öffentlichen Raum, Zweitfrau, griechisch-muslimische Kindbraut, britisches Muslim Arbitration Tribunal bzw. Sharia Court).

Es bleibt zu hoffen, dass der 70. Deutsche Juristentag der Bundesregierung keine Vorschläge zur Veränderung des Strafrechts unterbreiten wird, die dem kohärenten (unteilbaren) Islamischen Recht entgegenkommen und damit notwendigerweise zum Ausstieg aus den allgemeinen Menschenrechten beitragen würden. Dazu aber wird man als Anwalt, Juraprofessor oder Verfassungsrichter in Hannover den Mut finden müssen, sich zur im Grundgesetz wiedergegebenen Unveräußerlichkeit der AEMR zu bekennen und, Informationspflicht als Garantenpflicht, jeden Bürger vor den sehr diesseitigen rechtlichen Folgen des jenseitszentrierten Islamischen Rechts zu warnen.

Selbst im Namen einer vom Täter bekundeten Abwehr der Teufel und bösen Dschinnen oder bei Berufung auf das persönliche Lebensziel des Eingangs in den ewigen Garten haben irdische Standards wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die körperliche, insbesondere die genitale Unversehrtheit der Minderjährigen (Menschen unter achtzehn Jahre) oder die hoffentlich auch in Zukunft legale Kritik an religiösem Fundamentalismus nicht preisgegeben zu werden, auch nicht im Namen der 2014 unter einigen Juristen erregt beschworenen „Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft“ oder der „Relevanz kultureller und religiöser Hintergründe“.

Edward von Roy

Q u e l l e

70. DEUTSCHER JURISTENTAG Hannover 2014. Thesen der Gutachter und Referenten. Strafrecht. Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft

http://www.djt.de/fileadmin/downloads/70/djt_70_Thesen_140804.pdf

Allahs Radiergummi

Juni 23, 2013

تعايش سلمي

taʿāyuš silmī

Мирное сосуществование

La coexistence pacifique

Peaceful coexistence

Friedliches Zusammenleben (Genf 1955; demnächst im Europakalifat)

Kritik an Lale Akgüns Buch Der Aufstand der Kopftuchmädchen

Simpel wie die Kinder möchten die Deutschen sein und Spaß haben um jeden Preis. Einander Absolution erteilend, dürfen sie sich ganz schuldlos fühlen beim Geldwaschen für den Iran, Panzerverkaufen nach Saudi-Arabien und Schweigen zur HAMAS. Wie lustige, liebenswerte, niedliche Schlümpfe, kleine Indianer oder Hobbits. Doch ohne Spaßislam keine Spaßkultur! Zum allgemeinen Wohlfühlen ist die Rhetorik des Islambeschönigens auf das Neu- und das Weichzeichnen von Konturen unbedingt angewiesen. Jetzt muss uns nur noch ein Märchenonkel den entsprechend niedlichen Zukunfts-Islam liefern. Märchentante geht auch.

In der kulturellen Moderne dann doch sehr Unangenehmes muss gleichsam auf einer anderen Kulisse neugemalt, auf einem anderen Baugrund neu errichtet werden. Allgemein-menschenrechtlich Unannehmbares benötigt zumindest das Verwischen der Grenzen eindeutigen menschlichen Wahrnehmens. Diesen erbettelten Dschihad des neugestalteten Phantasie-Islams bzw. des Verwischens der Spuren liefert denn auch bereitwillig ein Kölner SPD-Mitglied mit dreißigjährigem Parteibuchbesitz (seit 1982), denn kraftvoll vermittelt auch Lale Akgün zwischen kultureller Moderne und Schariagehorsam.

Mouhanad Khorchide, Abdullahi an-Na’im und vor allem Tariq Ramadan, von letzterem sie sich allerdings lautstark wenn auch eher argumentationsfrei distanziert, ist die Psychologin dabei verblüffend ähnlich. Dass bei diesem Vermittlungsversuch entweder die vom Himmel sehr ernst gemeinten Vorgaben von Koran und Hadith oder die allgemeinen Menschenrechte nachgeben müssen oder zumindestens die menschliche Vernunft und Redlichkeit sagt die einstige SPD-Bundestagsabgeordnete nicht. Zum Buch Der Aufstand der Kopftuchmädchen: Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus (Lale Akgün 2011). Eine Islamkritik von Jacques Auvergne (2013).

Die Republik der fröhlichen Schlümpfe hat die Schlampigkeit verstaatlicht. Seit den Achtziger Jahren durften die Spaßkulturellen aus dem Schulhof durch unsere Unis in die Parlamente marschieren und heißen dann Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Volker Beck, Guido Westerwelle und Annette Schavan. Und so geht, auch bei der bundesdeutschen Islaminstallation, neuerdings interkulturell wie intergenerativ alles ganz relaxed, free und easy. Probleme sind nämlich so richtig doof.

Die irgendwann in den Jahren um den Mauerfall betretene Epoche der Nachdemokratie benötigt weder Sorgfalt noch Nachvollziehbarkeit, sondern deine und meine öffentlich unter Beweis gestellte Nähe zu den Inhabern hohen Ansehens und dieses, wie selbstverständlich, auf Kosten der neuen Spezies oder Kaste der Unwürdigen, dessen Angehörige, vor allem sind es die Islamkritiker, aufgestöbert und bespuckt werden müssen. Was sich nachfolgend ereignet, umschwärmt von ein paar hungrigen Kameraleuten und Zeitungstexte schreibenden Hofschranzen, Ereignisse also wie Installation hochschulischer Islamischer Studien im Geist und Freundeskreis von Scheich al-Qaradawi, Besuch der Schulministerin in einer vom Verfassungsschutz beobachteten Aachener Muslimbrudermoschee oder ein Hamburger echter oder unechter Staatsvertrag mit Millî Görüş und Teherans Mullahs, hat aufregenden Unterhaltungswert, stellt einigen Karrieristen die Weichen zum Erfolg und ist ansonsten und nur einen Tag später eigentlich bereits gar nicht mehr so wichtig und gefälligst zu vergessen, da gründliches Nachfragen und genaues Erinnern die Bewohner von Schlumpfhausen dann doch sehr verstört.

Die kulturelle Postmoderne fordert deine öffentliche, hochgestimmte Erregtheit, da dein Status ständig bedroht ist und der Besorgte von heute „unzweifelhaft“ (without a doubt)[1] der Verlierer von morgen ist. Die realislamische Scharia stellt Aufklärungshumanisten bekanntlich vor große Probleme, doch wer Schwierigkeiten zugibt, verliert sein wertvollstes Kapital, verliert an Ansehen. Die kulturelle Postmoderne benötigt also jemanden, der die letzten verbliebenen mahnenden Schriften gleichsam mit drohenden schwarzen Balken zensiert oder, und besser noch, mit spurlosem Deckweiß. Wir brauchen die ausradierten Probleme, wir brauchen den Zukunfts-Islam.

Problematischer Islam war gestern, die Revolution der Schleiermädchen steht uns schließlich unmittelbar bevor. Das Buch beginnt in jeder Hinsicht überwältigend. Nackte feminine Tatsachen stellt die Autorin in den Raum, jugendlich anmutigen oder gereift sinnlich weiblichen Körperbezug darf, nein muss sich der Leser vorstellen. Denn schon im Vorwort beginnt Liberalmuslima Lale Akgün ihre pauschale Islambewerbung und buchgewordene Verharmlosung der Scharia kitschig und ein bisschen frivol mit einem angeblichen eigenen Erlebnis. Mit nichts als mit Badeanzügen bekleidete Frauen im modernen türkischen Urlaubsort Çeşme würden naturverbunden unbefangen ihre Nachbarinnen besuchen, um ihnen, günstig terminiert vor dem Badespaß, daher der Badeanzug, zu einem islamisch zu verstehenden Laternenfest gratulieren, einem Kandil. Anders als es die einstige SPD-Bundestagsabgeordnete (2002 bis 2009) vermutet, stammt das Wort Kandil nicht aus dem Arabischen, sondern über gr. kandíli aus lat. candela, Lampe, vgl. frz. la chandelle (la bougie), die Kerze, engl. the candle, Kerze.[2]

9. Im Schein der Öllampen, der Festbeleuchtung, werden religiöse Feste begangen. … In der Türkei werden solche Kandil-Abende geliebt und mit Leckereien gefeiert.

Was in den geheiligten Nächten dabei unter anderem beleuchtet oder angestrahlt wird, sind, Lale Akgün verschweigt es uns, die Minarette der Moscheen. Eines dieser Kandili ist der Prophetengeburtstag, der weltweit in vielen islamischen Milieus gefeiert wird und zu welchem man nicht nur über Fröhlichkeit reden sollte, sondern auch über den vermutlich ganz erheblichen Gruppendruck zum Mitmachen. Kein Thema offensichtlich für die Diplom-Psychologin (1981) und approbierte Psychotherapeutin (1999) und jahrelange Leiterin des nordrhein-westfälischen Landeszentrums für Zuwanderung (1997 bis 2002).

Mindestens zwei andere Kandili, die Nacht der Wünsche (Nacht der Empfängnis des Propheten) sowie die Nacht der Himmelsreise, können oder müssen in der Moschee mit frommen Nachtwachen und nächtlichen Gebeten gewürdigt werden, wer da nicht öffentlich kontrollierbar wach bleibt und mitbetet, gefährdet inschallah sein Seelenheil und vorab seinen guten Ruf.[3]

Ja, Leckereien gibt es zum Kandil auch. Simit, kleinere Sesamkringel. Und Halwa.[4]

Süße Halwa und bittere Scharia sozusagen, Rednerin Lale Akgün (Plädoyer für einen zeitgemäßen Islam) auf der 2. Kritischen Islamkonferenz spricht nur über das Zuckergebäck.

Problemlos also würden die ihr Kandilfest begehenden, modernen türkischen Frauen alles drei zusammenbringen, Gottesfurcht, Süßigkeitenverschenken und Bikinitragen. Badespaß und Koranlektüre, na endlich, geht doch. Wie aber ist Allahs türkisches Fräuleinwunder möglich geworden? Durch die Ankara Üniversitesi Ilâhiyat Fakültesi Dergisi (AÜİFD), so findet es die auf 277 Seiten eher ohne Erfolg zwischen Islam und Islamismus differenzierende Lale Akgün glücklich heraus, durch die schariafromme Fakultät in der türkischen Hauptstadt:

9. Bei meinen Recherchen stieß ich schließlich auf die sogenannte Ankara-Schule, deren aufgeklärte Theologinnen leitende Positionen in der Fakultät der Universität Ankara bekleiden.

Eine wahre Wunderwaffe gegen Fundamentalismus sei sie, die 1949 gegründete theologische Fakultät. In ihrer Nähe bewohnten oder bewohnen deutsche katholische Theologen wie Felix Körner ihre auf Islamverharmlosung und Schariaimplementierung ausgerichtete Jesuitenkommunität. Ein Absolvent und berühmter Vertreter der AÜİFD ist der in Frankfurt lehrende Ömer Özsoy.[5]

Özsoy, unsere Nummer Eins der sagenhaften türkischen Islamreform der Ankaraschule, ist Frankfurter Stiftungsprofessor am Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam und wird von der Diyanet finanziert, der Diyanet İşleri Başkanlığı. Längst ist dieses Präsidium für Religionsangelegenheiten durch die Leute der von Necmettin Erbakan gegründeten (und Tariq Ramadan oder Yusuf al-Qaradawi wohlwollend respektierenden), international arbeitenden Bewegung Millî Görüş unterwandert.

Und so wandelt sich das türkische Religionsministerium allmählich zur Verwaltungsbehörde eines muslimbruderkonformen Staatsislam; eine zweite Schariabewegung, die in türkische Stadtverwaltungen und Polizeistrukturen einsickernde „Hizmet“ als die Anhängerschaft des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen,[6] baut am erneuerten osmanischen Kalifat mit. Theologisch ist das noch nicht einmal Islamismus, sondern, dem im Jahre 1111 d. Z. verstorbenen Imam al-Ghazali folgend und der hanafitischen Rechtsschule, authentischer Islam, was Akgüns Untertitel (Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus) zielsicher ausblendet.

Darum geht es leider für jeden, der in Hochschul- oder Politikbetrieb heute noch Karriere machen will: alles moralisch Empörende oder juristisch Anstößige schiebe man in den Bereich des „Islamismus“, der Islam selbst bleibe gefälligst sauber.

Ganz im Stil von Mouhanad Khorchide oder Tariq Ramadan legt sich Akgün ins Zeug:

10. Ja! Es kann ihn geben, den modernen Islam. Wir müssen nur den Mut dafür aufbringen, den Verstand zu nutzen, um … den Islam aus seinem fundamentalistischen Gefängnis zu befreien – aus einem Gefängnis, dessen Fundament aus der Vermengung patriarchalen Denkens und der Scharia besteht.

Die Kategorien verwirbelnd wie der Hütchenspieler, wo ist die Kugel? Wo liegt das Nachteilige und Unerwünschte, im Patriarchat oder in der Scharia?

Kein erklärendes Wort zur frauenfeindlichen und kulturrassistischen, gleichwohl ewigen und unverhandelbaren Scharia. Mustafa Cerić (2007) wusste in The challenge of a single Muslim authority in Europe: „Hence, this Islamic covenant, the sharī’ah, is perpetual, it is not negotiable and it is not terminable … In the shari’ah as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God“, Lale Akgün widerspricht dem Scheich nicht.

In diesem Buch sollen die Grundzüge des modernen Islam nun dargelegt werden.

Es folgen Namen von Theologieprofessoren und Islamwissenschaftlerinnen, darunter Rabeya Müller. Die in Mayen in der Eifel geborene Konvertitin Müller ist Vorstandsmitglied im Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung (ZIF), das von Sabiha El-Zayat-Erbakan geleitet wird, der Ehefrau des Muslimbruders Ibrahim El-Zayat. Sabiha ist stellvertretende Vorsitzende der ziemlich muslimbrudernahen Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG).[7]

Die von Lale Akgün doch vermutlich wohlwollend erwähnte Rabeya Müller ist, auch mit Lamya Kaddor, Mitherausgeberin des Schulbuchs für den Islamischen Religionsunterricht Saphir 5/6. Kaddor hat zur Logik eine eindeutige Beziehung, nämlich eine islamische, oder sie meint mit Aufklärung vielleicht zusätzlich die historische Epoche hin zur kulturellen Moderne: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“ Im Mai 2013 bewirbt die GMSG Schriften von Tariq Ramadan und Murad Wilfried Hofmann und gibt sich als Pendant („Schwesterorganisation“) der Association of Muslim Social Scientists UK (AMSS) zu erkennen.

Im Bonn des Jahres 2002 veranstalteten ICCI (The Islamic Cultural Centre of Ireland), AMSS und GMSG die Tagung Muslim Education in Europe, auf der Tariq Ramadan redete. Sabiha El-Zayat dozierte zu Islamic Education and Politics, Steinigungsfreundin Eva-Maria El-Shabassy, heute über den KRM als Beauftragte für Pädagogik hochrangige Kooperationspartnerin für Sylvia Löhrmann und den Rest der nordrhein-westfälischen Landesregierung zum Thema Islamischer Religionsunterricht, sprach über Islamic Religious Education in German Schools. Hasan Horkuç (heute in Durham) durfte über die pädagogischen Ansätze von Said Nursi und Fethullah Gülen dozieren. Proislamist Udo Steinbach, der norddeutsche Norbert Müller, heute als Rechtsanwalt der SCHURA Hamburg verpflichtet sowie eben auch die von Akgün als Gewährsfrau für Islamreform herangezogene Rabeya Müller durften damals in Bonn nicht fehlen. Das mit ausrichtende ICCI ist Sitz der irischen Muslimbrüder und beherbergt den vom sunnitischen Supertheologen und Hassprediger Yusuf al-Qaradawi geführten Fatwa-Rat ECFR, European Council for Fatwa and Research. Das war also 2002.[8]

Das Jahr der radikalen Bonner Tagung war auch das Jahr von Lale Akgüns Amtsantritt als Bundestagsabgeordnete sowie dasjenige der Veröffentlichung der von Nadeem Elyas verfassten Islamischen Charta des Zentralrats der Muslime in Deutschland.[9] Lässige neun Jahre später schreibt Akgün ein Buch über die Islamreform und die rebellischen Kopftuchmädchen.

Islam leben heißt, Medina erinnern; was sind schon neun Jahre für die ewige Scharia und die weltweiten getreuen Koranschüler? Nur Europas postmoderne Politiker berechnen ihr Impression Management, ihre hohe Kunst des Eindruckschindens, bis zum nächsten Wahltermin und können sich ansonsten auf sinkende Allgemeinbildung und abnehmende Merkfähigkeit ihrer Wähler verlassen. Der gottgewollte medinensische Ur-Staat bestand zwischen 622 und 855 d. Z. und ist, an Zeit und Raum angepasst, im Sinne der Abwehr des Bösen und der Rettung der Seele unbedingt nachzuahmen. Allah ist dabei kein Hektiker, und die urgemeindlich („salafistisch“) denkenden Akteure der Transformation Europas in ein erneuertes Medina haben es ebenfalls nicht immer eilig.

Der Text beginnt beinahe prophetisch. Alles wird gut, ihr Nichtmuslime braucht eigentlich nur abzuwarten. Der von Politisierung gereinigte eigentliche Islam wird Europa eine Revolution der Freiheit heranbringen, mit Allah kommt der frische wind of change:

12. Der Aufstand der Kopftuchmädchen wird seinen Anfang in den eigenen Reihen nehmen. … Initiiert von jungen Frauen und Mädchen, die noch heute von ihren Eltern und den dahinterstehenden politisierenden Islam- und Moscheevereinen mit Kopftuch in die Schulen und Kindergärten geschickt werden, damit dieses Kampfsymbol im öffentlichen Raum sichtbar wird.

Bemerkenswert ungerührt beschreibt Lale Akgün den nur den Kopf bedeckenden Schleier (die Doktrin des körperbedeckenden islamischen Hidschab umgeht sie kalkuliert) zutreffend als Zeichen islamischer Duchsetzungskraft, als Zeichen des Dschihad. Der öffentliche Raum soll islamisch besetzt werden, das Gesetz Allahs mit seinen Verhaltensvorschriften soll die sittlich höherwertige Rolle der Muslime ebenso markieren wie die islamrechtlich herabgesetzte Stellung der frommen Frau.

Kaum verhohlen rückt Akgün die heutigen deutschen Islamverbände und Moscheen in die Nähe des Unislamischen, der Politisiererei, so, als ob es einen organisierbaren spirituellen Islam ohne Zwang zur Einhaltung der Scharianorm bereits geben würde oder jemals gegeben habe.

Das Kopftuch ist das Symbol eines Islam, der sich nicht als intime Verbindung zwischen dem Menschen und Allah sieht, sondern als allgegenwärtiges Etikett, das den Menschen auf der Stirn kleben soll. Nicht nur, aber auch: des politischen Islam.

Der Mode-Mythos vom „politischen Islam“ ist ein immer häufiger zu hörender Unsinn. Als ob der Prophet Mohammed mit seinem Staatsaufbau nebst Frauenherabsetzen, Judenvertreiben und Judenermorden nicht harte, brutale Politik betrieben hätte. Man mag es bedauern, aber ein unpolitischer Islam ist seit knapp 1400 Jahren noch gar nicht organisierbar gewesen. Sich genau diesem Gesellschaftssystem zu unterwerfen, hält den Teufel von der zerstörerischen Arbeit ab und rettet die Seele. Islam ist eben beides: hundert Prozent Politik und hundert Prozent Religion.

Ayatollah Chomeini sagte in Der Islamische Staat: „Zuerst war die islamische Bewegung mit dem Judentum konfrontiert. Die Juden waren es, die als erste mit der antiislamischen Propaganda und mit geistigen Verschwörungen begannen. Und das dauert, wie Sie sehen, bis in die Gegenwart an.“

Der Schleier ist religiöse Pflicht, der Leib der Frau ist ganz mit Tuch zu bedecken: „Bis auf das, was man unbedingt sehen muss“, erklärte der nach der Frauenkleidung angesprochene Prophet und zeigte auf Hände und Gesicht (wir werden noch darauf zurückkommen).

Menschengemachte Gesetze freiwillig einzuhalten ist Frevel an Allah, denn Muslim zu sein heißt, dem himmlischen Befehl zu gehorchen – und „bis auf Hände und Gesicht“ hat sich die Frau mit einem Schleier zu bedecken. Den Hidschab kennt man im Persischen oder Urdu als Parda. Ohne Hidschab kein Weg ins Paradies.

Natürlich ist das Kopftuch für die Mädchen und Frauen, die es tragen, auch mehr – Identifikation, Maske, Mode. Die Funktionäre, die das Kopftuch als »islamisches Muss« deklarieren, scheren sich jedoch nicht um Mode, sondern sehen es als Etikett, das ihren Einfluss auf die Menschen sichern soll.

Meinte sie das wirklich ernst, täte Lale Akgün gerade islamisch-theologisch betrachtet den miteinander global vernetzten Funktionären oder Gelehrten von al-Azhar, Darul Uloom, Jamaat Islami, Millî Görüş oder Muslim Brotherhood sehr Unrecht, denn nicht sie wollen sich ein freches Zuviel an Macht erschleichen, „Einfluss auf die Menschen“ (Akgün) erlangen, sondern der Schöpfer ist es, der auf Erden endlich wieder zu Einfluss kommen soll. Der Aufenthalt im Himmelsgarten ist anzustreben und Allahs Königreich auf Erden zu errichten, nur dafür steht das Kopftuch. Wer im Namen Allahs die irdische Macht ergreift und dabei nichts als die Scharia legalisiert, ist sehr bescheiden und fromm.

13. Der Vorwurf gilt den Orthodoxen und Ultraorthodoxen … den Konservativen … Alles, was über die selbst erfundenen Grenzen ihrer Regelkataloge geht, wird von diesen Predigern als Bedrohung empfunden, die ihre Macht gefährdet …

Nein, nicht ihre Macht, Allahs Macht – religiös gesprochen.

Wer Koran und Hadith ernsthaft zu leben versucht, so flunkert Akgün, sei aus islamischer Sicht unbedingt als „krude“ einzustufen, als ein wenig unzivilisiert, als eher exzentrisch und beinahe extremistisch:

Ein schönes Beispiel für diese krude Weltsicht: Vor 30 Jahren war das Kopftuch noch eine fromme Ausnahme; heute gehört es schon zum normalen Stadtbild. Auch ein Indiz dafür, dass sich der politische Islam das Kopftuch als Symbol auserkoren hat.

Der Islam politisierte sich nach und nach, angetrieben durch weltweite Ereignisse in den Jahren 1979 und 1980:

Der Schah von Persien wurde gestürzt, und Ajatollah Chomeini rief die sogenannte Islamische Revolution im Iran aus.

Die Sowjets marschierten in Afghanistan ein, und eine ganze Generation vor allem junger Männer radikalisierte sich im Kampf gegen die Besatzer, großzügig mit Waffen und Logistik vom Westen, allen voran den USA, unterstützt.

Aha, ein bisschen wie 1945 in Deutschland, diese schrecklichen Truppen der Amis schon wieder? Mit ein paar Maschinengewehren, Hollywoodfilmen und einigen Flaschen Coca Cola haben sie erst den besonders menschenfreundlichen afghanischen und später den weltweiten Islam versaut? Dschihad Made in USA, die Taliban als auslandsfinanzierte Söldner, die leider den Kontakt mit ihren kulturellen und vor allem ihren islamischen Wurzeln verloren hatten? Sarkasmus aus. Allah denkt hoch politisch. Die Taliban wollten in den Himmel kommen.

Auch Liberalmuslima Akgün weiß, dass kein Schiit und vielleicht noch nicht einmal ein Sunnit sagen kann, Ruhollah Chomeini habe die Religion falsch verstanden. Koranpraxis ist Islamrevolte, Korankonsequenz ist Putsch, und wer weiß, ob Akgüns im Buchtitel beschworenen, einstweilen interessanterweise eher unbekannten Aktivistinnen beim nahenden „Aufstand der Kopftuchmädchen“ anderes im Sinne haben werden oder ob Frau Akgün heute überhaupt ernsthaft gegen Tariq Ramadan oder Mustafa Cerić argumentiert.

Ja, „der Islam politisierte sich nach und nach“: im siebten Jahrhundert der Zeitrechnung geschah das, himmlisch befohlen den Ohren des Propheten gegenüber und aus seinem Munde staatliches Programm geworden.

Allerdings Frau Akgün: „Der Islam politisierte sich“, Offenbarung für Offenbarung.

14. Heute haben wir einen politischen Islam, der vor Gewalt und Terror nicht zurückschreckt

Genau den haben wir, wie vor vierzehn Jahrhunderten. Er hackte Hände ab, peitschte aus, steinigte. Wie es Ayatollah Chomeini im Velayat-e Faghih (Die Herrschaft der Rechtsgelehrten) über Allahs Liebling präzisierte, das vollkommene Wesen Mohammed beschreibend: „So begnügte sich der Prophet in jenen Jahren nicht nur mit dem Verkünden des Strafrechtes, sondern führte es zugleich aus: Er schlug Hände ab, ließ Auspeitschen und ordnete Steinigungen [ar-raǧm] an. … Wenn er den Kalifen, den Nachfolger bestimmte, so nicht allein, um die Glaubenssätze und göttlichen Befehle zur Sprache zu bringen, sondern er sorgte dafür, dass man sich auch um die Ausführung der Gebote und Gesetze kümmert. … Die Muslime brauchten nach dem [Tode des] Propheten jemanden, der die Gesetze anwenden und die islamische Gesellschaftsordnung garantieren konnte, damit ihr Glück im Diesseits wie im Jenseits gesichert ist.“[10]

Ihr Bildungsdschihad wird die aufständischen Kopftuchmädchen zum Sieg führen, schon bald:

15. Aber schon morgen werden diese Mädchen und jungen Frauen in der Lage sein, über ihren Tellerrand hinauszuschauen und sich selbst zu helfen.

Sie lernen in den Schulen …, dass die Welt da draußen keine unsittliche Hölle ist, vor der sie sich schützen müssen …

… aber nein, die Welt da draußen, das Diesseits ist die Dunya, die Hölle kommt erst nach dem Yaum al-Qiyama oder Tag der Auferstehung, gelernt ist gelernt.

Eine ethnisch bunte junge Generation, so freut sich Akgün, wird die alte deutsche Führung abdrängen, herrlich rebellische Koranleserinnen ohne oder auch mit Kopftuch werden im Namen des Islam das grausame Patriarchat abschütteln:

… aber wer heute über einen Uni-Campus schlendert, sieht die Veränderungen in Richtung einer neuen deutschen multiethnischen Nation, die schon bald an den Schaltstellen der Macht sitzen wird. Gerade die Absolventinnen werden nicht mehr bereit sein, die Plätze einzunehmen, die ihnen die konservativen Männer und ihre sie unterstützenden Ehefrauen zuweisen. … Sie zersetzen das System der Männer und ihrer Frauen von innen heraus.

Hoffentlich zersetzen sie die kulturelle Moderne nicht gleich mit, die wildgewordenen Kopftuchmädchen. Die Sache mit den infiltrierten Zentralstellen der Staatsmacht kommt uns bekannt vor, der Hodschaefendi selbst rief dazu auf, Fethullah Gülen:

„Ihr müsst ganz in die Adern des Staatsapparats hinein, ohne dass jemand eure Anwesenheit bemerkt. Infiltriert alle Schaltstellen! Wartet so lange, bis ihr vollständig seid und die Zeit gekommen ist und wir stark genug sind, um die ganze Welt zu schultern und zu tragen … wir eröffnen irgendwo ein Haus, und mit der Geduld einer [auf menschliche Beute lauernden] Spinne liegen wir im Netz. You must move in the arteries of the system without anyone noticing your existence until you reach all the power centers…You must wait for the time when you are complete and conditions are ripe, until we can shoulder the entire world and carry it …The philosophy of our service is that we open a house somewhere and, with the patience of a spider, we lay our web to wait for people to get caught in the web.“

Mischt euch nicht in die Angelegenheiten der Muslime ein, so verlangt es Frau Akgün indirekt, und droht uns ein wenig mit kollektivem muslimischem Trotzverhalten:

15-16. Erneuerung, die zweifelsohne Widerstand hervorrufen wird, kann nur von innen heraus erfolgen. Denn nur von innen heraus ist Glaubwürdigkeit möglich, nur so können Solidarisierungseffekte verhindert werden, die entstehen, wenn Außenstehende urteilen.

Dass diese „Erneuerung“ innerhalb der Grenzen bleibt, die von den vielleicht wenig himmlischen Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) gesetzt worden sind, kann man nur hoffen, gesagt hat es die ehemalige SPD-Politerin nicht. Warum eigentlich beziehungsweise wie lange noch soll der junge deutsche Muslim einen Atheisten oder sonstigen Schariaverweigerer als feindselig und unglaubwürdig einstufen?

Sehr geehrte Frau Akgün, Ihr Buch ist nun (2013) bereits zwei Jahre alt – wo bitteschön sind sie denn, die zugesagten aufmüpfigen Kopftuchmädchen? Finden wir sie etwa in Netzwerken und auf Homepages wie GMSG, Zahnräder oder Musafira bzw. Nafisa? Oder haben diese der Muslimbruderschaft nicht allzu fern stehenden Damen den Islam immer noch falsch verstanden?

Das Patriarchat dankt weltweit ab, wie Akgün frohlockt:

16. die Erneuerung des Familienbildes …: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gleichberechtigung und Mitsprache … Mit dem Ergebnis, dass Ewiggestrige nur noch in ihren Biotopen der Stammtische oder Internetforen weiter die alten Lieder singen können. Der Mainstream ist längst ein liberaler!

So liberal wie Lamya Kaddor vielleicht? Die gottesfürchtige Vorzeigelehrerin aus Dinslaken-Lohberg hatte sich, wie erwähnt, empört: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“ Oder so liberal wie der „Mainstream“ der Muslimbrüder in Ägypten oder Tunesien, der das Kalifat (vielleicht) nicht ruckartig revolutionär, sondern gemächlich errichten will, zielsicher schleichend?

An dieser Stelle – oder spätestens 2013 auf der Kritischen Islamkonferenz – hätte Akgün sich doch wohl vernehmbar vom Frauenbild der Muslimbrüder, wie es etwa in den Verfassungsentwurf Tunesiens eingeflossen ist, distanzieren müssen, nachdem die Frau dem Mann gegenüber eben gerade nicht gleichberechtigt ist, sondern komplementär: «la femme complémentaire de l’homme», Islam regards men and women as complementary to each other. Herr al-Ghannouchi, der Führer der Ennahda (an-Nahḍa, Wiederauferstehung oder Renaissance, der Herrschaft Allahs selbstverständlich) und mit 37 Prozent der Stimmen deutlicher Wahlsieger, sitzt schließlich nicht (lediglich) „die alten Lieder“ (Akgün) singend am Stammtisch, sondern als Parteivorsitzender an den Hebeln der Macht – und ein Scheich bei Yusuf al-Qaradawi im ECFR ist er auch noch.

Der authentisch islamische Kampf für die Frauenentrechtung entbrennt nicht nur im Maghreb. Salim el-Bahnassawi beispielsweise studierte in Kairo islamisches Recht, ist als Richter in Kuweit tätig und durfte sein Gedankengut unkritisch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung verbreiten. Begeistert wurde das Menschenbild und Frauenbild des el-Bahnassawi (el-Behnassawy)[11] durch Yasemin Karakaşoğlu in den Jahren 1994 (vgl. Sägefisch 125.) und 1999 (Sägefisch 126.) herangezogen, jener kopftuchfreundlichen Bremer Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin und, wie uns Anfang Juni 2013 bekannt wird, SPD-Kandidatin für den Posten der Bildungsministerin. Wenn es nach Peer Steinbrück geht, darf Professorin Karakaşoğlu allen Ernstes als Deutschlands künftige Bildungsministerin werden.

Das Buch Die Stellung der Frau zwischen Islam und westlicher Gesetzgebung (München 1993) des Sunna-Fundamentalisten und Allahkraten Salim el-Bahnassawy („weil kein menschliches Handeln die Schöpfung Gottes ändern kann, denn Sein Wort, wie es sich im islamischen Lebenssystem ausdrückt, kann niemals geändert werden“, auf Seite 207) weiß zur komplementären Rollenverteilung der Geschlechter, Seite 204: „Im Islam wurde die Gleichberechtigung von Mann und Frau vom Qur’an ausdrücklich garantiert und stellte kein Problem dar. Mit dieser Gleichberechtigung war nicht gemeint, dass die Frauen die Männer überbieten sollten, oder das westliche bzw. östliche Konzept von Freiheit und Gleichberechtigung zu übernehmen, das der Frau den Boden entzog und sie mehr und mehr entfeminisierte. Vielmehr wurde ständig im Auge behalten, dass Mann und Frau gleich, aber nicht dasselbe sind.“ So argumentiert Schariafrömmigkeit, schließlich werden im Islam, nochmal el-Bahnassawi, alle irdischen: „Rechte und Pflichten den Geschlechtern in Übereinstimmung mit ihren physischen, psychischen und geistigen Fähigkeiten anvertraut“ (S. 207).

Bereits vor 19 Jahren, 1994 wurde die Noch-nicht-Ministerin Karakaşoğlu für das Zentrum für Türkeistudien aktiv. Im 190 Seiten starken Buch bzw. Endbericht: Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen, finanziert aus NRW-Landesmitteln, dokumentierte sie im Auftrag des Zentrums für Türkeistudien (ZfT, Essen; absolutistisch herrschender Leiter war 23 Jahre lang ein gewisser Dr. Faruk Şen) auf den Seiten 23 bis 26 ungerührt Allahs Verstellung von Geschlechtergerechtigkeit:

„Der Islam geht von der völligen Gleichwertigkeit von Mann und Frau vor Gott aus. … Dieser völligen Gleichheit als Gläubige vor Gott steht die Vorstellung der sich gegenseitig ergänzenden Teile gegenüber. Mann und Frau haben im Alltagsleben völlig verschiedene Aufgaben und Pflichten zu erfüllen. Nach islamischer Auffassung wird die Frau fast ausschließlich im Kontext ihrer Rolle in der Familie gesehen … Der Schleier ist der sichtbare Ausdruck für die Trennung der Gesellschaft in Räume für bestimmte Geschlechter, Frauen sollen in der Öffentlichkeit „unsichtbar“ für die Männer sein. … Die Verschleierung muss nicht, wie aus westlicher Sicht oft interpretiert, ‚Unterdrückung‘ der Frauen bedeuten“, der Vorsitzende des SPD-Bezirks Westliches Westfalen, SPD-Vorstandsmitglied Franz Müntefering signierte den radikalislamischen Text in einem Vorwort, vielleicht ohne den Inhalt jemals gelesen zu haben. Müntefering wurde 1998 Landesvorsitzender in NRW, 1999 dann SPD Generalsekretär und schließlich, 2004, Bundesvorsitzender (95,1 % der Stimmen).

Will die SPD Vielweiberei und Hidschab integrieren? Ist das soeben Gehörte: „Dieser völligen Gleichheit als Gläubige vor Gott steht die Vorstellung der sich gegenseitig ergänzenden Teile gegenüber. Mann und Frau haben im Alltagsleben völlig verschiedene Aufgaben und Pflichten zu erfüllen“ jetzt zukunftsweisend sozialdemokratisch? Vorwärts, Genossen! Genossinnen abtreten zum Tassenspülen und Windelwechseln.

Bis 2006 war Yasemin Karakaşoğlu (auch Karakaşoğlu-Aydın) stellvertretende Vorsitzende der Muslimischen Akademie in Deutschland und ist bis heute Kuratorin dieser 2004 entstandenen Organisation, dessen Mitglieder, unter anderem sind das Hamideh Mohagheghi, Bekir Alboğa, Aydan Özoğuz, Heiner Bielefeldt und Barbara John, satzungsgemäß „zur Wahrnehmung, Reflexion und Vertretung der Pluralität des Islam als Religion, Kultur und Zivilisation bereit“ sind; das Märchen von den fröhlich bunten innerislamischen Möglichkeiten („die Vielfalt des Islam abbilden“) nutzt man halt immer wieder. Zum Tauhid gehört die Erkenntnis: Schöpfung, Weltgemeinde oder Gesetz, anders gesagt: Chaliq, Umma oder Scharia in der Mehrzahl gibt es nicht – und auch keinen Allah im Plural; eine „Pluralität des Islam“ widerspricht daher dem Koran.

Weiter mit Lale Akgün:

17. Die meisten Frauen tragen das Kopftuch aus Angst vor dem sozialen Druck, der in ihrer unmittelbaren Umgebung – Familie und Freunde – herrscht.

Und aus diesem Grund den Hidschab zu tragen, das darf nun wirklich nicht sein, wie sich Lale Akgün empört? Im Hinblick auf Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits ist Allahs Befehl frohgestimmt oder verängstigt Folge zu leisten, wer das verweigert, so stellt es Scheich Muḥammad Ṣāliḥ al-Munaǧǧid (Salih al-Munajjid, Betreiber der Fatwa-Seite Islam QA) fest: „wird der Strafe des Herrn ausgesetzt werden und die ist schwer und schmerzlich und Sein Feuer ist wahrhaftig heiß, will be exposed to the punishment of his Lord, because His punishment is severe and painful, and His Fire is hot indeed.“ Den Schleier nicht zu tragen ist eine sogenannte Große Sünde (a major sin), weiß auch Munajjids Lehrer, Scheich bin Baz.[12] Man darf das Kopftuch aus Angst tragen – aber nicht aus Angst vor den Mitmenschen (Akgün: „Familie und Freunde“), sondern aus Angst vor Allahs Gerichtsverhandlung.

19. Die Frage aller Fragen lautet: Welcher Islam gewinnt die Oberhand? Ist es ein moderner, der Zeit entsprechender Zukunfts-Islam, der die Werte des demokratischen Verfassungsstaats von innen stärkt? Oder werden die ultraorthodoxen Moscheevereine und Islamverbände triumphieren, die in ihrem Denken oft im Mittelalter verhaftet sind?

Warum stellt sich die zukunftsislamische Akgün jetzt nicht dem Fachbereich für Islamische Theologie der Uni Osnabrück entgegen, der im Oktober 2011 unter Rauf Ceylan und Bülent Ucar und im Beisein von viel Prominenz eine große Imam-al-Ghazali-Tagung durchführte? Aus der Türkei waren Halit Ünal (Kayseri; Promotion bei Prof. Falaturi in Köln), Yunus Apaydin (Kayseri), Abdurrahım Kozalı (Bursa), Yasar Aydınlı (Bursa) und Cemil Oruc (Elazığ) geladen,[13] denen allen doch wohl eher kein Widerstand der von Lale Akgün (ebenfalls 2011) so hoch gelobten reformislamischen Ankara-Schule entgegenschlägt. Allein der Tagungstitel: 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften lässt gar keinen Zweifel daran, dass die künftigen staatlich anerkannten Religionslehrer auch nach diesem im Jahre 1111 verstorbenen Imam ausgebildet werden sollen und die künftigen Schüler entsprechend abzurichten haben – mittelalterlich (wobei Allah und sein Gesetz den Kriterien der Zeit gar nicht unterliegen und Islamisches Denken niemals veraltet, sondern stets taufrisch bleibt; die Scharia ist insofern nicht mittelalterlich).

Als ob Mohammed gepredigt hätte, in dem und dem Bereich der Stadt oder des alltäglichen Lebens sei ein unislamisches Handeln kein Problem:

19. Wir werden sehen, dass die unheilvolle Islamisierung zu vieler Lebensbereiche, in denen Religion nichts zu suchen hat, zu weit fortgeschritten ist

Will Akgün den Schöpfer und Erhalter des Universums vom Beobachten abhalten wie eine Türsteherin: Kehr um Gott, du kommst hier nicht rein, eh Allah, du hast hier nichts zu suchen? Nein, ihr Raunen über die „unheilvolle“ Islamisierung könnte klassische Verstellung sein, Taqiyya, denn selbstredend ist der Islam absolut heilvoll, nämlich den Heilsbund erhaltend, heilssichernd. Die schiitische, durchaus schariakundige Rezensentin Meryem meint denn auch über Lale Akgün: „Ganz viele ihrer Ansichten teile ich nicht und halte sie auch für gefährlich, was das Seelenheil von Muslimen angeht.“[14]

Noch einmal:

Lebensbereiche, in denen Religion nichts zu suchen hat

Einen Sektor aus dem Geltungsbereich des himmlischen Gesetzes herauszuschneiden müsste bedeuten, Teile von Koran und Hadith zu vernichten, Allah gleichsam den Mund zu verbieten. Die sich hinter Beyza Bilgin (19.: „emeritierte Professorin an der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Ankara“; 53.: „Beyza Bilgin, die theologische Beraterin dieses Buches“) versteckende Autorin Lale Akgün spricht nicht auf der Straße von Islamabad oder Kairo und haftet auch in Europa für nichts, protestiert beispielsweise nicht dagegen, dass im Januar 2012 Mustafa Cerić (ECFR-Mitglied) die Theologische Fakultät in Tübingen (Zentrum für Islamische Theologie) einweihen darf, was doch sicherlich bedeutet, dass auch die Theologie eines Yusuf al-Qaradawi (ECFR-Chef) und damit die Theologie der Muslimbruderschaft im Tübinger Hochschulbetrieb integriert ist.[15]

Akgüns einfältig und angeknipst wirkender Laizismus ist unverbindlich und, angesichts der rücksichtslosen Machtpolitik der global aktiven Muslimbrüder, allein damit ziemlich unglaubwürdig. Die Macht der Muftis und Scheiche kann besonders ungestört anwachsen, wenn der Nebel der Islambeschönigung die Sicht verwehrt. Hier macht Akgün sich schuldig, ob sie nun proislamistische Nebelwerferin sei oder naive Träumerin.

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt, singt Pippi Langstrumpf:

21. Männer und Frauen sind gleich wertvoll und gleichberechtigt. Und da im Koran »Gegenseitigkeit« herrscht, dürfen Frauen alles, was auch Männer dürfen.

Da ist sie wieder, Lale Akgüns Unverbindlichkeit in einer Zeit, in der die tunesischen Muslimbrüder versuchen, die Gleichberechtigung in der Verfassung des Staates durch den Grundsatz der Komplementarität (sous le principe de complémentarité) zu ersetzen, was echter alter Islam ist und (daher) auf die irdische Herabstufung der Frau hinauslaufen muss.[16] Auf Erden erbt die Frau nur die Hälfte, ihre Stimme vor Gericht gilt nur halb so viel, im Himmel sind Mann und Frau dann gleichberechtigt. Das ist kein „Islamismus“, das ist Koran (Islam).

Kein Imam in irgendeiner Moschee erzählt etwas von einer nach der Scharia möglichen und erstrebenswerten irdischen Gleichberechtigung von Mann und Frau, keine Freitagspredigt gestattet der Frau ein gelingendes Leben ohne Schleier oder dem muslimischen Mann ein sittlich gelingendes Leben mit Vorhaut, als Unbeschnittener. Solange ein Staat nicht verbietend eingreift, wird es den Hidschab und die Jungenbeschneidung geben. Bezeichnenderweise forderte Akgün im Juli 2012, wenn man nur genau liest, gar kein Verbot der Jungenbeschneidung, sondern ruft zum Grübeln auf und sinniert über Machismo, Initiation und alte Sitte sowie über eine angebliche türkische Debatte zum Thema, die sie uns schlicht nicht nachweist.[17]

Schlimme äußere Kräfte bekamen Mohammeds schöne Religion in den Griff, wenn man Akgün folgen möchte, und haben sie verunstaltet und zu einem „fundamentalistischen Gefängnis“ umgebaut. Zufällig oder nicht zufällig im Stile der ausgesprochenen Erneuerer der Urgemeinde von Medina, der sogenannten Salafisten, fordert auch Akgün eine Reinigung des Islam von Fremdeinflüssen wie dem Männerrecht. Da wird uns Mohammed doch glatt zum ersten Feministen: „Wir modernen Muslime müssen den Islam aus den Klauen des Patriarchats befreien“.[18]

30. Der Islam war für die Einwanderer etwas Persönliches, das nicht viel mit einer politischen Ideologie gemein hatte. … Zwar vermehren sich die Kopftücher auch im türkischen Straßenbild – in Deutschland fallen sie aber besonders auf

Stimmt schon, Allahgott senkte keine platte „politische Ideologie“ auf die Erde herab, sondern stiftete der Menschheit mit dem Dīn, „Heute habe ich euch eure Religion vervollständigt und meine Gnade an euch vollendet und den Islam zur Religion bestimmt“ (Koran 5:3), die vollendete Gesellschaftsform, Gesetzlichkeit und Weltanschauung. Seltsamerweise versäumt es die einstige Leiterin (1997 bis 2002) des in Ohligs-Aufderhöhe, das ist ein Teil von Solingen, gelegenen nordrhein-westfälischen Landeszentrums für Zuwanderung, sich zu den allgemeinen Menschenrechten zu bekennen, die auch im Namen der Seelenrettung oder Scharia nicht außer Kraft zu setzen sind.

Henryk M. Broder und Ayaan Hirsi Ali findet Lale Akgün ganz schrecklich (Seite 48 bis 52), den Vornamen der Somalierin schreibt sie dabei falsch und Argumente liefert sich keine. Überhaupt müsse man unterscheiden (Seite 48), denn es gebe: „Gute Islamkritik, schlechte Islamkritik“

53. Islamkritiker, die für moderne Freiheitswerte streiten, dabei aber nicht selbstgerecht und ungerecht argumentieren, sind Mangelware, aber nötiger denn je. …

Islamkritiker, die diese Richtung einschlagen und für unsere modernen Freiheitsrechte streiten, sind auf dem richtigen Weg. Sie sollten nicht als »Islamfeinde« gebrandmarkt werden. Das sind sie nicht. Sie wollen nur einen Islam, der zu seinem Kern stößt, der nicht zerrieben wird zwischen den Machtansprüchen der Verbände und Prediger. …

Islamkritik muss differenzieren können

Hasan al-Banna und Sayyid Qutb sind zum „Kern“ (Akgün) des Islam erfolgreich vorgestoßen, daran haben wir gar keinen Zweifel. Gehören al-Banna und Qutb denn etwa nicht zum Akgünschen „Zukunfts-Islam“?

Substantiv bulūġ, puberty, Geschlechtsreife und Heiratsfähigkeit; Adjektiv bāliġ, mature, geschlechtsreif und heiratsfähig. Zum nicht zerriebenen „Kern“ (Akgün) des Islam gehören die Stellung der Frau und, dabei, nicht zuletzt das Islamische Heiratsalter. Nach der Scharia ist das Mädchen mit neun Jahren (Mondjahren) körperlich reif (bāliġ) für die Ehe und den Vollzug der Ehe:

Hadith von Buchari, Band 7, Buch 62, Nummer 64 zum Thema Islamisches Heiratsalter: „Aischa berichtete, dass der Prophet sie heiratete, als sie sechs Jahre alt war, und die Ehe vollzog, als sie neun Jahre alt war; danach blieb sie neun Jahre bei ihm. Narrated ‚Aisha: that the Prophet married her when she was six years old and he consummated his marriage when she was nine years old, and then she remained with him for nine years (i.e., till his death).“[19]

Der Autorin von Aufstand der Kopftuchmädchen ist bekannt, dass Griechenland die Rechtsspaltung im Familienrecht hat und der Mufti von Komotiní (Κομοτηνή), Cemali Meço, völlig legal und nach Allahs Scharia zehn- bis zwölfjährige Mädchen verheiratet, von denen manche wenig später schwanger in Düsseldorf auftauchen.[20]

Die erlaubte von der verbotenen Islamkritik abgrenzend, waltet Akgün ihres Amtes, leider ohne Ironie:

55. Und sie [die Islamkritik] muss in der Lage sein, auch einmal Selbstironie walten zu lassen – das alles auf der Grundlage einer grundsätzlich begrüßenswerten Vielfalt in der Gesellschaft.

Ungefähr so viel Vielfalt wie in Malaysia ungefähr, Mufti Lale? Dort schreibt das Familienministerium zur Religion:

1. Muss die Braut zustimmen, bevor die Heirat durchgeführt werden kann? Ja, die Zustimmung der Braut ist erforderlich. Von einer Frau, die erstmalig verheiratet wird (einer Jungfrau) kommt die Zustimmung von ihrem Wali Mudschbir (Heiratsvormund). 2. Kann die Jungfrau [islamrechtlich / nach der Scharia] in eine Ehe gezwungen werden? Ja … sofern die Ehe standesgemäß (sekufu = von gleichem sozialem Rang) und die Heirat der Braut keine Verletzung (dharar = Beschädigung / Verlust) ihrer (polit)religiösen Pflichten [syariat / šarīʿa. = Scharia] bringt.[21]

Aber wer weiß, vielleicht findet Scheichin Lale den Wali mudschbir (walī muǧbir, MÜCBİR VELÎ), den Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang, so richtig doof und ist zur Stunde unterwegs nach Kuala Lumpur, um den dortigen Aufstand der Kopftuchmädchen zu organisieren und der malaysischen Regierung endlich beizubringen, wie man den Koran autonom interpretiert, um zum „Zukunfts-Islam“ zu gelangen.

Im Islam ist der Mensch verstandesschwach, insbesondere die Scharia ist dem menschlichen Verstehen enthoben, was Zukunftsmuslima Lale nicht zu stören scheint. Die folgende Übersetzung (von Simon Abram) von Koransure 10:100 trifft den Geist von Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits durchaus genau, wir setzen das Englische nach Yusuf Ali dazwischen: „Niemandem steht es zu zu glauben, es sei denn mit Allahs Erlaubnis (No soul can believe, except by the will of Allah). Und Er läßt (Seinen) Zorn auf jene herab, die ihre Vernunft (dazu) nicht gebrauchen wollen (and He will place doubt (or obscurity) on those who will not understand).“[22]

Nur wenige Verse später und innerhalb von Sure 10:108 übersetzt Abram: „Wer nun dem rechten Weg folgt, der folge ihm allein zum Heil seiner eigenen Seele.“ Zu 10:100 wird Zorn gelegentlich und passend auch als Gräuel wiedergegeben; in Vernunft wiederum schwingt doch wohl stark fromme Einsicht mit, also weniger das wissenschaftliche Ratio; das in Klammern gesetzte Wort dazu verdeutlicht, zu welchem Zweck allein menschliche Geistestätigkeit einzusetzen ist, nämlich: Allah zufriedenzustellen und nicht zu erzürnen.

Lale Akgün hingegen lässt denselben Vers – ohne Quellenangabe – so übersetzen bzw. übersetzt ihn selbst; vorab wird die freiheitliche Demokratie noch schnell in den jenseitszentrierten und irdisch kulturrassistischen Islam integriert:

86. Der Islam ist eine vernünftige Religion, wenn er dementsprechend interpretiert wird. Er ist natürlich vereinbar mit Demokratie und Rechtsstaat, wenn er mit Vernunft ausgelegt wird. Der Begriff Verstand kommt im Koran ganze 49 Mal vor, etwa hier: »Gott wird diejenigen, die den Verstand nicht benutzen, mit der Ungläubigkeit bestrafen« (Sure 10 »Yunus«, Vers 100). …

Selbst einer der berühmtesten Hadithen macht auf die Vernunft des Menschen aufmerksam: »Der Glaube eines Menschen geht so weit wie sein Verstand, wer keinen Glauben hat, der kann auch keinen Verstand haben.«

Setzen sechs, leider hat die Autorin gar nichts verstanden. Nicht die Vernuft ist frei und der Glaube kreativ nachgeordnet. Es ist gerade umgekehrt, das Islamische Gesetz ist vollkommen und ewig und dein oder mein schwacher Verstand ist nur dazu da, die Richtigkeit der Offenbarung und Islamischen Gesellschaftsordnung bescheiden zu bestätigen. Wer also nicht über die Schönheiten der diskriminierenden Scharia in Jubel ausbricht und aus Furcht vor dem Strafgericht in Tränen, ist islamisch gesehen besonders dumm (sowie, noch schlimmer: ist ungläubig). Wer hingegen Zweitfrau und Verstoßung, Hidschab und Beschneidung (eigtl. auch die weibliche) hingegen verständig lobt, beweist seinen Īmān, seinen Glauben.

Der „berühmte“ Hadith, hochbrisanter Stoff, aber warum ohne Quelle, lässt sich bei Aiman Mazyek finden, auch dort ohne Quelle: „Wahrlich, alles Gute wird mit dem Verstand erkannt und keine Religion hat der, der keine Vernunft besitzt.“[23]

„Verstand“ (Allahbewusstsein!) ist ʿaql (nicht zu verwechseln mit ʿadl, Gerechtigkeit). „Religion“ (allgemein und energisch eingehaltenes Schariagesetz sowie errichtete oder in Errichtung befindliche Islamische Gesellschaft!) ist der dīn. Wir finden den Hadith als Nummer 54 in der schiitischen Sammlung „Auserlesenheit des Verstehens“, Tuhaful Uqool (Tuḥafu l-ʿUqūl, The Masterpieces of the Intellects), The Prophet said, ‘Verily all good is grasped through the intellect, and the man devoid of intellect has no religion.’[24]

Eine Nutzbarmachung schiitischer Hadithe und schiitischer Gelehrsamkeit durch die muslimbrudernahen Theologen könnte den Islam noch ein wenig erfolgreicher und dauerhafter gegen das Eindringen der Wassers kultureller Moderne imprägnieren bzw. könnte die gesellschaftliche Transformation Nordamerikas und Europas anhand der Vorgaben von Koran, al-Ghazali und Maududi noch mehr dynamisieren. Freunde des freiheitlichen Rechtsstaat sollten daher beobachten (nicht nur die Schiiten wie etwa Professor Ansarian (*1944),[25] sondern auch den sunnitischen Bereich betreffend bzw. die Kooperation zwischen Sunniten und Schia), wo und von wem der genannte Hadith, „einer der berühmtesten Hadithen“ (Akgün), oder eine andere schiitische Denkleistung herangezogen wird. Der den lediglich geringfügig anders übersetzten Hadith verwendende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) und Mitgründer der Grünhelme (2003 mit Rupert Neudeck) Aiman Mazyek garantiert uns diesbezüglich durchaus islamrevolutionäre Brisanz.

Im November 2010 protestierte Mazyek gegen die angebliche „Islamhasserin“ Necla Kelek dergestalt, dass er seine FDP-Parteimitgliedschaft ruhen ließ, was er am 8. des Monats per Brief getan habe, der allerdings auch elf Tage später dem Empfänger, jedenfalls der FDP-Parteizentrale, nicht bekannt war. Wie auch immer und zurück zu den Fakten, erst am 6. November hatte die parteinahe Friedrich-Naumann-Stiftung der überzeugenden und mutigen Soziologin den Freiheitspreis verliehen. Auch die Haltung der FDP zu den verschärften Sicherheitsgesetzen sowie zu den Kopftuchverboten für Lehrerinnen nennt der 1969 in Aachen geborene Sohn einer Deutschen und eines Syrers als Grund für den lärmenden Parteiaustritt … andererseits, so richtig ausgetreten ist er der ZMD-Chef dann ja auch wieder nicht. Ob der Brief vom 8.11.2010 inzwischen bei irgendjemandem angekommen ist?[26]

Auch die schariaflexible Akgün bewirbt die Islamerklärung und Islamimplementierung über die sogenannten Offenbarungsanlässe (asbābi n-nuzūl), die bereits al-Wahidi auslotete (Abū al-Ḥasan ʿAlī ibn Aḥmad al-Wāḥidī: „Das Wissen vom Tafsir der Ayat ist nicht möglich, ohne dass man sich mit ihren Geschichten und der Erklärung (der Gründe) für ihre Offenbarung beschäftigt“) sowie als Buchtitel verwendete. Der Herr aus dem geschichtsreichen iranischen Nischapur, daher sein Beiname an-Naisaburi, starb 35 oder 36 Jahre eher als Imam al-Ghazali († 1111).[27]

Mehr als vier Jahrhunderte nach al-Wahidi erforschte Dschalal ad-Din as-Suyuti (Ǧalālu d-Dīn as-Suyūṭī, † 1505) die Spezialtechnik der Koranexegese (Tafsir) von den Asbab al-Nuzul. Mindestens sechs Punkte, so meinen es in unserer Zeit der kanadische Schariagelehrte Andrew Rippin (* 1950 in London)[28] und die anderen Theoretiker des Konzepts von den koranischen Offenbarungsanlässen, müssen sorgfältig ergründet werden, um die sich aus dem Koranwort ergebende heutige Schariapflicht festzustellen: 1. Was genau bedeutet das fragliche Wort, 2. worauf bezieht es sich an dieser Koranstelle, 3. wie steht es zu den benachbarten Versen, 4. welche Geschichte wird eigentlich erzählt und warum handeln die Beteiligten ausgerechnet so, 5. um welche Ereignisse und Personen geht es und wie stehen diese zum Heidenbrauchtum der Dschahiliyya, 6. wie verhält sich diese Koranstelle zur Gesamtheit Islamischen Rechts (Scharia) und welche schariatischen Anweisungen ergeben sich für diesen Einzelfall oder aber generell?

Die von Allah gesetzten Grenzen der Scharia selbst sind auch beim angeblich unbegrenzt demokratietauglichen Konzept von den asbābi n-nuzūl durch einen Menschen nicht anzutasten.

Der Rückgriff auf die asbābi n-nuzūl ist ein weltweit zunehmend beliebter Zaubertrick, mit dem ehrliche Islambändiger ebenso wie listige Islamradikale versuchen, die allzu menschenfeindlichen Standards der Scharia ein Weilchen zu umgehen, bemerkenswerterweise nahezu stets, ohne sich zur unveräußerlichen Geltung der universellen Menschenrechte zu bekennen:

68. Khorchide macht deutlich, dass hinter der historisch-kritischen Lesart des Korans die Forderung nach Verständnis des Korans steht. Und er weist im Folgenden darauf hin: »Die Muslime haben bereits im achten Jahrhundert eine eigene Hermeneutik entwickelt. Sie fragte nach den Anlässen der Offenbarung. Leider wurde diese Tradition nicht weiterverfolgt …«

Die erstaunliche Akgün zaubert einen beliebig flexiblen, durch und durch humanen Islam herbei, der sich spontan jedenfalls situationsabhängig zu grundrechtskompatiblen Regeln und Normen ausgestalten könne:

69. Wie die Menschen diese Prinzipien umsetzen, hängt vom jeweiligen Kontext ab. Und das wiederum bedeutet: Der Islam kann gar keine Verbotsreligion sein. Verbote sind konkrete Regelungen, die jede Zeit für sich neu finden muss.

Moment mal, ruft Akgün nicht eigentlich dazu auf, anhand der Maßgaben von halal und haram ganz im Hier und Jetzt ein paar frische Verbote zu produzieren?

Tatsächlich, der Himmel soll uns Regeln schenken:

Der Islam – wie auch die anderen Religionen – kann seinen Beitrag zur Aufstellung der zeitgemäßen Regeln leisten, indem er die normativen Grundlagen produziert. Aber auch nicht mehr!

Trennung von Staat und Glaubenslehre, freiheitliche Demokratie, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie allgemeine Menschenrechte dürfen die islamische oder andere religiöse Normsetzung denn nicht begrenzen?

Ein kulturell modernes Gemeinwesen, ein freiheitlicher Rechtsstaat ist so nicht aufzubauen.

Ansonsten liegt Frau Akgün richtig: die ‚Ulama sollen der Umma „die normativen Grundlagen“ verbindlich ausdeuten, die „zeitgemäßen Regeln“ für Europas Muslime müssen endlich her … Tariq Ramadan oder Mustafa Cerić sagen nichts anderes.

70. Der Koran, die Offenbarung Gottes, die dem Propheten im siebten Jahrhundert gesandt worden ist, kann heute nicht mehr so verstanden werden wie im siebten Jahrhundert. Heute muss man den Koran anders interpretieren als damals, weil sich der gesellschaftliche Kontext verändert hat. Wir müssen verstehen, welche Anliegen die Menschen damals hatten und welchen Sinn die damals gegebenen Antworten erfüllten. Auf der Grundlage dieser Hermeneutik kann man dann verstehen, welchen Sinn die heiligen Texte heute haben.

Wer von den asbābi n-nuzūl redet, will die heutige Legalisierung der ewigen Scharia. Der koranische Offenbarungsanlass schlechthin ist die 23 Ausbildungsjahre währende Transformation der Dschahiliyya in die Herrschaft (al-Hakimiyya) Allahs. Und weil Mohammed (arbeitete 23 Jahre lang) seine Religion schließlich nicht falsch verstanden hat, ergibt sich in Deutschland aus den ganz genau studierten Asbab al-Nuzul … der Aufbau des deutschen Kalifats. Ganz im Kontext von Zeit und Raum versteht sich (time and space, M. Cerić).

Zwar redet Lale Akgün listig um die Sache herum, doch bringt es Mustafa Cerić auf den Punkt, wir übersetzen aus The challenge of a single Muslim authority in Europe:

„Damit jedoch ist dieser Islamische Bund, die Scharia, ewig, unverhandelbar und unbegrenzt. Er ist ewig, weil Gottes Wort unendlich (azali) weit in die Vergangenheit reicht, nicht verhandelbar, weil er die Macht hat, Gehorsam durchzusetzen, und ohne Ende, da endlos (abad) in die Zukunft ragend. … Der Fiqh (das Islamische anzuwendende Recht) ist nicht die Scharia. Vielmehr ist er ein spezifisches Verständnis der Scharia. Demzufolge ist der Fiqh (das Verstehen) der Scharia einer einzelnen Person oder Gruppe nicht ewig, [sondern ist] verhandelbar und zeitlich begrenzt. Die Scharia ist das ewige Prinzip, auf dessen Basis jede einzelne Generation von Muslimen das Recht und die Pflicht hat, Urteile zu gut und böse, richtig und falsch zu treffen, ganz im Kontext von Zeit und Raum und anhand der eigenen Erfahrungen (in the context of its time and space in accordance with its own experience). So aber bleibt die Scharia die Muslimische moralische Autorität, verbunden mit der Schahada, der Autorität im Glauben.“[29]

Jetzt könnte sich die Autorin ja einfach von den Theologen des ECFR distanzieren und unzweideutig verlangen, dass Mustafa Cerić keinen Einfluss auf die im Aufbau befindlichen universitären Islamischen Theologischen Zentren hat. Akgün macht das aber nicht. Großes Schweigen.

Die Autorin unternimmt noch allerlei altbekannte und bislang noch stets tragisch gescheiterte Modernisierungsversuche. Sie lobt die spezifisch weibliche Islamausdeutung und kritisiert die angeblich durch das Patriarchat verdorbene Religion von Koran und Hadith („Nahed Selim: Nehmt den Männern den Koran“, Seite 70). Sie lobt etwa die etwa angenehmeren mekkanischen Suren gegenüber den bekanntermaßen (noch) intoleranteren aus der späteren medinensischen Epoche des Lebens Mohammeds, will also die Standards der Abrogation über den Haufen werfen (Seite 77, Mualla Selçuk zitierend). Sie behauptet, man könne (und solle doch endlich) ‚Ibadat und Mu’amalat trennen, die Pflichten gegenüber Allah von den Pflichten gegenüber den Mitmenschen (Seite 80; zum Thema gleich mehr). Sie redet vom Idschtihad und suggeriert damit dem Leser, jeder Muslim könne den Islam spirituell selbst ausdeuten, auf Schariagehorsam verzichten und trotzdem in den Himmel kommen. Sie geht sogar über den Idschtihad hinaus und greift, (die in der Türkei einflusslose) Beyza Bilgin zitierend, zu einer Art von beliebig beglückendem Islam oder Wohlfühlislam: „Frage nicht den Mufti, frage dein Herz“ (Seite 80). Na dann ist ja alles prima?

Nichts ist prima, und Liberalmuslima Akgün organisiert kein einzige Stunde Islamlehre oder Koranunterricht für Kinder und Jugendliche, in denen sie die Pflicht zur Einhaltung der Scharia mutig zurückweist.

100. indem Muslime von den anderen Bürgerinnen und Bürgern abgespalten werden. Es ist ein Mittel der … Apartheidpolitik der Verbände und Islamisten.

101. Der Spaltpilz der Islamisten wächst mittlerweile überall

Die finale Apartheid findet am Tag der Auferstehung statt und trennt die Menschen in Bewohner des Gartens und Bewohner des Feuers. Zwar ist die irdische islamkonzeptionelle Meidung der Nichtmuslime und ihrer Verhaltensweisen (al-walāʾ wal-barāʾa) damit lediglich eine Vorbereitung auf das eigentliche Dasein ewiger Apartheid, doch hat Allah persönlich die irdische Apartheid angeordnet. Das ist kein Islamismus, sondern echte Religion, weshalb es den Islam beschönigt, wenn Akgün von Islamisten spricht, denn der Leser muss nun denken, „der bekannte Neo-Islamist“ (Seite 99) Tariq Ramadan hätte seine Religion falsch verstanden und würde dem Koran großes Unrecht tun.

In Deutschland und Europa hat man schon längst mit weitverzweigten Netzwerken des politischen Islam zu tun, deren Führungsmannschaften vor allem weitere Keile zwischen Muslime und alle anderen treiben wollen.

Was demokratiefreundlich und engagiert klingt, wird, angesichts der Machtergreifung der Muslimbrüder in Tunis und Kairo dieser Jahre sowie angesichts der unangefochtenen Führungsrolle der Scheiche des muslimbrudernahen ECFR über die universitären theologischen Studien und den bekennenden Islamischen Religionsunterricht, auch in Deutschland zum Demokratieerhalt nicht ausreichen.

Es gibt keinen politischen Islam, es sei denn, sein erster Gründer wäre Mohammed. Was anderes bitte als: „Keile zwischen Muslime und alle anderen treiben“ tat denn der Prophet, der die Juden und Christen Medinas erst rechtlich diskriminierte und dann völlig vertrieb und zwischendurch viele von ihnen umbrachte? Der den Polytheisten das Recht auf Leben absprach und den Austritt aus dem Islam bei Todesstrafe untersagte? Ein besonderer dieser „Keile“ spaltet, vor allem auch innermuslimisch, Mann und Frau, mehr noch, verhindert weitgehend jede Empathie zwischen den Geschlechtern sowie ein ganzheitliches – weibliches oder männliches – Humanum. Innermuslimisch erschafft der Islam psychisch deformierte, gleichsam halbierte Männer und ebensolche Frauen, die (allenfalls) auf pathologische Weise zusammenpassen.

Hidschab nicht nur ein Tuch, sondern ein System, ist die häusliche sowie städtische Geometrie der Geschlechtertrennung. Statt Hidschab (arabisch) sagt man auf Persisch oder Urdu Parda, Schleier. Parda ist bei Maududi als Prinzip („System“) festgestellt, ein anderer Islam lässt sich bislang noch nirgendwo auf der Welt als Moscheegemeinde oder gar als Islamverband organisieren.

Zur DITIB (Seite 102 unten) verweist Akgün richtigerweise auf die türkische Zentralorganisation Diyanet:

103. auf der Internetseite von Diyanet … [war] lange Zeit ein Aufsatz zu lesen, der die Geschlechtertrennung forderte: »Frauen und Männer begehren einander … Deswegen dürfen sie, sofern sie nicht verheiratet sind oder verwandt sind, nicht zusammen sein … Wenn ein Mann und eine Frau alleine in einem Zimmer sind, ist der Dritte im Bunde der Teufel. … Auch sollen Frauen nicht alleine reisen. Und sie müssen hinschauen, wie sie mit einem fremden Mann sprechen. Sie sollen alle Sinne kontrollieren, damit der andere nicht sexuell erregt wird.« Die Frauenverachtung, die diesen Worten zugrunde liegt, muss gar nicht weiter kommentiert werden.

Doch, aber selbstverständlich müssen wir hier kommentieren, schließlich geht es, und zwar nicht nur in Ankara oder Istanbul, sondern auch in Berlin und in ganz Deutschland, nicht nur um „überwiegend sehr religiöse Schülerinnen aus meist bildungsfernen türkischen oder arabischen Familien“ (Islamverharmloser Jochen Möller 2010), sondern um die „Angst vor der Hölle“ (Möller) und schließlich stammt das Hadithwort nicht von der gegenmodern aktiven türkischen Religionsbehörde, sondern, versichert al-Tirmidhi, von Mohammed selbst: The Prophet said, „Whenever a man is alone with a woman the Devil makes a third.“[30] Offensichtlich ist Lale Akgün, die irgendwie liberalislamische Referentin der zweiten Kritischen Islamkonferenz (2013) nicht mutig genug, die Frauenverachtung des als vollkommenes Geschöpf geltenden Propheten anzuprangern und einen Religionsunterricht zu fordern, welcher der korangemäß antrainierten „Angst vor der Hölle“ keinen, aber auch gar keinen Raum lässt.

Akgün zur deutschen Variante des türkischen Staatsislam:

103. Nun ist die DITIB keine radikale Islamistenvereinigung. Aber ihre Funktionäre sind knackkonservativ, ihr Geschlechterbild stammt aus den Annalen rechtskonservativer Kreise, wie man es ansonsten vielleicht vor allem bei Burschenschaften oder ultratraditionalistischen christlichen Gruppen findet.

Da muss man die DITIB-Führer doch beinahe in Schutz nehmen, die ihr Bild von Mann und Frau nicht von Bayarns CSU oder von der Bonner Burschenschaft Frankonia, sondern vom Schöpfer des Weltalls beziehen, von Allah. Oder bezeichnet Lale Akgün neuerdings Allahs Liebling als einen knackig konservativen Ultratraditionalisten? Damit täte sie dem zwar abstoßend brutalen, aber machttechnisch durchaus innovativen Religions- und Staatsgründer Mohammed Unrecht.

115. die islamistischen Organisationen und Prediger … bieten einen Islam, der Ge- und Verbote ausspricht.

Zu nichts anderem hat der Prophet die Religion verkündet: um den Menschen Allahs Befehl zu erläutern, der befolgt werden muss, wenn auch mit dem letzten Ziel der ewigen Heimkehr in den himmlischen Garten.

Sie bieten einen Islam, der vor allem auf Rituale und Äußerlichkeiten setzt, wie das Kopftuch, oder auf mittelalterliche Tugendgebote, wie etwa das Verbot, Frauen die Hand zu schütteln

Der den Teufel abhaltende und das Heil der Seele bewahrende Hidschab ist keine Äußerlichkeit. Die Jungenbeschneidung zu kritisieren traut sich Akgün bezeichnenderweise gar nicht erst. Die Schariapflichten sind ewig, der Islam hat (aus seiner Sicht) auch deswegen gar kein Mittelalter erlebt, sondern ein für alle Mal die scheußliche Dschahiliyya in die Zivilisation von Medina verwandelt, die einzig sittlich zu nennende menschliche Lebensweise.

Und sie krempeln eine Religion um, die eigentlich sehr intim ist.

Will uns Akgün angesichts einer angeblichen echtmuslimischen pauschalen frommen Innigkeit zum Schweigen bringen über die Menschenrechtswidrigkeit des Islamischen Rechts? Intim verweist auf Sexuelles, und die Scharia ist in der Tat auch am Bereich des Genitalen (übergriffig) hoch interessiert. Oder tastet der Islamkritiker dem Muslim-an-sich in den Intimbereich und schweige gefälligst?

Die Autorin suggeriert dem Leser („krempeln … um“), dass die deutschen Islamverbände den Islam verfremdet hätten und ihn missbrauchen würden. Damit missdeutet Akgün die Islamische Theologie, was sie völlig bewusst tut, sei es im Rahmen der Sicherung der eigenen Karriere oder einer willigen Zuarbeit für die Scharialobby.

Es gibt mit (leider allzu oft löchriger) Erinnerung aufgeladene Kalenderdaten, an denen die Schariafront noch leichter zum Ziel kommt als sonst, weil die Gutmenschen an diesen Tagen besonders masochistisch einknicken dürfen. 2006 etwa tagte die Geschäftsführung von Schäubles erster Islamkonferenz an einem wie zufällig gewählten neunten November, dem Tag also, der vor allem auch für das Jahr 1938 steht und damit für die vom NS-Regime gesteuerten, durch Morde, Verhaftungen und nicht zuletzt durch das Verbrennen von Synagogen gekennzeichneten Novemberpogrome.[31] Wenn ohnehin schon kaum noch jemand die Scharia zu kritisieren wagt, ein deutscher Politiker tut das gewiss nicht an einem 9.11. Echte oder vermeintliche Beleidigungen gegen den Islam gehören sich für einen politisch korrekten Politiker gerade auch in der Nähe zu einem christlichen Feiertag ebenfalls gar nicht, der islamische deutsche Zentralrat koreographiert seine „Ereignisse“ schaffende Vorgehensweise (road map) entsprechend.

Im Jahr 2011 sowie drei Tage vor Weihnachten, also an einem 21. Dezember, wurde im Düsseldorfer Landtag der Islamische Religionsunterricht beschlossen (Übergangsvorschrift § 132a), im Fieber teutonischer Weinachtsseligkeit will sich niemand gerne als Religionsfeind oder Fremdenfeind ausmachen lassen, was die Muslimbruderschaft natürlich weiß. Ebenfalls an einem 21.12., wenn auch vier Jahre eher (2007), hatte Lale Akgün, damals schon vom ihr fraglos zugänglichen liberalen Islam raunend, die Auflösung der Deutschen Islamkonferenz gefordert (dieses Ende fordern auch wir), dabei jedoch ernsthaft behauptet, dass die Schariapraktiker dem Bereich der islamischen Religiosität eigentlich gar nicht zuzurechnen seien: „Es zeigt, dass diese radikalen Muslime den Islam nicht als Religion, sondern als Ideologie sehen. Das sollte man sauber trennen von den normalen Muslimen, den frommen und nicht frommen, die eine normale Religiosität an den Tag legen.“[32]

Aha: Wenn wir jetzt mit der unter deutschen Sozialdemokraten berühmten Islamreformerin Akgün ganz „sauber trennen“, wären Nadeem Elyas, Pierre Vogel und Tariq Ramadan keine Normalmuslime, sondern religiös abnorm, islamisch entartet. Endlich, Mufti Lale bringt die Moscheevereine auf Kurs. Auch die nächste Datumssymbolik kann Zufall sein, doch genau ein Jahr, einen Monat und einen Tag später empfahl sich Akgün wenig verhohlen selbst zur künftigen Bundespräsidentin.[33]

Die (islamisch gesehen) in die diesseitige Welt hinein gegebene, gottgeschaffene Scharia übersteigt das menschliche Denkvermögen und ruft die Menschen zur Schaffung von Gesetzen (Fiqh) auf, die eine ewige Heimkehr in die Nähe zu Allah nicht verspielen. Auf Erden dient das Islamische Recht (Scharia, Fiqh) damit der Abwehr Satans und der Rettung der Seele vor dem Höllenfeuer. Nicht für Spaßmuslima Lale:

121. »Fiqh« ist die Wissenschaft über die Rechtsvorschriften im islamischen Rechtssystem Scharia, durch die alle Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens im Islam geregelt werden. In den religiösen Staaten untersteht man in einer bestimmten Weise der Religion, ob man will oder nicht.

Und den religiösen Staat schlechthin gründete Mohammed.

In Ägypten wird die Ehe mit einer Muslimin annulliert, wenn der Mann die Religion verlässt, und die gemeinsamen Kinder werden fortan nur noch von der muslimischen Mutter erzogen.

Nicht in Ägypten ist das so, im Islam ist das so! Die Türkei ist seit Beschussfassung des Gesetzes Nr. 431 vom 3. März 1924 – seit dem Zusammenbruch der Himmlischen Herrschaft, des Kalifats – einfach (noch) nicht islamisch genug.

Koran 5:3 sagt statt Religion Dīn, das ist göttlicher Schariabefehl und irdisch zu errichtende Herrschaft Allahs, Übersetzung nach Paret: „Heute habe ich euch eure Religion vervollständigt (so daß nichts mehr daran fehlt) und meine Gnade an euch vollendet, und ich bin damit zufrieden, daß ihr den Islam als Religion habt.“ Weil es also nach Sure 5 Vers 3 keine zwei Islame oder sagt man Islams gibt, gründete Mohammed den „Staatsislam“ (Akgün), den von Allah offenbarten Dīn:

122. Wer in einem Land mit Staatsislam lebt, ist dem Zwang der Gesetze unterworfen, die sich auf eine göttliche Ordnung berufen. Jeder dieser Staaten verkündet zudem seine eigene Auslegung dieser göttlichen Ordnung.

Der Islam ist nur einmal verkündet worden, 23 Jahre lang, die Zeitdauer des Wirkens Mohammeds. Von zwei muslimischen Gläubigen hat nicht der Schludrige, sondern der Radikale Recht:

Pakistan, Syrien und Iran sind »Fiqh«-Länder, die ihre Bürger zwingen, ihre muslimische Auslegung als die allgemeingültige zu akzeptieren.

Das hier betrachtete Buch erschien 2011, Akgün hätte inzwischen doch einfach fordern können, dass mit der Ortsvertretung der Teheraner Mullahs (Islamisches Zentrum Hamburg) kein echter oder unechter Hamburger Staatsvertrag abzuschließen ist (elitär und ziemlich klandestin unterzeichnet am 13.11.2012, demokratisch legitimiert durch die Hamburger Bürgerschaft am 13.06.2013). Die bekennende Vordenkerin des „Zukunfts-Islams“ hätte doch einmal unmissverständlich verlangen können, dass sich der, wie Pakistan zumeist der hanafitischen Rechtsschule zurechnende, türkische organisierte Islam (denken wir nur an Diyanet / DITIB, ein veritabler Staatsislam übrigens) von der pakistanischen islamischen Religionspraxis sprich islamischen Staatsführung distanziert und andernfalls von der Mitgestaltung des bekennenden Religionsunterricht ausgeschlossen bleibt. Offensichtlich hat Liberalmuslima Akgün hier nichts getan.

122. Aber auch Marokko nennt sich selbst einen islamischen Staat, trotzdem hat das Königshaus eine veritable moderne Familiengesetzgebung entwickelt. Gibt es in Syrien Platz für vier Ehefrauen im Ausweis des Mannes, so ist in Marokko die Vielehe abgeschafft. Auch andere rückständige Traditionen, wie etwa die Eheaufsicht, wonach eine Frau die Ehe nur im Beisein eines »Tutors«, ihres Vaters zum Beispiel, eingehen durfte, wurden abgeschafft.

Der Heiratsvormund ist der Wali, ohne den eine Frau im Islam nicht rechtsgültig (halal) heiraten darf. Vor allem der Vater der Braut hat als Wali mudschbir, Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang, das von Allah eingeräumte Recht, seine jungfräuliche Tochter auch ohne oder gegen ihren Willen zu verheiraten, was auch gar kein „Islamismus“ ist, sondern echter alter Islam. Offizielles Heiratsalter in Marokko ist achtzehn Jahre. Das von der Autorin gerade so hoch gelobte Land zwingt im Jahr 2012 eine 16-Jährige, ihren Vergewaltiger zu heiraten, Amina El Filali brachte sich inzwischen mit Rattengift um.[34] Nach Artikel 475 des marokkanischen Strafrechts entgeht der Vergewaltiger im Falle einer Heirat mit seinem Opfer der Haftstrafe – und Lale Akgün blickt einfach woanders hin und lobt Marokkos Familienrecht als: „eine veritable moderne Familiengesetzgebung.“ Offensichtlich am Thema wenig interessiert gibt Akgün auch noch Falschinformation heraus bzw. weiter, denn nach der aktuellen Moudawana, dem marokkanischen Personenstands- und Familienrecht, ist La polygamie, die korangemäße Vielweiberei, keineswegs verboten, sondern lediglich etwas schwieriger zu erreichen.[35]

Vorsicht, den folgenden Satz zweimal lesen:

123. Eine andere große religiöse Minderheit, die Aleviten, wird gar nicht erst als gleichberechtigte Religionsgemeinschaft anerkannt.

Faktenfern und hetzerisch kritisiert und verspottet Akgün den kulturell modernen und demokratisch aufgebauten Verband Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) als nahezu areligiös und kaum vertretungsbefugt (Akgün: „der in religiöser Hinsicht eher schwächelt … die AABF als Dachverband mit – sagen wir mal – … nicht gerade gefestigter Struktur und Historie“) und lobt die vielleicht einen Unterwanderungsversuch darstellende „alevitische“ Organisation CEM:[36]

132. Innerhalb der Aleviten gibt es zwei diametrale Strömungen. Während die alevitische Gemeinde die Position vertritt, dass das Alevitentum ein eigener Glaube ist, vertritt die Cem-Stiftung die Position, dass die Aleviten Teil des Islam sind.

Für uns ist und bleibt der Begriff Cem natürlich die ehrenwerte alevitische kultische Handlung und steht damit hierzulande für AABF, die dubiose Cem-Stiftung hingegen sollte man eigentlich einfach beschweigen. Die staatlichen türkischen Versuche der zwangsweisen Sunnitisierung (Schariatisierung!) der geschichtlich gewachsenen, schiitisch-imamitisch, mystisch sowie alttürkisch geprägten Aleviten lehnen wir ab. Das tun wir auch im Gedenken an die Opfer des Brandanschlags von Sivas. Dort verbrannten am 2. Juli 1993 35 Aleviten und zwei Hotelangestellte. Pünktlich nach dem Ende des Freitagsgebets war das ein alevitisches Kulturfestival beherbergende Madımak-Hotel durch einen mehrere Tausend erregte Parteigänger der Scharia umfassenden Mob eingekreist und angezündet worden.[37]

Zu der staatlich gelenkten, radikalislamischen und pseudoalevitischen Kulisse der Cem-Stiftung und der authentisch alevitischen AABF hat sich Lale Akgün ausnahmsweise einmal deutlich positioniert.

188. und auch der Feminismus muslimischer Frauen und Männer wird stärker und stärker – manchmal leider vom Westen unbemerkt.

Dieser schlimme Westen, so was von unaufmerksam!

189. Die in Pakistan geborene Riffat Hassan meint, im Koran herrsche Gleichheit vor Gott und Ungleichheit in der Gesellschaft. Oder anders gesagt, die »Ibadat«-Verse des Korans, die Glaubens- und Ritenverse, kennen keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, die »Muamalat«-Verse, die sich mit den sozialen und zwischenmenschlichen Beziehungen befassen, hingegen schon; was man letzteren gar nicht vorwerfen kann, weil sie sich auf die Zeit- und Ortsumstände der Arabischen Halbinsel vor 1400 Jahren beziehen.

In der Tat, für die mit weichgespülten Koranzitaten nur so um sich werfende Islamfeministin aus Louisville, Kentucky, ist der Koran das Urbild aller Menschenrechtserklärungen. Allah selbst nämlich teile, so lesen wir verblüfft, stündlich massenhaft Glück, Gutes Leben, Gerechtigkeit und Gleichheit für alle aus. Wenn uns heute im Bereich des Islam irgendwo Ungerechtigkeit oder Ungleichheit begegnet, dann liegt das, meint Koranschönrednerin Riffat Hassan allen Ernstes, nicht am Islam, sondern an der schlimmen patriarchalischen Kultur. Wer eigentlich den Menschen Rechte gewähre, ist Allah. Gegenmodern und islamrevolutionär ist auch Riffat Hassans ebenso permanentes wie keinen Widerspruch duldendes Spalten von Welt und Menschheit in West und Ost.[38]

„This is a misunderstanding. Das ist ein Missverständnis“ hatte Sayyid Qutb (The Characteristics of the Islamic Concept) eindeutig festgestellt zum Versuch des nun auch von der Kölner Sozialdemokratin und Psychologin beworbenen Aufspaltens des Schariabefehls in gottesdienstlich und zwischenmenschlich, in die Bereiche Fiqhu l-ʿIbādāt und Fiqhu l-Muʿāmalāt: „Der Islam gestattet so eine Aufteilung und Einschränkung gar nicht. Islam does not admit of such kinds of division and limits. Islam is a unity and such a kind of concept is against its very basis.“ Der 1966 hingerichtete ägyptische Theologe der Muslimbrüder kennt seine Religion: „Islam ist Einheit“, da wird erst gar nichts zerrissen in Ibadat und Muamalat! Der Koran wird schließlich auch nicht zerrissen, man stelle sich das nur vor. Koranspalten hieße Allah halbieren wollen. Kalifat ist Gebet, Indeed, the Islamic way of life is nothing but the realization of the meaning of worship from beginning to end, alles andere wäre Krieg gegen Gott, a rebellion against the din of Allah.[39]

216. Sie [die von Akgün so gerne Ultras genannten Ultraorthodoxen, die Schariatreuen] haben es bloß noch nicht begriffen: Die Botschaft des Koran betont im Kern die Gleichheit von Mann und Frau.

Das ist im „Kern“ (Akgün) einfach nicht wahr, der Islam ist gerade hier echte Kernspaltung.

Auch die Kölnerin und gelernte Psychologin kommt am Hidschab nicht vorbei (pp 224-236), wendet sich der historischen Realität der arabischen Halbinsel des 7. und 6. Jahrhunderts der Zeitrechnung zu und behauptet tatsachenfern und, wie es so viele Islamapologeten tun, großzügig auf jeden Beleg verzichtend:

229. Das Kopftuch zu Zeiten des Propheten war eine Verbesserung der Frauenrechte im Vergleich zu den dunklen Zeiten davor.

Witwe und Fernhandels-Geschäftsführerin Chadidscha (Ḫadīğa, * um 555; † um 619) suchte sich innerhalb der eigenen Speditionsfirma einen erstaunliche eineinhalb Jahrzehnte jüngeren, sehr tüchtigen Kaufmann zur Heirat selbst aus. Der erfolgreiche Außendienstler und Unterhändler trug den Namen Mohammed. Der nachmalige Prophet verunmöglichte den arabischen Frauen im Namen der neuen Religion, Chadidschas hohe soziale Position jemals zu auch nur annähernd erreichen, sondern hatte islamisch vorbildlichen ehelichen Geschlechtsverkehr mit Aischa der Neunjährigen. Die letzten mutigen Verteidigerinnen der relativ hohen vorislamischen arabischen Frauenrolle ereilte ein seither typisch islamisches Los. Prominente Südaraberinnen hatten vom Tod Mohammeds vernommen, sie frohlockten und schöpften Hoffnung „denn der Islam hatte ihnen so viele Einschränkungen gebracht, because of the limitations Islam had brought to them.“ Die jubelnden Frauen luden ihre Freundinnen ein, bemalten einander die Hände festlich mit Henna und schlugen das Tambourin. Da aber sandte Abu Bakr den getreuen al-Muhadschir aus, und dieser ließ den Frauen von Kindah und Hadramaut die Hände abhacken, al-Muhagir cut off the woman’s hands.[40]

Die Kritiker des Hidschab sollen nicht mehr so genau hinsehen, die kulturrelativistischen Gutmenschen aber dürfen jeden Kopftuchgegner laut als Spinner beschimpfen und als Verhinderer einer demokratietauglichen Weiterentwicklung des Islam, Mufti Lale erklärt den Zukunfts-Islam:

229. Folglich ist ein Kopftuch heutzutage gar nicht mehr nötig. Das Kopftuch ist out. Keiner braucht es mehr.

Gut gebrüllt Löwin. Wie immer, das aufständische Kopftuchmädchen Lale Akgün haftet für nichts. Kein Imam bewegt sich schleierpolitisch auch nur einen Millimeter.

233. Schülerinnen sollten erst ab dem Alter der Religionsmündigkeit, also mit 14 Jahren, die Erlaubnis bekommen, ein Kopftuch zu tragen.

Der Kausalzusammenhang („also“) ist islamisch betrachtet genau falsch, da Allah das Alter der religiösen Reife für Mädchen nicht auf 14, sondern auf neun Jahre festgesetzt hat. Ein Mädchen aber, das jünger ist als neun, muss ja auch nach Meinung sämtlicher Ayatollahs, Muftis und Scheiche keinen Schleier tragen.

Deswegen erfindet Mufti Lale, ganz in der Manier von Pippi Langstrumpf (Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt), einen neuen Islam, eine Freitagspredigt darf sie aber gar nicht halten:

233. Nur die wenigsten gläubigen Mädchen wissen, dass das Kopftuch keine religiöse Pflicht ist.

Akgün gründet keine Moschee, sondern tut einfach so, als seien die den Schleier fordernden Autoritäten al-Ghazali († 1111) oder al-Dschauzi († 1200) islamisch nicht verbindlich. Die Sozialdemokratin schweigt dazu, dass an unseren Hochschulen Imame und Lehrer völlig ghazalitreu ausgebildet werden. Man könnte eine Arbeitsteilung zwischen schleierfordernden Islamverbänden und Nebel werfenden vorlauten Kopftuchentsorgerinnen vermuten. Diesen frommen Einsatz, nämlich selbst ohne Kopftuch für das überall legalisierte Kopftuch zu kämpfen, kennen wir von Muslimbrudertochter Emel Zeynelabidin (vgl. Sägefisch 097. Emels haariger Dschihad).[41]

Allahs Radiergummi kann einen Gegenstand auch aus unserer Wahrnehmung auslöschen, indem er voller Empörung zwei andere Sachen beschreibt, links dieses Tüchlein auf dem Haupthaar („Kopftuch“), rechts die schreckliche Burka und den Niqab oder Gesichtsschleier. Die Doktrin der Bedeckung (anglisiert hijab; purdah) ist natürlich weder das eine noch das andere, Wirbelderwisch Akgün hüpft zielsicher über den Hidschab hinweg, um ihn nicht zur Sprache bringen zu müssen, drittletztes heute betrachtetes Zitat von Lale Akgün:

235. Burka und Niqab sind Steigerungen des Kopftuchs. Sie begnügen sich nicht damit, die Kopfhaare der Frau zu verdecken, sie wollen alles verhüllen. Das Gesicht, die Hände, Füße, Haare – kurzum: Die göttliche Schöpfung soll so defizitär sein, dass der Mensch sie verstecken muss.

Der Hidschab kann ungestört in die Bildungsprogramme der Imamausbildung und in den versetzungsrelevanten IRU integriert werden, was Kopftuchbequatscherin Akgün offensichtlich billigend in Kauf nimmt: das geschlechtsreife Mädchen muss ihren Körper mit dickem Tuch bedecken, Nummer 4092 bei dem im Jahre 888 d. Z. verstorbenen Hadithsammler Abū Dāwūd ist der zentrale Kopftuchhadith, der schließlich auch in ganz Europa gelesen wird:

Asmāʾ, ummu l-muʿminīn, die Tochter des Abū Bakr, kam zum Propheten, mit dünner Kleidung, der Prophet wendete sich ab von ihr und sagte: „Oh Asma, wenn eine Frau das Alter der Menstruation erreicht, darf man nichts von ihr sehen außer das und das“, und er zeigte auf Gesicht und Hände.[42]

Ô Asma, quand la fille devient pubère, il ne convient pas de voir d’elle une autre partie que celles-ci (et il lui indiqua le visage et les mains).[43]

O Asmaa, if a woman reaches the age of menstruation, it is not allowed that any of her should be seen except this – and he pointed to his face and two hands.[44]

237. Indem die Konservativen den Koran wörtlich auslegen, halten sie die Frauen in den Fesseln der Konventionen der Arabischen Halbinsel des sechsten und siebten Jahrhunderts. … Richtig ist: Eine muslimische Frau darf alles, was ein muslimischer Mann darf.

Kennen Sie Lale Langstrumpf? Ich mach mir die Scharia … Widdewidde wie sie mir gefällt.

Letztes Akgünzitat, lassen wir es beinahe unkommentiert:

244. Auch bei der Scheidung werden dem Mann in islamistischer Lesart die größeren Rechte zugesprochen – worauf hier nicht näher eingegangen werden soll.

Schade. Es hätte übrigens islamisch heißen müssen (nicht „islamistisch“).

Liberaler Islam ist … Yaşar Nuri Öztürk.

Yaşar Nuri Öztürk wird international als wichtiger Gewährsmann genannt, wenn es um die angebliche grundsätzliche islamische Menschenfreundlichkeit und die ebenso angeblich erforderliche sowie mögliche Islamreform geht. Wie wohl kein Zweiter steht der Jurist, Islamische Theologe und Islamische Religionsphilosoph in der Türkei für das Fabelwesen Liberaler Islam, und genau wie Lale Akgün will auch Öztürk den Koran nicht zensieren oder gar umschreiben, sondern von Fremdeinflüssen reinigen, möchte einen „im Kern“ angeblich gerechten Islam weniger reformieren als vielmehr in unserer modernen Zeit rekonstruieren.

Von Schmeichlern oder Bewunderern als der Martin Luther des Islam geehrt oder jedenfalls als Islamreformer, betont der sich selbst richtigerweise in der Nachfolge von Jamal al-Din al-Afghani und Muhammad Abduh erblickende ehemalige Dekan der Theologischen Fakultät an der Universität Istanbul (1993 bis 2002), dass der Islam eine Umgestaltung nicht benötige, sondern nichts als seine von Verunreinigung befreite, zu Gerechtigkeit und Vernunft rufende Urgestalt.

Lale Akgün wie Yaşar Nuri Öztürk können wir der weltweiten Zurück-zum-Koran-Bewegung zuzählen (The „Back to the Quran“ movement; Le retour à l’essence du Coran). Islamisch-theologisch sowie folgenreich demokratiegefährdend kann diese Bewegung wahrscheinlich nichts anderes sein als die uns von Tariq Ramadan oder Pierre Vogel bestens bekannte erneuerte Urgemeindlichkeit („Salafismus“). Damit wäre die Bewegung verwirrend vielfältig. Auf den ersten Blick nicht weniger heterogen erscheint die mit der Zurück-zum-Koran-Bewegung dicht verwandte wenn nicht identische Bewegung der Koranisten oder Quraniyoon (al-Qurʿāniyūn), zu der die Chinesen Ma Qixi (1857–1914) und Hu Songshan (1880–1955) ebenso gerechnet werden wie Gamal al-Banna (1920–2013, der angeblich demokratiefreundliche jüngste Bruder des Gründers der Muslimbruderschaft Hassan al-Banna), der ägyptisch-amerikanische Biochemiker Rashad Khalifa (United Submitters International, USI) oder die bekennende Zwölferschiitin, Feministin und Lesbe Irshad Manji.

Manji gehörte mit den glaubhaften und mutigen Intellektuellen Taslima Nasreen, Ayaan Hirsi Ali, Salman Rushdie, Caroline Fourest und Maryam Namazie zu den Unterzeichnern des MANIFESTO: Together facing the new totalitarianism (MANIFESTE : FAIRE FACE ENSEMBLE AU NOUVEAU TOTALITARISME). Am 1. März 2006 wurde das Manifest der Zwölf in der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo publiziert, in Reaktion auf den Streit um die Mohammedkarikaturen.

Leider begeht auch das Manifest der Zwölf den verhängnisvollen Fehler, von Islamismus zu reden und nicht vom Islam: „Wie alle Totalitarismen nährt sich der Islamismus aus der Angst und der Frustration … Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie (Like all totalitarian ideologies, Islamism is nurtured by fear and frustration. … Islamism is a reactionary ideology … Comme tous les totalitarismes, l’islamisme se nourrit de peurs et de frustrations. … L’islamisme est une idéologie réactionnaire),[45] das ist schlicht Unsinn: Allah sandte der Menschheit den Dīn herab und der wirklich starke Īmān (Iman ist, an Allah zu glauben, seine Engel, seine Bücher, seine Gesandten, den letzten Tag und die Vorherbestimmung in guten wie in bösen Dingen)[46] begünstigt im Diesseits und im Jenseits die Mutigen und Erfolgreichen (auf Kosten der Dhimmis, Harbis und Frauen). Der Islam (nicht: der Islamismus) ist auch nicht rückwärtsgewandt, sondern jenseitszentriert: es geht vorwärts mit Mohammed ins Paradies und bedarfsweise über Leichen. Und das Ganze ist auch keine Ideologie (ideology, idéologie), sondern echter Monotheismus, reine Religion. Man sollte endlich damit beginnen, den Islam ernst zu nehmen.

Erkennen wir Lale Akgün mit Yaşar Nuri Öztürk etwas genauer und Herrn Öztürk selbst gleich mit, in Der verfälschte Islam (p 46) schreibt Öztürk:

„Für den Begriff »Haus des Friedens / Haus des Islams« hat man den Begriff »Haus des Rechts« (darü`l-ahkam) verwandt, damit also ein Land bezeichnet, in dem kanonische Regeln zur Anwendung kommen und in dem es Rechtsstaatlichkeit gibt. Dabei fällt ins Auge, dass vom »Recht« und nicht vom »islamischen Recht« gesprochen wird.“

Der listige Theologe weiß, dass der Plural von Ḥukm, Recht, nicht einfach irgendeine Anordnung ist, sondern stets der legale (islamische) Befehl: mit der Mehrzahlform aḥkām[47] sind die fünf Stufen der Bewertung einer menschlichen Handlung gemeint: absolut verpflichtend, lobenswert und empfohlen, beliebig und neutral, unerwünscht und missbilligt, absolut verboten, arabisch: 1. wāǧib bzw. farḍ (als deine Tat gewiss heilssichernd), 2. mandūb bzw. mustaḥabb (sehr gerne gesehen bei den Menschen und vor allem bei Allah, andererseits wird das Unterlassen im Diesseits und im Jenseits nicht bestraft), 3. mubāḥ (neutral), 4. makrūḥ (deine Tat wird nicht bestraft, die Unterlassung ist aber gesellschaftlich erwünscht und erfreut vor allem Allah, was im Jenseits von Vorteil ist), 5. ḥarām (es trotzdem zu tun, führt dich ziemlich wahrscheinlich in die ewigen Flammen und nicht mehr heraus). Noch zur Konsonantengruppe ḥ-k-m: Den sechsten Kalifen aus dem Geschlecht der Fatimiden nannte man Ḥākim bi-ʿAmri Llāh, Der auf Gottes Geheiß herrscht (* 985; † 1021). Das weiter unten noch anzusprechende Buch der Weisungen für Frauen eines im Jahre 1200 verstorbenen Islamischen Gelehrten ist das Kitāb Aḥkām an-Nisāʾ. Und der höchste und eigentliche Beurteiler und Verurteiler, nämlich Allāh, trägt die Namen al-Ḥakīm, der Weise, und al-Ḥākim, der Richter.

Öztürk hat Taqiyya gemacht, die juristisch gebändigte Landschaft oder Zone „dāru l-aḥkām“ ist gerade kein freiheitlicher Verfassungsstaat, sondern das Haus der Scharia.

Der liberalislamische Jurist und Islamrestaurator (a. a. O. 52) identifiziert alle Mu’amalat (zwischenmenschlichen Pflichten) beinahe als ‚Ibadat (gottesdienstlichen Pflichten), was Lale Akgün, wie wir gesehen haben, ja zurückgewiesen hatte und scharf getrennt wissen will, jedenfalls setzt Öztürk zumindest fromme menschliche Arbeit und islamisches Gebet explizit gleich:

„Unter diesen Umständen sind geistig-wissenschaftliche Aktivitäten nicht nur irgendeine, sondern die höchste Form des Gebets. Der größte islamische Denker im 20. Jh., der pakistanische Dichter und Philosoph Iqbal (gestorben 1938) fasste diese Erkenntnis in folgende Worte: »The truth is that all form of knowledge is essentially a form of prayer. The scientific observer of Nature is a kind of mystic seeker in the act of prayer.« … Die Grundlage dafür, alle Werke, alles Tun als Gebet zu begreifen, sind die Worte des Propheten Muhammed: »Der ganze Erdenkreis ward mir zu einem Haus des Gebets erschaffen.« Wenn die ganze Erde eine Stätte der Andacht ist, so müssen alle Werke und Geschehnisse Gebete sein.“

Alles Tun kann nur Gebet sein sprich von Allah angenommen werden, wenn islamisch korrekt gehandelt wird, eben bei Einhaltung der Fünf Ahkam, bei Einhaltung der Scharia. Nur dann sind ʿIbādāt und Muʿāmalāt wirklich zusammengefallen, wie es auch Sayyid Qutb gefordert hatte.

Yaşar Nuri Öztürk (a. a. O. 179) bekennt sich zu zwei sehr radikalen Theologen, zu dem unter ausgesprochenen Dschihadisten viel gelesenen Ibn Taimiyya sowie zu dem für seine Frauenfeindlichkeit bekannten und beispielsweise die islamische weibliche Genitalverstümmelung fordernden Ibn al-Dschauzi (Sägefisch 135. Das weibliche Recht auf Gehorsam),[48] Öztürk:

„Ein bahnbrechender Erneuerer, der Gelehrte İbn Teymiyye (gestorben 728 H. / 1327 n. Chr.), bezeichnete es als ein konkretes Merkmal des Teufels, wenn man sich Dingen zuwendet, die nicht im Koran stehen, und dem Koran den Rücken kehrt … İbnü`l Cewzî (gestorben 597 H. / 1200 n. Chr.), ein anderer großer Kämpfer für die Einheit Gottes, hat in seinem Werk eingehend dargestellt welche fatalen Folgen der Heiligenkult für die muslimischen Massen gezeitigt hat. Er gab seinem Werk, indem er dieses Thema behandelte, einen Titel, der auf den Teufel verweist: Teblîsü İblis, was soviel bedeutet wie »Die Verwüstungen« oder »Das Chaos des Teufels«.

Ibn al-Dschauzi bzw. İbnü’l Cewzî (aus: Das Buch der Weisungen für Frauen, übersetzt von Hannelies Koloska) hatte beispielsweise festgestellt:

„Die Beschneidung ist Pflicht bei Mann und Frau. … Wir haben dargelegt, dass das Ausgehen für die Frauen erlaubt ist, aber wenn eine befürchtet, dass Unruhe durch sie oder bei ihr entsteht, so ist das Verbot des Ausgehens besser, denn die Frauen in der Frühzeit waren anders als die Frauen, die es in der heutigen Zeit gibt … Wenn eine Frau ausgeht, soll sie einen Mann niemals grüßen. … Wenn sie mit Erlaubnis ihres Mannes und in schäbiger Kleidung ausgehen muss, dann soll sie sich ihren Weg auf freien Plätzen und nicht auf Straßen und Märkten suchen und soll Acht geben, dass ihre Stimme nicht vernehmbar ist, und soll auf der Seite des Weges und nicht auf seiner Mitte gehen. … Überliefert von Ḥaḥṣin ibn Miḥṣin: »Hast du einen Ehemann? Sie antwortete : Ja. Er sprach : Wie bist du zu ihm? Sie sprach: Ich mühe mich ständig um ihn, außer in den Dingen, die ich nicht für ihn erreichen kann. Er sagte: Achte darauf, welchen Stand du bei ihm hast, denn er ist dein Paradies und deine Hölle.« … Die Frau muss wissen, dass sie für den Ehemann wie ein Sklave ist. … Wenn die Frau gegen den Mann aufbegehrt oder sich ihm in etwas widersetzt, worauf er ein Recht hat, soll sie mit Erlaubnis Gottes, des Starken und Mächtigen, erzogen werden, indem er sie ermahnt. Wenn sie aber weiter darauf besteht, sich zu widersetzen, soll er sie von der Lagerstatt fernhalten. Beharrt sie dann noch, soll er sie schlagen, aber nicht heftig, ein oder zwei Peitschenhiebe oder ein wenig mehr.“

Das ist echt islamisch und offensichtlich sogar liberalislamisch, wo doch Theologe Öztürk den Gelehrten al-Dschauzi so sehr lobt.

Genug zum liberalen Muslim, Juristen, Salafi und Schariastrategen Yaşar Nuri Öztürk, von dem sich die Liberalmuslima Lale Akgün ja einmal distanzieren könnte.

Der Islam von Scharia und Fiqh bedroht den freiheitlichen Rechtsstaat und ist nicht reformierbar. Kein Imam in Deutschland oder irgendwo auf der Welt denkt auch nur daran, die Pflicht zur Scharia zu verwerfen.

Zwar müsste es im Zeitalter des schönen Scheins die Karriere behindern, Probleme zuzugeben, doch während sich in Nordafrika wie Europa die Strukturen der Muslimbrüder verfestigen, können durch islamoptimistische Druckerzeugnisse störende Tatsachen den Konferenzen, Protokollen und Archiven von Hochschule und Politik ferngehalten werden. Dazu braucht man einen richtig bösen Islamismus, einen unbedingt guten Islam und den einen oder anderen Islamschönredner wie die Autorin von Der Aufstand der Kopftuchmädchen.

Der Islam ist das Problem? Nun, dann bauen wir doch einfach einen problemlosen Zweit-Islam oder Zukunfts-Islam, und besprechen nur noch diesen. Was aus dem Raum des so definierten Unproblematischen herausfällt, komme einfach nicht mehr zur Sprache.

Was im idealistisch gestimmten Bundesdorf der Schlümpfe, Hobbits und Indianer jetzt noch zu Koran und Hadith gesprochen werden darf, ist hundertprozentig islamoptimistisch. Genaues Erinnerungsvermögen, wir sahen es bereits, ist in der deutschen Schlumpfhausenrepublik doch wirklich sehr störend.

Deutschland hat eine eine Art von umfassender Datenlöschung gebraucht. Und rettend ist Lale Akgün in die Bresche gesprungen.

Allahs Radiergummi.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

[1] Ohne Zweifel, zweifelsohne, unzweifelhaft (without a doubt) ist der Islam gar kein Problem und genaueres islamkritisches Nachdenken „nicht hilfreich“ sprich sehr unerwünscht. Bis hier und keinen Schritt weiter, postmoderne Islamrhetorik verwendet einschüchternde Formeln:

This without a doubt is contrary to the idea of relying on Allaah, and will only result in making a person even more weak, like seeking medicine in a haraam way.

Scheich Salih al-Munajjid (Ṣāliḥ al-Munaǧǧid, Fatwa-Onlinedienst Islam QA)

http://islamqa.info/en/ref/books/10

This is certainly no distortion, since the academic study of the Oriental East by the Occidental West was often motivated and often co-operated hand-in-hand with the imperialistic aims of the European colonial powers. Without a doubt, the foundations of Orientalism are in the maxim „Know thy enemy“. When the Christian Nations of Europe began their long campaign to colonize and conquer the rest of the world for their own benefit, they brought their academic and missionary resources to bear in order to help them with their task. Orientalists and missionaries whose ranks often overlapped were more often than not the servants of an imperialist government who was using their services as a way to subdue or weaken an enemy, however subtly.

Abû Imân ʿAbd al-Raḥmân Robert Squires

http://www.islamic-awareness.org/Quran/orientalism.html

Without a doubt education is a condition to practicing Islam the right way.

Tariq Ramadan

http://www.tariqramadan.com/spip.php?page=imprimir_articulo&id_article=11004&lang=fr

“A great many systems dictated to the entire humanity over the last few ages served nothing but to aggravate its pains. If there exists an atmosphere to enable mankind to breathe easily today, it is, without a doubt, the atmosphere of Islam. This atmosphere, practically in every period of history, has been like an ocean with waves, very clean and pure and too deep to contain thought pollutions of any time or place. However, certain intention and viewpoint; exertion and effort; orientation and confidence are needed to reach and truly benefit it.”

Fethullah Gülen

http://hizmetmovement.blogspot.de/2013/05/fethullah-gulens-message-to-symposium.html

Daher ist ein muslimischer Mann – insbesondere der Ehemann – verpflichtet, einer erlaubten Arbeit nachzugehen, um seine Familie zu versorgen. In Deutschland stößt sein Bemühen auf gewissen Grenzen des religiös Erlaubten. Zweifelsohne darf ein Muslim nicht in einer Nachtbar arbeiten und Alkohol ausschenken. Auch darf er nicht in einer Glückspielhalle arbeiten. …

Wie ist es z.B. mit einem Krankenpfleger, der auch Schweinefleisch zum Mittag servieren muss? Zweifelsohne ist der Beruf einer Krankenschwester oder des Pflegers ein gesegneter Beruf, aber Schweinefleisch erachtet der Islam als schädlich für die Menschheit, und daher darf ein Muslim solch etwas Schädliches nicht anderen Menschen auftischen. Wie also wäre solch ein Beruf zu werten? …

Am einfachsten machen es sich jene Muslime, die ihre Faulheit dadurch kaschieren, dass sie sich nicht um Arbeit bemühen und behaupten, mit Harz IV hätten sie viel Zeit, sich dem Islam zu widmen. Solch eine Behauptung – und das kann hier vorweg festgestellt werden – ist nicht nur absurd, sie ist auch unislamisch und zudem eine geradezu bewusste Schädigung des Ansehens des Islams und der Muslime, was zweifelsohne verboten ist. Denn es ist nach allen Rechtsschulen und alle Richtungen innerhalb des Islam absolut nicht angebracht, sich von anderen finanzieren zu lassen, wenn man selbst in der Lage ist zu arbeiten.

Yavuz Özoguz

http://www.muslim-markt.de/forum/messages/3076.htm

Im Zuge dieser Anstrengung dämmerte es mir, dass die typischen Charaktereigenschaften eines Agnostikers nichts mit Intelligenz zu tun haben, dass der Mensch nicht einfach vor der Entscheidung, zu glauben, weglaufen kann, dass das Erschaffensein dessen, was um uns herum existiert, eindeutig ist, dass sich der Islâm zweifelsohne in der großartigsten Harmonie mit einer allumfassenden Wirklichkeit befindet.

Muhammad Ali Clay (einst Cassius Clay)

http://www.islamweb.net/grn/?page=articles&id=153558

Zweifelsohne sind es gesellschaftliche, politische, persönliche und auch theologische Gründe, die uns trotz unserer Gemeinsamkeiten von einander trennen. Es liegt an uns, die in diesem Land zusammenleben, die trennenden und verbindenden Elemente aufzuarbeiten, wenn wir ehrlich und aufrichtig sein wollen – in unserer Religion, dem Schöpfer gegenüber und Seinen Geschöpfen – auch und erst recht , wenn sie verschieden und andersgläubig sind.

Hamideh Mohagheghi

http://www.al-sakina.de/inhalt/artikel/amg/mohagh/mohagh.html

Verehrte Gläubige, zweifelsohne sind unsere Gottesdienste bzw. ist das Verrichten dieser ein Zeugnis unseres Glaubens. Ein Glauben ohne Handlung gleicht – um es in Bildern auszudrücken – einem Obstbaum, der keine Früchte trägt. Wer in Worten sagt, er glaube und diesen keine Taten folgen lässt, betrügt damit nur sich selbst.

Yusuf AY (DITIB), Religionsbeauftragter der Zentralmoschee in Berlin

http://www.ditib.de/detail_predigt1.php?id=62&lang=de

Verehrte Muslime, der Mensch hat zweifelsohne die höchste Position in der Schöpfung Allahu Teâlâs inne. Und die am meisten ergiebige Zeit im Leben des Menschen ist die Jugend. Dieser Lebensabschnitt ist eine Nîmet, eine Gabe Allahu Teâlâs, dessen Wichtigkeit wir schätzen sollten und zugleich eine Gelegenheit, die wir nicht einfach verstreichen lassen dürfen. Der ehrenvollste aller Menschen, der Gesandte Allâhs (s.a.v.) empfiehlt “die Bedeutung der Jugend vor dem Eintreten des Alters, zu erkennen”. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass er selbst besonders großen Wert auf Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen gelegt hat. Bei dieser Erziehung handelte er nicht willkürlich, sondern wandte Methoden an, die die geistige Entwicklungsstufe der Kinder mit berücksichtigte.

VIKZ

http://www.vikz.de/index.php/freitagspredigten/items/id-18maerz-2011-13-rebiulahir-1432.html

In Zukunft soll es nur mehr ein einziges Gericht geben. „Die Verhandlungen laufen“, versichert [Abdulkader] Saleh, [Spitzname] der Engländer, vom Scharia-Rat. „Es ist nicht einfach. Wie soll das zusammen gehen? Es gibt nur Allah und sein göttliches Gesetz.“ Er ist überzeugt, dass bald in ganz Syrien ausnahmslos islamisches Recht gesprochen wird. „Syrien wird ein islamischer Staat, da besteht kein Zweifel.“ Alle Mitglieder des Scharia-Rates seien dafür, auch die Liwa Tawhid. Jabhat al-Nusra sei die treibende Kraft und habe die Oberhand. Nur göttliches Recht, keine Wahlen und kein Parlament nach dem Sturz des Assad-Regimes? „Das weiß nur Allah alleine“, meint Saleh, lacht verschmitzt und verabschiedet sich mit einem Salam Aleikum.

Abdulkader Saleh genannt Der Engländer, syrischer Scharia-Rat

http://www.welt.de/politik/ausland/article115129648/Syrien-wird-ein-islamischer-Staat-Kein-Zweifel.html

Es wäre falsch, den Islam als eine Religion von Feuer und Schwert zu disqualifizieren und nicht die religiöse Substanz zu sehen. Denn darüber besteht kein Zweifel: Durch den Propheten Muhammad sind die Araber auf die Ebene einer ethischen Hochreligion gehoben worden, die gegründet ist im Glauben an den einen Gott und in einem Grundethos der Humanität mit klaren Imperativen zu mehr Menschlichkeit und mehr Gerechtigkeit. Vom Ursprung her war der Islam weniger eine Religion des Gesetzes als des Ethos. Und so etwas wie Zehn Gebote, Grundstock eines gemeinsamen Menschheitsethos, gibt es auch im Islam. Kein Zweifel: Muhammad war ein echter Prophet, in vielem nicht unähnlich den Propheten Israels.

Stiftung Weltethos

http://www.weltethos.de/data-ge/c-30-projekte/31a-016a-buchreligion.php

[2] Das Wort kandil kommt von der Öllampe. Waehrend der heiligen Naechte wurden die Moscheen durch Öllampen beleuchtet. Es ist ein alter Brauch, nach dem auch die heutige Beleuchtung genannt wird. Damals im 16. Jhd. liess Sultan Selim II. Leuchtspruchbaende zwischen den Minaretten aufhaengen um das Volk über kandil zu benachrichtigen. In Kandil-Naechten gehen die Glaeubigen in die Moschee um Vergebung zu bitten und den richtigen Weg zu finden. … Nachdem die religiösen Pflichten erfült und Abschnitte aus dem Leben des Propheten gelesen sind, besuchen die jungen Leute die aelteren. Heutzutage ersetzen die Telefongespraeche diese traditionellen Familienbesuche.

Ein sicherer Weg, die genauen Kandil-Tage zu erfahren, ist die Simit-Haendler zu beobachten, die spezielle Kandil-Simit (Kringel, kleiner als die üblichen und ohne Sesam) verkaufen. Diese Simit in bunten Paekchen können Sie ebenfalls in Konditoreien und Baeckereien finden.

Seien Sie nicht überrascht sollten Ihre Nachbarn Ihnen Helva (eine türkische -übrigens leckere-Süssspeise mit Griess) oder lokma tatlisi (Krapfen mit Zuckersirup) bringen, was man in Kandilnaechten gerne isst. Vergessen Sie dabei nicht, dass Teller bei solchen Anlaessen nie leer zurückgegeben werden. Sie können ihn mit Ihren eigenen Spezialitaeten fülen, was den Türken bestimmt sehr gut gefallen wird. Diese Geste wird Ihre Beziehungen noch freundlicher machen.

Manche Lokale servieren keinen Alkohol an den Kandil-Tagen.

http://www.mymerhaba.com/Kandil-in-der-Turkei-1201.html

Wikipedia nennt statt fünf nur vier Kandili, die Sendung des Korans auf die Erde (14. August 2012) fehlt:

Heilige Tage und Nächte, ähnlich wie im Christentum der Heilige Abend, existieren auch im Islam. An diesen Tagen werden die Minarette der Moscheen beleuchtet; in der Nacht wird gebetet. Da man früher für die Beleuchtung „kandil“ (Ölampeln, von griech. kandíli, καντήλι oder κανδήλι, aus lat. candela) verwendete, bezeichnet man die heiligen Feierlichkeiten als Kandil. Diese sind:

Mevlid-i Şerif (maulid an-nabī), Geburtstag des Propheten

Regaip Kandil (lailat ar-raġāʾib), Nacht der Wünsche, Nacht der Empfängnis des Propheten

Miraç Kandili (lailat al-miʿrāǧ), Himmelsreise

Berat Kandili (laylat al-barāʿa, laylat niṣf šaʿbān), Nacht der Vergebung

http://de.wikipedia.org/wiki/Feiertage_in_der_T%C3%BCrkei#Heilige_Tage_und_N.C3.A4chte

Es ist ein Gedenktag der nächtlichen Himmelsreise des Propheten Muhammed von Mekka nach Jerusalem, wo er Abraham, Moses und Jesus traf sowie einer anschließenden Himmelsreise zu Allah, bevor er nach Mekka zurückgekehrte.

Allah machte in dieser Nacht Muhammed und den Muslimen das fünfmal tägliche Gebet als einer der wichtigen Säulen des Islam zur Pflicht.

Die Moscheen werden in der Nacht festlich beleuchtet.

http://www.frankenthal.de/sv_frankenthal/de/Homepage/Leben%20in%20Frankenthal/Migration%20und%20Integration/Interkultureller%20Kalender/Lailat-ul-Miraj_Himmelsreise%20.pdf

Stadt Frankenthal (Pfalz)

http://www.frankenthal.de/sv_frankenthal/de/Homepage/Aktuelles/

Im pfälzischen Frankenthal spürt man Europawelt und Islamwelt. Happy birthday zu sagen ist nicht halal und ohne erfüllten Schariagehorsam gibt es keinen Anlass zur Freude:

Ein Geburtstag hat in der islamischen Welt nicht die gleiche Bedeutung wie in Europa. Allein dass ein Jahr vergangen ist, berechtigt nicht zum Feiern.

http://www.frankenthal.de/sv_frankenthal/de/Homepage/Leben%20in%20Frankenthal/Migration%20und%20Integration/Interkultureller%20Kalender/Mawlid.pdf

gefunden über Suchbegriff Islam

http://www.frankenthal.de/sv_frankenthal/de/Homepage/Aktuelles/

Echt „Kandil“. Keine Bikinis in Sicht, sondern 100 % Hidschab.

http://www.elazigmedya.com/images/haberler/vatandaslara_kandil_simidi_dagitildi_h1545.jpg

http://www.aydinses.com/images/haberler/gopta_mevlid_kandili_etkinlikleri_h236189.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Feiertage_in_der_T%C3%BCrkei#Heilige_Tage_und_N.C3.A4chte

Ines Balcik ist Verherrlicherin von Sufismus sprich Scharia plus Ekstase und glaubt ebenfalls an eine Wortherkunft aus dem Arabischen; immerhin nennt sie die übliche Beleuchtung der Orte von Wohlverhalten und Gehorsam, der Moscheen:

„Kandil“ ist ein arabisches [Anm.: Nein, ein lateinisches, später griechisches] Wort und bedeutet „Öllampe“. Mit Kandil bezeichnet man aber auch besondere religiöse Feiertage im Islam. Die Bezeichnung leitet sich von der Festbeleuchtung der Moscheen an solchen Tagen ab. Besonders in der Türkei spielen die Kandil-Abende eine wichtige Rolle im religiösen Leben vieler Muslime, zusätzlich zu den beiden offiziellen islamischen Festen Ramadanfest und Opferfest.

http://www.kandil.de/kandil/blog.php?id=C0_163_8

Unter der Rubrik Unorthodoxe Gedankensplitter verlinkt die Seite Kandil (Ines Balcik) nach Großbritannien zu Dilwar’s Blog (Dilwar Hussein)

http://dilwarh.wordpress.com/2013/02/03/new-horizons/

http://dilwarh.wordpress.com/2012/12/01/muslims-in-the-west-and-the-search-for-abu-talib/

http://dilwarh.wordpress.com/2012/09/01/moderate/

http://dilwarh.wordpress.com/2012/01/01/beyond-islamism/

Dilwar Hussain is an independent consultant working on social policy, Muslim identity and Islamic reform in the modern world. He is founding Chair of New Horizons in British Islam, a charity that works for reform in Muslim thought and practice, a Senior Programme Advisor to the Institute for Strategic Dialogue … and a Visiting Fellow at the Centre for Islamic Studies, Cambridge University.

He has taught courses on Islam in contemporary society and has a number of published works in the field. …

His recent research and advisory work includes: a major report on Muslims in Leicester for the Open Society Institute; Specialist Advisor to the House of Commons Inquiry on Prevent (2010); the Cambridge-Azhar Imams Training Project, Cambridge University and FCO; steering group of the Contextualising Islam in Britain Project, Cambridge University.

He is currently President of the Islamic Society of Britain, a Trustee of the Three Faiths Forum (3FF) … and an Associate of the think-tank Demos.

Dilwar was Head of the Policy Research Centre, at the Islamic Foundation (2007-2013). He was also a Commissioner at the Commission for Racial Equality (CRE) (2006-2007). He served on the Archbishop of Canterbury’s Commission on Urban Life and Faith (2005 – 2006), worked on the Preventing Extremism Together workgroups set up by the Home Office after July 7th 2005; … Dilwar graduated from King’s College, University of London in 1993.

http://dilwarh.wordpress.com/about/

ebenfalls bei Kandil empfohlen:

Katajun Amirpur: Den Islam neu denken: Der Dschihad für Demokratie, Freiheit und Frauenrechte (2013)

http://www.amazon.de/gp/product/3406644457/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3406644457&linkCode=as2&tag=kandil

[3] Laylat al-Raghaib – the “night of gifts” preceding the first Friday in Rajab.

This night of beautiful gifts or valuables – this is the meaning of raghaib – is one of the three blessed nights in Rajab and Sha’aban that herald the coming time of Ramadan. They are celebrated as kandil, “lantern” festivals in Turkey, when mosques are illuminated during the night for vigil. …

Laylat al isra wa miraj – 27th Rajab – the “night journey and ascension”

… Like in all kandil nights mosques are illuminated and open for vigil. According to common belief the gates of paradise are open and all prayers are answered in this night.

Laylat al-bara’a – 15th Shaban – the “night of absolution”

In the night of the full moon of the last month before Ramadan the blessed month of fasting is nearer than ever. Muslim tradition has illustrated the advantages of this night. The doors of heaven are opened and angels stand at every door to give absolution to any believer yearning for it. Then the fate of men for the year to come is written down. Some Muslims fast during the preceding day and later in the night perform salat al-khair, a prayer of 100 units, or recite the Surah Yasin.

Halwa, a nourishing sweet dish and kandil simit, sesame rolls, are prepared for eager worshippers, family and guests alike.

Wilhelm Sabri Hoffmann

http://www.wshoffmann.de/download/MuslimFestivals.pdf

[4] Kandil simidi nasıl yapılır?

http://www.youtube.com/watch?v=o35pTfU2SXk

EASY How to make Turkish Simit at Home Recipe – Evde Simit Yapimi Tarifi

http://www.youtube.com/watch?v=jwLsSyOIy2g

gerne auch mit Halwa (ḥalāwa), türkisch helva

http://www.ankarahaber.com/haber/Mevlid-Kandili-simit-ve-un-helvasi/102638

http://ehlikeyfchef.blogspot.de/2012/05/kandil-sim.html

Im Arabischen bedeutet „halwa“ süß, und so schmeckt es auch. Kein Wunder, denn die Zutaten bestehen aus Butterschmalz, karamelisiertem Zucker, Mandeln und Stärke, mit Safran, Kardamom, Mandeln und Rosenwasser geschmacklich verfeinert.

In kleineren Ortschaften findet man hier und da noch einen halwa-Koch, in Barka jedoch gibt es eine große Fabrik. …

Unter ständigem Rühren wird die zähe Masse stundenlang über einem Holzfeuer (das wichtig für den Geschmack ist) in einem großen Kupferkessel so lange gekocht, bis sie schließlich in bunte Plastik oder Emailleschüsseln abgefüllt wird. Dann nur noch Abkühlen lassen und: Guten Appetit!

gefunden bei: Oman Landeskunde

http://www.oman.de/oman-landeskunde/kultur-oman-handwerk-architektur/diekueche-ueberblick/halwa-ueberblick/

Halwa

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/af/Chalwa02.jpg

Pistazienhalwa

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1e/PistHalva.jpg

[5] Rettung erhofft sich die deutsche Politik von zwei oder drei Fakultäten Islamischer Theologie an den deutschen Hochschulen. Der Wissenschaftsrat empfiehlt, die Politik drängt, die Muslime selber aber zögern. Das ist das erstaunliche Ergebnis eines Treffens, zu der die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart diese Woche geladen hatte. …

Wenn der Beirat einen Professor aus Ankara oder aus Kairo einfordere, dann werde das durchgehen, zeigte sich der Tübinger Religionswissenschaftler Stefan Schreiner überzeugt. Und wenn der Kandidat aus Saudi-Arabien komme? „Warum nicht? Kein Minister dürfte widersprechen“, behauptete der Universitäts-Professor kühn. Die muslimischen Vertreter wechselten ungläubige Blicke. „Die Politik wird das niemals akzeptieren“, widersprach Ertugrul Sahin von der Universität Frankfurt. Dort könnte zum Wintersemester der erste Studiengang islamischer Theologie starten, eine Art Vorläufer des geplanten Modells, jedoch finanziert durch Stiftungsmittel des türkischen Religionsministeriums.

Sahin, der islamische Religion in Frankfurt unterrichtet, erhob schwere Vorwürfe: Mit der wissenschaftlichen Freiheit der islamischen Theologie sei es in Deutschland nicht weit her. Die deutschen Autoritäten wollten das junge Fach auf die historisch-kritische Beschäftigung mit den eigenen Quellen nach westlichem Muster beschränken. Letztlich trieben Sicherheitsinteressen des deutschen Staates die Etablierung der Lehrstühle voran, beklagte sich Sahin.

aus: Hartmut Kistenfeger: Imam-Nachwuchs mit Diplom

in: FOCUS-online 07.07.2010

http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-18985/islam-imam-nachwuchs-mit-diplom_aid_527871.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-18985/islam-beeinflussung-aus-ankara_aid_527973.html

Tagung

Islam und Moderne: Reformdenken im türkischen Islam heute

Universität Heidelberg, 25. Juni 2005

Ein geglücktes Experiment – türkisch-islamische Theologen präsentieren erstmals ihre Denkansätze in Deutschland

Unter den über 100 Teilnehmern der Veranstaltung waren sowohl Vorstandsmitglieder aller wichtigen Verbände aus dem Spektrum des türkischen Islams wie DİTİB (Türkisch-Islamische Union des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten), AMGT (Europäische Milli Görüş Organisation), ATİB (Türkisch-Islamische Union in Europa) und die Alevitische Gemeinde in Deutschland e.V. wie auch Vertreter des Instituts für Islamstudien Sufi-Archiv Deutschland, von Huda e.V., der Zeitschrift İktibas, von Muslime Helfen e.V. sowie regionaler Moscheen. Auch von Seiten der evangelischen und katholischen Kirche sowie der christlich-islamischen Dialogorganisation CIBEDO waren Vertreter anwesend …

Die Tagung, die von Prof. Dr. Raoul Motika (Direktor von HECEAS e.V.) und Prof. Dr. Ömer Özsoy (Universität Ankara; seit Herbst 2006 Professor für islamische Theologie an der Universität Frankfurt) konzipiert worden war

Prof. em. Dr. Mehmed Said Hatiboğlu (islâmiyât, Ankara) sprach zum Thema „Islam und Wandel“, wobei er letztlich doch einem relativ traditionellen Argumentationsmuster folgte. Dr. Mehmet Hayri Kırbaşoğlu (Theologische Fakultät, Universität Ankara) hingegen plädierte in seinem Vortrag zu den „Möglichkeiten einer einheitlichen Methodologie in den islamischen Wissenschaften“ für die Entwicklung einer neuen Methodologie in einem multikonfessionellen Rahmen (innerhalb des Islams), um damit die Quellen des Islams neu entdecken zu können und zu einem zeitgenössischen Verständnis zu kommen. …

Die Veranstaltung wurde finanziell unterstützt vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Programms „Dialog mit der islamischen Welt“, der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung, Weinheim und der Georges-Anawati-Stiftung, Aachen.

http://www.heceas.org/media/bericht_islamiyat.pdf

Zittern vor dem Höllenfeuer, Schleierzwang, Jungenbeschneidungszwang sowieso, und überhaupt die komplette Scharia: „Allein in Ankara dozieren derzeit knapp 100 Theologinnen und Theologen. … Die Qualität der theologischen Fakultäten der Türkei ist bemerkenswert gut“, meint allen Ernstes Islamverharmloser Felix Körner SJ, in: Im Dialog mit islamischen Theologen: Jesuiten in Ankara.

http://www.sankt-georgen.de/leseraum/koerner18.pdf

Das Ziel der Stiftungsprofessur liegt darin, an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen einen auch über die Hochschule hinaus wirksamen Lehr- und Forschungszusammenhang aufzubauen, der Ansätze katholischer Theologie im Angesicht des Islam fortentwickelt. … Der Zugang ist bewusst konfessionelle „Theologie“, nicht Religions-/Islamwissenschaft. Die Arbeit der Stiftungsprofessur fügt auch nicht den vielen Dialoginitiativen eine neue hinzu, sondern betritt Neuland, indem sie in Kenntnis verschiedener muslimischer Perspektiven auf Themen katholischer Theologie reflektiert.

Der Zugang geschieht „im Angesicht“. Der Inhaber der Stiftungsprofessur sieht sich vor der Aufgabe, eine persönliche Verbindung wie ein sich je neu differenzierendes Gegenüber zu muslimischen Perspektiven aufzubauen. Der gewählte Zugang sieht und kennt hinter „dem Islam“ konkrete muslimische Positionen und lebt auch aus der lebendigen Begegnung. … besonders in Zusammenarbeit mit CIBEDO

http://www.sankt-georgen.de/stiftungsprofessur/profil

Im Rahmen der Sendung SWR2-Kontext spricht der Sozialethiker Bernhard Emunds über die Eröffnung einer Zweigstelle der Kuveyt Turk Bank in Mannheim, die erste islamkonforme Bank in Deutschland.

In diesem Zusammenhang äußerst sich der Leiter des Nell-Breuning-Instituts auch über das Islamic Banking und dessen Bedeutung für die Neuordnung des Finanzsystems. Er macht sich für eine scharfe Regulierung der Bankwirtschaft stark und fordert eine Rückbesinnung auf die eigentliche Aufgabe der Banken, nämlich: Investitionen zu ermöglichen, die Wohlstand schaffen. Dazu können islamische Banken genauso wie „normale“ Banken beitragen.

http://www.sankt-georgen.de/nbi/news/ansicht/archiv/2012/september/artikel/swr-2-bernhard-emunds-im-gespraech-ueber-die-ethik-des-finanzwesens-und-islamic-banking/

Bernhard Emunds und Islam? Allerdings, und schon vor sieben Jahren bestens integriert mit: Nadeem Elyas, Ayyub Axel Köhler, Yasemin Yasemin Karakaşoğlu, Thomas Lemmen …

Programm [gekürzt]

Montag 29.05.2006

10.45 Begrüßung und Einführung

Weihbischof Franz Vorrath, Essen

Abdul Hadi C. Hoffmann, Berlin

11.00 Die Anerkennung des Anderen

Die Ethik des Helfens im Christentum

Prof. Dr. Herbert Haslinger, Paderborn

Hamideh Mohagheghi, Hannover

Anfragen aus muslimischer Perspektive

Dr. Ilhan Ilkilic, Tübingen

11.30 Das Gemeinwohl aller

Die Ethik des Helfens im Islam

Dr. Nadeem Elyas, Eschweiler

Anfragen aus christlicher Perspektive

Dr. Hermann-Josef Große-Kracht, Münster

12.15 Grundlagen sozialer Verantwortung im Christentum und im Islam

Diskussion

Moderation: Hayrettin Aydin, Berlin

13 00 Mittagessen

14.30 Von der Fürsorge zum Träger sozialer Verantwortung

Konkretionen und Herausforderungen sozialer Verantwortung des Christentums in Deutschland

PD. Dr. Bernhard Emunds, Frankfurt

16.30 Diskussion

Moderation: Dr. Judith Wolf, Mühlheim a.D. Ruhr

17.30 Die soziale Situation von Muslimen und muslimischen Gemeinden in Deutschland

Zülfiye Kaykin, Duisburg (angefragt)

Erol Pürlü, Köln

Moderation:

Dr. Judith Wolf, Mülheim a.d. Ruhr

20.00 Das soziale Engagement muslimischer Organisationen in Deutschland

Dr. Thomas Lemmen, Köln

Dienstag, 30.05.2006

10.15 Instituionalisierung sozialer Verantwortung in Islam und Christentum

Ein Feld für interreligiöse Zusammenarbeit und Dialog
Podiumsgespräch:

Weihbischof Dr. Josef Voß, Münster (angefragt)

Dr. Georg Cremer, Freiburg i. Br. (angefragt)

Dr. Ayyub Axel Köhler, Eschweiler

Dr. Bekir Alboga, Köln

Prof. Dr. Yasemin Karakosoglu, Berlin

Moderation

Riem Spielhaus, Berlin

http://www.cibedo.de/religionenundsoziale.html

Dass die DIYANET auch 2008 von Erbakans Ahängern unterwandert wurde und die türkische Polizei von den Gülen-Leuten und dass zwischen Millî-Görüş-Milieu (Erbakan) oder Hizmet-Bewegung (Gülen) auf der einen Seite und Deobandi oder Muslimbruderschaft andererseits kein Blatt Papier und schon gar keine Fatwa passt, weiß oder sagt uns der zur Schule von Ankara immerhin skeptische Arno Widmann nicht:

An der Universität Frankfurt gibt es seit 2003 eine „Stiftungsprofessur Islamische Religion“, an der Bachelor und Masterstudiengänge angeboten werden. Am vergangenen Wochenende veranstaltete der Lehrstuhlinhaber Professor Ömer Özsoy – finanziert vom Bundesinnenministerium und von DITIB, der türkisch-islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. – eine Tagung zum Thema „Geistiges Erbe des Islam – Koranwissenschaften heute“. … Wer sich die Rednerliste genauer ansah, dem konnte nicht entgehen, dass es sich fast um eine rein türkische Angelegenheit handelte, dass der Besucher keineswegs einen Überblick über die „Koranwissenschaften heute“ bekam, sondern einen Einblick in die Aktivitäten der so genannten Ankaraer Schule. … Aber wen repräsentiert die Ankaraer Schule? Es handelt sich um eine Handvoll bis ein Dutzend Professoren, von denen viele inzwischen die Türkei verlassen haben und sich in den USA, in Europa Regierungen als Mittler zu den Muslimen ihrer Länder anbieten. Ihr Gewicht in der aktuellen innermuslimischen Debatte um den Islam ist nicht sonderlich groß. Es bedarf schon einer großen Phantasie sich vorzustellen, dass alle Sunniten, also nicht nur die Hanafiten der Türkei, sondern auch Malikiten, Hanbaliten, Schafiiten und die saudischen Wahhabiten in dem, was in Ankara gelehrt wird, den wahren Islam und nicht dessen Verrat erkennen werden. Warum sollen nun gar Schiiten, Aleviten den Professoren aus Ankara folgen?

aus: Arno Widmann: Der Staat als Glaubensbringer

in: Frankfurter Rundschau 09.06.2008

http://www.fr-online.de/kultur/ankaraer-schule-der-staat-als-glaubensbringer,1472786,3325350.html

[6] Mehr Dialog und Scharia mit Fethullah Hodschaefendi

Das Buch Toward A Global Civilization Of Love And Tolerance (New Jersey 2004) des seit 1999 notgedrungen in den USA lebenden, unter sunnitischen Türken höchst einflussreichen islamischen Führers Fethullah Gülen zielt, er nennt es anders, auf revolutionär antisäkulare Indoktrinierung einer neuen Generation und, er verschweigt es, auf Legalisierung von immer noch mehr Himmelsgesetz (Scharia). Zitate aus Hin zu einer globalen Kultur der Liebe und Toleranz, deutsch von Wilhelm Willeke, islamkritisch kommentiert von Jacques Auvergne.

Bei Sägefisch als Text Nummer „293.“

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2012/06/19/293/

[7] Sabiha El-Zayat-Erbakan

El-Zayat-Erbakan is a lecturer for islamic hermeneutics and didactics at the Islamic Women´s Center for Research and Encouragement in Cologne (ZIF) and Vice President of the German Society for Muslim Social Scientists (GMSG). El-Zayat-Erbakan is a member in the Annemarie-Schimmel Forum, an interreligious initiative in Germany following the tradition of the famous scholar in Islamic Studies. El-Zayat-Erbakan is also a founding member of the European Muslim Network, a think-tank created in 2005.

http://www.droppingknowledge.org/bin/user/profile/6955.page

Verschiedenheit als Chance

Muslime in Deutschland und die Rolle der Residenzgesellschaft

Von Sabiha El-Zayat

http://www.hbs-hessen.de/archivseite/pol/el-zayat04-00.htm

[8] Internationale Konferenz

Muslim Education in Europe

27.-29. September 2002, Bonn

http://www.gmsg.de/KONGRESSBERICHTE/EDUCATION/education.html

Tagungsprogramm, Bonn 2002

http://www.gmsg.de/KONGRESSBERICHTE/EDUCATION/BOOKLET_20020912_PROG_ONLY.pdf

[9] Islamische Charta

Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft stammt aus der Feder von Nadeem Elyas, der zeitweilig als Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten-Organisationen in Europa (UMSO) sowie als Sprecher des Islamischen Zentrums Aachen (IZA) tätig war und der vor allem, bis 2006, als Amtsvorgänger von Ayyub Axel Köhler bedeutsam ist, jenes Vorsitzenden des ZMD, dessen Nachfolge 2010 der dort bis heute tätige Aiman Mazyek antrat.

Ein wörtlich genommener Koran wird die universellen Menschenrechte beseitigen und durch ein totalitäres, „die Seele (vielleicht) rettendes“ System ersetzen. Weil die Islamische Charta den Koran nicht falsch verstanden hat, sondern als wortgetreu umzusetzenden Gesellschaftsentwurf verwendet und damit Rechtsspaltung, Separatismus und Gottesherrschaft zuarbeitet, verdient sie sarkastische Zwischenrufe. Jacques Auvergne schlüpft in die Rolle eines aufrichtigen muslimischen Schriftgläubigen, der die Brisanz der Charta deutlicher nachzeichnet.

Bei Sägefisch als Text Nummer „262.“

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/27/262/

[10] Die Herrschaft der Imame

Gedanken zum »Velāyat-i Faqīh« des Chomeini. Von Jacques Auvergne.

Bei Sägefisch als Text Nummer „175.“

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/26/175/

[11] DIE STELLUNG DER FRAU ZWISCHEN ISLAM UND WELTLICHER GESETZGEBUNG

von: Salim el-Behnassawi

bei: SKD Bavaria Verlag, München 1994 (ebenso bei: Islamischer Verlag, Kairo)

ISBN 977-265-141-6

http://de.scribd.com/doc/4447641/Die-Stellung-der-Frau-Salim-elBahnassawi

http://library-genesis.com/Die%20Stellung%20der%20Frau%20zwischen%20Islam%20und%20weltlicher%20Gesetzgebung.1008588.html

[12] Will a woman who does not wear hijaab go to Hell?

If a girl doesn’t wear hijab, does that mean she will go to hell? …

Praise be to Allaah.

First of all it is essential to know that Muslim men and Muslim women are obliged to follow the commands of Allaah and His Messenger, no matter how difficult that may be for people and without feeling shy of other people. The believer who is sincere in his faith is the one who is sincere in carrying out his duty towards his Lord and obeying His commands and avoiding that which He has forbidden. No believer, man or woman, has the right to hesitate or delay with regard to commands; rather he or she should hear and obey immediately …

Moreover, the Muslim should not look at how small or great the sin is, rather he should look at the greatness and might of the One Whom he is disobeying, for He is the Most Great, the Most High; He is Mighty in strength and Severe in punishment, and His punishment is severe and painful and humiliating. If He exacts vengeance on those who disobey Him, then utter destruction will be their fate. …

Based on the above, we cannot say for certain whether a woman who does not wear hijaab will enter Hell, but she deserves the punishment of Allaah because she has disobeyed His command to her. With regard to her specific fate, Allaah knows best what it will be. We cannot speak about things of which we have no knowledge …

With regard to belief, if a Muslim who prays commits some sins or bad deeds, he is still a Muslim so long as he does not commit any action which would put him beyond the pale of Islam or do any of the things which nullify Islam. This sinful Muslim will be subject to the will of Allaah in the Hereafter; if He wills He will punish him, and if He wills He will forgive him. If he enters Hell in the hereafter, he will not abide there forever. But no person can be certain as to his fate, as to whether the punishment will befall him or not, because this matter is known only to Allaah. …

Sins are divided into two categories, minor and major. … There are many kinds of major sins such as lying, zinaa, riba (usury/interest), stealing, not wearing hijaab at all, and so on.

She should adhere to that which will afford her protection and modesty, and rise above being a mere commodity to be enjoyed by every evil person who comes and goes. She should refuse to be a source of temptation to the slaves of Allaah. We appeal to her faith and her love for Allaah and His Messenger, and we urge her to observe the hijaab enjoined by Allaah and to obey the commands of Allaah

Islam Q&A

Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?180656-will-a-woman-who-doesnt-wear-hijab-go-to-hell

Scheich al-Munajjid vermutet ein befristes Brennen der schuldhaften Kopftuchverweigerin nach dem Tod, während Scheich bin Baz diesbezüglich gar keinen Ausweg aus dem Höllenfeuer sehen kann:

Not wearing the Hijab is from the major sins

… The hadeeth is also explained in a different manner, which is that they wear clothes that do not cover them, because they are too thin or too short, so they do not serve the purpose of clothes, hence they are described as naked, and because the clothes they wear do not cover their ‘awrah.

Maa’ilaat (literally “deviant”) means they turn away from chastity and righteousness, i.e., they commit sins and evil deeds like those who do immoral actions, or they fall short in doing the obligatory duties, prayer etc.

Mumeelaat means they turn others away, i.e., they call people to evil and corruption, so by their words and actions they lead others into immorality and sin, and they commit immoral actions because of their lack of faith or the weakness of their faith. The point of this saheeh hadeeth is to warn against oppression and all kinds of corruption from men and women. …

Majmoo’ Fataawa wa Maqaalaat Mutanawwi’ah li’l-Shaykh Ibn Baaz, 6/355

http://turntoislam.com/community/threads/not-wearing-the-hijab-is-from-the-major-sins.76408/

Why do we have to wear Hijab in America? Don’t religious laws change according to time and place? Isn’t there room for this to change?

Scholars state that there is nothing that meets this requirement in the West that would allow our sisters, in the general sense, to remove their hijabs. Thus, I hold the opinion of all major scholars, males and females, that sisters must observe the Hijab.

Suhaib Webb

http://www.suhaibwebb.com/islam-studies/islamic-law/is-hijab-and-obligation-dont-religious-rules-change/

Inhaber so mancher Idschaza, Lehrbefugnis, sehr anders als Lale Akgün:

From 2004-2010, Suhaib Webb studied at the world’s preeminent Islamic institution of learning, Al-Azhar University, in the College of Shari`ah. … Outside of his studies at Al-Azhar, Suhaib Webb completed the memorization of the Quran in the city of Makkah, Saudi Arabia. He has been granted numerous traditional teaching licenses (ijazat)

http://www.suhaibwebb.com/aboutus/#webb

Suhaib Webb

http://isbcc.org/

http://isbcc.org/imam-suhaib-webb/

http://isbcc.org/wp-content/uploads/2012/01/isw.jpg

Operating the ISBCC, the Muslim American Society (MAS Boston) is committed to providing a broad range of social services for the local Muslim and non-Muslim community.

http://isbcc.org/isbcc/

http://www.masboston.org/holder.php?section=21

The Muslim American Society (MAS) is a nonprofit organization founded in 1993 that describes itself as an Islamic revival and reform movement.

It was created after a debate among Muslim Brotherhood members in the U.S. about whether to remain underground or to have a public face. Both Mohammed Mahdi Akef, now the Egyptian Muslim Brotherhood Supreme Guide, and Ahmed Elkadi, leader of the U.S. Muslim Brotherhood, were pivotal in the founding of the MAS.

http://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_American_Society

Imam adh-Dhahabi: Die großen Sünden

http://www.way-to-allah.com/dokument/Die_grossen_Suenden.pdf

Sohn des Goldschmieds, aḏ-Ḏahabī

(* 1274; † 1348 in Damaskus, Syrien) war ein berühmter Gelehrtenbiograph und Historiker. Seine Familie war turkmenischen Ursprungs; sein Urgroßvater lebte in der Region von Diyarbekir.

http://de.wikipedia.org/wiki/Adh-Dhahab%C4%AB

Fasiq is an Arabic term referring to someone who violates Islamic law. As a fasiq is considered unreliable, his testimony is not accepted in Islamic courts. The terms fasiq and fisq are sometime rendered as „impious“, „venial sinner“, or „depraved“.

Fasiq is derived from the term fisq, „breaking the agreement“ or „to leave or go out of.“

In its original Quranic usage, the term did not have the specific meaning of a violator of laws, and was more broadly associated with kufr (disbelief).

http://en.wikipedia.org/wiki/Fasiq

“…and we are not saying this out of easing the burden of applying the Sharee’ah and ruling with which Allah has revealed, for this something that we dream of and call to in order for the people to live in peace, happiness, and prosperity, not to mention that such a matter (i.e. ruling against which Allah has revealed) is a very dangerous one, because one who commits it is dangling between kufr (disbelief), Dhulm (transgression), and Fisq (i.e. a great sin).”

aus: Scheich al-Halabi: Salaf Manhaj

http://www.salafimanhaj.com/pdf/SalafiManhaj_AlHalabi.pdf

al-Halabi lernte bei al-Albani:

Shaykh ‘Ali Hasan ‘Ali ‘Abdul-Hamid al-Halabi al-Athari was born in Jordan in 1960, to a family of Palestinian immigrants.

http://www.iiph.com.sa/iiph-%E2%80%98Ali_Hasan_%E2%80%98Ali_%E2%80%98Abdul_Hamid_al_Athari-m11.html

http://www.iiph.com.sa/iiph-Muhammad_N%C3%A2sir_ud_Deen_al_Alb%C3%A2ni-m139.html

[13] Gruppe B Raum 11/215

Gruppe A: Jurisprudenz und Rechtsdenken

Moderation: Prof. Dr. Bülent Ucar (Osnabrück)

• ʿUmars Rechtsurteile vor dem Hintergrund der Maqāṣid-Lehre

Prof. Dr. Halit Ünal (Kayseri)

• al-Ġazālī’s Understanding of Iǧtihād and Taqlīd

Prof. Dr. Yunus Apaydin (Kayseri)

Gruppe B: Gelehrsamkeit

Moderation: Dr. Abdurrahım Kozalı (Bursa)

• al-Ġazālīs Understanding of Knowledge (ʿilm) and Scholarship

Prof. Dr. Yasar Aydınlı (Bursa)

• al-Ġazālī’s Contribution to Morals and Values Education

Ass. Prof. Dr. Cemil Oruc (Elazığ)

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=38

[14] Lale Akgün betont, dass der Islam eine unverstellte Beziehung des Gläubigen zu Gott ermöglicht und besteht daher darauf, dass jeder Muslim seine eigene Koranauslegung machen kann … Ganz viele ihrer Ansichten teile ich nicht und halte sie auch für gefährlich, was das Seelenheil von Muslimen angeht. … Die weitgehende Ablehnung von Beratung und Belehrung durch qualifizierte islamische Gelehrte, finde ich ausgesprochen arrogant. Sie lehnt dabei natürlich nur diejenigen Gelehrten ab, die ihren Wünschen widersprechen. Das ist ja auch menschlich, schließlich glaube ich auch nicht jedem oder jeder Gelehrten. Ihre bevorzugte “Ankara-Schule” hat mich nun aber ganz und gar nicht überzeugt. Worauf sich deren theologische Schlußfolgerungen berufen, blieb mir ein Rätsel. Sie sieht in jedem Befolgen einer islamischen Auslegung, die Pflichten des Muslims betont, ein Hindernis inder Beziehung zu Gott.

https://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/tag/beyza-bilgin/

Wie man sieht bin ich Muslima, ohne mit rheinländisch-schlesischem Migrationshintergrund, und sehr glücklich damit. Eigentlich Bremerin bin ich mit meinem türkischen Mann nach Bayern emigriert – als Wirtschaftsasylanten sozusagen.

http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/salam-aleikum/

[15] Das neue Zentrum für Islamische Theologie will dem religiösen Pluralismus in Deutschland Rechnung tragen ‒ und ein ebensolches Bild bot sich bei der feierlichen Einweihung am 16. Januar: Unter den 800 Gästen in der Neuen Aula waren Vertreter muslimischer Verbände, der christlichen Kirchen sowie jüdischer Gemeinden. Mitglieder der Universität Tübingen, Besucher aus ganz Deutschland und zahlreiche Journalisten waren gekommen. Zu Gast waren auch Bundesbildungsministerin Professor Dr. Annette Schavan, die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und ihre Kabinettskollegin Integrationsministerin Bilkay Öney; der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland, Bekir Alboğa, sowie Professor Dr. Mehmet Paçaci vom Amt für religiöse Angelegenheiten der Türkei. Aus Bosnien war Reis-ul-Ulema Dr. Mustafa Cerić, der Großmufti von Sarajevo, angereist. …

Mustafa Cerić sprach von einem mutigen Schritt: Das Zentrum für Islamische Theologie werde zu einem konstruktiven Verhältnis zwischen den Religionen sowie zwischen Europa und der muslimischen Welt beitragen. Die Etablierung der Islamischen Theologie zeige, dass es Deutschland ernst sei, mit einem Austausch der Religionen auf Augenhöhe, sagte Ministerin Bauer.

Bundesbildungsministerin Schavan sprach von einem Zeichen des Respekts voreinander und von einem Meilenstein für die Integration. „Die Universität Tübingen hat zahlreiche gute Theologen hervorgebracht, katholische wie evangelische. Ich bin mir sicher, dass auch die Islamische Theologie hier den Dialog zwischen den Religionen fördern und beeinflussen wird.“

Die Festrede hielt Professor Dr. Peter Strohschneider von der LMU München ‒ unter seinem Vorsitz hatte der Wissenschaftsrat 2010 die Empfehlung ausgesprochen, die islamisch-theologische Forschung im deutschen Hochschulsystem zu etablieren. Angesichts fortschreitender religiöser Pluralisierungsprozesse sei die deutsche Gesellschaft auf eine bessere religiöse Bildung ihrer Mitglieder angewiesen, sagte Strohschneider. Das Tübinger Zentrum werde dazu beitragen, dass der Islam „den verfassungsrechtlich, wissenschaftlich und gesellschaftlich gleichermaßen richtigen Platz im bundesrepublikanischen Universitätssystem einnehmen kann“.

http://www.uni-tuebingen.de/en/news/newsletter-uni-tuebingen-aktuell/2012/1/forschung/1.html

[16] Le 13 août 1956, le Code du statut personnel est promulgué par Habib Bourguiba en Tunisie. Une révolution pour les femmes, dont l’égalité avec les hommes est reconnue par la loi. La polygamie est alors interdite et le divorce possible. Août 2012, un projet d’article de la future Constitution tunisienne stipule que „l’État assure la protection des droits de la femme sous le principe de complémentarité avec l’homme au sein de la famille en tant qu’associée de l’homme“. Concrètement, le principe d’égalité est remis en question. Un coup dur qui – ironie du sort – survient à l’occasion du 56e anniversaire du Code.

aus: Sabrina Dufourmont: Tunisie : la femme n’est plus l’égale de l’homme

in: Le Point 09.08.2012

http://www.lepoint.fr/monde/en-tunisie-la-femme-n-est-plus-l-egale-de-l-homme-09-08-2012-1494534_24.php

« L’Etat assure la protection des droits de la femme et de ses acquis, sous le principe de complémentarité avec l’homme au sein de la famille et en tant qu’associée à l’homme dans le développement de la patrie. L’Etat garantit l’égalité des chances pour la femme dans toutes les responsabilités. L’Etat garantit la lutte contre la violence faite aux femmes, quelle qu’en soit la sorte ».

http://www.businessnews.com.tn/Tunisie—Ennahdha-r%C3%83%C2%A9duit-la-femme-au-rang-de-%C3%82%C2%AB-compl%C3%83%C2%A9mentaire-%C3%82%C2%BB-de-l%C3%82%E2%80%99homme-,520,32621,3

[17] Mazyek und Akgün seltsam vereint im rührungslosen Hinweisen auf die Beschneidungsoption Türkeiurlaub. Dass im – jenseitszentrierten! – Schariatotalitarismus auch die männliche Beschneidung die rituelle Unreinheit und damit den Teufel abhält und inschallah die Seele rettet, sieht oder sagt die einstige SPD-Islambeauftragte nicht:

Bis dahin bleibt es beim Dilemma. „Manche Familien werden zur Beschneidung häufiger in die Türkei fahren“, sagt Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. … Die frühere SPD-Islambeauftragte Lale Akgün sieht dagegen keine gewaltige Auswirkung. „Die meisten Familien fahren für den Eingriff sowieso in den Sommerferien in die Türkei und feiern den Ritus dort.“ Sie hält die Tradition für nicht zeitgemäß. „Die Beschneidung ist eine Sitte, die auch etwas Machohaftes hat. Mann-Werden unter Schmerzen. Wir sollten das Urteil als Chance nutzen und reflektieren, was wir den Jungen antun. In der Türkei gibt in intellektuellen Kreisen längst die Debatte, die Jungen nicht mehr zu beschneiden.“

aus: Beschneidungsurteil: Ärzte stoppen Eingriffe

in: Hannoversche Allgemeine 22.07.2012

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Beschneidungsurteil-Aerzte-stoppen-Eingriffe

auch als: Angst vor den Hinterzimmer-Chirurgen

in: Handelsblatt 22.07.2012

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/beschneidungsurteil-religioese-weichen-auf-die-hinterzimmer-aus/6906408-2.html

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/beschneidungsurteil-angst-vor-den-hinterzimmer-chirurgen/6906408.html

[18] Ein gläubiger Muslim braucht keine Moschee, muss nicht beharrlich fasten, Frauen dürfen immer alles, was Männer dürfen, Schweinefleisch und Alkohol unterliegen keinem Total-Tabu. Die langjährige SPD-Politikerin Lale Akgün will viel frischen Wind für den Islam, ihn aus seinem „fundamentalistischen Gefängnis“ befreien, einer modernen Religion „ohne Kopftuch, Zwangsheirat und Ehrenmord“ den Weg bahnen. In ihrem neuen Buch „Aufstand der Kopftuchmädchen“ kritisiert die Kölner Muslimin die Rolle der Imame und islamischen Verbände, „Kadavergehorsam“ in Moscheegemeinden und eine weit verbreitete „mittelalterliche Lesart“ des Koran.

„Wir modernen Muslime müssen den Islam aus den Klauen des Patriarchats befreien“, sagt die türkischstämmige Autorin der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag vor einer Buchvorstellung in Berlin am Abend. Die meisten Imame in Moscheegemeinden hierzulande sind Akgün zufolge „stramm konservativ“ und keineswegs an einer Integration ihrer Mitglieder interessiert: „Die Imame sind keine Integrationslotsen oder Brückenbauer, das ist lächerlich. Das Gegenteil ist der Fall, sie binden ihre Klientel an sich und leben davon, dass die Menschen zu allererst auf sie hören“, sagt sie.

aus: Yuriko Wahl: Frischer Wind für Islam. Eine moderne Gläubige auf dem Weg zum aufgeklärten Islam

in: Die Berliner Literaturkritik, 20.01.2011

http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/frischer-wind-fuer-islam.html

[19] Sahih Bukhari Volume 7, Book 62, Number 64,

Narrated ‚Aisha: that the Prophet married her when she was six years old and he consummated his marriage when she was nine years old, and then she remained with him for nine years (i.e., till his death).

Sahih Bukhari 5.236,

Narrated Hisham’s father: Khadija died three years before the Prophet departed to Medina. He stayed there for two years or so and then he married ‚Aisha when she was a girl of six years of age, and he consumed that marriage when she was nine years old.

Sahih Muslim Book 008, Number 3311,

‚A’isha (Allah be pleased with her) reported that Allah’s Apostle (may peace be upon him) married her when she was seven years old, and he was taken to his house as a bride when she was nine, and her dolls were with her; and when he (the Holy Prophet) died she was eighteen years old.

http://www.faithfreedom.org/Articles/sina/ayesha.htm

[20] Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden.

Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. …

An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

Vollzogen werden darf eine solche Ehe in Deutschland nicht. Das ist Missbrauch von Kindern. 2005 stieß das Jugendamt erstmalig auf eine solche Zwangsheirat. Das Ehepaar erschien sogar mit übersetzter Heiratsurkunde bei der Behörde und wollte eine neue Steuerklasse beantragen. …

Seitdem achtet das Jugendamt verstärkt auf solche Fälle. Leiter Johannes Horn: „Wir gehen sensibel vor, machen den Leuten klar, dass eine sexuelle Beziehung verboten ist. Achten darauf, dass kein gemeinsamer Haushalt geführt wird.“ …

Eine Cousine hatte das Jugendamt damals über eine angebliche Eheschließung informiert. Die Kind-„Braut“ aber stritt eine geplante Heirat ab. Sie wolle Kinderärztin werden und erst spät selbst Mutter werden. Jetzt lebt sie mit Kind und Opa in Griechenland.

Ihr Vater (31) zuckt nur die Schultern: „Ich weiß nicht, wie sie schwanger wurde. Keine Ahnung!“ …

aus: Barbara Kirchner: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby

in: Express 12.06.2008

http://www.express.de/duesseldorf/unglaublicher-fall-zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby,2858,705568.html

kennt seine Religion ziemlich gründlich: Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich

Responding to a question about parents who force their underage daughters to marry, the mufti said: ‚We hear a lot about the marriage of underage girls in the media, and we should know that Islamic law has not brought injustice to women.‘

The mufti said a good upbringing will make a girl capable of carrying out her duties as a wife and that those who say women should not marry before the age of 25 are following a ‚bad path‘.

Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,‘ said Al Sheikh, according to the Al-Hayat newspaper.

aus: It’s an injustice to NOT marry girls aged 10, says Saudi cleric

in: Daily Mail 15.01.2009

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

In der griechischen Region Thrakien dürfen muslimische Mädchen bereits mit zehn Jahren verheiratet werden. Das garantiert ein Sonderrecht. Vor kurzem wurde ein Mädchen deswegen aus Deutschland zurückgeschickt. Ein Besuch in ihrem Heimatdorf:

Draußen warten Menschen mit Formularen in der Hand. Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe. Der Mufti sagt: „Daß Zwölfjährige verheiratet werden, kommt nur alle drei oder vier Jahre vor.“ … „Wenn sie 14 ist“, verkündet ihre Mutter, „wird sie wieder zurückreisen. Nach Düsseldorf.“

aus: Uta Keseling: Das verheiratete Kind

in: Die Welt 25.02.2005

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das-verheiratete-Kind.html

Der Prophet Mohammed heiratete Aischa als diese sechs Jahre alt war und vollzog mit ihr den Geschlechtsverkeht, als sie neun Jahr alt war. Uriger Urislam der Salafiyya auch in Marokko. Mohamed Al Maghraoui, l’un des symboles de la Salafia wahhabite au Maroc, qui avait émis une fatwa autorisant le mariage d’une fille dès l’âge de 9 ans, en 2008

Le controversé religieux avait affirmé en effet que „les fillettes de 9 ans ont la capacité de se marier autant que le sont les filles âgées de 20 ans et plus“. … Le théologien qui préside l’association Addaaoua wa Sounna fi Al Coraane (Prédication et sunna dans le coran), dont le siège est basé à Marrakech, était arrivé mardi à l’aéroport de Marrakech Menara, où il était attendu par près de 300 de ses disciples.

aus: Mohamed Al Maghraoui relance sa fatwa autorisant le mariage des filles de 9 ans

in: bladi 13.04.2011

http://www.bladi.net/mohamed-al-maghraoui-mariage-filles.html

[21] Ministerium für Frauen, Familie und gesellschaftliche Entwicklung, Malaysia:

1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

Staat Malaysia, Ministerium für Frauen, Familie und Gemeinschaftsentwicklung (KPWKM – Kementerian Pembangunan Wanita, Keluarga dan Masyarakat. MWFCD – Ministry of Women, Family and Community Development) [faq: oben links Spracheinstellung English]

http://www.kpwkm.gov.my/faq

A wali (guardian) is a very important and vital aspect in a marriage. It determines whether or not a certain marriage contract (akad nikah) that has been performed is valid. …

4.2. A Wali Mujbir is regarded as the perfect wali because he has full power to endorse a marriage on behalf of everyone under his care. Although a father may marry off her virgin daughter without her consent, it is sunat (favourable) for the father to request for her consent. And the father may not act freely using his ijbar authority. He has to make sure that his actions are just and fair for the benefits of his daughter. That is why Islam has enforced 3 conditions which allow for the ijbar authority of the father to be enforced upon his daughter:

a) There is no apparent dispute between father and daughter

b) The groom must be suitable for the daughter

c) The prospect husband is capable of paying the dowry (mahar) immediately

Malaysia Department of Islamic Development (JAKIM – Jabatan Kemajuan Islam Malaysia)

http://www.islam.gov.my/sites/default/files/wali_in_islam.pdf

JAKIM Functions

FUNCTION 1: LEGISLATION AND STANDARDISATION OF ISLAMIC LAW

To streamline and implement the directives of the Council of Rulers on Islamic matters through the National Council for Islamic Affairs Malaysia;

To legislate, review and amend Islamic laws for standardisation amongst the states;

To streamline and standardise Islamic law throughout Malaysia;

To legislate act and Islamic law for the Federal territories;

To streamline the enforcement of states’ Islamic law;

To streamline fatwa and the implementation compliance.

http://www.islam.gov.my/en/jakim-functions

[22] Koran 10:100 „Niemandem steht es zu zu glauben, es sei denn mit Allahs Erlaubnis. Und Er läßt (Seinen) Zorn auf jene herab, die ihre Vernunft (dazu) nicht gebrauchen wollen.“

http://www.chj.de/Koran/Einzelsuren/Sure010.html

Keiner Seele ist es möglich zu glauben, außer mit Allahs Erlaubnis. Und Er legt den Greuel auf diejenigen, die nicht begreifen.

http://quran.com/10/100

[23] (…) Aber der menschliche Geist lässt sich nicht auf Dauer unterdrücken. Er hat das oft bewiesen, zuletzt in der Zeit der Aufklärung, als er sich „seines eigenen Verstandes bediente“ und sich aus den Ketten der Bevormundung befreite. Dennoch könnte man meinen, dass er jetzt Gefahr läuft, in seinem Sieges- und Freudentaumel zugleich auch seinen eigenen Verstand auf den Altar seiner Anbetung zu heben?!

Dem islamischen Verständnis nach ist der Konflikt zwischen weltlicher und religiöser Macht fremd. (Siehe dazu auch mein Interview in der Islambeilage des Deutschen Kulturrates: Aufklärung ist der Schlüssel zur Verständigung, im unteren Link). Alles materiale Sein ist aufgehoben in der göttlichen Allmacht. Daher ist alles was existiert, zu Gott gehörig, heilig; was bedeutet, dass eine profane, weltliche Macht nicht existiert.

Jeder einzelne Mensch ist Gottes eigenverantwortlicher Stellvertreter auf Erden mit allen ihm von Gott verliehenen Rechten und Pflichten. Im Idealfall ist weltliches Vernunftdenken und -handeln immer auch religiöses Denken und Handeln.

„Wahrlich, alles Gute wird mit dem Verstand erkannt und keine Religion hat der, der keine Vernunft besitzt.“ (Hadith)

Es gibt also auch das aufklärerische Licht der Religionen. Wenn dies jedoch erlischt, wird der Glaube auf eine Art von privatem Seelentröster ohne Auswirkung auf die gelebte gesellschaftliche Realität reduziert.

aus: Aiman Mazyek: Das aufklärerische Licht der Religion

in: Islam (ZMD) 28.12.2012

http://www.islam.de/21630

[24] Aus der schiitischen Hadithsammlung „Erlesenheit der Verstandestätigkeiten“ Tuhaful Uqool (Tuḥafu l-ʿUqūl) des al-Ḥarrānī

‘Verily all good is grasped through the intellect, and the man devoid of intellect has no religion.’

http://www.darolhadith.com/modules.php?name=my_AlfabetMenu&vid=245&scid=9

Tuhaf al-Uqoul (the Masterpieces of the intellect)

Abu Mohammed al-Hasan bin al-Hussein bin Shu’ba al-Harrani

http://www.amazon.co.uk/al-Uqoul-masterpieces-intellect-al-Hussein-al-Harrani/dp/B00AO6TF4C

Schiitische Hadithforschung

http://www.darolhadith.com/modules.php?name=my_AlfabetMenu&vid=245&scid=9

al-Ḥasan Ibn-ʿAlī al-Ḥarrānī, ʿAlī Akbar al-Ġaffārī

http://books.google.de/books/about/Tu%E1%B8%A5af_al_uq%C5%ABl_an_%C4%81l_ar_Ras%C5%ABl_%E1%B9%A3all.html?id=ugeLtgAACAAJ&redir_esc=y

55.Al-harrani, Tuhaf al-Uqul, 4th c.

http://www.darolhadith.com/modules.php?name=Content&pa=byPage&pid=251

Instrumental Intellect in Islamic Tradition

Reza Berenjkar

University of Tehran

http://www.bu.edu/paideia/existenz/volumes/Vol.7-1Berenjkar.pdf

Reason and Inspiration in Islam: Theology, Philosophy and Mysticism in Muslim Thought: Essays in Honour of Hermann Landolt

herausgegeben von Hermann A. Landolt, Todd Lawson

http://books.google.de/books?id=Bq9zSbNr8gIC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

revolutionär gegenmodern als Schmieröl der Islamisierung einsetzbar sind die Asbābi n-Nuzūl, die Offenbarungsanlässe:

Asbāb al-Nuzūl

By: Alī ibn Ahmad al-Wāhidī

2008 Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought Amman, Jordan

http://www.altafsir.com/Books/Asbab%20Al-Nuzul%20by%20Al-Wahidi.pdf

[25] Schiitisches Hadithbeispiel nach den Tuḥafu l-ʿUqūl, eigentlich ein sehr lebensweises Wort:

An ignorant will trouble you if you socialize with him. He will blame you if you stay away from him; he will mention it if he grants you something; he will be ungrateful if you grants him something; and if you trust him with your secrets, he will misuse your trust. [Tuhaf ul-Uqool, p.28]

http://www.erfan.ir/19287/book/

The great Ustād Husayn Ansāriān

scholar, Ustād („master“) Husayn Ansāriān was born in this city in 1323/1944. His father descended from the household of Hāj Shaykh, recognized as a renowned household who rendered great services to the Islamic faith and produced scholars of high ranks. The late grand Ayatollah Shaykh Mūsā Ansāriān (Khānsārī), whose erudition and piety is well-known to scholars, belongs to the same family. … Since childhood, Ustād Ansāriān was intimately acquainted with divine figures, … Ustād Ansāriān received his seminary education at the scholarly centers in Tehran and Qom. … So far, he has been fulfilling his divine duties for more than thirty years and the fruits of his obligation to stay in Tehran have been approximately 4,000 recorded novel lectures and sermons and more than 40 books (approximately 80 volumes).

http://www.erfan.ir/article/article.php?cat=217

[26] Zwei Tage zuvor hatte die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung die Islamkritikerin Necla Kelek geehrt. Die Vergabe des Freiheitspreises an eine „einschlägig bekannte Islamhasserin“, schreibt Mazyek, sei „nur ein erneutes Beispiel einer verfehlten Politik, von der ich mich distanziere“. … In der FDP-Zentrale hieß es, man kenne den Brief noch nicht. In einem früheren Gespräch habe Generalsekretär Christian Lindner Mazyek angeboten, am Grundsatzprogramm mitzuarbeiten.

aus: Aiman Mazyek kritisiert lässt FDP-Mitgliedschaft ruhen

in: Der Tagesspiegel 19.11.2010

http://www.tagesspiegel.de/politik/zentralrat-der-muslime-aiman-mazyek-kritisiert-laesst-fdp-mitgliedschaft-ruhen/2893770.html

alles etwas angeblich? Mit genauen Angaben pflegt Allahs Bodenpersonal einen großzügigen Umgang, vielleicht ist auch ein Mäuschen auf die PC-Tastatur gehüpft

„Demokratie ist gegenwärtig die beste Staatsform“ – Interview von Annette Rollmann mit Aiman Mazyek auf islam.de, angeblich aus Das Parlament 12/2007.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aiman_Mazyek

[27] revolutionär gegenmodern als Schmieröl der Islamisierung einsetzbar sind die Asbābi n-Nuzūl, die Offenbarungsanlässe:

The various levels of interpretation along with their typical problems are listed below in order of increasing hermeneutical complexity:

Lexical: What is the meaning of a particular word?

Intra-Versal/Sentential: Who or what is the referent of a particular pronoun?

Inter-Versal/Pericopal: What is the relation between verses? Do they constitute a single meaning/unit of thought, or are they distinct?

Narratological („Qissaic“): What is the story being told? Why do the characters in it react in the way they do?

Historical/Ethnological: What events or personages are being described? What cultural practices are being reported and how do they relate the jāhilī scene?

Legal („Hukmic“): What are the legal implications of a particular verse and how do these relate to the remaining corpus of Islamic holy law? Is the ruling limited in scope to the circumstances or even unique instant in which it was revealed, or does it define a general principle with broad applicability?

http://en.wikipedia.org/wiki/Asbab_al-nuzul

Asbāb al-Nuzūl

By: Alī ibn Ahmad al-Wāhidī

2008 Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought

Amman, Jordan

Yousef Waleed Meri aus dem jordanischen Amman meint als der Herausgeber der Serie:

The Great Tafsirs of the Holy Qur’an project (www.altafsir.com) of the Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought, Amman, Jordan (www.aalalbayt.org) is pleased to make available for the first time ever in English translation one of the most significant works in the branch of the Qur’anic sciences (‘ulum al-Qur’an) known as “asbab al-nuzul” — the occasions, reasons, and contexts for the Revelation of the Holy Qur’an. The present work by ‘Ali ibn Ahmad al-Wahidi, (d. 468/1075) Asbab al-Nuzul is the earliest and best-known representative work of this genre. For most of the Qur’an, the exact occasions and contexts of Revelation were not preserved in the historical record. However, for those that have been, the original context of the revelation of a particular verse of the Qur’an will aid the reader in better understanding the historical context of the revelation and the issues that confronted the Prophet Muhammad and the nascent Muslim community. Such issues as the relations between Muhammad and the Jews and Christians are highlighted herein. The reader will also discover details about the relationship of Muhammad to various individuals such as from among the Companions and Followers, groups and tribes such as the Aws and Khazraj, and also to the Ummah which give insight into his prophetic mission, his personal qualities and attributes — such as his exemplary humility and generosity, his relationship to his enemies, his conduct of war, how he dealt with false allegations of infidelity against his favourite wife ‘A’ishah, to cite but a few examples.

Im Vorwort heißt es:

Another well-known and popular work in this genre is Lubab al-Nuqul fi Asbab al-Nuzul of Jalal al-Din al-Suyuti (d. 911/1505). This work might be considered a slight improvement on the classic contribution of al-Wahidi. It contains a few additional narrated materials not included in al-Wahidi’s work. Lubab al-Nuqul fi Asbab al-Nuzul may also claim an added advantage over Asbab al-Nuzul of al-Wahidi in that the contents of the latter have been thoroughly edited by al-Suyuti. However, even though Jalal al-Din al-Suyuti wrote his book more than four centuries after the death of al-Wahidi, and despite being more expert in Hadith than his predecessor, his Lubab al-Nuqul contains drawbacks, some of which he had himself pointed out in the work of al-Wahidi.

http://www.altafsir.com/Books/Asbab%20Al-Nuzul%20by%20Al-Wahidi.pdf

Through Asbab al-Nuzul he sees that 16:90 was revealed about the brotherhood pact between the first Muslims from Mecca (Muhajirun) and the helping community in Medina (Ansar) through which they obliged each other to share everything equally.

http://unity1.wordpress.com/2013/02/24/a-13th-century-moroccan-sufi-on-the-hadith-of-the-73-sects/

[al-]Wāḥidī, Abū al-Ḥasan ʿAlī ibn Aḥmad, d. 1075 or 6.

Asbāb al-nuzūl.

al-Qāhirah : Muʿassasat al-Ḥalabī, 1968

http://www.worldcat.org/title/asbab-al-nuzul/oclc/16965403&referer=brief_results

http://www.worldcat.org/search?q=au%3AWa%CC%84h%CC%A3idi%CC%84%2C+Abu%CC%84+al-H%CC%A3asan+%CA%BBAli%CC%84+ibn+Ah%CC%A3mad%2C&qt=hot_author

Asbab an-Nuzul von Naisaburi (1075)

Offenbarungsanlässe (Asbab an-Nuzul) von al-Wahidi an-Naisaburi (gest. 468 n. H.)

Wahidi (gest. 468 n. H./1075 n. Chr.), einer der besten klassischen Wissenschaftler auf dem Gebiet von Asbab an-Nuzul betont: „Das Wissen vom Tafsir der ajat ist nicht möglich, ohne dass man sich mit ihren Geschichten und der Erklärung (der Gründe) für ihre Offenbarung beschäftigt.“

Asbab al-nuzul, von al-Wahidi al-Nisaburi, Kairo 1968, Seite 4.

http://www.hadielislam.com/de/index.php?pg=article&id=4248

[28] Andrew Rippin, Professor of Islamic History Specialist in the Qur’an and the history of its interpretation

http://web.uvic.ca/~arippin/

Specialty: Formation of Islamic civilization, especially 7th to 12th centuries in the Arab world.

I joined UVic History in 2000 as Dean of the Faculty of Humanities at the University of Victoria, a position which I vacated in 2010. My PhD dissertation from McGill University (1981) was on the Quranic “occasions of revelation” material. My research into the formative period of Islamic civilization in the Arab world, as well as the history of the Qur’an and its interpretation, has resulted in numerous publications, a selection of which are collected in my book The Qur’an and its interpretative tradition published in 2001. I am also the author of the textbook Muslims, their religious beliefs and practices, first published 1990 and now appearing in its 4th edition. I was elected a Fellow of the Royal Society of Canada in 2006.

http://www.uvic.ca/humanities/history/people/faculty/rippin.php

[29] „Hence, this Islamic covenant, the shari’ah, is perpetual, it is not negotiable and it is not terminable. It is perpetual because it is God’s infinite (azalī) word in the past; it is not negotiable because it has a power to enforce obedience; and it is not terminable because it is infinite (abad) into the future. … The fiqh (Islamic applied law) is not the sharıah. Rather, it is a particular understanding of the shari’ah. Thus, the fiqh (understanding) of the shari’ah of a particular person or group is not perpetual, it is negotiable and it is terminable. The shari’ah is the perpetual principle on the basis of which each and every generation of Muslims has the right and the duty to make judgments about good and evil, right and wrong, in the context of its time and space in accordance with its own experience. Hence, the shari’ah is the Muslim’s authority in morals, coupled with the authority in faith, the shahadah.“

aus: Mustafa Cerić: ‚The challenge of a single Muslim authority in Europe,‘

in: European View, 2007, 6, p. 41-48.

http://www.maslaha.org/islamic-answers/glossary/fiqh

http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=139&t=13836

[30] Eher ohne Argumente hetzt Schariafreund Dr. Jochen Möller (ufuq) gegen die mutige Frauenrechtlerin Seyran Ateş und trägt entspannt dazu bei, die muslimischen Mädchen Berlins in den Kerker des Schariagehorsams einzumauern:

Dem könnten die 16- bis 18-jährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines von der bpb veranstalteten Workshops in einem Gymnasium in Berlin durchaus zustimmen. Zusammengekommen sind hier überwiegend sehr religiöse Schülerinnen aus meist bildungsfernen türkischen oder arabischen Familien, die nicht damit einverstanden sind, dass Jungen Freiheiten genießen, die ihnen vorenthalten bleiben. Allerdings fordern sie diese Freiheiten nicht für sich – vielmehr erwarten sie auch von den Jungen mehr Zurückhaltung.

Denn Sex vor der Ehe, das steht für sie fest, ist eine große Sünde, und nicht wenige Mädchen verbinden mit einem Verstoß gegen diese Norm die Angst vor der Hölle. Ein Hadith (ein dem Propheten zugeschriebener Ausspruch) dazu ist allen Jugendlichen im Workshop ein Begriff: „Wenn ein Mann und eine Frau alleine in einem Raum sind, ist der Teufel immer der Dritte“. Sie verstehen das als Verbot, sich mit Angehörigen des anderen Geschlechts alleine zu treffen.

aus: Jochen Möller: „Der Teufel ist immer der Dritte“. Ein Workshop mit Jugendlichen zur Sexualität und freien Partnerwahl

hier auf: bpb (Ersterscheinungsort bei ufuq, siehe unten)

http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/jugendkultur-islam-und-demokratie/65208/sexualitaet-und-freie-partnerwahl

zuerst erschienen in: „Jugendkultur, Islam und Demokratie“, Ausgabe Nr. 16/März 2010. (p 9), bemerkenswert islamkonsequent (demokratiegefährdend) der ebenso tatsachennahe wie rührungslose Folgeartikel (pp 10-12, Fatwas für Europa. Dürfen Muslime bei McDonald’s arbeiten?) über den radikalen Scheich Yusuf al-Qaradawi und seinen ECFR.

http://www.ufuq.de/pdf/Newsletter-16-2010.pdf

Ein Mann befindet sich nie allein mit einer Frau, ohne dass nicht der Teufel sich als dritter zu ihnen gesellt. Hadith (Tirmidhi)

Die Frau, die sich parfümiert, und an Leuten vorbeigeht, damit sie ihren Duft vernehmen, begeht Ehebruch. Und jedes Auge begeht Ehebruch. Hadith (Nasai)

http://www.dihorst.de/downloads/ehe—koran-und–bibel.pdf

Hadith – Ahmad and Al-Tirmidhi 3118, Narrated Umar ibn al-Khattab(r.a.), Tirmidhi transmitted it. The Prophet(sallallahu alaiyhi wasallam)said, “Whenever a man is alone with a woman the Devil makes a third.”

http://www.islamicity.com/forum/printer_friendly_posts.asp?TID=19608

„Whenever a man is alone with a woman the Devil makes a third.“

http://muttaqun.com/dating.html

Le Prophète (bénédiction et salut soient sur lui) a dit : « Attention ! Chaque fois qu’un homme reste en tête-à-tête avec une femme Satan devient leur troisième » (rapporté par at-Tirmidhi (2165 et déclaré authentique par al-Albani dans Sahih at-Tirmidhi).

http://islamqa.info/fr/ref/84089

“Si un homme et une femme se trouvent seuls en un endroit, la troisième personne présente est le démon” Mahomet

http://profbof.com/islam/femmecoran.htm

[31] Die zweite Versammlung der von Wolfgang Schäuble in die Welt gesetzten “Islam-Konferenz” [Anm.: nicht die Konferenz selbst] tagte ausgerechnet am 9. November 2006 in der ehemaligen SS-Kaserne (heute: Amt für die Nicht-Anerkennung von Flüchtlingen) an der Nürnberger Frankenstraße [Anm.: dort in Nürnberg ist die Geschäftsstelle der Deutschen Islamkonferenz angesiedelt, s. u.]. Säkulare Exil-Iraner, Angehörige der Arbeiterkommunistischen Partei Irans, demonstrierten vor dem Gebäude u.a. dagegen, dass Vertreter islamischer Organisationen für sie, als Menschen, die vor dem Islam geflohen sind, sprechen dürfen, weil ihr Herkunftsland ein islamisches ist.

Quelle: AG Kritische Theorie (Nürnberg), Nürnberg, 9. November 2006

http://kritischetheorie.wordpress.com/pamphlete/islamkonferenz-in-nurnberg/

Geschäftsstelle der Deutschen Islam Konferenz

Seit Gründung des Gremiums zum Dialog zwischen Staat und Muslimen durch den damaligen Innenminister, Dr. Wolfgang Schäuble, im Jahr 2006, ist die Geschäftsstelle der Deutschen Islam Konferenz (DIK) im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angesiedelt.

Frankenstraße 210

90461 Nürnberg

http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/Aufgaben/GeschaefsstelleDIK/geschaefsstelledik-node.html

Die Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust an den europäischen Juden im Machtbereich der Nationalsozialisten mündete.

http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938

[32] Akgün: Ich verlange, dass der Innenminister die deutsche Islamkonferenz sofort einstellt. Denn sie ist eine Zusammenkunft mit genau den organisierten Leuten, die zum Teil dieser islamisch-autoritären Lebensweise nachhängen und nicht den liberalen Islam vertreten.

aus dem Interview mit Islamverharmloserin Lale Akgün: „Wir brauchen eine andere Integration“

in: Berliner Morgenpost 21.12.2007

http://www.mopo.de/news/interview-dr–lale-akguen–wir-brauchen-eine-andere-integration-,5066732,5634180.html

Hier kein Herumreden und Akgünsches Islamverharmlosen, sondern Klartext: Petition:

Nein und nochmal nein!

http://www.petitiononline.com/dreinein/petition.html

[33] Ein Hauch von Selbstkandidatur, Lale Akgün (SPD) empfiehlt sich indirekt für das Amt der Bundespräsidentin

Daher ist es nur folgerichtig, wenn die Eliten unseres Landes die Bevölkerungsstruktur in Zukunft besser widerspiegeln werden, als sie dies bisher tun. Natürlich sollten dann Ministerpräsidenten, Bundesministerinnen oder eine Bundespräsidentin mit türkischen, russischen oder polnischen Wurzeln kein Problem mehr für unsere Gesellschaft sein (um nur die größten Einwanderergruppen zu nennen).

aus: Lale Akgün: Bundespräsidentin mit türkischen Wurzeln

als Gastbeitrag in: FAZ 22.01.2009

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-z-gastbeitrag-bundespraesidentin-mit-tuerkischen-wurzeln-1753298.html

Ein Jahr, ein Monat, ein Tag später, also 1–1–1, islamsymbolisch vielleicht zu Sure 9? Dort gibt es Vers 111: They fight in the cause of Allah, so they kill and are killed. Sie kämpfen für Gottes Sache. Sie töten und werden getötet auf dem Schlachtfeld.

http://quran.com/9/111

Pierre Vogel in Koblenz, Mai 2011. Der Islam an sich ist gut. Sagt am selben Ort auch die herbeigeeilte Mufti Lale, vgl. die nächste Quelle.

Zuvor hatte Pierre Vogel seine Redezeit genutzt, um von einer „unerträglichen Kampagne von Medien und Politik gegen uns und den Islam“ zu sprechen. Den Medien warf er vor, mit einem Lügengebilde Stimmung gegen ihn und seine Anhänger zu machen. „Vielen Dank an die Gerichte, die uns Recht gegeben haben“, sagte der charismatische Vogel, der sich, rhetorisch geschult, in die Opferecke stellte. Hass und Gewalt lehne er strikt ab. Vogel gehe es lediglich darum, den Islam zu verkünden und „Menschen auf den richtigen Weg“ zu bringen. Unterstützt wurde er dabei von Abdur Raheem Green, einem islamistischen Prediger aus England.

Aus: Tobias Lui: Kein Ärger bei Kundgebung von Islamistenprediger Pierre Vogel in Koblenz

in: Rhein-Zeitung 30.05.2011

http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Kein-Aerger-bei-Kundgebung-von-Islamistenprediger-Pierre-Vogel-in-Koblenz-_arid,255620.html

Pierre Vogel geht, Lale Akgün kommt. Und bestätigt: Islam an sich ist gut. Koblenz 2011, Hochschulgemeinde der Universität. Das Umfeld der radikalen Lifemakers (gegründet vom Prediger und einstigen ägyptischen Muslimbruder Amr Khaled, der von Dschidda aus arbeitet) war als Islamische Studierende in Koblenz (ISK) offiziell in die Koblenzer Uni-Homepage integriert – keine Silbe dazu von Frau Akgün.

Die Deutsch-Türkin ist an die Koblenzer Uni gekommen, wo die Katholische Hochschulgemeinde den christlich-islamischen Dialog mit einer Veranstaltungsreihe pflegt. Akgün, die von 2002 bis 2009 Kölner Bundestagsabgeordnete (SPD) war und das nordrhein-westfälische Zuwanderungszentrum aufgebaut hat, liest aus ihrem Buch „Aufstand der Kopftuchmädchen – Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus“ und diskutiert dies anschaulich und geistreich mit den gut 35 Zuhörern. …

Die zweite These: Der Koran schreibt wenig vor. Die Autorin hat nachgelesen und räumt mit gleich mehreren gängigen Klischees auf: Die Kleidung muss laut Koran nicht verhüllen, sondern für Frauen wie Männer angemessen sein (am Strand also Badeanzug!); Sex vor der Ehe ist nicht verboten, nur einen ethischen Umgang sollen Paare pflegen; Alkohol ist erlaubt. Ein junger Zuhörer mit türkischem Namen kann das kaum glauben. Akgün klärt auf: „Man darf bloß durch den Alkoholgenuss nicht andere belästigen!“ Wie viel er verträgt, muss also jeder selbst entscheiden.

Die dritte These: Der Islam muss zeitgemäß interpretiert werden. So wie jede Religion. In Akgüns Augen bleibt Glaube nur dadurch lebendig, dass man fragt, „was kann er mir heute geben?“ So wurde der Koran Mohammed zwar bereits im 7. Jahrhundert offenbart. Doch war der Prophet damals ein „Reformkopf“, betont Akgün, und wer heute bewusst in langen Gewändern herumlaufe wie er damals, der beleidige ihn. …

Zum Schluss appelliert sie an die Vernunft, die dem Koran genauso wie der westlichen Demokratieidee innewohnt.

aus: Lale Akgün weist den Islam in seine Schranken

in: Rhein-Zeitung 08.07.2011

http://www.rhein-zeitung.de/region/koblenz_artikel,-Lale-Akguen-weist-den-Islam-in-seine-Schranken-_arid,273880.html

http://www.rhein-zeitung.de/region/koblenz_artikel,-Lale-Akguen-weist-den-Islam-in-seine-Schranken-_arid,273880_arpage,2.html#articletop

Koblenz 2013, wenn auch HS und nicht UNI, so sind doch alle drei friedlich vereint: ESG, HSG und ISK

http://www.hs-koblenz.de/Studentenorganisationen.1348.0.html

auf p 15 noch im November 2010 erwähnt: ISK, den Vorsitz hatte Adi Prasojo inne

http://www.uni-koblenz-landau.de/ipz/medien/dateien/informationen_internationale

Lifemakers Rosenheim: Spielplatz – Lebensraum für die ganze Familie

ISK2006Koblenz

http://www.youtube.com/watch?v=ufikacUwQPM

DAAD-Preis für Adi Prasojo – Indonesier erhält Auszeichnung für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an der Fachhochschule Koblenz

Adi Prasojo kam 2006 nach Deutschland. Nach einem Sprachkurs und dem Besuch des Studienkollegs in Hamburg begann er im Wintersemester 2007/08 sein Studium der Mechatronik an der Fachhochschule Koblenz. Neben seinen guten Studienleistungen fällt der Indonesier durch sein soziales Engagement in vielen Bereichen auf. So unterstützte er Professoren des Fachbereichs Ingenieurwesen 2008 bei einer Kinder-Uni-Vorlesung zum Thema Windenergie oder beteiligte sich mehrfach an der Betreuung des Koblenzer Solarbootcups. Als Vorsitzender der Islamischen Studierendengemeinde war Adi Prasojo maßgeblich an der Einrichtung des Gebetsraumes „Raum der Stille“ beteiligt, der den Studierenden der FH Koblenz seit 2010 als Rückzugsort für Gebet und Meditation zur Verfügung steht. Gemeinsam mit dem Akademischen Auslandsamt kümmert der angehende Ingenieur sich um die Betreuung von ausländischen Studierenden.

http://www.kooperation-international.de/detail/info/daad-preis-fuer-adi-prasojo-indonesier-erhaelt-auszeichnung-fuer-hervorragende-leistungen-auslaend.html

Filmprojekt: „Religiöse Gemeinschaften in Koblenz“

Die ganze Welt ist ein Gebetsraum. Ein Tag mit Adi Prasojo [Islam] [2010]

Melanie Börder / Anne Busch / Rebecca Röder / Annika Vogel (12:30 Min.)

http://m.uni-koblenz-landau.de/koblenz/fb2/ik/studentische-initiativen/medienpraxis/filmprojekt

Islam in der Rechtsprechung Rechtsphilosophische Ringvorlesung startet am 1. Februar 2011 am Campus Koblenz

Vor dem Hintergrund der Frage nach der Integration muslimischer Mitbürger in Deutschland erläutert der Vortrag die rechtlichen Grundlagen der Religionsfreiheit und Bedeutung staatlicher Neutralität in Religionsfragen. Im Zentrum steht die Diskussion aktueller Fälle aus der Rechtsprechung zu Themen wie dem Kopftuch in Schulen oder dem Bau von Moscheen. Schließlich geht es auch um die Grenzen der Toleranz und mögliche Gefährdungen unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Über den Islam in der Rechtssprechung spricht Dagmar Wünsch, Vorsitzende Richterin am OVG Koblenz, im Rahmen der rechtsphilosophischen Ringvorlesung. Der Vortrag findet am Dienstag, 1. Februar 2011 ab 18 Uhr am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau, Universitätsstraße 1

http://www.uni-koblenz-landau.de/koblenz/aktuelles/archiv-2011/Islam%20in%20der%20Rechtsprechung/?searchterm=Islam

Facebook-Konto der ISK (Islamische Studierende in Koblenz, ehedem um Safiye Ilhan von den Lifemakers Rosenheim)

https://www.facebook.com/pages/Islamische-Studierende-in-Koblenz-ISK/163031713778877

Koblenz 2011, erst Pierre Vogel, dann Lale Akgün, den Islam finden beide prima. Drei Jahre eher durfte Kalifatstheoretiker Murad Wilfried Hofmann an der Uni Koblenz sprechen, es lebe der interreligiöse Dialog im Allgemeinen und die Toleranz der Koblenzer Hochschulgemeindearbeit im Besonderen:

Ringvorlesung: KRIEGE FALLEN NICHT VOM HIMMEL. – Das Friedenspotential der Religionen

In jüngster Zeit werden (vor allem die monotheistischen) Religionen zunehmend mit Intoleranz und Gewalt in Verbindung gebracht und für die Zunahme von Konflikten verantwortlich gemacht. Dabei gerät die besondere Verantwortung von Judentum, Christentum und Islam für eine gerechte Entwicklung und den Frieden in der Welt aus dem Blick. Die an der Universität Koblenz bestehenden Gemeinden ESG (Evangelische Studierendengemeinde), KHG (Katholische Hochschulgemeinde) und ISK (Islamische Studierende Koblenz) veranstalten in Kooperation mit der Universität Koblenz zu dieser Problematik eine Ringvorlesung, die sich aus Sicht des Judentums, des Christentums und des Islams der Frage stellt: Inwieweit verhindern oder fördern die Religionen das friedliche Zusammenleben der Menschen?

Den Auftakt macht am Dienstag, dem 22. April 2008 um 18.15 Uhr der jüdische Theologe Frederek Musall von der Ignatz-Bubis-Stiftungsprofessur für Religion, Geschichte und Kultur des europäischen Judentums in Heidelberg.

Vierzehn Tage später, am Dienstag, dem 6. Mai 2008, spricht der muslimische Autor Dr. Murad W. Hofmann (Bonn) zum Thema „Friedensverantwortung aus muslimischer Perspektive“.

Den Abschluss bildet – wieder zwei Wochen später – am Dienstag, dem 20. Mai 2008, die evangelische Theologin Dr. Ulrike Baumann mit dem Thema „Friedensverantwortung aus christlicher Perspektive“.

Alle Vorträge beginnen jeweils um 18.15 Uhr und finden im Raum E 312 auf dem Campus der Universität Metternich statt.

http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?SID=CRAWLER&MODULE=Frontend&ACTION=ViewPage&Page.PK=3831

[34] In den zwei Jahren 2009 und 2010 sind insgesamt sieben Marokkanerinnen gemäß Artikel 475 marokkanisches Strafgesetzbuch an ihren Vergewaltiger verheiratet worden:

A paragraph in Article 475 of the penal code allows those convicted of corruption or kidnapping of a minor to go free if they marry their victim. The practice was encouraged by judges to spare family shame.

Last March, 16-year-old Amina al-Filali poisoned herself to get out of a seven-month-old abusive marriage to a 23-year-old she said had raped her.

Her parents and a judge had pushed the marriage to protect family honour. The incident prompted calls for the law to be changed.

The traditional practice can be found across the Middle East and also in countries including India and Afghanistan, where the loss of a woman’s virginity out of wedlock is a huge stain on the honour of the family or tribe.

While the age of marriage in Morocco is officially 18, judges routinely approve much younger unions in this deeply traditional country of 32 million with high illiteracy and poverty.

aus: Morocco to axe law allowing rapists to go free if they marry their victim

in: the guardian 23.01.2013

http://www.guardian.co.uk/world/2013/jan/23/morocco-law-rapists-marry

vergewaltigt als Fünfzehnjährige:

Amina El Filali

http://fr.wikipedia.org/wiki/Amina_El_Filali

[35] La polygamie – Tout en restant autorisée, elle devient plus difficile. Le consentement de la première épouse devient obligatoire. Elle n’est pas abolie mais elle est soumise à des conditions strictes.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Moudawana

[36] Die CEM AAF beurteilt die Einführung eines Versetzungsfaches „Alevitischer Religionsunterricht“ an deutschen staatlichen Schulen zwar als positiv. Problematisch ist jedoch, dass eine Religionsgemeinschaft nach ihrer Anerkennung als solcher theoretisch sich vom islamisch geprägtem Alevitentum (dem reinen Islam), wie es derzeit überwiegend verstanden wird, abwenden kann. Insbesondere ist es kontraproduktiv, wenn jede größere alevitische Gemeinde „Religionsunterricht“ erteilen könnte. Daher wäre eine „Zentralinstanz“ bestehend aus Vertretern größerer Gemeinden sinnvoll. Wünschenswert ist es, den alevitischen Glauben zu Lehren ohne ihn vom Islam als Religion abzukoppeln. Dies bedeutet im Ergebnis die Wahrnehmung grundrechtlich gewährleisteter Rechte. Wichtig wäre es vielleicht gewesen, mit der Einführung eines „Religions“unterrichtes abzuwarten, da sich die Aleviten noch in einem „Selbstfindungsprozess“ befinden. Eine Gemeinde, die vorhat alevitischen Religionsunterricht zu erteilen, hätte dies im Einvernehmen mit den übrigen alevitischen Religionsgemeinschaften gestalten müssen. Dies ist jedoch nicht geschehen. Das System in Deutschland, nach der der Unterricht nur von Religionsgemeinschaften gegeben werden kann, wird möglicherweise zu einer Spaltung der Aleviten in Deutschland führen.

Es bestehen keine organisatorischen Verbindungen der CEM AAF zur Cem Stiftung, da die CEM AAF durch den gemeinsamen Willen der Mitgliedsgemeinden in Deutschland zur Entstehung kam.

Übereinstimmungen betreffend der Cem Stiftung bestehen jedoch insbesondere auf dem Gebiet des Glaubens (Stichwort: Das Alevitentum als reine Form des Islams). Die CEM AAF wird hierüber hinaus von der Cem Stiftung unterstützt.

http://www.cemfederasyonu.org/almanca_yazi_devam.asp?id=116

[37] Es hat zahlreiche Versuche der „Sunnitisierung“ von Aleviten und blutige Übergriffe gegeben, wie etwa den Brandanschlag am 1.7.1993 in Sivas, bei dem 37 alevitische Künstler und Schriftsteller ums Leben kamen. Ausgrenzungen und Übergriffe gehörten zu den Gründen, weshalb Aleviten ihren Glauben lange Zeit verbargen, so dass auch ihre Lehren erst langsam wieder entwickelt werden müssen. Seit 1997 versucht die aus der Türkei stammende staatsnahe Cem-Stiftung auch in Deutschland, die Aleviten zum Sunnitentum zurückzuführen und tritt damit in Konkurrenz zur AABF. Die Cem-Stiftung soll 10 Vereine und 1000 Mitglieder unterhalten.

aus: B. Schmalenberger: Islamische Verbände: Was sie sagen und was sie denken (25.03.2005)

hier auf: Sicherheit-Heute

http://demo.ebiz-today.de/gesellschaft/personen,141,Islamische_Verbaende_Was_sie_sagen_und_was_sie_denken,news.htm

Brandanschlag von Sivas

http://de.wikipedia.org/wiki/Brandanschlag_von_Sivas

Sivas massacre

http://en.wikipedia.org/wiki/Sivas_massacre

[38] Islamschönschwätzerin Riffat Hassan geht ungefähr so heran: der Westen ist anders als der Orient, der Islam ist noch einmal ganz anders, aber der Koran ist und bleibt die Magna Charta aller Menschenrechtserklärungen, denn Allah will Gerechtigkeit und Glück für alle. Wenn heute im Islam irgendwo Ungerechtigkeit oder Ungleichheit auftritt, dann liegt das nicht am Islam, sondern an der schlimmen patriarchalischen Kultur. Der Okzident (The West) begafft den Islam verständnislos und überblickt ihn nicht, was ja vielleicht an der ungeheurer Komplexheit und Vielfalt (complexity and diversity) des Islam liegt. Und ach ja, in jeder Koransure lesen wir doch: Allah will Harmonie, Gutes Leben, Gleichheit, einfach toll ist das, Schluss mit der westlichen Propaganda against Islam and Muslims, gegen den Islam und die Muslime!

Since the nineteen-seventies there has been a growing interest in the West in Islam and Muslims. Much of this interest has been focused, however, on a few subjects such as „Islamic Revival,“ „Islamic Fundamentalism,“ „The Salman Rushdie Affair,“ and „Women in Islam,“ rather than on understanding the complexity and diversity of „the World of Islam.“ Not only the choice of subjects which tend to evoke or provoke strong emotive responses in both Westerners and Muslims, but also the manner in which these subjects have generally been portrayed by Western media or popular literature, calls into question the motivation which underlies the selective Western interest in Islam and Muslims. It is difficult to see this interest as being positively motivated given the widespread negative stereotyping of Islam and Muslims in the West.

Though there are a number of Americans who had not paid any serious attention to Islam or Muslims until the Arab oil embargo of 1973 or the Iranian Revolution of 1979, propaganda against Islam and Muslims is nothing new in the West. It is as old as the first chapter of Islamic history, when the new faith began to move into territories largely occupied by Christians. …

General Rights

A. Right to Life

The Qur’an upholds the sanctity and absolute value of human life and points out that, in essence, the life of each individual is comparable to that of an entire community and, therefore, should be treated with the utmost care.

B. Right to Respect

The Qur’an deems all human beings to be worthy of respect because of all creation they alone chose to accept the „trust“ of freedom of the will. Human beings can exercise freedom of the will because they possess the rational faculty, which is what distinguishes them from all other creatures. Though human beings can become „the lowest of the lowest“, the Qur’an declares that they have been made „in the best of moulds“, having the ability to think, to have knowledge of right and wrong, to do the good and to avoid the evil. Thus, on account of the promise which is contained in being human, namely, the potential to be God’s vicegerent on earth [Anm.: Stellvertreter Allahs, Kalif, ist nicht der Mensch an sich, sondern nur der Muslim – und zwar nur der männliche Muslim], the humanness of all human beings is to be respected and considered to be an end in itself.

C. Right to Justice

The Qur’an puts great emphasis on the right to seek justice and the duty to do justice. In the context of justice, the Qur’an uses two concepts: „‚adl“ and „ihsan“. Both are enjoined and both are related to the idea of „balance“, but they are not identical in meaning. …

Woman and man, created equal by God and standing equal in the sight of God, have become very unequal in Muslim societies. The Qur’anic description of man and woman in marriage: „They are your garments/ And you are their garments“ (Surah 2: Al-Baqarah: 187) implies closeness, mutuality, and equality. However, Muslim culture has reduced many, if not most, women to the position of puppets on a string, to slave-like creatures whose only purpose in life is to cater to the needs and pleasures of men. Not only this, it has also had the audacity and the arrogance to deny women direct access to God. It is one of Islam’s cardinal beliefs that each person -man or woman- is responsible and accountable for his or her individual actions. How, then, can the husband become the wife’s gateway to heaven or hell? How, then, can he become the arbiter not only of what happens to her in this world but also of her ultimate destiny? Such questions are now being articulated by an increasing number of Muslim women and they are bound to threaten the existing balance of power in the domain of family relationships in most Muslim societies.

However, despite everything that has gone wrong with the lives of countless Muslim women down the ages due to patriarchal Muslim culture, there is hope for the future. There are indications from across the world of Islam that a growing number of Muslims are beginning to reflect seriously upon the teachings of the Qur’an as they become disenchanted with capitalism, communism and western democracy. As this reflection deepens, it is likely to lead to the realization that the supreme task entrusted to human beings by God, of being God’s deputies on earth, can only be accomplished by establishing justice which the Qur’an regards as a prerequisite for authentic peace. Without the elimination of the inequities, inequalities, and injustices that pervade the personal and collective lives of human beings, it is not possible to talk about peace in Qur’anic terms. Here, it is of importance to note that there is more Qur’anic legislation pertaining to the establishment of justice in the context of family relationships than on any other subject. This points to the assumption implicit in much Qur’anic learning, namely, that if human beings can learn to order their homes justly so that the human rights of all within its jurisdiction – children, women, and men – are safeguarded, then they can also order their society and the world at large, justly. In other words, the Qur’an regards the home as a microcosm of the „ummah“ and the world community, and emphasizes the importance of making it „the abode of peace“ through just living.

aus: Riffat Hassan: Are Human Rights Compatible with Islam? The Issue of the Rights of Women in Muslim Communities

http://www.religiousconsultation.org/hassan2.htm

Wer den Menschen Rechte gewährt, ist Allah. Gegenmodern und islamrevolutionär ist Riffat Hassans ganz hartes Spalten in West und Ost. Erneuerung müsse von den muslimischen Frauen selbst kommen, Einmischung von außen lässt die 1943 in Pakistan geborene Theologin nicht zu:

Pursuing Justice

The Qur’an not only offers women justice, but requires all Muslims to seek justice, including their own rights. It is not enough merely to appreciate one’s rights in theory. Muslims are called upon, in oppressive conditions, to strive to make possible the exercise of the rights given by God. …

The negative ideas about women that prevail in Muslim societies are rooted in certain theological ideas. Until we demolish the theological foundations of Muslim culture’s misogynistic and androcentric tendencies, Muslim women will suffer discrimination despite statistical improvements in education, employment, and political rights. Islamic tradition will remain rigidly patriarchal until we break the chains of ignorance in which women are shackled.

Ultimately, it will be up to Muslim women, once educated about Islam and their rights, to articulate in a proactive fashion the meaning of their lives, their selves. Reacting against the Western model of liberation no longer suffices. What is required is a positive formulation of their own goals and objectives, individually and collectively.

aus: Riffat Hassan: “Members, One of Another: Gender Equality and Justice in Islam”

http://www.religiousconsultation.org/hassan.htm

[39] Die islamischen gottesdienstlichen Pflichten seien ins deutsche Grundgesetz problemlos integrierbar? Nicht so voreilig bitte. Der Muchtasar (Muḫtaṣar) des malikitischen Rechtsgelehrten Sidi Khalil (Sīdī Ḫalīl) zählt zu den ‚Ibadat auch den Dschihad (auch Lale Akgüns rhetorischen Dschihad womöglich).

Sayyid Qutb, Dieselbe wichtige Stelle aus The Characteristics of the Islamic Concept, Textquelle B, ausführlicher:

The division of human actions into “worship” or ibadat and “human affairs” or mu’amalat, which we find in the books of Islamic jurisprudence, was introduced in the beginning merely for technical reasons … Undoubtedly this was a grave distortion of the Islamic concept, which eventually resulted in producing deviations in the Muslim society.

In the Islamic concept there is not a single human act to which the term’ ‘worship” is not applicable or in which this property is not desired. Indeed, the Islamic way of life is nothing but the realization of the meaning of worship from beginning to end.

The ultimate aim of the Islamic way of life is not a system of justice, or a system of economics, or a system of legislation concerning criminal, civil, or family affairs, or any other of the rules and regulations that are part of this way of life. The only aim of Islam is the establishment of the meaning of’ ‘worship” in human life as according to the Qur’an, it is for the worship of Allah that man was created. No human action can be called worship of Allah unless it is done for the sake of Allah alone, and with a recognition that He alone deserves to be worshipped. Either this is the case or the act is not worship, and hence not in the service of Allah, and in fact, is therefore a rebellion against the din of Allah.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/05/01/338/

[40] The Tamim were divided between supporting and opposing Islam … Abu Bakr sent al-Muhagir with men and horses against the women, and although the men of Kindah and Hadramaut came to the women’s defense, al-Muhagir cut off the woman’s hands … Three of the women listed were of the nobility, and four belonged to the royal clan of Kindah. Their status and the support of their men suggest that they were priestesses, not prostitutes

aus: Leila Ahmed: Women and Gender in Islam: Historical Roots of a Modern Debate (p 59-60)

http://books.google.de/books?id=U0Grq2BzaUgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

There is an important mention of henna use in an early Islamic history, the Kitāb al-Muḥabbar of Muḥammad ibn Ḥabīb [a 9th-century Muslim biographer and scholar, who died in Samarra, Iraq, in 859 CE. The Kitāb al-Muḥabbar, composed circa 840 CE, is considered his most important work but it has unfortunately survived in only one 13th-century copy]. It records that after the death of the Prophet, there were some women in the Ḥaḍramaut who celebrated by hennaing their hands and playing music. When the news reached Abu Bakr, the successor of the Prophet and the first caliph, he ordered that the women be punished for their blasphemy by having their hands cut off, the henna stain providing damning evidence of their participation. While the women are labeled as ‘harlots’, there is clearly something else at play here, since many of the women were not of a suitable age for prostitution, and many were from noble or royal families. Interestingly, some of the women were explicitly mentioned as being Jewish.

It has been suggested that these women were in fact, as Beeston writes, “priestesses of the old pagan religion of South Arabia, who hoped that the death of Muhammad would afford them a chance of staging a revival of the old religion”; others have interpreted this as trivializing the bloody anti-Muhammad rebellion (ridda) and subsequent massacre of the Ḥaḍrami Kinda tribe by reframing and blaming it on women ‘of dubious reputation’. In any case, it is clear that the celebration of these women was threatening both religiously and politically to Abu Bakr and the nascent Muslim leadership. We can learn from this story that henna was not only forbidden during mourning, but also specifically a sign of celebration. These women are not Muslim: some are pagan, and some are Jewish. …

aus: Henna in Early Islam

von: Henna by Sienna (Toronto, Canada)

http://www.hennabysienna.com/henna-in-the-early-islamic-period.html

[41] Emels haariger Dschihad: Europas arbeitsteilige Kopftuchpolitik. Von Jacques Auvergne (Februar 2009)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/07/097/

[42] Asma Ummu-l Mu´minin, die Tochter Abu Bakr´s, kam zum Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, mit dünnen Klamotten, der Prophet, salallahu alayhi wa sallam, wendete sich ab von ihr und sagte: “Oh Asma, wenn eine Frau das alter der Menstruation erreicht darf man nichts von ihr sehen außer das und das und er zeigte auf Gesicht und Hände.”

[Überliefert in Sunan Abu Dawud; Hadith Nr. 4092]

Zitiert aus „Hijab“ von Shaikh Muhammad ibn Salih al-Uthaimin aus Saudi Arabien, gedruckt von Madrasah Arabia lslamia Azaadville South Africa, übersetzt von Hafidh Zahir Essack, Radshab 1416 (Dez.1995)

http://ansariyyah.wordpress.com/2012/12/26/die-schwache-im-hadith-bezuglich-des-zeigens-des-gesichts-und-hande/

Asma Ummu-l Mu´minin, die Tochter Abu Bakr´s, kam zum Propheten, sallallahu 3layhi wa sallam, mit dünnen Klamotten, der Prophet, salallahu 3layhi wa sallam, wendete sich ab von ihr und sagte: „Oh Asma, wenn eine Frau das alter der Menstruation erreicht darf man nichts von ihr sehen außer das und das und er zeigte auf Gesicht und Hände.“

[Überliefert in Sunan Abu Dawud; Hadith Nr. 4092]

Zitiert aus „Hijab“ von Shaikh Muhammad ibn Salih al-Uthaimin aus Saudi Arabien, gedruckt von Madrasah Arabia lslamia Azaadville South Africa, übersetzt von Hafidh Zahir Essack, Radshab 1416 (Dez.1995)

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/37831-Niqab-Pflicht-oder-nicht

[43] Tradition rapportée par Aboû Dâoûd : Aïcha (radhia Allâhou anha) raconte qu’une fois, sa sœur, Asma (radhia Allâhou anha) entra chez le Prophète Mouhammad (sallâllâhou alayhi wa sallam) avec des vêtements transparents. Le Prophète Mouhammad (sallâllâhou alayhi wa sallam) se détourna d’elle et dit: „Ô Asma, quand la fille devient pubère, il ne convient pas de voir d’elle une autre partie que celles-ci (et il lui indiqua le visage et les mains).“(Hadith Moursal)

http://www.mosquee-lyon.org/forum3/index.php?topic=4430.0;topicseen

Asma, la fille d’Abu Bakr, visita le messager de Dieu (paix soit sur lui) portant des vêtements minces. Le messager de Dieu (pssl) se détourna d’elle et dit : „O Asma, quand une femme atteint l’âge de la puberté, il n’est pas convenable qu’elle montre les parties de son corps excepté pour cela et cela. (Il pointa le visage et les mains). d’apres Abou dawoud.

http://aqida93.skyrock.com/1367481028-36-LES-MAINS-ET-LE-VISAGE-AWRA-OU-PAS-AWRA.html

[44] “Aisha (radi Allahu anha) reported that Asmaa the daughter of Abu Bakr (radi Allahu anhuma) entered into the presence of Allah’s Messenger (sal Allahu alaihi wa sallam), wearing thin transparent clothing, so the Messenger of Allah (sal Allahu alaihi wa sallam) turned away from her saying: ‘O Asmaa, if a woman reaches the age of menstruation, it is not allowed that any of her should be seen except this – and he pointed to his face and two hands.” [Al-Qurtubi’s Jaami fi Ahkaamil Quraan; Al-Bayhaqi]

http://dailyhadith.adaptivesolutionsinc.com/hadith/Hidden-Except-Face-and-Two-Hands.htm

(4092) ‚Aisha said: Asthma‘, daughter of Abu Bakr, entered upon the Apostle of Allah (may peace be upon him) wearing thin clothes. The Apostle of Allah (peace be upon him) turned his attention from her. He said: O Asthma‘, when a woman reaches the age of menstruation, it does not suit her that she displays her parts of the body except this and this, and he pointed to her face and hands. (Note 3523)

Abu Dawud said: This is a mursal tradition (i.e. the narrator who transmitted it from ‚Aisha is missing) Khalid B. Duraik did not see ‚Aisha.

[3523. When a woman reaches the age of puberty, she must observe purdah and have a thick veil which conceals her beauty. She may unveil her face and hands up to the wrists. In modern times, some scholars have prohibited unveiling the face out of precaution.]

http://www.forpeoplewhothink.org/Topics/Hadith_on_Hijab.html

[45] Noch so ein Versuch, zwischen Islamismus und Islam zu unterscheiden, war das sicherlich nett gemeinte und immerhin mutige „Manifest der 12“ aus dem Jahre 2006 in Verteidigung der dänischen Mohammedkarikaturen:

Like all totalitarian ideologies, Islamism is nurtured by fear and frustration. … Islamism is a reactionary ideology“

http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/4764730.stm

MANIFESTE : FAIRE FACE ENSEMBLE AU NOUVEAU TOTALITARISME

Comme tous les totalitarismes, l’islamisme se nourrit de peurs et de frustrations. … L’islamisme est une idéologie réactionnaire

http://www.debriefing.org/16606.html

Wie alle Totalitarismen nährt sich der Islamismus aus der Angst und der Frustration. … Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie.

http://www.welt.de/print-welt/article201259/Manifest-der-12-Gemeinsam-gegen-den-neuen-Totalitarismus.html

[46] The Six Pillars of Iman

Belief in Allah;

Belief in the angels;

Belief in the revealed books;

Belief in the commissioned Messengers (peace be upon them).

Belief in the resurrection and the events of Qiyamah.

Belief in the predestination by Allah of all things, both the (seemingly) good and the (seemingly) bad.

http://www.missionislam.com/knowledge/sixpillarsiman.htm

Dans la Sounna authentique, lorsque Jibrîl questionna le prophète au sujet de l’Iman (la Foi), le messager d’Allah (paix et bénédictions d’Allah sur lui) répondit : « El Iman, c’est de croire en Allah, Ses anges, Ses livres, Ses messagers, au Jour du Jugement Dernier et de croire au destin bon ou mauvais ».

Rapporté par Mouslim

http://www.dourouss-abdelmalik.com/index.php/audio/cours-aquida/50-la-croyance-aux-anges-aux-livres-et-aux-prophetes.html

Er fuhr fort: »Nun unterrichte mich über den Iman.« Er sagte: „Es ist dies, dass du an Allah den Iman verinnerlichst, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag, und dass du an die Bestimmung den Iman verinnerlichst mit ihrem Guten und mit ihrem Bösen.« Er sagte: »Du hast recht gesprochen.« Er fuhr fort: »Nun berichte mir über das rechte Tun (arab.: ichsan).« Er antwortete: „Es ist dies, dass du Allah dienst, als ob du Ihn sähest, und wenn du Ihn auch nicht siehst, so sieht Er dich doch.«

Muslim

http://www.der-islam.com/Grundwissen/Aqida/aq2.htm

Iman ist, an Allah zu glauben, seine Engel, seine Bücher, seine Gesandten, den letzten Tag und der Vorherbestimmung in guten wie in bösen Dingen

http://www.khutbah.com/ge/allah_angels/angels.php

[47] Ahkam (plural of Hukm) is a reference to the Islamic commandments, derived and understood from religious jurisprudence resources … In the Quran, hukm denotes arbitration, judgement, authority, and Allah’s will.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ahkam

Les ahkam sont les statuts juridiques d’une action dans le droit musulman.

Les juristes en désignent généralement 5 :

1. wajib / fard : obligatoire ;

2. mandoub / mustahabb / sunnah / fadila : recommandé ;

3. mubah / halal : ni interdit, ni obligatoire, donc autorisé ; la plupart des actions entrent dans ce statut ;

4. makrouh : déconseillé ; s’abstenir de faire cette action est préférable, mais commettre cette action n’entraîne pas de péché ;

5. harâm : interdit.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Ahkam

al-Mawardi: Al-Ahkam as-Sultaniyyah. The Laws of Islamic Governance

http://www.kalamullah.com/ahkam-sultaniyyah.html

ISLAMIC DIVINE LAW (SHARI’AH)

Structuring the Life of Man by Divine Law

The Five Ruling Values (The Five Ahkam)

Mashhad Al-Allaf

http://www.muslimphilosophy.com/ma/works/ahkam.pdf

[48] Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi, † 1200) war bedeutender hanbalitischer Rechtsgelehrter, in seiner Theologie verbissen frauenfeindlich wie kaum Zweiter:

Das weibliche Recht auf Gehorsam. Den »Kitāb aḥkām an-nisāʾ« liest Jacques Auvergne

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/08/02/135/

leider eher desinformierend zu Scharia und Yaşar Nuri Öztürk, aber für uns al-Ghazali-Kenner gleichwohl die islamrevolutionäre Gegenwart der Türkei erhellend:

Die Frau fragte nach, ob das unter Gelehrten mehrheitsfähig sei. Ja, entgegnete Öztürk. Die Aussöhnung von Ratio und Religion erobere immer die Mehrheit.

Darauf vertraut der 60jährige Öztürk stets. Ob als Fernsehseelsorger, bekanntester türkischer Theologe der Gegenwart – oder aktuell als Kontrahent von Ministerpräsident Tayyip Erdogan.

Am Donnerstag gründete Öztürk in Ankara eine Partei, mit der er bei der Parlamentswahl 2007 die islamistische Regierung stürzen will: die „Partei des Volksaufstiegs“ („halkin yükselisi partisi“). Deren Motto: „die Aussöhnung von Ratio und Religion“.

Einerseits bejaht sie den religiös neutralen Staat, andererseits soll diese Neutralität gegenüber der Religion wohlwollender werden. Warum zum Beispiel sollten Studentinnen kein Kopftuch und Soldaten keinen Bart tragen?

aus: Till R. Stoldt: Vom „Türken-Luther“ zum Anti-Erdogan: Türkischer Star-Theologe gründet Partei

in: DIE WELT 20.02.2005

http://www.welt.de/print-wams/article123884/Vom-Tuerken-Luther-zum-Anti-Erdogan-Tuerkischer-Star-Theologe-gruendet-Partei.html

Stellungnahme des Zentralrats der Ex-Muslime über den Islamvertrag des Stadtstaates Hamburg

November 20, 2012

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

18.11.2012

Der Hamburger „Staatsvertrag“ mit islamischen Gemeinschaften ist eine vorsätzliche Verletzung der Freiheitsrechte

Der Abschluss eines „Staatsvertrags des Stadtstaates Hamburg mit den islamischen und alevitischen Religionsgemeinschaften“ wird offiziell in großem Stil bejubelt und als wesentlicher Schritt in Richtung auf Anerkennung und Integration der „Muslime“ in Deutschland gefeiert. Tatsächlich aber ist er ein kontraproduktiver Schritt genau in die falsche Richtung. Der Vertrag dient nicht der Integration der „muslimischen“ Bürger, sondern fördert den Einfluss der Islamisten in Deutschland.

Die Freie und Hansestadt Hamburg schließt leider aus dem falschen Ausgangspunkt heraus einen Vertrag mit den islamischen Vereinen und Verbänden ab, so wie es auch Wolfgang Schäuble als Innenminister bei der Gründung der Islam-Konferenz im Jahr 2006 getan hatte. Es wurde nämlich behauptet, dass die islamischen Religionsgemeinschaften die angeblich 100.000 muslimischen Einwohner in Hamburg vertreten. Es wurde nie darüber aufgeklärt, wie diese Statistik ermittelt wurde, ganz zu schweigen von der rechtlichen Vertretung dieser Menschen durch die islamischen Verbände und Vereine mit denen der Vertrag abgeschlossen wurde.

Das bedeutet, dass die Hansestadt Hamburg beim Abschluss dieses Vertrags die Meinung der Menschen, die angeblich den erwähnten 100.000 angehören, missachtet und mit großer Unverschämtheit ignoriert hat. Die Mehrheit von diesen „100.000“ Menschen hat diese Religionsgemeinschaften als Vertreter weder gewählt noch akzeptiert. Zuletzt soll erwähnt sein, dass viele Ex-Muslime in dieser Statistik pauschal als Muslime gezählt werden.

Der Vertrag bekräftigt und schafft noch mehr rechtsfreie Räume für die islamischen Verbände und Vereine und deren Anhänger, um sich in der Gesellschaft zu präsentieren, zu verbreiten und sich noch mehr auf der politische Ebene zu bewegen.

Um es zu verdeutlichen, wie großzügig und in welchem Ausmaß der Hamburger Staat sich auf Kosten der Einwohner in Hamburg bei diesem Vertrag ins Zeug gelegt hat, hier einige Punkte aus dem Vertrag[1]:

• Islamunterricht in den staatlichen Schulen als reguläre Unterrichtstunden und islamische Hochschulausbildung. Förderung der Islamlehrkräfte.

• Religiöse/r Betreuer/in in öffentlichen Einrichtungen wie in Krankenhäusern, Heimen und ähnlichen Institutionen zur Ermöglichung von religiösen Veranstaltungen und Gottesdiensten

• Der Staat garantiert, dass in allen Rundfunkprogrammen auf die „sittlichen und religiösen“ Meinungen der Muslime geachtet wird.

Ebenso wird sich der Staat Hamburg dafür einsetzen, dass eine „angemessene“ Teilnahme der islamischen Vertreter an den Aufsichtsgremien sowie Ausschüssen von NDR-Rundfunk, ZDF-Fernsehrat und DLR-Hörfunkrat realisiert wird.

• Anerkennung der islamischen Feiertage als offizielle Feiertage für alle Muslime (Schüler, Lehrer, Mitarbeiter der öffentlichen Einrichtungen usw.)

• Ständige Vertretung eines islamischen Beauftragten bei Senat und Bürgerschaft.

• Religiöse Speisevorschriften sowie kostenfreie Räumlichkeiten in den öffentlichen Einrichtungen.

• Im Vertrag wird zwar die Anerkennung der Gleichberechtigung der Geschlechter genennt, doch wird unmittelbar danach eingeschränkt, dass Frauen und Mädchen nicht wegen ihrer Bekleidung in ihrer Berufsausübung eingeschränkt werden dürfen. Das heißt, muslimische Frauen und Mädchen dürfen in Zukunft sogar mit Schleier, Niqab oder Burka (gesamte Körperbedeckung) in Schulen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen tätig sein.

• Nicht zu letzt sind die islamischen Gemeinschaften frei, Moscheen und Einrichtungen mit Minaretten und allem, was dazu gehört zu bauen.

Die Medien versuchen krampfhaft, den Inhalt des Vertrags nicht ans Licht zu bringen und stellen nur die Anerkennung der offiziellen islamischen Feiertage in den Mittelpunkt. Doch die oben aufgelisteten Auszüge, die nur einen Teil vom Umfang des Vertrags darstellen, sind aussagekräftig genug, um jeden über die schlimmen Konsequenzen einer Umsetzung dieses Vertrags zu überzeugen.

Dieser Vertrag ist eine rote Karte nicht nur für den Hamburger Staat, sondern auch für die Bundesrepublik Deutschland. Er ist ein Beweis für die Verachtung der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg, für die zunehmende Entfernung Deutschlands zu einem säkularen Staatswesen und für die Hinwendung zu rückschrittlich-religiösen gesellschaftlichen Verhältnissen.

Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) verurteilt den Abschluss dieses Vertrags auf das Schärfste und wird sich für die Bewahrung einer der wichtigsten Errungenschaften der zivilisierten Gesellschaft, das heißt für die Trennung von Religion und Staat einsetzen.

Der ZdE fordert gleiche Rechte für alle Menschen ungeachtet von Glaube, Nationalität, Geschlecht oder Herkunft. Denn nur in so einer Gesellschaft können die Menschen ihre Freiheit genießen, ein gesundes Leben miteinander führen und Respekt vor ihren Mitmenschen haben.

Deutschland benötigt mehr Säkularität und einen stärkeren Schutz individueller Grundrechte und weniger Einfluss religiöser Herrschaftskultur und islamischer Weltanschauung auf seine Gesellschafts- und Lebensordnung.

Zentralrat der Ex-Muslime – Deutschland

exmuslime@googlemail.com

http://www.ex-muslime.de/

————————–

[1] Vertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, dem DITIB-Landesverband Hamburg, SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und dem Verband der Islamischen Kulturzentren

http://www.hamburg.de/contentblob/3551370/data/download-muslim-verbaende.pdf

Mitbegründerin der Grünen will Körperverletzung unter Betäubung legalisieren

August 8, 2012

الخِتان

al-ḫitān

Beschneidung

Wenig paradiesisch: Eva und die Vorhaut

Von Jacques Auvergne am 08.08.2012

Wie kann jemand, der im Spätsommer 2010 gegen die Burka angeschrieben hat und vier Wochen eher gegen die politischen Folgen der Scharia unterzeichnet, 2012 für die religiöse Beschneidung eintreten, wenn sie nur unter einer das Kind kräftig benebelnden Narkose durchgeführt wird?

Bei aller noch zu erwartenden oder bereits hörbar gewesenen Erpressungstaktik von schrecklichen Penis-Verwundungen bei stümperhaften Hinterhofbeschneidungen ist die Verlagerung eines angeblich das Heil der Seele sichernden Rituals in ein Hospital, ist die Medikalisierung der Amputation einer hoch sensiblen Hautfalte am maskulinen Kindergenital für jeden Freund des Aufklärungshumanismus und der Universalität der Menschenrechte keine sozialpädagogische oder juristische Option.

Zirkumzisionsfreundin Eva Quistorp meldet sich am 17. Juli 2012 zum Thema Ritualbeschneidung (Ḫitān bzw. Brit Mila) bei Perlentaucher zu Wort (Wider die postmoderne Religionspolitik) und ruft nun nicht etwa nach dem, kulturell modern, endlich durchgesetzten Verzicht auf gottesfürchtige Entfernung gesunden Genitalgewebes am Kinderpenis, sondern nach dem durchgesetzten Einsatz von Opiaten für “kleine Jungen” bzw. “kleine Jungs”. Ja, die gute alte Kinderzeit; kleine Jungen klingt so familienidyllisch-traut, scharfes Denken stört da die Romantik (scharfes Messer nicht?) und kleine Jungs klingt sogar ein wenig nach Pipimachen.

Nanu, “Juden” und “Muslime” sind nicht einfach als Staatsbürger misszuverstehen, sondern gleichen, ein wenig wie die in die europäische Fauna hinein immigrierten Waschbären oder Halsbandsittiche, einer Art zugewanderter Spezies? Frau Quistorp jedenfalls wünscht sich allen Ernstes:

“Ich habe nichts gegen eine Kompromisslösung zur Beschneidung von kleinen Jungs bei Juden und Muslimen, wenn sie betäubt werden und daraus kein Gruppenzwang wird … [und ich finde den Versuch von Volker Beck und Renate Künast anerkennenswert, zeitnah] eine juristische Klärung und einen Kompromiss zu erreichen, der zumindest auf der Schmerzbetäubung besteht bei der Beschneidung kleiner Jungen.”

Das ist argumentativ und ethisch widerlich und verstößt gegen die Normen von körperlicher Unversehrtheit und Menschenwürde. Hier heißt es deshalb, auf den groben Klotz der Eva Quistorp einen genau so groben Keil zu setzen bzw. paradox zu intervenieren, um Menschenfeindlichkeit zu erkennen und zu verwerfen; wollen wir denn etwa ab morgen sagen:

“Ich habe nichts gegen eine Kompromisslösung zur Beschneidung von kleinen Mädchen, wenn sie betäubt werden und daraus kein Gruppenzwang wird … [lassen Sie uns versuchen] eine juristische Klärung und einen Kompromiss zu erreichen, der zumindest auf der Schmerzbetäubung besteht bei der Beschneidung kleiner Mädchen.”

Das wollen wir natürlich nicht, Kinder und Jugendliche, einerlei ob weiblich oder männlich, haben Anspruch auch gewaltfreies Heranwachsen und unversehrte Geschlechtsorgane. Beschneidung ist Gewalt (mit oder ohne Opium).

Emanzipatorisch tuend bei Perlentaucher zu lärmen, die wortwörtliche Lesart der so genannten Heiligen Schriften sei ja irgendwie so was von ewiggestrig, aber im selben Text die Jungenbeschneidung mit einem Paragraphen durchsetzen wollen, in den klinische Betäubungsmittel sozusagen integriert sind, DAS ist postmodern![1]

Sehr geehrte Frau Quistorp, was ist geschehen: Sie schrieben schon mal viel besser, etwa, als Sie gegen die Burka argumentierten; genau so sollten Sie auch mit der Zirkumzision umgehen:

“Das ist ein Verfall der Diskussions- und Denkkultur, die kohärent und auch in komplexen Zusammenhängen denken muss. Es muss daran erinnert werden, dass bis in die 70er Plakate und Filme de facto als “blasphemisch” zensiert wurden. Soll das Rad wirklich dorthin zurückgedreht werden?” (Lüftet den Schleier, 11.08.2010)[2]

Ersetzen wir im Text gegen die kulturrelativistischen Burkaverteidigerinnen nur ein Wort, und lesen zuerst, Eva Quistorp:

“Inzwischen wird Religionsfreiheit in der deutschen Debatte aber zu häufig absolut gesetzt und von den anderen Grundrechten abgekoppelt. Es ist nicht den Traditionen des Grundgesetzes und der europäischen Aufklärung und Demokratie entsprechend, wenn die Religionsfreiheit jetzt über die anderen Freiheiten erhoben wird und einige intellektuelle Frauen meinen, die Burka verteidigen zu müssen.”

Jetzt um ein paar Buchstaben abgewandelt, das “Frauen” lassen wir beim Thema Jungenbeschneidungslobby auch mal stehen:

“Inzwischen wird Religionsfreiheit in der deutschen Debatte aber zu häufig absolut gesetzt und von den anderen Grundrechten abgekoppelt. Es ist nicht den Traditionen des Grundgesetzes und der europäischen Aufklärung und Demokratie entsprechend, wenn die Religionsfreiheit jetzt über die anderen Freiheiten erhoben wird und einige intellektuelle Frauen meinen, die Beschneidung verteidigen zu müssen.”

Und wie soll “Ein glaubwürdiges Bekenntnis zur FdGO, besonders unter Berücksichtigung der Gleichberechtigung der Geschlechter, der negativen Religionsfreiheit, der Meinungsfreiheit auch in religiösen Angelegenheiten und der sexuellen Selbstbestimmung” aussehen, wenn die Eltern des heute Erwachsenen bestimmt haben, ob Klitorisvorhaut, Präputium oder Klitorisspitze religiös gebilligt vorhanden sind oder in Kindertagen religiös begründet abgetrennt worden sind? Den Satz hat Quistorp 2010 signiert, Grüne gegen Scharia:[3]

Der demokratiegefährdend trickreiche, schariafreundliche grüne Ausweg ist die Ritusbezogenheit:

“Bei sämtlichen Verhandlungen – insbesondere bei geplanten Staatsverträgen mit islamischen Verbänden – muss ein öffentlicher, unrückholbarer Verzicht auf die nicht-ritusbezogenen, also rechtlich-politischen Teile der Scharia garantiert werden. Wenn dieser Verzicht von den islamischen Organisationen und Verbänden anlässlich von geplanten Abkommen mit Regierungsstellen und anderen offiziellen Institutionen nicht geleistet wird, kann es zu keinen Vereinbarungen kommen.”

Beschneidung ist Hadithbefehl, nachzulesen bei Buchari, Beschneidung ist reinster Wille Allahs, reinste zeitlose Scharia. Und Beschneidung ist ein vom der Zeitlichkeit unterworfenen Menschen auszuübender Ritus. Auch Talaq, Dhimma, Dschihad und Kalifat sind beides, sind ganz schariatisch-ewig und ganz Ritualpflicht, jedenfalls betont das manch ein Scheich. Ohne deine realisierten Muʿamalāt (mensch-menschlichen Pflichten nach Koran und Sunna) sind deine ʿIbadāt (gottesdienstlichen islamischen Pflichten) vergeblich, wer seinen Sohn schuldhaft nicht beschneidet, dessen Gebet wird bei Allah vielleicht ja gar nicht angenommen.

Ein schöner Satz aus dem offenen Brief zur Kritik am Wissenschaftsrat, Grüne gegen Scharia, ist bei der Achse des Guten archiviert:

“Wir sehen die Grundsätze der freiheitlichen Demokratie des Grundgesetzes durch den theokratischen politischen Islam und die verfassungswidrige Scharia gefährdet und fordern die zur Konferenz geladenen Politiker, Professoren und Journalisten sowie die bei der Tagung anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung dazu auf, die drohende Rechtsspaltung in Grundgesetz und Schariarecht zu verhindern. Menschen sind Staatsbürger, keine Angehörigen ethnoreligiös definierter Kollektive. Auch im Personenstands- und Familienrecht darf die Scharia in Europa nicht legalisiert werden.”

Hidschāb, Schleier ist Scharia. Ḫitān, Beschneidung ist Scharia.

Den einseitig beschneidungsfreundlichen und damit grundsätzlich kinderfeindlichen Appell von Volker Beck und Renate Künast (Das ist keine Straftat, Berliner Zeitung vom 09.07.2012) als “Kompromisslösung” zu bezeichnen ist rhetorisch unredlich. Beck und Künast, denen Quistorp hier “wohltuende Differenzierung” attestiert, lassen dem kleinen Jungen eben gerade keine Differenzierung zwischen Vorhaut und keine Vorhaut. Sünnetci und Mohel schneiden das hoch sensitive Gewebe ab – im vermeintlichen Dienste der Abwehr des Bösen und der Erlangung des Wohlgefallens der Gottheit – ganz pauschal und undifferenziert. Oder, anders gesagt: differenziert wird nur zwischen vorher, unbeschnitten-kindlich-unerwachsen, und nachher, in den Männerbund initiiert und beschnitten sprich heiratsfähig, oder aber man unterscheidet, genauer man diskriminiert zwischen der sittlich höherstehenden Kultur der Beschneider und der sittlich minderwertigen Lebensweise der Nichtbeschneider.

Noch kein deutscher Imam sagt in einer Freitagspredigt, dass es ein gelingendes islamgemäßes Leben als männlicher Beschneidungsverweigerer geben kann. Das sollte sich ändern und das lässt sich erreichen.

Erwachsene dürfen sich an ihrem Genital oder woanders am Körper ästhetisch modellieren. Wir wollen weder die Beschneidung verbieten noch die Religion, sondern wir wollen die religiöse Beschneidung an Minderjährigen verbieten. Die so genannte Religionsfreiheit der Eltern wird nicht eingeschränkt, wenn sie keine genital mutilation an ihrem Kind vornehmen. Beschneidung ist Körperverletzung und schädigt das Kind an Körper und Psyche. Beschneidung ohne medizinische Begründung ist brutal und gegenaufklärerisch und widerspricht wissenschaftlichen Standards.

Sehr richtig – und erfreulicherweise war auch Eva Quistorp unter den Erstunterzeichnern: “Ein Islam, der nicht schulreif ist, schadet der Integration und gefährdet die freiheitliche Demokratie.” Einen Satz eher lesen wir zustimmend: “Jeder Schulunterricht hat in der Tradition der Aufklärung zu erfolgen und wissenschaftlichen Standards zu genügen.”

Genau, und weil oder obwohl der himmlische Beschneidungsbefehl im Islamischen Religionsunterricht (IRU) versetzungsrelevant gelehrt werden wird, hat auch jedes einzelne unserer Argumente zum Einsatz oder Nichteinsatz von Messern oder Skalpellen in Festsälen und Kinderzimmern im Rahmen so genannter heiliger Handlungen eben diesem Grundsatz zu entsprechen:

“hat in der Tradition der Aufklärung zu erfolgen und wissenschaftlichen Standards zu genügen.”

Sehr geehrte Frau Quistorp, das haben auch Sie abgezeichnet. Vor gar nicht so langer Zeit.

Vor vierundzwanzig Monaten.

Jacques Auvergne

[1] Eva Quistorp: Wider die postmoderne Religionspolitik

publiziert von: perlentaucher 17.07.2012

http://www.perlentaucher.de/essay/wider-die-postmoderne-religionspolitik.html

[2] Eva Quistorp: Lüftet den Schleier

veröffentlich bei: The European 11.08.2010

http://www.theeuropean.de/eva-quistorp/3984-burkaverbot-und-grundgesetz-2

[3] Grüne gegen Scharia

zu lesen auf: Die Achse des Guten 13.07.2010

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/print/0017076

Ayatollah Sobhani zur Doktrin der Schia

Juli 16, 2012

جعفر سبحانی تبریزی

Ǧaʿfar Sobḥānī Tabrīzī

Ja’far Sobhani

Die Doktrin der Schia

Iran. Der im Jahr 1930 geborene Ja’far Sobhani ist ein Ältester im Rat der Rechtsgelehrten der Hauzah al-‚Ilmiyyah Ghom, dem theologischen Seminar[1] und Direktor des 1979 gegründeten Imam Sadeq Institute. Der einflussreiche Großayatollah gilt einigen Muslimen als Mardscha (Quelle, eigentlich marja-e taqlid, Quelle der Nachahmung), als ganz und gar zu imitierendes Vorbild.

Der in Welt- und Jenseitskundigkeit womöglich nur von Propheten zu übertreffende Ayatollah verfasste mehr als achtzig Bücher, in denen er zu den Themen Tafsir (schariatreue Koranexegese), Theologie (Schariabefehl), Philosophie (schariabestätigende Philosophie), Fiqh (Islamische Jurisprudenz, teufelsabwehrend und prekär seelenrettend) sowie zur menschlichen Geschichte (das heißt zur menschlichen Erfüllung oder Verweigerung des von Allah geschaffenen Heilsplans) nachdenkt. Für besonders fromme Zwölferschiiten haben Sobhanis Äußerungen annähernd den Charakter einer Fatwa.

Seit sechs Jahrhunderten ist Ghom den Theologen ein Ort der Gelehrsamkeit und dem Volk Zentrum des Pilgerns zum Grab von Fatima al-Ma’sumeh († 817)[2] der Schwester des Prophetennachkommen Reza († 818), dem achten der nach schiitischer Auffassung von Gott ernannten zwölf Imame und Tochter des ebenfalls von Mohammed abstammenden siebten Imam († 799).

Ungeachtet seines Alters, die achtzig hat der Gelehrte überschritten, und trotz seines traditionsreichen Wohnorts ist Sobhani alles andere als weltabgewandt. Im Mai 2012 interessierte sich der Großayatollah für Jugendkultur und Musik-Events, brandmarkte den Wettbewerb Eurovision als sittengefährdend und stellte den angeblich zu Religionsfeindlichkeit und Unmoral auffordernden Rap-Musiker Shahin Najafi auf eine Stufe mit Salman Rushdie.

Aus dem auf Nichttheologen zugeschnittenen schiitischen Standardwerk Manshur-i ‚Aqayid-i Imamiyya (A Charter of Imami Beliefs; nach der englischen Übersetzung von Reza Schah-Kazemi: Doctrines of Shi’i Islam: A Compendium of Imami Beliefs and Practices) übersetzt ins Deutsche und kommentiert Jacques Auvergne.

Die Charta der Imamischen Glaubenslehre (A Charter of Imami Beliefs) besteht aus knapp 150 Artikeln, das sind teilweise sehr kurze Abhandlungen zur Doktrin der Schia. Zur Orientierung: in den (eingerückten) übersetzten Zitaten wird die Artikelnummern genannt, nicht die Seitenzahl; Artikel eins, Großayatollah Sobhani:

1. Drei grundsätzliche Werkzeuge kennt der Islam, um Wissen über die Welt und die Wahrheit der Religion zu erwerben: … [erstens] Sinnesorgane und Sinneswahrnehmung, darunter vor allem und Hör- und Sehsinn, [zweitens] Intellekt und Vernunft, … sowie [zum Dritten] Offenbarung (revelation), jenes Werkzeug, mit dem auserwählte, herausragende Individuen Wissen aus dem unsichtbaren Seinsbereich (from the unseen domain) erhalten.

Unnötig zu sagen, dass im Islam mein oder dein bisschen Vernunft der Offenbarungswahrheit der anerkannten spirituellen Führer nicht zu widersprechen hat.

Die auch von Ja’far Sobhani[3] gewählte Reihenfolge innerhalb des sinnlichen Weltwahrnehmens, nämlich das Hören dem Sehen voranzustellen, ist typisch islamisch, denn was der Menschheit von dem einst Mohammed eingeflüsterten vollkommenen Gesetz geblieben ist, ist Klang, nämlich die Klangwerdung des rezitierten Koran. Der Sehsinn, das Sehen auf den Ort der moralischen (islamischen) Erprobung namens Diesseits (dunyā) wird vom Teufel verführt und genarrt und dazu verleitet, die bedeutsamere jenseitige Welt (āḫira) als den Ort von Strafgericht, Höllenfeuer und Paradiesgarten aus dem Blick zu verlieren.

Das Ohr könne in Bezug auf die Wahrheit nicht betrogen werden, das Auge hingegen allerlei optischen Täuschungen erliegen, weshalb es nicht wie beim Ungläubigen nur platt technisch nach außen zu schauen hat, sondern, so versichern Islamtheologen, allahbewusst und frohlockend „tief“ zu erkennen: „Nötig ist ein Auge, das nach innen sehen kann, it needs an eye that can see inwardly and deeply.“[4] In der Höhle des Berges Hira wurde die Gottheit oder dessen Engel dem meditierenden Mohammed zum akustischen Ereignis.

Allenfalls die koranischen Schriftzeichen selbst leiten das potentiell irritierte menschliche Auge recht, und so wird (auch aus furchtsamer Suche nach einem irdischen Signal himmlischer Bestätigung, trotz aller Verführungen zum Bösen und schariarechtlichen Unwägbarkeiten ein rechtschaffenes Leben zu führen) volksislamisch etwa das Wort Allah in aufgeschnittenen Tomaten[5] oder auf dem Schuppenmuster eines Goldfischs erblickt.[6] Die vermeintlich vom Schöpfer signierten Naturobjekte selbst sind dabei natürlich keinesfalls zu verehren, das wäre Pantheismus oder sogar Animismus und somit finsterster Schirk; die Schöpfung als solche vielmehr, so versichern uns letztlich wohl alle monotheistischen Religionen, ist nichts als Beweis für die Existenz des Schöpfers und mit dessen absoluter Wahrheit keinesfalls gleichzusetzen.

Ja’far Sobhani:

Die ersten beiden [Mittel des Weltverstehens] sind allen Menschen gemeinsam und helfen ihnen dabei, die Welt richtig einzuschätzen; sie bilden eine effektive Unterstützung für das Verständnis des Islamischen Gesetzes (they are the effective supports for the comprehension of the Shariʿa). Die dritte Weise [von Welterkenntnis] betrifft [nur] die Individuen, die vom Allmächtigen auf besondere Weise gesegnet worden sind; die herausragendsten Beispiele sind die Botschafter Gottes (the messengers of God).

Für Schiiten haben auch die höheren Ayatollahs, die, wie etwa Chomeini, nicht selten schlicht Imame genannt werden, Einblick in den Verborgenen Bereich (al-ġaib, anglis. ghaib) der Welt; sunnitisch wird ihnen allerdings jedwede Jenseitskundigkeit (ʿIlmu l-Ġaib, ilm-e-ghaib) empört abgesprochen.[7]

Als Beleg für seine Thesen zum Thema Sinneswahrnehmung und Intellekt zieht der Imam das Buch der Bücher heran, Sure die Biene, Koran 16:78:

1 „Allah hat euch aus dem Leib eurer Mütter ohne irgendein Wissen herauskommen lassen und hat euch Gehör, Augenlicht und Herzensverstand („Herz“, afʾida, hearts) gegeben, auf dass ihr Ihm vielleicht eure Dankbarkeit erweisen möget.“

Das Wort afʾida ist die Mehrzahl von fuʾād und beschreibt die innere Empfänglichkeit oder nachdenkliche Innerlichkeit (the inner sphere) des Menschen, in der Hören, Sehen und Intellekt artikulierbar werden.

Oft galt oder gilt im Islam nicht das Hirn, sondern das Herz als Sitz des menschlichen Verstandes.[8]

Auch in Bezug auf die himmlische Herabsendung von Information blättert der iranische Ayatollah in der Gebrauchsanleitung für gelingendes Leben, im Koran, wo, ebenfalls in Sure 16, Vers 43 klarstellt:

„Und [in der Zeit] vor dir haben wir niemand anderen als jene Männer entsandt, denen wir die Offenbarung anvertrauten, daher fragt doch die Leute des Erinnerungsvermögens [die Kenner der heiligen Texte], wenn ihr selber nicht wisst.“

Sobhani erklärt, wie Allahgott vom Himmel aus in die Hierarchien der Hauza zu Ghom (Houze-ye Elmiye-ye Qom) und iranischen Koranschulen Wissen gnädig herabrieseln lässt:

Während sie Wissen über die Welt und die Religion erlangten, haben die spirituellen Führer (religious men) sicherlich von ihren Sinnesorganen profitiert. Doch die menschliche Wahrnehmung kann nur die empirische Basis für unser verständiges Urteil bilden, jedes [wirkliche, umfassende] Verständnis [der Welt und der Menschheit] bedarf des Erwerbs von Kenntnis über Allah (God), Seine Attribute und Seine Taten (His attributes and His acts).

Wissen ist islamisches Wissen, der nichtmuslimische Professor gefährdet das Seelenheil seiner Studenten.

2. Der Inhalt der von Allah an die Propheten gelieferten Botschaft kann in zwei Kategorien angeordnet werden: Glaube und Tat (belief and action). Was den Bereich des Glaubens betrifft, geht es zuerst um den [festen] Glauben an die Wirklichkeit Allahs und Seiner Attribute voller Schönheit (ǧamāl) bzw. Majestät (ǧalāl) sowie Seines göttlichen Handelns (His divine acts). Wie beim Bereich der Aktion sind [uns Menschen] auch hier gottgesandte Verpflichtungen und Befehle (duties and commands) gestiftet worden, die eine individuelle und soziale Lebensführung im Einklang mit der [uns als Scharia bekannten] göttlichen Norm (according to the divine norm) aufzeigen.

Ziel rechten Glaubens sind Wissen und Gewissheit; und zweifellos kann nur der religiöse Beweis (ḥuǧǧa, anglis. hujja) [als gottgewollt und gottgeleitet] Indikator dieser Gewissheit sein. Folgerichtig ist jedem Muslim auferlegt, [mühsam] Gewissheit in allen Angelegenheiten des Glaubens zu erlangen; er kann sich [also] in diesem Bereich nicht hinter der Pflicht zur Nachahmung anderer Menschen, dem Taqlid (taqlīd) verstecken. Die Pflichten und Anordnungen des Bereichs der Tat aber haben zum Ziel, Alltag und Leben (our lives) mit unseren Glaubensgrundsätzen in Übereinstimmung zu bringen. [Denn] in Ergänzung zur Gewissheit muss der Gläubige [ganz und gar] auf Verhaltensweisen zurückgreifen, die von der Scharia bestätigt worden sind, was wiederum bedeutet, dass er sich auf einen Mudschtahid (anglis. mujtahid) beziehen muss, auf einen Schariakundigen (an Expert on the Sharīʿa).

Wie zufällig den Taqlid leben ohne Zwang zum Taqlid … wer nicht recht handelt, beweist nicht lediglich Wissensmangel, sondern lästert den Schöpfer und gefährdet zudem das Seelenheil seiner Angehörigen und Nachbarn.

Im Koran noch schlicht als Stilmittel der Beweisführung für bzw. gegen Allah genannt, hat die Huddscha (anglisiert als ḥojjat) unter Zwölferschiiten eine ausschließlich islamische sowie eine zusätzliche Bedeutung: In jeder Phase der Menschheitsgeschichte, öffentlich bekannt oder nicht, gibt dank Allahs Gnade eine menschgewordene Verkörperung dieses „Beweises“; daneben wird der in der uns allen fast zum Greifen nahen Verborgenheit (al-ġaiba) lebende Fürst der Zeit genannte Zwölfte Imam als Seine Heiligkeit der Beweis, Ḥażrat-e Hoǧǧat verehrt (Hazrat aus arab. ḥaḍra, was wörtlich präsent meint, wird islamisch vor allem in Südasien als Ehrentitel benutzt etwa im Sinne der Anrede Euer Ehren oder Eure Majestät). Im neunzehnten Jahrhundert zu einem Titel geworden, Hodschatoleslam (Ḥoǧǧat al-Eslām), begründete später Ruhollah Chomeini sein Modell der Herrschaft des Höchsten Rechtsgelehrten mit dem etwaige kritische Einwände islamisch aktiv (gewalttätig) aus dem Weg räumenden Begriff des Beweises.[9]

4. Weil nun aber einerseits Offenbarung endgültige Rechtleitung darstellt und zum anderen der Intellekt das von Gott in jedes Individuum gestellte innere Licht, da kann es letztlich keinen Widerspruch geben zwischen diesen zwei göttlich angeordneten Beweisquellen menschlicher Erkenntnis. Falls irgendein Widerspruch zwischen beiden auftritt, haben wir entweder ein Mangel an Verständnis der Religion vorauszusetzen oder eine fehlerhafte Prämisse im Bereich der Theorie.

Wo aber nun kein wirklicher Widerspruch zwischen Intellekt und Offenbarung besteht, sollte es auch keinen Widerspruch zwischen Wissenschaft und Offenbarung geben.

Universitäre Forschung und Lehre haben die Wahrheit der Scharia zu belegen oder dürfen nicht betrieben werden.

Das ist die berüchtigte Islamische Wissenschaft, die darauf beruhen muss, aufklärungshumanistische universelle Wissenschaft (Universität) zu ironisieren und zu unterwandern. Sobhani fordert nichts weniger als die beibehaltene Gleichschaltung des iranischen Hochschulbetriebs: Politologie, Jura, Soziologie und vor allem Pädagogik sind nur wahr, solange sie die (der ganzen Menschheit) von Allah gesetzten Grenzen der Scharia bestätigen oder zumindest nicht verletzen.

5. Was nun jene Gesetze (laws) betrifft, die die Ordnung des Existierenden steuern (govern the order of existence) – Gesetze, die objektiv sind und unabhängig von unseren Gedanken und Vorstellungen – so ist festzuhalten, dass sie endgültige und ewige Wirklichkeiten darstellen (definitive and permanent realities).

Islam ist gereinigter Wohlklang, von teuflischen Missklängen befreites Naturgesetz.

Nicht dass du etwa meintest, Muslim, dich gehen lassen zu können, denn auch neuzeitliche, etwa technologisch geprägte Umweltbedingtheiten schmälern deine von Mohammed, Abu Hamid al-Ghazali oder Ruhollah Chomeini genannten Schariapflichten keinesfalls:

Wenn sich bei der menschlichen Untersuchung des Weltganzen einmal ein Teil der Erkenntnisse als wahr herausgestellt hat und ein anderer als unwahr, dann ist der wahre Teil für immer wahr, denn eine Veränderung der äußeren Bedingungen verändert die kosmische Realität keinesfalls (for a change of environmental conditions does not effect a change in universal reality). Mit anderen Worten können Kern und Wesen des Konzepts von ‚Relativität‘ als ein Weltbetrachten und Bedeutungsbilden, das zu einer Zeitepoche gültig sei und zu einer anderen ungültig, von uns auf keinen Fall als irgendwie wahr betrachtet werden. Wenn zwei mal zwei vier ist, wird das bedingungslos und immer so sein, und wenn nicht, dann niemals; dieser Grundsatz gilt absolut. Wissen kann nicht sowohl der Seite des Wahren angehören und zugleich dem Bereich des Irrtümlichen.

Nach Sahih International übersetze ich aus Koransure 24 Das Licht Vers 2:

„Wenn eine [unverheiratete] Frau oder ein [unverheirateter] Mann schuldig befunden worden sind, Unzucht begangen zu haben, gebt jedem hundert Peitschenhiebe, und habt kein Mitleid mit ihnen wo es doch um die Religion Allahs geht und ihr an Allah und den Jüngsten Tag glauben sollt! Und lasst eine Schar von Gläubigen bei ihrer Bestrafung Zeuge sein.“

Zwei mal zwei ist vier und Scharia ist Gesetz, frei nach Sobhani ergänzt: Wissen muss im Volk verbreitet werden!

Diese himmlische, die Haut des Sünders zerfetzende und die frommen Gaffer erschreckende und begeisternde Vorgabe kann man als Sultan oder Demokrat auf Erden ja vielleicht mit einem Befehl außer Kraft setzen, die Bestrafung selbst bleibt islamisch wahr. Und genau im einschüchternden Sinne dieses (angeblichen) Islamischen Beweises, Islamischen Wissens und Islamischen Wahren vergleicht Ja’far Sobhani im Jahre 2012 den begabten Kölner Musiker Shahin Najafi mit Salman Rushdie, offensichtlich befürchtend, dass die iranische Jugend dem Einfluss der Kleriker endgültig verloren geht und im Weltbürgerlichen und Wissenschaftlichen der kulturellen Moderne ihre neue Heimat findet. Bei ABNA (AhlulBayt News Agency) wettert der Großayatollah über den eines Heinrich Heine, Bertolt Brecht oder Wolf Biermann würdigen soziokritischen Liedertext, stellt den Rapper in eine Reihe mit Salman Rushdie und ruft zur Gleichbewertung (und, da Islam Praxis ist, wohl auch zur Gleichbehandlung) beider Frevler auf:

„Selbstverständlich ist das kein Projekt eines Einzelnen, sondern eine wohldurchdachte Maßnahme, um die religiösen Grundsätze des Volks zu untergraben und eine Form von Unwissenheit in der Gesellschaft zu verbreiten.”[10]

Unwissen darf im Volk nicht verbreitet werden!

Sobhani betont: „Allah behandelt den Gläubigen niemals wie den Ungläubigen. God never treats the believer in the same way as the unbeliever.“[11]

Gewalt im Islam richtet sich immer ganz besonders gegen die Frauen; das Zeichen ihrer irdischen Herabsetzung und Entwürdigung ist der Schleier. Sobhani und der Hidschab:

„Es ist eine soziale Sünde, wenn die Leute keinen guten Hidschab tragen. Politiker und Beamte der Islamischen Regierung sind für diese große Sünde verantwortlich. Aber anscheinend kümmern sie sich nicht ausreichend darum. Das Überleben unserer Islamischen Regierungen hängt am Hidschab!“

Angewendete Taqiyya mag das Schariasystem befördern und die Nichtmuslime schwächen, und so kennt dieselbe Quelle (Kabir News) Ja’far Sobhani auch als Prediger der islamisch verstaatlichten Lüge:

„Lügen ist eine große Sünde, aber die Wahrheit sagen muss auch nicht immer sein! Lying is a big sin, but telling the truth is not a must!“[12]

Naturkunde werde islamisiert:

6. Der Kosmos – hier verstanden als alles, was nicht Gott ist – ist die Schöpfung Gottes, und nie ist er unabhängig von Gott gewesen oder wird es sein, nicht einmal für einen Augenblick.

Scharia ist, wenn es kein Entrinnen gibt. An der Ausweglosigkeit führt kein Weg vorbei.

Indem wir die Welt als Schöpfung Gottes feststellen, meinen wir, dass sie durch Seinen Willen entstanden ist.

Ghom 2012. „Wir Muslime sind Menschen mit Wissenschaft und höchster Kenntnis“, sagt der Großayatollah und ergänzt zur Menschheitsgeschichte: „falls wir in der Wissenschaft einmal eine Zeit lang zurückgefallen sind, sind entweder wir oder unsere Feinde dafür zu beschuldigen, die makellose Islamische Lehre aber kann dafür nichts.“ Dreierlei irdische Tätigkeit finden Allahs Wohlgefallen und werden von ihm reich belohnt: „Die Aktivitäten der Wissenschaftler, der Dschihadisten und der Arbeiter!“ Die Behörden und ihre Mitarbeiter warnt der Geistliche dringend vor offensichtlich schier allgegenwärtigen inneren und äußeren Feinden, die das System schwächen wollen, und den Wissenschaftlern und Publizisten gibt er folgenden Wink, gewissermaßen ein Ernährungstipp: „Weil der Mensch nun einmal physischer und spiritueller Nahrung bedarf, haben Forscher und Autoren sehr genau zu kontrollieren, was sie veröffentlichen und womit sie Verstand und Herz der Jugend nähren.“[13]

Der Weg ins Paradies ist dem iranischen Studenten oder Zeitungsleser sicher, Allahgott kann Pressezensur.

Das Ende dieser Welt und dieser schariapflichtigen Gesellschaft ist nahe, inschallah:

7 Die gegenwärtige Ordnung des Universums besteht nicht für immer und ewig. Vielmehr wird dieses Weltgefüge, nach einer gewissen Zeit, deren Dauer nur Gott kennt, zusammenbrechen, um einer anderen Ordnung zu weichen, die schon dem Bereich der Auferstehung in jener anderen Welt zugehört. (Sure 14:48)

Bis dahin gilt der himmlische Befehl.

Einstweilen daher weiter im Blick auf das Diesseits … durch die ewigen Gitterstäbe des Gefängnisses der Scharia versteht sich, dir, den Scheuklappen des gepeinigten Arbeitspferdes nicht unähnlich, lebensfeindliche Beschränkungen andressierend, tausend angeprügelte Stoppschilder, muslimische Identität stiftend, welche dir Überblick und Phantasie tausendfach durchkreuzen:

8. Die Ordnung der Welt gründet in Ursache und Wirkung, das gilt für jedes existierende Phänomen. Gleichwohl kann die Einwirkung oder Beeinflussung zwischen zwei Objekten jederzeit zerstückelt oder gebrochen sein, ganz nach Belieben des göttlichen Willens.

Nicht die irdische Schwerkraft fesselt den kreisenden Mond an unseren Planeten, Allahgott macht das. Alles könnte ganz anders sein. Um Himmels Willen:

Die Weisheit Gottes selbst nimmt durch diese Ordnung Gestalt an, sodass der Ausfluss Seiner Gnade durch die ureigenste Natur der Dinge hindurchscheint, was sich, auf der Ebene des Beobachtbaren, als Ursache und Wirkung zeigt.

Nächtens leuchtet das ferne Mondgestein nicht, weil es das Sonnenlicht reflektiert, und es regnet auch nicht, weil Wassermoleküle zum Tropfen kondensieren, sondern weil Allah das so will.

Der Koran hat diese beiden Ebenen genau herausgearbeitet, dass alle Naturerscheinungen von Wirkungszusammenhängen beherrscht werden einerseits und zum anderen, dass der eigentliche und wirklich wahre Einfluss auf jede Wirkung und Veränderung der Vollmacht des universellen göttlichen Willens bedarf.

Das bewirkt … die Theologisierung der Werkstätten, Schulen und Labore. Wer in Teheran noch so trockene Physik studiert, hat ins Preisen der Herrlichkeit Allahs einzustimmen.

Ob die im Deutschland des Jahres 2012 im Aufbau befindlichen, zwei Jahre eher vom Wissenschaftsrat (WR) „empfohlenen“, theologisch (schariatreu) orientierten Islamischen Studien an deutschen Hochschulen denn auf lange Sicht gar keine Auswirkung auf die Nachbarfakultäten wie Soziologie oder Pädagogik haben werden? Mögen die Lehrenden und Lernenden in Münster / Osnabrück, Frankfurt / Gießen, Nürnberg / Erlangen oder Tübingen vor dem Einfluss der Muslimbrüder und Millî-Görüs-Bewegten verschont bleiben, jedenfalls so weit und so lange wie möglich.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan sah das im März 2011 so: „Theologie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klärung, zur Aufklärung … Das Verhältnis von Glaube und Vernunft ist eine der Grundfragen schlechthin, und ich glaube, in der Universität des 21. Jahrhunderts wird Theologie auch immer mehr als Orientierungswissenschaft gefragt sein. Theologische Kompetenz wird in vielen anderen Berufen gefragt sein … “[14]

Mein Schüler, was fragst du noch nach der Wirklichkeit? Allah bewirkt!

10. Die Welt ist eine geführte Wirklichkeit (a guided reality); alle ihre Partikel, auf welcher Rangstufe der Existenz (degree of existence) sie sich auch befinden mögen, zehren vom Licht der göttlichen Rechtleitung im genauen Maße ihrer Empfänglichkeit (according to their measure of receptivity).

Das Konvolut deiner maximalen Islamerkenntnis (ʿaqīda) ist angeboren nämlich vorherbestimmt; du kennst die Höhe nicht, solltest allerdings, um nicht auf Dauer in der Verdammnis zu darben, im Diesseits, also heute, jetzt, das gotterkennende und gottbekennende Plansoll keinesfalls unterschreiten. Kommst du freiwillig mit zum Gebet, Bruder?

Sobhani belegt hier mit Koran 20:50, wo die (selbstredend von Allah) geschaffene ureigene, dinghafte Natur jeder Sache oder jedes Wesens in einem vielleicht zweiten Schritt den Befehl (den Befehl Allahs „natürlich“) zur Einnahme des korrekten Orts und Kurses im Unheil abwehrenden Schariasystem erhält. Aus Sahih International übersetzen wir: Unser Herr ist Er, Der jedem Ding seine Form gab und [es] dann anleitete; aus Pickthall: Der allem seine Natur gab und es dann rechtleitete (zum Nachlesen kann Allah Internet unter http://quran.com/20/50 ).

Der Mensch an sich ist von Geburt aus Muslim, weil seine fiṭra, sein natürliches Ausgerichtetsein auf Allahgott es so vorgibt. Zum Islam zu wechseln heißt für dich daher nichts anderes als dein atheistisch oder christlich oder anderweitig verschüttettes ureigenes Wesen und angeborenes Allahbewusstsein zu befreien und zu reaktivieren. Das jedenfalls sagen echte Schariafreunde:

14. Jeder ist mit einer reinen Urspungsnatur geboren worden, der fiṭra, und mit dem Bewusstsein für den Tauhid (the Divine Oneness), auf dass er seine wesenhafte Natur fortwährend entwickeln möge, alle Tendenzen zur Rebellion gegen sie abwehre und so, unausweichlich, seinen Weg hin zur absoluten Wahrheit finde.

Sobhanis the Divine Oneness, der auch bei Ayatollah Chomeini zentrale Begriff des Tauhid[15] ist der für jeden – auch sunnitischen – Muslim verpflichtende Glaube an die vierfache Einheit und Unteilbarkeit von Schöpfer, Schöpfung, Weltgemeinde und Gesetz, anders gesagt die vierfache Einheit und Unteilbarkeit von Chaliq, Chalq,[16] Umma und Scharia.

Und Sklave von Allah und ab 1979 Revolutionär unter Imam Chomeini zu sein und jedem Regierungskritiker und jeder freiheitlichen Frau das Leben zur Hölle zu machen, das ist die hier von Ja’far Sobhani verherrlichte, speziell schiitische fiṭra.[17]

15. Der Mensch ist mit freiem Willen ausgestattet; er ist fähig, unabhängig auszuwählen – das bedeutet, dass, wenn er beschließt, etwas zu tun oder zu unterlassen, er die verschiedenen Perspektiven und Folgen im Licht seiner intellektuellen Befähigung abwägt (he takes account of its various dimensions in the light of his intellectual faculty. Der Heilige Koran stellt dazu in 76:3 fest:

„Wahrlich, wir haben ihm den Weg gezeigt, ob er nun dankbar sei oder ungläubig“

und sagt in Sure 18:29

„Sprich: [Dies ist] die Wahrheit von deinem Herrn [zu den Menschen gekommen]. Nun also, wer es will, den lasst glauben, und wer es [anders] will, den lasst nicht glauben.“

Allahs Drohung klingt allerdings auch im ersten Koranzitat auf. Sure 76:3 ist von Sobhani vollständig wiedergegeben – siehe http://quran.com/76/3 –, doch hat der zum Schariagehorsam verpflichtete Leser, beispielsweise der nordrhein-westfälische Schüler des ab 1. August 2012 bekennenden Islamischen Religionsunterrichts (IRU) auch den Folgevers in strenger demokratischer Gottesfurcht (Landesschulgesetz NRW) zu verinnerlichen: „Wir haben den Ungläubigen Ketten, Fesseln und Feuerglut bereitet.“

Zu Sure 18:29 fehlen gleich zwei Drittel, in http://quran.com/18/29 finden wir den entscheidenden Rest; die Sache mit der legendären islamischen Freiheit im Glauben wird vom himmlischen Chef persönlich klargestellt: „Wir haben den Ungerechten [the wrong-doers; the unjust; Muhsin Khan liest: the Zalimun] ein Feuer [Höllenfeuer] bereitet, das sie [einer Hauswand oder einem Zelt gleich] auf allen Seiten umgibt [und nicht mehr heraus lässt]. Wenn sie um Hilfe [wie um einen labenden Trunk] flehen, wird sie ihnen gewährt mit einem Wasser, das wie geschmolzenes Metall [oder siedendes, trübes Öl] ist und ihnen die Gesichter verbrennt. Einen schlimmeren Trunk und eine üblere Ruhestätte gibt es nicht.“

Handlungsbezogene Flüchwürdigkeit (ẓulm) zu vermeiden ist im neuen Schuljahr versetzungsrelevant jedenfalls Einstellungskriterium für das IRU-Lehrpersonal. Die demnächst im Staatsauftrag auch unter deinen deutschen Schulkameraden oder Uni-Kommilitonen ausfindig zu machenden ẓālimīn, 91 mal im Koran,[18] oder ẓālimūn, 33 mal im Koran,[19] sind die Polytheisten und die, die Unrecht (aẓ-ẓulm) begehen (mushrikeen, wrongdoers, oppressors).

Imam an-Nawawi (1234–1278), Autor von Gärten der Tugendhaften Riyāḍu ṣ-Ṣāliḥīn, hat die Übeltäter sorgfältig aufgelistet, denen Allahgott flucht und kommt auf elf Kategorien, darunter die Frauen, die Perücken tragen oder anfertigen, Juden, die an prophetischen Gräbern Verehrung betreiben, jene, die Bilder belebter Wesen malen sowie die Männer, die Frauen nachahmen und die Frauen, die Männer nachahmen.[20]

Exkurs Bilderverbot. Es erzählte Ali ibn Abu Talib: Der Prophet sagte: Die Engel betreten kein Haus, in dem es ein Bild gibt, einen Hund oder eine in sexueller Hinsicht unreine Person. Angels do not enter the house where there is a picture, or a dog, or a person who is sexually defiled (Abu Dawud Buch 32 Nummer 4140 und wortgleich in Abu Dawud Buch 1 Nummer 0227). Der große Hadithsammler Buchari (3:34:318) stellt nach Aischa den himmlischen Willen fest, dass auch Sitzkissen nicht mit Bildern bestickt sein dürfen; wie bei Sahih Muslim 19:024:5268 werde den frevlerischen Bildermalern oder Bildbesitzern am Tag der Auferstehung die – unerfüllbare und damit das entsetzliche Los besiegelnde – Forderung gestellt, der Abbildung Leben einzuhauchen.[21]

Auch das ist Tauhid, wer ein noch so kleines Teil der islamischen Schöpfungseinheit nachmachen will oder jedenfalls diesen Anschein zu erwecken nicht öffentlich überprüfbar vermeidet stellt die Einheitlichkeit Allahs in Frage (wer einen noch so kleinen säkularen juristischen Bereich nicht nach besten Kräften schariatisiert ebenso: vom Koranrezitieren zum Kopfabhacken ist es, sobald Polygamie, Kindbraut oder koranisches Erbrecht legalisiert sind, letztlich nur ein fließender Übergang und eine Frage der Bereitschaft, seine islamische Religion ernst zu nehmen).

Ein fiktiver Blick in Deutschlands Klassenzimmer und Universitäten der nahen Zukunft. Muss die Schul- oder Hochschulbibliothek, vielleicht durch schariafromme („salafistische“) Rollkommandos, nicht zeitnah von islamfeindlichen Büchern oder unverschleierten Frauen gesäubert werden, etwa so, wie es der islamkritisch denkende pakistanische Physiklehrer Pervez Hoodbhoy aus Islamabad berichtet?[22] Ob die Islamische Religionslehrerin, die ihre Haare nicht bedeckt oder sie pfiffig rappelkurz trägt, nicht gegen den Islam verstößt und Männer imitiert, und erst recht jene Frau, die ein Holzfällerhemd oder gar eine körperbetonte Jeanshose trägt? Und darf der junge IRU- und Mathelehrer sich eigentich seinen Bartwuchs ganz abrasieren, der Mann hat doch Vorbildfunktion im Sinne der umliegenden Moscheegemeinden? Können wir Diener Allahs unwidersprochen dulden, dass junge Leute händchenhaltend über den Campus schlendern oder dass männliche Hochschüler am Fachbereich Islamische Studien ein Seidenhemd tragen oder einen goldenen Ring, Seide und Gold, das dürfen doch nur Frauen? Wie auch immer – damit die schöne sittliche Ordnung nicht einstürzt und mit ihren Trümmern den Weg ins Paradies versperrt, dürfen Männer und Frauen sich nicht ähnlich sein, so lernt es weltweit jeder Koranschüler und verinnerlicht es gehorsam, geheiligte und heilssichernde Frauenentwürdigung und Homophobie in eine neue Generation tradierend.[23]

19. Ethische Werte, die dem ureigensten Prinzip des Menschlichen zuzurechnen sind und in der fiṭra wurzeln, sind dauerhaft und unveränderlich (permanent and immutuable); weder der Lauf der Zeit noch die Veränderung der Gesellschaft kann sie abändern.

Im Guten, so fährt der Großayatollah fort, seien zum Beispiel eingehaltene Versprechen sowie wohltätige Gaben und Gegengaben zeitlos wertvoll, von ihm überzeugend begründet mit Koran 55:60 (nicht ganz genau nach Pickthall), im gegenteiligen Bereich beispielsweise die Hässlichkeit von Verrat oder nicht eingehaltener Zusage. Die ewige Bedrohung der islamischen Werte lautet in Sobhanis verwendetem englischem Korantext wortgleich mit der Koranübersetzung von Pickthall: and forbiddeth lewdness [Anstößigkeit, Unzüchtigkeit] and abomination [Gräuel, verruchte Taten, abscheuliche Laster] and wickedness [Verruchtheit, Frevel]. Yusuf Ali schreibt es verständlicher: He forbids all shameful deeds, and injustice and rebellion, Shakir: He forbids indecency and evil and rebellion, Dr. Ghali: He forbids obscenity and maleficence [Schädlichkeit] and iniquity [Frevel, Widerrechtlichkeit, Ungerechtigkeit].

Wie im Januar 2012 die himmlische Diktatur Iran das Strafmaß gegen den 28-jährigen Amir Mirzaei Hekmati begründet? Der vermeintliche Delinquent ist angeblich ein Spion.[24] Seine Tat kann damit als Moḥārebeh klassifiziert werden (Krieg gegen Gott und seinen Propheten; der entprechende Täter ist Moḥāreb genauer moḥāreb bā Khoda). Der Iran wendet also den Koran an und verteidigt die islamischen Werte, die, wie Sobhani versichert: „in der fiṭra wurzeln.“ Die 2008 verhaftete siebenköpfige informelle Führung der iranischen Bahai wurde für Verderben stiften auf Erden (efsād-e fel-arẓ; Täter: mofsed-e fel-arẓ) angeklagt,[25] auch diese Anklage kann die Todesstrafe nach sich ziehen. Ernst genommene Scharia führt von Fitratheorie zur Galgenpraxis.

21. Aufstieg und Niedergang der Völker hängt von vielen Ursachen zugleich ab, die, lassen wir externe Faktoren einmal beiseite, vor allem damit zu tun haben, wie das jeweilige Volk religiöse Überzeugungen und moralische Grundsätze erkennt und beherzigt. Dieses Prinzip steht nicht im Widerspruch zur göttlichen Vorsehung (divine predestination, qaḍāʾ wa qadar), was daran liegt, dass alle Ursächlichkeit nichts als Ausdruck des universellen Willen Gottes ist (This is because the principle of causality is itself an expression of the universal will of God).

Darüber denken nicht nur die Schiiten nach. Zum äußerst bedeutsamen Islamischen Grundsatz von [Allahs] Fügung und Bestimmung (al-Qaḍāʾ wal-Qadar) gibt Scheich al-Munajjid (Muḥammad Ṣāliḥ al-Munaǧǧid, * 1960) zumindest den Sunniten folgende Antwort, Fatwa:

„Niemand kann daher wahren und sicheren Glauben haben, außer er kennt Allāh durch Dessen schönste Namen und erhabene Attribute, sich Seinen Befehlen mit ruhigem Gewissen und im Vertrauen auf seinen Herrn unterwerfend. In diesem Fall können keine Zweifel oder fadenscheinige Argumente Einzug finden in das Herz des Menschen. Zweifellos ist das der größte Beweis dafür, dass der Glaube an al-Qadar wichtiger ist als der Glaube an andere Säulen des Glaubens und dass der menschliche Verstand nicht selbstständig al-Qadar verstehen kann, denn al-Qadar ist eines der Geheimnisse Allāhs in Seiner Schöpfung. Was auch immer Allāh uns in Seinem Buch mitteilte oder durch den Mund Seines Gesandten, akzeptieren wir und glauben daran, und was auch immer unser Herr uns nicht mitteilte, daran glauben wir, so wie wir auch an Seine vollkommene Gerechtigkeit und Weisheit glauben und daran, dass Er nicht nach dem gefragt wird, was Er tut, doch die Menschen werden gefragt.“[26]

Shaykh Muhammad ibn Ibrâhim at-Tuwaijri (* 1952) aus Saudi-Arabien wird in Deutschland beispielsweise bei den Medinafreunden („Salafisten“) von Die Wahre Religion (Ibrahim Abou-Nagie) hoch geachtet. Der Scheich wird zur islamischen Tugend der Geduld (aṣ-‎ṣabr) befragt, antwortet im Sinne der Scharia und weist hin auf den unbedingt notwendigen Glauben jedes Muslim hin an Qaḍāʾ wa Qadar. Fatwa:

„Der Glaube an al-Qadā‘ wa-l-Qadar (den göttlichen Willen und die Bestimmung) ist eine der Säulen des Glaubens. Der Glaube des Muslims ist nicht vollständig, bis er davon überzeugt ist, dass alles, was ihn trifft, ihn niemals verfehlen konnte, und dass alles, was ihn verfehlt, ihn niemals treffen konnte. … All die Desaster und Bedrängnisse, die auf der Erde eintreten oder die dem Einzelnen geschehen oder mit seinem Vermögen oder seiner Familie, waren Allāh bekannt, noch bevor sie geschahen. Er hat sie auf al-Lauh al-Mahfūz (der bewahrten Tafel) niedergeschrieben. … Jedes Unglück tritt durch Allāhs Bestimmung ein. Wenn Er es nicht gewollt hätte, wäre es nicht geschehen, doch Allāh erlaubte und bestimmte es und so geschah es. … Der Gläubige muss das, was Allāh bestimmt hat, mit Geduld ertragen und geduldig im Gehorsam Allāh gegenüber sein und geduldig im Fernbleiben der Sünde. Wer auch immer geduldig ist, dem wird Allāh am Tag der Auferstehung einen Lohn ohne Maß geben.“[27]

Wieder zur Zwölferschia. Ayatollah Sobhani zu Höherentwicklung und Verfall der Nationen und Staaten:

Anders gesagt: der Wille Gottes manifestiert sich dergestalt, dass die Gesellschaften ihr eigenes Schicksal durch Anwendung ihrer Glaubenssätze und Taten vorzeichnen. Eine Gesellschaft, die sich auf Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit gründet, wird in Wohlstand und Beständigkeit leben; im entgegengesetzten Fall steht ihr ein unangenehmes Los bevor.

Alles in allem ist Optimismus angezeigt:

22. Das [von Allah gewirkte] Schicksal hält der Menschheit eine leuchtende Zukunft bereit. Sicherlich begleiten Ungleichheit und Entbehrung das menschliche Leben, aber das wird nicht für immer so sein. Die Menschheit bewegt sich auf eine bessere Zukunft hin, in der sich ein vollumfängliches System der Gerechtigkeit duchgesetzt hat. … Und so wird sich, nach einem zähen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, der endgültige Sieg der Wahrheit einstellen, wie lang auch immer es bis dahin dauern möge.

Zu diesem Islamischen Saubermachen (Endsieg) muss der Versuch der Ausrottung der gleichgeschlechtlichen Liebe gehören. Und so sprach der Theologe aus dem altehrwürdigen Ghom im Mai 2012 – nur ganz kurz – über den dieses Jahr in Aserbaidschan abgehaltenen Musikwettbewerb Eurovision und die (angebliche) dazugehörige Schwulenparade. Sobhani brauchte gar nicht mehr zu sagen. Die Andeutung des Großayatollahs reichte aus, um in Baku radikale islamische Demonstranten auf die Straße zu bringen, die gewaltig große Fotos trugen, welche Ahmadinedschad und Chameine’i abbildeten (hier also kein Bilderverbot) sowie ein Transparent mit der Aufschrift: Aserbaidschan braucht keine religiösen Homosexuellen! Offiziell war eine Schwulenparade zwar gar nicht vorgesehen, aber Kunst oder anderweitig Nichtislamisches ist für Sobhani offensichtlich immer „pervers“ und der Mensch an sich pflichtschuldigst heterosexuell, jedenfalls der nicht am Galgen aufzuhängende Mensch. Auch im Internet wurden Allahs Revolutionäre aktiv und man hackte die Homepage von Eurovision, der Besucher las: „Stoppt die Durchführung von Eurovision 2012 in Baku und erlaubt keine Homo-Paraden! Gezeichnet: Cyber-Krieger für Freiheit.“ Anwohner fanden islamistische Flugblatt- und Video-Propaganda gegen das europäische Musik-Event in ihren Briefkästen.[28]

Wenn man sich ganz bewusst macht, dass das Fundament menschlichen Lebens im Bewahren seiner spirituellen Würde besteht, folgt daraus ohne Frage, dass im Islam jede Handlung verboten ist, die von der menschlichen Würde oder von einer der anderen gottgegebenen Qualitäten abweicht. Um hier genauer zu werden ist beispielsweise jede Gewaltherrschaft (tyrannical authority) – sowohl für den Herrschenden als auch für die Beherrschten – streng verboten.

Die Frage ist, ab wann der schriftgläubige Muslim die nicht schariakonforme Demokratie angreifen muss, die ja vielleicht auch eine Tyrannis ist.

Hier wird der Islam doch glatt zur Befreiungstheologie, was die Politikwissenschaftlerin, Pastorin und „Islambeauftragte“ Beate Sträter[29] mit dem Vergleich von Leonardo Boff und Sayyid Qutb (Zwischen Radikalisierung und Integration: Politischer Islam in Ägypten und christliche Befreiungstheorie in Brasilien) bereits andeutete. 2007 fordern die an das südamerikanische christliche Vorbild erinnernden, leicht antisemitischen Hamas-Freunde („Das Projekt der nationalen Befreiung vom Zionismus“; „Denn nur mit der militärischen Niederlage Israels, der USA und ihres Bündnisses kann ein demokratischer Staat Wirklichkeit werden.“) und engagierten Kopftuchverteidiger („Die Kampagne gegen das Kopftuch ist Teil des Kulturkampfes des Westens gegen den Rest der Welt“) von der Antiimperialistischen Koordination (AIK) die Anerkennung der Schariabewegung als spirituell motivierten Sozialaktivismus: „Ein Vierteljahrhundert später, wo im Nahen Osten, der Region, die heute die zentrale Zielscheibe des imperialistischen Krieges ist, ähnlich geartete politisch-religiöse Bewegungen an vorderster Front Widerstand gegen Besatzung und westliche Dominanz leisten, da scheinen diese Erfahrungen wie weggeblasen. Man kann nicht umhin zu denken, dass diese gänzlich andere Rezeption damit zusammen hängt, dass deren religiös-kultureller Hintergrund nicht christlich, sondern islamisch ist.“[30]

26. Die Freiheit des Individuums im Islam findet seinen Ausdruck auch darin, dass es keinen Zwang gibt im Hinblick darauf, welcher Religion jemand angehören möchte. … Glauben kann im Islam erst aus innerer Überzeugung und frommer Herzensregung entstehen, die aus einer Reihe von Faktoren fließen, deren wichtigste die Fähigkeit ist, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, das Realistische vom Unrealistischen. Wenn [vom Individuum] erst einmal Urteilsvermögen erworben worden ist, wird es sich – unter normalen Umständen – dafür entscheiden, der Wahrheit zu folgen.

Wie zu erwarten nennt Sobhani hier Koransure 2:256, das berüchtigte kein Zwang in der Religion: There is no compulsion in religion. The right way is distinct from error.

Wer die Scharia nicht lobpreist und – öffentlich kontrollierbar – tätig beherzigt, ist kein Realist, sondern ein Phantast, ein weltfremder Spinner oder ist nicht geschäftsfähig, hat kein „Urteilsvermögen“, ist, sagen wir es politisch unkorrekt: verrückt. Und wo Islam richtig ruppig (original) angewendet wird, besteht auch heute in manchen Weltgegenden die vielleicht einzige Möglichkeit, eine nach der Sunna geforderte Todesstrafe abzuwenden (Sahih Buchari Nr. 9.83.17 Ein Muslim darf nicht getötet werden, mit folgenden drei Ausnahmen, als Strafe für Mord, Ehebruch oder Apostasie, und 9.84.57 Wer immer die Islamische Religion wechselt, den tötet), darin, den Apostaten für unzurechnungsfähig zu erklären. Auch die islamisch einwandfrei verurteilte Atefah Rajabi Sahaaleh wurde noch schnell für geistesgestört erklärt, bevor man die Sechzehnjährige am 15. August 2004 öffentlich aufhängte.

Diese durch und durch islamische Möglichkeit (üb)erlebte im Jahr 2006 der ethnische Tadschike Abdul Rahman (* 1965). Seit seinem Religionswechsel zum Christentum (1990) führte der verheiratete Vater zweier Töchter den biblischen Namen Joel und im von der deutschen Bundeswehr „befriedeten“ Afghanistan drohte dem Islamapostaten, durchaus dank der schariatreuen Bonner Afghanistan-Konferenz (2002), die Todesstrafe. Wakil Omari, der Sprecher des Obersten Gerichts in Kabul, gab im Einklang (oder vielmehr legalisierten Zweiklang) von Verfassung und Scharia bekannt, dass der neue Christ doch einfach für psychisch gestört erklärt und dann sofort auf freien Fuß gesetzt werden könnte. Herrn Omari sei die Familie des Unbotmäßigen zu Hilfe gekommen, die ausgesagt hätte, Abdul Rahman wäre geistig labil („mentally instable“), der Gerichtssprecher wusste Genaueres: „Er hat selbst ausgesagt, fremdartige Stimmen in seinem Kopf zu hören. He himself has said that he hears strange voices in his head.“

Optimistisch befand Staatsanwalt Abdul Wasay: „In unserem Gesetz steht es ganz deutlich: wenn jemand geisteskrank ist, kann er nicht verurteilt werden und ist freizulassen. In our law it is clear — if one is not mentally healthy, he or she cannot be tried, he can be freed.“ Zweihundert Menschen demonstrierten gegen das Gerichtsurteil im tadschikisch geprägten Mazār-i Scharif (Provinz Balch, das historische Baktrien). Weil Mohammeds Neffe ʿAlī bin Abī Ṭālib, der vierte der rechtgeleiteten Kalifen und Ehemann von Prophetentochter Fatima dort bestattet ist, der persische Ortsname bedeutet Grab des Heiligen, gilt die Stadt allen islamischen Strömungen als kostbarer Wallfahrtsort. Leider waren es nicht etwa Säkulare, die angelegentlich der Freilassung des Konvertiten protestierten, sondern zornige Mullahs und Koranschüler aus der Nachbarschaft: „Wir wollen, dass die Scharia angewendet wird, wir wollen, dass er hingerichtet wird. We want Islamic Sharia implemented, we want him executed.“ Nichtafghanische, fremde („westliche“) Einmischung verbat man sich wie selbstverständlich und bewies mit Sprechchören Multikultur und globales Denken: „Tod Amerika, Tod Bush!“[31]

Die Verfassung Afghanistans, die Weichenstellung in Richtung einer Islamrepublik erfolgte 2002 auf dem Bonner Petersberg (Sharia made in Germany), nennt die Staatsform einer Islamischen Republik (Art. 1), ordnet die Staatsreligion an als die Heilige Religion des Islam (Art. 2) und stellt fest, dass kein Gesetz gegen die Glaubensgrundsätze und Vorgaben der heiligen islamischen Religion verstoßen kann (Art. 3; die afghanische Rechtssprechung soll dabei in Übereinstimmung mit der hanafitischen Jurisprudenz der Scharia erfolgen (Art. 130)). Etwas später also etwas müde bekennt man sich zu den Menschenrechten der UN (Art. 7), andernorts (Art. 35 Recht auf Gründung politischer Parteien) erfolgt das für „Islamdemokratien“ typische Nebeneinander sprich Schariaerhöhen in der Aufzählung von Islamprinzip und Verfassungsrahmen (Their manifesto and charter shall not contravene the Holy religion of Islam and principles and values enshrined in this constitution), himmlischem und menschengemachten Gesetz. Der Vorrang dürfte klar sein und stand ja auch bereits in Artikel eins bis drei. Allah ist im Halbkalifat bereits der eigentliche Regent, Islam rules.[32]

Auf manchen Angehörigen der kulturellen Moderne werden Theologen wie Ja’far Sobhani, wenigstens auf den ersten Blick, sehr tolerant wirken („Die Freiheit des Individuums im Islam …, dass es keinen Zwang gibt im Hinblick darauf, welcher Religion jemand angehören möchte. … Glauben kann im Islam erst aus innerer Überzeugung und frommer Herzensregung entstehen“), genau diese Himmelswächter aber tragen in Wirklichkeit die Barbarei des todeswürdigen Apostasieverbots und den einzigen Ausweg, einen Unzurechnungsfähigen nicht zu ermorden, ins 21. Jahrhundert. Islamkritiker müssen sich daher sofort an Menschen wie Abdul Rahman aus Afghanistan erinnern, wenn Scharia-Theologen wie der Großayatollah sagen, was akzeptable Gläubigkeit ist: „die Fähigkeit …, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, das Realistische vom Unrealistischen. Wenn [vom Individuum] erst einmal Urteilsvermögen erworben worden ist, wird es sich – unter normalen Umständen – dafür entscheiden, der Wahrheit zu folgen“. Der „unterscheidungsschwache“ tadschikische Familienvater verlangte „Unrealistisches“, tötet ihn.

Artikel 26 ist noch nicht zu Ende. Zum Zwecke der selbstredend völlig friedlichen globalen islamischen Mission denken Allahgott und Sobhani militärpolitisch:

Es ist wahr, dass der Dschihad eine Verpflichtung für alle Muslime darstellt, aber das bedeutet keinesfalls, andere dazu zu zwingen, den Islam anzunehmen (It is true that Jihād is an obligation for all Muslims, but this does not in any way mean forcing others to accept Islam).

Das Ziel des Dschihad liegt vielmehr in der Beseitigung aller Barrieren, die verhindern, dass die göttliche Botschaft zu den Menschen gebracht wird, auf dass der „rechte Weg“ den Menschen auch wirklich erkennbar wird und erläutert werden kann (The aim of Jihād is, rather, the removal of barriers that prevent the divine message from being [peacefully] conveyed tot he people throughout the world, so that the „right way“ can indeed be clarified and presented to all).

Die Kopplung von Dawa und Dschihad zu erkennen ist für uns Säkulare unverzichtbar, vielleicht ja sogar ihre Identität. Die Prediger darf niemand an ihrer Arbeit hindern, auch im Feindesland oder Heidentum nicht; wer sich irgendwo auf der Welt der Dawa in den Weg stellt, kann im Islam wahrscheinlich getötet werden. Wer das weiß und spürt, redet so: „Der Islam auferlegt uns beides, Dawa und Dschihad. Beide sind gleich bedeutsam und untrennbar. Wo doch unser ganzes Leben islamisch gestaltet werden muss, brauchen wir Dawa und Dschihad ganz wesentlich, nichts von beiden kann dem anderen vorgezogen werden“, das war ein Zitat von der vor allem von Pakistan aus agierenden Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba (LeT, the Army of the Pure).[33]

Muslim werden ist dein Weg aus dem finstren Götzendienst hinauf zum erhabenen Allahbewusstsein, vom Schirk zum Tauhid. Allahs Einssein, der Tauhid, so Sobhani, habe oder erfordere fünf Aspekte: Wesenhaftigkeit (Oneness in the Essence), Gotteswirksamkeiten (Oneness of the Attributes), Schöpfertum (Oneness of Creatorship), Regentschaft (Oneness of Lordship) und Verehrungswürdigkeit (Oneness of Worship).

Koran 7:54 lautet: „Ihm alleine gehören (al-chalq WA l-amr), die Schöpfung UND der Befehl.“ Die Gottheit rief das Weltall ins Dasein und gab ihr den Befehl zum Gehorsam. Das sind (mindestens) zwei Schritte: Allah war uranfängliche Wirkung und wirkt in jedem Augenblick (die Scharia). Eine Tauhid-Doktrin von Sobhani (Artikel 31) erscheint denn auch ein wenig so, als ob Allāh die eine selbe Schöpfung zweimal geschaffen hätte oder doppelt beherrsche, einmal in ihrer physischen und einmal, vielleicht in einem zweiten, veredelnden Schritt in ihrer religiösen d. h. schariatisierenden Dimension der Existenz. Jedenfalls unterscheidet der Großayatollah die Herrschaft (at-tadbīr) Allahs über die kreatürliche (takwīnī) und die religiöse (islamische, tashrīʿī) Sphäre. Naja, die bösen der Dschinnen und die Satane durchtoben fraglos nur die finstere Dimension des Hier und Heute und sind, wie die vielen Hinrichtungen beweisen, auch im Iran noch nicht ganz ausgetrieben; Sobhani: This oneness of lordship has two aspects: (a) creative governance (tadbīr takwīnī), and (b) religious governance (tadbīr tashrīʿī).

Dr. Mohd Zaidi Ismail vom kulturell gegenmodernen International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) in Malaysia beispielsweise kennt den mit Allahs Wirkungskraft (al-ʿamr) oder Wirken verbundenen tadbīr als dessen göttliche Sachwalterschaft, Führung und Regentschaft (tadbir is one of the major Arabic terms meaning administration, management, or governance).[34] Entsprechend unterscheidet Mohd Zaidi Ismail zwischen Gesetzgebendem Befehl (Legislative Commands, al-amr al-taklifi) und Kreatürlichem Befehl (Creative Command, al-amr al-takwini).[35]

Gesetze fallen im Islam vom Himmel, wer andere Paragraphen erlässt, wird in Ewigkeit brennen. Der 1959 in Nablus geborene, sehr konsequent islamische sprich terroristische Denker Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī (»Democracy … a Religion«, vgl. Sägefisch 206) weiß, wer in die Hölle kommt:

„Gesetzgeber, Abgeordnete, Anwälte, Richter … Und deshalb erklären wir denjenigen zum Kafir, der im Einklang mit dem Din namens „Demokratie“ Gesetze erlässt.“[36]

Wer Scheich Ṣaliḥ al-Fawzān ernst nimmt, hält die menschenrechtlichen Normen vom 10. Dezember 1948 für einen Aufruf zur Blasphemie und das muslimseitig mehr als zufällige Befolgen des deutschen Grundgesetzes für praktizierten Satanismus:

„Das Festlegen von Gesetzen … ist ein Recht Allahs des Erhabenen … Und wer eine Gesetzgebung außer der Gesetzgebung Allahs akzeptiert, der hat Allah etwas zur Seite gestellt (Schirk begangen), … So hat also Allah das Befolgen der Satane und ihrer Verbündeten in der Erlaubnis einer Sache, welche Allah verboten hat, zum Schirk erklärt. Genauso gilt für jemanden, der Gelehrten oder Führern im Verbot von etwas folgt, was Allah erlaubt hat, oder in der Erlaubnis einer Sache, die Allah verboten hat, dass er sich diese als Herren neben Allah genommen hat. … Ihr Gehorsam ihnen gegenüber im Erlauben und Verbieten von Dingen neben Allah stellte also ihre Anbetung und ihren Schirk dar. Es ist ein großer Schirk, welcher unvereinbar mit dem Tawḥīd ist, welchen das Bezeugen von „lā Ilāha illā Allah“ nach sich zieht, denn von den Folgen dieses Zeugnisses ist, dass das Verbieten und Erlauben einzig das Recht Allahs ist. … Dieser hat sich die Ungläubigen zu Herren neben Allah genommen, die für ihn die Gesetze erlassen …“[37]

Der schiitische Großayatollah widerspricht weder dem Dschihad-Ideologen al-Maqdisi noch dem salafistischen Scheich al-Fauzan, Sobhani:

32. Folglich: Einheit der Herrschaft, Einheit im Aufstellen des religiösen Gesetzes [der Scharia], Einheit im Gehorsam – all das und viel mehr gehört zur Einheitlichkeit von Staatsführung und Regierungsform. Dem Propheten Mohammed kam der Titel eines Machthabers zu; er war von Gott auserwählt; [und nur] eine solche Regentschaft ist im Einklang mit der göttlichen Vollmacht und Ermächtigung. Deshalb muss jeder Muslim dem Propheten so gehorchen, wie er Gott gehorchen muss; so [und nicht anders] ist es jedem Muslim auferlegt; wahrlich, Gehorsam ihm gegenüber ist dasselbe wie Gehorsam Gott gegenüber.

Weil aber die Präzisierung der religiösen Verpflichtungen Teil des göttlichen Herrschaftsbereichs ist, hat niemand das Recht, anders zu urteilen [als nach Koran und Sunna].

Sobhani zitiert aus Sure 5:44 „Diejenigen, die nicht nach der Offenbarung Gottes richten, das sind gewiß die Ungläubigen.“ Einige nordamerikanische oder europäische Korangläubige werden aus dieser Sure die Pflicht lesen, Familienstreitigkeiten unbedingt ohne staatliche Einmischung zu regeln oder vor einem nicht nach der Scharia handelnden Richter nicht aufzustehen, wirklich Strenggläubige erkennen in 5:44 einen Aufruf zum Umsturz und zur totalen Durchformung von Verfassung und Paragraphenwerk nach den Vorgaben von Koran und Sunna.

Harun Yahya hingegen hält Chomeini oder Sobhani zwar nicht für Apostaten, aber schweigt zur nach 5:44 begründbaren Islamrevolution und nennt nur den ersten Teil der Sure, in dem Allahgott von sich behauptet, den Juden die Thora herabgesendet zu haben. Der Kreationist tut so, als würde er Mohammeds Verhöhnung der (trotz aller Ermahnung immer noch nicht zum Islam übergetretenen) Juden nicht erkennen, sondern ruft die Abraham verwendenden Religionen zum friedlichen Zusammenleben … auf islamischer Grundlage:

„Die Konflikte zwischen Juden, Christen und Muslimen, die auf historische Ursachen zurückzuführen sind, auf Vorurteile und Missverständnisse, sollten ein für alle Mal beendet werden. Die Anhänger aller drei Religionen sollten in gegenseitigem Verständnis und in Toleranz zusammen leben. Wichtig ist, die Gemeinsamkeiten hervorzuheben und nicht die Unterschiede zu betonen. Man muss helfen anstatt Ärger zu schüren, konstruktiv sein, anstatt destruktiv, kooperativ anstatt obstruktiv, und man muss einen anstatt zu trennen.“[38]

Der islamfromme türkische Antisemit Harun Yahya („Wie haben die Nationalsozialisten Millionen Juden, Zigeuner und Behinderte ermordet? Welche geheime Abmachung gab es zwischen den Nationalsozialisten und dem radikalen Zionismus? How Did The Nazis Massacre Millions Of Jews, Gypsies And The Disabled? What Was The Secret Agreement Between Nazism And Radical Zionism?“) weiß, dass Jesus von Nazareth bald zurück auf die Erde kommen wird, um das Islamische Recht anzuwenden und kein anderes:

„Jesus wird zur Erde zurückkommen … Sein Richten als gerechter Richter bedeutet … dass er gemäß der Scharia (die Gesamtheit der Gebote) des Islams richten wird, also in Übereinstimmung mit dem Quran und der Sunna des Propheten Muhammad.“[39]

Noch eine letzte theologische Denkfigur sei mit Sobhani betrachtet, ab nächsten Monat (1. August 2012) ist bekennende Schariakunde in Nordrhein-Westfalen schließlich versetzungsrelevant: al-Qaḍāʾ wal-Qadar, Allahs Wollen und Sein Anordnen, göttlicher Befehl (Qaḍāʾ) und göttliche Grenzbestimmung (Qadar), die monotheistisch konkurrenzlose Entscheidungsmacht und die von uns gefälligst nicht als knauserig oder gar geizig zu nennende Portionierung ihrer diesseitigen Ausgestaltung.

Der qaḍāʾ ist das ins Dasein Rufen (Koran 2:117 „Als er [Allah] ein Ding [ins Dasein] rief, sagte er nur: Sei! Und es ist“), während der als Islamische Vorbestimmung (türk. kismet) wohlbekannte Qadar die Zuweisung des Maßes ist, die Befristung, beispielsweise der Dauer der Existenz, für den Menschen am interessantesten, die Lebensdauer (Koran 6:2 Er ist Der, Der dich aus Lehm erschaffen hat, und er hat dir eine Frist gesetzt“).

Zum Qadar gehört die Auslöschung (al-fanāʾ) die nach Allahs unergründlich-allweisem Ratschluss das Erdenleben beendet. Im Iran beendet, glaubt man den barbarischen Mullahs, der himmlische Wille die Lebensspanne für die Frau aus Teheran im Evin-Gefängnishof mit fliegenden Steinen (Maryam Ayubi am 11. Juli 2011) und für den Mann in Semnan (ein angeblicher Drogenschmuggler, 18.04.2012), Isfahan (zwei ebenfalls bei Anklage wegen Rauschgiftbesitzes Gehenkte, 19.04.2012) oder Marvdasht (20.04.2012) an einem in Deutschland hergestellten mobilen Baukran (Qadar made in Germany sozusagen). Auch die jugendliche Atefah Rajabi Sahaaleh, Anklagepunkt „Vergehen gegen die Keuschheit, crimes against chastity“ wurde am 15.08.2004 im Stadtzentrum von Nekā, Provinz Māzandarān, öffentlich erhängt. Angeblich hatte die Sechzehnjährige mehrere islamisch nicht erlaubte sexuelle Beziehungen in Folge; sie war am Wohnort bereits seit drei Jahren als Sünderin sozusagen markiert und bereits als Dreizehnjährige auf einer Party gewesen. Damals hatte man hatte sie mit einem Jungen in einem Auto erwischt, wofür sie hundert Peitschenhiebe erhielt. Weil sie im Laufe des Prozesses aus Protest etwas von ihrer Kleidung ablegte, erklärte sie der wutergrimmte untere Richter für geistig unzurechnungsfähig und legte ihr wenig später die Galgenschlinge persönlich um den Hals.[40]

Schon um das Seelenheil der Tugendhaften (Auspeitschungs- und Hinrichtungsfreunde) nicht zu gefährden, muss bei jedem Verstoß gegen das Himmelsgesetz der uranfänglichen Maßgabe (Sobhani: the initial measuring out, taqdīr) bzw. der religiösen (religionsrechtlichen) Vorherbestimmung (Sobhani: the religious pre-determination, taqdīr tašrīʿī) entsprochen werden, Allahs heilssichernder Lebensdauerbegrenzung bedarfsweise Tötung. Scharia muss Justiz werden und Todesurteil zum Gottesurteil – im Sinne des Gemeinwohls (maslaḥa, public interest).

In der völligen Gewissheit der Existenz Allahs zu leben und zu sterben bedeutet, in jederzeit möglicher sonstiger Ungewissheit zu leben, auch in der Ungewissheit über eine eigene Willensentscheidung. Der Qadar ist sinnlich erlebbar zu machen:

48. Der Glaube an das Prinzip von qaḍāʾ und qadar ist im Islam von äußerst wichtiger Bedeutung.

49. In letzter Konsequenz ist der Glaube an das göttliche Wissen des qadar nichts als eine Funktionsweise des Glaubens an das ewige Wissen Gottes. … Imam ʿAlī sagte: Die Bedeutung von qaḍāʾ und qadar bezieht sich auf das Anordnen des Gehorsams und das Verbieten des Ungehorsams (commanding obedience and forbidding disobedience).

Allahs Liebling hatte gelegentlich Schwierigkeiten, als Prophet ernst genommen zu werden (6:7 Wenn Wir dir eine auf Papier geschriebene Schrift herabgesandt hätten, die sie in die Hand nehmen könnten, hätten die Ungläubigen gesagt: „Das ist eindeutig Zauberei!“). Da sprang die Gottheit ein (85:21-22) und deutete an, dass ein Urkoran [bei Ihm Selbst, Allah] im Himmel liegt („Und trotzdem, er ist ein herrlicher Quran, auf einer wohlverwahrten Tafel“; bzw.: „Nein, es ist der würdige Koran, unantastbar auf der gut behüteten Tafel“). Bei Sahih Buchari (Band 4 Buch 54 Nummer 414) lässt das den Imran ibn Husain fragen und Mohammed zur islamischen Weltchronik sprechen („O Gesandter Allahs, wir sind zu dir gekommen, damit du uns unsere Religion lehrst, so berichte uns über die Entstehung der Schöpfung!“ Unser Prophet, Allahs Segen und Frieden mit ihm, erwiderte: „Allah war, und es war nichts außer Ihm da. Dann schuf Er das Wasser und danach den Thron (Al-‚Ahrsh), der sich über dem Wasser befand. Als dann ließ Er jenes Schreibrohr (Al-Qalam) auf die wohlverwahrte Tafel (Lauhul-Mahfudh) alles, was auf der Welt geschehen wird, schreiben, und dann schuf Er Himmel und Erde.“)

Es steht geschrieben! Questions on Islam sind türkeistämmige Freunde von Said Nursi in der Hauptsache und Fethullah Gülen mehr als nebenbei und reden richtig vom Clear Book (6:59 kitāb mubīn).[41] Der Heilsplan der Menschheit ist dabei eindeutig, ob er im ewigen Lauḥ eingesehen werden könnte oder von dir und mir in der materialisierte Papierversion nachgelesen wird, im vermutbaren jedenfalls okkulten Urkoran oder im konkreten Koran. Das ist vom muslimischen Endverbraucher auch gar nicht zu klären (6:59 Gott allein hat die Schlüssel zum Verborgenen; nur Er weiß darüber Bescheid. Er weiß alles, was es auf der Erde und in den Gewässern gibt. Kein Blatt fällt herab, das Gott nicht kennt, kein Saatkorn in der dunklen Tiefe der Erde, nichts Weiches und nichts Trockenes, das nicht im eindeutigen Buch [fi kitāb mubīn] (des göttlichen Wissens) geschrieben steht), und so ist es von der kosmischen Superdatenbank Lauḥ al-Maḥfūẓ (al-Lawh al-Mahfooz, the preserved tablet, die wohlverwahrte Tafel) nicht weit bis zu einem Qadar-Konzept.

Auch Scheich Muḥammad Ṣāliḥ al-Munaǧǧid glaubt an die koranische Urausgabe, ortet sie aber im der menschlichen Sinneswahrnehmung enthobenen Seinsbereich (al-ghaib)[42] und weist die Vermutung mancher Exegeten zurück, die wohlverwahrte Tafel sei auf der Stirn des Engels Isrāfīl gelagert oder bestünde aus dem gelbgrünen Edelstein Chrysolith und bittet um Geduld bis zum Tag der Auferstehung.[43]

Scheich al-Munajjid betont, dass du an Qaḍāʾ (Allahs Wollen) und Qadar glauben musst, aber dass du an folgende vier Sachen glauben musst, um an den Qadar (Allahs Maßgeblichkeit) glauben zu können: 1.) Allah ist allwissend, 2.) alles ist 50.000 Jahre vor Erschaffung der Welt im Buch al-Lawh al-Mahfooz [al-Lauḥu l-Maḥfūẓ] aufgeschrieben worden, 3. Allahs Befehl ist unaufhaltsam und vollumfänglich. 4.) alles Bestehende ist von Allah geschaffen und gewollt.

Im Islam ist die Art, wie ein Mensch seinen Lebensunterhalt bestreitet und wie (the specific manner) er zu Tode kommt Teil des gottgewollten Schicksals, Islam Q&A (al-Munajjid) sagt: „Sein [Allahs] Wissen, dass alle Dinge zu der Ihm bekannten Zeit vergehen und in jener besonderen Weise, die Er verfügt und will. His [Allah`s] knowledge that they will come to pass [dahingehen] at the times that are known to Him and in the specific manner that He has decreed and willed.“ Der Glaube an die göttliche Bestimmung (Qadar) selbst ist Charakterprobe und Treuebeweis, al-Munajjid: „Der Glaube an al-Qadar ist ein wirklicher Test hinsichtlich der Stärke des Glaubens einer Person an Allāh. Es ist der wahre Test über das Wissen eines Menschen hinsichtlich seines Herrn und hinsichtlich dessen, was aus diesem Wissen des sicheren und aufrichtigen Glaubens an Allāh sowie Seiner Attribute der Majestät und Perfektion resultiert.“[44]

79. Die Islamische Scharia

Das Geheimnis der Ewigkeit der Islamischen Scharia umfasst zweierlei: Zum ersten ist diese Scharia der vollständigste Plan der Sicherung der natürlichen und spirituellen Bedürfnisse der Menschen in Übereinstimmung mit der göttlichen Anleitung und Lenkung (divine guidance); nichts Vollständigeres als Islam kann ersonnen sein. Zum zweiten, im Bereich der alltagsorientierten Entscheidungen und Bestimmungen (practical rulings), bietet Islam eine Palette umfassender Prinzipien und universeller Normen, die in der Lage sind, den unterschiedlichsten menschlichen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht zu werden (capable to the most diverse needs of man).

Und so sieht die universelle himmlische Normenpalette der Scharia (divine guidance) alltagspraktisch aus, practical rulings:

„[2009] In Iran hat die Polizei am Donnerstag erneut Proteste von Studenten gewaltsam niedergeschlagen. Unterstützt von Mitgliedern der berüchtigten Bassidsch-Miliz setzten die Polizisten Tränengas ein, um eine Demonstration von etwa 250 Anhängern der Reformbewegung an der Universität von Teheran aufzulösen. … Laut offiziellen Angaben wurden bei den bisherigen Protesten mindestens 20 Menschen getötet. Die Reformbewegung spricht von deutlich mehr Toten. Menschenrechtsgruppen schätzen, dass seit der Wahl etwa 2000 Menschen verhaftet wurden. … Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP ergriff Iran auch andere Maßnahmen, um Demonstrationen zu unterbinden. So hätten die Behörden den dritten Tag in Folge das Handynetz so blockiert, dass keine Kurznachrichten verschickt werden konnten.“[45]

Die Scharia ist nicht von gestern, Sobhani im selben Artikel:

Das wird in der Tatsache unter Beweis gestellt, dass die Islamischen Rechtsschulen des Fiqh seit vierzehn Jahrhunderten kreativ den praktischen Rechtsbedürfnissen der Muslime gerecht geworden sind, bis zum heutigen Tage: keine Rechtsangelegenheit ist bekannt geworden, die der Islamische Fiqh nicht hätte lösen können.

Unsteigerbare Harmonie wird wird mit Allahs Gesetz endlich sozial integriert. Die Vorzüge der Scharia leuchten auch dem Dümmsten ein, und dass der Islam von Scharia und Fiqh mit unverfälschter Natürlichkeit, mit Einfachheit zu tun hat, erklärte uns der IRU-Wegbereiter und CDU-Landtagsabgeordnete Michael-Ezzo Solf so: „Muslime bringen Religion in ein sich entreligionisierendes Europa … in unseren unglücklich aufgeklärten Breiten ist das Talent der Transzendenz verkümmert. Da schwimmt man in einem Meer von Relativierungen, und da wird man jetzt konfrontiert mit gläubigen Menschen, die zumeist auf eine viel einfachere Weise glauben.“[46]

Auch das Talent der Transzendenz Ja’far Sobhani will das Einfache, einfach Islam:

80. Eine Besonderheit der Scharia ist ihre Einfachheit und die ausgewogene Natur ihrer Regelungen, ein Charakteristikum, das ihre Vorzüge jedem so leicht verständlich macht.

Was die Regeln der Schariapraxis betrifft, so lässt sich sagen, dass im Islam jede unnötige Härte und Ungerechtigkeit verboten ist; hat sich doch Mohammed selbst als jemand vorgestellt, der ein „einfaches“ Gesetz bringt – who brings an „easy“ law: I have come with a law that is easy (sahla) and tolerant (samḥa).“

Wenn der Schüler im bekennenden Islamischen Religionsunterricht (IRU) eine Norm der Scharia als unmenschlich hart empfindet, ist er voller Unverstand und fehlt ihm der rechte „einfache“ (sahla) Glaube.

Wenn der IRU-Teilnehmer den Islam kritisiert, ist er nicht samḥa, ist er intolerant, und wenn er den Islam von Scharia und Fiqh ablehnt, handelt er ungerecht. Diesem Schüler steht, nach Sobhani Artikel 21, sicherlich: „ein unangenehmes Los bevor“, und zwar auf Dauer:

118. Abiding in the punishment of Hell is the fate apportioned to the unbelievers – Der ewige Verbleib im strafenden Höllenfeuer ist das Los für die Ungläubigen.

Schüler, du willst doch die Klasse nicht wiederholen müssen und eine Sechs in IRU? Lausche dem Großayatollah:

119. We believe that, even now, Heaven and Hell are existent realities. Bereits im Hier und Heute glauben wir, dass Himmel und Hölle Wirklichkeit sind.

Und so wusste auch Ministerin Sylvia Löhrmann, am 7. Dezember 2011 zu Gast in der Bilal Moschee am Islamischen Zentrum Aachen: „Unsere Schulen bilden für das Leben – und wenn Religion das Leben prägt, dann gehört Religionsunterricht in die Schule. … Das Beiratsmodell erlaubt uns, einen vollwertigen islamischen Religionsunterricht anzubieten. Wir wollen nicht länger warten, bis es eine anerkannte muslimische Religionsgemeinschaft gibt. … Dabei ist der islamische Religionsunterricht für die muslimischen Schülerinnen und Schüler eine große Chance, denn er unterstützt die Entwicklung einer muslimischen Identität in einer nicht durchgängig muslimisch geprägten Umgebung und er befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.“

Die koranischen Regeln (rules, Islamic rules) hat Allahgott aufgestellt. Ministerin Löhrmann, ihre Rede hielt sie beim syrischen Zweig der Muslimbruderschaft im IZ Aachen, billigt den totalen Schariagehorsam: der zu muslimisierende junge Mensch an Rhein und Ruhr lebe künftig „regelgeleitet“ – also schariageleitet! Auch der Islamische Religionslehrer Sobhani denkt regelgeleitet:

„Das Gesellschaftssystem der Islamischen Revolution gründet sich auf dem Volkswillen und wird durch Islamische Regeln und Vorgaben eingelöst. The system of Islamic Revolution is based on people’s will that should be met in the form of Islamic rules and instructions.“[47]

Jacques Auvergne

[1] Sobhani spricht

http://www.ana.ir/photo/2012-04-04/sobhani1.jpg

Konferenz an der Hauza (Spracheinstellung hier indonesisch)

http://www.abna.ir/data.asp?lang=12&Id=190052

http://shafaqna.com/english/component/k2/item/502-ayatollah-sobhani-warns-against-enemy-seditions-in-muslim-countries.html

Von der altehrwürdigen Hauza zu Ghom aus und für die libanesische Hizbollah: Tod Israel, Nieder mit den USA, Zionisten sind Faschisten; das Übliche unter Schariafreunden und AEMR-Gegnern. Hoffentlich werden solche Proteste an den Zentren für Islamische Theologie an deutschen Universitäten nicht „tolerant integriert“. Die antisemitische und echt islamische Studentensolidarität an der Houze-ye Elmiye-ye Qom wird ungerührt oder wohlwollend Kenntnis genommen bei JafariyaNews: Largest Shia News Website

Hawzah ilmiyah Qom denounces Israel attacks

By: Sheikh M Khurasani

HOLY CITY OF QOM, Iran: The religious seminary of Holy City Qom „Hawzah ilmiyah“ has strongly condemned Israeli’s brutal military actions in Lebanon.

In this regard, hundreds of religious students marched in Holy city of Qom to demonstrate against Israel’s atrocities in Lebanon and the Palestinian-run territories.

Demonstrators, carrying Lebanese, Palestinian and Islamic Republic of Iran flags, chanted slogans such as `Death to Israel‘, `Down with USA‘, `Zionist are fascists‘. Participants expressed their full solidarity with the Lebanese people and Hizbullah.

http://www.jafariyanews.com/2k6_news/july/23hawzah_qom_statment.htm

hauzah ilmiah Qom (beachtliche Internetadresse: leader ist Chamene’i; Spracheinstellung hier indonesisch)

http://www.leader.ir/langs/id/index.php?p=contentShow&id=7420

Stellung des Führenden aus der Sicht Imam Chomeinis

Voraussetzungen des Oberhauptes

http://www.leader.ir/langs/de/index.php?p=leader_imam

Hauzah Ilmiyah Qom Iran

http://abna.ir/print.asp?lang=12&id=203954

http://www.abna.ir/a/uploads/52/9/52981.jpg

Chamenei in Ghom

http://www.abna.ir/a/uploads//74/5/74569.jpg

Qom, Feb 10, IRNA – Expediency Council Akbar Hashemi Rafsanjani said in Qom on Friday that extremist movements within various religious factions are hurting the security and unity of the world’s Muslims. Rafsanjani made the remarks while addressing a conference on the Islamic world and its challenges.

http://www.payvand.com/news/07/feb/Rafsanjani-Qom1.jpg

http://www.payvand.com/news/07/feb/1125.html

Ayatullah Jaafar Subhani … Hawzah Ilmiyah Qom. Thematisiert beim WordPress-Blog Syiahali und von Indonesien aus.

http://syiahali.wordpress.com/2011/05/17/pandangan-resmi-ulama-ulama-panutan-syiah-itsna-asyariyah-perihal-para-sahabat-dan-istri-istri-nabi-saw/

SYIAHALI: web syi’ah imamiyah ushuliyah terlengkap di Indonesia-Malaysia dan Brunei.. Web ini membantu N.U dan Rakyat Malaysia melawan Salafi Wahabi demi persatuan islam, demi toleransi dan saling sayang Sunni-Syi’ah

tägliche Besucher 609 (Juli 2012)

http://www.statscrop.com/www/syiahali.wordpress.com

[2] Shrine of Fatemeh Masoumeh in Qum, Iran in August 2005.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/Masoumeh.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Honor_Maasoome-Ghom-Iran.JPG

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/66/Fatimah_Ma%27sumah_Shrine_Qom_22.jpg

Der Schrein selbst

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/fa/c/ce/Zarih-fatemeh-masomeh.jpg

Shrine of Fatimah Ma’sumah, Qom, Iran. January, 2009

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d0/Fatimah_Ma%27sumah_Shrine_Qom_14.jpg

Exit door of shrine of Hazrat Massoumeh Qom, Iran

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/Sortie_haram_edit.jpg

Dicht am Fatimaschrein liegt die unter Großayatollah Borudscherdi (1875-1961) erbaute Azam-Moschee (Masjid-e ‚Azam, Bauzeit 1954-1961), an der heutzutage auch Großayatollah Sobhani predigt. Borudscherdi gilt unzweifelhaft als Quelle der Nachahmung, seit ihm gab es auf Erden keine gesicherte marja-e taqlid mehr.

Masjid-i Azam has now become central place for the students of the Islamic seminaries

http://www.masoumeh.com/eng/html/id/4/6.html

The Ulama and the people of Qum under the leadership of Imam Khomeini (R.A.) staged a historical uprising against the dictatorial Pahlavi regime in the month of June 1963. This uprising was brutally suppressed by the military and Imam Khomeini (R.A.) was exiled from Iran. But great jurisprudents like Ayatullah al-Uzma Gulpaigani (R.A.) [nicht der noch lebende Großayatollah Lotfollah Safi-Golpaygani (* 1918), der 2012 wie Sobhani religiös gegen den Rap-Musiker hetzte, sondern Großayatollah Mohammad-Reza Golpayegani, Lebenszeit 1899 – 9.12.1993, der die Hauza, die Religions-Hochschule nach dem Ableben von Borudscherdi und in der Zeit von Chomeinis Exil leitete] and Ayatullah al-Uzma Araki, who were present in Qum guided the Islamic seminary.

The Islamic revolution in Iran achieved remarkable victory in the year 1979 under the leadership of Imam Khomeini (R.A.) but the Baathist regime in Iraq led by Saddam imposed a war against Islamic Republic of Iran and heavily suppressed all the activities of the Islamic seminaries in the holy city of Najaf (Iraq). Thousands of leading Ulama and Tullab were massacred in Najaf by Saddam’s regime and many others fled from Najaf and took refuge in the holy city of Qum which has now emerged as the greatest centre of Islamic learning in the world. At present more than 60,000 Ulama [zu sg. alim, Gelehrter, das ist etwas hoch angesetzt – die Studenten, tullab sg. Talib sind hier wohl mitgerechnet] including the leading Marajah Taqleed are residing in this holy city. [Sehr interessant: die Flucht der Gelehrten aus Nadschaf nach Ghom. Man gibt sich in Ghom ziemlich stolz, aber allseits anerkannte Mardscha-e Taqlid leben seit Borudscherdi nicht] Many research centres in Islamic sciences have been established recently in the holy city of Qum and at present more than 50 different Islamic seminaries are functioning in the holy city to disseminate and propagate the teachings of Islam. … At present more than 10,000 non-Iranian tullab from 90 countries are studying in the Islamic seminaries in this holy city.

Beside many Islamic seminaries many leading Islamic research institutions and centres are working in the holy city of Qum. All these Islamic research centres in Qum have been established after the victory of the Islamic revolution and are carrying out intensive and advanced research in all the specialized fields of Islamic sciences under the guidance of the Paramount Leader of Islamic Revolution Hadrat Ayatullah al-Uzma Sayyid Ali Khamenei.

http://www.masoumeh.com/eng/html/id/10/index.html

[3] Ja’far Sobhani: Doctrines of Shi’i Islam: A Compendium of Imami Beliefs and Practices

http://books.google.de/books?id=6h2UnIaoioQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

The Qom Theological Lecturers Association, Association of the Teachers and Researchers of Qom, Society of Seminary Teachers of Qom, , Society of Islamic Teachers of Qom’s Hawzah, die Benennung variiert

Jame’eh-ye Modarressin (Jame’eh-ye Modarressin-e Howzeh-ye ‚Elmiyye-ye Qom)

http://www.jameehmodarresin.org/

Religions-Hochschule [hauza, Howzeh]

Religious Highschool

Als Religionshochschule gelten höhere Bildungseinrichtungen, in denen eine Ausbildung zum Gelehrten [faqih] erfolgt.

Die Ausbildung ist vergleichbar einem Universitätsstudium. Eine Besonderheit religiöser Hochschulen besteht darin, dass unterschiedliche Hochschullehrer dasselbe Lehrfach anbieten, so dass die Studenten die Auswahl zwischen verschiedenen Hochschullehrern haben. Das Ansehen eines Hochschullehrers steigt mit der Zahl seiner Studenten, was eine Qualitätssteigerung in konstruktiver Konkurrenz zur Folge hat.

Während bei Sunniten die Al-Azhar-Universität einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, sind bei Schiiten die Religionshochschulen in Qum und Nadschaf sehr angesehen. Darin erfolgt unter anderem die Ausbildung zum Hudschat-ul-Islam und Ayatollah.

aus: ESLAM

http://www.eslam.de/begriffe/r/religions-hochschule.htm

Ayatollah Sobhani … head of Imam Sadeq Research and Academic Institute

http://en.icro.ir/index.aspx?siteid=257&pageid=11747&newsview=340111

Imam Sadeq Institute (ISI, Ayatollah Ja’far Sobhani)

http://imamsadeq.org/ar.php

The Imam Sadiq Institute, based in Qom, Iran, is under the supervision of Ayatollah Ja‘far Sobhani. Established in 1979 on ‘Id al-Ghadir (the anniversary of the designation and appointment by Prophet Muhammad of ‘Ali b. Abi Talib as Imam), the ISI endeavours to enrich theological discourse in the Muslim community through its mandate, which is to explore theology and theological issues in their contemporary contexts and its position and subsequent development through history; and to enrich the consciousness of the current generation on issues of Islam and its principles.

http://www.iis.ac.uk/view_article.asp?ContentID=101992

His eminence Ayatollah Jafar Sobhani is a leading member of the Council of Mujtahids in the Seminary of Qom; one of the two most important centers of learning in Twelver Shi’ism. He is the director of the Imam Sadiq Institute, Iran. His work in all areas of the Islamic sciences is widely known and receives critical attention. His is a prolific writer having published over 300 scholarly works.

(The 500 Most Influential Muslims)

http://www.slideshare.net/AlHaqqNetwork/the-500-most-influential-muslims-2009

Der Ayatollah im Bild

http://www.rasanews.ir/Images/News/Larg_Pic/15-5-1390/IMAGE634482500497968750.jpg

http://www.allameh.ir/images/mosahebe1/jafar-sobhani-l.jpg

YouTube-Kurzfilme

Dhuhr Salat (Afternoon Prayer) Led by Ayatollah Jafar Subhani

http://www.youtube.com/watch?v=Esc_j-NUqz4

Hier sogar verehrt als Quelle der Nachahmung

sobhani jafar ayatollah marja taghlid

http://www.youtube.com/watch?v=ul3pzCa_OGs

Scholars of Qom meet Imam Khamenei

Including Ayatullah Sayyid Ali Meelani, Ayatullah Makaarim Shirazi, Ayatullah Ja’far Subhani, etc.

Khamenei visits the city of the BIGGEST MARJA’S in the world: Qom.

Um sich zu entwickeln und um der Wissenschaft zur Ausbreitung zu verhelfen, braucht die Menschheit Ausbilder und Führer … so ist es uns schließlich im Koran als dem vollständigsten und vollkommensten Buch zur Erziehung der Seele aufgezeigt worden:

L’Ayatollah Sobhani : “ Le Coran nous a présenté les meilleurs éducateurs de l’Humanité“

Téhéran (IQNA) – „Si la société humaine accepte qu’elle a besoin de formateurs pour avancer, la science s’étendra dans le monde, apportant l’ordre, le salut et le bonheur pour tous“ a affirmé l’Ayatollah Sobhani .

L’ayatollah Sobhani lors de ses cours de commentaire coranique, a souligné que l’Humanité ne parviendrait à la paix et à la sécurité qu’en se formant au niveau idéologique : „L’être humain pour progresser et évoluer, a besoin d’éducateurs et ces éducateurs ont été présentés dans le Coran qui est le livre le plus complet et le plus parfait pour l’éducation de l’âme. Si la société humaine accepte qu’elle a besoin de formateurs pour avancer, la science s’étendra dans le monde, apportant l’ordre, le salut et le bonheur pour tous.“

Agence Internationale de Presse Coranique (IQNA)

Mardi , Octobre 2, 2007

http://www.iqna.ir/fr/news_detail.php?ProdID=173592

Echte Erben des Wissenschaftszerstörers Abu Hamid al-Ghazali … die IQNA lässt über Aristoteles denken:

Belief in the Hereafter, Main Difference between Naṣīr al-Dīn al-Ṭūsī and Aristotle’s Views on Salvation

One of the main differences between Khajah Nasir and Aristotle’s viewpoints concerning man’s salvation is that Aristotle believes in the possibility of reaching absolute bliss in this world while Naṣīr al-Dīn al-Ṭūsī maintains that perfect prosperity can only be gained in the Hereafter.

This is according to Shahin A’vani, academic board member of Iran’s Philosophy and Wisdom Research Center, speaking on the last day of the congress held on February 26 to commemorate prominent Iranian polymath and prolific writer Khajeh Nasireddin Toosi, better known as Naṣīr al-Dīn al-Ṭūsī.

Elaborating on the concept of salvation in view of Khajeh Nasir, she said: “Since ethics is primarily aimed at reaching prosperity, it is first essential to compare Khajeh Nasir and Aristotle in terms of their views on ethics.”

http://www.iqna.ir/en/news_detail.php?ProdID=961899

November 2012. Himmlische Gedichte sollen den Islamischen Kampfgeist der Prügelmiliz (Basidsch) heben:

Foreign Poets to Partake in 3rd Congress of Islamic Resistance Poetry

Secretary of the third International Islamic Resistance Poetry Congress said foreign poets will participate in the congress.

Nosratollah Salehnejad also told IQNA that the event will be held for three days beginning from November 3rd, the national Students Day.

“It is organized by the Ravayat Publications in cooperation with the Ministry of Culture and Islamic Guidance and the Basij Organization”, he added.

Salehnejad noted that three cities of Kermanshah province are planned to host the congress, which aims to discuss and clarify the scientific, art and cultural foundations of resistance poetry in Iran and the rest of the world.

He referred to identifying and introducing top poems featuring resistance and Islamic Awakening, providing a venue for interaction among poets from Iran and other countries, and publishing top works in the field as other objectives of the congress.

http://www.iqna.ir/en/news_detail.php?ProdID=1043266

Wie bei der gegenmodernen globalen sunnitischen Islamischen Bewegung, verwendet man auch im Iran den Begriff vom Islamischen Erwachen (Islamic Awakening)

http://www.iqna.ir/en/news_detail.php?ProdID=1026405

„Die Islamische Revolution hat Religion und Leben miteinander versöhnt“Ajatollah Mohammad Ali Taskhiri, Generalsekretär des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Denkschulen hat auf einer wissenschaftlichen Gedenkfeier für den verstorbenen muslimischen Philosophen Professor Roge Garaudy [d. i. Roger Garaudy] gesagt:

„Zum ersten Mal bin ich dem Namen Roge[r] Garaudy begegnet als ich das Buch „Unsere Wirtschaft“ von Schahid Sadr las.“ Er fuhr fort: „Schahid Sadr hat in diesem Buch die Marxisten gefragt, was der Beweis für die Richtigkeit ihrer Theorie sei. Und die Marxisten haben in Erwiderung dieser Frage das Thema der Anpassung angeführt. Schahid Sadr hat wegen diesem Thema an den Marxisten Kritik geübt.“

Taskhiri fuhr fort: „Einer der Bereiche, in denen Schahid Sadr in diesem Buch Roge Garaudy gegenübertritt ist die wissenschaftliche Forschung. Schahid Sadr untersucht aufgrund logischen Denkens und aufgrund seiner Ausbildung an der theologischen Hochschule die Theorie Garaudys und analysiert sie kritisch.“

Ajatollah Taskhiri berichtet weiter: „Als ich im Gefängnis von Saddam war, in dem harte Bedingungen herrschten, war ich mit einem kommunistischen Mitglied der irakischen Armee in einer Zelle und ich habe mit ihm darüber gesprochen, was Schahid Sadr an den Marxisten bemängelt. Er wusste keine Antwort auf diese Kritik und ist, nachdem ich ihm die Kritik von Sadr vorgelegt hatte, Muslim geworden. Die Kritik, die Schahid Sadr an den irakischen Kommunisten übte, war für diese niederschmetternd. Damals meinten die Marxisten, entweder jemand ist Kommunist oder er hat keine Ahnung.“

Taskhiri sagte: „Ich habe Garaudy gefragt, ob Ajatollah Sadr die Marxisten verstanden hat.“ Er antwortete mir: „Nur wenige haben die Marxisten verstanden. Einer von ihnen war Schahid Ajatollah Sadr.“

Ajatollah Taskhiri weiter: „Roge Garaudy besaß eine revolutionäre Gesinnung und war davon überzeugt, dass es drei große Abtrünnigkeiten von der Religion gab. Die größte Abtrünnigkeit vom Judentum war für ihn der Zionismus, vom Christentum der Römische Katholizismus und vom Islam der Wahhabismus. Er hat Malik Fahad als politische Dirne bezeichnet.“

Der Generalsekretär des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Denkschulen sagte: „Bei einem Besuch Roge[r] Garaudys im Iran fragte in ein hoher Verantwortungsträger der Staatsordnung: `Welches wichtige Phänomen haben Sie nach der Revolution im Iran beobachtet?“ Er antwortete: „Iran hat nach der Revolution Religion und Leben miteinander versöhnt.“

Ajatollah Taskhiri sagte abschließend: „Roger Garaudy hat den Wahhabismus scharf abgelehnt und gesagt, dass dieser den Islam auf der Welt entwürdigt.“

http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=767:die-islamische-revolution-hat-religion-und-leben-miteinander-versoehnt&catid=36:1389-04-05-12-37-23&Itemid=64

Auf seinem Weg durch die Ideologien und Religionen der Welt war er Kommunist, Christ, Verfechter des Islam und Holocaust-Leugner. … Im Jahr 1981 wollte Garaudy als Grüner und Kernkraftgegner französischer Präsident werden. Ein Jahr später trat er zum Islam über. … Im Zuge seiner Israel-Äußerungen wurden nicht zuletzt die arabischen Übersetzungen von Garaudys Werken zu Verkaufserfolgen.

Süddeutsche 15.06.2012

http://www.sueddeutsche.de/kultur/franzoesischer-philosoph-und-holocaust-leugner-roger-garaudy-ist-tot-1.1383762

Garaudy bedient in seinem Text eine ganze Reihe jener Erwartungen, die ein Auschwitzleugner hegen mag, wenn und falls überhaupt er ein Buch zur Hand nimmt und nach Bestätigung für seine historischen Phantasien sucht.

So erwähnt er beispielsweise die Resolution der UN von 1975, die den Zionismus als eine Form des Rassismus verurteilte. Nur auf amerikanischen Druck, so Garaudy, sei die Resolution nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zurückgenommen worden:

„Neben vielen anderen internationalen Schurkereien erreichten sie die Rücknahme der berechtigten Resolution von 1975 (…)“ [nach: Garaudy: Founding Myths, Gründungsmythen‘]

Garaudy bezeichnet die Resolution als gerecht und die Rücknahme als „international banditry“, als internationale Schurkerei. Er bleibt den Nachweis schuldig, dass dies auf Druck der USA geschehen sei, und die Tatsache, dass der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Resolution von 1975 später noch einmal ausdrücklich als bedauerlichen Fehler und als Tiefpunkt der Beziehungen bezeichnet hat, verschweigt Garaudy seinen Lesern. …

Garaudy schließt sein Buch mit den Worten:

„Es gibt keine wirkungsvollere Anklage gegen Hitlers Regime als das Beharren auf der historischen Wahrheit. Zu dieser Wahrheit wollten wir mit diesem Werk beitragen.“

Er meinte wohl eher die ‚revisionistische Wahrheitssuche‘, und die ist ihm in vollem Umfang gelungen. Die amerikanische Ausgabe seines Buchs ist denn auch bei Noontide Press erschienen, dem Verlag der antisemitischen und rassistischen ‚Liberty Lobby‘.

aus: Holocaust-Referenz (h-ref), Argumente gegen Auschwitzleugner

http://www.h-ref.de/literatur/g/garaudy-roger/gruendungsmythen.php

Revolutionen in der Arabischen Welt – ein Vorspiel zu einer rein islamischen Weltordnung

http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=368&Itemid=148

Al-Andalus, Cordoba! Plätschernde Brunnen, arabische Gelehrsamkeit und heilige Schutzgelderpressung der Dschizya. Lautengeklimper, Marmorpaläste und dann und wann eine kleine Dhimmi-Auspeitschung. Märchenstunde mit Seyed Mohammad Saghafi:

Glanzvolles über die islamische Zivilisation Andalusiens

Ja, Andalusien, das dereinst die helle Leuchte der islamischen Zivilisation und Vermittler bei der Übertragung der Kultur nach Europa war, hatte einen derartigen Niedergang, dass das Herz davon ergriffen wird und die Tränen in die Augen treten, und dass es jeden mitfühlenden muslimischen Menschen aufschreien und ihn über die Zerstörung der Gebetsnischen und den Einsturz der Kanzeln, die früher einmal die Plätze der Betenden einfassten und die erhabenen Stellen der Prediger waren, Gedichte der Trauer vortragen lässt.

http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=97&Itemid=115

Islam Meets Sociology – Dr Seyed Mohammad Saghafi, a distinguished cleric teaching at Azad University with Dr. Gholamabas Tavasoli, Doyen of Iranian Sociology.

http://en-gb.facebook.com/note.php?note_id=214480365262743&comments

Suchbegriff Sobhani bei Mohabat News – IRANIAN CHRISTAN NEWS AGENCY

http://www.mohabatnews.com/index.php?searchword=Sobhani&ordering=&searchphrase=all&option=com_search

Ayatollah Sobhani invited the Christian leaders of Iran to a debate!

http://www.mohabatnews.com/index.php?option=com_content&view=article&id=2803:ayatollah-sobhani-invited-the-christian-leader-of-iran-to-a-debate&catid=36:iranian-christians&Itemid=279

[4] Voodoo, Koran und Inquisition sind (schlechte, mag sein) Religion. Der bloße Jägerblick reicht dem Schamanen nicht aus; um der von Dämonen durchflatterten Weltlichkeit erfolgreich Widerstand (resistence) zu leisten, musst du vielmehr bereit sein, mit einem erleuchteten Auge (eye) entrückt in die Geisterwelt zu gucken. Spitzt die Ohren, Koranschüler! Lauschet den geehrten Führern und Gelehrten:

It needs an eye that can see inwardly and deeply and an ear that is sensitive and punctilious. … conscious perception of religion is the main source of resistance (p 134, 135)

aus: The Call of Islam Radio (COIRadio), Islamische Republik Iran

http://www.coiradio.com/library/library/quran/light/light_12/025/73-74.htm

coiradio, Address: Holy City of Qom, Iran

http://www.coiradio.com/index.php?option=com_content&view=article&id=1207&Itemid=415

Auch in der heiligen Stadt Ghom (Qum) denkt Allahgott folgenreich (juristisch), an prominenter Stelle findet sich daher der Durchklick zum Islamischen Recht. Wie sehr darf Geld mit Unerlaubtem (haram, unlawful) durchmischt sein, um noch als der Fünfte (chums) angesehen werden zu können? Khums on the Items Mixed With Haram

(The Call of Islam Radio, Qum, Iran)

http://islamiclaws.radioftp.ir/2011/07/13/khomse-on-the-items-mixed-with-haram/

[5] Hundreds of Muslims are flocking to a small terraced house in West Yorkshire to see a tomato which they believe carries a divine message from Allah.

Housewife Shabana Hussain, 27, found the Islamic scripture while she was preparing a meal for her family.

She chopped a tomato in half, and bismillah, or Allah, was written in Arabic in the veins. The other half of the vegetable said la illaha illala, or There is no God but Allah.

„I was shocked and surprised,“ she said. „Now word has got out about the tomato and hundreds of people have called in to see it.“

Mrs Hussain and her husband Imdad, who have four young children, are now expecting more visitors to their home in the Girlington district.

„It’s very clear,“ said Mrs Hussain. „Everyone has been able to make the message out.“ …

Away from the kitchen, a Virgin Mary statue in southern Italy was found to weep tears that looked like vegetable oil in 1997.

And two years earlier, pilgrims flocked to the town of Civitavecchia, near Rome, where there were claims of another Madonna weeping blood.

Message from Allah ‚in tomato‘, BBC 09.09.1999

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/443173.stm

Weiteres himmlisch beschriftetes Gemüse, die Wahrheit von Scharia und Kalifat beweisend

http://www.peterboroughtoday.co.uk/webimage/1.712551.1280475566!image/1589575157.jpg_gen/derivatives/landscape_595/1589575157.jpg

Rather than keeping the tomato, Mrs Khan, of Park Lane, Eastfield, presented it to her sister Hambreen Hanif so she could eat it for good luck.

Mrs Khan said: “When I first saw the writing, I just thought, ‘Is this real?’

aus: Adam Uren: Fruity phenomenon: Muslim word seen in tomato, Peterborough Today 30.07.2010

http://www.peterboroughtoday.co.uk/news/local/fruity-phenomenon-muslim-word-seen-in-tomato-1-712552

My sister was preparing dinner yesterday.She cut a tomato in half and to her amazements the word Allah was written inside it … Subhan’Allah!

Yanabi: Reviving the Spirit of Islam, 24 October 2010

http://www.yanabi.com/Uploads/Images/8100e1ea-b386-44ba-be30-bd01.JPG

[6] Ich bekam zu hören, dieser Fisch ist ein Mysterium, er trägt den Namen ,,Allah“ auf der einen und ,,Mohammed“ auf der anderen Körperseite. … Er kam am nächsten Tag mit einem Dolmetscher, sah sich staunend den Fisch an und bestätigte, dass jeder, der den Koran lesen kann, auch die Schriftzeichen für Allah und Mohammed lesen kann.

Jürgen Fechner: The Fish Divine with the Signs of Allah

http://www.wonder-fish.com/allah_d.htm

Der Schöpfer signiert. Mehr Allahfisch gefällig?

http://farm5.static.flickr.com/4028/4296200058_5ff64da5c1.jpg

http://www.underwatertimes.com/news2/allah_fish.jpg

[7] Für Sunniten ist der Einblick in die Sphäre des Verborgenen (al-ghaib) seit dem Ableben Mohammeds nicht mehr menschenmöglich:

Imam Jafar is reported by the Shia to have said the following to his peers: “I swear by God that knowledge of the first things and the last things has been bestowed on us [Imams].” On hearing this utterance of the Imam, one of his companions asked him wether he had knowledge of the unseen. He [Imam Jafar] answered:

“Woe upon you that you find it necessary to ask such a question. We are fully informed of each drop of sperm in the loins of men and the wombs of women. Woe upon you; open your eyes, and let your hearts perceive the truth! We are God’s proof, dwelling among His creation, but only the believers whose faith is as firm as the mountains of Tihamah has the ability to perceive this truth. I swear by God that if I wished I could inform you how many pebbles exist in the world, even though their number is constantly growing, by night and by day.” (Source: http://al-islam.org/leadership/ )

These quotes are all contradictory to the Quran, in which Allah declares that He and He alone possesses knowledge of the Unseen. This idea that the Imams can see the Unseen, that they can know everything about the heavens and the earth, and all of these other exaggerations are contradictory to the spirit of Islam. To give the attributes and qualities of Allah to the creation is the unforgiveable sin that is known as Shirk. …

This article is only the tip of the iceberg, but it is a good insight into the manner in which the Shia exalt their Imams and commit Shirk in the process. What is the most perplexing is the fact that if any of these statements about the Imams were really true, then why is this not mentioned in the Quran?

von: Ibn al-Hashimi, in: Ahlel Bayt: A Sunnah Perspective

http://www.schiiten.com/backup/AhlelBayt.com/www.ahlelbayt.com/articles/imamah/imamah-and-shirk.html

Der südasiatische Mehrheitsislam der ein wenig schiitisch und volksislamisch gefärbten, im Übrigen orthodox sunnitischen Barelwi betont, dass noch nicht einmal Mohammed vollständigen ‚ilm-e-ghaib (knowledge of the unseen) hatte, vollständige Einsicht in den verborgenen Seinsbereich:

We, The Ahle As Sunnah, believe that Allah has given the knowledge of the Ghayb (unseen), to the Prophet [May Allah bless him and grant him peace], and that it is also permissable to say that our Prophet [May Allah bless him and grant him peace] knows the knowledge of the Ghayb. However, it is not possible, nor permissable to say that the Prophet’s [May Allah bless him and grant him peace] knowledge of the Ghayb is equal to that of Allah – or even like the knowledge of Allah, since Allah’s knowledge is His own and the Prophet’s knowledge has been given to him by Allah.

http://www.alahazrat.net/islam/knowledge-of-unseen-%28ilm-ul-gaib%29.php

Imam Ahmed Raza Khan (radi Allahu Ta’ala anhu), popularly known as „A’la Hadrat“ in the Islamic world, was born on the 10th of Shawaal 1272 A.H. (14 June 1856) in Bareilly Shareef, India. His father, Moulana Naqi Ali Khan (radi Allahu Ta’ala anhu), and illustrious grandfather, Moulana Rida Ali Khan (radi Allahu Ta’ala anhu), were great Awliya and celebrated theologians recognized as such by academic circles of the entire sub-continent.

http://www.alahazrat.net/islam/about-us.php

Barelwi (Barelvi), nur echt mit der schwarzweißen Zwiebelkuppel. City of Bareilly (Barelī, 900.000 Einwohner, 52 % Hindus, 34 % Muslime, 10 % Sikhs), Uttar Pradesh, Indien.

http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/12182233.jpg

http://dargahawlia.files.wordpress.com/2011/01/imam-e-ahle-sunnatimam-ahmadahmed-raza-khan-bareillyra-shrinedargah-in-indiainsideoutside-viewby-dargahawlia-urs-barelvi-sunni.jpg

http://forum.valka.cz/attachments/12801/bareilly.jpg

Barelvi is a term used for a movement of Sufi, Sunni Islam originating in the Indian subcontinent. The movement is known as Ahle Sunnat to its followers.

The movement in British India was shaped by the writings of Ahmed Raza Khan Barelvi (1856–1921). The movement defends contemporary traditionalist Islamic beliefs and practices from the criticisms of movements like the Deobandi, Wahabi and Ahl al-Hadith. This included a defence of many traditional practices and rites associated with popular Sufism. … India Today estimates that the vast majority of Muslims in India adhere to the Barelvi movement, and The Times (UK) writes that most (South Asian) Muslims in the United Kingdom also adhere to the movement. Similarly, the conservative think tank The Heritage Foundation gives such estimates for the vast majority of Sunni Muslims in Pakistan. … Barelvis follow the Ash’ari and Maturidi schools of aqidah, any one of the four school of fiqh, and the Qadri, Chishti, Naqshbandi or Suhrawardi Sufi orders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Barelvi

Ahmed Raza Khan Fazil-e-Barelvi

http://en.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Raza_Khan_Barelvi

Fazl-e-Haq Khairabadi (1797–1861) was one of the main figures of the Indian Rebellion of 1857. He was a philosopher, a poet, a religious scholar, but is most remembered for his role as a freedom fighter. It was he who issued the fatwa in favour of Jihad against the English in 1857.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fazl-e-Haq_Khairabadi

[8] Herz als Sitz des Verstandes, auch in Malaysia, aber nicht nur irgendwie sufistisch, sondern kalifatstreu:

So, what is soul actually? The soul (nafs), spirit (ruh), heart (qalb), and mind (`aql) have been used either interchangeably or for different but interrelated concepts (Al-Attas, 1990). This posting will only focus on the mind (since its close relation with the brain) and the heart (since early Muslim scholars had emphasised its connection with the brain (e.g. Ibn al-Qayyim).

The Qur’an and Hadith have indicated the role played by the (spiritual) heart in relation to behaviour and cognition. Some Qur’anic verses mentioned that the heart is involved in conceptualisation or understanding (7: 179, 63: 3). In addition, Prophet Muhammad (PBUH) in his famous hadith said that: “Inside the body, there is a ‘mudghah’(piece of flesh). If it is in a good condition, then the rest of the body will be in a good condition. If it is in a bad condition, then the rest the body will be in a bad condition. Indeed, it is the ‘qalb’” (narrated by Bukhari & Muslim).

http://islamic-world.net/index.php?option=com_content&view=article&id=1762:the-place-of-soulnafs-in-biological-psychology&catid=35:islamic-phsycology&Itemid=67

We would like to introduce an innovative plan on behalf of Islam. It is called Islamic World, and it is a concept rather than an organization. We accept that there is no path to a right and just world but Islam, therefore we want to do our utmost to bring rightly guided committed belief and dedicated practice of Islam back into every aspect of life for all members of the Muslim ummah; and, to make Islam both acceptable and attractive to non-Muslims. … Our ultimate goal is a truly and fully, united Islamic world.

http://www.islamic-world.net/index.php?option=com_content&view=article&id=48&Itemid=34

http://www.islamic-world.net/

Kalif: Muhammad Al’Mahdi at the Khalifah Institute

The Calif speaks. View The Video Presentation by Prof Muhammad al Mahdi

http://caliph.wordpress.com/

Der kleine oder nicht so kleine Kalif aus Malaysia verlinkt zur Dawa-Bewegung für Burma. Da’wah in Myanmar (Burma). This site contains information about islamic education, Myanmar Qu’ran Translation,propagation(da’wah)and character building,Myanmar Muslim History, etc…

http://myanmarwind.blogspot.de/

Es kann nur einen (Koran; Allah; Kalifatsplan) geben! Die letztlich selbe Kalifatsbewegung, viele Deutsche reden immer noch verlegen von „Salafismus“. Hier aus Indonesien.

http://indo2.islamic-world.net/

[9] Beweis [der Wahrheit der Scharia], Hoddschatoleslam (Ḥuǧǧatu l-Islām).

ḤOJJAT (Ar. ḥojja, “proof or argument”), a term used as: (1) a line of argument in the course of debate; (2) designation of the Shiʿite Imams or their most essential spiritual function as “proofs of God”; (3) an epithet specifically applied to the Twelfth Imam, Ḥażrat-e Hojjat; and (4) a high official in the hierarchy of Ismaʿili missionary activities (daʿwa; see DĀʿI).

Usage in debate. Ḥojja is not necessarily an irrefutable proof or even a correct one, but rather a line of argument used to advance one viewpoint against another in the course of debate. The Arabic term is Koranic in origin and is used to refer both to the false and self-serving arguments the unbelievers may advance against God or his prophets (Koran 42:16, 25), and to the arguments of God or his prophets against such unbelievers (Koran 6:83). The Koran tells us, however, that God’s is the decisive proof or argument (ḥojja bāleḡa) that silences all others (Koran 6:149). This term is also sometimes used in theology (kalām) and philosophy to mean argument or proof, but it does not seem to have a uniform or technical definition in either of these disciplines (Gardet, pp. 543-44).

Usage in Shiʿism. Ḥojjat does possess a specific, technical meaning in the Shiʿite tradition, especially in Imami Shiʿism, where it refers to that single individual in any given era of human history who represents God’s “proof “ to humanity. Such an individual is either a prophet or the imam/legatee of the prophet, and Imami doctrine holds that there is always one such ḥojjat in existence at all times (e.g., Kolayni, I, pp. 232-35). …

The Imams were considered the “proofs of God” … and in this capacity, the Imams would also serve as “witnesses” against human beings on the Day of Resurrection. The Imam’s status as the very “proof of God to mankind” was also an argument for his supernaturally comprehensive knowledge and infallibility (ʿeṣma)[Unfehlbarkeit] .

The notion of the Imam as “ḥojjat Allāh” seems to have assumed particular importance after the disappearance or occultation (ḡayba) of the Twelfth Imam.

Encyclopædia Iranica

http://www.iranicaonline.org/articles/hojjat

The title Hujjatu l-Islām wa l-Muslimīn („Authority on Islam and Muslims) is given to middle-ranking clerics.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hujjat_al-Islam

`Esma, Justice, and Infallibility

The `esma of a prophet is different from the justice of a pious man as it is different from the infallibility of angels.

Infallibility: Angels are incapable of committing a sin and hence are infallible by definition.

Is ‚Esma Contrary to Freewill?

The issue of freewill arises when the argument of ‚Esma or divine protection is made. … Therefore, about Prophet Joseph – Yusuf (a.s) we recite in the Quran:

“And indeed she did desire him, and he would have inclined to her desire, had he not seen the evidence of his Lord.” 12:24

In the same story the Quran narrates from the wife of the king who said to the women in the city:

“I did seek to seduce him, but he sought Protection (Esmat from God).” 12:32

Therefore, if Prophet Joseph (a.s) was incapable of committing adultery he would not have had the desire for it, nor would he need to seek divine protection.

http://www.ihic.org.au/Book.aspx?id=10&sec_id=61

Alles zu finden beim IHIC: Imam Husain Islamic Centre („The Light of Guidance, and the Ark of Salvation“) bei den Schiiten von downunder … Australien.

http://www.ihic.org.au/Book.aspx?id=10&sec_id=51

Die Lampe der Rechtleitung, und das Boot der Rettung, das ist Hussein, und jeder kann es auf der rechten Seite des Thrones (ʿarš) Allahs nachlesen. This is how Imam Hussain (a) became the Torch of guidance, and Ark of salvation

http://www.sibtayn.com/en/index.php?option=com_content&view=article&id=35&Itemid=110

Der Thron ist groß, sehr groß. Thus, it is a significantly large `Arsh; none knows how great the size of its magnificence is except Allah (Glorified and Exalted be He) Who created it (but we are told by the Prophet that it is very large).

http://asmawasifaat.wordpress.com/2011/10/14/meaning-of-allahs-arsh-throne/

Maturidis Aussage zum „(ar: ar-Raḥmān ʿāla al-ʿarš Istawāʾ)“ – wörtlich: „Er, der Allerbarmer Erhob sich über den Thron.“ [5:20] die von den Hanafiten vertreten wird … Auf dieser Basis vertrat Maturidi die Ansicht, dass die sogenannten „Hände“ Gottes (im Koran wörtlich: yedullah) die Macht Gottes sein könnten oder auch nicht, da es dafür keinen festen Beleg gebe; daher machte er keine kategorische Schlussfolgerung. Abu al-Hasan al-Asch’ari dagegen machte sie und vertrat die Ansicht, dass die Hände Gottes zweifellos für die Macht Gottes stehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Mansur_al-Maturidi

[10] (Ahlul Bayt News Agency) – Grand Ayatollah Jafar Sobhani, Iranian senior jurisprudent in a statement denounced heinous act of an Iranian singer to desecrate Imam Hadi, the tenth Shia Imam and grandson of Prophet Mohammad.

Top cleric in this message, slammed sacrilegious song by Shahin Najafi, Iranian singer living in Germany saying, “Of course this is not a project by an individual, but a pre-planned measure to undermine the religious beliefs of the people and to create a kind of ignorance in society.

He called the act to be in line with what Salman Rushdie did previously and said the outcome for both of them is the same.

A young Iranian singer in Germany has recently performed a song desecrating Imam Hadi (AS), tenth Shia Imam raising the anger of Muslim communities across the world.

A number of Iranian Shia jurisprudents have announced him to be heretic, a statement for which the punishment is execution.

Previously the same statement has been issued for Salman Rushdie, Indian author of Satanic Verses, the book which desecrated Prophet Mohammad.

http://www.abna.ir/data.asp?lang=3&Id=316573

eingestellt ebenfalls bei der Chomeini-treuen türkischen Seite Islamic Invitation Turkey („… it is Hizbullah that will vertainly triumph. Qur’an-5/56“)

http://www.islamicinvitationturkey.com/2012/05/21/muslim-cleric-likens-najafi-to-salman-rushdie/

Großayatollah Sobhani stellt Najafi und Salmani Rushdie gleich

Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, hat der Großayatollah den Rapper Shahin Najafi und den Autor des Buches Satanische Verse, Salman Rushdie, auf die selbe Stufe herabgesetzt.

Najafi hatte in einem Lied den 10. Imam der Schiiten, Imam Naghi beleidigt und sich über die Gebräuche der Muslime lustig gemacht. Außerdem hatte er Gott beschimpft und den Glauben der Muslime geschmäht.

In seiner Ansprache sagte Sobhani, dass dies nicht das Projekt einer einzigen Person sei und dass es eine vorausgeplante Maßnahme war, um den religiösen Glauben der Menschen zu schmähen und Ignoranz in der Gesellschaft zu erreichen.

Er stellte die Schandtat mit den Satanischen Versen des Salman Rushdie gleich und sagte, dass die Ergebnisse Untaten desselben Ausmaßes seien.

(Anmerkung Jacques Auvergne: Der junge Kölner Künstler ist jemand, auf den ein moderner Iraner stolz sein kann. Großayatollah Sobhani hingegen erweist sich einmal mehr als ganz schlechtes Vorbild für die Jugend; die Menschen im Iran haben bessere Seelsorger verdient als Chomeini und Sobhani und die barbarische Scharia haben sie gar nicht verdient!)

http://abna.ir/data.asp?lang=7&id=316703

[11] Die rachsüchtigen Herrschaften Allahgott und Sobhani wünschen jedem das Seine:

When it comes to apportioning reward and punishment, God never treats the believer in the same way as the unbeliever, the good in the same way as the bad; rather, He gives each person an appropriate, fitting recompense.

http://www.sies.co.uk/sies/minister/2006/sep/sep2006_6.html

[12] Sobhani, der Hidschab und die islamisch verstaatlichte Lüge

Grand Ayatollah Jafar Sobhani criticized the current situation of Hijab in Iran.

“Its a social sin when people don’t wear good Hijab. Authorities and officials of the Islamic government are responsible for this huge sin. But it seems they don’t care about it that much. The survival of our Islamic government is up to Hijab. So this shows the importance of this divine duty.” Ayatollah Sobhani said on Tuesday in Qom.

“People and officials should not ignore Hijab issues. They should care about it as much as they can.” He added.

Hijab is required on women in public in Iran. However in Iran many women, especially younger ones, have taken to wearing transparent, colorful and very loosely worn Hijabs instead of Chadors or manteaus to protest but keep within the law of the state. Iran’s police have tightened the control of Hijab recently. Police usually arrest people who don’t have good Hijab.

Jafar Sobhani is a lecturer at Qom seminaries and a senior member of the high council of Qom Seminary. Sobhani believes that the media in an Islamic country must be tightly controlled by the administration and it is not necessary that the people get informed about news unless necessary. He said: “Lying is a big sin, but telling the truth is not a must.”

Quelle: Samia Zahid am 02.06.2012 auf Kabir News

http://kabirnews.com/ayatollah-jafar-sobhani-criticized-hijabs-situation-in-iran/2393/

Ahmad Reza Radan, Deputy Commander of the Iranian police and Tehran’s police chief, defines Hijab standards in Iran.

“Wearing tight clothes, short mantuas, short-sleeve mantuas and clothes are completely prohibited and they are against Hijab standards in Iran.” Radan said.

He also commented about the scarves and shawls worn by women, “Women must wear scarves which completely cover their hairs from back and forth.” Radan also asked Iranian women to follow these guidelines in cars too. Ahmad Reza Radan believes Iranian police is responsible for Hijab problem and this is a divine duty.

It’s noteworthy that US sanctions were imposed on two Iranian national police officials, Ismail Ahmadi Moghadam and Ahmad-Reza Radan. According to US officials, Radan has been involved in assisting the Syrian government in suppressing the anti-government protests and has travelled to Syria to “aid in the Syrian crackdown of its people”. Radan is infamous for his crackdown on “unIslamic” hair and dress style too.

Quelle: Samia Zahid am 26.06.2012 auf Kabir News

http://kabirnews.com/ahmad-reza-radan-defines-hijab-standards-in-iran/2641/

[13] Professor at Qom Seminary glorified Islam as the school of science, learning and culture saying, „Muslims are people with science and high knowledge.“ adding, „If we lag behind in science for a period of time, that is either we or the enemies have to be blamed for that but the school of Islam has no shortcoming.“

Ayatollah Sobhani also underscored the most valuable activities that are rewarded by God saying, „Activities of the scientists, Jihadists (those who combat for heavenly means) and workers are highly valued and rewarded by God Almighty.“

He also warned the high officials against domestic and foreign enemies who plan to weaken the system.

Ayatollah Sobhani addressed the publishers and researchers and said,“ Man needs to b e fed both physically and spiritually; hence, researchers and writers have to carefully review what they produce and how they feed the minds of the youth.“

http://www.abna.ir/data.asp?lang=3&Id=293609

[14] Die Hoffnungsweiterträgerin, Entwicklungshelferin, himmlisch rechtgeleitete Bundesbildungsministerin und Glaubensdenkerin Annette Schavan: „Das ist eine Hoffnung, von der ich aus vielen Gesprächen mit muslimischen Theologen, aber auch mit sonstigen jungen Intellektuellen weiß, dass sie sich das wünschen: eine Möglichkeit der Entwicklung über die Theologie. Der Staat bestimmt das nicht, der Staat schafft Rahmenbedingungen – Fachbereiche – in denen Entwicklung möglich ist.“

„Theologie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klärung, zur Aufklärung; deutlich zu machen, wie stark das aufklärerische Potenzial des Christentum ist. Sie hilft, deutlich zu machen, dass Glaube nicht nur geglaubt werden will, sondern auch gedacht werden. Das Verhältnis von Glaube und Vernunft ist eine der Grundfragen schlechthin, und ich glaube, in der Universität des 21. Jahrhunderts wird Theologie auch immer mehr als Orientierungswissenschaft gefragt sein. Theologische Kompetenz wird in vielen anderen Berufen gefragt sein, und das Angebot des Studiums könnte wunderbar weiterentwickelt werden auf diese anderen Berufsfelder und Kompetenzbereiche und damit weit über Kirche hinaus ausstrahlen.“

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=474466

Allahs Ausstrahlung werden wir schon zu spüren bekommen … für die freiheitliche Demokratie verheißt es allerdings nichts Gutes, dass Schavan im Januar 2012 das Zentrum für Islamische Theologie an der Uni Tübingen gemeinsam mit Mustafa Cerić eröffnete. Cerić ist Großmufti von Bosnien und Herzegowina und Scheich im ECFR (Chef ist Yusuf al-Qaradawi).

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsticker-zentrum-fuer-islamische-theologie.html

internationale Kooperationen der Arabistik und Islamwissenschaft mit Universitäten und universitären Einrichtungen in der islamischen Welt wie auch Kooperationsvereinbarungen der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen mit der Islamisch-Theologischen Fakultät Sarajevo und der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen mit entsprechenden Islamisch-Theologischen Fakultäten der Universität İstanbul und der Dokuz Eylül Universität İzmir …

Studierende/Struktur/Räume

Im aktuellen Wintersemester 2011/12 sind 36 Studierende eingeschrieben, davon 23 Frauen und 13 Männer; sie kommen aus aller Welt.

Die W 3-Professur für „Koranwissenschaften“ ist mit Dr. Omar Hamdan besetzt. Er wird durch ein Sekretariat und seinen Assistenten, Dr. Mohammed Nekroumi, unterstützt.

Die W 3-Professur für „Islamische Glaubenslehre“ wird Dr. Lejla Demiri übernehmen. Sie hat den Ruf inzwischen angenommen und wird voraussichtlich ab dem Wintersemester 2012/13 an der Universität Tübingen lehren und forschen.

Ein Ruf auf die W 3-Professur für „Islamische Religionspädagogik“ wurde im Dezember 2011 erteilt.

Die W1-Juniorprofessur für „Islamisches Recht“ wird von Dr. Mouez Khalfaoui übernommen (Ruf angenommen). Auf die W 1-Juniorprofessur für „Geschichte und Gegenwartskultur des Islam“ wurde Dr. Erdal Toprakyaran berufen (Ruf angenommen).

Das Tübinger Zentrum ist eine zentrale Einrichtung, als akademischer Lehr- und Forschungsbereich bietet es ein breit gefächertes Studium der Islamischen Theologie. Die Forschung soll auf ein international anerkanntes Niveau gestellt werden. Der 8-semestrige Bachelorstudiengang „Islamische Theologie“ ist bekenntnisbezogen ausgerichtet und verbindet die Islamische Theologie auch mit allgemeinen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Dazu gehört die Be-schäftigung mit religiösem Quellenmaterial, aber auch die Auseinandersetzung mit der religiösen Glaubenspraxis und deren Vermittlung. Darüber hinaus befasst sich der Studiengang mit der islami-schen Religion im europäischen und deutschen Kontext und vermittelt interreligiöse und interkulturelle Kompetenzen. Ergänzend sollen ein Masterstudiengang sowie ein Lehramtsstudiengang entwickelt werden.

Bei der Besetzung der Professuren gilt, analog zu den christlich-theologischen Fakultäten, das Prin-zip der Konfessionsbindung. Es ist die Aufgabe eines Beirats, diese bei der Besetzung der Professuren sicherzustellen. Die wissenschaftliche Eignung und akademische Exzellenz der Professoren wird ausschließlich durch die Universität geprüft und gewährleistet.

Beirat

Ein siebenköpfiger Beirat begleitet den Prozess der Akademisierung und Institutionalisierung der Islamischen Theologie an der Universität Tübingen und entscheidet in bekenntnisrelevanten Fra-gen. Als Beiratsmitglieder wurden im Mai 2011 bestellt:

Vorsitzender: Suleyman Tenger (geb. in der Türkei), Religionsbeauftragter an der Zentral Moschee der Türkisch Islamischen Union und Religionspädagoge am Dokumentationszentrum für Islamische Religionspädagogik;

Muhamed Baščelič (geb. in Bosnien-Herzegowina), Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland e.V. und Doktorand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen;

Dr. Fatma Bayraktar-Karahan (geb. in der Türkei), Predigerin im Raum Essen und Referentin im Projekt ProDialog;

Serkan Ince (geb.in Deutschland), Masterstudent der Religionswissenschaft mit Schwerpunkt religiöse Gegenwartskultur an der Universität Bayreuth;

Ismail Kuvvet (geb. in Deutschland), Gemeindeleiter und Erzieher am Kulturzentrum der Deutsch-Türkischen Integration und Islam Bildung e. V. (KDTI) Herrenberg;

Prof. Dr. Abdullah Takim (geb. in der Türkei), Stiftungsgastprofessor für Islamische Religion an der Universität Frankfurt; Mitorganisator des Theologischen Forums Christentum –Islam der Diözese Rottenburg-Stuttgart;

Dr. Halise Kader Zengin (geb. in Deutschland), wissenschaftliche Assistentin an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara.

Feierliche Einweihung des „Zentrums für Islamische Theologie“ an der Universität Tübingen am 16. Januar 2012. Pressemitteilung. Tübingen, den 16.01.2012

http://www.uni-tuebingen.de/uploads/media/12-01-16ZentrumIslamischeTheologieTuebingen.pdf

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsfullview-aktuell/article/feierliche-einweihung-des-zentrums-fuer-islamische-theologie-an-der-universitaet-tuebingen-am.html

Beirat

Seine Zusammensetzung folgt den Empfehlungen des Wissenschaftsrats. Alle Beiratsmitglieder verfügen über theologische Kompetenz. Fünf Vertreter werden von den Verbänden vorgeschlagen. Dabei entfallen auf DITIB drei Stimmen, auf VIKZ und IGBD je eine Stimme. Die zwei nicht-organisierten Muslime mit je einer Stimme werden vom Rektor vorgeschlagen.

Der Beirat entscheidet ausschließlich in bekenntnisrelevanten Fragen. Die Wissenschaftsfreiheit der Hochschule wird gewahrt. Bei Berufungen wird entsprechend dem Landeshochschulgesetz verfahren: Die Berufungskommission wird vom Rektorat einberufen. Ihr gehören islamische Theologen – derzeit sind hier nur externe Vertreter möglich – sowie Wissenschaftler anderer Fakultäten und Repräsentanten der unterschiedlichen universitären Gruppen an. Das Auswahlverfahren in der Berufungskommission erfolgt nach den hochschulintern geltenden Regeln und nach ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens in der Berufungskommission ist in Analogie zu Berufungsverfahren bei den christlich-theologischen Fakultäten die Zustimmung des Beirates einzuholen. …

Die Stiftung Mercator will den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich islamische Theologie mit insgesamt 3,6 Millionen Euro in sechs Jahren fördern. Um diese Förderung können sich auch Nachwuchswissenschaftler des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Tübingen bewerben. Ergänzt werden diese Bemühungen durch die Etablierung eines Netzwerks mit Universitäten in der islamischen Welt (Ankara, Istanbul, Izmir, Sarajevo, Kairo, Rabat etc.), mit denen bereits wissenschaftliche Kooperationen bestehen.

http://www.ilahiyat.de/muslimischegegenwart.html

Ringvorlesung Islamische Jurisprudenz

Universität Frankfurt (2012), Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam

Montag, 11.06.2012 „Islamisches Recht: Zur Schulgründung und Konsolidierung“ Prof. Dr. Rüdiger Lohlker, Wien

Montag, 18.06.2012 „Das islamische Erbrecht in Tunesien: Neue Argumente in einem alten Disput“ Prof. Dr. Moez Khalfaoui, Tübingen

Montag, 25.06.2012 „Islamisches Recht und Menschenrechte“ Dr. Dr. Seyed Iranbomy & Dr. Mahmoud Bassiouni, Frankfurt

Montag, 02.07.2012 „Scharia Jet Set: Islamic Finance, der Aufstieg der neuen islamischen Rechtsgelehrten und die Herausforderungen der Finanzkrise“ Dr. Kilian Bälz, Frankfurt/Kairo/Berlin

Montag, 09.07.2012 „Islamisches Recht in Deutschland“ Prof. Dr. Mathias Rohe, Erlangen

http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/islam/Plakatentwurf1.pdf

Rechtsanwalt Dr. Dr. Seyed Iranbomy – Rechtsgebiete: Arbeitsrecht, Ehe- und Familienrecht, Internationales Privatrecht

http://anwaltauskunft.de/anwaltsuche+16871c1781ac18fc33df6ced1789cea4

Mahmoud Bassiouni: Islamische Menschenrechtsdiskurse

http://www.springerlink.com/content/w657j584hq138p2u/

Menschenrechte aus transkultureller Perspektive. Universität Kassel – Institut für Philosophie 01.-02.07.2011

M.A. Mahmoud Bassiouni: Der islamische Menschenrechtsdiskurs

http://www.uni-kassel.de/philosophie/Programm_Menschenrechte_Workshop_SS2011.pdf

Der philosophische Menschenrechtsdiskurs, wie er sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jh. im arabisch-islamischen Raum sowie in der VR China herausgebildet hat, hat bisher kaum westliche Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Von daher haben die theoretischen Entwicklungen in diesen beiden Regionen auch in der kontinentaleuropäischen und angloamerikanischen Philosophie der Menschenrechte nur am Rande Berücksichtigung gefunden. Dies ist in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass diese Theorieentwürfe in ihrer jeweiligen argumentativen und systematischen Struktur bislang nur in geringem Maße aufgearbeitet und für die westliche Theorienbildung zugänglich gemacht worden sind. Für ein Theoriefeld, das sich allein schon aufgrund seines Gegenstandes nicht nur an den westlichen Debatten orientieren kann, liegt es jedoch auf der Hand, die Argumente und Hintergrundtheorien, welche diese beiden unterschiedlichen Menschenrechtsdiskurse bestimmen, näher in den Blick zu nehmen. Der Forschungsbereich Transkulturalität der Menschenrechte beabsichtigt diesen blinden Fleck des westlichen Diskurses zu verkleinern.

http://globaleethik.wordpress.com/transkulturalitat-der-menschenrechte/

Universität Kassel, Institut für Philosophie

http://www.uni-kassel.de/philosophie/forschung.html

[15] Er hat die Menschheit mit Tauhid erschaffen (Al-Kulayni, al-Kafi (Akhundi), II, 12, hadith Nr.2.). Vom Revolutionsführer wird der Tauhid ebenso vernunftfern wie islamisch mit dem angeborenen Ausgerichtetsein auf Allah hin verschmolzen, dem Begriff der Fitra:

Chomeini: „Es ist eine der Eigenschaften der Natur, mit der Gott den Menschen geschaffen hat, dass er Unvollkommenheit mit Abneigung begegnet. Was er als Mangel oder Fehler erkennt, dem steht er von Natur aus ablehnend gegenüber. Deshalb sollte das, was die menschliche Natur anzieht, eins und einzig sein, denn alles, was zur Pluralität fähig ist, und alles, was aus Teilen besteht, ist unvollkommen und mangelhaft. Pluralität geht immer mit Begrenztheit (was ein Mangel ist) einher, und alles Mangelhafte wird von der menschlichen Natur abgelehnt. Diese beiden Aspekte in der menschlichen Natur, nämlich die Ablehnung des Mangelhaften und das Begehren des Vollkommenen bestätigt nicht nur das Prinzip von Tauhid, der Einheit Gottes, sondern auch, dass die Göttliche Existenz jede Vollkommenheit umfasst und von jedem Mangel frei ist. Dies kommt in der gesegneten Sura at-Tauhid zum Ausdruck, die sich auf die Wesenheit des Erhabenen, des Allerhöchsten bezieht. Die Sure spricht am Anfang von huwa (Er) und nennt in den nächsten Versen sechs seiner Eigenschaften. Da sein Heiliges Wesen eine absolute Wesenseinheit (huwiya) ist, umfasst das Göttliche Sein alle Vollkommenheiten. Gott ist einzig (ahad), und seine Einzigkeit (ahadiya) bedingt sein Einsein (wahidiya). Und da absolute Wesenheit alle Vollkommenheiten einschließt und frei ist von allen Mängeln, die aus endlicher Wesenheit entspringen, ist er ewig (samad), das Ende, das Ziel und die Zufluchtstätte von allem. Weil Er absolute Wesenheit ist, wird nichts von Ihm getrennt, noch ist Er selbst von etwas getrennt. Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt (lam yalid wa lam yulad), vielmehr ist er der Ursprung und das Ende, zu Dem alles Lebendige zurückkehrt, ohne von Ihm getrennt worden zu sein, denn Trennung bedingt Mangel. Diese absolute Wesenheit hat kein Gleiches (wa lam yaku-llahu kufuwan ahad), da absolute Vollkommenheit Wiederkehr ausschließt.“

http://www.al-shia.de/ueberlieferungen/fitra.htm

He originated mankind upon tawhid

Khomeini: “It should be known to you that one of the characteristics of the nature upon which God has fashioned mankind is a loathing for imperfection. Man is by nature averse to everything he perceives as defective and faulty. Since His sacred Essence has an absolute ipseity (huwiyyah) (an absolute ipseity must be absolutely perfect; otherwise it is a finite ipseity), the Divine Being encompasses all perfections. `Allah’, (which follows the pronoun huwa in the surah), shows that in spite of encompassing all perfections, It is simple (basit); otherwise It would not have an absolute ipseity . Thus, He is ahad (unique) and His ahadiyyah (uniqueness) necessitates His wahidiyyah (oneness). And since absolute ipseity includes all perfections and is free from all defects-which originate in finite ipseity He is Samad (Eternal, the End, Goal and Refuge of every thing) and is not vacuous. On account of His being absolute ipseity, nothing is begotten or separated from Him, nor is He Himself separated from anything. He is lam yalid wa lam yulad, i.e. He begetteth not, nor was begotten; rather, He is the Source of everything and the End to which all existents return without having separated from Him, for separation necessitates defectiveness. Absolute Ipseity has no equal either, since absolute perfection precludes recurrence.”

http://www.erfan.ir/article/article.php?id=5569

[16] Chaliq, Chalq

„Allaah ta‟ala allein ist der Chaaliq (Schöpfer), Er ist der Baari’ (Erschaffer) und der Musawwir (Gestalter). Weil Er der Chaaliq von allem außer Ihm ist, ist alles Übrige Chalq (Schöpfung), das durch Seinen Befehl Kun! (sei!) entstanden ist.“

aus: Abu Muhammad: Islamische Begriffe für deutschsprachige Muslime

http://www.salaf.de/sprache/PDF/spr0001_Islamische%20Begriffe%20fuer%20deutschsprachige%20Muslime.pdf

bei: SALAF.de – authentisch & informativ

http://www.salaf.de/

Schariapflicht im Digitalzeitalter. (Technologisch) moderne Kalligraphien des islamischen Gottesnamens al-Chaaliq (al-Ḫāliq), „der Schöpfer“

http://1.bp.blogspot.com/-oSPDaZhrPoc/TckNylyDMqI/AAAAAAAAADQ/siqn-1hq6ZU/s1600/%D8%A7%D9%84%D8%AE%D8%A7%D9%84%D9%82.jpg

http://data0.zic.fr/loqmane/mod_article1458931_1.jpg?6397

bei: Eslam: Der Schöpfer.

http://www.eslam.de/begriffe/s/schoepfer.htm

[17] Die Bedeutung von fitra

Der Ausdruck fitrat-Allah ist der Zustand, in dem Gott die Menschheit erschaffen hat, bezieht sich auf die wesentliche Bedingung ihrer Existenz. Es ist etwas, was gerade in der Essenz ihrer Existenz vorhanden und unentrinnbar mit der Substanz ihrer Natur verbunden ist. Die fitra ist eine Gnade Gottes, mit der Er die Menschen vor allen anderen Geschöpfen ausgezeichnet hat.

Chomeini

http://www.al-shia.de/ueberlieferungen/fitra.htm

The Meaning of Fitrah:

It should be known that fitrat Allah, as the condition and state in which God fashioned mankind, refers to the essential condition of their existence. It is something which is present in the very essence of their creation and is inextricably kneaded into the very substance of their nature. God’s fitrah is one of His favours with which He has endowed the human species out of all creatures.

Khomeini

http://www.erfan.ir/article/article.php?id=5569

Kalligraphie: fiṭra, von Ahmed Kandil

http://www.eslam.de/begriffe/n/images/natur_des_menschen.jpg

Wer vor seiner Urnatur (fiṭra) flüchtet, verdient auf Erden oder spätestens im Jenseits Entehrung, gottgewollen Heilsverlust, Degradierung und Erniedrigung. Allah ist schließlich der Entehrer, der Bringer von Schmach und Schande, der Herabsetzer, der Erniedriger:

Wer allein die Macht hat, absolut zu erhöhen, Allah, darf sich vorbehalten, absolut zu erniedrigen. al-Mudhill: The Dishonorer, The Disgracer, The Degrader, The Humiliator

The One whose wisdom creates situations that are low and despicable.

The One who creates the appearance of dishonor or degradation.

The One whose wisdom produces circumstances of humiliation and disgrace.

Mudhill (dishonorer) is the opposite of Mu’izz (honorer).

http://wahiduddin.net/words/99_pages/mudhill_25.htm

Sure 9:2 Die Reue kennt Al-Mudhill. The Dishonorer, He who lowers and puts one in abasement and degradation.

Know that you can never elude [ausweichen, sich entziehen] God, and that, verily, God shall bring disgrace [Schmach und Schande] upon all who refuse to acknowledge the truth.

At-Tawbah 9:2

Wir übersetzen einen Masnawī-Vers (zu thanā, ṯanā, ‚doppelt legen‘, türkisch: mesnevi, eine literarische Gattung von Doppelversen; der Doppelvers ist ein altes Prinzip, man vergleiche die Struktur der Psalmen oder sogar diejenige der finnischen Kalevala).

Er allein hat das Recht zu brechen, denn Er allein hat die Macht aufzubauen. Er, Der weiß, wie man zusammennäht, weiß, wie man auseinanderreißt. Was immer er verkauft, im Austausch kauft er etwas Besseres. Er legt das Haus Trümmer, und einen Augenblick später baut er es lebenswerter als jemals zuvor.

He alone has the right to break,

for He alone has the power to mend.

He that knows how to sew together,

knows how to tear apart:

whatever He sells,

He buys something better in exchange.

He lays the house in ruins;

then in a moment He makes it more liveable than before.

Mathnawi I:3882-3886

http://www.namesofallah.com/eng/html/n025.htm

Al-Mudhill: The Humiliator

Allah Mudhill Allah Hu.

The esma of Mudhill is the esma that shows that Allah is the degrader of those It has created.

The esma of Mudhill is the esma that will degrade and humiliate those who Allah has created when Allah wishes it. Last week we explained the esma of Mu’izz. These are esmas that are opposites of each other. Mu’izz was the esma that gave honor and elevated the servant, the esma that allowed one to attain an elevation in their character, and the esma of Mudhill is the opposite. …

Instead of living according to the rules and wishes of the Creator, when he lives in a corrupt manner amoung people, then he brings his nafs, his soul, into the lowest level, and fools himself into [ed. deceives himself with] the finite pleasures of this finite world, lives forgetting the beauty and goodness of the Creator, then he will encounter the esma of Mudhill, and fall into abasement.

http://www.sherifbaba.com/mudhill.htm

[18] ẓālimīn, 91 mal im Koran

http://searchtruth.com/search.php?keyword=%D8%B8%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%8A%D9%86&chapter=&translator=1&search=1&start=0&records_display=10&search_word=all

[19] ẓālimūn, 33 mal in der himmlischen Gebrauchsanweisung

http://searchtruth.com/search.php?keyword=%D8%B8%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%88%D9%86&chapter=&translator=1&search=1&start=0&records_display=10&search_word=all

[20] Allahs Fluch (curse) trifft, so listet Imam an-Nawawi auf:

women who wear false hair, and those women who prepare such.

the Jews who turned the graves of their Prophets into places of worship

the painters of pictures of living things

those men who imitate women and those women who imitate men

http://forums.islamicawakening.com/f20/curses-of-allah-and-his-messenger-21591/

Imam an-Nawawī ist bekannt für sein Die Gärten der Tugendhaften (Riyāḍu ṣ-Ṣāliḥīn, Gardens of the righteous), weniger für den Minḥāǧ aṭ-Ṭalīb (wörtl.: Theologischer Standort des Schariastudenten), sein Kompendium für schafiitischen Fiqh

Minhaj et talibin: A Manual of Muhammadan Law ; According To The School of Shafi Law Publishing Co (1977), Navrang (1992), Adam Publishers (2005)

http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Nawawi#Recent_English_Language_Editions

[21] Narrated Ali ibn Abu Talib:

The Prophet (peace be upon him) said:

The angels do not enter a house which contains a picture, a dog, or a man who is impure by sexual defilement.

{Book 32, Number 4140: Sunan Abu-Dawud}

Narrated Aisha:

(mother of the faithful believers) I bought a cushion with pictures on it. When Allah’s Apostle saw it, he kept standing at the door and did not enter the house. I noticed the sign of disgust on his face, so I said, “O Allah’s Apostle! I repent to Allah and His Apostle . (Please let me know) what sin I have done.” Allah’s Apostle said, “What about this cushion?” I replied, “I bought it for you to sit and recline on.” Allah’s Apostle said, “The painters (i.e. owners) of these pictures will be punished on the Day of Resurrection. It will be said to them, ‘Put life in what you have created (i.e. painted).’ ” The Prophet added, “The angels do not enter a house where there are pictures.”

{Volume 3, Book 34, Number 318: Sahih Bukhari}

Ibn ‘Umar reported Allah’s Messenger (may peace be upon him) having said:

Those who paint pictures would be punished on the Day of Resurrection and it would be said to them: Breathe soul into what you have created.

{Chapter 19, Book 024, Number 5268: Sahih Muslim}

http://hadithoftheday.wordpress.com/2007/05/09/pictures-and-angels-in-the-house/

Book of Purification (Kitab Al-Tahara) of Sunan Abu-Dawud, 0227: Narrated Ali ibn Abu Talib: The Prophet said: Angels do not enter the house where there is a picture, or a dog, or a person who is sexually defiled.